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-The Project Gutenberg EBook of Der sächsische Prinzenraub nach älteren
-und neueren Quellen, by Anonymous
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
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-Title: Der sächsische Prinzenraub nach älteren und neueren Quellen
- nebst einer Beschreibung des zu dessen Erinnerung
- errichteten Denkmals und des zu seinem Schutz erbauten
- Köhlerhauses am Fürstenberge bei Grünhain
-
-Author: Anonymous
-
-Release Date: November 22, 2015 [EBook #50529]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DER SÄCHSISCHE PRINZENRAUB ***
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-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net (This file was produced from images
-generously made available by SLUB: Sächsische
-Landesbibliothek - Staats - und Universitätsbibliothek
-Dresden at http://www.slub-dresden.de )
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- Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Das gedruckte Buch ist in Frakturschrift gesetzt.
-
- Im Original gesperrter Text ist +so ausgezeichnet+.
-
- Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so ausgezeichnet~.
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am Ende des
- Buches.
-
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-
-
- Der sächsische
-
- PRINZENRAUB
-
- nach älteren und neueren Quellen
-
- nebst
-
- einer Beschreibung
-
- DES ZU DESSEN ERINNERUNG
-
- errichteten
-
- Denkmals
-
- _und des zu seinem Schutze erbauten_
-
- Köhlerhauses
-
- am Fürstenberge bei Grünhain.
-
- Motto: _Wer seinem Fürstenhaus mit wahrer Treue zugethan,
- Der ist, -- sei er ein schlichter Köhler
- auch, -- doch stets ein edler, braver Mann._
-
- Mit 3 Abbildungen.
-
- Annaberg, 1840.
-
- In Commission bei Rudolph & Dieterici.
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-Inhaltsverzeichniß.
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- I. Der +Prinzenraub+. S. 1.
-
- II. Das +Denkmal+ am Fürstenberge. (Nebst Abbild.) " 59.
-
- III. Das +Köhlerhaus+ dazu. (Nebst Abbildung.) " 68.
-
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-
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-I. Der Prinzenraub.
-
-
-+Friedrich der Streitbare+, welcher den 5. Januar 1428 starb,
-hinterließ vier Söhne. Namens: +Sigismund+, +Heinrich+, +Friedrich
-d. Sanftmüthige+ und +Wilhelm+ III., die das vom Vater geerbte
-sächs. meißnische Land gemeinschaftlich verwalteten. Nachdem aber
-+Sigismund+ den geistlichen Stand erwählte, Bischof zu Würzburg wurde;
-+Heinrich+ 1436 und ihr Vetter, Landgraf +Friedrich v. Thüringen+, der
-+Friedfertige+ genannt, 1440 ohne Erben starb, und Thüringen daher an
-Meißen kam, unternahmen +Friedrich+ und +Wilhelm+ den 10. Septbr. eine
-Theilung, so daß +Wilhelm+, Thüringen und die Hälfte des +Osterlandes+,
-+Friedrich+, die +Markgrafschaft+ nebst den zur +Kurwürde gehörigen
-Ländern+ allein, Freiberg aber und die Bergwerke gemeinschaftlich,
-durch das Loos erhielten. Allein +Wilhelm+ III. auf Anstiften seiner
-vertrauten Räthe: +Busse+ zu +Dornburg+, +Bernhardt von Kochberg+ zu
-+Wachsenburg+, +Friedrich von Witzleben+ zum +Wendelsteine+, +Busse+,
-+Apel+ und +Bernhardt v. Vitzthum+ zu +Roßla+ und +Thanrode+, war mit
-der Theilung nicht zufrieden. Ein Vergleich, welchen +Friedrich+
-mit ihm im Kloster +Neumark+ bei Halle den 10. Decbr. 1445 abschloß
-(der +Hallische Machtspruch+ genannt) beruhigte ihn noch nicht und
-+Friedrichs+ Verlangen seine feindseligen Räthe zu entlassen, ließ
-er nicht allein unerfüllt, sondern unternahm auch einen Streifzug
-gegen Roßla, einer Vitzthumischen Besitzung und verursachte so
-den sogenannten +sächsischen Bruderkrieg+. Dieser Krieg hatte die
-traurigsten Folgen, namentlich die Verwüstung des thüringschen Landes,
-welche +Apel von Vitzthum+ verübte, weil er vom Herzoge +Wilhelm+
-III. verabschiedet und einiger Güter beraubt worden war; dann den
-+sächsischen Prinzenraub+, dessen Geschichte diese wenigen Blätter
-füllen soll.
-
-+Kunz von Kauffungen+, kurfürstlicher Schloßhauptmann und
-Regimentsoberster hatte in den Diensten des Kurfürsten, +Friedrich d.
-Sanftmüthigen+, in dem Streite zwischen seinem Bruder +Wilhelm+ III.
-mit gefochten. Er war einer der tapfersten Ritter seiner Zeit, was
-er schon im Hussitenkriege, vorzüglich durch seinen unerschrockenen
-Muth bewiesen hatte.[1] -- Nun traf es sich aber, daß er, als er
-zum Entsatze der Stadt +Gera+ eilen wollte, mit seinen Genossen
-gefangen genommen wurde und nicht anders als gegen ein Lösegeld von
-4000 Goldgülden, wieder freigegeben werden sollte. Kunz forderte
-diese Summe vom Kurfürsten zurück und um so eher als dieser auch für
-andere Ritter, wie für +Niklas von Pflugk+,[2] die seine Lehnsleute
-waren, Lösegeld bezahlt hatte. Der Kurfürst, da Kunz v. Kauffungen
-blos ein Söldner war, weigerte sich, ihm diese Summe zu ersetzen.
-Hierzu kam: Kunzs Besitzungen in Thüringen waren im Laufe des
-Bruderkrieges verwüstet, und der Kurfürst hatte ihm dafür einstweilen
-einige Güter +Apel v. Vitzthums+ wie +Schwickershain+ (-- das heutige
-Schweickershain --), +Kriebenstein+, +Ehrenburg+ u. Andere zur
-Entschädigung angewiesen, doch mit der Bedingung, nach dem Kriege sie
-wieder auszutauschen. +Kunz+ stellte dagegen zu +Meißen+ am Sonnabend
-in der Osterwoche 1449 eine handschriftliche Versicherung aus: Den
-Augenblick solche wieder ihrem rechtmäßigen Besitzer zu überlassen,
-sobald ihm der Kurfürst zu den seinigen Besitzungen verholfen haben
-würde.[3] -- Nachdem nun den 27. Jan. 1451 zu Kloster +Pforte+
-die Zwistigkeiten der beiden Brüder wieder ausgeglichen waren und
-im Friedensvertrage ein Artikel so lautete, daß alles wie vorher
-bleiben sollte, jeder das Gewonnene herausgebe, erhielt +Kunz von
-Kauffungen+ +seine+ Besitzungen in Thüringen wieder, indem er nun
-auch die Vitzthumschen Besitzungen wieder herausgeben sollte. Allein
-zu diesem wollte er sich durchaus nicht verstehen; vorzüglich da er
-+Schwickershain+ ganz ausgebaut und bewohnbar gemacht hatte, auch für
-seine geleisteten Dienste Belohnung und Ersatz des Lösegeldes unbedingt
-zu verlangen glaubte. +Friedrich der Sanftmüthige+ erinnerte sich
-sowohl der treuen Dienste, die Kunz ihm geleistet hatte, doch konnte
-er sich zu einer solchen Forderung nicht verstehen, die dem mit seinem
-Bruder geschlossenen Frieden geradezu entgegen war, zumal auch Kunz,
-wie bereits oben erwähnt wurde, handschriftlich Verzicht geleistet
-hatte. Allein alle Vorstellungen, die ihm der Kurfürst deshalb machte,
-um ihn mit Güte zur Ruhe zu bringen, konnten +Kunzen+ zur Rückgabe der
-Güter nicht bewegen.
-
-+Apel von Vitzthum+, wie schon oben gesagt worden ist, war mit dem
-Herzoge +Wilhelm+ III. ebenfalls in Feindschaft gerathen, weil seine
-boshaften Anschläge gegen den Kurfürst +Friedrich+ durch den Frieden
-zu Nichte gemacht worden waren. Außer der Gnade seines Herrn verlor
-er auch seine schönen Schlösser.[4] Er suchte nun seinen Herzog auf
-alle mögliche Art zu necken, so daß Herzog +Wilhelm+ mit Hilfe der
-+Erfurter+, +Mühlhäuser+ und +Nordhäuser+ gegen +v. Vitzthum+ zu Felde
-zog, schleifte das Schloß +Gleißberg+, das sich, von Vitzthum nach
-dem Bruderkriege nur erst wieder aufgebaut hatte, erklärte ihn und
-seine Brüder als +Landesverräther+. Vitzthum flüchtete nun nach Böhmen;
-suchte dort Anhang zu gewinnen, sowohl gegen den Herzog +Wilhelm+
-III., als auch gegen den Kurfürst +Friedrich+. Gegen letzteren war
-er deswegen erbittert, indem er einst so nachdrücklich auf seine
-Entfernung von Herzog +Wilhelms+ Hofe gedrungen hatte.[5] --
-
-An diesem glaubte +Kunz von Kauffungen+ seinen Mann zu finden, der mit
-ihm gemeinschaftliche Sache machen würde. Kunz trat deshalb mit ihm in
-Briefwechsel; nichts war Vitzthumen willkommner. Sogar trat Vitzthum
-seine +Ansprüche auf seine meißnischen Güter ihm+ ab, um Kunzens
-Forderungen mehr Nachdruck zu geben. -- Kunz drang nun heftiger auf die
-Anerkennung seiner Besitznahme der Vitzthumschen Güter, die ihm der
-Kurfürst aber, Kraft der schriftlichen Versicherung, die er von ihm in
-den Händen hatte, standhaft verweigerte, und ihn deshalb förmlich vor
-Gericht belangte, Friedrich setzte nämlich deshalb +auf den Donnerstag
-nach Galle 1454 auf dem Schlosse zu Altenburg, einen Termin fest+, bei
-welchem +George von Haugewitz+, Dechant zu Meißen, der Kanzler +George
-von Bibenberg+ und die Ritter +Hans von Schleinitz+ und +Hans von
-Miltitz+ die ganze Sache nochmals untersuchten und dahin beschieden.
-Der Kurfürst sollte seine Forderungen an Kunzen und Kunz die seinigen
-an den Kurfürsten aufsetzen. Der Münzmeister zu Freiberg +Nikol
-Monhaupt+, der zugleich Statthalter und Landshauptmann der Provinz war,
-sollte dann beide Forderungen der kurfürstlichen Kanzlei übergeben,
-und was diese endlich entscheiden würde, dabei möchten beide Theile
-sich beruhigen. Doch Kunz wollte sich dabei nicht beruhigen und blieb
-daher bei seinem Entschlusse, und so sollte auf Befehl des Kurfürsten
-ein Rechtsgutachten bei den Leipziger, Magdeburger und Freibergischen
-Rechtsgelehrten eingeholt werden. Zur damaligen Zeit etwas Unerhörtes;
-viele von des Ritters von Kauffungs Anhang, betrachteten daher
-solches als eine Kränkung[6], die deshalb einen Fehdebrief an den
-Kurfürsten schickten. Kunz, welcher den Ausgang dieses Rechtsschrittes
-nicht zu seinen Gunsten auslegte, wollte sich nun durch Selbsthilfe
-seine Forderungen verschaffen, kaufte durch Vermittelung +Apels von
-Vitzthums+, das Schloß +Isenburg+ oder +Eisenberg+ unweit Brix[7] in
-Böhmen, nicht weit von der sächsischen Grenze, um es zu dem nachherigen
-Prinzenraube zu benutzen.
-
-Rache an dem Kurfürsten zu nehmen war nun +Kunzens+ und +Apels+
-einziger Gedanke. --
-
-Theils durch Verpfändung, theils durch Gewalt und friedliche Verträge,
-waren verschiedene böhmische Städte an die Markgrafen von Meißen
-gekommen. Je mächtiger nun die Markgrafen von Meißen dadurch wurden,
-desto scheeler sahen dazu die Könige v. Böhmen und forderten, den
-deshalb geschlossenen Verträgen ohngeachtet zu verschiedenen Malen
-alles wieder zurück. +Kunz v. Kauffungen+ und +Apel v. Vitzthum+
-hatten daher nichts eiligeres zu thuen, als den damaligen König
-+Ladislaus+ gegen den Kurfürsten zu erbittern, so daß +Ladislaus+ 1453
-eine Forderung von 64 Städten an den Kurfürst schickte. Natürlich
-wurde diese als ungegründet abgewiesen. +Ladislaus+ brach jedoch aus
-Böhmen in Sachsen ein und überfiel das Städtchen +Pirna+; doch wurde er
-sehr bald wieder zurückgeschlagen, so daß ihm ein dergleichen Ausfall
-nicht wieder gelüstete. Indeß hatte sich doch +Kunz+ und +Apel+ an den
-Kurfürsten gerächt. Sie hatten auch dadurch den König von Böhmen auf
-ihre Seite, und Kunz würde seine Forderungen vielleicht +nie+ so weit
-getrieben haben, wenn er in Böhmen nicht einen so mächtigen Rückenhalt
-gewußt hätte. --
-
-Als nun der Ausspruch der Leipziger, Magdeburger und Freibergischen[8]
-Rechtsgelehrten ankam, der darauf drang: daß Kunz die Vitzthumschen
-Güter herausgeben sollte, wurde der Rechtsspruch Kunzen bekannt
-gemacht, allein Kunz wollte ihn durchaus nicht gelten lassen. Endlich
-beschied man ihn den +Dienstag nach dem Johannistage des Abends auf
-das Schloß Altenburg+, um Mittewochs darauf, den 25. Juni (7. Juli)[9]
-1455 den letzten Termin mit ihm abzuhalten. Kunz kam, aber um die Güte
-zu pflegen nicht, sondern, nachdem er sich die Höhe des Schlosses und
-vorzüglich das Schlafgemach noch einmal[10] ordentlich besehen hatte,
-ritt er ohne Abschied vom Kurfürsten zu nehmen fort, in Gedanken, wie
-er dem Kurfürsten auch selbst gesagt hatte: +Er wolle sich für seinen
-Schaden nicht an Land und Leuten, sondern an des Kurfürsten eignem
-Fleisch und Blut rächen und erholen+, worauf der Kurfürst erwiedert
-haben soll: +Mein Kunz siehe zu, daß Du mir die Fische in den Teichen
-nicht verbrennest.+[11] +Kunz von Kauffungen+ ritt nun sofort auf sein
-Schloß +Isenburg+, (welches er befestigt hatte lassen,) um sich mit
-+Apel von Vitzthum+ über die Ausführbarkeit eines Prinzenraubes zu
-besprechen.
-
-+Friedrich der Sanftmüthige+ mit +Margaretha von Oesterreich+ vermählt,
-hatte zu dieser Zeit zwei Söhne +Ernst+ und +Albert+. Ersterer
-geboren den 25. März 1441, Letzterer aber den 27. Juli 1443.[12]
--- Sein ältester Sohn +Friedrich+ war schon 1421 und sein jüngster
-Sohn +Alexander+ 1446 gestorben. -- Er residirte auf dem Schlosse
-+Altenburg+, welches ein hohes, schönes Felsenschloß, unweit der Stadt
-+Altenburg+, ist.
-
-Auf +Ernst+ und +Albert+ hatte Kunz sein Augenmerk gerichtet. Dieses
-theuere Kleinod der kurfürstlichen Familien meinte er, als er zum
-Kurfürsten gesagt hatte: +an des Kurfürsten eignem Fleisch und Blut
-wollte er sich rächen+. Entführen wollte er sie und auf seinem Schlosse
-+Isenburg+ so lange fest halten, bis der Kurfürst seine Forderungen
-genügen würde. Zu diesem gewagten Unternehmen brauchte er natürlich
-mehrere um es auszuführen. Diese fanden sich denn auch bald, denn
-schon lange vorher war er von Burg zu Burg geritten, Mithelfer zu
-seinem Unternehmen zu finden und fand auch durch seine gewandten Reden
-Theilnehmer für sich und Haß gegen den Kurfürsten zu erwecken.
-
-Nur fehlte es ihm nur noch an einem Kundschafter am kurfürstlichen
-Hofe, der ihm Nachricht ertheilen könnte, wenn der Raub am sichersten
-auszuführen wäre. Da lernte er denn in Böhmen einen böhmischen
-Küchenjungen kennen, Namens: +Hans Schwalbe+. Ein verschmizter Bube.
-Dieser, glaubte Kunz, würde in seine Plane eingehen, entdeckte ihm
-alles und schickte denselben mit Empfehlungsschreiben an seine guten
-Freunde am altenburger Hofe, wo man ihn auch sogleich als Küchenjunge,
-ohne Verdacht zu hegen, anstellte. Bald fand sich Gelegenheit, daß
-+Schwalbe+ Kunzen treue Dienste leisten konnte. Folgenden Brief, wie er
-sich in den +Wittenberger Originalacten+ befindet, schrieb Schwalbe an
-Kunzen:[13]
-
- »+Mein willigen Dienst sampt alles lybs und gutes tzuvor.+
-
- »+Ehebarer strenger lyber Junker!+
-
- »+Als der Kurfürst vestiglich beschlossen hat vf morgen Sundages
- nach der frumeß gein Lyptgk tzu wegfarten mitt den meresten
- Hofelüten, och Muntag vfe Abendt der Cantzler yn engelebete in
- synen Huse vsrichdten wirdet, samer mögen deheby mannichveltige
- Höfelinge wesen, vndt vffs Schloß pflege daczumalen allye der
- oldte Eßmus Drabandten Dynst, wellicher ast yngeschleffert wagk
- werden, der Pforthyner ist lagerigkrank, kan ich Uch nicht pregin,
- gelubener truwe Uch selbir gegewertiglich tzu dynen vndt Uwer
- Anstaltungk gewartin. Datum Aldenburg, am Samstag nach Vnser
- Frawentage. A. lv.+
-
- +Hans Schwalbe.+«
-
- »+Dem Ehrbaren strengen Jungker Cunradt von Kawfungen vf Kalenberg.
- Meinen gynstiglichen lyben Jungker tzutzustellen tzu ainegen
- Handen.+« --[14]
-
-Dieser Brief war 9 Tage nach dem Termine, den Kunz mit dem Kurfürsten
-in Altenburg gehabt hatte, geschrieben.
-
-Eine bessere Gelegenheit zur Ausführung seiner Plane konnte wohl
-nicht kommen und Kunz hatte nichts eiligeres zu thun, als solches
-seinen Verschworenen zu benachrichtigen. Die Strickleitern[15], die zu
-diesem Behufe nöthig waren, wurden nicht weit von +Kahlenberg+ oder
-+Callenberg+, (bei Waldenburg, gehörte seinem Bruder +Dietrich+) in
-einer Scheune, die ebenfalls seinem Bruder +Dietrich von Kauffungen+
-gehörte, gefertiget. -- +Kunz+ selbst hielt sich[16] zu der Zeit im
-Geheimen auf dem Schlosse +Kohren+ auf +und ging von hier aus des
-Nachts vor Altenburg+[17], wo er den Prinzenraub vollführte. Das Schloß
-+Kohren+ gehörte damals der Familie +von Meckau+.
-
-Geschichtlich merkwürdig ist noch, daß die Kurfürstin +Margaretha+
-die Nacht vorher, ehe ihr Gemahl nach Leipzig reiste, folgenden Traum
-hatte: Sie sah ein großes Schwein in einem schönen Garten alles umwülen
-und besonders neben den Reben die schöne junge Raute. Endlich stürzte
-ein Bär darauf los und jagt das Schwein mit seiner Tatze fort. Die
-Kurfürstin erzählte diesen Traum, der ihr auf eine entsetzliche Art
-die ganze Nacht ängstigte, sogleich ihrem Gemahl, der jedoch, weil er
-Träumen nicht glaubte, seine Reise deswegen nicht aufschob und mit
-großem Gefolge den 7. Juli (d. 19. Juli) nach +Leipzig+ reiste.
-
-So war denn Niemand zur Aufsicht der Prinzen da, als ihr Hofmeister,
-+Graf von Barby+.
-
-Der 8. Juli (20. Juli) war von +Kunz von Kauffungen+ dazu bestimmt
-den Prinzenraub auszuführen. Die Hauptverschwornen waren mit ihren
-Knechten folgende:[18] +Kunz von Kauffungen+, sein Reißiger: +Johann
-Schweinitz+, sein Knecht: +Albrecht Adolph+; +Wilhelm von Schönfels+,
-sein Knecht: +Geveller+; +Hans Wilhelm von Mosen+, sein Knecht: +Hensel
-Herdin+; +Hans von Rußwurm+; +Dietrich von Kauffungen+; +Nikol vom
-Forst+; +Bernhardt von Trebin+; +Dix von Trebin+; +Barthol von Trebin+,
-beide letztere: Söhne von +Wenzel von Trebin+. Der ganze Zug bestand
-aus 37 Reitern, dessen Pferden die Hufeisen verkehrt aufgeschlagen
-worden waren, und 10 Fußknechte, welche also den 7. Juli (19. Juli)
-+Montags vor Kiliani+ 1455 +Nachts zwischen 11 und 12 Uhr+ aus einem
-dichten Walde bei Altenburg, die +Leine+ genannt, hervorbrachen. Nur
-+Johann Schweinitz+, Kunzens Reißiger, wurde vorausgeschickt, um mit
-Hilfe des Küchenjungen +Schwalbe+ die Strickleitern an einem hohen
-Fenster, neben der Küche zu befestigen. -- +Kunz+, bekannt im Schlosse,
-stieg zuerst hinauf, dann folgte +Wilhelm von Mosen+. Niemand störte
-dieselben, denn in dem Schlafgemache der Prinzen schlief niemand, als
-eine alte Kammerfrau und der Sohn des Hofmeisters des Prinzen, +Graf
-von Barby+. Kunz entführte den ältern Prinz +Ernst+ und +Wilhelm
-von Mosen+ sollte Prinz +Albrecht+ entführen, doch in der Eile fand
-eine Verwechselung statt, indem er den jungen +Graf Barby+, welcher
-in denselben Alter war als die Prinzen, entführte. +Kunz+, der den
-Irrthum erkannte, übergab +Wilhelm von Mosen+ den Prinz +Ernst+ mit
-dem Befehl immer fort zu reiten, indem er durch das Schloßthor,
-welches +Schwalbe+ vorher geöffnet hatte, den jungen +Graf Barby+
-wieder zurückbrachte und dafür Prinz +Albrecht+, welcher aus Angst
-sich unter das Bette versteckt hatte, nahm. So wie Kunz diesen Prinzen
-über dem Schloßhofe brachte, öffnete die Kurfürstin das Fenster und
-rufte: »+Lieber Kunz, thue nicht so übel an mir und meinen lieben
-Herrn, verschone meine Kinder, es sollen alle Deine Sachen noch gut
-werden.+« Allein +Kunz+ achtete die Stimme einer liebenden Mutter
-nicht, sondern setzte den Prinzen +Albrecht+ auf ein Pferd, das er
-führte und sprengte, begleitet von seinem Reißiger +Johann Schweinitz+
-und seinen Knecht +Albrecht Adolph+ mit verhängten Zügeln davon. Seinen
-Weg nahm er durch die +Leine+[19], wo er schon hergekommen war, und
-gelangte dann durch die +Rabensteiner+[20] und nachher die damals
-noch anstoßenden +Thalheimischen+ Waldungen und zwar in letzteren auf
-einem von Leukersdorf aus bis Elterlein führenden +Fußsteig+, wodurch
-weder die Stadt +Stollberg+, noch die Stadt +Zwönitz+ berührt wird.
-Dieser Fußsteig und jetzt +Holz-+ und +Kalkfuhrweg+ kommt auf der Höhe
-des +Glasberges+ bei +Elterlein+ über die +Grünhainer+ Straße[21]
-nicht weit von +Elterlein+ schon in die Gegend[22] des +Grünhainer
-Klosters+.[23] Dieser Weg war für sein Vorhaben der passendste,
-indem die Gegend um +Grünhain+ namentlich bei +Schwarzenberg+
-und +Waschleute+ nichts als Wald war und durch den verheerenden
-Hussitenkrieg, der 1427 das Kloster zu Grünhain zerstörte,[24] ganz
-von Einwohnern entblößt sein mußte, indem bis 1455 die Volksmenge zur
-damaligen Zeit noch nicht so gewachsen sein konnte, wie es vielleicht
-in den jetzigen Zeiten geschehen dürfte. Auch war Kunz von einem
-Grünhainer Mönch unterrichtet[25], so daß er schnell aus der Gegend
-von +Waschleute+ nach Schwarzenberg kommen konnte, welches damals ein
-böhmisches Städtchen war[26], mithin durfte ihm Niemand mehr etwas
-anhaben, indem er den König von Böhmen auf seiner Seite hatte; und dann
-schaffte er die Prinzen auf sein Schloß +Isenburg+, und wollte sie so
-lange in Verwahrung behalten, bis er vom Kurfürsten die Versicherung
-erhalten hätte, die Vitzthumschen Güter rechtmäßig behalten zu können
-und vielleicht ein ansehnliches Lösegeld für ihn und seine Mitgenossen
-erhalten hätte. Allein seine Plane waren wohl gut ausgedacht, aber
-noch nicht vollführt. Denn der anstrengende Marsch, den er ohne
-auszuruhen zurückgelegt hatte, indem er von Mitternacht bis gegen
-Mittag geritten war, mußte vorzüglich den 12jährigen Prinzen bedeutend
-anstrengen und so kam es denn auch, daß der Prinz vor Hunger und Durst
-in der Gegend von Grünhain[27] Kunzen bat es zu erlauben vom Pferde
-abzusteigen und auszuruhen.[28] Da nun die Gegend durchaus nicht
-bewohnt war, so glaubte er ohne seine Sicherheit zu gefährten, es
-erlauben zu dürfen. --
-
-Auf dem Schlosse zu +Altenburg+ war durch die Entführung der beiden
-Prinzen alles aufgeboten und dem große Belohnung versprochen worden,
-welcher zur Entdeckung des Prinzenraubes behilflich sein könnte. Der
-Kurfürst bekam auch sogleich einen Eilboten zugeschickt und ließ
-deshalb folgendes Schreiben und Aufforderung in alle Gegenden des
-Landes durch reitende Boten austheilen:
-
- »+Friedrich, Hertzog zu Sachsen, Churfürst! liebe getreuen, uns
- ist Cuntz und seine Helffers uff hind in unser Schloß Altenburgk
- gestiegen, und haben unser beyden Söhne, das Gott geklaget sey,
- weggebracht -- ist es versicherlich, Sie werden mit Ihnen aus
- unsere Landen nicht eylen, sondern sie etliche Tage uff den Wäldern
- und Höltzern enthalten, und sie zu Fuß fueder schicken. Begehren
- wir von Euch -- daß ihr mit reisiger Gezeug und Fuhren, so stark
- ihr immer werden möget, uff den Walden, Höltzern und sonst, wo ihr
- für das Beste erkennet, suchen und suchen lassen, und fleißiges
- Aufsehen haben, uff dieselben unsre Feinde und unsre Söhne, daß
- ihnen die wieder abgedrungen, und aus ihren Händen wieder zu uns
- bracht werden. In dem Euch so beweisen, als wir uns alles guten zu
- Euch versehen, das wollen wir in allen guten umb Euch erkennen.
- Geben Altenburg, ~tertia Kyliani Anno L. quinta~.+«[29]
-
-In allen Orten wurden die Glocken geläutet, und so wurde es denn bald
-in allen Gegenden des Landes verbreitet. In der erzgebirgischen Stadt
-+Geier+, 3 Stunden von +Grünhain+ zersprang die große Glocke.[30] --
-
-+Kunz+, der durch das Stürmen wohl wußte, daß es ihm galt, glaubte
-dennoch sicher zu sein, da er bereits selbst bei +Waschleute+ glücklich
-vorbei geritten, also dem ersten Ziele ganz nahe, nur etwa ¾ Stunde
-noch von Schwarzenberg entfernt war, ließ also den jungen Prinz
-+Albrecht+ absteigen, um Waldbeere pflücken zu dürfen.[31] Auch Kunz
-stieg ab und suchte dem Prinzen +Albrecht+ Waldbeere, indem er sein
-Pferd am Zügel hielt. Indessen Kunz immer tiefer in dem Walde Waldbeere
-suchte, nährten sie sich einem Köhler, Namens +Georg Schmidt+, der mit
-seinem Hunde sein Mittagsbrod theilte.
-
-Dieser Köhler hatte früh seinen Lehrburschen, +Urban Schmidt+, seines
-Bruders Sohn, nach +Geier+[32] geschickt, um Lebensmittel zu holen,
-welcher denn daselbst gehört hatte, daß auf dem +Altenburger+ Schlosse
-ein großer Raub statt gefunden hätte. Köhler +Schmidt+, der nun in
-jenem Walde, wo damals blos eine Köhlerstraße hindurch führte, diesen
-Ritter erblickte, vermuthete deshalb, daß das der Räuber mit dem Raube
-wäre, er fragte ihn daher: »Woher und wohin mit diesem Knaben?« +Kunz+
-entgegnete: »Ein böser Bube, der seinem Herrn entlaufen ist, den ich
-ihm wieder zuführen muß.« -- Doch in diesem Augenblicke verwickelte
-+Kunz+ sich mit seinen Sporen im dicken Dorngestrüppe und stürzte
-nieder. Schnell wollte er wieder aufspringen, allein sein Panzerhemde
-hinderte ihn dazu. Diese Gelegenheit benutzte der Prinz und raunte dem
-Köhler ins Ohr: »+Ich bin ein Fürst von Sachsen und bin gefangen, mache
-mich los, mein Vater soll dirs wohl vergelten!+«
-
-Dieses hörte Kunzens Reißiger, sein treuer +Schweinitz+,[33] erhob
-sein Schwerdt, und wollte den Prinzen, weil dadurch alles verrathen
-war, tödten. Allein der Köhler +Schmidt+ fing den Hieb durch seinen
-Schürbaum auf. Seinen Hund nun hetzte er sogleich auf Schweinitzen und
-er selbst lief zu Kunzen, der immer noch dalag und schlug ihn mit dem
-Schürbaum, daß er ihn todtgeschlagen hätte, wenn nicht Prinz +Albrecht+
-für ihn gebeten hätte. Durch das Hundegebell und übrigen Lärm war des
-Köhlers Frau, geborne +Marie Wälderin+, herzugekommen. Als sie aber
-sah, daß ihr Mann sich mit Räubern herumschlug, gab sie das gewöhnliche
-Waldzeichen, was bei Gefahren alle Köhler zusammenruft.[34] Dadurch
-waren in einem kurzen Zeitraume viele Köhler versammelt,[35] so daß
-sich bald +Kunz+ mit seinem treuen Diener +Schweinitz+ gefangen geben
-mußte.
-
-Sein Knecht +Albrecht Adolph+ war entflohen, wurde jedoch noch
-eingeholt.
-
-Kunz, der sich nun für verloren sah, bot dem Köhler +Schmidt+, eine
-ansehnliche Belohnung, allein dem Köhler war Kunzens Gold nicht so lieb
-als seine eigne Person und er mußte sein Gefangner bleiben.
-
-Prinz +Albrechten+ führte er in seine nahe gelegene Köhlerhütte,
-stärkte ihn durch ein einfaches Mahl und gab ihm aus der Quelle, die
-jetzt durch das Denkmal eingefaßt ist, zu trinken. --
-
-+Kunz von Kauffungen+ mit seinem Genossen führten sie aber zu ihrer
-Obrigkeit, in das ¾ Stunden davon entfernte +Cistercienser-Kloster
-Grünhain+, zum damaligen Abt +Liborius+,[36] noch an dem nämlichen
-Dienstage. Kunz, im Kloster angekommen, wurde in dem Gefängnisse
-daselbst festgehalten, was jetzt noch steht, und den Namen +Fuchsthurm+
-führt. Es befindet sich mitten im Klostergarten, wird aber bald,
-weil es nicht im baulichen Stande erhalten wird, einer Ruine ähnlich
-sehen. Hier blieb Kunz nur einige Stunden,[37] indem er vom Abte
-+Liborius+ unter hinreichender Bedeckung, nach +Zwickau+ zum damaligen
-Amtshauptmann oder Voigt +Veit von Schönburg+, abgeliefert wurde.[38]
-Dieser +Veit von Schönburg+ erstattete wahrscheinlich schon am
-folgenden Tage, den 9. Juli, Bericht an den Kurfürsten, um sich
-Verhaltungsbefehle zu erbitten. Der Kurfürst ließ Kunzen nicht nach
-Altenburg bringen, sondern nach +Freiberg+, welches wahrscheinlich den
-12. Juli geschah, wo er dem dortigen Rathe zu sicherer Verwahrung
-übergeben wurde. -- Prinz +Albrecht+ wurde aber in Begleitung des
-Köhlers +Schmidt+, nachdem er beim Abt +Liborius+ in der sogenannten
-+Schösserwohnung+[39] im Kloster zu +Grünhain+ übernachtet hatte, mit
-einer sicheren Bedeckung nach +Altenburg+ gebracht. Der Einzug ähnelte
-einem Triumphzuge in Altenburg. Eine große Anzahl Bewohner Altenburgs
-kam dem Zuge entgegen und begegneten dem Hauptanführer des Zugs, den
-Köhler +Georg Schmidt+, mit wahrer Achtung, so daß sie sich nicht
-scheuten zum Zeugen der Dankbarkeit seine schwarzen Hände zu küssen.
-
-Um nun auch das Schicksal des Prinzen +Ernst+ von seiner Entführung
-an zu wissen, müssen wir wieder aufs Schloß +Altenburg+ zurück gehen,
-wo +Kunz von Kauffungen+ den Prinzen Ernst seinen treusten Genossen
-+Wilhelm von Mosen+ und +Wilhelm von Schönfels+ übergab, um mit ihm
-immer die Flucht zu ergreifen, indem er selbst für den jungen Graf
-Barby, den jüngern Prinzen +Albrecht+ holte. Nach einer Verabredung
-mit +Mosen von Schönfels+ hatte es Kunz so bestimmt, daß sie mit
-+einem+ von den beiden Prinzen einen andern Weg einschlagen sollten
-und zwar gegen Franken zu nach Böhmen, wo sie ihn dann auf sein Schloß
-+Isenburg+ bringen sollten; damit, wenn im Fall die eine oder die
-andere Partei gefangen genommen werden sollte, die andere Partei ihren
-Raub nicht eher hergeben sollte, als bis Kunzens Forderungen erfüllt
-oder die Strafe für die Entführung der Prinzen erlassen wäre. Beides
-wurde durch einen gegenseitigen Schwur bekräftiget.
-
-Allein beide Ritter kamen mit ihrem Gefolge nicht weiter, als bis in
-die Gegend von Hartenstein, indem in allen Dörfern die Sturmglocke
-ertönte und die Unterthanen ebenfalls ihre Untersuchungen nicht
-allein auf den Fahrstraßen anstellten, sondern auch die Wälder
-durchsuchten. Vierzehn gesattelte Pferde und sechs Reiter waren ihnen
-schon abgenommen worden und die Gefahr sogleich ergriffen zu werden,
-zwang sie daher eine Höhle, die am rechten Ufer der Mulde liegt, nicht
-weit vom Schlosse +Stein+ der Burg +Eisenburg+[40] gegenüber zum
-Zufluchtsort zu nehmen[41]. Allein da sie durchaus keine Lebensmittel
-hatten, die dem jungen, zarten Fürstensohn behagen konnten, sie
-glauben mußten, daß er sterben könnte und ihr Aufenthaltsort immer
-unsicherer wurde, indem einer von ihren Knechten von einem Holzmacher
-gehört hatte: »+den einen Schelm+ (Kunz von Kauffungen) +haben sie
-erwischt und nach Grünhain gebracht, den andern Dieb werden sie schon
-noch bekommen und beide andere ihren verdienten Lohn erhalten+,« so
-fertigten sie den 11. Juli einen Boten an den Bruder des Amtshauptmanns
-Veit von Schönburg in Zwickau, an +Friedrich von Schönburg+ ab,
-welcher das Schloß Hartenstein besaß und dort residirte. Dem Boten
-gaben sie einen Brief mit, der folgenden Inhalt hatte:[42]
-
- »+Es reue sie, daß sie Kunz von Kauffungen zu Willen gewesen wären,
- ihrem lieben Kurfürsten und seinen Söhnen zu thun. Weil aber Herzog
- Friedrich ein sanftmüthiger Kurfürst sei, so hofften sie Gnade und
- thäten in diesem Vertrauen, dem Herrn von Schönburg zu wissen,
- daß sie den jungen Fürsten Ernst lebendig und gesund im sichren
- Gewahrsam hätten. Wolle er ihnen nur bei dem Kurfürsten Gnade und
- Befreiung von aller Strafe an Leben, Ehre, Gut auswirken und ihnen
- schriftlich dafür haften, so wollten sie den jungen Fürstensohn
- unverletzt wieder bringen. Käme man aber, sie zu fangen, so würden
- sie den Korfürstlichen Sun erstechen, sich bis aufs Aeußerste
- wehren; sich endlich selbst tödten und gewiß nicht ohne großes
- Blutvergießen in die Hände ihrer Feinde fallen. Die Antwort
- möchte ihnen der Amtshauptmann+ (Friedrich v. Schönburgs Bruder)
- +schriftlich geben+.« --
-
-+Friedrich von Schönburg+[43] erkannte sogleich, nach Durchlesung
-dieses Briefes, die Gefahr in welcher der Prinz schwebte, und versprach
-ohne erst Genehmigung von seinem Bruder zu erholen schriftlich und bei
-seiner Ehre Verzeihung, wenn sie den Prinzen lebendig und unversehrt
-ausliefern würden. Hierauf eilte noch an demselben Tage v. +Mosen+ und
-+v. Schönfels+ mit dem Prinzen +Ernst+ auf das Schloß +Hartenstein+, wo
-der Herr +von Schönburg+ den Prinzen in Empfang nahm und die Ritter,
-seinem Versprechen gemäß, wieder frei erließ. +Prinz Ernst+ aus Freude,
-daß er gerettet war, schenkte +Wilhelm von Mosen+ und +Wilhelm von
-Schönfels+ jedem ein Roß[44] mit den Worten: »+Nun reitet hin und kommt
-in meines Vaters Land nicht wieder.+«[45]
-
-Denselben Tag, +Freitags den 11. Juli 1455+ wurde der Prinz +Ernst+
-nach +Chemnitz+ gebracht, wo sich sein Vater, der Kurfürst, von
-+Leipzig+ und seine Mutter, die Kurfürstin, mit dem schon geretteten
-Prinz +Albrecht+ von +Altenburg+ begeben hatte. Der Kurfürst bestätigte
-mit Freuden des +Herrn von Schönburgs+ Verfahren, daß er +Mosen+ und
-+Schönfels+ begnadigt hatte.[46]
-
-Die guten Eltern an der Seite ihrer geretteten Söhne hatten nun nichts
-Nothwendigeres zu thun, als ihrem Gott für deren Errettung inbrünstig
-zu danken. Sie reisten daher, +den 15. Juli+, nach +Ebersdorf+[47]
-1½ Stunde von Chemnitz, weil sich dort ein Marienbild befand, das
-im besonderen Ansehen stand, und zu welchem man häufige Wallfahrten
-anstellte. Nach vollbrachter Andacht ließen sie die Kleider der
-Prinzen,[48] die sie auf ihrer Flucht angehabt hatten, wie auch
-den Kittel des ehrlichen Kohlenbrenners der seine Andacht auch mit
-verrichtete, zum immerwährenden Andenken in der +Kirche+ zu +Ebersdorf+
-aufbewahren.[49] -- Daneben hängt ein Täfelchen mit folgenden
-Reimen:[50]
-
-
- »Kunz von Kauffungen der viel wilde Mann
- In Meißner Land ist kommen an
- Wohl auf das Schloß jen Altenburg
- Sehr froh und kühn ohne alle Sorg
- Dem Fürsten allda seine Kind
- Entführet hat listig und geschwind
- Des Kleider noch hier hängen seht
- Ein jeder der fürüber geht
- Die dazumahl bald nach der That
- Der Vater hergehänget hat.«
-
-Der Zahn der Zeit hatte diese Andenken des Prinzenraubes nach und nach
-ziemlich zerfressen und und sie würden bald ganz eingegangen sein, wenn
-nicht Kurfürst +Christian+ II. 1607 aufs neue für ihre Fortdauer Sorge
-getragen hätte. Er befahl nämlich, sie in weißes Wachs einzutauchen
-und so vor die Verwesung etwas zu sichern. Allein es geschah nicht.
-Deswegen schickte er 1608 seinen Baumeister +Maria Nosseni+ nach
-+Ebersdorf+[51] der sie denn reinigen und durch Gummiwasser ziehen ließ.
-
-Die Kurfürstin stiftete außerdem noch auf alle +Dienstage+,
-+Marienfeste+ und den nächsten Tag +nach Kiliani+ in der Kirche zu
-+Ebersdorf+ Messen und Almosen für +zwei arme Leute+, besonders
-Köhler.[52]
-
-Nun waren also beide Prinzen befreit, doch +Kunz von Kauffungen+,
-welchen die beiden Ritter +Mosen+ u. +Schönfels+ in ihrem
-Begnadigungsschreiben an +Friedrich von Schönburg+ ausgeschlossen
-hatten, ohne dem heiligen Schwur eingedenk zu sein, welchen sie
-gegenseitig geleistet hatten, war, wie oben schon gesagt worden ist,
-nach +Freiberg+ gebracht worden. Hier saß nun Kunz glaubend, daß die
-andere Partei mit dem älteren Prinz +Ernst+ auf sein Schloß +Isenburg+
-in Böhmen wohlbehalten angekommen wäre und ihrem Versprechen eingedenk
-sein würde. Allein als er die Glocken in Freiberg läuten hörte und
-nach der Ursache frug und vernahm, daß es aus Dankbarkeit für die
-glückliche Errettung beider Prinzen geschehe, entfuhren ihm die Worte:
-»+Das walt der Teufel, das gilt mir mein Leben.+«[53] Daraus war
-natürlich zu schließen, daß er befürchtete, sein Leben einbüßen zu
-müssen. Darum wandt er nun alles an, um durch seine vornehmen Freunde,
-Begnadigung zu erhalten, besonders durch den Marschall +Hildebrand
-von Einsiedel+ und die Ritter +Niklas von Schönberg+ und +Hugold von
-Schleinitz+, die am kurfürstlichen Hofe sehr bedeutende Stimmen hatten,
-doch wie man aus folgendem sehen wird, war es zu spät.
-
-Mehrere Schriftsteller behaupten auch Kurfürst +Friedrich+ hätte in
-+Magdeburg+, +Leipzig+ und +Freiberg+ rechtliche Erkenntnisse geholt,
-allein dies war der kurzen Zeit wegen unmöglich und der damaligen Zeit
-nicht anpassend, daher ist es glaubwürdiger, daß der Kurfürst das
-Urtheil darüber dem +Freiberger+ Rathe überlassen, indem der Rath zu
-+Freiberg+ die Gerechtsame dazu hatte.[54]
-
-Das Urtheil entschied für die Todesstrafe.[55] +Kunz von Kauffungen
-wurde daher den 14. Juli+ (26. Juli) +Montags nach Magaretha,
-Nachmittags um 4 Uhr zu Freiberg auf dem Obermarkte+ öffentlich
-enthauptet. Als Zeugen waren da der Köhler, +Georg Schmidt+, und einige
-andere Köhler. -- Der Ort, wo die Hinrichtung geschah, ist noch durch
-einen Stein bezeichnet.[56] Noch auf dem Schaffote sagte er, +daß er
-seinen schimpflichen Tod an den Nürnbergern verschuldet habe+.[57]
-
-Seine obengenannten Freunde brachten es nach mehrfachen Bitten bei dem
-Kurfürsten endlich doch so weit, daß er begnadigt wurde; allein der
-reitende Bote, der die Begnadigung dem Freiberger Rathe verkündigen
-sollte, kam zu spät; indem die Thore der Hinrichtung wegen schon
-geschlossen waren.
-
-Manche Schriftsteller zweifeln an Kunzens Begnadigung, weil sein Bruder
-+Dietrich von Kauffungen+, der die Strickleitern zu dem Prinzenraube in
-seiner Scheuer fertigen ließ und einst gesagt haben soll: »+Das Nest
-würden sie wohl finden, aber die Vögel wären ausgenommen+,« ebenfalls
-zu +Altenburg+, zwischen den +20. und 26. Juli+ enthauptet wurde, der
-bei weitem nicht die Schuld dabei hatte, als sein Bruder. --
-
-Allgemeine Erbitterung bewirkte die schnelle Verurtheilung des
-+Kunz von Kauffungen+, besonders unter der Ritterschaft, in der
-er so hohe Verwandte und Freunde hatte. Sein Oheim der damalige
-Bischof von Meißen, +Casper v. Schönberg+ veranstaltete sogar ein
-feierliches Begräbniß desselben, ließ ihn in der +St. Petrikirche+ zu
-+Freiberg+ beisetzen und sein Grab erhielt einen Leichenstein. Allein
-das erregte unter den Regenten großes Mißfallen, besonders Herzog
-+Wilhelm+ war dagegen; daher durfte sein Leichnam in der Kirche nicht
-bleiben, sondern erhielt seine Ruhestätte dafür auf dem Kirchhofe zu
-+Neukirchen+ bei Freiberg. Der Leichenstein aber blieb in einem Winkel
-der St. Petrikirche stehen.[58]
-
-Seine übrigen Mitgenossen verloren meistentheils ihr Leben durch das
-Schwerdt; ausgenommen der böhmische Küchenjunge, +Hans Schwalbe+,
-der den +28. Juli zu Zwickau+ mit glühenden Zangen gezwickt und dann
-geviertheilt wurde, und Kunz v. Kauffungens treuer Reißiger, +Johann
-Schweinitz+, der gehangen wurde. --
-
-Nach diesen harten Bestrafungen erfolgten aber auch Belohnungen, die
-der Kurfürst dem Köhler, +Georg Schmidt+, zu Theil werden ließ.[59] Er
-erhielt von ihm die Erlaubniß sich eine Gnade auszubitten -- und die
-bescheidene Bitte des Köhlers bestand darin, die Erlaubniß zu erhalten
-in dem Walde, wo er den Prinz +Albrecht+ gerettet hätte, frei Kohlen
-zu brennen. Nicht allein diese Bitte erhielt er erfüllt, sondern der
-Kurfürst schenkte ihm auch sogleich nach der That für sich und seine
-Nachkommen ein +Gnadenkorn+, welches aus 4 Scheffel +Zwickauer+ Maaß
-oder 5 Scheffel 2 Viertel und 3 Metzen +Dresdner+ Maaß besteht. Noch
-+jetzt+ erhält das älteste Mitglied dieses Geschlechts in männlicher
-Linie dieses Gnadenkorn aus dem +Rentamte+ zu +Zwickau+.[60] Später
-erhielt er auch ein Freigut im Dorfe +Eckartsbach+[61] bei Zwickau. Die
-Besitzung ist aber durch +verderbliche+ und +langwierige+ Kriege von
-der Familie wieder abgekommen.
-
-Als +Georg Schmidt+ alt und schwach ward, nahm ihn sogar der Kurfürst
-an den Hof nach +Altenburg+ und dadurch, daß er bei seiner Erzählung
-des Prinzenraubes sich immer der Worte bediente: »+Herr, ich habe
-den Kunzen mit meinem Schürbaum weidlich getrillert+,«[62] die er
-oft wiederholen mußte, erhielt er und seine Nachkommen den Namen
-+Triller+. --
-
-Die übrigen Köhler, welche bei dem Rettungsacte durch den Lärm von
-+Georg Schmidts+ Frau herbeigekommen waren, erhielten ebenfalls
-Belohnungen, die wahrscheinlich in Gelde bestanden, doch aus Mangel an
-sicheren Nachrichten hier nicht aufgeführt werden können.
-
-Nur so viel ist gewiß, daß als Herzog +Albrecht+ im Jahre 1480 die
-Gegend des Befreiungsactes bereiste, in +Elterlein+[63] noch drei
-Köhler traf, welche bei seiner Befreiung aus Kunzens Händen thätig
-gewesen waren. Sie hießen +Wyland+, +Fischer+ und +Urban Schmidt+,
-letzterer damals der Köhlerbursche +Georg Schmidts+, und erhielten,
-nachdem sie dem Herzog +Albrecht+ den Ort seiner Errettung gewiesen
-hatten, eine gute +Ritterzehrung+.[64]
-
-Zum ewigen Andenken der Begebenheit des Prinzenraubes ließ Kurfürst
-+Friedrich+ eine Münze schlagen, die aber äußerst selten ist.[65] Auch
-schreibt ~+Vulpius+ l. c.~ §. 35., wie sich in +Schreiter+ a. a. O.
-~pag.~ 109. befindet:
-
- »Zum Andenken hat der Höchstlöbliche sanftmüthige Kurfürst, der
- geraubten Prinzen Herr Vater, diese Geschichte auff vier Tafeln
- künstlich abmalen lassen, so in dem Zimmer, aus welchem die
- Entführung geschehen, befindlich sind. Deren die erste fürstellt,
- wie Cuntz und seine Gesellen die Prinzen aus dem Schlosse zu
- +Altenburg+ rauben: die andere, wie er im Walde von den Köhlern
- gefangen wird.«
-
-Die +Gemälde+ sind noch auf dem Schlosse zu +Altenburg+ befindlich
-und ~Dr.~ +Triller+ erhielt Copien davon, die er in Kupfer stechen
-ließ. Diese Kupfer findet man in seinem sächs. Prinzenraube. (In
-der Zueignungsschrift an den Herzog schreibt er: »die Kupfertafeln
-selbst, die meine Reime zieren, sind mir von Deinem Hof gezeichnet
-zugeschickt.« +Ranisch+ a. a. O. ~pag.~ 8. gedenkt dieses Umstandes
-auch: »Auf der Seite der jetzt veränderten Burg sieht man in
-einem Zimmer der höhern Gegend die vier vornehmsten Veränderungen
-dieses Trauerspiels von +den noch vorhandenen+ vier Tafeln sauber
-abgezeichnet.«)
-
-Diese vier Hauptgemälde stellen folgendes vor:
-
- 1.) Die Entführung der Prinzen +Ernst+ und +Albrecht+ aus dem
- Schlosse zu +Altenburg+.
-
- 2.) Die Befreiung des Prinzen +Albrecht+ durch den Köhler +Georg
- Schmidt+.
-
- 3.) Die Rückkehr des Prinzen +Albrecht+ in Begleitung des Abtes
- +Liborius+ nebst Gefolge, zu seinen fürstlichen Eltern.
-
- 4.) Die Enthauptung des +Kunz von Kauffungen+ auf dem Marktplatze
- zu +Freiberg+.
-
-Nach dem Urtheile Sachverständiger sind diese Bilder weit späteren
-Ursprungs und ohne künstlerischen Werth. Letzteres gilt auch von einer
-Tafel mit 30. Portraits der bei dem Prinzenraube betheiligt gewesenen
-Personen, die ebenfalls sich im Schlosse zu Altenburg befinden.[66]
-
-Dagegen befinden sich in Altenburg zwei Portraits der Prinzen +Ernst+
-und +Albrecht+ in rothen Kleidern, welche weit authentischer zu sein
-scheinen. Von diesen beiden letztern Gemälden befinden sich jetzt
-+Copien+ im +Köhlerhause+ am +Fürstenberge+, welche +Se. Durchlaucht+
-der jetzt regierende +Herzog von Altenburg+, +Joseph+, demselben
-huldreichst verehrt hat. Gemalt sind sie vom +Professor+ Friedrich
-Ludwig Theodor +Döll+ zu +Altenburg+ im Jahre 1839. --
-
-Nachstehendes +Gedicht+ wurde zur damaligen Zeit als beliebtes
-Volkslied vorzüglich von den Bergleuten oft gesungen:
-
- Wir wollen ein Liedel heben an
- Was sich hat angespunnen
- Wies in dem Pleisnerlande gar schlecht war bestallt
- Als sein Jungen Fürsten geschah groß Gewalt
- Durch den Cunzen von Kauffungen, ja Kauffungen.
-
- Der Adler hat uf den Felß gebawt
- Ein schönes Nest mit Jungen
- Und wie er einst warn geflogen aus
- Holete ein Geyer die jungen Vogel raus
- Drauf wards Nest leer gefungen, ja gefungen.
-
- Wo der Geier uff dem Dache sitzt
- Da trugen die Küchlein selten
- Es wären mein weele ein seltsam Narrenspiel
- Welcher Fürst sein Rathen getrawt soviel
- Muß offt der Herrschaft entgelten, ja entgelten.
-
- Altenburg, du bist zwar eine feine Stadt
- Dich thät er mit Untreu meinen
- Da ie die waren all Hoflüt rauschend voll
- Qvam Cunze mit Leytern und Buben toll
- Und holte die Fürsten so kleine, ja so kleine.
-
- Was bloß Dich Cunz für Unlust an
- Da Du yns Schloß mir steigest
- Und stylst die zarten Herren raus
- Als der Curförst aber war nicht zu Hauß
- Die zarten Försten-Zweige, ja Försten-Zweige.
-
- Es war wohl als ein Wunder Ding
- Wie sich das Land beweget
- Was uff allen Straßen warn för Leut
- Die der Reubern nachfolgeten in Zeit,
- Alles wibbelt, kribbelt, sich bereget, ja bereget.
-
- Im Walde dort ward Cuntz ertapt
- Da wollt he Beeren naschen
- Were he in der Hast sacken fortgeretten
- Das öhm die Köhler nit geleppischt hetten
- Hett he sie kunt verpaschen, ja verpaschen.
-
- Aber sie wurden ihm wieder abgejagt
- Und Cunz mit synen Gesellen
- Uff +Grünhayn+ in unsers Herrn Abts Gewalt
- Gebracht und darnoch auch uf +Zwickau+ gestalt
- Und musten sich lan prellen, ja lan prellen.
-
- Davon fiel ab gar mancher Kopf
- Und keiner der gefangen
- Kam aus der Haft ganzbeinicht davon
- Schwerd, Rad, Zangen und Strick, die waren ihr Lohn
- Man sah die rümper hangen, ja hangen.
-
- So gehts, wer wider die öberkeit
- Sich unbesonnen empöret
- Wer es nicht meynt der schaw an Cunzen
- Syn Kop thu zu +Freyberg+ noch herußen schmunzen
- Und jedermann davon lehret, ja lehret.[67]
-
- Gott thu der frommen Curförsten alls guts
- Und laß die Jungen Herren
- In keines Feindes Hand mehe also komm
- Geb auch der Fraw Curförstinn vel fromm
- Das sie sich, in Ruhe vermehren, ja vermehren.[68]
-
-
-Nachtrag.
-
-Einige Notizen über die Familien der drei Hauptpersonen des
-Prinzenraubes:
-
- ~a.~) des Kurfürsten +Friedrich des Sanftmüthigen+.
-
- ~b.~) des Ritters +Kunz von Kauffungen+.
-
- ~c.~) des Köhlers +Georg Schmidt+, +vorzüglich nach dem
- Prinzenraube+.
-
-
-~a.~) Des Kurfürsten Friedrich des Sanftmüthigen Familie.
-
-+Kurfürst, Friedrich der Sanftmüthige+, Vater der beiden geraubten
-Prinzen +Ernst+ und +Albrecht+ lebte nach dem Prinzenraube
-noch 9. Jahre, starb den 7. Septbr. 1464 zu +Altenburg+ im 54.
-Lebensjahre und wurde im Dome zu +Meißen+ beigesetzt. -- +Ernst+ und
-+Albrecht+ regierten nach dem Willen des entschlafenen Vaters nun
-+gemeinschaftlich+; außer, daß +Ernst+ nach dem Rechte der Erstgeburt
-die Kurwürde und das mit verbundene Herzogthum +Sachsen allein+
-erhielt. Zwanzig Jahre regierten sie gemeinschaftlich und vermehrten
-ihre Macht durch verschiedene neue Besitzungen, besonders aber durch
-die Entdeckung der Silbergruben zu +Schneeberg+ 1471. und die Erbschaft
-ihres Oheims, des Herzogs +Wilhelm+ III. von Thüringen (Bruder ihres
-Vaters), welcher den 17. Septbr. 1482 ohne männliche Nachkommen starb,
-indem sie dadurch Besitzer seines ganzen Landes wurden.
-
-Zwistigkeiten, die dadurch geschahen, daß Herzog +Albrecht+ mit einigen
-Beamten[69] unzufrieden war, denen Kurfürst +Ernst+ sein ganzes
-Vertrauen schenkte, traten ein; so kam denn eine gänzliche Theilung
-der Länder den 26. August 1485 zu Leipzig zu Stande. Dem sächsischen
-Rechte gemäß vollführte die Theilung der ältere Bruder; der jüngere
-Bruder dagegen hatte die Wahl. Zum Verdruß des älteren Bruders wählte
-+Albrecht+ die meißnischen Länder und +Ernsten+ blieb Thüringen. Doch
-die Oberhoheit über den Bergbau blieb gemeinsam.
-
-So wurde das Haus Sachsen in die +ernestinische+ und +albertinische+
-Linie getheilt, wodurch sie nun die Stammväter der beiden noch jetzt
-bestehenden Linien wurden.
-
-Allein die Kurwürde kam 62 Jahre später durch die Gefangennehmung des
-unglücklichen Kurfürsten +Johann Friedrich d. Großmüthigen+ den 24.
-April 1547 in der Schlacht bei +Mühlberg+ von Kaiser +Karl+ V. an die
-jüngere, +albertinische+ Linie, indem er seiner Würden und Länder
-gänzlich entsetzt wurde, und sein Vetter, Herzog +Moritz+, der jüngern
-Linie angehörig, vom Kaiser solche erhielt.
-
-Bei dieser Linie blieb die Kurwürde bis zum 11. Decbr. 1806, wo der
-damalige Kurfürst +Friedrich August+ III. sie mit einer Königswürde
-vertauschte.
-
-+Kurfürst Ernst+ starb den 26. August 1486 in +Kolditz+ und wurde im
-Dome zu +Meißen+ begraben. -- Vermählt war er mit der Tochter des
-Herzogs +Albrecht+ II. v. Baiern und zeugte mit dieser sechs Kinder,
-als vier Prinzen Namens: +Friedrich der Weise+, +Albrecht+, +Ernst+ und
-+Johann der Beständige+ und zwei Prinzessinnen Namens: +Christiane+ und
-+Margarethe+.
-
-Sein Sohn +Albrecht+ ward im Jahre 1482 zum +Erzbischof+ v. +Mainz+
-gewählt, starb zwei Jahre darauf in einem Alter von 20 Jahren; +Ernst+
-ward +Erzbischof+ von +Magdeburg+ und Bischof von +Halberstadt+;
-+Friedrich+ erhielt nach dem Tode seines Vaters die Kurwürde, als
-ältester Sohn; und +Johann+ folgte Friedrichen nach dessen Tode auf dem
-Throne. Von den beiden Prinzessinnen wurde die älteste an den +König
-Johann von Dänemark+, die jüngste an den +Herzog von Braunschweig+
-vermählt. -- +Herzog Albrecht+ indessen, der den Beinamen, der
-+Beherzte+, erhielt, starb den 12. Septbr. 1500 im 58. Jahre seines
-Alters zu +Emden+ und wurde ebenfalls im Dome zu +Meißen+ beigesetzt.
--- Vermählt war er mit der böhmischen Prinzessin +Sidonia+, Tochter
-+Georg Podiebrads+, König von Böhmen. Mit dieser zeugte er vier
-Kinder, eine Prinzessin und drei Prinzen Namens: +Georg der Bärtige+,
-+Heinrich der Fromme+ und +Friedrich+; von denen die beiden ersten
-ihrem Vater hintereinander in der Regierung folgten; +Friedrich+ aber
-zum +Hochmeister+ des deutschen Ordens gewählt, starb im Jahr 1510 zu
-+Rochlitz+.
-
-
-~b.~) des Ritters Kunz von Kauffungen Familie,
-
-vor und nach dem Prinzenraube.
-
-Das adeliche Geschlecht derer +von Kaufungen+ findet man in der
-sächsischen Geschichte seit 1283[70], wo +Heinrich von Coufungen+ als
-ein +Dominus+ vorkommt, dessen Söhne: +Tunzold+ und +Heinrich+, sehr
-das Kloster +Buchau+ bei Leisnig plagten.
-
-Ihr Stammschloß war +Kauffungen+, ein Rittergut im Königreich Sachsen,
-im Leipziger Kreisdirectionsbezirke im Amte +Borna+, entfernt vom
-Amtsbezirke, mitten im Schönburgischen, auf der rechten Seite der
-Mulde, +Wolkenburg+ gegenüber, 1½ Stunde südlich von +Penig+ entfernt
-gelegen.
-
-+Tunzold von Coufungen+ (der Obige) ein Ritter, aber doch nur des
-+Unarc von Waldenburg Castrensis+, verkaufte 1298 an jenes Kloster
-+Nauenhain+ bei Geithain.
-
-1357 schrieben sich +Kunz+ und +Heinrich von Kauffungen+ auch Herren zu
-+Waldenburg+ und mögen diese Herrschaften wohl unterpfändlich besessen
-haben. -- +Dietrich von Kauffungen+ auf +Brane+ (Mittelfrohna?) war
-1357 einer der vornehmsten Zeugen bei dem vom Chemnitzer Kloster
-geschlossenen Kauf der Herrschaft Rabenstein; auch erscheint 1411
-+Jost von Kauffungen+ als Schiedsrichter zwischen dem Kloster +Remsa+
-und den Dynasten von Schönburg. In +Remsa+ ruhen auch noch mehrere
-Kauffungen z. E. obiger +Tunzold+, der es mit 400 Fl. dotirte, wofür
-es 9 Scheffel Zins vom Glauchauer Stadtrath erkaufte. 1444 stiftete,
-+Erich+, +Dietrich+ und +Hanns v. Kauffungen+ eine +Vicarie+ beim
-Remser Magdalene-Altar, welche der Abt +von Bürgel+ zu conferiren
-bekam, die aber 1469 vom Naumburger Bischof zur +Georgenkirche+ im
-Dorfe +Remse+ geschlagen wurde. 1493 verkaufte +Jobst von Kauffungen+
-einige Güter an die +Anna von Schönburg+. Das Geschlecht besaß auch
-+Kirschbaum+ (ohne Zweifel im bair. Voigtl.) und starb nicht schon mit
-dem Prinzenräuber in Sachsen aus, sondern erst 1585 mit +Haubold von
-Kauffungen+ zu +Chemnitz+. Des Prinzenräubers Verwandte galten alle
-für Ritter von ächtem Schrot und Korne. +Kunzens+ Gemahlin war eine
-geborne +Anna von Einsiedel+, Schwester +Hildebrands von Einsiedel+,
-der Hofmarschall des Kurfürsten +Friedrich d. Sanftmüthigen+ war.
-Sein Bruder +Dietrich von Kauffungen+, war ein angesehener Ritter im
-Osterlande, seiner Mutter Bruder war +Caspar von Schönberg+, Bischof
-von Meißen. +Kunzens+ Schwester heirathete einen aus dem Geschlechte
-derer +von Schleinitz+, dessen Sohn hieß +Hugold+ oder +Haubold von
-Schleinitz+,[71] und die Herrn +von Schönberg+ auf +Sachsenburg
-Frankenberg+ waren seine nächsten Vettern.
-
-Uebrigens, daß der Prinzenräuber das Rittergut +Kauffungen+
-wirklich besessen, zeigt sein Schein über den Interimsbesitz
-vor +Schweikartshain+. Außerdem besaß er +Kahlenberg+,
-+Kohren+, +Eisenberg+ oder Isenburg in Böhmen, und nach einigen
-Geschichtsforschern die kleine Burg +Streitwald+ bei Kohren.
-
-Kurz vor dem Prinzenraube war er bei +Friedrich+ V. +von Schönburg+
-zu Gaste; denn unter den Zeugen von dessen Contracte mit +Elisabeth+,
-Herrin +von Gitschin+ kommt auch +Kunz von Kauffungen+ auf
-+~Eysemberczie~+ vor.[72]
-
-+Kunzens+ Söhne waren kurz vor dem Prinzenraube nach Böhmen gebracht
-worden, wo sie später in den Besitz des vom Vater erkauften Schlosses
-+Isenburg+ kamen.[73]
-
-+Kunzens+ Vetter, +Hans von Kauffungen+ und dessen Söhne: +Haubold+
-und +Jost+, wendeten sich kurze Zeit nach dem Prinzenraube ebenfalls
-aus den sächsischen Landen, und es bekannte +Hans von Kauffungen+, daß
-er seine Besitzungen, +Wolkenburg+ und andere sich von dem Kurfürsten
-»geurlaubt« zugleich auch versprochen habe, für sich und seine Söhne
-nie wider den Kurfürsten zu handeln; eben so sagte er sich von aller
-Geldschuld los, die er etwa noch an den Kurfürsten zu fordern haben
-könnte. Dieß Versprechen bekräftigten Vater und Söhne +Kauffungen+
-durch einen Eid, und stellten darüber eine Urkunde den 7. Novbr. 1455
-zu +Grimma+ aus, im Beisein mehrerer hohen Beamten z. +B. Hildebrands
-von Einsiedel+ und anderer Räthe. Ob ein Zusammenhang hinsichtlich der
-in der Urkunde berührten Thaten +Kunzens+ auch mit diesem +Kauffung+
-stattgefunden, ist zweifelhaft und eher zu verneinen; daß der Kurfürst
-auch hierbei den Namen des +Sanftmüthigen+ gerechtfertigt, und ob die
-Urkunde, und was sie bezeugt, so ganz das Ergebniß des freien Willens
-der Aussteller war, darüber ist ein Bedenken nicht zu entfernen.[74]
-
-In +Schlesien+ hat die Familie +von Kauffungen+, wie ein Denkmal an der
-Außenseite der Hauptkirche zu +Goldberg+[75] ausweist, noch im 17.
-Jahrhundert geblüht; doch dürfte dieß ein anderes Geschlecht sein, als
-das sächsische, da auch bei +Hirschberg+[76] ein (2 Stunden langes)
-Dorf +Kauffungen+[77] (mit 9 Rittergütern) liegt, so wie ein Flecken
-+Kaufungen+ in Kurhessen[78], woher einige Geschichtsforscher das
-sächsische Geschlecht leiten wollen.
-
-
-c.) des Köhlers Georg Schmidt Familie nach dem Prinzenraube.
-
-Die Nachkommenschaft des Köhlers +Georg Schmidt+ führte, was schon im
-Laufe der Geschichte des Prinzenraubes auseinander gesetzt worden ist,
-den Namen +Triller+. Mancher von dieser Familie gelangte zu großen
-Ehren, vorzüglich +Caspar Triller+, welcher eine mühsame Genealogie
-des Trillerischen Geschlechts schriftlich hinterließ, die er 1539
-angefangen und bis 1612 fortgeführt hatte. Diese Schrift führt +Triller
-in seinem sächsischen Prinzenraube+ an, indem er sie selbst aus den
-hinterlassenen Schriften +Caspar Trillers+ hat. Er sagt: daß er
-in +Sangerhausen+, wo er in der St. Ullrichskirche begraben liegt,
-ansehnliche Vermächtnisse gestiftet habe, unter andern hätte er den
-+Trillerschen+ Tisch im Convict auf der Universität zu +Leipzig+
-gestiftet, auch wäre er mit seinem Bruder +Michael+ am 28. Jan. 1592
-vom Kaiser +Rudolph+ in den +Adelstand+, mit Schild und Helm versehen,
-erhoben worden.
-
-Das +von Trillersche+ Wappen ist noch bekannt und ist mit folgenden
-Insignien geschmückt:
-
-Ueber dem Helm zeigt sich der halbe Leib eines Köhlers, welcher mit
-beiden Händen einen Schürbaum[79] hält, als wolle er mit selbigem
-zuschlagen. Im Wappenschilde selbst sieht man im linken Felde einen
-gelben Löwen, der in seinen Branken einen Zschörper, oder großes
-Kohlenmesser hält. Im rechten Felde aber erscheint ein goldfarbner
-Löwe, welcher einen doppelt gekrümmten Schürhaken[80] in seinen Branken
-hat und in einem untern Felde ist ein schwarzer Bär, der auf den Traum
-deutet, welchen die Kurfürstin vor dem Prinzenraube hatte.[81]
-
-Die Familie ist jetzt sehr ausgebreitet, sie schreiben sich sowohl
-+von Triller+, als auch blos +Triller+. -- +Schreiter+ a. a. O.
-erwähnt einen +Johann Samuel Triller+, Tuchmachermeister und Bürger in
-+Saalfeld+, welcher im Jahre 1803, als ältestes Mitglied der Familie,
-männlicher Linie, das +Gnadenkorn+ aus dem Rentamte +Zwickau+ zu
-erheben hatte. Dieses Gnadenkorn bezieht gegenwärtig, wie schon oben
-einmal gedacht worden ist, der Herr Pastor +Triller+ zu Nägelstädt bei
-Langensalza in Thüringen.
-
-[Illustration:
-
- Lith. Anst. v. Rudolph & Dieterici in Annaberg
- R. Böhme lith
- W. Bischert gedr.
-
-Das Denkmal am Fürstenberge.]
-
-
-
-
-II. Das Denkmal am Fürstenberge.
-
-(Dazu Abbildung ~No.~ 2.)
-
-
-Jahrhunderte sind vergangen und nicht ein Stein, geschweige denn ein
-Monument zeigte oder zierte die Stelle, wo der Stammvater unsers
-allgeliebten Regentenhauses aus den Händen eines habsüchtigen Ritters
-befreit wurde. Nur durch Tradition wußte man, daß an diesem Orte,
-wo jetzt das Denkmal steht, Herzog +Albrecht+ seine Rettung einem
-schlichten Köhler zu verdanken hatte, doch noch sehr ungewiß, ob bei
-+Wiesenthal+[82] oder +Grünhain+ oder anderswo die Stelle wäre. Als
-ein Geschichtsforscher, Namens +Schreiter+, Pfarrer zu Elterlein, in
-seinem mit dem aufopfernsten Fleiße und sorgfältiger Mühe gearbeiteten
-Werke: »die Geschichte des Prinzenraubes kritisch bearbeitet. Leipzig,
-1804« uns jeden Zweifel benahm.
-
-Die geschichtlichen Nachforschungen +Schreiters+; indem die Herrschaft
-+Crottendorf+ mit +Wiesenthal+ allererst im Jahre 1559 von dem
-Kurfürsten +August+ zu Sachsen erkauft wurde,[83] also zur Zeit des
-Prinzenraubes gar nicht dem Kloster in +Grünhain+ gehörte, dessen Abt
-doch der nächste Beschützer des Prinzen +Albrecht+ nach dem Köhler
-war und vorzüglich auch die hier bloß vorhandene +nie+ versiegende
-Quelle[84] gaben Aufschluß über Alles und letzterer gebührte daher die
-Ehre, daß ein Monument sie bedeckte, zierte und durch eine Einfassung
-dem müden Wanderer zu seinen stillen Betrachtungen ein Ruhepunct wurde.
-
-Das goldne Zeitalter der Monumente war gekommen, der verheerende Krieg
-war vorübergegangen und das Jahr 1822 wurde das Jahr, was nächst
-dem Jahre 1455 in der Geschichte des Prinzenraubes dem Andenken nie
-entzogen werden wird.
-
-Das Jahr 1822 war nämlich das Gründungsjahr des Monumentes am
-Fürstenbrunn.
-
-Wir folgen nun ganz in Ermangelung anderer vielleicht ausführlicheren
-Quellen, der glaubhaften Beschreibung der Gründung und Einweihung des
-Monuments, wie es ~Dr.~ +Hering+ in seinem Werke: »Geschichte des
-sächsischen Hochlands«, Leipzig, 1828. im 2. Theil ~pag.~ 167 u. ff.
-mittheilt:
-
-»Am 8. Juli fand auf dem +Fürstenberge+ zwischen +Grünhain+ und
-+Raschau+ eine merkwürdige Feier der hier am 8. Juli 1455 erfolgten
-Rettung des von +Kunz von Kauffungen+ entführten Prinzen +Albrecht+
-statt. Es hatte nämlich bis dahin kein Denkmal den Ort ausgezeichnet,
-wo dies so wichtige Ereigniß statt fand. Im Jahre 1818 hatte der Herr
-Finanzprocurator +Lindner+ zu Schwarzenberg schon mehrere Freunde der
-vaterländischen Geschichte für den Plan gewonnen, durch freiwillige
-Beiträge den hier befindlichen +Fürstenbrunnen+ in einen steinernen
-Bassin einzufassen und sein Wasser für jeden Durstigen genießbar
-zu machen, daneben ein steinernes Denkmal aufzurichten und es am
-Regierungsjubelfeste des Königs feierlich zu weihen. Er trug diesen
-Plan dem Herrn Kreishauptmann +Freiherrn von Fischer+[85] vor, welcher
-ihm die vollste Beistimmung ertheilte; nur war für die Ausführung bis
-zum Jubelfeste die Zeit zu kurz. Im Jahre 1822 aber kam durch die
-mächtige Unterstützung des Herrn Kreishauptmanns +Frhr. von Fischer+
-und die +lebhafteste+ Mitwirkung des Herrn Justizbeamten +Philippi+ der
-schöne Plan zur Reife. Es wurden im Kreisamte +Schwarzenberg+ und Amte
-+Grünhain+ über 200 Thlr. unterzeichnet. Den ansehnlichsten Geldbetrag
-gab der Herr Kreishauptmann selbst, und der Herr Bergcommissionsrath
-+Nitzsche+[86], Hammerherr zu Erla, ließ die, das errichtende Denkmal
-zierende, eiserne Tafel mit der gelungenen Inschrift[87] unentgeldlich
-auf seinem Werke gießen und vergolden, und leistete auch alle
-Steinfuhren. Die Verfertigung einer am Fürstenbrunnen zu errichtenden
-+Pyramide+ wurde dem Baumeister +Lohß+ in Schlettau übertragen und
-diese mit Einschluß des Fußgestelles 13 Ellen hohe Pyramide[88] am +7.
-Juli+ glücklich aufgerichtet.
-
-An der Feierlichkeit der Weihe nahm die weite Umgegend den freudigsten
-Antheil. Die +Schwarzenberger Bürgergarde+ marschirte schon Vormittags
-10 Uhr auf den Platz, wo sie die Wachen versah und die Piquets
-ausstellte, um die Ankunft der hohen Beamten bei Zeiten zu erfahren.
-Mehr als 10,000 Menschen drängten sich um die Pyramide herum,
-erkletterten die Bäume, erstiegen die Dächer der erbauten Buden und
-erduldeten bei drückender Hitze unerschüttert Hunger und Durst. Nun
-marschirten die Schützencompagnien von +Crottendorf+ vor dem Plateau
-des Brunnens auf; diesen folgten 230 Bergleute mit ihren Fahnen und
-Hautboisten und bildeten einen Halbkreis um die Pyramide. Um 1 Uhr
-donnerten Kanonen durchs +Oswaldsthal+, um die Ankunft hoher und
-niedrer Beamten aus verschiedenen Orten zu verkündigen. Die +Offiziers+
-von +Zwickau+ und +Schneeberg+ waren mit 36 Hautboisten schon zuvor
-angelangt, und wie am 8. Juli des Jahres 1455 in der Umgegend die
-Sturmglocken ertönten, um alles zur Rettung des geraubten +Prinzen+
-aufzufordern, so ertönten jetzt die Glocken auf den benachbarten
-Kirchen und riefen zu Dank und Freude über die glückliche Rettung des
-Geraubten und Erhaltung des hohen Fürstenhauses alle Herzen auf.
-
-Die Feier begann mit dem Gesange eines Weiheliedes, welches der Herr
-Rektor +Lange+[89] zu Schwarzenberg dazu gedichtet hatte:
-
- Seid uns gegrüßt der grauen Vorzeit Tage!
- Euch suchet unser Blick!
- Gesang ertöne! -- Zu der Vorwelt trage
- Begeisternd uns zurück!
-
- Hier ist es, wo dem Vaterschloß entrissen
- Auf +Kunzens+ Räuberflucht
- Der Fürstensohn, gequält von Hungerbissen,
- Des Waldes Beere sucht;
-
- Prinz +Albert+ hier umringt von Todesschrecken
- Dem wackern Schmidt sich naht,
- Und leise Worte schüchtern ihm entdecken
- Die grause Frevelthat.
-
- Hier ists, wo dem Geraubten ach! so bange
- Der Stahl des Mordes blitzt,
- Und ihn mit hochgeschwungner, rußger Stange
- Des Köhlers Arm beschützt.
-
- Die Glockenstürme -- und das Köhlerzeichen
- Ruft Hilfe laut umher,
- Und es erliegen unter +Trillers+ Streichen
- Die Räuber bandenschwer.
-
- Gerettet ist der Fürstensohn -- die Quelle
- Erlabt den Durstgen hier,
- Sie quillt uns heut' noch unversiegt und helle, --
- Sie segnen heute wir!
-
- Ein Denkmal soll die große That erneuen
- Den Söhnen künftger Zeit,
- Und Alberts Enkel, dem +Gerechten+[90], weihen
- Es wir aus Dankbarkeit.
-
-Der Herr Superintendent ~Dr.~ +Lommatzsch+[91] trat jetzt auf die mit
-Blumen bestreuten Stufen des Brunnens und sprach Worte der Weihe.[92]
-Ihm zur Rechten war die mit einem Eichenlaubkranze gezierte Büste des
-Königs +Friedrich August+ aufgestellt und über ihr hingen Blumengewinde
-von der Pyramide herab. Nach Beendigung der Rede folgte wieder ein
-Gesang, gedichtet vom Herrn Postmeister und Gerichtsdirector +Reiche+
-zu Annaberg.[93]
-
- +Einer.+
-
- Ein ~Gaudeamus~ soll uns heut' vereinen
- In Gottes heiliger Natur;
- Denn hier in dieses Waldes düstern Hainen
- Fand +Albert+ einst der Gottheit Spur.
-
- +Chor.+
-
- Als Denkmal von Sachsens Vergangenheit
- Sei dieser Stein -- dem Leben geweiht!
-
- +Einer.+
-
- Der treue Sachse blickt noch mit Entzücken
- Zurück in jene graue Zeit,
- Wo +Trillers+ Arm von Seines Räubers Tücken
- Den hohen Sprösling hat befreit.
-
- +Chor.+
-
- Als Denkmal der Rührung und Dankbarkeit
- Sei unser Herz, o +Fürst+! +Dir+ geweiht.
-
- +Einer.+
- Wie heißt Dein Zweig in Seinen Silberhaaren,
- Der Sachsen Vater und ihr Glück?
- Ists nicht +August+, den +Seines Hauses+ Laren
- Beschirmten einst ein Mißgeschick?
-
- +Chor.+
-
- Wie heißt der König, der Glückliche schafft,
- Redlichkeit übet mit Jugendkraft?
-
- +Einer.+
-
- Nennt Ihn ja Vater unsers Vaterlandes,
- Der Seinen Gott im Busen trägt!
- Der, eingedenk des hohen Völker-Bandes,
- Das Recht auf ächter Wage wägt!
-
- +Chor.+
-
- Ja Treu' und Ehrfurcht dem +einzigen Mann+,
- Der allen Sachsen Treue gewann!
-
-In dem Augenblicke, wo der Chor diese letzten Worte sang, trat der Herr
-Kreishauptmann an die Stufen des Brunnens und sprach diese Worte noch
-einmal feierlich allein, und wie er geendet, sprach mit entblößtem
-Haupte die große Versammlung, unter dem Donner der Kanonen diese Worte
-nach. Es folgte ein tiefes ehrfurchtsvolles Schweigen, welches dann in
-den tausendstimmigen, von den Musikchören kräftig begleiteten Gesang
-überging:
-
- Den König segne Gott! etc.
-
-
-
-
-III. Das Köhlerhaus am Fürstenberge.
-
-
-Schon im Jahre 1822 bei Errichtung des Monuments am Fürstenbrunn wurde
-von vielen Geschichts- und Vaterlandsfreunden der Wunsch ausgesprochen,
-daß unweit des Denkmals eine bewohnbare Köhlerhütte erbaut werden möge,
-dessen Bewohner, einer armen Köhler- oder sonst rechtschaffnen Familie,
-die Aufsicht über das Monument und der nahe gelegenen Waldpflanzungen
-obliegen sollte, denn schon damals sah man es voraus, daß ein so
-unbewachtes Denkmal vielen Verunstaltungen ausgesetzt sein würde.
-
-Allein ohngeachtet der mancherlei Gaben, die damals zur Errichtung des
-Denkmals von Vaterlandsfreunden gespendet wurden, reichten sie doch
-nicht hin, um die Erbauung einer Köhlerhütte möglich zu machen. So
-vergingen denn volle 16 Jahre, ohne daß jemand sich der Sache unterzog,
-um durch abermalige milde Beiträge es möglich zu machen; als im Anfange
-des Jahres 1838 der Herr Finanzprocurator +Lindner+ zu Schwarzenberg,
-der sich schon bei Errichtung des Denkmals der Sammlungen milder
-Beiträge unterzogen und sehr thätig sich gezeigt hatte, eine
-unterthänige Bitte an ein hohes königl. +Finanzministerium+, zu
-Gewährung des nöthigen Platzes und Holzes der Köhlerhütte wagte. Diese
-hohe Behörde, patriotischen Unternehmungen nicht hinderlich, genehmigte
-es auch, und so wurde von dem Herrn Finanzprocurator +Lindner+ und dem
-Herrn Rentamtmann +von Schleinitz+ zu Grünhain[94] eine Sammlung milder
-Beiträge von Nah und Fern unternommen.
-
-[Illustration:
-
- Lith. Anst. v. Rudolph & Dieterici in Annaberg
- R. Böhme. lith.
- W. Bischert gedr.
-
-Ansicht vom Denkmale u. Köhlerhause am Fürstenberge bei Grünhain]
-
-Trotz der größten Bemühungen der beiden vorgenannten Herren ging die
-Einsammlung sehr spärlich von statten, so daß an der völligen Erbauung
-einer Köhlerhütte so leicht nicht gedacht werden konnte, als unser
-allverehrtes Fürstenhaus, welches +nie+ seine milde Hand sinken läßt,
-zu dem Unternehmen wahrhaft königl. beisteuerte[95], wodurch erst das
-begonnene Werk lebhaft von Statten gehen konnte, und schon sollte
-nun die Hütte gehoben werden, als den hiesigen Gebirgsbewohnern,
-so wie allen treuen Sachsen die große Freude zu Theil wurde, ihren
-allgeliebten König[96], nebst dessen hochverehrter Frau Gemahlin der
-Königin[97] in ihrer Mitte sehen zu dürfen.
-
-Nachdem beide Majestäten den 10. Septbr. 1838 in Annaberg übernachtet
-hatten, kam Se. Majestät der König am 11. Septbr. über +Schlettau+,
-+Scheibenberg+, +Elterlein+, +Zwönitz+ nach +Grünhain+ mit Gefolge
-geritten, geruhte daselbst den dasigen Klostergarten in Augenschein zu
-nehmen, wo noch das Gefängniß, +Fuchsthurm+ genannt, zu sehen ist, in
-welchem +Kunz v. Kauffungen+ vom Abt +Liborius+ festgehalten wurde,
-und ritt sodann nach +Gottesgeschick+[98], um daselbst höchstdero
-Frau Gemahlin, welche von +Scheibenberg+ kommend, hier das daselbst
-befindliche Bergwerk in Augenschein zu nehmen, geruht hatte, abzuholen,
-um gemeinschaftlich von da auf den Fürstenbrunnen zu fahren.
-
-Hier hatte sich schon unter Leitung des Herrn Pastor ~M.~ +Richter+ und
-der beiden Lehrer der Bürgerschule zu +Grünhain+, Herr Rektor +Hecker+
-und Herr Cantor +Günther+ die Grünhainer Schuljugend versammelt, als
-auch der dasige Frauenverein, unter Leitung der damaligen Vorsteherin
-desselben, der Frau Rentamtmann +von Schleinitz+ so wie viele tausend
-Menschen, um das edele Regentenpaar zu empfangen. Sobald die hohen
-Herrschaften, geleitet von dem Amtshauptmann des Bezirks, den Domherrn
-+Freiherrn von Biedermann+ auf +Niederforchheim+, angekommen waren und
-geruht hatten aus dem Wagen zu steigen, gingen 12 Grünhainer Mädchen
-weiß gekleidet dem hohen Herrscherpaare voran, indem sie demselben
-Blumen auf den Weg streuten und zugleich brachten die Bergleute von
-den Werken +Gottesgeschick+ und +Graul+[99], welche eine ~Haie~ bis
-in die Nähe des Brunnens bildeten, ein freudiges: »Glück auf!« aus.
-Hierauf nahte sich Einer[100] von den +sieben Köhlern+, die sich dort
-versammelt hatten, um dem hohen Regentenpaare folgendes Gedicht[101]
-vorzutragen:
-
- Muß ich, mein König, mich nicht heute freuen,
- Daß dieser Tag mir aufgegangen ist?
- Ich, Einer von den Tausenden Getreuen,
- Der Dich als Wächter ehrerbietig grüßt. --
- Sah' an der Quelle Jahre geh'n und kommen;
- Doch meinen König hieß ich nicht willkommen.
-
- Laß es gescheh'n, daß ich Dir hier verkünde,
- Was vor Jahrhunderten mein Auge sah' --
- Wenn ich vor Dir das rechte Wort nicht finde,
- So ist wohl Deine Gnad' und Huld mir nah --
- Drum hell Dich auf, Du Dunkel grauer Zeiten,
- Zu Dir will mich Erinn'rung jetzt geleiten.
-
- Hier an der Quell mußt ich mit seinen Händen
- Prinz Albert durstig Labung suchen seh'n,
- Es mußte mich, ich glaub's, in seine Nähe senden
- Der fernen Mutter still vernommnes Flehn.
- O, rette mich! -- sprach er -- und voll Vertrauen
- Sah ich den Prinzen mir ins Auge schauen.
-
- Den Schürbaum hier, das war nur meine Waffe,
- Vor welcher Kunz, der Räuber, furchtsam floh.
- Bleib weilend hier mein Prinz, daß ich Dir Hilfe schaffe!
- Sprach ich -- bald war er seiner Rettung froh;
- Denn sieh'! geschlagen schon in festen Banden
- Die Meinen bald den Prinzenräuber fanden.
-
- Seit dieser Zeit bewach' ich diese Quelle,
- Die Deinen Ahnherrn Rettungshafen ward,
- Des Waldes Saum ist meines Hauses Schwelle,
- Das Moos, das Lager, welches meiner harrt,
- Und drüber hat mein Gott ein Dach gebauet,
- In das mit Lust mein Aug' am Abend schauet.
-
- Doch sieh! dort soll dem Greis ein Obdach werden
- Und heiter schaut sein Giebel heut mich an,
- Noch wärmen soll ich mich am Heerd auf Erden,
- Nachdem die Blöcke längst verlangend sahn;
- Dein Volk baut mir -- mein König -- diese Hütte,
- Laß' es gescheh'n! -- gewähr mir diese Bitte.
-
- Ein guter König mußt Du sein auf Erden,
- Denn es bewachet solch' Erinnerung,
- Ja, glücklich soll'n wir durch Dich nur werden
- Und uns're Freude bleibe immer jung.
- Drum, guter König, langes, langes Leben
- Mag dieser Trunk, den ich Dir biete, geben.
-
- Ließ jüngst, mein König, mir so reichen Hausrath senden,
- Mag Gott dafür Dir reichen Seegen spenden.
-
-Nachdem beide Majestäten geruht hatten, dieses Gedicht anzuhören,
-überreichten drei kleine Mädchen, ebenfalls grün und weiß gekleidet,
-zweie[102] Sr. Majestät dem König, einen Teller mit Waldbeeren, die
-dritte[103] Ihro Majestät der Königin, einen Becher mit Wasser, mit den
-Worten:
-
- »Dir gute Königin, mög' langes, langes Leben
- Der frische Trunk, den ich Dir biete geben!«
-
-Sodann vereinigten sich die Mitglieder des obenerwähnten Frauenvereins,
-um durch die dermalige Vorsteherin die Frau Rentamtmann +von
-Schleinitz+ Ihro Majestät der Königin vorgestellt zu werden, indem ein
-Mädchen aus der vom Frauenverein zu +Grünhain+ errichteten Nähschule,
-Ihro Majestät ein Gedicht auf einem mit Blumen bekränzten Körbchen
-zu überreichen die Ehre hatte. Ihro Majestät geruhten huldvollst und
-herablassend mit mehreren Mitgliedern des Frauenvereins zu sprechen.
-Nachdem beide Majestäten das mit Blumen bekränzte Monument betrachtet
-und auf das wohlwollendste über die Ausführung der Sache als die
-Feier dieses Tages sich ausgesprochen hatten, geruhten sie in der zu
-dieser Feierlichkeit erbauten mit Blumen umwundenen Bude, ein von dem
-Stadtrathe von Grünhain veranstaltetes frugales Frühstück einzunehmen,
-bei welchem die Beamten von Nah und Fern die Ehre hatten hinzugezogen
-zu werden.
-
-Unter lautem Vivatruf setzte sodann das allgeliebte Regentenpaar die
-weitere Reise über +Schwarzenberg+ nach +Schneeberg+ fort.
-
-Durch mehrere milde Beiträge[104], kam es bald hierauf soweit, daß
-die Hütte gehoben werden konnte. Die Feierlichkeit dabei war in den
-Leipziger Zeitungen No. 236. Dienstags den 2. Octbr. 1838 ~pag.~ 3452
-auf folgende Weise beschrieben:
-
- »+Vom Fürstenbrunn+, im königl. sächs. Erzgebirge, d. 27. Septbr.
- (Privatmittheilung.)
-
- Der heutige Tag war für Viele, welche diesem Brunnen zunächst
- wohnen, ein heiterer Festtag. Der Bau der Köhlerwohnung daselbst
- war so weit gediehen, daß sie gehoben werden konnte, und nun
- ihrer baldigen Vollendung entgegen sieht. Nicht jedes Volk ist
- so glücklich, Stätten nachweisen zu können, an welche es, wie
- es hier geschehen darf, der Anfang eines Jahrhunderte hindurch
- fortdauernden Glückes anknüpfen kann. Sinnbildlich erinnert
- uns auch die Quelle, welche seit Jahrhunderten ununterbrochen
- hervorsprudelt, und deren Wächter dieses Haus erbauet wurde,
- an jene Quelle, die seit dieser Zeit unserm Vaterlande Glück
- und Segen strömt. Hierdurch empfing der +27. September d. J.+
- eine eigenthümliche Weihe. Das Musikcorps, aus Bergleuten von
- der benachbarten Grube »Gottesgeschick« bestehend, hatte sich
- freiwillig zu dieser Festlichkeit eingefunden. Es stimmte zuerst
- einen feierlichen Chorgesang an, dann sprach der Baumeister zu
- den zahlreich Versammelten die Empfindungen aus, mit welchen er
- -- auf Geheiß des treuen Sachsenvolkes -- dieses Wächterhaus
- soweit aufgerichtet habe, und nachdem er die heißen Wünsche für
- das fortdauernde Wohlergehen unsrer allverehrten Königsfamilie
- ausgesprochen hatte, gedachte er dankend derer, welche ihn durch
- ihre Beiträge in den Stand gesetzt hatten, diese Wohnung aufführen
- zu können -- er vergaß auch dessen nicht, welcher aus dem königl.
- preuß. Herzogthum Sachsen, ohne Nennung seines Namens, einen
- mit herzlichen Worten begleiteten Beitrag eingesendet hatte. --
- Unwillkührlich stimmten hierauf die Versammelten aus vollem Herzen
- ihr »+den König segne Gott!+« an. Erst, als der Sonne letzte
- Strahlen auf das in alterthümlicher Einfachheit sich erhebende
- Köhlerhaus fielen, trennten sich die Anwesenden von einander,
- herzliche Grüße der Liebe und Verehrung von den Bergen der
- erhabenen königlichen Familie aus der Ferne zusendend. --
-
- +Nachschrift.+ Gelingt es den ehrerbietig ausgesprochenen Bitten
- der thätigen Leitern dieses Baues, so dürfte das Wohnzimmer des
- Köhlers mit Copien von Gemälden[105] geschmückt werden, welche
- einzelne Ereignisse dieser Zeit darstellen, vielleicht mit den
- Copien von den Portraits des Köhlers +Schmidt+, des +Kunz von
- Kauffungen+ und a. welche sich in dem Besitze eines erlauchten
- Fürstenhauses befinden.« --
-
-Nachstehende Rede (verfaßt von dem Herrn Pastor ~M.~ +Richter+ zu
-Grünhain) wurde am 27. Septbr. 1838 bei der Hebung des Köhlerhauses
-gesprochen:
-
- »Ein frohes Gefühl ergreift mich, daß ich als Baumeister dieses
- Wächterhauses, Ihnen allen geehrte Anwesende, die gewiß meine
- Freude theilen, den aufgerichteten Giebel zeigen, sein fest
- zusammengefügtes Gebälk, über welches bald das schützende Dach
- sich breiten wird, beschauen lassen kann. Sehen wir doch jetzt
- schon im Geiste den treuen Wächter der Quellen, den Köhler, hier,
- als aus seiner Wohnung aus- und eingehen, eine graue Vergangenheit
- taucht vor unseren Blicken wieder auf und wir Glücklichen schauen
- freudig hinein, weil mit dem Ereignisse, dessen heilige Erinnerung
- hier bewacht werden soll, eine gesegnete Zeit für uns begann, den
- Wohlstand unsers theuern Vaterlandes unter dem milden Scepter
- aller derer, welche in +Albrecht+ ihren Ahnherrn verehren, immer
- herrlicher und herrlicher erblüthe. Ja, gewiß! wie diese Quelle
- hier, seit Menschen sie sahen, +nie+ versiegt ist, so fließet auch
- heute noch die reiche Quelle des Segens von dem Throne, da unser
- hochverehrter König, der Wächter unsers Wohlstandes ist -- und
- trägt Glück und Friede in Hütten und Palläste. Ich muß es Ihnen
- gestehen, wenn ich so zurichtete das Gebälk, und neben mir im
- geschäftigen Fleiße die Maurer Stein auf Stein fügen sah, da nahm
- der Gedanke mein ganzes Herz ein; eine große Familie will eine
- schöne Erinnerung nicht untergehen lassen, ein sichtbares Zeichen
- der dankbaren Liebe will sie aufrichten, welches der Nachwelt
- erzählen soll, daß sie empfangene Liebe zu schätzen wußte, sie
- sammelt sich, freudig dankend, um diejenigen, welche jetzt Vater
- und Mutter dieser großen Familie sind und rufen Ihnen von den
- Bergen zu: lebet hoch! --
-
- Allen den erlauchten Verwandten dieses Vaters und dieser Mutter:
- sie leben hoch!
-
- Derjenige, welcher jetzt unter fremden Scepter glücklich wohnend
- auch mit bauen wollte die Hütte, weil sein dankbares Herz es ihm
- gebot, der aus weiter Ferne seine Gaben sendete, er lebe hoch![106]
-
- Die als die Bauherren den Grundstein legten, sie leben hoch!
-
- Den künftigen Bewohnern dieser Hütte schenke Gott glückliche Tage
- und nehme sie, wie diese Hütte, in seinen besondern gnädigen
- Schutz!« --
-
- * * * * *
-
-Sobald nun das Haus gehoben war, schritt der Bau bald vorwärts, durch
-die Bauunternehmer,[107] so daß es noch vor dem Winter bewohnbar
-hergestellt werden konnte. Der 1ste November 1838 wurde der Tag des
-Einzuges einer zwar armen aber ganz rechtlichen Bergmannsfamilie[108]
-aus +Raschau+, die also noch vor dem strengen anhaltenden Winter ein
-sicheres Obdach erhielt. Den 9. November 1838 wurde von der hohen
-Kreisdirection die +Schankconzession+, doch mit der Beschränkung nur
-+anständige+ Gesellschaft dort zu dulden, ertheilt.
-
-So wurde denn diese Stelle ein Ort, wo man nur +gerne+ weilt und
-dabei sich als ein Punkt auszeichnet, der schon von der Natur durch
-das grüne +Oswaldsthal+ in dem der Oswaldsbach von Waschleute nach
-Wildenau fließt, geschmückt ist, was man von dem Köhlerhause herab
-sehen kann, und dem gegenüber die Säulen des Fichtelgebirges sich
-majestätisch erheben, der aber auch durch die Ansicht der Berggebäude
-+Gottesgeschick+ und +Graul+ so wie der Ruinen der Oswaldskirche vieles
-malerische erhält. Der Fremdling wie der Einheimische wird hiervon
-angezogen und danket noch immer der Vorsehung für die Erhaltung des
-sächsischen Regentenhauses! --
-
- * * * * *
-
-Das Haus nimmt einen Flächeninhalt von 5 □ Rth. ein und ist ungefähr
-60 Ellen seitwärts vom Monumente entfernt. Auch ist den Bewohnern
-desselben ein 224 □ Rth. großes Stück Waldboden zugewiesen worden,
-wovon 189 □ Rth. als Feld und 65 □ Rth. als Wiese benutzt werden kann.
-Das Feldstück liegt südöstlich von dem Köhlerhause, das Wiesenstück
-aber unmittelbar unter dem Hause.
-
-Im Frühjahr 1839 wurde das Köhlerhaus vollends aufgebaut, daher
-erfreute sich solches schon im Laufe des ganzen Sommers 1839 eines
-ungetheilten Beifalls und zahlreichem Besuche, was das dort
-befindliche Fremdenbuch hinlänglich bescheiniget.
-
-Der 8. Juli 1839, Jahrestag der Befreiung des Prinzen +Albrecht+,
-wurde diesmal als der Tag der Einweihung des Köhlerhauses feierlich
-begangen, was man aus dem No. 29. des Erzgebirgischen Voigtländischen
-Kreisblattes vom 16. Juli 1839 ~pag.~ 216. befindlichen Aufsatze
-schließen kann. Dessen Inhalt war folgender:
-
- »+Fürstenberg+ bei Grünhain, am 8. Juli 1839. -- Das durch
- Beschädigungen sonst vielfach verunstaltete aber immer wieder
- hergestellte hiesige Denkmal zur Erinnerung an die Befreiung des
- Prinzen +Albrechts+ von Sachsen am 8. Juli 1455 hat endlich nun
- nebst der dasselbe umgebenden Waldung einen bleibenden Schutz durch
- das hier neu erbaute Köhlerhaus, in welchem dessen Wächter wohnt,
- gefunden. --
-
- Recht erfreulich ist es dabei, daß viele noch gegenwärtig das
- Unternehmen, hier eine bewohnbare an den entschlossenen Befreier,
- den Köhler +Schmidt+, nachher Triller genannt, erinnernde
- Köhlerhütte herzustellen freiwillig unterstützen. So hat Herr
- Buchbinder +Buchner+ in Schneeberg zum gestrigen Tage ein recht
- geschmackvoll gefertigtes Fremdenbuch diesem Orte unentgeldlich
- gewidmet und vorzüglich Herr Kaufmann +Gottschald+ in Scheibenberg
- den neuen Wächter daselbst, dem seine erste Einrichtung manchen
- wesentlichen Aufwand verursachte, der zur Zeit noch seine Mittel
- übersteigen mußte, namhaft dabei unterstützt. Auch gestern,
- wo ein heiterer Sommertag der ganzen, jedem Sachsen heilige
- Stätte ein recht freundliches Aeußere verlieh, sind wieder
- freiwillige Beiträge zu diesem Unternehmen gesteuert worden.
- Die Aufforderungen, welche hierzu neuerlich in den öffentlichen
- Blättern besonders durch den für alle gemeinnützige Gegenstände mit
- vielem und beharrlichem Eifer erfüllten Herrn Pastor ~M.~ +Richter+
- in Grünhain[109] erfolgt sind, lassen daher wohl noch manche
- weitere Unterstützung erwarten. Sollte es hierdurch mit der Zeit
- gelingen, daß die im Innern des Köhlerhauses angebrachten Räume
- zur geselligen Aufnahme die jetzt noch entbehrenden +Oefen+[110]
- erhielten, -- eine in der hiesigen ziemlich rauhen Gegend ganz
- nothwendige Zimmerausschmückung, -- so läßt es sich wohl erwarten,
- daß dieser historisch reich und von der Natur sehr freundlich
- ausgeschmückte Punkt dereinst zu jeder Jahreszeit von Fremden wie
- Einheimischen zahlreich besucht werden wird.
-
- Bei dem Festmahle am gestrigen Tage zeichneten sich vorzüglich
- die in dichterischer Form recht gelungen angebrachten Toaste des
- Herrn Oberzollinspectors +Frege+ in Annaberg, Herrn Kammerath
- +Reiche-Eisenstuck+ von dort und des Herrn Pastors +Behr+ zu
- Schwarzenberg aus. Dem Schlusse des Tages war ein Concert im
- Freien gewidmet und gegen Abend ein Feuerwerk, wobei zuletzt eine
- Opferflamme, auf der Spitze des pyramidenförmig gebauten Denkmales
- angebracht, die +allgemeine Liebe der Sachsen an ihr hochverehrtes
- Regentenhaus verkündete+.« --
-
-
-Nähere Beschreibung des Köhlerhauses.
-
-(Dazu Abbildung ~No.~ 3.)
-
-Zuerst gelangt man (s. Abbildung ~B.~) auf 3 steinernen Stufen (~a~)
-in die 13½° lange und 3½° breite mit Steinplatten gepflasterte
-+Hausflur+ (~b~). Von der Hausflur rechts kommt man hiernächst in
-das +große Gesellschaftszimmer+ (~c~), welches 13½° lang und 9°
-breit ist. Auch befindet sich in selbigem an der Hausflurseite ein
-gußeiserner Etagenofen (~d~). Verläßt man dieses Zimmer und wendet
-sich in der Hausflur links, so gelangt man in die 6° lange und 5½°
-breite +Wohnstube+ des Wächters (~e~) in der sich ein Plattenofen
-(~f~) befindet. Von hieraus führt eine Thüre in die 6° lange und 3½°
-breite +Stubenkammer+ (~g~) worin sich auf der hinteren Seite eine
-+Erhöhung+ (~h~) durch den Kellerhals hervorgebracht, befindet, zu
-der eine 3 Stufen hohe Treppe führt (~i~). Geht man sodann in die
-Hausflur zurück, so kommt man auf der linken Seite, in die 3¾° lange
-und 2½° breite +Küche+ (~k~). In derselben steht ein gemauerter Heerd
-(~l~) mit eingesetzter Bratröhre (~m~). Ferner führt von der Hausflur
-aus links durch eine Doppelthüre auf einer Treppe (~n~) (s. Abbildung
-~A. a.~) von 11 steinern Stufen in den 9° langen und 4° breite einfach
-gewölbten (s. Abbildung ~A. b.~) +Keller+ (~Ac.~) (~o~). Kommt man
-wieder hinauf aus dem Keller zurück, so gelangt man durch zwei Thüren
-in die Privets (~p~). In die Etage (~C.~) gelangt man durch eine mit
-Geländern versehene 13 Stufen hohe hölzerne Treppe (~q~). Durch die
-Treppe (s. Abbild. ~C.~) (~a~) kommt man auf einen kleinen Vorboden
-(~b~). Auf diesem befindet sich ein Dachfenster (~c~). Dem gegenüber
-in das 8¾° lange und 5½° breite +kleine Gesellschaftszimmer+ (~d~),
-in welchem ein kleiner gußeiserner sogenannter Kanonenofen (~e~)
-sich befindet. Verläßt man dieses Zimmer so kommt man rechts von
-obengenannten Vorboden in die +Schlafkammer+ des Wächters (~f~), sie
-ist 16° lang und 6½° breit, auch geht hier die Esse (~g~) zum Dache
-hinaus. Dieser Kammer gegenüber, mithin links des Vorbodens ist eine
-+zweite+ ebenfalls so lange und breite +Kammer+ (~i~) als die Vorige.
-Von dieser Kammer aus führt eine hölzerne 9 Stufen hohe Treppe (~k~)
-auf den +Oberboden+.[111]
-
-Der +Stall+ (s. Abbild. ~A. d.~) befindet sich im Erdgeschoß und ist
-12° lang und 9° breit. Uebrigens ist er zu 8 Pferden, mit 3 Standbäumen
-(~e. f. g.~) und einer Krippe (~i~) versehen. Am östlichen Ende
-befindet sich ein Kuhstand. (~h~) --
-
- * * * * *
-
-Die Kosten des Baues betrugen, alles gerechnet, über 1000 Thlr.
-Baumeister waren der Zimmermeister +Friedrich Rau+ in Schwarzenberg und
-der Mauermeister +Karl Hübschmann+ in +Grünstädtel+. --[112]
-
-So wurde ein Werk, welches im Anfang so schwierig zu gedeihen schien,
-doch durch den unermüdeten Eifer des Herrn Rentamtmann +von Schleinitz+
-und des Herrn Finanzprocurator +Lindner+ zur Zufriedenheit Aller
-vollendet. --
-
-
-
-
-Anhang.
-
-
-Als Anhang möge eine +Charade+ noch Platz finden, die durch ihren
-Inhalt zum 1. Theile passend ist:[113]
-
- Heller Himmel, blau und golden,
- Lerchenschlag, Pirolensang,
- Lockten mich mit meiner Holden
- Nach umbuschten Bergeshang.
-
- Wie berauscht vom Wonnemorgen,
- Plaudernd bald, und singend bald,
- Streiften wir ganz ohne Sorgen
- Immer tiefer in den Wald.
-
- Und schon trieb die muntere Heerde
- Blasend ein der ferne Hirt,
- Da -- macht' Etwas uns Beschwerde;
- Denkt! wir hatten uns verirrt.
-
- Alles war so lau und luftig,
- Gleich dem Sammte schien das Gras,
- Maien wehten, ach! so duftig --
- Doch, zu hungern, ist kein Spaß!
-
- »Laß an +Drei+ und +Vier+ uns halten;«
- Sprach ich -- »der steht Felsenfest
- An ein unbekanntes Walten,
- Schützend selbst des Sperlings Nest.«
-
- »»Magst mir's, wenn ich satt bin, sagen;« --
- Meinte, schlecht erbaut, mein Kind! --
- »Doch, sieh' dort den Meiler ragen;
- Laß zu ihm uns gehn geschwind.««
-
- Ob wir gleich den Lauf begannen,
- Eifrig suchten kreuz und quer,
- Sah'n wir, ob der hohen Tanne,
- Doch nun selbst den Rauch nicht mehr.
-
- Bald -- wie einst der schwarz Rabe
- Fütternd zum Propheten kam,
- Bot von +Eins+ und +Zwei+ ein Knabe;
- +Erdbeer'+ uns und Brod und Rahm.
-
- Von der treuen +Ersten+ Hütte
- Wählten wir den Speisesaal;
- Milch und Brod in ihrer Mitte
- Mahnt' uns an ein fröhlich Mahl.[114]
-
- Doppelt schien der Wald nun luftig,
- Noch einmal so grün der Grund,
- Auch die Tanne weht' uns duftig,
- Glas an Glas und Mund an Mund!
-
- »Siehst Du, Kind!« -- so rief ich fröhlich --
- »Daß der +Letzte+ nicht verläßt;
- Woll'n an ihm, -- dann sind wir seelig --
- Gleich, der +Ersten+, halten fest!« --
-
- F. K.
-
-
-Auflösung.
-
- Den Schlüssel hier zur Schraube
- Giebt zwar -- der +Köhlerglaube+, --
- Doch nimm ihn nicht sogleich als baare Münze hin,
- Prüf' lieber erst genau, bis Du erspähst den Sinn!
- Dann schlage +hier+ noch nach, triffts +hier+ auch glücklich ein?
- So war die Freude groß und -- nirgends leerer Schein! --
-
-
-
-
- So prüf' gefälligst auch die Prosa dieser Schrift
- Und sprich nicht gleich zuvor die schrieb gewiß kein Swift! --
- Ist dir dann manches neu, doch der Geschichte treu gewesen,
- Dann bitte, nimm es an, als Deiner Nachsicht werth zum Lesen. --
-
-
- Annaberg,
- gedruckt bei +Eduard Hasper+.
-
-
-
-
-Berichtigungen.
-
-
- Seite 2 Zeile 22 v. o. nach: traf ist einzuschalten: +es+.
-
- " 3 " 3 " " statt: Plugk lies: +Pflugk+.
-
- " 3 " 10 " " nach: Schwickershain fehlt: (-- +das
- heutige Schweickershain+ --).
-
- " 4 " 3 " u. statt: Türingen lies: +Thüringen+.
-
- " 5 " 2 " o. statt: ihm lies: +ihn+.
-
- " 5 " 8 " " statt: vom lies: +von+.
-
- " 5 " 13 " " " im lies: +in+.
-
- " 5 " 15 " " " meißnische lies: +meißnischen+.
-
- " 5 " 9 " u. " dem lies: +den+.
-
- " 6 " 2 " o. " dem lies: +den+.
-
- " 7 " 12 " " " wären lies: +waren+.
-
- " 7 " 17 " " " Verträge lies: +Verträgen+.
-
- " 8 " 12 " u. " ihm lies: +ihn+.
-
- " 8 " 10 " " fällt nach Dienstag das +Komma+
- hinweg.
-
- " 10 " 5 " o. fällt nach Isenburg das +Komma+
- hinweg.
-
- " 10 " 6 " " statt: seine lies: +seinen+.
-
- " 10 " 5 " u. " folgender lies: +folgenden+.
-
- " 11 " 1 " " " Hanse lies: +Hause+.
-
- " 12 " 6 " o. nach: als ist einzuschalten: +solches+.
-
- " 15 " 10 " " statt: seinen lies: +seinem+.
-
- " 16 " 15 " " " Monument lies: +Monumente+.
-
- " 16 " 5 " u. " auch lies: +auf+.
-
- " 18 " 13 " " " solte lies: +sollte+.
-
- " 23 " 2 " o. " Prinz lies: +Prinze+.
-
- " 28 " 4 " u. " exestirte lies: +existirte+.
-
- " 30 " 1 " o. nach: zunehmen ist einzuschalten: [40]
-
- " 30 " 2 " " statt: den lies: +dem+.
-
- " 30 " 19 " " " wär lies: +wäre+.
-
- " 33 " 3 " u. laß die erste 1 weg.
-
- " 40 " 2 " o. statt: mehrfaches lies: +mehrfachen+.
-
- " 40 " 4 v. o. statt: den lies: +dem+.
-
- " 40 " 9 " " " Prinzenraub lies: +Prinzenraube+.
-
- " 40 " 14 " " " weiten lies: +weitem+.
-
- " 42 " 14 " u. " Pachter lies: +Pastor+.
-
- " 44 " 1 " o. " Hände lies: +Händen+.
-
- " 44 " 10 " " " Vulpius lies: +~Vulpius~+.
-
- " 47 " 19 " " " mit lies: +nit+.
-
- " 48 " 11 " " " der Familie lies: +die Familien+.
-
- " 48 " 3 " u. " deusche lies: +deutsche+.
-
- " 51 " 11 " " nach: vier Kinder schalte ein: +eine
- Prinzessin und+.
-
- " 52 " 2 " o. statt: Turzold lies: +Tunzold+.
-
- " 54 " 5 " " fällt das Wort: +der+ hinweg.
-
- " 57 " 11 " " statt: den lies: +dem+.
-
- " 58 " 1 " " " welcher lies: +welchen+.
-
- " 58 " 3 " u. " Pachter lies: +Pastor+.
-
- " 60 " 5 " " " Pachter lies: +Pastor+.
-
- " 69 " 6 " o. " hinterlich lies: +hinderlich+.
-
- " 70 " 6 " " " ihre lies: +ihrer+.
-
- " 71 " 7 " " " den beiden Lehrern lies: +der
- beiden Lehrer+.
-
- " 75 " 5 " o. " welchen lies: +welche+.
-
- " 75 " 8 " " " konnten lies: +konnte+.
-
- " 75 " 16 " " " jener lies: +jene+.
-
- " 76 " 1 " u. " ~p.~ 64 lies: ~p.~ 46.
-
- " 81 " 4 " " " Abgemeinen lies: +Allgemeinen+.
-
- " 82 " 9 " " setze: (~d~) unmittelbar hinter dem
- Worte: +Etagenofen+.
-
- " 82 " 1 " " setze: (~i~) unmittelbar hinter dem
- Worte: +führt+.
-
- " 83 " 3 " o. setze: (~k~) unmittelbar hinter dem
- Worte: +Küche+.
-
- " 83 " 4 " " setze: (~m~) unmittelbar hinter dem
- Worte: +Bratröhre+.
-
- " 83 " 11 " " setze: (~p~) unmittelbar hinter dem
- Worte: +Privets+.
-
- " 83 " 11 " u. statt: Kanonofen lies: +Kanonenofen+.
-
- " 83 " 10 " " nach: kommt schalte ein: +man+.
-
- " 83 " 5 " " statt: lang lies: +lange+.
-
- " 84 " 3 " " " speciel lies: +speciell+.
-
-[Illustration: Die innere Ansicht des Köhlerhauses am Fürstenberge.]
-
-
-
-
-Fußnoten
-
-
-[1] s. ~Aen. Sylvius de statu Europae c. 24. ap. Frkhr. T. II. pag.
-221. (edit. Struv. Argentor 1717.) »Conradus Rauses (de Kauffungen)
-nobili loco apud Saxones natus, bellicae rei peritus, manu promptus, et
-animo imperterritus etc.«~ --
-
-[2] ~Albinus~ Landchronik der Meißn. Lande. ~pag.~ 265.
-
-[3] s. Kunzens Revers wegen des ~ad interim~ ihm eingeräumten Gutes
-+Schwickershain+ und Zugehörungen unter den Beilagen zu den gleich
-anzuführenden +Churfürstl. Manifeste+ in +Wecks+ Dresdner Chronik,
-~pag.~ 170. --
-
-[4] sowohl die Koburgsche Pflege, als auch alle Schlösser und Güter in
-Thüringen. ~+Kammermeisteri+ Annal. Erfurt, ap. Menken. T. III, pag.
-1180--1215.~
-
-[5] +Müllers+ sächs. ~Annal. pag. 29, Chron. terrae Misn. pag. 360.
-Kammermeisteri, l. c. T. III. p. 1210~.
-
-[6] Der +Landfriede+ wurde zuerst durch eine Verordnung der geistlichen
-Synode zu +Elne+ in Rousilon den 16. Mai 1027. als eine Zeit, wo keine
-Fehden bei Vermeidung des Bannes eintreten sollten, ausgesprochen. Es
-durfte hierdurch namentl. kein Krieg statt finden, wenn Gottesdienst
-gehalten wurde. In Deutschland trat dieser Landfrieden später jedoch
-allgemeiner ein im Jahre 1495. und das Reichskammergericht entstand nun
-zugleich als Behörde, welche darüber zu richten hatte und bei welcher
-alle deutschen Fürsten verklagt werden konnten. Mithin fehlte es zur
-Zeit des Prinzenraubes noch an einer Gerichtsbehörde, sogar in Sachsen
-selbst wurden das Oberhofgericht zu Leipzig und die Landesregierung zu
-Dresden erst im Jahre 1483 u. 1486 errichtet, s. v. +Römers+ sächs.
-Staatsrecht Th. 2. ~pag.~ 104. §. 12. -- +Kretschmanns+ Geschichte
-des Oberhofgerichts zu Leipzig, seit seiner Entstehung. Leipzig 1804.
-8. -- Früher wurde der Landfrieden in Thüringen als im Meißnischen
-und überhaupt in Deutschland eingeführt durch das auf dem Landtage
-zu Weisensee beschlossene Gericht vom J. 1446. s. +Weißens+ sächs.
-Geschichte Band 2. ~pag.~ 377.
-
-[7] Daß +Kunz Eisenberg vor+ dem Prinzenraube besessen hat, ersieht
-man aus einer Montags nach Ostern 1455. ausgestellten Urkunde.
-(~Schoettgenii opuscula minora per Godofr. Imman. Grandig.~ 337) worin
-+Kunz+ sich als Zeuge auf folgende Weise unterschrieben hat: +Kunyz
-Kauffungka snd in ein na Eysenberczia.+
-
-d. i. Kunz von Kauffungen gesessen zu Eisenberg. -- +Eisenberg+ ist
-noch +jetzt+ der Name des Schlosses.
-
-[8] +Schreiters+ Geschichte des Prinzenraubes ~pag.~ 1 da 167 u. f.
-
-[9] Nach dem julianischen Kalender der 25. Juni, nach unserm
-verbesserten Kalender der 7. Juli.
-
-[10] Indem Kunz von Kauffungen als früherer Schloßhauptmann im ganzen
-Altenburger Schlosse bekannt war.
-
-[11] s. +Albinus+ a. a. O. ~pag.~ 266. --
-
-[12] s. +Müller+ a. a. O. ~Tab.~ 2 u. ~Tab.~ 16.
-
-[13] Dieser Brief befindet sich auch in ~Vulpii Plagio Kauffung~.
-Weißenfeld 1704. 4. ~pag.~ 8. --
-
-[14] +Im verständlicheren Deutsch+:
-
-Meinen willigen Dienst, samt alles Liebes und Gutes zuvor.
-
-Ehrbarer, strenger lieber Junker!
-
-Da der Kurfürst gewiß beschlossen hat, morgen Sonntags nach der
-Frühmesse nach Leipzig zu fahren mit den meisten Hofleuten, auch auf
-den Montag Abend der Kanzler ein Gastmahl in seinem Hause ausrichten
-wird, wobei denn viele Hofleute sein mögen, da nun auch auf dem
-Schlosse um diese Zeit der alte Asmus allein den Trabantendienst hat,
-der zuerst eingeschläfert werden muß, da endlich auch der Pförtner
-bettlägerig ist, so kann ich Euch dies alles nicht bergen, und meiner
-angelobten Treue gemäß Euch zu dienen, und nun Euern Veranstaltungen
-gewärtig zu sein. Darnach Ihr Euch zu richten habt. Datum Altenburg am
-Sonnabend nach Mariä Heimsuchung. Anno 1455.
-
-+Hans Schwalbe.+
-
-
-[15] s. +Brauns+ monatl. Auszug der Gesch. v. Sachsen. Th. IV. ~pag.~
-486. Die Leiter hatte Schwalbe befestiget, doch waren es nicht
-eigentliche Strickleitern, wie die noch jetzt zu Freiberg befindlichen
-Stücke davon zeigen. Man sehe auch das Manifest bei +Weck+ a. a. O.
-
-[16] Nach einer Handschrift, welche ~M.~ +Joh. Tauchnitz+ 1633, der als
-Pfarrer in +Morstab+ bei Altenburg starb, hinterlassen hat.
-
-[17] s. +Albinus+ a. a. O. ~pag.~ 267 und die +sächs.
-Provinzialblätter+ 1801, im Januar Stück 82.
-
-[18] Die Namen derselben befinden sich, in einer Beilage zu dem
-Manifest. Bei +Weck+ a. a. O. ~pag.~ 172.
-
-[19] +Dieser Wald+ ist jetzt noch 2 Stunden lang und 1 Stunde breit.
-
-[20] Ehe er dorthin kam mußte er die Mulde passiren, allenfalls bei
-einem Furt durch die Mulde setzen, welches bei mittelmäßigem Wasser
-angeht, wäre aber dieß damals nicht möglich gewesen, so mußte er
-die +Wolkenburger+ Brücke passiren. Nun besaß er aber das nahe bei
-Wolkenburg über der Mulde gelegene Schloß und Rittergut +Kauffung+,
-sein Stammhaus, wo er sich bisweilen um die Zeit seiner Streitigkeiten
-mit dem Kurfürsten muß aufgehalten haben, weil er seinen Revers an den
-Kurfürsten mit folgenden Worten anfängt:
-
-+Ich Kunz von Kauffungen zu Kauffungen gesessen.+
-
-[21] s. +Schreiter+, a. a. O. ~pag.~ 256. ff.
-
-[22] Nämlich am +Fürstenberg+, ein Berg im Zwickauer
-Kreisdirektionsbezirk, im Amte Grünhain ¾ Stunde von +Grünhain+ und
-¾ Stunde von +Raschau+, im Schneeberger Bergamtsrevier gelegen.
-Diesen Namen führt er erst seit dem Prinzenraube, indem er früher
-»+Schmiedewald+« hieß. Man findet hier sehr viele alte Meilerstätten,
-vorzügl. rechts bei dem jetzt errichteten +Monumente hin+, auch
-oberhalb des Denkmals bei dem Marmor- und Kalkbruche, die mit Moos
-und Erde schon überzogen sind, wozu Jahrhunderte gehören. -- Nach
-+Schumanns+ Staats-, Post- und Zeitungslexikon. Band 15. ~pag.~ 976.
-käme der Name Fürstenberg, nicht von der Befreiung des Prinzen her,
-sondern von +First+ (+Hochberg+) allein blos der untere Theil des
-Berges heißt hier Fürstenberg, nicht auch die höchste Spitze desselben
-oben in der Nähe bei Grünhain, die +Spiegelwald+ genannt wird. Er
-verwechselt daher offenbar diesen Berg mit dem bei Schneeberg, und es
-ist +erwiesen+, daß dieser erstere früher +Schmiedewald+ hieß. (s.
-Anmerkg. 32.)
-
-Am Fürstenberge befinden sich mehrere Bergwerksgruben, so rechts von
-der Quelle die +Fürstenberger Fundgrube+, welche auf Eisenstein baut.
-Ferner links von der Quelle nach dem Dorfe +Haide+ zu +Himmlisch Heer+
-und dann der +Frischglückstolln+. Nach +Gottesgeschick+ zu auf der
-Wiese liegt der +Mohrenstolln+. Der schon oben erwähnte +Marmorbruch+
-befindet sich über dem Denkmale, auf der Spitze des Fürstenberges.
-Besitzer ist dermalen der Herr Erbrichter +Stölzel+ zu +Oberscheibe+.
-Dieser Marmor zeichnet sich vorzüglich wegen seiner Festigkeit und
-Weiße aus. Da man aber immer nicht den gehörigen Gebrauch davon
-gemacht hat, so ist er jetzt sehr schwer zu gewinnen, und wird zu Kalk
-verbrannt. Nicht weit davon ist +Kieselshoffnung+, wo man Kupferkies
-gewinnt.
-
-[23] s. +Spangenbergs+ Mansfelder Chronik 559.
-
-+Albinus+ a. a. O. 269.
-
-~Fabric. Origg. Saxon. liber.~ 7.
-
-[24] s. +Oesfelds+ Landchronik. 2. Th. 65.
-
-[25] In Adam Daniel +Richters+ Annaberger Chronik. 1746. 1. Th. 1.
-St. ~pag.~ 6. steht folgendes geschrieben: »+Es ist ein geschickter,
-kunstreicher Mann gewesen, mit Namens, Peter Rosenkrantz, in das
-Kloster Grünhain gehörig, welcher noch am Leben gewesen, als der
-Schneeberg (1471.) aufkommen. Dieser Rosenkrantz und Kuntz von
-Kauffungen sind stets beisammen gewesen, und als Kuntz von Kauffungen
-die jungen Fürsten von dem Schlosse Altenburg wollen wegstehlen, hat
-ihn Rosenkrantz sehr gewehret, er sollte es nicht thun, es würde ihm
-Leib und Leben kosten. Welches auch hernach geschehen ist.+« --
-
-[26] Kam erst 1459 zu Sachsen, indem +Georg Podiebrad+, König von
-Böhmen, seiner Tochter +Sidonia+ die Herrschaft +Schwarzenberg+ als
-+Morgengabe+ bei ihrer Vermählung mit dem Herzog +Albrecht+ (derselbe,
-den Kunz von Kauffungen geraubt hatte) mitgab. Schwarzenberg wurde
-damals Schwarzenburg genannt. s. +Lunigs+ deutsches Reichsarchiv.
-~Part. spec. cont. I.~ B. 6. Der ersten ~Contin.~ 1. Forsetz. ~pag.~
-232. s. a. +Richter+ a. a. O. ~pag.~ 28. --
-
-[27] +Grünhain+ ist eine kleine Bergstadt im Königreich Sachsen im
-Kreisdirektionsbezirk Zwickau, im Amte Grünhain, an der Chaussée nach
-Chemnitz gelegen. Sie ist offen, amtsässig und der Sitz des Amtes
-Grünhain. 153 Häuser mit 1389 Einwohner (1839) enthaltend. Die Stadt
-liegt untern 30° 28′ der Länge und 50° 34½′ bis 35′ der Breite. 1⅛
-St. NNOlich von Schwarzenberg, 1 St. von Elterlein und 3 St. von
-Annaberg; östlich 2¼ Stunde von Scheibenberg, 2 St. von Schlettau und
-3 St. von Geier; 1 St. südlich von Zwönitz; 1½ St. SOlich von Lößnitz;
-1½ St. von Aue und 3 St. von Schneeberg OSOlich, gegen 2000 par. Fuß
-über dem Meere. -- Wo dermalen das Amthaus mit seinem sogenannten
-+Klostergarten+ steht, stand früher ein Cistercienser Kloster, welches
-1142 (nach +Weinarts+ weiter unten angeführten Schrift: um das Jahr
-1170, indem es in diesem Jahre mit Cistercienser Mönchen, aus dem
-Kloster +Sittichenbach+, und dieses 1141 aus dem Kloster Walkenreden
-besetzet worden sei), nach Andern 1236 gegründet und 1536 wieder
-aufgehoben wurde. Von den Aebten des Grünhainer Klosters sind nur
-noch folgende bekannt: Abt +Nicolaus+ 1443, +Liborius+ 1456, +Johann
-Funk+ (+Johannes+) 1475, +Paul Morgenstern+ von Zwickau, +Gregorius
-Küttner+ 1517, +Johannes+ (+Göpfert+) der letzte Abt 1533, wurde dann
-1536 lutherisch, heirathete und zog nach +Schlettau+. s. +Oesfeld+
-historische Beschreibung von Lößnitz (1777) II. ~pag.~ 65--76. --
-+Erb-+ und +Lehnbrief Ottocari+, Königs von Böhmen, an das Kloster
-Grünhain v. Jahre 1261 (in den unschuldigen Nachrichten, 1725, ~pag.~
-529.) -- +Summarischer Extract+ eines diplomatischen Manuscripts vom
-Kloster Grünhain (s. +Horn's+ Handbibliothek II. ~pag.~ 304--19.) --
-+Beschreibung+ von +Grünhain+ vom Pastor +Schreiter+ in Elterlein (s.
-Erzgebirg. Boten. 1808. ~pag.~ 218--24.) -- ~M.~ +Freibergs+ gelehrte
-Grünhain. Dresden 1737. 4. 2. Bogen. -- Altes aus allen Theilen der
-Geschichte ~C. I.~ ~pag.~ 415. -- ~+Schoettgen+ et +Kreyssig+ diplomat.
-II.~ ~No.~ 17. -- Tobias +Schmied+ in ~Chron. Cygnea Part. I.~ ~Cap.~
-4. ~pag.~ 18 u. 19. -- ~+Ecksterm.+ in Chron. Walkenred.~ ~pag.~ 48.
--- ~+Schmied+ dict. Chron. Part. poster. in Annal.~ 1429. ~pag.~ 189.
-+Weinarts+ Rechte u. Gewohnheiten der beiden Markgrafthümer Ober- und
-Niederlausitz. Leipzig; 1793. 1. Th. ~pag.~ 512. -- +Richter+ a. a. O.
-1. Th. 1. Stück 1746. ~pag.~ 6. u. dessen 2. Th. 1. Stück. 1748. ~pag.~
-33. -- +Schumann+ a. a. O. 3. Band. ~pag.~ 602--610. u. 16. Band,
-~pag.~ 561--575. --
-
-[28] Nach +Albinus+ a. a. O.; +Groschupf+ (~Oratio degentis
-Trillerianae ortu, progressu et insignibus~) und nach ~Dr.~ Daniel
-Wilhelm +Trillers+, sächsischer Prinzenraub, hat Prinz +Albrecht sich
-gestellt+ als habe er einen so heftigen Hunger und Durst, daß er erst
-selbigen stillen müsse, ehe er weiter reiten könne.
-
-[29] s. +Tenzels+ curieuse Bibliothek. 2. ~Repositor.~ 744. --
-+Richters+, Chemnitzer Chronik. 2. Th. 1. Stück ~pag.~ 34. --
-
-[30] Der Kurfürst ließ sie auf seine Kosten umgießen und die ganze
-Darstellung des Prinzenraubes nebst des Köhlers Bildniß darauf
-prägen. Allein sie sprang 1530 abermals und wurde 9 Jahre nachher
-eingeschmolzen. --
-
-[31] Nach Albinus a. a. O. war es nur ein Vorwand, indem der Prinz
-schon die Köhler von weiten gesehen hätte. --
-
-[32] Wahrscheinlich sagt +Schreiter+ a. a. O.: brannten sie die Kohlen
-für die Schmiede in Geier und wurden von ihnen mit Brod ausgelohnt.
-Auf diese Vermuthung bringt mich +Oesfeld+, welcher im Schömburgischen
-Kalender vom Jahre 1798 schreibt: »Zur Auflösung dieses Zweifels
-verhilft mir ein Kaufbrief über den der hiesigen Kirche und Hospital
-zu Lößnitz gehörenden +Grünwald+, daß derselbe an den +Schmiedewald+
-grenze. Der Name des Schmiedewaldes rührt von den Geierschen Schmieden
-her, welche das Holz darauf gekauft und zu Kohlen haben brennen
-lassen. Da Geier eine alte Bergstadt ist, (erbaut im Jahre 1395.
-Richters Annaberger Chronik. Th. 1. ~pag.~ 8.) welche eher als die
-umliegenden Orte gestanden hat: so muß auch das Handwerk der Schmiede
-dort zahlreich und wohlhabend gewesen sein, dazu die Bergschmiede
-anbei viel müssen beigetragen haben. Da sie nun auf dem Schmiedewalde
-in einer Entfernung von 3 Stunden haben kohlen lassen; so ist es
-wahrscheinlich, daß sie auch solches auf dem Fürstenberge haben thun
-lassen können. (Der Fürstenberg hieß früher Schmiedewald.) Nimmt man
-nun an, daß dieses geschehen sei, so läßet es sich erklären, daß sie
-auch die Köhler mit Brod versorgt haben, folglich der +Bruderssohn+ des
-+Georg Schmidts+ in +Geier+ und nicht in Grünhain das Brod hat holen
-lassen.« --
-
-Wenn nun die Herrn +von Schönburg+ den Schmieden zu Geier Erlaubniß
-ertheilten, im Schmiedewald Kohlen zu brennen, so ist +Oesfelds+
-Vermuthung ganz richtig, daß sie ihnen auch am Fürstenberge auf
-demjenigen Hartensteinischen Theil, der ihnen damals noch gehörte,
-diese Erlaubniß ertheilen konnten. -- s. ~Vulpius l. c. §.~ 24. --
-
-Die Hartensteiner und des Grünhainer Klosters Besitzungen lagen nämlich
-damals sehr untermengt untereinander.
-
-[33] +Schweinitz+ soll wirklich nach Albrecht einen +Schwerdtstreich+
-geführt haben. s. +Albinus+ a. a. O. ~pag.~ 270. --
-
-[34] Man schlägt nämlich mit einem Messer, das bei den Bergleuten und
-Köhlern +Zschörper+ heißt, auf das Eisen einer Holzaxt und der Schall
-davon ist sogleich allen Köhlern ein Zeichen, daß Gefahr vorhanden
-sei. --
-
-[35] ~D.~ +Triller+ a. a. O. 77. ~sub lit. R.~ und ~Fabricius in Origg.
-Sax. lib. VII~.
-
-[36] Daß +Liborius+, Abt zu Grünhain im Jahre 1455 gewesen ist, sieht
-man daraus, indem +Horn+ in seiner Handbibliothek ~pag.~ 316 einen
-Auszug aus einer Urkunde, die Abt +Liborius+ in demselben Jahre
-ausgestellt hat, liefert. -- Die ganze Urkunde aber findet man in
-~Historia diplomatica Abbatiae Grunhaynensis~. §. 55., welches Werk in
-~Schoetgenii et Kreysigii scriptoribus Hist. Germ. med. aevi. Tom. II.~
-526.--569. eingerückt ist. -- Eine andere Urkunde dieses Abtes von 1456
-enthält +Wellers+ Altes aus allen Theilen der Geschichte. 4tes Stück
-417. --
-
-[37] Mehrere Geschichtsforscher wollen behaupten, daß er in +Grünhain+
-übernachtet hätte. --
-
-[38] In +Schmiedts Zwickauer Chronik+, ~pag.~ 444 wird deswegen
-die Ablieferung nach Zwickau behauptet, weil er als Hauptmann
-(Amtshauptmann) zugleich Klostervoigt zu Grünhain, und der Klosterhof
-zu Zwickau, die Klostervoigtei gewesen sei und die Markgrafen zu
-Meißen, nachher Kurfürsten zu Sachsen, hätten durch ihre Hauptleute zu
-Zwickau immer die Voigteigerechtigkeit verwalten lassen.
-
-[39] Diese wurde erst im Jahre 1821. eingerissen und das jetzige
-+Amthaus+ dafür erbaut. Bis dahin existirte aber noch die
-+Fürstenstube+ oder der +Fürstensaal+ in dieser Schösserwohnung, in
-welcher, der Sage nach, Prinz +Albrecht+ geschlafen hat.
-
-[40] +Eisenburg+ ist eine ehemalige Burg im Zwickauer
-Kreisdirectionsbezirk, in der schönburgischen Herrschaft +Stein+, im
-Amte Lößnitz, ½ Stunde südl. von Hartenstein auf dem linken Ufer der
-Mulde, im Steinschen Walde gelegen. Es sind von derselben nur einige
-Ruinen übrig, und unter dem Namen des +Raubschlosses+ bekannt. Der
-Eisenburg gegenüber führt durch die Mulde der sogenannte Eisenfurt
-und nicht weit davon befindet sich die Eisenbrücke, beide von den
-Eisenfuhren so genannt, die sonst häufig zwischen Lößnitz und
-Schneeberg verkehrten. Man vergleiche +C. G. Grundigs+ Nachrichten von
-dem in der Herrschaft Stein ehemals gelegenen Schlosse Eisenburg. (in
-Kreißigs Beitr. II. ~pag.~ 378--391.) In +Schumann+ a. a. O. Band 15.
-~pag.~ 569. steht geschrieben: »Es unterliegt wohl keinem Zweifel,
-daß +Mosen+ den Kurprinzen +Ernst+ hierherbringen wollte, vielleicht
-gar aus Mißverständniß, da Kaufungen ihn vielmehr nach +Eisenberg+ in
-Böhmen geschafft wissen wollte; denn wie sollte Mosen außerdem in die
-Gegend der sogenannten Prinzenhöhle gerathen sein? Nach der Volkssage
-war damals die Mulde so angelaufen, daß Mosen sich nicht hinüber
-wagte, und sich lieber in den erwähnten Stollen (Höhle!) verbarg. --
-Nach Grundigs Meinung wäre die Eisenburg ums Jahr 1060 erbaut, und von
-jeher ein Zubehör oder eine Vorpost vom nahegelegenen Schlosse +Stein+
-gewesen.« --
-
-[41] Die +Höhle+ hieß früher die sogenannte +Teufelskluft+, die aber
-seitdem +Prinzenhöhle+ genannt wird.
-
-Nach +Engelhardts+ Denkwürdigkeiten der sächs. Geschichte, Theil 1.
-~pag.~ 83. befindet sie sich: »am rechten Ufer der Mulde, der auf
-dem jenseitigen Berge liegenden +Eisenburg+ gegenüber (jetzt sieht
-man nur einige Ueberreste), ist von zweien oben zusammen gewachsenen
-Felsen gebildet, hat eine dreieckige Oeffnung und ist 36 Ellen lang
-und 4 Ellen breit. Unten am Fuße des Berges ging die fränkische und
-Nürnberger Straße vorbei. Man sieht noch in der Mulde Ueberbleibsel
-von steinernen Pfeilern einer ehemaligen Brücke bei seichtem Wasser
-und auch die alte Furt. Die Höhle war ganz mit Bäumen und Sträuchern
-verwachsen und ihrer erhabenen Lage wegen besonders bequem, den
-geraubten Prinzen zu verbergen. Man konnte auf die Landstraße sehen,
-unbemerkt jeden Angriff beobachten und sich dann auch mit leichter
-Mühe vertheidigen, weil der Aufgang zu der Höhle sehr steil ist.«
--- In einer Anmerkung sagt derselbe Schriftsteller auch: »Man hatte
-sie längst vergessen und Niemand wußte sie zu zeigen. Im Jahre 1779.
-aber wurde sie bei der Vermählung einer +Gräfin von Hochberg+ mit dem
-+Grafen von Schönburg+ den 19. August wieder aufgesucht, gesäubert,
-mit einer Inschrift versehen und zu verschiedenen Feierlichkeiten
-gebraucht.«
-
-+Schreiter+ a. a. O. sagt von dieser Höhle: Die Höhle war ganz
-verwachsen bis 1779. bei der Vermählung der Comtesse in Hartenstein,
-+Sophie Friederike Erden+ mit dem Herrn +Grafen v. Hochberg+ in
-Schlesien, wo sie wieder vom Buschwerk befreit und zugänglich gemacht,
-auch inwendig auf einer aufgehangenen Tafel die Feierlichkeit eines
-dabei gehaltenen ländlichen Mahls aufgezeichnet wurde. Seit 1796 aber
-hat der damalige Eigenthumsherr der Herrschaft +Hartenstein+ mit
-+Stein+, +Fürst von Schönburg+, einen geräumigen Weg im Zickzack mit
-Ruhebänken anlegen und oben an dem schauerlichen Absturz ein Geländer
-machen lassen. --
-
-[42] s. +Engelhardt.+ a. a. O. Th. 1. ~pag.~ 84. --
-
-[43] Daß +v. Mosen+ und +v. Schönfels+ den Prinzen an +Friedrich+ und
-+nicht+ an +Veit von Schönburg+ ablieferten. s. +Schreiter+ a. a. O.
-~pag.~ 246. ff. --
-
-[44] +Triller+ a. a. O. ~pag.~ 100.
-
-[45] s. +Engelhardt+ a. a. O. Th. 1. ~pag.~ 86. Die deshalb
-gewechselten Schreiben s. beim ~Vulpius l. c. pag.~ 26. Auch findet man
-eine spätere Urkunde ohne Datum, wodurch die beiden Verbrecher, die
-ungeachtet jener Zusicherung, das Land meiden mußten, von dem Kurfürst
-+Ernst+ und seinem Bruder völlig begnadigt wurden, beim +Tentzel+ a. a.
-O. ~pag.~ 787.
-
-[46] Dieses versichert +Richter+, in seiner Chronik von Chemnitz, 2.
-Theil. 1 Stück 39., der es aus einem Fragmente einer Urkunde beweisen
-will. --
-
-[47] +Ebersdorf+ liegt im Zwickauer Kreisdirectionsbezirk, im Amte
-Augustusburg, 1½ Stunde nordöstlich von Chemnitz bei Lichtewalde am
-Angerbache. --
-
-[48] +Engelhardt+ a. a. O. Th. 1. ~pag.~ 88. beschreibt die Kleider
-so: »das eine Röckchen ist von rothem, grünen u. aschfarbigem, das
-andere von rothem, schwarzen u. weißem Landtuche. Sie sind mit Eisen
-ausgehackt und überall durchschnitten, wie man sie damals über
-Harnische zu tragen pflegte. Jedes ist 1⁹/₁₆ Elle lang, u. am Halse
-sehr weit ausgeschnitten. Die beiden schwäbischen Westerhemdchen haben
-um und um Falten und bunt genähte Borten. Des Köhlers Anzug besteht
-aus: einer grünen Tuchmütze, einem Rocke, Hemde und Kappe. --
-
-[49] s. ~Vulp. Plag. Kauff.~ §. 27. +Ranisch+, verhinderten Raub der
-sächsischen Prinzen ~pag.~ 8. Ueber die Aechtheit der prinzlichen
-Kleider lese man die Schrift: ~Progr. de vestibus nunquam mutatis sed
-adhuc antiquis Princ. Ernesti atque Alberti Ebersdorf conservatis; ed.
-I. G. Hager, 4. Chemn. 1746~.
-
-[50] s. +Engelhardt+ a. a. O. Th. 1. ~pag.~ 89.
-
-[51] ~Hageri programma de vestibus nunquam mutatis, sed adhuc antiquis
-1749.~ +Haschers+ Magazin 1784. 67. Mehrere Nachrichten von diesem
-+Nosseni+ findet man im 1. Band von +Grundigs+ Nachrichten zu der
-Geschichte von Obersachsen. -- Die Kosten der Reinigung der Kleider
-durch +Nosseni+ betrugen: 31. fl. 15 gr. 11 pf.
-
-[52] Die Messe wurde vom Pabst +Calixt+ III. 1456 bestätigt siehe die
-Urkunde beim +Teetzel+ a. a. O. ~pag.~ III. --
-
-[53] ~Schoettgenius l. c.~ ~pag.~ 338. --
-
-[54] +Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 183. sagt:
-
-Schon Markgraf +Friedrich der Gebissene+ von Meißen ertheilte im J.
-1294 dem Rathe zu Freiberg ein solches Privilegium, welches folgenden
-merkwürdigen Inhalt hat:
-
-»Wir Marcgreve Friedrich von Meisen, pfalicggreve von sachsen etc.
-bekenne an diesem brive, daß wir uns mit unsern liben burgeren von
-Vriberc underredet haben, alshi nach geschriben stet. Unser gesworen
-sullen gewaldic sin unser recht czu rungnen unde czusecren alliz daz
-+uns unsir stat+ und +unsern bercwerke+ nuzce ist, unde was wir mit
-im +überkumen+, daz sal nimand wider reden. Wenn sie uns dazc gelobt
-haben, so gelobe wir in daz wider, daz sie irs liebes, irs gutes nummer
-ane varn sule vor uns sin +Vorwirket sich ymand yen uns, das wollen
-wir eugen unde teidiegen nach irme rate+. Daz wir diz gancz und stete
-halden. Das geb mir in diesen Brief besigelt mit unserem Insigeln.
-Unde der ist gegeben nach Gotes geburt, Tusend jar, zweihundert jar,
-in dem vir unde neucegistene jare, an denen tage der ufart unsers
-herrengotes.« --
-
-(Dieses Privilegium befindet sich im ~Theatr. Freiberg.~ 169.; in
-+Klotzschens+ Ursprung der Bergwerke in Sachsen 283. --
-
-Eigentlich war dies nur ein Bestätigungsbrief eines Privilegiums, das
-schon +Heinrich der Erlauchte+ dem Rathe zu Freiberg gegeben hatte,
-welches auch +Klotzsch+ in der jetzt genannten Schrift. ~pag.~ 281. hat
-abdrucken lassen, wo es unter andern heißt:
-
-~volumus, ut siquid in Vriberc vel inmontibus judicandum sit vel
-tractandum, quod hoc fiat coram Advocato et illis viginti quatuor
-burgensibus nostris de Vriberc.~ --
-
-Friedrich erweiterte aber nachher dies Privilegium und verstattete dem
-Rath zu Freiberg zu richten, nicht blos was dem Bergwerk, sondern auch
-+Ihm+ und der +Stadt+ zum Nutzen gereichen würde.)
-
-[55] Nach der damaligen Strafe für den Menschenraub. s. +Freiberger+
-Stadtrecht, ~Cap.~ 5 und 22.
-
-+Sachsenspiegel.+ Band 2. ~Art.~ 13.
-
-+Sächs. Weichbildrecht.+ ~Art.~ 112.
-
-jedoch wahrscheinlich ohne Haltung von Acten hierüber, mithin auch ohne
-eine vorher stattgefundene Defension.
-
-s. +Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 176. ~ff.~
-
-[56] Die Hauptquelle dieser Begebenheit ist das Kurfürstliche,
-schon angeführte +Manifest+. -- Zu den ältern von +Häberlein+ in
-seiner Reichshistorie. Th. 6. ~pag.~ 333. ~not. f.~ angeführten
-Geschichtsschreiber sind:
-
-~Kammermeister l. c. Adpend. ad Annales Vet. Cell. ap. Mencken. Th. 2.
-pag. 428.~ und ~Ursinus in Chron. Thuring. pag. 1332.~
-
-(der aber verschiedene Irrthümer enthält) beizufügen. Manches Einzelne
-der Erzählung findet man erst in spätern Geschichtsschreibern,
-besonders beim +Albinus+ a. a. O. ~pag.~ 267. ~ff.~
-
-[57] +Engelhardt+ a. a. O. 1 Bd. ~pag.~ 31. schreibt davon folgendes:
-Als +Kunz von Kauffungen+ Oberster bei den Nürnbergern war, waren
-dieselben 1449 mit dem Markgrafen von Brandenburg +Albrecht+ III.,
-in offene Fehde gerathen. Kunz erwarb sich dabei viel Ruhm, und es
-war Schade, daß er ihn durch eine unedle Handlung herabwürdigte. Am
-St. Gregorius Abend in der Fasten kam es zwischen den Nürnbergern und
-dem Markgrafen in einem Walde zu einem hitzigen Gefecht. Kunz von
-Kauffungen kämpfte mit fünfzig reißigen Schützen, die er anführte, so
-wacker, daß er den Markgrafen selbst gefangen bekam. Behielt er ihn,
-wie es seine Pflicht als Kriegsoberster der Nürnberger forderte, so
-hatte die Fehde gleich ein Ende und dem Blutvergießen war auf beiden
-Seiten gesteuert. Allein der gewinnsüchtige Kunz ließ ihn gegen ein
-tüchtiges Lösegeld +heimlich+ wieder los und so wurde denn die Fehde
-mit Erbitterung fortgesetzt. --
-
-+Diese That+ meinte er in seiner letzten Stunde auf dem Schaffote. --
-s. auch ~Christ. Schoett.~ -- ~gen. l. c. pag. 334.~ --
-
-[58] +Albinus+ a. a. O. ~pag.~ 373.
-
-Wegen des Dorfes findet sich Verschiedenheit der Angabe. s. ~Schoettgen
-praetermissa pag. 14~.
-
-[59] s. ~Vulpius l. c.~, welcher die Belohnungen und Wohlthaten
-ausführlich beschreibt.
-
-[60] Gegenwärtig beziehet dieses Gnadenkorn der Herr Pastor +Triller+
-in +Negelstädt+, 1. Stunde von Langensalza an der Unstrut und mithin
-im thüringer Kreise des königlich preußisch gewordenen Antheiles von
-Sachsen gelegen. Früher bezog dieses Deputat der Tuchmacher +Johann
-Samuel Triller+ in +Saalfeld+. s. +Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 95.
-
-[61] +Eckardsbach+, +Eckersbach+ ist ein unmittelbares Amtsdorf im Amte
-Zwickau, ¼ Stunde nordöstlich von Zwickau. Es besteht aus 15. Häusern
-und über 100 Einwohnern, welche nach Zwickau in die St. Moritzkirche
-eingepfarrt sind. Das Freigut in Eckardtsbach haben viele mit dem
-Kretzscham zu Rothensehma verwechselt, allein +Schreiter+ a. a. O.
-~pag.~ 74 ff. hat solches sehr gründlich widerlegt.
-
-[62] +Triller+ ist ein altdeutsches Wort und heißt so viel als: plagen,
-ängstigen, zerschlagen. s. übrigens +Triller+ a. a. Orte. ~pag.~ 123. --
-
-[63] +Elterlein+ ist eine kleine Bergstadt, 1 Stunde von Grünhain
-und 1¼ Stunde vom Fürstenberge, 1909 Einwohner und über 180 Häuser
-enthaltend. s. übrigens mehr davon in ~M.~ +Freibergs+ Abhandlung von
-gelehrten Elterleinern. 4. Dresd. 1739. Natürliche Seltenheiten um die
-Gegend Elterleins, s. in +Grundigs+ Natur- und Kunstgeschichte II.,
-~pag.~ 97. u. 108. -- +Richters+ Annaberger Chronik 2. Th. 1 Stück
-~pag.~ 30. -- +Schumann+ a. a. O. 2. Band ~pag.~ 432--35. u. 15. Band.
-~pag.~ 628--33. -- +Ziehnerts+ kleine Kirchen- und Schulchronik der
-Ephorie Annaberg u. Grünstädtel. Annaberg 1839. ~pag.~ 173 ff. --
-+Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 49. --
-
-[64] s. +Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 66. u. +Gast+, Geschichte des
-sächs. Prinzenraubes, Zwickau 1823 4. ~pag.~ 29. (es enthält diese
-Schrift zugleich eine Zusammenstellung der Schriften über jene
-Begebenheiten und die Portraits der bei ihr betheiligten Personen.) --
-
-[65] s. +Engelhardt+ a. a. O. Band 1. ~pag.~ 90. --
-
-[66] Diese 1--4 genannten Gemälde in größerem Formate, ingleichen
-die letzterwähnten 30 Portraits in kleinerm Formate befinden sich in
-einem Werke, welches beim Buchhändler +Weber+ in Ronneburg erschienen
-ist. -- Nachbildungen dieser Gemälde giebt +Gast+ a. a. O. -- Im
-+Staatsarchive+ zu +Dresden+ befinden sich ebenfalls Handzeichnungen,
-welche mit jenen Bildern übereinstimmen; ob sie die ersten Entwürfe
-sind, kann man nicht behaupten. --
-
-[67] Am Erker des Rathhauses zu +Freiberg+ ist ein steinerner Kopf
-mit einem gräßlichen Gesichte, großen Knebelbarte und Sturmhaube
-ausgehauen, den man immer, wie wohl +fälschlich+, für Kunzens Kopf
-hielt. --
-
-[68] s. +Engelhardt+ a. a. O. Band 1. ~pag.~ 101. ff. Dieser Gesang u.
-andere s. in +Herders+ Stimmen der Völker, auch in +Wagners+ deutsche
-Geschichte aus dem Munde deutscher Dichter, Darmstadt 1831. 1. Band
-~pag.~ 205. --
-
-[69] vorzüglich mit dem Obermarschall +Hugold von Schleinitz+. s. ~Dr.~
-+von Langenns+ Werk über Herzog Albrecht d. Beherzten. 1838. ~pag.~
-141. 146. ff. u. 176.
-
-[70] s. ~Christ. Schoettgen. Praetermissa quaedam de Conrado (Kunz)
-Cauffungo ejusque familia in ejusdem Opusc. cura Grundiii pag. 325~.
-
-[71] +Haubold von Schleinitz+ nachmals Kurfürst +Ernsts+ und Herzog
-+Albrechts+ Gebrüdern von Sachsen, Oberhofmarschall (s. Anmerkung 69),
-welcher +Skassa+ bei Großenhain in Gnadenlehn erhielt, war von der
-+rothen+ Linie derer +von Schleinitz+, vermählt mit einer +Edlen von
-Plato+.
-
-[72] +Schumann+ a. a. O. unter +Kauffungen+. +Engelhardt+ a. a. O. Band
-1. ~pag.~ 29. --
-
-[73] Später nahm +Podiebrad+, König von Böhmen den Besitz von dem
-Schlosse Isenburg, wovon ~+Fabricius+ in origg. Saxon. liber VII. p. m.
-773~ die Ursache davon angiebt.
-
-[74] so schreibt ~Dr.~ +von Lagenn+ a. a. O. ~pag.~ 29. Die Urkunde
-befindet sich ebenfalls in diesem Werke ~pag.~ 513.
-
-[75] Ist im Königreich Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk
-Liegnitz, an der +Katzbach+ gelegen.
-
-[76] ebendaselbst gelegen, doch nicht an der Katzbach sondern am
-+Zacken+ und Bober.
-
-[77] +Kauffung+ berühmt durch seine Marmorbrüche.
-
-[78] Daselbst führt auch ein sehr bedeutender Wald den Namen:
-+Kauffunger+-Wald.
-
-[79] Der +Schürbaum+, der die Gestalt einer Keule hatte, wird jetzt bei
-dem Köhler selten mehr gebräuchlich sein. Statt dessen bedienen sie
-sich des sogenannten +Garschlägels+, welcher eine Aehnlichkeit mit dem
-Stockschlägel der Holzmacher hat.
-
-[80] Dieser +Schürhaken+ wird jetzt +Spreißhaken+ genannt und ist
-gemeiniglich nicht mehr doppelt, sondern nur einfach gekrümmt. --
-
-[81] Dieses Wappen findet man in ~Vulpius l. c.~
-
-[82] Diesen Namen führen 4 verschiedene Orte, nämlich das
-Bergstädtchen +Böhmisch-Wiesenthal+, am rechten Ufer der Pöhla, am
-linken herunter hingegen +Oberwiesenthal+, +Unterwiesenthal+ und
-+Hammerunterwiesenthal+ liegen, alle 4 Orte haben Stadtgerechtigkeit,
-nur daß die beiden letztern keinen Rath haben, sondern nach Art der
-Amtsdörfer dem Justiziariate +Oberwiesenthal+ unterliegen. -- Hier ist
-das Städtchen +Oberwiesenthal+ gemeint, welches damals zur Grafschaft
-+Hartenstein+ gehörte.
-
-[83] +Lünig+ a. a. O. ~Tom. XI. pag.~ 271. ff.
-
-[84] s. +Schreiter+ a. a. O. ~pag.~ 103, daselbst er angiebt, daß er
-sie den 18. Octbr. 1797 und am 8. Septbr. 1800 wo wegen großer Dürre
-alle Brunnen in hiesiger Gegend vertrocknet waren, besucht und doch
-wasserreich gefunden habe.
-
-[85] dermalen Obersteuerdirector und seit 1833 +Comthur+ des königl.
-sächs. Civilverdienstordens.
-
-[86] gestorben 1833.
-
-[87] Die +Inschrift+, mit lateinischen Lettern geschrieben, lautet:
-
-+Fürstenbrunn. Hier wurde Prinz Albrecht, Anherr des königl.
-sächsischen Fürstenhauses, am 8. Juli 1455 durch den Köhler Georg
-Schmidt, hernach Triller genannt, aus Kunzens von Kauffungen Räuberhand
-gerettet.+
-
-[88] s. die +Abbildung+ ~No.~ 2. Die +Pyramide+, das Denkmal bildend,
-steht auf einem Piedestal von in Jaspis übergehenden braunrothen
-Thoneisenstein, an 5 Ellen hoch, hat an der Basis 4½ Ellen ins Gevierte
-und wurde 8 Ellen hoch aus Granit bei Schwarzenberg gehauen, welche
-13 Stufen bilden. Dasselbe ist mit einer steinernen Mauer, an der
-Ruhebänke sich befinden und die in der Mitte das Denkmal mit dem in
-dessen Piedestal entspringenden +Fürstenbrunnen+ einfaßt, umgeben. --
-Die Kosten dieses Baues betrugen: 509 Thlr. 10 gr. 11 pf.
-
-[89] gestorben 1835.
-
-[90] +~Friedrich August~ der ~Gerechte~+, König von Sachsen, geb. d.
-23. Decbr. 1750, regierte vom 16. Septbr. 1768 an bis d. 5. Mai 1827,
-wo er sein Erdenleben vollendete.
-
-[91] geb. zu +Kindelbrück+ 1772.
-
-gest. zu +Annaberg+ 1834.
-
-[92] Die +Rede+ ist in Druck erschienen, betitelt: Rede zur Einweihung
-des am +Fürstenberge+ bei Grünhain errichteten patriot. Denkmales,
-gehalten am 8. Juli 1822. Annaberg bei Ed. Hasper. 8.
-
-[93] der jetzige Kammerrath +Reiche-Eisenstuck+ auf Schönfeld.
-
-[94] Dieser hatte sich schon früher für das Denkmal interessirt
-und bereits am 28. März 1836 nach erfolgtem Einverständniß mit dem
-Justizamte zu Grünhain dort eine Verbotstafel aufrichten lassen, allein
-leider! die Erfahrung machen müssen, daß auch eine solche Warnung den
-Verunstaltungen nicht Einhalt zu thun vermochte.
-
-[95]
-
- 100 Thlr. von Sr. Majestät dem +Könige+ und Ihro Majestät der
- +Königin+.
- 25 " Se. königl. Hoheit dem Prinzen +Johann+.
- 20 " Ihro königl. Hoheit dessen +Frau Gemahlin+.
- 20 " Ihro königl. Hoheit der Prinzessin +Auguste+.
- 20 " Ihro königl. Hoheit der Prinzessin +Marie Amalie+.
-
-Diese Beiträge wurden durch den Herrn Minister des königl. Hauses und
-Generalleutnant +von Watzdorf+, Excellenz, dem Herrn Rentamtmann von
-Schleinitz, der die gütige Verwendung desselben angegangen hatte,
-übersendet.
-
-[96] +Friedrich August+ II., König von Sachsen geb. d. Mai 1797, folgte
-den 6. Juni 1836 seinem Oheim, dem König Anton, in der Regierung.
-
-[97] +Marie+, Prinzessin von Baiern, Tochter König Maximilian's, geb.
-d. 27. Januar 1805, vermählt mit Sr. Majestät, den König von Sachsen
-den 24. April 1833.
-
-[98] +Gottesgeschick+ heißt eine gegenüberliegende Bergwerksgrube mit
-einem sehr stattlichen Berggebäude, unweit des Giftwerks »+Graul+«.
-Gebaut wird auf Silber.
-
-[99] Ein +Vitriol-+ und +Arsenikwerk+ zwischen dem Schwarzbache und
-dem Oswaldsbache, nächst bei Langenberg und Heide, dem Fürstenberge
-SOwärts gegenüber, ½ Stunde nördlich von Raschau. -- Dieses Werk gehört
-dermalen Herrn +Friedrich Fröhlich Köhler+ zu Beierfeld. s. mehr davon
-+Schumann+ a. a. O. Band 16. ~pag.~ 330. ff.
-
-[100] Der Herr Kreisamtscopist +Karl Süß+ zu Schwarzenberg, welcher
-sich als Köhler verkleidet hatte.
-
-[101] Der Verfasser des Gedichtes ist Herr Pastor ~M.~ +Richter+ zu
-Grünhain.
-
-[102] +Pauline Stiehler+ aus Grünhain, Tochter des Herrn Apotheker
-daselbst, und +Rosalie Grimm+, Tochter des Herrn Kaufmann +Grimm+
-daselbst.
-
-[103] +Melanie Philippi+ aus Grünhain, Tochter des Herrn Justizbeamten
-daselbst.
-
-[104] vorzüglich ist da zu bemerken: 20 Thlr. von Sr. Durchlaucht +Otto
-Victor von Schönburg-Waldenburg+ und 10 Thlr. von Sr. Durchlaucht Fürst
-+Alfred Friedrich von Schönburg-Hartenstein+.
-
-[105] s. ~pag.~ 46. --
-
-[106] ~C. C.~ aus +Herzberg+, im königl. preuß. Herzogthume Sachsen.
-
-[107] Herr Rentamtmann von +Schleinitz+ und Herr Finanzprocurator
-+Lindner+.
-
-[108] Es wohnt darin +Franz Anton Richter+ aus Raschau geb. d. 7. Juli
-1808 mit seiner Frau und seinen Kindern. Er ist zugleich Bergarbeiter
-in der gegenüberliegenden Grube »+Gottesgeschick+«. --
-
-[109] s. No. 164. der Leipziger Allgemeinen Zeitung, Donnerstags d. 13.
-Juni 1839. ~pag.~ 1912. --
-
-[110] sind bereits im Jahre 1839 im Monat December angeschafft worden.
-
-[111] s. in Abbild. ~C.~ bedeutet das Dach.
-
-[112] Die Geldbeiträge, welche zum Aufbaue des Köhlerhauses von edlen
-Gebern gespendet wurden, findet man speciell verzeichnet in der ersten
-Beilage der Leipziger Zeitungen No. 101. 1839 ~pag.~ 1491 ff. unter dem
-Artikel: »Dank und Bitte.« --
-
-[113] s. +Hebe+. Eine poetisch-musicalische Toilettenausgabe mit
-novellistischen und dramatischen Beiträgen, Gedichten, Räthseln etc.
-von Fr. Kind etc. Dresden und Pirna 1833 ~pag.~ 155. --
-
-[114] Den 8. Juli 1455.
-
-
-
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Die Längeneinheit ° auf S. 82 ff. bezeichnet vermutlich Klafter
- (ca. 1,7 Meter).
-
- Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend
- korrigiert.
-
- Unterschiedliche Schreibweisen wurden, sofern nicht unten
- dokumentiert, beibehalten.
-
- Die Korrekturen von S. 89/90 wurden eingearbeitet und sind unten
- ebenfalls aufgelistet.
-
- Korrekturen (das korrigierte Wort ist in {} eingeschlossen):
-
- S. 2: Plugk → Pflugk
- Niklas von {Pflugk}
-
- S. 2: es eingefügt
- Nun traf {es} sich aber
-
- S. 3: ergänzt:
- {(-- das heutige Schweickershain --)}
-
- S. 3: handschriftche → handschriftliche
- eine {handschriftliche} Versicherung aus
-
- S. 5: ihm → ihn
- erklärte {ihn} und seine Brüder als +Landesverräther+
-
- S. 5: vom → von
- nachdrücklich auf seine Entfernung {von} Herzog
-
- S. 5: im → in
- Kunz trat deshalb mit ihm {in} Briefwechsel
-
- S. 5: meißnische → meißnischen
- auf seine {meißnischen} Güter
-
- S. 5: dem → dem
- auf {den} Donnerstag nach Galle
-
- S. 7: nehmrn → nehmen
- Rache an dem Kurfürsten zu {nehmen}
-
- S. 7: wären → waren
- {waren} verschiedene böhmische Städte
-
- S. 7: Verträge → Verträgen
- den deshalb geschlossenen {Verträgen}
-
- S. 8: ihm → ihn
- Kunz wollte {ihn} durchaus nicht gelten lassen
-
- S. 9: Augenwerk → Augenmerk
- hatte Kunz sein {Augenmerk} gerichtet
-
- S. 10: Folgender → Folgenden
- {Folgenden} Brief, wie er sich in den
-
- S. 12: solches ergänzt
- als {solches} seinen Verschworenen
-
- S. 15: seinen → seinem
- begleitet von {seinem} Reißiger
-
- S. 21: Entfühung → Entführung
- die {Entführung} der beiden Prinzen alles aufgeboten
-
- S. 23: Prinz → Prinzen
- und suchte dem {Prinzen} +Albrecht+ Waldbeere
-
- S. 23: Fußnotenanker korrigiert
-
- S. 30: zunehmen → zu nehmen, Fußnotenanker [41] ergänzt.
- gegenüber zum Zufluchtsort {zu nehmen[41]}
-
- S. 30: den → dem
- die {dem} jungen, zarten Fürstensohn
-
- S. 40: mehrfaches → mehrfachen
- brachten es nach {mehrfachen} Bitten
-
- S. 40: den → dem
- die Begnadigung {dem} Freiberger Rathe
-
- S. 40: Prinzenraub → Prinzenraube
- die Strickleitern zu dem {Prinzenraube}
-
- S. 40: weiten → weitem
- der bei {weitem} nicht die Schuld dabei hatte
-
- S. 41: Kauffungs → Kauffungens
- und Kunz v. {Kauffungens} treuer Reißiger
-
- S. 43: Hände → Händen
- Befreiung aus Kunzens {Händen}
-
- S. 45: des → der
- Die Entführung {der} Prinzen
-
- S. 47: mit → nit
- Das öhm die Köhler {nit} geleppischt hetten
-
- S. 48: der Familie → die Familien
- Einige Notizen über {die Familien}
-
- S. 51: Sepbt. → Septbr.
- starb den 12. {Septbr.} 1500
-
- S. 51: ergänzt:
- {eine Prinzessin und}
-
- S. 52: Turzold → Tunzold
- dessen Söhne: +{Tunzold}+ und +Heinrich+
-
- S. 54: der den → den
- zeigt sein Schein über {den} Interimsbesitz
-
- S. 55: uud → und
- {und} es bekannte +Hans von Kauffungen+
-
- S. 55: Sanfmüthigen → Sanftmüthigen
- den Namen des +{Sanftmüthigen}+ gerechtfertigt
-
- S. 55: Aussenseite → Außenseite
- wie ein Denkmal an der {Außenseite} der
-
- S. 57: den → dem
- Ueber {dem} Helm zeigt sich
-
- S. 58: welcher → welchen
- {welchen} die Kurfürstin vor dem Prinzenraube hatte
-
- S. 58: Pachter → Pastor
- der Herr {Pastor} +Triller+ zu Nägelstädt
-
- S. 65: Superinteudent → Superintendent
- Der Herr {Superintendent} ~Dr.~ +Lommatzsch+
-
- S. 69: hinterlich → hinderlich
- patriotischen Unternehmungen nicht {hinderlich}
-
- S. 70: ihre → ihrer
- in {ihrer} Mitte sehen zu dürfen
-
- S. 71: den beiden Lehrern → der beiden Lehrer
- und {der beiden Lehrer} der Bürgerschule
-
- S. 74: einen → einem
- auf {einem} mit Blumen bekränzten Körbchen
-
- S. 75: welchen → welche
- {welche} diesem Brunnen zunächst wohnen
-
- S. 75: konnten → konnte
- daß sie gehoben werden {konnte}
-
- S. 75: jener → jene
- Haus erbauet wurde, an {jene} Quelle
-
- S. 77: Anherrn → Ahnherrn
- ihren {Ahnherrn} verehren
-
- S. 79: Oswaldtsthal → Oswaldsthal
- durch das grüne +{Oswaldsthal}+
-
- S. 81: nach → noch, Untestützung → Unterstützung
- {noch} manche weitere {Unterstützung} erwarten
-
- S. 82: Vor → Von
- {Von} der Hausflur rechts kommt
-
- S. 83 Kanonofen → Kanonenofen
- kleiner gußeiserner sogenannter {Kanonenofen}
-
- S. 83: man ergänzt
- so kommt {man} rechts von
-
- S. 83: lang → lange
- ebenfalls so {lange} und breite +Kammer+
-
- S. 84: k → h
- befindet sich ein Kuhstand. (~{h}~)
-
- S. 85: uus → uns
- und +Vier+ {uns} halten
-
- Fußnote 4: Türingen → Thüringen
- auch alle Schlösser und Güter in {Thüringen}
-
- Fußnote 6: deutsche → deutschen
- bei welcher alle {deutschen} Fürsten
-
- Fußnote 8: da unklar (nicht korrigiert)
- ~pag.~ 1 {da} 167
-
- Fußnote 14: Hanse → Hause
- Gastmahl in seinem {Hause} ausrichten
-
- Fußnote 22: Monument → Monumente
- dem jetzt errichteten +{Monumente} hin+
-
- Fußnote 22: Zeitungslexion → Zeitungslexikon
- Post- und {Zeitungslexikon}
-
- Fußnote 22: auch → auf
- welche {auf} Eisenstein baut
-
- Fußnote 25: solte → sollte
- er {sollte} es nicht thun
-
- Fußnote 39: exestirte → existirte
- Bis dahin {existirte} aber noch die +Fürstenstube+
-
- Fußnote 39: Schlösserwohnung → Schösserwohnung
- in dieser {Schösserwohnung}, in welcher
-
- Fußnote 40: wär → wäre
- Nach Grundigs Meinung {wäre} die Eisenburg
-
- Fußnote 41: nnd → und
- vom Buschwerk befreit {und} zugänglich gemacht
-
- Fußnote 45: 1. → s.
- {s.} +Engelhardt+ a. a. O. Th. 1.
-
- Fußnote 53: Schaettgenius → Schoettgenius
- ~{Schoettgenius} l. c.~
-
- Fußnote 60: Pachter → Pastor
- Gnadenkorn der Herr {Pastor} +Triller+
-
- Fußnote 66: im → in
- Gemälde {in} größerem Formate
-
- Fußnote 68: deusche → deutsche
- +Wagners+ {deutsche} Geschichte
-
- Fußnote 88: Elle → Ellen
- an der Basis 4½ {Ellen} ins Gevierte
-
- Fußnote 95: Exellenz → Excellenz
- {Excellenz}, dem Herrn Rentamtmann von
-
- Fußnote 104: Alferd → Alfred
- +{Alfred} Friedrich von Schönburg-Hartenstein+
-
- Fußnote 105: 64 → 46
- s. ~pag.~ {46}
-
- Fußnote 109: Abgemeinen → Allgemeinen
- No. 164. der Leipziger {Allgemeinen} Zeitung
-
- Fußnote 112: speciel → speciell
- findet man {speciell} verzeichnet
-
-
-
-
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-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DER SÄCHSISCHE PRINZENRAUB ***
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-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
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