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+ The Project Gutenberg eBook of Ein Heiratsantrag, by Anton Tschechow
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+The Project Gutenberg EBook of Ein Heiratsantrag, by Anton Tschechow
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+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
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+Title: Ein Heiratsantrag
+ Scherz in einem Aufzug
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+Author: Anton Tschechow
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+Translator: Luise Flachs-Fokschaneanu
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+Release Date: September 2, 2007 [EBook #22493]
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+Language: German
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+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EIN HEIRATSANTRAG ***
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+Produced by Norbert H. Langkau, Jana Srna and the Online
+Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
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+<h1>Ein Heiratsantrag</h1>
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+<p class="center gesperrt">Scherz in einem Aufzug</p>
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+<p class="center" style="line-height: 2em;">Von<br/>
+<span class="gesperrt" style="font-size: 120%;">Anton Tschechow</span></p>
+
+
+<p class="center" style="font-size: 90%; margin-top: 2.5em;">B&uuml;hneneinrichtung mit Dekorationsplan</p>
+
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+<p class="center" style="margin-top: 2.5em; margin-bottom: 2.5em; line-height: 1.5em;"><span class="gesperrt">Aus dem Russischen &uuml;bertragen</span><br/>
+von<br/>
+Luise Flachs-Fokschaneanu</p>
+
+
+<p class="center gesperrt">Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig</p>
+
+<p class="center gesperrt" style="margin-top: 4em;">Den B&uuml;hnen gegen&uuml;ber als Manuskript gedruckt.</p>
+
+<p class="center">&Uuml;bersetzungsrecht f&uuml;r alle anderen Sprachen vorbehalten.</p>
+
+<div style="margin-left: 10%; margin-right: 10%;">
+<p>F&uuml;r s&auml;mtliche B&uuml;hnen im ausschlie&szlig;lichen Debit der Verlags-Firma
+A.&nbsp;<span class="gesperrt">Entsch</span>, Berlin <span style="font-style: italic;">NW.&nbsp;7.</span> erschienen, und ist von dort aus allein das
+Recht der Auff&uuml;hrung zu erwerben.</p>
+
+<p class="gesperrt" style="text-align: right; margin-right: 1.5em;">Luise Flachs-Fokschaneanu.</p>
+
+<p style="margin-top: 4em;">St&uuml;cke von Anton Tschechow in der Universal-Bibliothek:</p>
+
+<p style="margin-bottom: 2.5em; margin-left: 2em;">
+Nr.&nbsp;4264. Die drei Schwestern.<br />
+Nr.&nbsp;4919. Die M&ouml;we.</p>
+</div>
+
+<p class="center gesperrt">Druck von Philipp Reclam jun. Leipzig</p>
+
+
+
+
+<h2><a name="Personen">Personen.</a></h2>
+
+
+<p><span class="person">Step&aacute;n Step&aacute;nowitsch Tschub&uacute;kow</span>, Gutsbesitzer.</p>
+
+<p><span class="person">Nat&aacute;lia Step&aacute;nowna</span>, seine Tochter. (25 Jahre alt.)</p>
+
+<p><span class="person">Iw&aacute;n Wass&iacute;ljitsch L&oacute;mow</span>, Tschubukows Nachbar.</p>
+
+<p><span class="gesperrt">Ort der Handlung</span>: Tschubukows Landsitz in Ru&szlig;land.</p>
+
+<p><span class="gesperrt">Zeit</span>: Die Gegenwart.</p>
+
+
+<p class="gesperrt">Rechts und links vom Schauspieler.</p>
+
+
+<p><span class="gesperrt">Vorkommende Namen</span>: Nast&aacute;sia Micha&iacute;lowna, Ugad&aacute;i, Mik&oacute;now,
+Otkat&aacute;i, Saprag&aacute;ja, Stam&eacute;ski, Mar&uacute;skin, Raswach&aacute;i, Desjat&iacute;n, Nat&aacute;scha.</p>
+
+<p>w am Schlusse eines Namens ist wie f zu sprechen.</p>
+
+
+<p>Die deutsche Urauff&uuml;hrung fand am 12. November 1900 an der Berliner
+Sezessionsb&uuml;hne statt.</p>
+
+<div class="figcenter" style="width: 600px;">
+<img src="images/heiratsantrag.png" width="600" height="356" alt=""/>
+<div class="caption">Empfangszimmer in Tschubukows Hause nach<br/>
+vorstehendem Dekorationsplan.</div>
+</div>
+
+
+
+<h2><a name="Erster_Auftritt">Erster Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Tschubukow.</span> Dann <span class="person">Lomow</span> im Frack und in wei&szlig;en Handschuhen.</p>
+
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(geht ihm zur Begr&uuml;&szlig;ung entgegen)</span>. Liebster! Wen
+sehe ich da! Iwan Wassiljitsch! H&ouml;chst erfreut! <span class="regie">(Dr&uuml;ckt ihm
+die Hand.)</span> Ist das aber eine &Uuml;berraschung, mein Gutester&hellip;
+Wie geht es Ihnen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich danke Ihnen. Und Sie, wie befinden Sie sich?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Na, es geht, mein Bester. Bitte ergebenst,
+setzen Sie sich&hellip; Es ist nicht in der Ordnung, mein Lieber,
+seine Nachbarn zu vergessen. Aber, mein Liebster,
+warum sind Sie denn so feierlich? Im Frack, in Handschuhen
+und dergleichen. Fahren Sie denn irgend wohin
+zu Besuch, mein Sch&auml;tzbarster?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein. Ich komme blo&szlig; zu Ihnen, geehrter Stepan
+Stepanowitsch.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Weshalb dann im Frack, Bester? Gerade
+wie bei einer Neujahrsvisite!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Sehen Sie, es handelt sich darum. <span class="regie">(Er fa&szlig;t ihn
+unter.)</span> Ich bin zu Ihnen gekommen, verehrter Stepan Stepanowitsch,
+um Sie mit einer Bitte zu bel&auml;stigen&hellip; Es
+ist nicht das erste Mal, da&szlig; ich die Ehre habe, mich an Sie
+um Hilfe zu wenden, und stets haben Sie, sozusagen &hellip;
+aber verzeihen Sie, ich bin aufgeregt. Ich werde erst Wasser
+trinken, verehrter Stepan Stepanowitsch. <span class="regie">(Er trinkt.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(beiseite)</span>. Er ist gekommen, Geld zu borgen!
+Ich werde keines geben! <span class="regie">(Zu Lomow.)</span> Um was handelt es
+sich denn, Bester?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Sehen Sie &hellip; geehrt &hellip; Stepanitsch &hellip; entschuldigen
+Sie, Stepan, Stepan &ndash; Geehrtewitsch &hellip; das
+hei&szlig;t, ich bin schrecklich aufgeregt, wie Sie gef&auml;lligst sehen
+wollen&hellip; Mit einem Wort, Sie allein k&ouml;nnen mir helfen,
+obgleich ich es durchaus nicht verdient habe und &hellip; und
+nicht das Recht habe, Ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Ach, machen Sie keine Umschweife, mein Herzchen!
+Sagen Sie rund heraus! Nun?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Sofort&hellip; Im Augenblick. Die Sache ist die:
+Ich bin gekommen, um die Hand Ihrer Tochter Natalia
+Stepanowna zu bitten.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(freudig)</span>. Engelchen! Iwan Wassiljitsch! Wiederholen
+Sie das noch einmal &ndash; ich habe nicht gut geh&ouml;rt!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich habe die Ehre, zu bitten&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(ihn unterbrechend)</span>. Mein T&auml;ubchen, ich bin so
+erfreut und dergleichen, das ist es eben und dergleichen.
+<span class="regie">(Er umarmt und k&uuml;&szlig;t ihn.)</span> Ich habe es ja l&auml;ngst gew&uuml;nscht.
+Es war immer mein Wunsch <span class="regie">(er zerdr&uuml;ckt eine Tr&auml;ne)</span> und ich
+liebte Sie stets, mein Teuerster, wie meinen eigenen Sohn.
+Gott gebe euch beiden seinen Segen und seine Gnade und
+dergleichen &hellip; ich habe es mir immer gew&uuml;nscht &hellip; aber
+warum stehe ich denn da, wie ein T&ouml;lpel? Ich bin vor
+Freude verbl&uuml;fft, ganz verbl&uuml;fft! Ach, von ganzer Seele&hellip;
+Ich gehe Natascha rufen und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(ger&uuml;hrt)</span>. Geehrter Stepan Stepanitsch, was meinen
+Sie, darf ich auf die Einwilligung Natalia Stepanownas
+hoffen?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Wirklich ein so sch&ouml;ner Mann und &hellip; und
+da soll sie auf einmal nicht einwilligen! Verliebt wie eine
+Katze und dergleichen &hellip; sofort! <span class="regie">(Er geht nach rechts ab.)</span></p>
+
+
+
+<h2><a name="Zweiter_Auftritt">Zweiter Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Lomow</span> allein.</p>
+
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Mir ist kalt&hellip; Ich zittere am ganzen Leibe, wie
+vor dem Examen. Die Hauptsache ist, man mu&szlig; sich entschlie&szlig;en.
+Wenn man lange bedenkt, schwankt, viel spricht,
+auf ein Ideal oder auf die echte Liebe wartet, verheiratet
+man sich niemals. Brrr!&hellip; Es ist kalt! Natalia Stepanowna
+ist eine vorz&uuml;gliche Wirtin, ist auch nicht &uuml;bel, ist
+gebildet &hellip; was brauche ich denn noch? Es rauscht mir
+vor Aufregung in den Ohren. <span class="regie">(Er trinkt Wasser.)</span> Und nicht
+heiraten, das geht nicht&hellip; Erstens bin ich schon f&uuml;nfunddrei&szlig;ig
+Jahre alt &ndash; ein kritisches Alter, sozusagen. Zweitens
+bedarf ich eines geordneten, regelm&auml;&szlig;igen Lebens&hellip;
+Ich habe einen Herzfehler, best&auml;ndiges Herzklopfen, ich bin
+empfindlich und gerate immer in furchtbare Aufregung. Sofort
+zittern mir die Lippen und auf der rechten Schl&auml;fe zuckt
+der Puls&hellip; Aber das Allerschrecklichste ist der Schlaf. Kaum
+habe ich mich ins Bett gelegt und beginne einzuschlummern,
+da zerrt und zupft pl&ouml;tzlich etwas an der linken Seite! und
+just in der Schulter und im Kopf h&auml;mmert etwas&hellip; Ich
+springe wie ein Verr&uuml;ckter auf, gehe eine Weile umher, dann
+lege ich mich wieder, aber kaum bin ich ein wenig eingeschlafen,
+habe ich wieder einen Krampf an der Seite! Und
+so geht es an die zwanzig Mal&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(kommt von rechts)</span>.</p>
+
+
+
+<h2><a name="Dritter_Auftritt">Dritter Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> <span class="person">Lomow.</span></p>
+
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ach so! Das sind Sie, und Papa
+sagt: geh', ein H&auml;ndler ist gekommen, Ware kaufen. Guten
+Tag, Iwan Wassiljitsch.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Guten Tag, geehrte Natalia Stepanowna!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Entschuldigen Sie, ich habe die Sch&uuml;rze
+an und bin im Hauskleid&hellip; Wir reinigen Schoten zum
+Trocknen. Warum sind Sie so lange nicht bei uns gewesen?
+Setzen Sie sich&hellip; <span class="regie">(Sie setzen sich.)</span> Wollen Sie etwas zum
+Fr&uuml;hst&uuml;ck nehmen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein, ich danke Ihnen, ich habe schon gegessen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Rauchen Sie &hellip; da sind Z&uuml;ndh&ouml;lzer&hellip;
+Das Wetter ist herrlich und gestern hat es so stark
+geregnet, da&szlig; die Arbeiter den ganzen Tag nichts tun konnten.
+Wie viel Schober haben Sie geschnitten? Denken Sie
+sich nur, ich bin sehr habgierig und habe die ganze Wiese
+abm&auml;hen lassen und jetzt &auml;rgere ich mich dar&uuml;ber, ich f&uuml;rchte,
+mein Heu verfault mir. Es w&auml;re besser gewesen, ich h&auml;tte
+gewartet. Ja, was ist denn das? Mir scheint gar, Sie
+sind im Frack? Das Allerneueste! Gehen Sie am Ende
+auf einen Ball? Nebenbei bemerkt, Sie sind etwas h&uuml;bscher
+geworden&hellip; Wahrhaftig &hellip; warum sind Sie so herausgeputzt?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(aufgeregt)</span>. Sehen Sie, geehrte Natalia Stepanowna&hellip;
+Es handelt sich darum, da&szlig; ich mich entschlossen
+habe, Sie zu bitten, mich anzuh&ouml;ren&hellip; Nat&uuml;rlich werden
+Sie sich wundern und sogar b&ouml;se sein, aber ich&hellip; <span class="regie">(Beiseite.)</span>
+Wie schrecklich kalt es ist!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span>. Um was handelt es sich? <span class="regie">(Pause.)</span> Nun?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich werde mir M&uuml;he geben, mich kurz zu fassen.
+Verehrte Natalia Stepanowna, es ist Ihnen bekannt, da&szlig;
+ich schon lange, seit meiner Kindheit, die Ehre habe, Ihre
+Familie zu kennen. Meine selige Tante und ihr Gemahl,
+von denen ich, wie Sie wissen, das Grundst&uuml;ck geerbt, hatten
+stets die gr&ouml;&szlig;te Achtung vor Ihrem Vater und Ihrer
+seligen Frau Mutter. Das Geschlecht der Lomows und das
+Geschlecht der Tschubukows standen seit jeher in den freundschaftlichsten,
+sozusagen verwandtschaftlichen Beziehungen zueinander,
+&uuml;berdies grenzt, wie Sie zu wissen belieben, mein
+Grundst&uuml;ck eng an das Ihrige. Wenn Sie sich g&uuml;tigst erinnern
+wollen, sto&szlig;en meine Ochsenwiesen hart an Ihren
+Birkenwald.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Entschuldigen Sie, ich mu&szlig; Sie unterbrechen.
+&ndash; Sie sagen &raquo;<em class="gesperrt">meine</em> Ochsenwiesen&laquo; &hellip; ja, sind
+das denn auch die Ihrigen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ja, sie geh&ouml;ren mir&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> So? So etwas! Die Ochsenwiesen
+geh&ouml;ren uns und nicht Ihnen!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein &ndash; <em class="gesperrt">mir</em>, verehrte Natalia Stepanowna!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Das ist f&uuml;r mich etwas ganz Neues!
+Wie geh&ouml;ren sie denn Ihnen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Was &ndash; wie? Ich rede von jenen Ochsenwiesen,
+die zwischen Ihrem Birkenwald und der Ziegelerde eingekeilt
+liegen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nun ja, eben diese &hellip; geh&ouml;ren uns&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein, Sie irren sich, verehrte Natalia Stepanowna,
+sie geh&ouml;ren mir.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Erinnern Sie sich nur genau, Iwan
+Wassiljitsch! Ist es schon lange her, da&szlig; Sie dieselben erworben
+haben?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Wie lange? Soweit ich mich an mich selbst erinnern
+kann, geh&ouml;rten sie immer uns.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nun, dem ist also nicht so. Sie entschuldigen
+schon!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Das geht aus den Papieren hervor, verehrte Natalia
+Stepanowna. Die Ochsenwiesen wurden mir schon einmal
+&ndash; das ist wahr &ndash; streitig gemacht, jetzt aber ist es
+allen bekannt, da&szlig; sie mir geh&ouml;ren. Da gibt es nichts zu
+streiten. H&ouml;ren Sie gef&auml;lligst: Die Gro&szlig;mutter meiner Tante
+hat diese Wiesen f&uuml;r eine unbestimmte Zeit zur unentgeltlichen
+Benutzung den Bauern des Gro&szlig;vaters Ihres geehrten
+Vaters dagegen zur Verf&uuml;gung gestellt, da&szlig; f&uuml;r die Gro&szlig;mutter
+die Ziegel gebrannt werden. Die Bauern des Gro&szlig;vaters
+Ihres geehrten Vaters benutzten die Wiesen ungef&auml;hr
+vierzig Jahre unentgeltlich und gew&ouml;hnten sich daran, dieselben
+als ihr Eigentum anzusehen, sp&auml;ter aber, als der Ukas kam&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Es ist gar nicht so, wie Sie erz&auml;hlen?
+Auch mein Gro&szlig;vater und Urgro&szlig;vater waren davon &uuml;berzeugt,
+da&szlig; ihre Grundst&uuml;cke sich bis zu den S&uuml;mpfen erstreckten &ndash;
+das hei&szlig;t also, die Ochsenwiesen geh&ouml;rten uns. Was
+gibt es da zu streiten? Ich begreife gar nicht&hellip; Es ist
+wirklich &auml;rgerlich.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich werde Ihnen die Dokumente zeigen, Natalia
+Stepanowna.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nein, Sie scherzen ganz einfach oder
+Sie ziehen mich auf&hellip; Eine sch&ouml;ne Bescherung! Wir besitzen
+den Grund seit nahezu dreihundert Jahren und pl&ouml;tzlich
+macht man uns die Mitteilung, da&szlig; er nicht uns geh&ouml;rt!
+Iwan Wassiljitsch, verzeihen Sie, aber ich traue meinen Ohren
+nicht&hellip; F&uuml;r mich haben diese Wiesen einen geringen Wert.
+Es sind im ganzen f&uuml;nf Desjatin und sie haben den Wert
+von ein paar hundert Rubel, etwa 300 Rubel, aber mich
+emp&ouml;rt die Ungerechtigkeit. Sagen Sie, was Sie wollen,
+aber Ungerechtigkeit kann ich nicht ertragen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> H&ouml;ren Sie bis zu Ende, ich flehe Sie an! Die
+Bauern des Gro&szlig;vaters Ihres geehrten Vaters, wie ich schon
+die Ehre hatte, Ihnen zu sagen, brannten f&uuml;r die Gro&szlig;mutter
+meiner Tante Ziegel. Die Gro&szlig;mutter der Tante
+wollte ihnen etwas Angenehmes&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Gro&szlig;vater, Gro&szlig;mutter, Tante&hellip;
+Ich verstehe von all dem nichts! Die Wiesen geh&ouml;ren uns
+und Punktum.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein, mir!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Uns! Wenn Sie auch zwei Tage lang
+beweisen, und wenn Sie f&uuml;nfzehn Fr&auml;cke anlegen, so sind sie
+doch unsere, unsere, unsere!&hellip; Was Ihnen geh&ouml;rt, begehre
+ich nicht, aber ich w&uuml;nsche auch nicht, das zu verlieren, was
+mir geh&ouml;rt!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Natalia Stepanowna, ich brauche nicht die Wiesen,
+ich tue es doch nur aus Prinzip. Wenn es angenehm
+ist, so bitte &hellip; ich schenke sie Ihnen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich kann sie <em class="gesperrt">Ihnen</em> schenken, denn
+sie geh&ouml;ren mir!&hellip; Das ist doch sehr sonderbar, Iwan
+Wassiljitsch! Wir haben Sie bisher f&uuml;r einen guten Nachbarn
+gehalten, f&uuml;r einen Freund, vergangenes Jahr &uuml;berlie&szlig;en
+wir Ihnen unsere Dreschwalze und konnten deshalb
+unser Getreide erst im November zu Ende mahlen und Sie
+behandeln uns wie die Zigeuner. Sie schenken mir mein
+eigenes Grundst&uuml;ck. Entschuldigen Sie, so handeln Nachbarn
+nicht. Nach meiner Meinung ist es sogar eine K&uuml;hnheit &hellip;
+wenn Sie wollen&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nach Ihrer Ansicht bin ich also ein Usurpator?
+Meine Gn&auml;dige, niemals habe ich mir fremde Grundst&uuml;cke
+angeeignet und ich gestatte niemandem, mich dessen zu beschuldigen&hellip;
+<span class="regie">(Er geht rasch zur Flasche und trinkt Wasser.)</span> Die
+Ochsenwiesen sind mein!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Es ist nicht wahr! Unser!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Mein!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nicht wahr! Ich werde es Ihnen
+beweisen! Heute noch schicke ich meine Schnitter auf diese
+Wiesen!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> W&ndash;a&ndash;as?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Heute werden meine Schnitter dort sein!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Und ich werde sie fortjagen!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Unterstehen Sie sich!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(greift nach seinem Herzen)</span>. Die Ochsenwiesen sind
+mein, verstehen Sie, mein!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich bitte, schreien Sie nicht! Sie
+k&ouml;nnen bei sich zu Hause schreien und vor Wut schnauben,
+aber hier, bitte ich, sich in gewissen Grenzen zu halten!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Meine Gn&auml;dige, h&auml;tte ich nicht so furchtbares,
+qu&auml;lendes Herzklopfen und h&auml;mmerten mir nicht die Adern
+in den Schl&auml;fen, so spr&auml;che ich anders mit Ihnen! <span class="regie">(Schreit.)</span>
+Die Ochsenwiesen geh&ouml;ren mir!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Uns!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Mir!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(kommt von rechts)</span>.</p>
+
+
+
+<h2><a name="Vierter_Auftritt">Vierter Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Die Vorigen.</span> <span class="person">Tschubukow.</span></p>
+
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Was gibt es hier? Weshalb schreit ihr?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Papa, erkl&auml;re du, bitte, diesem Herrn.
+Wem geh&ouml;ren die Ochsenwiesen: uns oder ihm?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(zu Lomow)</span>. Sch&auml;tzchen, die Wiesen geh&ouml;ren uns!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Aber erbarmen Sie sich, Stepan Stepanowitsch,
+wie geh&ouml;ren sie denn Ihnen? Seien <em class="gesperrt">Sie</em> wenigstens ein
+r&auml;sonnabler Mensch! Die Gro&szlig;mutter meiner Tante hat die
+Wiesen f&uuml;r eine gewisse Zeit zur unentgeltlichen Benutzung
+den Bauern Ihres Gro&szlig;vaters &uuml;berlassen. Die Bauern benutzten
+den Grund vierzig Jahre lang und gew&ouml;hnten sich
+an ihn wie an ihren eigenen, als aber der Ukas erschien&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Erlauben Sie, Wertester&hellip; Sie vergessen,
+da&szlig; gerade die Bauern Ihrer Gro&szlig;mutter nicht gezahlt haben
+und dergleichen, weil wegen der Wiesen gerade damals Proze&szlig;
+gef&uuml;hrt wurde und dergleichen&hellip; Und jetzt wei&szlig; jeder
+Hund, da&szlig; sie uns geh&ouml;ren. Sie haben den Plan nicht gesehen!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Und ich werde Ihnen beweisen, da&szlig; sie mir geh&ouml;ren.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Beweisen Sie es nicht, mein Liebling.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein, ich werde es beweisen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Teuerster, warum denn so schreien? Gerade
+durch Schreien werden Sie am wenigsten beweisen. Ich verlange
+nicht das Ihrige und habe nicht die Absicht das Meinige
+abzutreten. Warum auch? Ist es schon so weit gekommen,
+mein Liebster, beabsichtigen Sie wirklich, uns die
+Wiesen zu bestreiten und dergleichen, dann schenke ich sie
+lieber den Bauern als Ihnen! Ganz gewi&szlig;!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich begreife nicht! Welches Recht haben Sie
+&uuml;berhaupt, fremdes Eigentum zu verschenken?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Sie gestatten mir wohl, zu wissen, ob ich das
+Recht dazu habe oder nicht. Junger Mann, ich bin nicht
+gewohnt, da&szlig; mit mir in diesem Ton gesprochen wird und
+dergleichen. Ich, junger Mann, bin zweimal so alt wie Sie
+und bitte, zu mir ruhig zu sprechen und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nein, Sie halten mich zum Narren und machen
+sich lustig &uuml;ber mich! Sie nennen mein Grundst&uuml;ck das
+Ihrige und wollen, da&szlig; ich dabei gleichm&uuml;tig bleiben und
+zu Ihnen menschlich sprechen soll. So gehen gute Nachbarn
+nicht vor, Stepan Stepanowitsch! Sie sind kein Nachbar,
+ein Usurpator sind Sie!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Wa&ndash;as? Was haben Sie gesagt?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowa.</span> Papa, schicke sofort die Schnitter auf
+die Wiesen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(zu Lomow)</span>. Was haben Sie gesagt, geehrter Herr?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Die Ochsenwiesen geh&ouml;ren uns und ich
+trete sie nicht ab, ich trete sie nicht ab, ich trete sie nicht ab!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Das wollen wir noch sehen! Ich werde es Ihnen
+vor Gericht beweisen, da&szlig; sie mir geh&ouml;ren!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Vor Gericht. Sie k&ouml;nnen klagen bei Gericht,
+geehrter Herr, und dergleichen, Sie k&ouml;nnen! Ich kenne Sie,
+Sie warten auf eine Gelegenheit, Prozesse zu f&uuml;hren und
+dergleichen&hellip; Ein Intrigant sind Sie! Ihre ganze Familie
+hat immer H&auml;ndel gesucht! Die ganze!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich bitte, meine Familie nicht zu beleidigen. Alle
+vom Geschlecht der Lomows waren ehrlich, und es hat keinen
+einzigen gegeben, der wegen Veruntreuung vor Gericht gezogen
+wurde, wie Ihr Onkelchen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Und in Ihrer Lomowschen Familie waren
+alle verr&uuml;ckt!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Alle, alle, alle!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Ihr Gro&szlig;vater war ein periodischer S&auml;ufer,
+und die j&uuml;ngere Tante, die Nastasia Michailowna, ist mit
+einem Architekten durchgegangen, und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Und Ihre Mutter hat gehinkt. <span class="regie">(Er greift nach dem
+Herzen.)</span> An der Seite zuckt es &hellip; im Kopf h&auml;mmert es &hellip;
+Vater im Himmel!&hellip; Wasser!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Und Ihr Papachen war ein Kartenspieler und
+ein Vielfra&szlig;!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ihre Tante eine Klatscherin, wie es
+deren wenige gibt!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Mir ist das linke Bein gel&auml;hmt&hellip; Und Sie sind
+ein Intrigant &hellip; ach, das Herz!&hellip; Und es ist f&uuml;r niemand
+ein Geheimnis, da&szlig; Sie bei den Wahlen geschwindelt&hellip;
+Es flimmert mir vor den Augen&hellip; Wo ist mein Hut?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Wie niedrig! L&uuml;gner! Abscheulicher!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Sie selber sind eben ein t&uuml;ckischer, heuchlerischer
+und verlogener Mensch! Ja&ndash;a!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Da ist der Hut&hellip; Das Herz&hellip; Wohin soll
+ich gehen? Wo ist die T&uuml;r? Ach! mir scheint, ich sterbe&hellip;
+Ich kann nicht, die Beine schlottern&hellip; (Er geht zur T&uuml;r.)</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(folgt ihm)</span>. Da&szlig; Ihr Fu&szlig; mein Haus nicht
+mehr betrete!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Klagen Sie bei Gericht! Wir wollen sehen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(geht wankend durch die Mitte ab)</span>.</p>
+
+
+
+<h2><a name="Fuenfter_Auftritt">F&uuml;nfter Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Tschubukow.</span> <span class="person">Natalia Stepanowna.</span></p>
+
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(zornig)</span>. Zum Teufel!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> So ein Taugenichts! Da soll man
+noch an gute Nachbarn glauben!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Schuft! Vogelscheuche! Scheusal!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> So eine Mi&szlig;geburt, eignet sich ein
+fremdes Grundst&uuml;ck an und wagt es noch, zu streiten.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Und dieses Gespenst, dieser H&uuml;hnerfu&szlig; untersteht
+sich noch, einen Heiratsantrag zu machen, und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Was f&uuml;r einen Heiratsantrag?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Nun ja! Er kam doch, um dir einen Heiratsantrag
+zu machen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Einen Heiratsantrag? Mir? Warum
+hast du mir das nicht fr&uuml;her gesagt?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Hat doch deshalb den Frack angelegt. So ein
+Bratw&uuml;rstel, so eine Schmutznase!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> <em class="gesperrt">Mir</em> einen Heiratsantrag? Ach! <span class="regie">(Sie
+f&auml;llt in einen Armstuhl und st&ouml;hnt.)</span> Man soll ihn zur&uuml;ckbringen!
+Ach! Zur&uuml;ckbringen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Wen zur&uuml;ckbringen?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Schneller, schneller! Mir ist schlecht!
+Zur&uuml;ckbringen! <span class="regie">(Hysterischer Anfall.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Was gibt es denn? Was ist dir? <span class="regie">(Er fa&szlig;t
+sich an den Kopf.)</span> Ich bin ein ungl&uuml;cklicher Mensch! Ich erschie&szlig;e
+mich! Ich h&auml;ng' mich auf! Man qu&auml;lt mich zu Tode!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich sterbe! Zur&uuml;ckbringen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Pfui! Gleich, heul' nicht! <span class="regie">(Er l&auml;uft durch die
+Mitte ab.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(allein; st&ouml;hnt)</span>. Was hat man mir angetan!
+Bringt ihn zur&uuml;ck! Bringt ihn zur&uuml;ck!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(kommt gelaufen)</span>. Sofort kommt er und dergleichen.
+Der Teufel hol' ihn! Uf! Sprich du selbst mit
+ihm, ich will es nicht und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(st&ouml;hnt)</span>. Zur&uuml;ckbringen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Er kommt, sagt man dir. &raquo;O, Sch&ouml;pfer! welch'
+eine Aufgabe ist es, Vater einer erwachsenen Tochter zu sein!&laquo;<a name="FNanchor_1_1" href="#Footnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a>
+Ich schneide mir den Hals durch! Bestimmt schneide ich mir
+den Hals durch! Man hat den Menschen ausgezankt, beschimpft,
+hinausgejagt &hellip; und das alles hast du getan &hellip; du!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nein, du! Du hast keine Manieren
+und bist grob! Wenn nicht du &ndash; er w&auml;re nicht fortgegangen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Na ja, ich trage Schuld! Aber warte nur, Gevatterin,
+und dergleichen, wenn ich mich erschie&szlig;e oder aufh&auml;nge,
+so wisse, da&szlig; du Schuld tr&auml;gst! Du hast mich dazu
+gebracht! Nur du! <span class="regie">(In der T&uuml;r zeigt sich Lomow.)</span> Da, rede
+selber mit ihm! <span class="regie">(Er geht ab.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(tritt ersch&ouml;pft ein)</span>.</p>
+
+<div class="footnotes"><div class="footnote"><p><a name="Footnote_1_1" href="#FNanchor_1_1" class="label">[1]</a> Aus Gribojedows: &raquo;Wehe den Gescheiten.&laquo;</p></div></div>
+
+
+
+<h2><a name="Sechster_Auftritt">Sechster Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> <span class="person">Lomow.</span></p>
+
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Schreckliches Herzklopfen&hellip; Das Bein ist gel&auml;hmt&hellip;
+In der Seite zuckt es&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Verzeihen Sie, wir haben uns ereifert,
+Iwan Wassiljitsch&hellip; Ich erinnere mich jetzt &hellip; die
+Ochsenwiesen geh&ouml;ren tats&auml;chlich Ihnen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Das Herz klopft schrecklich&hellip; Meine Ochsenwiesen&hellip;
+Beide Augenlider zucken&hellip; <span class="regie">(Sie setzen sich.)</span> Wir hatten
+unrecht&hellip; Mir ging es um das Prinzip&hellip; Das Grundst&uuml;ck
+ist mir nicht teuer, aber das Prinzip ist mir teuer&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Eben das Prinzip. Wollen wir von
+etwas anderem sprechen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Um so mehr, da ich die Beweise besitze: die Gro&szlig;mutter
+meiner Tante hat den Bauern des Gro&szlig;vaters Ihres
+geehrten Vaters&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Genug, genug davon&hellip; <span class="regie">(Beiseite.)</span>
+Ich wei&szlig; nicht, womit zu beginnen&hellip; <span class="regie">(Zu Lomow.)</span> Gehen
+Sie bald auf die Jagd?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ja, auf den Birkhahn, verehrte Natalia Stepanowna.
+Nach der Ernte gedenke ich zu beginnen. Ach,
+haben Sie geh&ouml;rt? Denken Sie sich nur, welches Ungl&uuml;ck!
+Mein Hund Ugadai, den Sie doch kennen, hinkt!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Wie schade! Warum denn?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich wei&szlig; es nicht&hellip; Vielleicht ist es eine Verrenkung,
+oder andere Hunde haben ihn gebissen. <span class="regie">(Er seufzt.)</span>
+Der beste Hund, vom Geld schon nicht zu reden! Ich habe
+doch dem Mironow 125 Rubel f&uuml;r ihn gezahlt.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Das ist &uuml;berzahlt, Iwan Wassiljitsch.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Nach meiner Meinung ist er sehr billig. Ein
+herrlicher Hund.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Papa hat f&uuml;r seinen Otkatai 85 Rubel
+gegeben, und Otkatai ist doch viel besser als Ihr Ugadai.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> So &hellip; Otkatai ist besser als Ugadai? Was
+Ihnen einf&auml;llt! <span class="regie">(Er lacht.)</span> Otkatai ist besser als Ugadai!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Nat&uuml;rlich besser! Otkatai, es ist ja
+wahr, ist noch jung, er hat noch nicht geworfen, aber in der
+Meute und auch an der Leine mit zwei, drei anderen gibt
+es keinen besseren als ihn, selbst beim&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Erlauben Sie, Natalia Stepanowna, Sie &uuml;bersehen
+aber, da&szlig; er einen kurzen Unterkiefer hat und da&szlig; ein
+Hund mit einem kurzen Unterkiefer nicht gut schnappen kann.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Kurzen Unterkiefer? h&ouml;re ich zum
+erstenmal!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich versichere Ihnen, der untere Kiefer ist k&uuml;rzer
+als der obere.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Haben Sie denn gemessen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich habe gemessen. Zum Laufen taugt er nat&uuml;rlich,
+ob aber zum Auffangen im Fluge &hellip; das kaum&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Erstens ist unser Otkatai von reiner
+Rasse, Vollblut, er ist der Sohn Sapragajas und Stameskis,
+und bei Ihrem Buntscheckigen kommt man gar nicht auf
+seine Herkunft&hellip; Dann ist Ihrer alt und h&auml;&szlig;lich wie eine
+klapperd&uuml;rre Schindm&auml;hre&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Alt, gewi&szlig;! Ich nehme f&uuml;r ihn keine f&uuml;nf Ihrer
+Otkatais&hellip; Kann man das aber auch? Ugadai &ndash; ist ein
+Hund und Otkatai &hellip; es ist l&auml;cherlich, zu streiten&hellip; Solche
+wie Ihren Otkatai findet man bei jedem Hundeh&auml;ndler so
+viele, da&szlig; man mit ihnen einen Teich f&uuml;llen k&ouml;nnte.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> In Ihnen, Iwan Wassiljitsch, sitzt
+heute ein b&ouml;ser Geist des Widerspruchs. Bald geh&ouml;ren die
+Wiesen Ihnen, bald ist Ugadai besser als Otkatai. Mir gef&auml;llt
+es gar nicht, wenn ein Mensch nicht das spricht, was
+er denkt. Sie wissen ja sehr wohl, da&szlig; Otkatai hundertmal
+besser ist als Ihrer &hellip; dieser dumme Ugadai. Warum also
+das Gegenteil sagen?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ich sehe, Natalia Stepanowna, Sie halten mich
+f&uuml;r blind oder f&uuml;r einen Narren. Aber begreifen Sie doch,
+da&szlig; Otkatai einen kurzen Unterkiefer hat!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Es ist nicht wahr!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Ja, einen kurzen Unterkiefer!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(schreit)</span>. Nicht wahr!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Warum schreien Sie denn, meine Gn&auml;dige?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Warum reden Sie solchen Unsinn?
+Das ist doch emp&ouml;rend! Es ist h&ouml;chste Zeit, Ihren Ugadai
+zu erschie&szlig;en, und Sie vergleichen ihn mit Otkatai!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Entschuldigen Sie, ich kann diesen Streit nicht
+fortsetzen. Ich habe Herzklopfen.</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich habe bemerkt, da&szlig; diejenigen
+J&auml;ger am meisten streiten, die am wenigsten verstehen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Meine Gn&auml;dige, ich bitte Sie, schweigen Sie&hellip;
+Mir platzt das Herz&hellip; <span class="regie">(Er schreit.)</span> Schweigen Sie!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich werde nicht schweigen, bis Sie nicht
+zugeben, da&szlig; Otkatai hundertmal besser ist als Ihr Ugadai.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Hundertmal schlechter. Krepieren soll er, Ihr Otkatai!
+Die Schl&auml;fen&hellip; Die Augen&hellip; Die Schulter&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Und Ihr dummer Ugadai hat es gar
+nicht n&ouml;tig zu krepieren, weil er ohnehin wie krepiert ist!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow</span> <span class="regie">(schreit)</span>. Schweigen Sie! Ich habe einen Herzschlag&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Ich werde nicht schweigen!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(kommt herein)</span>.</p>
+
+
+
+<h2><a name="Siebenter_Auftritt">Siebenter Auftritt.</a></h2>
+
+<p class="auftritt"><span class="person">Die Vorigen.</span> <span class="person">Tschubukow.</span></p>
+
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Was gibt es denn schon wieder?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Papa, sag' aufrichtig, auf Ehr' und
+Gewissen: welcher Hund ist besser &ndash; unser Otkatai oder sein
+Ugadai?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Stepan Stepanowitsch, ich flehe Sie an, sagen
+Sie blo&szlig; eins: hat Ihr Hund einen kurzen Unterkiefer oder
+nicht? Ja oder nein?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Und wenn schon! Ist das von so gro&szlig;er
+Wichtigkeit? Daf&uuml;r gibt es im ganzen Umkreis keinen
+bessern Hund und dergleichen.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Aber mein Ugadai ist doch besser? Sagen Sie
+aufrichtig!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Regen Sie sich nicht auf, Sch&auml;tzbarster!&hellip;
+Gestatten Sie&hellip; Ihr Ugadai hat eben seine guten Eigenschaften&hellip;
+Er ist von guter Rasse, hat kr&auml;ftige L&auml;ufe, starke
+Lenden und dergleichen. Aber der Hund, wenn Sie es
+wissen wollen, mein Bester, hat zwei M&auml;ngel: er ist alt und
+hat einen kurzen Unterkiefer.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Entschuldigen Sie, ich habe Herzklopfen&hellip; Sprechen
+wir von Tatsachen &hellip; wollen Sie sich erinnern, auf
+Maruskins Wiesen ging mein Ugadai mit den gr&auml;flichen
+Raswachai Ohr an Ohr und Ihr Otkatai blieb eine ganze
+Werst zur&uuml;ck.</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Er blieb zur&uuml;ck, weil der gr&auml;fliche Aufseher
+ihn mit seiner Peitsche geschlagen hatte.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Er hatte recht, alle Hunde sp&uuml;ren dem Fuchs nach,
+Otkatai aber h&auml;lt es f&uuml;r notwendig, ein Schaf zu bei&szlig;en!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Das ist nicht wahr &hellip; Liebster &hellip; ich bin
+reizbar und darum bitte ich Sie, brechen wir diesen Streit
+ab. Er hat ihn geschlagen, weil jedermann auf einen fremden
+Hund von guter Rasse mit Neid sieht&hellip; Jawohl, alle
+sind Neider. Auch Sie, mein Herr, sind nicht frei von
+S&uuml;nden! Kaum bemerken Sie, da&szlig; der Hund eines andern
+besser ist als Ihr Ugadai, so fangen Sie gleich an &hellip; dies
+&hellip; jenes &hellip; sein &hellip; mein &hellip; und dergleichen&hellip; Ich
+erinnere mich genau an alles!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Auch ich erinnere mich!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(nach&auml;ffend)</span>. Auch ich erinnere mich &hellip; woran
+erinnern Sie sich?</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Herzklopfen&hellip; Das Bein ist gel&auml;hmt&hellip; Ich
+kann nicht&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(nachspottend)</span>. Herzklopfen &hellip; was sind
+Sie f&uuml;r ein J&auml;ger? Sie sollten in der K&uuml;che auf dem Ofen
+liegen und Schaben erdrosseln, aber nicht F&uuml;chse jagen!
+Herzklopfen!&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Wahrhaftig, was sind Sie f&uuml;r ein J&auml;ger?
+Mit Ihren Krankheiten sitzt man zu Hause und baumelt nicht
+herum auf dem Sattel. Wenn Sie noch ein J&auml;ger w&auml;ren,
+aber Sie fahren doch nur deshalb herum, damit Sie &uuml;ber
+Hunde anderer streiten, die Leute st&ouml;ren und dergleichen. Ich
+bin reizbar, lassen wir dieses Gespr&auml;ch, Sie sind n&auml;mlich
+kein J&auml;ger!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Sind <em class="gesperrt">Sie</em> denn ein J&auml;ger? Sie fahren doch
+nur aus, um sich beim Grafen einzuschmeicheln, um zu intrigieren&hellip;
+Das Herz&hellip; Sie Intrigant&hellip;!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Nun und wenn ich ein Intrigant bin? <span class="regie">(Er
+schreit.)</span> Schweigen Sie!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Intrigant!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Bube! Junger Hund! Wandelnde Apotheke!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Alte Ratte! Jesuit! Ich kenne Sie genau!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Schweig! Sonst schie&szlig;e ich dich nieder &hellip;
+mit dem schlechtesten Gewehr, wie ein Rebhuhn! Geck!
+Taube Nu&szlig;! Tagedieb!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Alle wissen, da&szlig; &ndash; ach! Das Herz! &ndash; Ihre
+selige Frau Sie gepr&uuml;gelt hat&hellip; Das Bein &hellip; die Schl&auml;fen&hellip;
+Funken&hellip; Ich falle um, ich falle&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Und du stehst unter dem Pantoffel deiner
+Beschlie&szlig;erin!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Hier &hellip; da &hellip; da &hellip; ist das Herz geplatzt.
+Die Schulter ist fortgerissen&hellip; Wo ist meine Schulter?&hellip;
+Ich sterbe. <span class="regie">(Er f&auml;llt in den Fauteuil.)</span> Den Doktor! <span class="regie">(Ohnmacht.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Bube! Gelbschnabel! Geck! Mir ist schlecht!
+<span class="regie">(Er trinkt Wasser.)</span> &Uuml;bel ist mir!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Was sind Sie f&uuml;r ein J&auml;ger? Sie
+k&ouml;nnen ja nicht einmal zu Pferd sitzen! <span class="regie">(Zum Vater.)</span> Papa,
+was hat er? Papa, sieh hin, Papa! <span class="regie">(Sie jammert.)</span> Iwan
+Wassiljitsch! Er ist tot!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Mir ist schlecht! Der Atem versagt mir!&hellip;
+Luft!&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Er ist tot! <span class="regie">(Sie sch&uuml;ttelt Lomow am &Auml;rmel.)</span>
+Iwan Wassiljitsch! Iwan Wassiljitsch! Was haben wir angerichtet?
+Er ist gestorben! <span class="regie">(Sie sinkt in den Fauteuil.)</span> Den
+Doktor! Den Doktor! <span class="regie">(Hysterischer Anfall.)</span></p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Ach!&hellip; Was gibt es denn? Was fehlt dir?</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(st&ouml;hnt)</span>. Er ist tot!&hellip; Tot!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Wer ist gestorben? Wer ist tot? <span class="regie">(Auf Lomow
+hinsehend.)</span> Wahrhaftig, er ist tot! Gerechter Gott! Wasser!
+Den Arzt! <span class="regie">(Das Glas an Lomows Lippen haltend.)</span> Trinken Sie!&hellip;
+Nein, er trinkt nicht&hellip; Er ist also tot und dergleichen&hellip;
+Ungl&uuml;ckseligster Mensch, der ich bin! Warum jage ich
+mir keine Kugel in die Stirn? Warum habe ich mir bis
+jetzt noch nicht den Hals durchgeschnitten? Worauf warte
+ich noch? Gebt mir ein Messer! Gebt mir eine Pistole!
+<span class="regie">(Lomow bewegt sich.)</span> Es scheint, er kommt zu sich&hellip; Trinken
+Sie Wasser! So&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Funken&hellip; Nebel&hellip; Wo bin ich?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Heiraten Sie! Schnell &hellip; und zum Teufel&hellip;
+Sie willigt ein! <span class="regie">(Er vereinigt die H&auml;nde Lomows mit denen
+Natalias.)</span> Sie ist einverstanden und dergleichen. Ich segne
+euch und dergleichen. Aber la&szlig;t mich nur in Ruh'!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> He, was? <span class="regie">(Sich erhebend.)</span> Wen?</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Sie ist einverstanden! Nun? K&uuml;&szlig;t euch
+und &hellip; und der Teufel mit euch!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna</span> <span class="regie">(st&ouml;hnt)</span>. Er lebt&hellip; Ja, ja, ich bin
+einverstanden&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> K&uuml;&szlig;t euch!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Eh? Wen? <span class="regie">(Er und Natalia Stepanowna k&uuml;ssen sich.)</span>
+Sehr angenehm&hellip; Erlauben Sie, um was handelt es sich?
+Ach, ja &hellip; ich verstehe &hellip; das Herz &hellip; die Funken&hellip;
+Ich bin gl&uuml;cklich, Natalia Stepanowna&hellip; <span class="regie">(Er k&uuml;&szlig;t ihr die
+Hand.)</span> Das Bein ist gel&auml;hmt&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Auch ich bin gl&uuml;cklich&hellip;</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Uf &hellip; ein Berg von den Schultern&hellip; Uf!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Und doch, geben Sie wenigstens jetzt
+zu, Ugadai ist schlechter als Otkatai.</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Besser!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Schlechter!</p>
+
+<p><span class="person">Tschubukow.</span> Nun beginnt das Familiengl&uuml;ck! Champagner!</p>
+
+<p><span class="person">Lomow.</span> Besser!</p>
+
+<p><span class="person">Natalia Stepanowna.</span> Schlechter! Schlechter! Schlechter!</p>
+
+<p style="margin-bottom: 80px;"><span class="person">Tschubukow</span> <span class="regie">(strengt sich an, sie zu &uuml;berschreien)</span>. Champagner!
+Champagner! Champagner!</p>
+
+
+
+
+
+
+
+
+<pre>
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Ein Heiratsantrag, by Anton Tschechow
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EIN HEIRATSANTRAG ***
+
+***** This file should be named 22493-h.htm or 22493-h.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
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+
+Produced by Norbert H. Langkau, Jana Srna and the Online
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+
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+will be renamed.
+
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+one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
+(and you!) can copy and distribute it in the United States without
+permission and without paying copyright royalties. Special rules,
+set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
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+do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
+rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose
+such as creation of derivative works, reports, performances and
+research. They may be modified and printed and given away--you may do
+practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is
+subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+*** START: FULL LICENSE ***
+
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+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
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+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
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+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
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+ prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
+ returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
+ sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
+ address specified in Section 4, "Information about donations to
+ the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
+
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+ and discontinue all use of and all access to other copies of
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+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
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+ of receipt of the work.
+
+- You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
+
+1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
+electronic work or group of works on different terms than are set
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+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
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+1.F.
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+is also defective, you may demand a refund in writing without further
+opportunities to fix the problem.
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+1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
+in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
+warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
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+law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+provision of this agreement shall not void the remaining provisions.
+
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+with this agreement, and any volunteers associated with the production,
+promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
+harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
+that arise directly or indirectly from any of the following which you do
+or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
+
+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at http://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit http://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including checks, online payments and credit card donations.
+To donate, please visit: http://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
+
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