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If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Erwachen und Bestimmung - Eine Station - -Author: Carl Maria Weber - -Release Date: May 29, 2016 [EBook #52182] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERWACHEN UND BESTIMMUNG *** - - - - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - - - - - - - CARL MARIA WEBER - - - - - ERWACHEN - UND BESTIMMUNG - - - EINE STATION - - GEDICHTE - - KURT WOLFF VERLAG / LEIPZIG - - BÜCHEREI »DER JÜNGSTE TAG« BAND 66 - - GEDRUCKT BEI DIETSCH & BRÜCKNER, WEIMAR - - - - - - - Necessita 'l c'induce e non diletto - - (_Dante_) - - - - - - - Die Gedichte »Erwachen und Bestimmung« sind ein - Halte- und Höhepunkt des gesammelten - lyrischen Buches »_Der Kreuzweg_ - Stationen eines Anstiegs zum Menschen«, das - in seiner Gesamtheit einer späteren - Veröffentlichung vorbehalten sein wird. - Die Stücke dieses Zyklus sind -- bis auf - eine Ausnahme -- ab 1916 entstanden. Ich widme sie - dem Gedenken meiner toten Freunde E. C., K. St., J. - Z., A. D. - - Sommer 1918 - - - - - Auferstehung, Himmelfahrt - - - Aus lohenden Ekstasen - Sprang ich zurück zu mir, - Nun bin ich ausgeblasen -- - Verklimpertes Klavier. - - Im Echo meiner Töne - Vagiere schattenhaft -- - Nie hat noch Stadt-Gedröhne - Mich so dahingerafft. - - Nüchternen Speichels Ekel - Peitscht meine stumpfe Wut; - In sinnloses Geräkel - Wälzt sich das dicke Blut. - - Vorbeigedrehte Wände - Und Häscherarme ruhn. - So müd sind meine Hände -- - Weiß kaum, von welchem Tun. - - Hast, Herr, sie nicht erkoren - Zum Dienst der Göttlichkeit? - Und bin, ach! ganz verloren - An meine Irdischkeit! - - Fanfare sollt' ich werden - Und Sieges-Läufer dein; - Der Paradieses-Erden - Mund sein und Fackelschein! - - Was gabest du das Wissen - Um diese Landschaft mir! - So bin ich ganz zerrissen, - Ein Sphärenwind und Tier. - - Doch wenn die Uhren schlagen - Verschüttetem Gebein, - Ziehn, auf bekränzten Wagen, - Die wilden Träume ein. - - Und morgen, Acucena, - Schluchzt deines Sohns Gebet -- - Wer nennt mir die Arena, - In die mein Tanzschritt weht? - - - - - Sendung - - - Nicht sind mehr die Hände zum Reigen verschlungen, - Keine Weite mehr öffnet sich träumendem Fall. - Die Schreie des Lebens sind ausgeklungen: - Uns weckte ein neuer, ein dunklerer Schall. - - Der Freund entschwand. Wir standen allein - Vor erloschenem Himmel und klaffendem Grab. - Aufscheuchend warf ein geröteter Schein - Uns schwer in das flutende Chaos hinab. - - Geliebte Alleen der Städte erstarben. - Wir schwiegen, verhüllt in Scharlach und Schmerz .. - Bis hoch in das Graue an blutroten Garben - Emporschoß der Menschheit brennendes Herz! - - Aus Sumpf und Gewässern standen wir auf - Und hatten im Nacken ein morgenlich Wehn; - Hart sprang in die Faust metallener Knauf -- - Erde hub an, sich aus Angeln zu drehn. - - Wir fühlten der Brüder Opfer und Tod - Und wußten erst jetzt unser Dasein verbürgt. - Ausspien wir der eigenen Schuld gärenden Kot, - Der uns zum Ersticken die Kehle gewürgt. - - Da flammte, befreit, ein andrer Gesang - Und fuhr in der Jahre klirrenden Schritt; - In unserem weitausholenden Gang - Zog immer jetzt fernes Donnern mit. - - Nun reichen wir Hände zu heiligerm Bund - Als zum Tanz über schimmerndes Erdenrund! - Wir glühen nicht minder -- doch ist es die Glut, - Die Gottes Liebe im Menschen tut. - - - - - Erneuerung - - - Wir stehen vorgebeugt an steiler Küste. - Wir müssen uns durch Nachtorkane drehn -- - Doch noch ins Flackerfeuer roter Lüste - Fühlen wir kühl den Sternenwirbel wehn. - - Zerrissenes Herbstgewölk Blutregen speit - Und wirft uns hin in schwefligen Gewittern, - Daß wir erfrieren an der Einsamkeit - Und klein an Gottes Saume wir erzittern. - - Durch das betäubende und stumpfe Hämmern - Des aufgeputzten Wahnsinns tobender Zeit - Zuweilen schon Fanfarenschreie dämmern .. - Wir wissen uns zum Sturz der Macht bereit! - - Nicht kämpfen wir mit Stahl und Haß und Giften - Für unsere erdentblühte Menschlichkeit -- - Es flamme über unsern jungen Triften - Gestirn der Liebe auf und strahle weit! - - Gewürm der Nacht, gedörrt und ausgesogen, - Versinkt in klaffendem Schlund .. Tiefe rollt hohl -- - Und größren Willens hochgespannter Bogen - Wölbt sich unendlich hin von Pol zu Pol. - - - - - Wann tagt der Morgen, der die Feindschaft löst? - - - Die Stadt versank, in Dämmerung verwoben, - Darüber zag verklungnes Läuten schwebt; - Sie zittert leicht aus Angst vor schwarzen Roben, - Wie sie die Türme in den Abend hebt. - - Und lernte nicht im jähen Sturz von Jahren, - Daß solche Schreckensnacht nicht ewig währt ..? - Daß hinter Berges sturmzerwühlten Haaren - Stets wieder neu das junge Leuchten kehrt? - - Nun stoßen Menschen dort durch welke Gassen, - Mit denen sie am Mittag aufgeschrien, - Und müssen schmählich mit dem Tag verblassen, - In dumpfe Räume ihrer Häuser fliehn. - - Wie traurig stehn in Stein erstarrte Wände, - Verschmiert, vom Gift der Flüche angeraucht! - Erstickend schwelen eingesunkne Brände, - Darin sich Gier und Wahnsinn ausgefaucht. - - Wenn jetzt die Hand der Liebe auferstünde - Und legte mild sich auf die dunkle Stadt --: - Dann gäben in die Nacht geborstne Schlünde - Gebilde, lichter als der Tag sie hat. - - Es würden tanzen Sterne und Kometen, - Von Friedensklängen läutete die Luft .. - Aus Gärten, die der niedre Geist zertreten, - Erhöbe sich ein Paradiesesduft. - - O Hand, die Kinder in den Schlummer leitet, - In kleinem Lampenlicht ein Glück entfacht, - Die kühlend über müde Stirnen gleitet - Und Tränen der Verlassnen süße macht! - - In Gold auf weißen Fahnen wehn Gesetze -- - Das Flammenschwert geht schneidend durch die Luft. - Es küßt ein Knabe die geschminkte Metze, - Und alle Krämer fahren in die Gruft. - - * * * * * - - Ganz kränklich ist der Spätstern aufgeglommen .. - Wann tagt der Morgen, der die Feindschaft löst? -- - Es muß ein steppenheißer Wirbel kommen, - Der zischend in die trägen Straßen stößt! - - Daß Männer sich besinnen, stirnendrohend, - Und Häuser stürzen über Trug und Schmach -- - Und eine große, rote Flamme lohend - Sich losbricht von dem allerhöchsten Dach! - - - - - »Vermißt« - (März 1915; meinem wiedergewonnenen Freunde L. H.) - - - Atemloser von Tag zu Tag lief ich in der großen Stunde des - Postverteilens durch das Lazarett, - Gejagt von Unruhe um den Freund, der draußen noch in den Schlachten - steht. - In der bebenden Minute des Abschieds, als mein Zug in dunkelnde - Ferne rollte, - Da war es uns doch gewiß, daß keiner den andern verlieren sollte. - Lang war das Schweigen; dann kamen Grüße und Briefe -- o seltsamer - Geschicke Gang: - Ich war nun geborgen, und er warf sein teures Leben hinein in den - schauerlichen Gesang! - Der Zuversicht war ich voll; doch dieses zweite Schweigen packte - mich unheimlicher an, - Und schon ahnte entsetzt ich das Verhängnis, noch ehe der wichtige - Mann - Mir harmlos-geschäftig meinen eigenen Brief wiedergab in die - stürzende Hand, - Auf dem (die Blutflecken übersah ich erst ganz!) mit Bleistift in - einer zerknüllten Ecke sehr steif und ungeschickt das Wörtchen - »Vermißt« geschrieben stand. - O Schmerzgefühle, unsäglich groß! O Wut über das sinnlos-furchtbare - Gemetzel! Wie dampften die lösenden Tränen zum Himmel empor! - Oft langte ich die kleine Photographie hervor, - Auf der wir beide in enger, verhaßter Montur Arm in Arm stehen im - heimatlichen Wald; - Und von Rührung und Wehmut niedergerissen mußte ich oft, immer - wieder, wie irrsinnig, den Vers des melancholischen Reiterliedes - flüstern: Ach wie bald, ach wie bald ...! - Ich sah die vertraute, gelassene Pose und dachte viel der Zeiten, - Da wir zweisam in der geliebten Stadt am Rhein die Straßen wallten, - wo ein Gang von weitem - Uns oft entrückte, so daß niemand sprach. - Nun höre ich nie mehr deinen Schritt auf knarrender Treppe, nun - wirst du, ach! - Nicht mehr (die Akten auf den Tisch werfend) dich neben mir - niederlassen, - Dein Mißgeschick beklagend und preisend mein wunderliches Glück, das - nicht zu fassen! - Ich werde nicht mehr dein Lächeln sehen über ein etwas kitschiges - Bild, das neu in meiner Bude hing, - Nicht mehr dir von frohen Sommerfahrten erzählen, wenn hell ein - Gefährte mir zur Seite ging. - Keinen Brief, nicht einen neuen Vers mehr kann ich dir freudig - zeigen ... - Denn dein Mund, deine Augen schlossen sich zu tiefem Schweigen. - (Denk' ich des grimmigen, viehischen Mordens in dem Wahnsinnskessel, - wo du mußtest kämpfen - Mit deinem breiten Säge-Messer, mit dem Spaten in dem Schwall von - Dolchen, Kolben, Bajonetten, Wut und Würgerkrallen und den - giftigen Dämpfen: - Unmöglich mir, noch eine Tröstung zu erflehn; - Den Hoffnungs-Zuspruch meiner Kameraden kann ich nicht verstehn.) - Mein armer Freund! vielleicht liegst du verschüttet jetzt in - selbstgegrabenem Schacht - Und die Verwesung verzehrt deine Hände in gräßlicher, feuchter - Nacht! - Oder zerfällst du gar in der Sonne (niemand holt dich zurück) - Und in den toten Leib noch bohren sich weiße und rote Kugeln, Stück - für Stück? - - * * * * * - - Wer blickte noch so tief in die Gemächer meiner Seele - Wie du, den mir der Zufall erst und dann die Not gewann! - Wie schrecklich, daß ich nun mit einer unverhofften Begegnung, einem - nächtlichen Brief, einer Arie aus heller Kehle - Dir nicht mehr für dein Dasein danken kann! - Unsere Freundschaft war still, brauchte keine großen Worte; - Nur in den Zeiten der Angst mußte das übervolle Herz sich entladen - (Wenn allzuheiß unsre Ader von langem Getrenntsein dorrte --) - Doch oft brauchte man sich zum Troste nur das eine Wort: _Wir beide - sind da!_ zu sagen. - Nun bin ich .. allein! (O harte Vokabel, du läßt dich nicht - bemänteln!) - Und freier wird meine Brust auch kaum, wie sonst wohl, wenn ich - Gefühle ablegte, indem ich sie niederschrieb. - Ist dieses Bild, sind Erinnerungen und einige tote Briefe wirklich - alles, was mir von dir noch blieb?? - - * * * * * - - Nehmen -- zur Ausgehzeit -- die Straßen, Alleen, die Parkwege (oder - ein noch verschneiter Bergpfad) mich auf, - Bin ich ganz von dir erfüllt und unsrer heimlichen Verwandtschaft. - Oft pochen den einsamen Lauf - Gesprächige Winde an; schwatzen viel von Zeit und Vergehen -- -- - -- Wozu, ach wozu sind nun unsere Träume geschehen! -- - Kinder, frisch und rotwangig von des Winters stürmischen Küssen, - Und Leute, die ich nicht kenne, lächeln mir zu und grüßen. - Alle sind mir so gut! Sie ahnen vielleicht meine Not? - Wohlwollen macht mich verlegen; ich strauchle und werde rot. - Doch hab' ich ein großes Sehnen nach eines guten Menschen Schoß, - In den mein heißes Gesicht ich könnte bergen und schluchzen - grenzenlos! - Mitgefühl, süß und erhaben, o wonnige Bruderhand! - Wird euer gesegneter Hafen noch einmal mir winken, - Wenn die schwarze Flut mich wieder bedrängt, ich drohe zu sinken, - Und den einen Schrei nur kennt meine Zunge: Land!? - - - - - Vor spätem Schlafengehen - - - Du löschst ein Licht am Rand der wachen Stirn, - Die, leicht gekräuselt, ahnt den weiten Teich - Süßesten Schlafs. Und stehst nun, fröstelnd, bleich, - Im großen Fensterrahmen ferneren Lichts. - Noch kühlt die Dämmerung. Ein graues Nichts - Hängt mantelgleich sich dir um Aug' und Hirn. - - Da klirrt es silbern auf von allen Dächern: - Gesang der Drossel steigt und reckt sein Haupt. - Ein neuer Tag naht sommerüberlaubt! - Will grausames Gestirn zum First erheben -- - Du wirst jetzt deinen Leib den Linnen geben, - Nahenden Traums porphyrenen Gemächern. - - Du hast ja deiner Stunden Sturm geschlichtet, - Die Augen kochen dir: nun willst du ruhn. - Doch weißt du auch, wie viel Geschöpfe tun - Bald ihr Geschick in dieses Tages Brand? - Wie an erblaßten Horizontes Wand - Unzähliger rote Qual und Tod sich schichtet? - - Will dich das Los der Dienenden nicht rühren? - Der Blick, darin sich sanftes Tier verhüllt - Vor dem entmenschten Jäger, wenn erfüllt - Sein kleines Dasein, an das Licht gebaut? - Hofft nicht von diesem Morgen schweißbetaut - Erlösung wer von gräßlichen Geschwüren? - - Der du dies tragen magst und hältst noch Freuden, - Die dir ein Kind bringt auf gewiegtem Schritt: - Komm in den Wahnsinn der Arena mit, - Die tobend uns umkrampft mit Blut und Wunden! - Sind dir Gefährten nicht dahingeschwunden, - Die dich geliebt in güldenem Vergeuden?! - - Doch du bist müde und du möchtest schlafen .. - O du Verwegener mit dem leichten Sinn! - An offner Grüfte Rand taumelst du hin, - Vermessne Eitelkeit im Busen tragend! - Auf anderm Stern, aus deinen Nächten ragend, - Löst sich dein Traum. Dann suche keinen Hafen! - - - - - Ahasverlos - - - Vielscheckig locken heitre Möglichkeiten. - Ich bin bereit, der Stunde zu entschweben. - Ich brauche nur die Arme auszubreiten, - Um warme Freude an die Brust zu heben. - Die Kammer wächst sich aus zu hellen Weiten, - An die ich mein Erwachen könnte geben. - Doch nüchtern in die Dimension gebannt, - Verzuckt sich meine morgenkühle Hand. - - Die Gegenstände werden laut, mit Stößen, - Und sind in Nähe rund und greifbar da. - Mich seiner schönen Lüge zu verflößen, - Bedrängt der Tag, kaum daß sein Strahl geschah. - Und, bald umgarnt von Netzen, nicht zu lösen, - Dem Strauchelnden schon höhnt sein Golgatha. - Doch Schwingen gibt es, silbern, lichtgewogen -- - Schon stürzt's orkanisch siebenfarbenem Bogen! - - Oh, dürfte ich an diesem Tische weilen, - In Schultern betten nachtumflortes Haupt: - Mit den Verlassenen meine Stätte teilen, - Wenn sich von Mitleid diese Stirn belaubt! - Nie braucht' ich mehr der Stunde zu enteilen -- - Von keinem Winde würde ich beraubt! - Doch Blut will nicht mehr in den Venen rasten .. - Ich muß und muß ruhlos durch Wüsten hasten. - - Ahasverlos! Find' ich den Bruder wieder, - Der einst mir seinen Jubel hingeweint --? - Aus Wolken breche ich in Schlachten nieder - Und bin dem Geist des Bösen ganz vereint. - Bis mich erweckt ein Duft aus nassem Flieder, - Da groß des guten Gottes Sonne scheint. - Heiß schießt ein Lavastrom durch dunkle Poren; - Ich schrumpfe hin .. Wann werd' ich umgeboren?? - - Gieß mich, du Wesen ungenannt und fern, - In ein Geschöpf, das dir am Saume wohnet, - Dem, kleinsten Kreis umschreitend, milder Stern - Des Monds den müden Abend süß entlohnet. - (Nichts ahnst du, treues Hündlein deines Herrn, - Der ungeheuern Schmach, die mich entthronet!) - Laß mich, mein Gott, im breiten Strom der Vielen - Mein kleines Tagwerk tun, um _dich zu fühlen_! - - - - - Das simple Lied - - - So sei auch dein Geschick von mir besungen, - Treues Gesicht im wettergrauen Bart! - Wie glänzte dir der Scheitel, schwach behaart, - Als du erzähltest mir von deinem Jungen! - - Du hast vielleicht die Nacht nicht gut geschlafen, - Vor Hunger oder Vaterschmerzen tief -- - Und dachtest, weh dich werfend, an den Brief, - Den letzten deines Sohnes, deines braven! - - Von seiner Kindheit hast du wohl geträumet - (Am Morgen dich besinnend, daß er tot), - Bei deinem dünnen Kaffee dann gesäumet - Und aßest nicht ein einziges Stückchen Brot? - - Dich selbst hört' ich von seinem Tod nicht sprechen -- - Er ward mir durch die Zeitung zugebracht -- - Und wenn du mir begegnest jetzt vor acht, - So wage ich das Schweigen nicht zu brechen. - - Dein scheuer Gruß heut hat mir klar gemacht, - Wie dich erfaßt der Jahre Schmach und Schwere -- - Und daß die hohen Worte _Held_ und _Ehre_ - Grimmig und himmelfluchend du verlacht. - - Wie bist du groß in deiner Traurigkeit, - Die mich (o Dank!) noch herzlich rühren kann. - Treues Gesicht, du guter Biedermann, - Dein Schmerz, er weht ein Stückchen Ewigkeit! - - - - - Sünde und Sühne - - - Lechzend Getier hat sich in Schwanenfittich eingekrallt. - Gröhlender Irrsinn dröhnt und schürt das Völkerhetzen. - In Kathedralen und in Menschenleiber die verwüstenden Granaten - fetzen. - Maschinen haben rings und gellende Kommandoworte - Willenlose Sklavenhorden zu der dampfenden Schlacht geballt. - Aus bangem Schweifen schlafzerrissnen Angesichts - Steigt grausam wolkenthüllter Tag, der Todesbringer. - Und rastlos rasen über weißes Winterfeld die wütenden Kolonnen. - Von haßverrenkter Bruderhand verschüttet: - Blut ist in den Schnee geronnen, - Das des Sommers freudig aufgewallt, - Das die stählernen Nächte zerrüttet, - Das sich brausend weben wollte in den großen Schwung des Lichts! - In krustigen Boden sich krampfen verzuckende Finger .. - Im Verlöschen blaß und kühler Winterabendsonnen - (Schon schwebt verräterisches Leuchten der Rakete) - Erscheint ein letztes Bild aus kleinem Glück und Traum - Zerstäubend schon, dem gräßlich Wissenden, - Verzweifelt sich und wimmernd Wehrenden - Vor ungebetner, schauerlicher Fahrt in kalten Tod und leeren Raum. - Ein Leben ist wie tausende zerronnen, - Das einst in vieles Dasein sturmgeliebt verwehte ... - - * * * * * - - Alles Werk bleibt unbegonnen, - Das nicht wächst aus erdeninnigem Gebete, - Kein lautes Wort entfließt des Mundes Bronnen, - Das sich nicht grinsend wieder zu dir drehte. - Aus dem Knirschen erst der Herzen wird die Erde auferstehn; - Befreite Welten werden tönend nachts durch ihren Himmel gehn. - Nicht eine Träne geht verloren in dem dumpfen Unglückshaus, - Zerhackte Opfer lüsterner Gebieter wachen auf aus ihrem kalten Graus - Und stürmen die Bastille aller Menschheit mit geschwungener - Flammenhand. - Sie wärmen ihr verkauft Gebein an diesem jauchzenden Morgenbrand - Und wachsen riesenhaft empor vor bröckelnd-grauer Kerkerwand. - Mit Schmacherlösten blühn sie herrlich in den jungen Frühlingstag -- - Ein Zeichen tut versöhnter Gott mit Bogen, Blitz und Donnerschlag. - Den Führer seh'n sie kündenden Mundes hoch aus eigenen Reihen - steigen; - Vor seinen Blicken, die zum letzten der enterbten Brüder reichen, - Muß sich die blutige Standarte ihrer heiligen Rache neigen, - (Es ebbt das rote Mordmeer hinter sonnbeflaggten Deichen.) - Sie krönen ihn mit hörigem Vertrauen, schönstem Diadem, - Und fühlen seines Palmenszepters lindes Lenzesfächeln süß ob der - entfronten Stirne wehn. - - - - - Erwachen und Bestimmung - - - Nach abgerastem Tag, der schlimme Lust, Verzweiflung, Hassen trug - Und mir den Abend, da ich mild zurück mich fand, vergällte, - Kam eine Nacht, die riesig windgetürmte Wogen schlug, - Mit Wrack und Hilfschrei laut an meine Schlafesufer bellte. - Ich sah mich in der Elemente Wut hineingetan - Und spritzte mit der Brandung Donner hoch in rasendem Schwung. - Und wieder trieb ich, wunderbar gelöst, in leichtem Kahn, - Auf dunkelrotem See mit meines Bluts Verwilderung. - - Doch Sterne zogen am Gewölbe auf - Und gaben Ruhe, wachsendes Besinnen. - Und ließen Scham erglühn, die kein Entrinnen - Mehr gönnte der Gesichte düsterm Lauf. - Ein Strom von anderm Blut war ausgegossen - Und dampfte schwarz und stockend in die Nacht; - Drauf schwammen Menschenklumpen aus der Schlacht, - Gebläht von Schärfe, giftigen Geschossen. - Die Sternenbilder, grauenhaft verflochten, - Sich spiegelten in dem gurgelnden Naß, - Daß Ekel und ein grenzenloser Haß - Mir in den Gaumen und die Schläfen kochten. - Ein Fluch entschwelte dem erstarrten Munde - Vor soviel Gräßlichem mit einemmal; - Der rohe Mord, das Winseln, alle Qual - Zusammenstürzte mir in diese Stunde. - O Scham, zu atmen eine falsche Zeit, - Die aufgetürmtes, unnennbares Leid - Mit Phrasen, Lügen und mit Eitelkeit, - Mit frechen Worten höhnisch überschreit! - O Scham, selbstisch im kleinen Kreis zu liegen, - Wo die Gewalt stachlichten Knüppel schwingt! - Wo Menschheitsschmach von allen Türmen singt, - Im Sattel der Gefühle hinzufliegen! - - * * * * * - - Ich tauchte, angstgeschüttelt, meine Hände, - Die lustgewohnten, in das dunkle Bad - Und schauerte zu Gott empor und bat, - Daß er dies fürchterliche Schauspiel wende. - _Ein Schauspiel?!_ donnerten die Schlünde wider. - O schnödes Wort! wie fuhr es in mein Hirn! - Das noch der Mund sprach ohn' Bedacht, indes die Stirn - Sich neigte schon vor den Gewalten nieder. - Es sprengte, berstend, die verwachsene Rinde, - Warf den Erlebnis-Fetisch aus dem Schrein, - Daß sich erschrocken mein erwachtes Sein - Schwang in das Weh'n der morgenkühlen Winde -- - Doch eh' mich noch der neue Tag umschallte - Und mich verschlug in einen engern Raum, - Ward ich erlöst durch einen dritten Traum, - An den Zertretner ich mich rettend krallte: - - Tief in verworrener Wildnis hub es an, - Ein Sausen, das sich tagwärts heller tönte - Und brausend schwoll zu Chören, die (erst süß geahnt) erdröhnten, - Als der erste Strahl des Lichts begann, - Der auf mich traf mit unirdischer Helle. - Doch Stimmen standen auf aus dem Gesang, und eine Welle - Von Duft (aus frühen Gärten) und von Jauchzen schlug mir ins - Gesicht. - Und als sich klärte bald der Sinne heißes Drehen - Und ich mich kühler hob aus dem verwirrenden Gischt: - Sah ich mich ragend auf dem höchsten Punkt gebogener Brücke stehen, - Von unten durchgleitenden Schiffen fröhliche Wimpel in den Sturz des - blauen Himmels zu mir wehen; - Die Arme warf ich weit und sprach zu Menschen, tausenden, - beglückten, - Die nach Not- und Elendjahren die verbrauchten Körper in den Teich - der Sonne bückten. - Meine Stimme sprang in den Taumel neugeborener Kreatur! - Jubelnder Schrei schlug lohend empor .. - Indes hinauf, hinab an der Ätherwand der versöhnende Bogen Gottes - fuhr. - Leicht an mein Ohr - Durch das Tosen der Wasser - Kam eine ferne Stimme, - Gütig und furchtbar, - Und sprach ein Wort, - Das ungeheure Wort: _Erwache!_ - Da wußt' ich mein Teil, - Zu dem ich geboren; - Sah meiner Brüder wühlendes Leid, - Die verpestete Zeit - Mit fanatischem Grollen - Auf den Flammenwink endlos verschlungener Hände in den Orkus rollen. - Sah wieder den göttlichen Bogen - Und Paradiese blühen auf den blutgedüngten Ackerwogen. - - - - - Erschießung von Gefangenen in der Kathedrale zu Reims - - - Von gierigen Fäusten hündisch in das Glied gebracht, - Sind sie noch einmal vor gereckter Wand des Gotteshauses furchtbar - aufgewacht .. - Den kotigen Hohn, mit dem man sie beschmissen - Und all die grimme Angst erlesener Quälereien haben sie vergessen; - Nicht wissen sie mehr, daß sie nachts in fauliger Baracke - aufgesessen - Mit runden Wahnsinnsaugen drohend-stickiges Dunkel rings zerrissen - Und sich -- schon furchtbarem Gelächter nahe -- in das - hirnzermahlende _Wozu_ verbissen. - Nur zärtlich fühlen sie jetzt ihre Hände und so kameradschaftlich - verkettet - Und sind, mit zuckender Wimper, schwindelnd schon in die - Unwegsamkeit des Nichts gebettet. - - O dröhnendes Erwachen in vereister Luft der Kathedrale! - Wo sind die heulenden Tuben des jüngsten Gerichts? - Wie jagt über die flimmernde Ebene aufgelösten Gesichts - Einem da die hohe Stunde, wo er ungezählte Male - (Elende Vermessenheit!) zusammenbrach in wohligen Schauern vor dem - gotischen Säulenwald; - Der andre schmeckt die fromme Ahnung jenes Kindheitstages bitterlich - und kalt - Des ersten Abendmahls mit blauen Unschuldsaugen, Freuden und - Geschenken - Und muß unwiderstehlich seiner wogenden Heimat denken. - Doch wird die Hatz der Bilder scheußlich weggefegt - Von dunklen Rohren, drohend auf sie angelegt. - Und schon umhüllt, noch eh' die Todessalve kracht, - Moder die blühenden Leiber der verworfenen Opfer und erstarrende - Nacht. - - Warum nicht schleudertet ihr weit von euch die mörderischen Waffen, - Da hoffnungslos Entsetzen euch anstierte, - Ihr Schergen, von dem gleichen falschen Wort Vertierte?! - Ihr, die aus gleichem Fleisch und Bein und rotem, wallendem Blut ihr - seid geschaffen, - Was warft ihr nicht das Fremde fort, ließet den Finger sinken - Von dem Schlag des lebenzerstörenden Hahns oder ließet den Schuß - ertrinken - Hoch in dem Donnergewölbe, dem hallenden (das schon von andern - Geschossen - Den Schmerz dieser tobenden Zeit in klaffenden Wunden genossen)? - Glaubt nicht, wenn man euch sagt: dies ist der Feind! - Der blind wie ihr sich treiben ließ zu Hauf - Und nun sich krümmt vor euch, niemals mehr schlägt die erlöschenden - Augen auf - Zu dem verschwebenden Himmel, der so Feind wie Freunden scheint! - Barst euch kein Schrei des Mitleids in der Kehle, - Als eure Hände, vergewaltigt von dem Geist der blutigen Befehle, - Sich gräßlich kehrten wider Menschen, wie das Wild gehetzte -- - Da euer brüllender Lauf die verschwitzten, aufgezwungenen Kleider - unbarmherzig von gewehrgeschundenen armen Schultern fetzte - (Auch achtend nicht der taglang bohrenden Wunden, die schon schlug - die verheerende Schlacht)? - Wie hätten diese sündigen Hände herrlich sich entfacht - Am Nacken eurer Brüder, eurer Kameraden sklavischen Gehorsams, die - ihr nur schnöde umgebracht! - Weil ihr -- wie jene -- nicht erkanntet, was euch ruhlos vorwärts - treibt, - Weil ihr -- wie sie -- dem Moloch opfert, der die ehernen, - unmenschlichen Gesetze schreibt, - Die für morgen euch das gleiche Schicksal aufbewahren, - Das maßlos teuflischer Durst euch Blutverwirrte heut' vollziehen - heißt. - In heiliger Wut erwacht auch ihr! Eh' euch die Binde von den Augen - reißt - Der ewige Tag .. eh' ihr (zu spät!) erkennt, - Daß ausgespieen ihr der Liebe Sakrament -- - _Und daß einst alle Wesen gut und friedlich waren_. - - - - - Egalité, Fraternité! - - - Von steilen Wänden rieselt dünn das Leuchten - Erstarrter Mittagssonne, hart und kalt; - Erblindend sind die Fenster von dem feuchten, - Erbarmungslosen Atem zugewallt. - - Ein Wintertag blüht in verschneiten Bergen, - Verwahrt in Schönheit, doch nicht allzufern -- - Hier wühlen sich der leichtumhegten Schergen - Verbissne Sklaven in Maschinenlärm. - - Und ahnen schwach, daß ihrer Pulse Feuer, - Wenn es geschürt, den stumpfen Block zerreißt -- - Und über dieses nüchterne Gemäuer - Auflodernd furienhaft ins Blaue beißt! - - Doch hart benagt von Unzulänglichkeiten, - Sind sie der Fron verfallen, unbewußt; - Nicht dämmert ihnen in verhangnen Weiten - Das schmale Frührot einer tiefern Lust. - - _Warum_ seid ihr mit Dumpfheit zugeschüttet, - Indes ich bade in azurenem Licht? - Wer hat, mit frevlen Listen, so zerrüttet - Eherner Schicksalswogen Gleichgewicht? - - _Besinnt euch!_ Rafft die Glut der Fackelbrände, - Die hell in eure ewigen Nächte bricht .. - Seht diese züngelnd aufgereckten Hände - Und meiner Aufruhrstimme weißen Gischt!! - - - - - Du auch, Tier, mein Bruderwesen! - (Dem toten Maler Marc, dem Franziskus einer entmenschten Zeit, - zum Gedächtnis) - - - Ich bin zum Überströmen vollgetan - Mit Klage und mit einem großen Schmerz, - Der sich aus schwankenden Gebilden saugt und nährt - Und mir den Riß in jedes Dings Geründetheit entschleiert. - Ein gern geschenktes Lächeln wird zum haßverzerrten Hohn - Und Stirne, die sich tief umdunkelt, wird des heitern Schwebens in - dem Raum nicht mehr gewahr. - Auf mein Gesicht traf heute, als im Mittag sich die Straße dehnte, - Ein Blick aus Augen, die schon matt verglasten, - Aus großen Augen, die noch einmal brünstig rückverschlangen - Das Licht und seinen taumelnden Gespensterritt -- - Sterbenden Pferdes Blick im Straßenhasten. - Wo ist der Tag mit fröhlichem Gewieher? - Die reichgefüllte Krippe müden Abends? - Nur Schweiß und Arbeit rieb die Lenden durch .. - Nun tritt es ohne Dank und Streicheln ab - Und muß auf Steinen jämmerlich verrecken. - Warum springt niemand bei? - Warum ist keiner so erbarmungsvoll, - Daß er verhängte schwindendes Gesicht? - Seid ihr so taub dem Ruf dunkel-verglutenden Auges? - Fühlt nicht, ihr Oberflächen-Betaster, - Wie er tief anklagend, rüttelt an euch?! - - Seid nicht auch ihr geschöpft aus Zeit und Erde, - Um wieder euch zu drehn in Schlamm und Tod? - Wer gab euch Recht, zu knechten Kreatur, - Die mit euch teilhat an dem gleichen Tag? - - Seid ihr nicht selbst gepfercht in eures Käfigs Wände - Und freßt das Gnadenbrot dem Moloch Tod aus knochig-hohlen Händen? - Was wißt vom Leben ihr in euren dumpfen Betten? - Was, Kettenschüttler ihr, von sehendem, wissendem Gang durch - qualmverschüttete Stadt? - Dies Tier, das teilnahmlos ihr ließet sterben, - Es war dem Leben näher wohl als ihr - Und floß mit Baum und Wolke, Sonn' und Brudertier - Inbrünstiger dahin - Als ihr mit eures schallenden Tuns gemächlichem Verderben. - Wer von euch blieb in diesem Mittag stehn - Und sprach demütig-groß das rasende Wort: ich bin? - An dieses Daseins schmerzlichem Vergehn - Entzündete sich keine Stirne hehr -- - Eiserner Reifen hielt die Schläfen euch, - Und nicht erfand sich eine Spur in euer zugemauertes Bereich. - Einsam verlohte unerfülltes Opfer in den blauen Himmelsteich - Und brach in weinenden Gewittern nieder auf das verlorene - Häusermeer. - - - - - Welt-Fühlen in der Opernpause - - - Menschenangesichter, dumpf und schwelend, - Stoßt aus dem trüben Schwaden eures Kleinmuts hoch! - Erwacht, ihr Körper, aus morschen Wänden, - Werft euch mit morgengebadeten Händen, - Wachst in das Lichte singend empor! - Widriges Kleingetier, nach Myriaden zählend, - Das vampyrengleich aus euch gesogen, - Muß nun elendig verenden - Im eisigen Hauch aus frühem Sternenbogen. - - Ihr siecht und welkt an Giften wolkiger Trance. - Ihr taucht zu tief in euer Seelenbad. - Ihr seid erfüllt von eurer kleinen Welt und übersatt. - Ihr kennt die heiße Zeit nicht mehr, die längst euch überflügelt - hat. - Türmt euch zum First der schwindelnden Balance - Aus der Not und dem Chaos, in das euch die wimmernde Mutter gebar -- - Habt Rechts und Links und in der Faust ein flammendes Schwert; - Seid zum Kampf für die dämmernde Welt so bewehrt und bekehrt! - Mild schwimme das leuchtende Antlitz über aufblühenden Paradiesen, - wo einst Gewässer und Wüste war. - - Menschenangesicht, besinne Dich! - Besonnter Morgen bricht aus deinen Augen, hell und königlich. - Nahst du dich: - Es schweigt der Föhn, die Himmel brechen auf, Getier und Berge - beugen sich. - Tu ab das bauschige Kleid - Der glatten Geste Eitelkeit! - Feindschaft sei ausgelöscht -- Güte entflamme dich! - Von Scham des Mordens halte ewig deine Wange rein! - In deinen unvergleichlichen, göttlichen Zügen - Laß den Schnee deiner Kindheit, laß die wirbelnde Erde beseligt - liegen! - Trost und Hilfe fließe deine Stimme, Bruderstimme, bis zum letzten - Lampenschein! - - Halte Würde, halte Schöne: - Siehe, Glück, das du entfachst, - Wenn du schlummerst, wenn du wachst -- - Durch deines Daseins hingegossenes Licht -- - Trägt dich steil in Gipfelhöhe, Menschenangesicht! - Daß Tau des Mitleids deinen Scheitel kröne, - Neige dich, neige dich, wehre der Träne nicht! - - Und du, du junges, du süßes Gesicht, - Verwahrt in der Loge, von weißen Sonnen magisch umsprüht, - In des Sitzes Tiefe gelehnt zurück: - Schenk' mir noch einmal deinen Siegerblick, - Eh' die Rampe lügenhaft erglüht, - Eh' dieser tanzende Raum mit den schmetternden Farben erlischt. - - - - - INHALT - - - Seite - Auferstehung, Himmelfahrt 5 - Sendung 7 - Erneuerung 9 - Wann tagt der Morgen, der die Feindschaft löst? 10 - »Vermißt« 12 - Vor spätem Schlafengehen 16 - Ahasverlos 18 - Das simple Lied 20 - Sünde und Sühne 21 - Erwachen und Bestimmung 23 - Erschießung von Gefangenen in der Kathedrale zu Reims 26 - Egalité, Fraternité! 29 - Du auch, Tier, mein Bruderwesen! 30 - Welt-Fühlen in der Opernpause 32 - - - - -Anmerkungen zur Transkription - - -Hervorhebungen, die im Original g e s p e r r t sind, wurden mit -Unterstrichen wie _hier_ gekennzeichnet. - - - - - - -End of Project Gutenberg's Erwachen und Bestimmung, by Carl Maria Weber - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERWACHEN UND BESTIMMUNG *** - -***** This file should be named 52182-8.txt or 52182-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/2/1/8/52182/ - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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