diff options
Diffstat (limited to '22493-8.txt')
| -rw-r--r-- | 22493-8.txt | 1236 |
1 files changed, 1236 insertions, 0 deletions
diff --git a/22493-8.txt b/22493-8.txt new file mode 100644 index 0000000..a732692 --- /dev/null +++ b/22493-8.txt @@ -0,0 +1,1236 @@ +The Project Gutenberg EBook of Ein Heiratsantrag, by Anton Tschechow + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Ein Heiratsantrag + Scherz in einem Aufzug + +Author: Anton Tschechow + +Translator: Luise Flachs-Fokschaneanu + +Release Date: September 2, 2007 [EBook #22493] + +Language: German + +Character set encoding: ISO-8859-1 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EIN HEIRATSANTRAG *** + + + + +Produced by Norbert H. Langkau, Jana Srna and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + + + + + +[Anmerkungen zur Transkription: + +Im Original fett gesetzter Text ist mit = gekennzeichnet. +Im Original gesperrt gesetzter Text ist mit + gekennzeichnet. +Im Original in Antiqua gesetzter Text ist mit _ gekennzeichnet.] + + + + + Ein Heiratsantrag + + +Scherz in einem Aufzug+ + + + Von + + +Anton Tschechow+ + + + Bühneneinrichtung mit Dekorationsplan + + + +Aus dem Russischen übertragen+ + + von + + Luise Flachs-Fokschaneanu + + + +Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig+ + + + + + +Den Bühnen gegenüber als Manuskript gedruckt.+ + + Übersetzungsrecht für alle anderen Sprachen vorbehalten. + + +Für sämtliche Bühnen im ausschließlichen Debit der Verlags-Firma +A. +Entsch+, Berlin _NW. 7._ erschienen, und ist von dort aus allein das +Recht der Aufführung zu erwerben. + + +Luise Flachs-Fokschaneanu.+ + + +Stücke von Anton Tschechow in der Universal-Bibliothek: + + Nr. 4264. Die drei Schwestern. + Nr. 4919. Die Möwe. + + ++Druck von Philipp Reclam jun. Leipzig+ + + + + +Ein Heiratsantrag + +Scherz in einem Aufzug + + + + +Personen. + + +=Stepán Stepánowitsch Tschubúkow=, Gutsbesitzer. + +=Natália Stepánowna=, seine Tochter. (25 Jahre alt.) + +=Iwán Wassíljitsch Lómow=, Tschubukows Nachbar. + ++Ort der Handlung+: Tschubukows Landsitz in Rußland. + ++Zeit+: Die Gegenwart. + + ++Rechts und links vom Schauspieler.+ + + ++Vorkommende Namen+: Nastásia Michaílowna, Ugadái, Mikónow, Otkatái, +Sapragája, Staméski, Marúskin, Raswachái, Desjatín, Natáscha. + +w am Schlusse eines Namens ist wie f zu sprechen. + + +Die deutsche Uraufführung fand am 12. November 1900 an der Berliner +Sezessionsbühne statt. + +[Illustration: Empfangszimmer in Tschubukows Hause nach vorstehendem +Dekorationsplan.] + + + + +Erster Auftritt. + +=Tschubukow.= Dann =Lomow= im Frack und in weißen Handschuhen. + + +=Tschubukow= (geht ihm zur Begrüßung entgegen). Liebster! Wen sehe ich +da! Iwan Wassiljitsch! Höchst erfreut! (Drückt ihm die Hand.) Ist das +aber eine Überraschung, mein Gutester... Wie geht es Ihnen? + +=Lomow.= Ich danke Ihnen. Und Sie, wie befinden Sie sich? + +=Tschubukow.= Na, es geht, mein Bester. Bitte ergebenst, setzen Sie +sich... Es ist nicht in der Ordnung, mein Lieber, seine Nachbarn zu +vergessen. Aber, mein Liebster, warum sind Sie denn so feierlich? Im +Frack, in Handschuhen und dergleichen. Fahren Sie denn irgend wohin zu +Besuch, mein Schätzbarster? + +=Lomow.= Nein. Ich komme bloß zu Ihnen, geehrter Stepan Stepanowitsch. + +=Tschubukow.= Weshalb dann im Frack, Bester? Gerade wie bei einer +Neujahrsvisite! + +=Lomow.= Sehen Sie, es handelt sich darum. (Er faßt ihn unter.) Ich bin +zu Ihnen gekommen, verehrter Stepan Stepanowitsch, um Sie mit einer +Bitte zu belästigen... Es ist nicht das erste Mal, daß ich die Ehre +habe, mich an Sie um Hilfe zu wenden, und stets haben Sie, sozusagen ... +aber verzeihen Sie, ich bin aufgeregt. Ich werde erst Wasser trinken, +verehrter Stepan Stepanowitsch. (Er trinkt.) + +=Tschubukow= (beiseite). Er ist gekommen, Geld zu borgen! Ich werde +keines geben! (Zu Lomow.) Um was handelt es sich denn, Bester? + +=Lomow.= Sehen Sie ... geehrt ... Stepanitsch ... entschuldigen Sie, +Stepan, Stepan -- Geehrtewitsch ... das heißt, ich bin schrecklich +aufgeregt, wie Sie gefälligst sehen wollen... Mit einem Wort, Sie allein +können mir helfen, obgleich ich es durchaus nicht verdient habe und ... +und nicht das Recht habe, Ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. + +=Tschubukow.= Ach, machen Sie keine Umschweife, mein Herzchen! Sagen Sie +rund heraus! Nun? + +=Lomow.= Sofort... Im Augenblick. Die Sache ist die: Ich bin gekommen, +um die Hand Ihrer Tochter Natalia Stepanowna zu bitten. + +=Tschubukow= (freudig). Engelchen! Iwan Wassiljitsch! Wiederholen Sie +das noch einmal -- ich habe nicht gut gehört! + +=Lomow.= Ich habe die Ehre, zu bitten... + +=Tschubukow= (ihn unterbrechend). Mein Täubchen, ich bin so erfreut und +dergleichen, das ist es eben und dergleichen. (Er umarmt und küßt ihn.) +Ich habe es ja längst gewünscht. Es war immer mein Wunsch (er zerdrückt +eine Träne) und ich liebte Sie stets, mein Teuerster, wie meinen eigenen +Sohn. Gott gebe euch beiden seinen Segen und seine Gnade und dergleichen +... ich habe es mir immer gewünscht ... aber warum stehe ich denn da, +wie ein Tölpel? Ich bin vor Freude verblüfft, ganz verblüfft! Ach, von +ganzer Seele... Ich gehe Natascha rufen und dergleichen. + +=Lomow= (gerührt). Geehrter Stepan Stepanitsch, was meinen Sie, darf +ich auf die Einwilligung Natalia Stepanownas hoffen? + +=Tschubukow.= Wirklich ein so schöner Mann und ... und da soll sie auf +einmal nicht einwilligen! Verliebt wie eine Katze und dergleichen ... +sofort! (Er geht nach rechts ab.) + + + + +Zweiter Auftritt. + +=Lomow= allein. + + +=Lomow.= Mir ist kalt... Ich zittere am ganzen Leibe, wie vor dem +Examen. Die Hauptsache ist, man muß sich entschließen. Wenn man lange +bedenkt, schwankt, viel spricht, auf ein Ideal oder auf die echte Liebe +wartet, verheiratet man sich niemals. Brrr!... Es ist kalt! Natalia +Stepanowna ist eine vorzügliche Wirtin, ist auch nicht übel, ist +gebildet ... was brauche ich denn noch? Es rauscht mir vor Aufregung in +den Ohren. (Er trinkt Wasser.) Und nicht heiraten, das geht nicht... +Erstens bin ich schon fünfunddreißig Jahre alt -- ein kritisches Alter, +sozusagen. Zweitens bedarf ich eines geordneten, regelmäßigen Lebens... +Ich habe einen Herzfehler, beständiges Herzklopfen, ich bin empfindlich +und gerate immer in furchtbare Aufregung. Sofort zittern mir die Lippen +und auf der rechten Schläfe zuckt der Puls... Aber das Allerschrecklichste +ist der Schlaf. Kaum habe ich mich ins Bett gelegt und beginne +einzuschlummern, da zerrt und zupft plötzlich etwas an der linken Seite! +und just in der Schulter und im Kopf hämmert etwas... Ich springe wie +ein Verrückter auf, gehe eine Weile umher, dann lege ich mich wieder, +aber kaum bin ich ein wenig eingeschlafen, habe ich wieder einen Krampf +an der Seite! Und so geht es an die zwanzig Mal... + +=Natalia Stepanowna= (kommt von rechts). + + + + +Dritter Auftritt. + +=Natalia Stepanowna.= =Lomow.= + + +=Natalia Stepanowna.= Ach so! Das sind Sie, und Papa sagt: geh', ein +Händler ist gekommen, Ware kaufen. Guten Tag, Iwan Wassiljitsch. + +=Lomow.= Guten Tag, geehrte Natalia Stepanowna! + +=Natalia Stepanowna.= Entschuldigen Sie, ich habe die Schürze an und +bin im Hauskleid... Wir reinigen Schoten zum Trocknen. Warum sind Sie so +lange nicht bei uns gewesen? Setzen Sie sich... (Sie setzen sich.) +Wollen Sie etwas zum Frühstück nehmen? + +=Lomow.= Nein, ich danke Ihnen, ich habe schon gegessen. + +=Natalia Stepanowna.= Rauchen Sie ... da sind Zündhölzer... Das Wetter +ist herrlich und gestern hat es so stark geregnet, daß die Arbeiter den +ganzen Tag nichts tun konnten. Wie viel Schober haben Sie geschnitten? +Denken Sie sich nur, ich bin sehr habgierig und habe die ganze Wiese +abmähen lassen und jetzt ärgere ich mich darüber, ich fürchte, mein Heu +verfault mir. Es wäre besser gewesen, ich hätte gewartet. Ja, was ist +denn das? Mir scheint gar, Sie sind im Frack? Das Allerneueste! Gehen +Sie am Ende auf einen Ball? Nebenbei bemerkt, Sie sind etwas hübscher +geworden... Wahrhaftig ... warum sind Sie so herausgeputzt? + +=Lomow= (aufgeregt). Sehen Sie, geehrte Natalia Stepanowna... Es handelt +sich darum, daß ich mich entschlossen habe, Sie zu bitten, mich +anzuhören... Natürlich werden Sie sich wundern und sogar böse sein, aber +ich... (Beiseite.) Wie schrecklich kalt es ist! + +=Natalia Stepanowna=. Um was handelt es sich? (Pause.) Nun? + +=Lomow.= Ich werde mir Mühe geben, mich kurz zu fassen. Verehrte Natalia +Stepanowna, es ist Ihnen bekannt, daß ich schon lange, seit meiner +Kindheit, die Ehre habe, Ihre Familie zu kennen. Meine selige Tante und +ihr Gemahl, von denen ich, wie Sie wissen, das Grundstück geerbt, hatten +stets die größte Achtung vor Ihrem Vater und Ihrer seligen Frau Mutter. +Das Geschlecht der Lomows und das Geschlecht der Tschubukows standen +seit jeher in den freundschaftlichsten, sozusagen verwandtschaftlichen +Beziehungen zueinander, überdies grenzt, wie Sie zu wissen belieben, +mein Grundstück eng an das Ihrige. Wenn Sie sich gütigst erinnern +wollen, stoßen meine Ochsenwiesen hart an Ihren Birkenwald. + +=Natalia Stepanowna.= Entschuldigen Sie, ich muß Sie unterbrechen. -- +Sie sagen »+meine+ Ochsenwiesen« ... ja, sind das denn auch die Ihrigen? + +=Lomow.= Ja, sie gehören mir... + +=Natalia Stepanowna.= So? So etwas! Die Ochsenwiesen gehören uns und +nicht Ihnen! + +=Lomow.= Nein -- +mir+, verehrte Natalia Stepanowna! + +=Natalia Stepanowna.= Das ist für mich etwas ganz Neues! Wie gehören sie +denn Ihnen? + +=Lomow.= Was -- wie? Ich rede von jenen Ochsenwiesen, die zwischen Ihrem +Birkenwald und der Ziegelerde eingekeilt liegen. + +=Natalia Stepanowna.= Nun ja, eben diese ... gehören uns... + +=Lomow.= Nein, Sie irren sich, verehrte Natalia Stepanowna, sie gehören +mir. + +=Natalia Stepanowna.= Erinnern Sie sich nur genau, Iwan Wassiljitsch! +Ist es schon lange her, daß Sie dieselben erworben haben? + +=Lomow.= Wie lange? Soweit ich mich an mich selbst erinnern kann, +gehörten sie immer uns. + +=Natalia Stepanowna.= Nun, dem ist also nicht so. Sie entschuldigen +schon! + +=Lomow.= Das geht aus den Papieren hervor, verehrte Natalia Stepanowna. +Die Ochsenwiesen wurden mir schon einmal -- das ist wahr -- streitig +gemacht, jetzt aber ist es allen bekannt, daß sie mir gehören. Da gibt +es nichts zu streiten. Hören Sie gefälligst: Die Großmutter meiner Tante +hat diese Wiesen für eine unbestimmte Zeit zur unentgeltlichen Benutzung +den Bauern des Großvaters Ihres geehrten Vaters dagegen zur Verfügung +gestellt, daß für die Großmutter die Ziegel gebrannt werden. Die Bauern +des Großvaters Ihres geehrten Vaters benutzten die Wiesen ungefähr +vierzig Jahre unentgeltlich und gewöhnten sich daran, dieselben als ihr +Eigentum anzusehen, später aber, als der Ukas kam... + +=Natalia Stepanowna.= Es ist gar nicht so, wie Sie erzählen? Auch mein +Großvater und Urgroßvater waren davon überzeugt, daß ihre Grundstücke +sich bis zu den Sümpfen erstreckten -- das heißt also, die Ochsenwiesen +gehörten uns. Was gibt es da zu streiten? Ich begreife gar nicht... Es +ist wirklich ärgerlich. + +=Lomow.= Ich werde Ihnen die Dokumente zeigen, Natalia Stepanowna. + +=Natalia Stepanowna.= Nein, Sie scherzen ganz einfach oder Sie ziehen +mich auf... Eine schöne Bescherung! Wir besitzen den Grund seit nahezu +dreihundert Jahren und plötzlich macht man uns die Mitteilung, daß er +nicht uns gehört! Iwan Wassiljitsch, verzeihen Sie, aber ich traue +meinen Ohren nicht... Für mich haben diese Wiesen einen geringen Wert. +Es sind im ganzen fünf Desjatin und sie haben den Wert von ein paar +hundert Rubel, etwa 300 Rubel, aber mich empört die Ungerechtigkeit. +Sagen Sie, was Sie wollen, aber Ungerechtigkeit kann ich nicht ertragen. + +=Lomow.= Hören Sie bis zu Ende, ich flehe Sie an! Die Bauern des +Großvaters Ihres geehrten Vaters, wie ich schon die Ehre hatte, Ihnen zu +sagen, brannten für die Großmutter meiner Tante Ziegel. Die Großmutter +der Tante wollte ihnen etwas Angenehmes... + +=Natalia Stepanowna.= Großvater, Großmutter, Tante... Ich verstehe von +all dem nichts! Die Wiesen gehören uns und Punktum. + +=Lomow.= Nein, mir! + +=Natalia Stepanowna.= Uns! Wenn Sie auch zwei Tage lang beweisen, und +wenn Sie fünfzehn Fräcke anlegen, so sind sie doch unsere, unsere, +unsere!... Was Ihnen gehört, begehre ich nicht, aber ich wünsche auch +nicht, das zu verlieren, was mir gehört! + +=Lomow.= Natalia Stepanowna, ich brauche nicht die Wiesen, ich tue es +doch nur aus Prinzip. Wenn es angenehm ist, so bitte ... ich schenke sie +Ihnen. + +=Natalia Stepanowna.= Ich kann sie +Ihnen+ schenken, denn sie gehören +mir!... Das ist doch sehr sonderbar, Iwan Wassiljitsch! Wir haben Sie +bisher für einen guten Nachbarn gehalten, für einen Freund, vergangenes +Jahr überließen wir Ihnen unsere Dreschwalze und konnten deshalb unser +Getreide erst im November zu Ende mahlen und Sie behandeln uns wie die +Zigeuner. Sie schenken mir mein eigenes Grundstück. Entschuldigen Sie, +so handeln Nachbarn nicht. Nach meiner Meinung ist es sogar eine +Kühnheit ... wenn Sie wollen... + +=Lomow.= Nach Ihrer Ansicht bin ich also ein Usurpator? Meine Gnädige, +niemals habe ich mir fremde Grundstücke angeeignet und ich gestatte +niemandem, mich dessen zu beschuldigen... (Er geht rasch zur Flasche und +trinkt Wasser.) Die Ochsenwiesen sind mein! + +=Natalia Stepanowna.= Es ist nicht wahr! Unser! + +=Lomow.= Mein! + +=Natalia Stepanowna.= Nicht wahr! Ich werde es Ihnen beweisen! Heute +noch schicke ich meine Schnitter auf diese Wiesen! + +=Lomow.= W--a--as? + +=Natalia Stepanowna.= Heute werden meine Schnitter dort sein! + +=Lomow.= Und ich werde sie fortjagen! + +=Natalia Stepanowna.= Unterstehen Sie sich! + +=Lomow= (greift nach seinem Herzen). Die Ochsenwiesen sind mein, +verstehen Sie, mein! + +=Natalia Stepanowna.= Ich bitte, schreien Sie nicht! Sie können bei sich +zu Hause schreien und vor Wut schnauben, aber hier, bitte ich, sich in +gewissen Grenzen zu halten! + +=Lomow.= Meine Gnädige, hätte ich nicht so furchtbares, quälendes +Herzklopfen und hämmerten mir nicht die Adern in den Schläfen, so +spräche ich anders mit Ihnen! (Schreit.) Die Ochsenwiesen gehören mir! + +=Natalia Stepanowna.= Uns! + +=Lomow.= Mir! + +=Tschubukow= (kommt von rechts). + + + + +Vierter Auftritt. + +=Die Vorigen.= =Tschubukow.= + + +=Tschubukow.= Was gibt es hier? Weshalb schreit ihr? + +=Natalia Stepanowna.= Papa, erkläre du, bitte, diesem Herrn. Wem gehören +die Ochsenwiesen: uns oder ihm? + +=Tschubukow= (zu Lomow). Schätzchen, die Wiesen gehören uns! + +=Lomow.= Aber erbarmen Sie sich, Stepan Stepanowitsch, wie gehören sie +denn Ihnen? Seien +Sie+ wenigstens ein räsonnabler Mensch! Die +Großmutter meiner Tante hat die Wiesen für eine gewisse Zeit zur +unentgeltlichen Benutzung den Bauern Ihres Großvaters überlassen. Die +Bauern benutzten den Grund vierzig Jahre lang und gewöhnten sich an ihn +wie an ihren eigenen, als aber der Ukas erschien... + +=Tschubukow.= Erlauben Sie, Wertester... Sie vergessen, daß gerade die +Bauern Ihrer Großmutter nicht gezahlt haben und dergleichen, weil wegen +der Wiesen gerade damals Prozeß geführt wurde und dergleichen... Und +jetzt weiß jeder Hund, daß sie uns gehören. Sie haben den Plan nicht +gesehen! + +=Lomow.= Und ich werde Ihnen beweisen, daß sie mir gehören. + +=Tschubukow.= Beweisen Sie es nicht, mein Liebling. + +=Lomow.= Nein, ich werde es beweisen! + +=Tschubukow.= Teuerster, warum denn so schreien? Gerade durch Schreien +werden Sie am wenigsten beweisen. Ich verlange nicht das Ihrige und habe +nicht die Absicht das Meinige abzutreten. Warum auch? Ist es schon so +weit gekommen, mein Liebster, beabsichtigen Sie wirklich, uns die Wiesen +zu bestreiten und dergleichen, dann schenke ich sie lieber den Bauern +als Ihnen! Ganz gewiß! + +=Lomow.= Ich begreife nicht! Welches Recht haben Sie überhaupt, fremdes +Eigentum zu verschenken? + +=Tschubukow.= Sie gestatten mir wohl, zu wissen, ob ich das Recht dazu +habe oder nicht. Junger Mann, ich bin nicht gewohnt, daß mit mir in +diesem Ton gesprochen wird und dergleichen. Ich, junger Mann, bin +zweimal so alt wie Sie und bitte, zu mir ruhig zu sprechen und +dergleichen. + +=Lomow.= Nein, Sie halten mich zum Narren und machen sich lustig über +mich! Sie nennen mein Grundstück das Ihrige und wollen, daß ich dabei +gleichmütig bleiben und zu Ihnen menschlich sprechen soll. So gehen gute +Nachbarn nicht vor, Stepan Stepanowitsch! Sie sind kein Nachbar, ein +Usurpator sind Sie! + +=Tschubukow.= Wa--as? Was haben Sie gesagt? + +=Natalia Stepanowa.= Papa, schicke sofort die Schnitter auf die Wiesen! + +=Tschubukow= (zu Lomow). Was haben Sie gesagt, geehrter Herr? + +=Natalia Stepanowna.= Die Ochsenwiesen gehören uns und ich trete sie +nicht ab, ich trete sie nicht ab, ich trete sie nicht ab! + +=Lomow.= Das wollen wir noch sehen! Ich werde es Ihnen vor Gericht +beweisen, daß sie mir gehören! + +=Tschubukow.= Vor Gericht. Sie können klagen bei Gericht, geehrter +Herr, und dergleichen, Sie können! Ich kenne Sie, Sie warten auf eine +Gelegenheit, Prozesse zu führen und dergleichen... Ein Intrigant sind +Sie! Ihre ganze Familie hat immer Händel gesucht! Die ganze! + +=Lomow.= Ich bitte, meine Familie nicht zu beleidigen. Alle vom +Geschlecht der Lomows waren ehrlich, und es hat keinen einzigen gegeben, +der wegen Veruntreuung vor Gericht gezogen wurde, wie Ihr Onkelchen! + +=Tschubukow.= Und in Ihrer Lomowschen Familie waren alle verrückt! + +=Natalia Stepanowna.= Alle, alle, alle! + +=Tschubukow.= Ihr Großvater war ein periodischer Säufer, und die jüngere +Tante, die Nastasia Michailowna, ist mit einem Architekten +durchgegangen, und dergleichen. + +=Lomow.= Und Ihre Mutter hat gehinkt. (Er greift nach dem Herzen.) An +der Seite zuckt es ... im Kopf hämmert es ... Vater im Himmel!... +Wasser! + +=Tschubukow.= Und Ihr Papachen war ein Kartenspieler und ein Vielfraß! + +=Natalia Stepanowna.= Ihre Tante eine Klatscherin, wie es deren wenige +gibt! + +=Lomow.= Mir ist das linke Bein gelähmt... Und Sie sind ein Intrigant +... ach, das Herz!... Und es ist für niemand ein Geheimnis, daß Sie bei +den Wahlen geschwindelt... Es flimmert mir vor den Augen... Wo ist mein +Hut? + +=Natalia Stepanowna.= Wie niedrig! Lügner! Abscheulicher! + +=Tschubukow.= Sie selber sind eben ein tückischer, heuchlerischer und +verlogener Mensch! Ja--a! + +=Lomow.= Da ist der Hut... Das Herz... Wohin soll ich gehen? Wo ist die +Tür? Ach! mir scheint, ich sterbe... Ich kann nicht, die Beine +schlottern... (Er geht zur Tür.) + +=Tschubukow= (folgt ihm). Daß Ihr Fuß mein Haus nicht mehr betrete! + +=Natalia Stepanowna.= Klagen Sie bei Gericht! Wir wollen sehen. + +=Lomow= (geht wankend durch die Mitte ab). + + + + +Fünfter Auftritt. + +=Tschubukow.= =Natalia Stepanowna.= + + +=Tschubukow= (zornig). Zum Teufel! + +=Natalia Stepanowna.= So ein Taugenichts! Da soll man noch an gute +Nachbarn glauben! + +=Tschubukow.= Schuft! Vogelscheuche! Scheusal! + +=Natalia Stepanowna.= So eine Mißgeburt, eignet sich ein fremdes +Grundstück an und wagt es noch, zu streiten. + +=Tschubukow.= Und dieses Gespenst, dieser Hühnerfuß untersteht sich +noch, einen Heiratsantrag zu machen, und dergleichen. + +=Natalia Stepanowna.= Was für einen Heiratsantrag? + +=Tschubukow.= Nun ja! Er kam doch, um dir einen Heiratsantrag zu machen. + +=Natalia Stepanowna.= Einen Heiratsantrag? Mir? Warum hast du mir das +nicht früher gesagt? + +=Tschubukow.= Hat doch deshalb den Frack angelegt. So ein Bratwürstel, +so eine Schmutznase! + +=Natalia Stepanowna.= +Mir+ einen Heiratsantrag? Ach! (Sie fällt in +einen Armstuhl und stöhnt.) Man soll ihn zurückbringen! Ach! +Zurückbringen! + +=Tschubukow.= Wen zurückbringen? + +=Natalia Stepanowna.= Schneller, schneller! Mir ist schlecht! +Zurückbringen! (Hysterischer Anfall.) + +=Tschubukow.= Was gibt es denn? Was ist dir? (Er faßt sich an den Kopf.) +Ich bin ein unglücklicher Mensch! Ich erschieße mich! Ich häng' mich +auf! Man quält mich zu Tode! + +=Natalia Stepanowna.= Ich sterbe! Zurückbringen! + +=Tschubukow.= Pfui! Gleich, heul' nicht! (Er läuft durch die Mitte ab.) + +=Natalia Stepanowna= (allein; stöhnt). Was hat man mir angetan! Bringt +ihn zurück! Bringt ihn zurück! + +=Tschubukow= (kommt gelaufen). Sofort kommt er und dergleichen. Der +Teufel hol' ihn! Uf! Sprich du selbst mit ihm, ich will es nicht und +dergleichen. + +=Natalia Stepanowna= (stöhnt). Zurückbringen! + +=Tschubukow.= Er kommt, sagt man dir. »O, Schöpfer! welch' eine Aufgabe +ist es, Vater einer erwachsenen Tochter zu sein!«[1] Ich schneide mir +den Hals durch! Bestimmt schneide ich mir den Hals durch! Man hat den +Menschen ausgezankt, beschimpft, hinausgejagt ... und das alles hast du +getan ... du! + + [1] Aus Gribojedows: »Wehe den Gescheiten.« + +=Natalia Stepanowna.= Nein, du! Du hast keine Manieren und bist grob! +Wenn nicht du -- er wäre nicht fortgegangen! + +=Tschubukow.= Na ja, ich trage Schuld! Aber warte nur, Gevatterin, und +dergleichen, wenn ich mich erschieße oder aufhänge, so wisse, daß du +Schuld trägst! Du hast mich dazu gebracht! Nur du! (In der Tür zeigt +sich Lomow.) Da, rede selber mit ihm! (Er geht ab.) + +=Lomow= (tritt erschöpft ein). + + + + +Sechster Auftritt. + +=Natalia Stepanowna.= =Lomow.= + + +=Lomow.= Schreckliches Herzklopfen... Das Bein ist gelähmt... In der +Seite zuckt es... + +=Natalia Stepanowna.= Verzeihen Sie, wir haben uns ereifert, Iwan +Wassiljitsch... Ich erinnere mich jetzt ... die Ochsenwiesen gehören +tatsächlich Ihnen. + +=Lomow.= Das Herz klopft schrecklich... Meine Ochsenwiesen... Beide +Augenlider zucken... (Sie setzen sich.) Wir hatten unrecht... Mir ging +es um das Prinzip... Das Grundstück ist mir nicht teuer, aber das +Prinzip ist mir teuer... + +=Natalia Stepanowna.= Eben das Prinzip. Wollen wir von etwas anderem +sprechen. + +=Lomow.= Um so mehr, da ich die Beweise besitze: die Großmutter meiner +Tante hat den Bauern des Großvaters Ihres geehrten Vaters... + +=Natalia Stepanowna.= Genug, genug davon... (Beiseite.) Ich weiß nicht, +womit zu beginnen... (Zu Lomow.) Gehen Sie bald auf die Jagd? + +=Lomow.= Ja, auf den Birkhahn, verehrte Natalia Stepanowna. Nach der +Ernte gedenke ich zu beginnen. Ach, haben Sie gehört? Denken Sie sich +nur, welches Unglück! Mein Hund Ugadai, den Sie doch kennen, hinkt! + +=Natalia Stepanowna.= Wie schade! Warum denn? + +=Lomow.= Ich weiß es nicht... Vielleicht ist es eine Verrenkung, oder +andere Hunde haben ihn gebissen. (Er seufzt.) Der beste Hund, vom Geld +schon nicht zu reden! Ich habe doch dem Mironow 125 Rubel für ihn +gezahlt. + +=Natalia Stepanowna.= Das ist überzahlt, Iwan Wassiljitsch. + +=Lomow.= Nach meiner Meinung ist er sehr billig. Ein herrlicher Hund. + +=Natalia Stepanowna.= Papa hat für seinen Otkatai 85 Rubel gegeben, und +Otkatai ist doch viel besser als Ihr Ugadai. + +=Lomow.= So ... Otkatai ist besser als Ugadai? Was Ihnen einfällt! (Er +lacht.) Otkatai ist besser als Ugadai! + +=Natalia Stepanowna.= Natürlich besser! Otkatai, es ist ja wahr, ist +noch jung, er hat noch nicht geworfen, aber in der Meute und auch an der +Leine mit zwei, drei anderen gibt es keinen besseren als ihn, selbst +beim... + +=Lomow.= Erlauben Sie, Natalia Stepanowna, Sie übersehen aber, daß er +einen kurzen Unterkiefer hat und daß ein Hund mit einem kurzen +Unterkiefer nicht gut schnappen kann. + +=Natalia Stepanowna.= Kurzen Unterkiefer? höre ich zum erstenmal! + +=Lomow.= Ich versichere Ihnen, der untere Kiefer ist kürzer als der +obere. + +=Natalia Stepanowna.= Haben Sie denn gemessen? + +=Lomow.= Ich habe gemessen. Zum Laufen taugt er natürlich, ob aber zum +Auffangen im Fluge ... das kaum... + +=Natalia Stepanowna.= Erstens ist unser Otkatai von reiner Rasse, +Vollblut, er ist der Sohn Sapragajas und Stameskis, und bei Ihrem +Buntscheckigen kommt man gar nicht auf seine Herkunft... Dann ist Ihrer +alt und häßlich wie eine klapperdürre Schindmähre... + +=Lomow.= Alt, gewiß! Ich nehme für ihn keine fünf Ihrer Otkatais... Kann +man das aber auch? Ugadai -- ist ein Hund und Otkatai ... es ist +lächerlich, zu streiten... Solche wie Ihren Otkatai findet man bei jedem +Hundehändler so viele, daß man mit ihnen einen Teich füllen könnte. + +=Natalia Stepanowna.= In Ihnen, Iwan Wassiljitsch, sitzt heute ein böser +Geist des Widerspruchs. Bald gehören die Wiesen Ihnen, bald ist Ugadai +besser als Otkatai. Mir gefällt es gar nicht, wenn ein Mensch nicht das +spricht, was er denkt. Sie wissen ja sehr wohl, daß Otkatai hundertmal +besser ist als Ihrer ... dieser dumme Ugadai. Warum also das Gegenteil +sagen? + +=Lomow.= Ich sehe, Natalia Stepanowna, Sie halten mich für blind oder +für einen Narren. Aber begreifen Sie doch, daß Otkatai einen kurzen +Unterkiefer hat! + +=Natalia Stepanowna.= Es ist nicht wahr! + +=Lomow.= Ja, einen kurzen Unterkiefer! + +=Natalia Stepanowna= (schreit). Nicht wahr! + +=Lomow.= Warum schreien Sie denn, meine Gnädige? + +=Natalia Stepanowna.= Warum reden Sie solchen Unsinn? Das ist doch +empörend! Es ist höchste Zeit, Ihren Ugadai zu erschießen, und Sie +vergleichen ihn mit Otkatai! + +=Lomow.= Entschuldigen Sie, ich kann diesen Streit nicht fortsetzen. Ich +habe Herzklopfen. + +=Natalia Stepanowna.= Ich habe bemerkt, daß diejenigen Jäger am meisten +streiten, die am wenigsten verstehen. + +=Lomow.= Meine Gnädige, ich bitte Sie, schweigen Sie... Mir platzt das +Herz... (Er schreit.) Schweigen Sie! + +=Natalia Stepanowna.= Ich werde nicht schweigen, bis Sie nicht zugeben, +daß Otkatai hundertmal besser ist als Ihr Ugadai. + +=Lomow.= Hundertmal schlechter. Krepieren soll er, Ihr Otkatai! Die +Schläfen... Die Augen... Die Schulter... + +=Natalia Stepanowna.= Und Ihr dummer Ugadai hat es gar nicht nötig zu +krepieren, weil er ohnehin wie krepiert ist! + +=Lomow= (schreit). Schweigen Sie! Ich habe einen Herzschlag... + +=Natalia Stepanowna.= Ich werde nicht schweigen! + +=Tschubukow= (kommt herein). + + + + +Siebenter Auftritt. + +=Die Vorigen.= =Tschubukow.= + + +=Tschubukow.= Was gibt es denn schon wieder? + +=Natalia Stepanowna.= Papa, sag' aufrichtig, auf Ehr' und Gewissen: +welcher Hund ist besser -- unser Otkatai oder sein Ugadai? + +=Lomow.= Stepan Stepanowitsch, ich flehe Sie an, sagen Sie bloß eins: +hat Ihr Hund einen kurzen Unterkiefer oder nicht? Ja oder nein? + +=Tschubukow.= Und wenn schon! Ist das von so großer Wichtigkeit? Dafür +gibt es im ganzen Umkreis keinen bessern Hund und dergleichen. + +=Lomow.= Aber mein Ugadai ist doch besser? Sagen Sie aufrichtig! + +=Tschubukow.= Regen Sie sich nicht auf, Schätzbarster!... Gestatten +Sie... Ihr Ugadai hat eben seine guten Eigenschaften... Er ist von guter +Rasse, hat kräftige Läufe, starke Lenden und dergleichen. Aber der Hund, +wenn Sie es wissen wollen, mein Bester, hat zwei Mängel: er ist alt und +hat einen kurzen Unterkiefer. + +=Lomow.= Entschuldigen Sie, ich habe Herzklopfen... Sprechen wir von +Tatsachen ... wollen Sie sich erinnern, auf Maruskins Wiesen ging mein +Ugadai mit den gräflichen Raswachai Ohr an Ohr und Ihr Otkatai blieb +eine ganze Werst zurück. + +=Tschubukow.= Er blieb zurück, weil der gräfliche Aufseher ihn mit +seiner Peitsche geschlagen hatte. + +=Lomow.= Er hatte recht, alle Hunde spüren dem Fuchs nach, Otkatai aber +hält es für notwendig, ein Schaf zu beißen! + +=Tschubukow.= Das ist nicht wahr ... Liebster ... ich bin reizbar und +darum bitte ich Sie, brechen wir diesen Streit ab. Er hat ihn +geschlagen, weil jedermann auf einen fremden Hund von guter Rasse mit +Neid sieht... Jawohl, alle sind Neider. Auch Sie, mein Herr, sind nicht +frei von Sünden! Kaum bemerken Sie, daß der Hund eines andern besser ist +als Ihr Ugadai, so fangen Sie gleich an ... dies ... jenes ... sein ... +mein ... und dergleichen... Ich erinnere mich genau an alles! + +=Lomow.= Auch ich erinnere mich! + +=Tschubukow= (nachäffend). Auch ich erinnere mich ... woran erinnern Sie +sich? + +=Lomow.= Herzklopfen... Das Bein ist gelähmt... Ich kann nicht... + +=Natalia Stepanowna= (nachspottend). Herzklopfen ... was sind Sie für +ein Jäger? Sie sollten in der Küche auf dem Ofen liegen und Schaben +erdrosseln, aber nicht Füchse jagen! Herzklopfen!... + +=Tschubukow.= Wahrhaftig, was sind Sie für ein Jäger? Mit Ihren +Krankheiten sitzt man zu Hause und baumelt nicht herum auf dem Sattel. +Wenn Sie noch ein Jäger wären, aber Sie fahren doch nur deshalb herum, +damit Sie über Hunde anderer streiten, die Leute stören und dergleichen. +Ich bin reizbar, lassen wir dieses Gespräch, Sie sind nämlich kein +Jäger! + +=Lomow.= Sind +Sie+ denn ein Jäger? Sie fahren doch nur aus, um sich +beim Grafen einzuschmeicheln, um zu intrigieren... Das Herz... Sie +Intrigant...! + +=Tschubukow.= Nun und wenn ich ein Intrigant bin? (Er schreit.) +Schweigen Sie! + +=Lomow.= Intrigant! + +=Tschubukow.= Bube! Junger Hund! Wandelnde Apotheke! + +=Lomow.= Alte Ratte! Jesuit! Ich kenne Sie genau! + +=Tschubukow.= Schweig! Sonst schieße ich dich nieder ... mit dem +schlechtesten Gewehr, wie ein Rebhuhn! Geck! Taube Nuß! Tagedieb! + +=Lomow.= Alle wissen, daß -- ach! Das Herz! -- Ihre selige Frau Sie +geprügelt hat... Das Bein ... die Schläfen... Funken... Ich falle um, +ich falle... + +=Tschubukow.= Und du stehst unter dem Pantoffel deiner Beschließerin! + +=Lomow.= Hier ... da ... da ... ist das Herz geplatzt. Die Schulter ist +fortgerissen... Wo ist meine Schulter?... Ich sterbe. (Er fällt in den +Fauteuil.) Den Doktor! (Ohnmacht.) + +=Tschubukow.= Bube! Gelbschnabel! Geck! Mir ist schlecht! (Er trinkt +Wasser.) Übel ist mir! + +=Natalia Stepanowna.= Was sind Sie für ein Jäger? Sie können ja nicht +einmal zu Pferd sitzen! (Zum Vater.) Papa, was hat er? Papa, sieh hin, +Papa! (Sie jammert.) Iwan Wassiljitsch! Er ist tot! + +=Tschubukow.= Mir ist schlecht! Der Atem versagt mir!... Luft!... + +=Natalia Stepanowna.= Er ist tot! (Sie schüttelt Lomow am Ärmel.) Iwan +Wassiljitsch! Iwan Wassiljitsch! Was haben wir angerichtet? Er ist +gestorben! (Sie sinkt in den Fauteuil.) Den Doktor! Den Doktor! +(Hysterischer Anfall.) + +=Tschubukow.= Ach!... Was gibt es denn? Was fehlt dir? + +=Natalia Stepanowna= (stöhnt). Er ist tot!... Tot! + +=Tschubukow.= Wer ist gestorben? Wer ist tot? (Auf Lomow hinsehend.) +Wahrhaftig, er ist tot! Gerechter Gott! Wasser! Den Arzt! (Das Glas an +Lomows Lippen haltend.) Trinken Sie!... Nein, er trinkt nicht... Er ist +also tot und dergleichen... Unglückseligster Mensch, der ich bin! Warum +jage ich mir keine Kugel in die Stirn? Warum habe ich mir bis jetzt noch +nicht den Hals durchgeschnitten? Worauf warte ich noch? Gebt mir ein +Messer! Gebt mir eine Pistole! (Lomow bewegt sich.) Es scheint, er kommt +zu sich... Trinken Sie Wasser! So... + +=Lomow.= Funken... Nebel... Wo bin ich? + +=Tschubukow.= Heiraten Sie! Schnell ... und zum Teufel... Sie willigt +ein! (Er vereinigt die Hände Lomows mit denen Natalias.) Sie ist +einverstanden und dergleichen. Ich segne euch und dergleichen. Aber laßt +mich nur in Ruh'! + +=Lomow.= He, was? (Sich erhebend.) Wen? + +=Tschubukow.= Sie ist einverstanden! Nun? Küßt euch und ... und der +Teufel mit euch! + +=Natalia Stepanowna= (stöhnt). Er lebt... Ja, ja, ich bin +einverstanden... + +=Tschubukow.= Küßt euch! + +=Lomow.= Eh? Wen? (Er und Natalia Stepanowna küssen sich.) Sehr +angenehm... Erlauben Sie, um was handelt es sich? Ach, ja ... ich +verstehe ... das Herz ... die Funken... Ich bin glücklich, Natalia +Stepanowna... (Er küßt ihr die Hand.) Das Bein ist gelähmt... + +=Natalia Stepanowna.= Auch ich bin glücklich... + +=Tschubukow.= Uf ... ein Berg von den Schultern... Uf! + +=Natalia Stepanowna.= Und doch, geben Sie wenigstens jetzt zu, Ugadai +ist schlechter als Otkatai. + +=Lomow.= Besser! + +=Natalia Stepanowna.= Schlechter! + +=Tschubukow.= Nun beginnt das Familienglück! Champagner! + +=Lomow.= Besser! + +=Natalia Stepanowna.= Schlechter! Schlechter! Schlechter! + +=Tschubukow= (strengt sich an, sie zu überschreien). Champagner! +Champagner! Champagner! + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Ein Heiratsantrag, by Anton Tschechow + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EIN HEIRATSANTRAG *** + +***** This file should be named 22493-8.txt or 22493-8.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/2/2/4/9/22493/ + +Produced by Norbert H. Langkau, Jana Srna and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. Special rules, +set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to +copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to +protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project +Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you +charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you +do not charge anything for copies of this eBook, complying with the +rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose +such as creation of derivative works, reports, performances and +research. They may be modified and printed and given away--you may do +practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is +subject to the trademark license, especially commercial +redistribution. + + + +*** START: FULL LICENSE *** + +THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE +PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK + +To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free +distribution of electronic works, by using or distributing this work +(or any other work associated in any way with the phrase "Project +Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project +Gutenberg-tm License (available with this file or online at +http://gutenberg.org/license). + + +Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm +electronic works + +1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm +electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to +and accept all the terms of this license and intellectual property +(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all +the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy +all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. +If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project +Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the +terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or +entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. + +1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be +used on or associated in any way with an electronic work by people who +agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few +things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works +even without complying with the full terms of this agreement. See +paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project +Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement +and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic +works. See paragraph 1.E below. + +1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" +or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project +Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the +collection are in the public domain in the United States. If an +individual work is in the public domain in the United States and you are +located in the United States, we do not claim a right to prevent you from +copying, distributing, performing, displaying or creating derivative +works based on the work as long as all references to Project Gutenberg +are removed. Of course, we hope that you will support the Project +Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by +freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of +this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with +the work. You can easily comply with the terms of this agreement by +keeping this work in the same format with its attached full Project +Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. + +1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern +what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in +a constant state of change. If you are outside the United States, check +the laws of your country in addition to the terms of this agreement +before downloading, copying, displaying, performing, distributing or +creating derivative works based on this work or any other Project +Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning +the copyright status of any work in any country outside the United +States. + +1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: + +1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate +access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently +whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the +phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project +Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, +copied or distributed: + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + +1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived +from the public domain (does not contain a notice indicating that it is +posted with permission of the copyright holder), the work can be copied +and distributed to anyone in the United States without paying any fees +or charges. If you are redistributing or providing access to a work +with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the +work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 +through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the +Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or +1.E.9. + +1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted +with the permission of the copyright holder, your use and distribution +must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional +terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked +to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the +permission of the copyright holder found at the beginning of this work. + +1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm +License terms from this work, or any files containing a part of this +work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. + +1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this +electronic work, or any part of this electronic work, without +prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with +active links or immediate access to the full terms of the Project +Gutenberg-tm License. + +1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, +compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any +word processing or hypertext form. However, if you provide access to or +distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than +"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version +posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), +you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a +copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon +request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other +form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm +License as specified in paragraph 1.E.1. + +1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, +performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works +unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. + +1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing +access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided +that + +- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from + the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method + you already use to calculate your applicable taxes. The fee is + owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he + has agreed to donate royalties under this paragraph to the + Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments + must be paid within 60 days following each date on which you + prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax + returns. Royalty payments should be clearly marked as such and + sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the + address specified in Section 4, "Information about donations to + the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." + +- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies + you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he + does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm + License. You must require such a user to return or + destroy all copies of the works possessed in a physical medium + and discontinue all use of and all access to other copies of + Project Gutenberg-tm works. + +- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any + money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the + electronic work is discovered and reported to you within 90 days + of receipt of the work. + +- You comply with all other terms of this agreement for free + distribution of Project Gutenberg-tm works. + +1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm +electronic work or group of works on different terms than are set +forth in this agreement, you must obtain permission in writing from +both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael +Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the +Foundation as set forth in Section 3 below. + +1.F. + +1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable +effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread +public domain works in creating the Project Gutenberg-tm +collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic +works, and the medium on which they may be stored, may contain +"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or +corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual +property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a +computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by +your equipment. + +1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right +of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project +Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project +Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all +liability to you for damages, costs and expenses, including legal +fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT +LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE +PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE +TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE +LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR +INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH +DAMAGE. + +1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a +defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can +receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a +written explanation to the person you received the work from. If you +received the work on a physical medium, you must return the medium with +your written explanation. The person or entity that provided you with +the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a +refund. If you received the work electronically, the person or entity +providing it to you may choose to give you a second opportunity to +receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy +is also defective, you may demand a refund in writing without further +opportunities to fix the problem. + +1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth +in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER +WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO +WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. + +1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied +warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. +If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the +law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be +interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by +the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any +provision of this agreement shall not void the remaining provisions. + +1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the +trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone +providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance +with this agreement, and any volunteers associated with the production, +promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, +harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, +that arise directly or indirectly from any of the following which you do +or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm +work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any +Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. + + +Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm + +Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of +electronic works in formats readable by the widest variety of computers +including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact +information can be found at the Foundation's web site and official +page at http://pglaf.org + +For additional contact information: + Dr. Gregory B. Newby + Chief Executive and Director + gbnewby@pglaf.org + + +Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation + +Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide +spread public support and donations to carry out its mission of +increasing the number of public domain and licensed works that can be +freely distributed in machine readable form accessible by the widest +array of equipment including outdated equipment. Many small donations +($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt +status with the IRS. + +The Foundation is committed to complying with the laws regulating +charities and charitable donations in all 50 states of the United +States. Compliance requirements are not uniform and it takes a +considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up +with these requirements. We do not solicit donations in locations +where we have not received written confirmation of compliance. To +SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any +particular state visit http://pglaf.org + +While we cannot and do not solicit contributions from states where we +have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition +against accepting unsolicited donations from donors in such states who +approach us with offers to donate. + +International donations are gratefully accepted, but we cannot make +any statements concerning tax treatment of donations received from +outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. + +Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation +methods and addresses. Donations are accepted in a number of other +ways including checks, online payments and credit card donations. +To donate, please visit: http://pglaf.org/donate + + +Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic +works. + +Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm +concept of a library of electronic works that could be freely shared +with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project +Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. + + +Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed +editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. +unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily +keep eBooks in compliance with any particular paper edition. + + +Most people start at our Web site which has the main PG search facility: + + http://www.gutenberg.org + +This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, +including how to make donations to the Project Gutenberg Literary +Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to +subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. |
