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If you are not located in the United States, you'll -have to check the laws of the country where you are located before using -this ebook. - - - -Title: Landschaften - -Author: Hans Thoma - -Commentator: Wilhelm Kotzde - -Release Date: July 16, 2020 [EBook #62670] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK LANDSCHAFTEN *** - - - - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -https://www.pgdp.net - - - - - - - #################################################################### - - Anmerkungen zur Transkription - - Der vorliegende Text wurde anhand der 1909 erschienenen Buchausgabe - so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische - Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute - nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten - bleiben gegenüber dem Original unverändert, sofern der Sinn des - Texts dadurch nicht beeinträchtigt wird. - - Die Seiten mit Buchwerbung wurden der Übersichtlichkeit halber - am Ende des Buches zusammengeführt; das Inhaltsverzeichnis - (Verzeichnis der Abbildungen) wurde dagegen an den Anfang des - Textes verschoben. Die Bildunterschriften wurden vom Bearbeiter - anhand des Inhaltsverzeichnisses hinzugefügt. - - Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; besondere - Schriftschnitte wurden mit Hilfe der folgenden Sonderzeichen - gekennzeichnet: - - unterstrichen: _Unterstriche_ - Fettdruck: =Gleichheitszeichen= - gesperrt: +Pluszeichen+ - Antiqua: ~Tilden~ - - #################################################################### - - - - - Hans Thoma - - Landschaften - - Mit einem Geleitworte - von +Wilhelm Kotzde+ - - [Illustration] - - Herausgegeben von der - - Freien Lehrervereinigung - - für Kunstpflege - - 21. bis 30. Tausend - - [Illustration] - - Mainz 1909 · Verlag von Jos. Scholz - - - - - Alle Rechte vorbehalten - - - - -[Illustration] - -Inhaltsverzeichnis - -[Illustration] - - - 5 Abendruhe - - 7 Schwarzwaldtanne - - 9 Schwarzwaldhöhen - - 11 Lichterfülltes Tal - - 13 Der Bach im Tal - - 15 Taunuskastanien - - 17 Taunusbild - - 19 Stille vor dem Sturm - - 21 Die junge Donau - - 23 Weiden am Rhein - - 25 Die Birke - - 27 Auf dem Pilatus - - 29 Oberitalienischer Frühling - - 31 Frühling bei Rom - - 33 Der Garda-See - - 36 Kind und Schicksal - -[Illustration] - - - - -Der Name Thoma hat für den Deutschen heut einen guten und heimeligen -Klang. Es ist uns bei seinem Namen, als sähe uns jemand an mit treuen, -deutschen Augen, in denen unendliche Güte und Liebe liegt, Güte für -die Menschen und Liebe zu allen Dingen, die um uns sind, die wir von -Kindheit her uns gewannen mit suchender, staunender Seele. All das, -was uns lieb und wert ist, das zeigt uns Thoma in seiner Kunst, ja -er erschließt es uns erst, bringt uns zum Bewußtsein, was in uns -schlummerte, daß nun unsere Seele mitschwingt und mitzittert, wenn er -das vor uns stellt und sagt: Sieh da, das habe ich geschaut, das habe -ich mit liebendem Sinn in mir getragen, und nun will ich’s euch geben, -daß es euch freue, wie es mich gefreut hat. - -Aus der Freude an den Dingen ist ja Thomas Kunst geboren. Er ist -ein rechter Genosse der Dürer, Schwind und Richter. Es ist das -Unaussprechliche in seiner Kunst, das jeder, der unseres Volkes ist, -mit seinem Gefühl umgreift, das sich ahnungsvoll in unsere Seele -stiehlt und uns froh und glücklich macht. - -Dieses Heitere, Frohe, das Friede- und Ruhevolle ist auch in Thomas -Landschaftskunst, die einen wesentlichen Teil seines Schaffensgebietes -umfaßt. In traumvoll schönen Bildern erzählt er uns von dem heimischen -Schwarzwald, von Rhein und Taunus, von der ewigen Gletscherwelt, vom -immer wechselnden Meer und vom heißen, sonnigen Italien. Aber wohin er -auch geht, es ist nicht das Äußere, Zufällige, von dem er berichtet. Er -nimmt es erst ganz auf in seine Seele, er verarbeitet es innerlich, und -dann bannt er das, was ihm bedeutsam erscheint, auf die Leinwand. Er -hat ein außerordentliches Erinnerungsvermögen, die Andeutung der Kontur -und einige allgemeine Farbbemerkungen genügen ihm, um nach Jahren noch -ein Bild in voller Deutlichkeit vor seinen Augen wiedererstehen zu -lassen. Sind doch die Hochgebirgsbilder, die zum Gewaltigsten deutscher -Landschaftskunst gehören, in der Werkstatt nach flüchtigen Skizzen -entstanden. Henry Thode erzählt: „Mich wollte es beim Einblick in -Thomas Skizzenbücher bedünken, als gäbe es nicht ein Blättchen, nicht -eine Blume, nicht ein Geäst, nicht eine Wolkenform, nicht ein Tier, -nicht eine Körperbewegung, über die er sich nicht in seiner Lernzeit -mit dem Stifte gewissenhaften Aufschluß verschafft, als habe er die -Formen- und Farbensprache der Natur bis in jede Einzelheit auswendig -gelernt.“ Daher kommt es denn aber auch, daß er alles Zufällige -auszuscheiden weiß, daß er die großen, bedeutenden Züge vereinen kann -und so Bilder entstehen, von denen jedes ein anderes ist als das ihm -voranging, ein anderes in Stimmung, Aufbau, in der Technik, im ganzen -Gehalt. - -Thomas Landschaften gehören ihrem innersten Wesen nach zu den Bildern, -welche die großen deutschen Maler der Vergangenheit schufen, wenn sie -Landschaften gaben, und zu ihm finden sich die besten Landschafter -der Gegenwart. Etwas Gemeinsames ist ihnen allen, und wenn Thoma von -dem Franzosen Courbet viel gelernt hat, er gehört doch auch gerade in -seinen Landschaften zu den Cranach und Grünewald, Dürer, Caspar David -Friedrich, Ludwig Richter, Schwind, Lugo, und zu ihm gehören Haider, -Steinhausen, Edmund Steppes. - -Hans Thoma war bis zu seinem 20. Lebensjahr in seinem Heimatdorf, -droben im Schwarzwald. Er lebte in und mit der Natur, und daher hat -er sich die große Kenntnis der deutschen Landschaft und die Liebe -zu ihr geholt. Dieser Schatz, den er in der Jugend gewann, machte -ihn reich für sein ganzes Leben. Er geht nicht auf in Farben- und -Beleuchtungsproblemen, so ernstlich er mit ihnen gerungen hat und so -groß seine Kraft auch war, Sieger über sie zu werden, es ist mehr als -das in seinen Bildern. - -Diese Bäche, die von den Bergen rinnen, der Friede über dem Taunuswald, -dieses helle Licht im „Lichterfüllten Tal“, der Durchblick unter der -„Schwarzwaldtanne“ auf die Häuser mit den tief herabgehenden Dächern, -es ist etwas tief Seelisches in ihnen allen. - -Wenn er, wie in so vielen seiner Bilder, uns von Italien erzählt, es -ist auch da immer etwas, das uns sofort erkennen läßt: Ein Deutscher -schuf diese Bilder, einer, der mit uns lebt und der von unsern Freuden -weiß und unsers Herzens ist. Über das heitere und Liebliche hinweg aber -schreitet er zum Erhabenen, Gewaltigen der Gletscherwelt. Er hat da -Bilder geschaffen, die uns von der Größe des Hochgebirges erzählen, wie -vor ihnen nur die Bilder Segantinis. Für viele waren diese Bilder eine -Überraschung, für die, welche Thomas Welt sich ganz zu eigen gemacht, -waren sie eine frohe Bestätigung dessen, was sie tief innerlich von dem -Meister gewußt hatten. - -Wer vor den Bildern Thomas zu schweigen weiß und sie innig betrachtet, -mit liebendem Auge eindringt in ihre Welt und sich ihnen öffnet, dem -werden sie Stunden froher Offenbarung geben. - - -Thoma-Worte. - -Das Behagen, das in der Ausübung einer Kunsttätigkeit liegt, ist sehr -groß, und man darf wohl annehmen, daß der Künstler ein bevorzugter -Mensch sei. Deshalb dürfte auch das bißchen Lebensmisere, auch wenn -es oft viel ist, das zudem der Künstler mit allen anderen Menschen -gleichmäßig zu tragen hat, nicht zu wichtig genommen werden. Das -Verkennen der Mitwelt, das ja leider hier und da auch vorkommt, dürfte -auch nur dem Ehrgeiz einen Stoß geben, aber das eigentliche Wesen darf -es nicht irritieren. - -Die Anfänge der Kunst werden immer instinktiver Natur sein. Die -Erziehung vollzieht sich unbewußt -- die Grundlage wird gelegt zu einer -nachfolgenden bewußten Erziehung und Ausbildung, welche immer so bewußt -sein soll, daß sie die unbewußte Erziehung, dies Kapital, respektiert. - -Die Kunst ist halt doch eine eigene Sache, am Ende ist sie gar -kein Prinzip, keine Theorie, sondern eine Lebensäußerung, die an -Persönlichkeiten gebunden ist und nur durch Persönlichkeit am Leben -erhalten werden kann. - -Nach sechsmonatlichem Unterricht in der Antikenklasse durfte ich -Schirmerschüler werden, d. h. ich ging in den Schwarzwald und malte -dort nach der Natur, und mit welchem Eifer! Bracht, mein Mitschüler, -kam auch, und in unserm Eifer gingen wir oft des Morgens fort, zwei -Stunden weit in ein wildes Tal, um -- einen Stein, einzelne Pflanzen -zu malen, die wir, wie wir eigentlich selber sahen, ebensogut hinter -dem Haus in Bernau hätten malen können; wir stritten uns auch wohl -um die Motive, die jeder zuerst entdeckt haben wollte, die wir aber -doch zuletzt friedlich, meist gemeinschaftlich, malten. Diese Studien -waren von äußerster Gründlichkeit und Sachlichkeit -- über nichts -wurde hinweggegangen. Es gab damals noch keine Theorie „moderner -Errungenschaft“ im Farbensehen -- das war auch gut für uns. - -Es war anfangs Juni, in Freiburg hatte ich übernachtet und machte -mich am Morgen auf zu dem achtstündigen Weg nach Bernau. Das ganze -Sommerglück ruhte auf meiner Seele, als ich rüstig durch die Wälder -hinan in die Berge hinaufschritt. So ganz im jugendlichen Vollgefühle, -der Mittelpunkt der Welt -- denn alles gehörte ja mein, was ich sah, -für mich war die Welt da. Ich fühlte mich als das, was man seit -Nietzsche heutzutag eine „Herrennatur“ nennt. Am Mittage, als ich die -höchste Höhe meiner Wanderung erstieg, die „Halde“, ballten sich die -den Vormittag verklärenden weißen Wolken zu einem Gewitter zusammen, -das über der Rheinebene stand, fast unter mir; seine Blitze zuckten -bis in die Berge hinüber, der Donner klang mir wie ein Jauchzen des -Übermutes in der Natur -- Regenschauer wechselten mit Sonnenblicken. -Es kam so etwas wie Schöpferfreude über mich -- denn war nicht diese -Großartigkeit und Pracht für mich da? -- war ich nicht dazu berufen, -sie zu sehen? Stille Anbetung und fröhliches Jubeln erfüllten meine -Seele, und hätte ich Worte gefunden, so wäre mein Gesang ein Psalm -gewesen. - -Die Rückkehr in die kleine Akademie in Karlsruhe schob ich immer -so lang wie möglich hinaus. Öfters ging ich, um nicht in Freiburg -übernachten zu müssen und den Zug nach Karlsruhe zu erreichen, in -Bernau spät nach Mitternacht fort. Durch die schneereiche, mit -schwachem Mondlicht beleuchtete Novembernacht, nach schwerem Abschied -von den Lieben, ging ich ins Tal hinunter -- die Felsen und die -rauschenden Wasserfälle gebärdeten sich ganz wild in der unheimlichen -Nachtstille; wie war es mir doch so schwer ums Herz, wie so gar -dunkel lag die Zukunft vor mir -- die Sorge, wie es weiter mit mir -gehen werde. Nach vierstündigem Wandern ging der Mond unter, und -ich mußte durch einen dunklen Wald, in dem der beschneite Weg mich -leitete -- aber auch Sorgen machen furchtlos, und sie waren stärker -als alle Nachtgespenster. Auf der Haldenhöhe, von wo ich einst in das -Sommergewitter hineingejubelt hatte, begann ein Schein, wie von einer -schwachen Dämmerung, die Schneehalden aufzuhellen -- ein Rosaviolett -erhob sich aus dem Dunkel -- ein kaum merklicher Farbenhauch, der nur -auf der Reinheit des weißen Schnees sich geltend machen konnte -- aus -diesem Rosa wuchs der Morgen herauf. Auf der letzten Höhe über Freiburg -lag dieses und das ganze Rheintal eingehüllt in dichten Nebel -- oben -auf den Bergen war der helle Morgenschein -- die Sonne brach herauf -- -aber ich mußte hinuntersteigen in den Nebel; grau war Freiburg, grau -die Fahrt nach Karlsruhe, und es blieb mir lange das Gefühl, als ob der -Schwarzwald golden wäre. - - -[Illustration: Abendruhe] - - -[Illustration: Schwarzwaldtanne] - - -[Illustration: Schwarzwaldhöhen] - - -[Illustration: Lichterfülltes Tal] - - -[Illustration: Der Bach im Tal] - - -[Illustration: Taunuskastanien] - - -[Illustration: Taunusbild] - - -[Illustration: Stille vor dem Sturm] - - -[Illustration: Die junge Donau] - - -[Illustration: Weiden am Rhein] - - -[Illustration: Die Birke] - - -[Illustration: Auf dem Pilatus] - - -[Illustration: Oberitalienischer Frühling] - - -[Illustration: Frühling bei Rom] - - -[Illustration: Der Garda-See] - - -[Illustration: Kind und Schicksal] - - - - -[Illustration] - -~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - - -Unter Mitarbeit namhafter zeitgenössischer Schriftsteller herausgegeben -von Wilhelm Kotzde - -Verlag von Jos. Scholz in Mainz - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~CARL FERDINANDS~ - -~DIE PFAHLBURG~] - -Eine spannend geschriebene Urzeiterzählung aus Rheinlands -Pfahlbürgerzeit. - - 155 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~MAX GEISSLER~ - -~DER DOUGLAS~] - -Eine anziehende Geschichte aus Schottlands bewegter Vergangenheit. - - 205 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~WILHELM KOTZDE~ - -~IM SCHILLSCHEN ZUG~] - -Eine lebendige Darstellung der großen Tage von Kolbergs Verteidigung. - - 163 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~GUSTAV FALKE~ - -~DREI GUTE KAMERADEN~] - -Kinderglück, Kinderleid, behagliche Kleinmalerei und Humor, das alles -übersonnt, spinnt diese Geschichte des Dichters, die besonders für -Mädchen viel Anziehendes hat. - - 167 Seiten - - -Der Jugend nur das Beste! - -Der Erfolg der hundertfältig von maßgebenden pädagogischen und -literarischen Blättern empfohlenen „Mainzer Volks- und Jugendbücher“ -ist in den Vorzügen begründet, die die Bücher vor allen anderen -auszeichnen. Das Charakteristische der Sammlung ist kurz: Größere -Erzählungen namhafter zeitgenössischer Schriftsteller. Eigenartiger -Stoff, den Bedürfnissen der Jugend entgegenkommend, spannende Handlung, -naturwahre Darstellung. Prächtige Schilderung, mustergültige Sprache, -vorbildliche Buchausstattung. Bilder von ersten deutschen Künstlern. -Bis jetzt liegen zehn in jeder Beziehung bedeutende Bände vor von: -Gustav Falke, Carl Ferdinands, Max Geißler, Kurt Geucke, Eberhard -König, Wilh. Kotzde, Joseph Lauff, Charlotte Niese. Jedes Buch, in -Leinen gebunden, kostet 3 Mark. Weitere Bücher in Vorbereitung. Noch -eine ganze Reihe unserer hervorragendsten Dichter und Schriftsteller -sagten ihre Mitarbeit zu. Viele Schulbehörden, Ministerien, Regierungen -und städtische Schulverwaltungen erkannten den Wert des Unternehmens -an und empfohlen die „Mainzer Volks- und Jugendbücher“ nachdrücklich -für Schülerbibliotheken. Nicht umsonst nennen sie sich aber auch -=Volksbücher=. Wie jedes rechte gute Buch, das die Jugend liebt, -auch von Erwachsenen gern gelesen wird, so sind die „Mainzer Volks- und -Jugendbücher“ berufen, alt und jung gleicherweise Freude zu machen. - -=Außer den nebenstehend abgebildeten 8 Büchern liegen noch vor: -Carl Ferdinands, „Normannensturm“ und Kurt Geucke, „Der Steiger vom -David Richtschacht“. Die Reihe wird fortgesetzt. Preis eines jeden mit -Bildern geschmückten Buches= - -=ungebunden Mk. 2.50, gebunden Mk. 3.= - -„=Das Literarische Echo=“, bekanntlich eines der maßgebendsten -Literaturblätter, schreibt: „Mit einem neuen wertvollen Unternehmen -tritt der Verlag von Jos. Scholz in Mainz auf den Plan. Er eröffnet -eine Sammlung von Erzählungen, die der =Aufmerksamkeit aller Eltern -und Erzieher nachdrücklichst empfohlen= werden darf. Der Name -des Herausgebers, des vortrefflichen Jugendschriftstellers Wilhelm -Kotzde, bürgt für den Ernst und den Geschmack, mit dem die Auswahl der -einzelnen Bände getroffen ist, und der Verlag hat den Büchern eine in -jedem Betracht =vorbildliche und mustergültige Ausstattung= zuteil -werden lassen. Es ist sehr erfreulich, daß mit diesem Unternehmen -deutschen Dichtern u. Schriftstellern die Gelegenheit und der Anreiz -geboten wird, auch für die deutsche Jugend und die einfacheren -Volkskreise zu schreiben. Diese Sammlung neugeschaffener Jugendbücher -verspricht dank der Qualität ihrer Mitarbeiter und der Sorgfalt ihrer -buchtechnischen Herstellung =in ihrer Art die beste= zu sein, -welche wir haben.“ - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~WILHELM KOTZDE~ - -~DER TAG VON RATHENOW~] - -Eine kraftvolle, fesselnde Erzählung aus der Zeit des Großen -Kurfürsten, ein überaus lebensvolles Bild aus der Geschichte Preußens. - - 213 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~JOSEPH LAUFF~ - -~DER TUCHER VON KÖLN~] - -Eine wuchtige Schilderung d. Kämpfe der Zünfte wider die Geschlechter, -ein lebensvolles Bild der städt. Verfassung Kölns jener Zeit. - - 208 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~CHARLOTTE NIESE~ - -~WAS MICHAEL SCHNEIDEWIND ALS JUNGE ERLEBTE~] - -Aus der Zeit der großen Französischen Revolution. Eine gewaltige -Handlung, von der Dichterin mit Wärme u. stillem Humor bemeistert. - - 201 Seiten - - -[Illustration: ~MAINZER VOLKS- UND JUGENDBÜCHER~ - -~EBERHARD KÖNIG~ - -~UMS HEILIGE GRAB~] - -Erzählung aus der Zeit der Kreuzzüge und der ersten Deutschritterkämpfe -in Preußen. - - 201 Seiten - - -Der fruchtbare Gedanke, unsere besten lebenden Erzähler in den Dienst -der Jugend zu stellen, ist hier Wirklichkeit geworden. - - Literarischer Ratgeber des Dürerbundes. - - - - -Das Deutsche Jugendbuch - -Unter Mitarbeit namhafter Schriftsteller und Künstler herausgegeben von -Wilhelm Kotzde - - -Das Deutsche Jugendbuch will ein Buch für +alle+ Kinder sein, für -die großen und für die kleinen. In buntem Wechsel bringt es Märchen, -Geschichten, Lieder, Reime, Rätsel und Bilder. Unsere besten Künstler -beteiligten sich an dem Buche. Namen wie Blüthgen, Ferdinands, Geucke, -Krügel, Kotzde, von Malern Müller-Münster, Schmidhammer, Schroedter, -Gebhardt, Mickelait, Weingaertner, Bossert, Stroedel bürgen dafür, daß -der Jugend hier in Wort und Bild Gutes und Gediegenes geboten wird. -Rätsel, Spiele und Aufgaben mancherlei Art geben dem Kinde Gelegenheit -zu heiterer Beschäftigung. Auch die Eltern werden gern in das Buch -sehen, und wenn es die Familie zu gemeinsamer Freude zusammenführt, -wird es seine Aufgabe recht erfüllt haben. - - -[Illustration] - -Das 192 Seiten starke Buch kostet fest gebunden nur - -=3 Mark= - -In jedem Jahre wird ein in sich vollständig abgeschlossener, von dem -vorhergehenden unabhängiger Band erscheinen - - -Aus dem Inhalte - -+Ludwig Bechstein+: Der wandernde Stab; +Victor Blüthgen+: -Kinderparadies; +Carl Ferdinands+: Mutters Nachtgebet -- Der -unschlüssige Maikäfer -- Hänschen im Postkasten; +Konrad Fischer+: -Der Vogelhüter; +Kurt Geucke+: Unterm Glockenläuten; Goethe: Johanna -Sebus -- Legende vom Hufeisen; +Brüder Grimm+: Das Wasser des Lebens -- -Der Zaunkönig und der Bär -- Der gute Handel -- Die beiden Wanderer; -+Friedrich Halm+: Die Glocke von Innisfare; +Friedrich Hebbel+: Ein -dithmarscher Bauer; +Friedrich Jakobs+: Der Holzhauer; +A. Kopisch+: -Der scharfe Tabak -- Die fexierten Frösche; +Wilhelm Kotzde+: -Seltsame Wanderschaft -- Rotbuckel -- Die Freunde -- Ostmärkisches -Bauernlied, vertont von Rud. Buck -- Neckreim; +Gerhard Krügel+: Die -Baldersage; +Meinrad Lienert+: Das Christkind -- Der Liebgott, der -alles sieht; +Mörike+: Der Zauberleuchtturm -- Elfenlied; +Franz von -Pocci+: Die Kinder im Walde; +Promber+: Spiele und Aufgaben; +Adolf -Schmitthenner+: Die vier Fichten; +Gustav Schwab+: Johannes Kant; +Carl -Stöber+: Handwerk hat einen goldenen Boden. Gedichte -- Sinnsprüche --- Rätsel -- Experimentierscherze -- Spiele -- Kunststückchen -- -Schnellsprechübungen, Scherzfragen - - -Neue Erzählungsbücher - -[Illustration: Vom Sonnenberg] - -[Illustration: Von Hollas Rocken] - -[Illustration: Sieben Schwaben] - -Herausgegeben von der Freien Lehrervereinigung für Kunstpflege, Berlin - - -Vom Sonnenberg - -Ein Buch für groß und klein von Wilhelm Kotzde. 82 Seiten. Gebunden - - 1 Mark - -Das Einbandbild ist eine rechte Zusammenfassung dessen, was das Buch -bietet. Freude will es geben für große und kleine Kinder und für die -Eltern, die mit ihren Kindern sich freuen können, obendrein. Die -besten und bekanntesten Dichter haben sich vereinigt, um in Märchen, -Liedern und Geschichten von heiteren und nachdenklichen Dingen zu -erzählen. Hermann Berdrow, Karl Bienenstein, Victor Blüthgen, Mart -Boelitz, Wolrad Eigenbrod, Gustav Falke, Carl Ferdinands, Max Geißler, -Eberhard König, Wilhelm Kotzde, Gerhard Krügel u. Adolf Schmitthenner -sind vertreten, und wie die verschiedenartigsten Dichter sich -zusammenfanden, so ist auch der Inhalt mannigfachster Art, so daß jedes -Kind und jedes Haus in dem reichen Buch für sich etwas finden wird. -Dazu hat das Buch einen ungewöhnlich reichen Bildschmuck, und auch da -sind es die besten Künstler, die sich beteiligten. Selten ist ein so -reichhaltiges, billiges Buch geboten worden, das +jedem+ Kinde und -+jedem+ Hause etwas bringt - - -Von Hollas Rocken - -Volksmärchen, neu erzählt von Eberhard König. Bildschmuck von Hans -Schroedter. 93 Seiten. Gebunden - - 2 Mark - -In den Werken der Forscher ruht noch ein großer Schatz der herrlichsten -Volksmärchen verborgen und harrt des Dichters, der ihn hebt. Wie -die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein ihrem Volke einen unendlichen -Reichtum mitteilten, so könnte das auch heute geschehen. Und es -ist in diesem Buche geschehen. Ganz prächtige Stücke werden hier -gegeben. Das sind Märchen von köstlichstem, überwältigendem Humor, -wie „Vom Schneiderlein mit den drei Hunden“, „Das Unglaubliche“, -„Der Hasenhirt“, und andere Märchen wieder geben etwas von dem -waldumrauschten Zauber deutscher Volksdichtung. „Das Märchen von der -schönen Schwanenjungfer“ und „Wie der starke Hans sein Glück fand“ -gehören sicherlich zum Schönsten deutscher Märchendichtung. Eine Reihe -von farbigen Bildern u. Schwarzweißzeichnungen schmücken das Buch. Sie -geben so recht den Zauber dieser Märchen wieder. - - -Abenteuer der Sieben Schwaben und des Spiegelschwaben - -Erzählt von Ludwig Aurbacher. Mit Bildschmuck von Max Wulff. 93 Seiten. -Preis in Leinen - - 2 Mark - -Ein von vielen vergessener Volksdichter, Ludwig Aurbacher, den man -wohl neben Claudius und Hebel nennen sollte, hat uns die Abenteuer der -Sieben Schwaben und des Spiegelschwaben berichtet. Es ist derselbe -Stoff, wie ihn die Brüder Grimm geben, aber viel weiter und reicher. -Voll der sonderbarsten Szenen und von so unverwüstlicher Laune, daß -man schier nicht aus dem Lachen kommt, nimmt man das Buch einmal -zur Hand. Aber es ist doch wenig bekannt geworden, weil es nicht -im rechten Gewand geboten wurde. Dazu entschloß sich nun die Freie -Lehrervereinigung für Kunstpflege in Berlin. Sie ließ das Buch mit -Zeichnungen und farbigen Bildern von Max Wulff reich schmücken, und -der Künstler hat in seine Bilder auch den ganzen Übermut gelegt, -wie er aus den Abenteuern hervorsprudelt. Man wird das Buch neben -den Eulenspiegel und die Schildbürger legen müssen, und jeder, der -einmal lachen möchte, sei es groß oder klein, wird das Buch sich nicht -entgehen lassen. Es gibt in der deutschen Volksdichtung nicht viel so -Herz- und Scherzhaftes wie die Abenteuer der Sieben Schwaben und des -Spiegelschwaben. - - - - -[Illustration] - -Das Deutsche Bilderbuch - -[Illustration] - - -Unter dieser Schutzmarke erscheinen im Verlage von +Jos. Scholz+, -Graphische Kunstanstalt in Mainz, erstklassige Kinderbücher in -sorgfältigster, farbiger Wiedergabe nach Originalen erster deutscher -Künstler. - -=Mitarbeiter=: Professor Julius Diez, München, Franz Jüttner, -Berlin, H. Lefler, Wien, Professor Ernst Liebermann, München, Adolf -Münzer, Berlin, Eugen Oswald, Arpad Schmidhammer, München, Hans -Schroedter, Karlsruhe, Professor Hans Thoma, Karlsruhe, J. Urban, Wien -u. a. - -_Die Vorzüge dieser Ausgaben_ - -des Deutschen Bilderbuches beruhen besonders in der echt künstlerischen -und doch kindlichen Ausführung der Bilder, in deren sorgfältigster -farbigen Wiedergabe und der technisch durchaus vollkommenen und -vornehmen Ausstattung der Bücher bei niedrigster Preislage. -Charaktervolle Kunst bieten die Bücher an Stelle des vielfach sich -breitmachenden Charakterlosen und Süßlichen, Werke, über die der -Erwachsene und Kunstverständige nicht lächelnd die Achseln zuckt, -sondern deren er sich miterfreuen kann. - - -Märchen und Sagen - - Nr. 1. =Dornröschen=, gez. v. J. Diez, München - - Nr. 2. =Marienkind=, gez. von H. Lefler und J. Urban - - Nr. 3. =Aschenputtel=, gez. von A. Münzer - - Nr. 4. =Rotkäppchen=, gez. von A. Schmidhammer - - Nr. 5. =Hänsel u. Gretel=, gez. von R. Scholz - - Nr. 6. =Schneewittchen=, gez. von F. Jüttner - - Nr. 7. =Frau Holle=, gez. v. F. Kunz, München - - Nr. 8. =Froschkönig=, gez. von Ernst Liebermann - - Nr. 9. =Hans im Glück=, gez. v. Hans Schroedter - -Jedes dieser 9 Bücher im Format 22 : 29 cm enthält 8 farbige Vollbilder -und zahlreiche Textillustrationen. Preis =1 Mark=. Je 3 Märchen -zusammen gebunden (1 bis 3 usw.) 3 Mark. - -[Illustration: Dornröschen] - -Urteile und Empfehlungen - -(Nur einige der zu Hunderten vorliegenden) - -„Wenn zur Weihnachtszeit die Flut der Bilderbücher steigt, so ist -es uns ein Gefühl der Beruhigung, wenn wir im Strome einen sicheren -Fährmann erblicken, der kundig eine gute Fracht geborgen hat und sie -uns darbringt als eine solche, in die wir voll Vertrauen hineingreifen -können. Wir fassen stets etwas Gutes. Der Verlag von Jos. Scholz in -Mainz hat seinen kultivierenden Geschmack, mit dem er am Erziehungswerk -des Kindes arbeitet, aufs neue bewiesen und bringt uns eine Fülle -guter, zum Teil ganz vorzüglicher Leistungen.“ Frankfurter Zeitung. - -„Hoffentlich gelingt es diesen Bilderbüchern dank ihres erstaunlich -billigen Preises, endlich den fürchterlichen Schund, der übrigens meist -erheblich teurer ist, auf diesem Gebiete zu verdrängen.“ - - Leipziger Neueste Nachrichten. - - -[Illustration: Unzerreißbar gebunden 3 Mark.] - -[Illustration: Aus: Sonnenscheinchens erste Reise.] - - -Allerlei für die Kleinen und Kleinsten - - Mk. - - =Die Herzen auf.= Ausgewählte Gedichte - von Hoffmann v. Fallersleben - mit Bildern von Lena Baurnfeind 1.-- - =Wie ist doch die Erde so schön.= - Gedichte von Rob. Reinick mit farbigen - Bildern von Hans Schroedter 1.-- - - =Jugendland.= Obige Bücher vereint 2.-- - - =Tierbilder= von Eugen Oßwald, mit - Versen v. Gustav Falke. Bd. I u. II je 1.-- - Band I und II vereinigt 2.-- - Unzerreißbar auf Pappe. Band I - und II vereinigt 3.-- - - =Backe, backe Kuchen.= Liebe - Kinderreime mit Zeichnungen von - Franz Jüttner, Berlin 3.-- - - Dasselbe unzerreißbar auf Pappe 3.-- - - =Schau mich an.= Erste Anschauungsbilder - für die Kleinen farbig gezeichnet - von O. Gebhardt. Gebunden 3.-- - - =Sonnenscheinchens erste - Reise= von Clara Hepner, mit Bildschmuck - von Hans Schroedter 2.-- - - =Gute Bekannte aus dem Tierreiche.= - Tierbilder von Karl Kappstein, - Berlin. 16 farbige Vollbilder - und ebenso viele Textseiten in 2 Bänden - zu je 1 Mark, in einem Band - 2 Mark. Unzerreißbar in einem Band - 3 Mark, Prachtausg. in einem Band 3.-- - - =Liebe alte Reime.= Mit farbigen - Bildern von Otto Gebhardt 2.-- - - Dasselbe unzerreißbar auf Pappe 2.50 - - =Das macht Spaß=! Ein Bilderbuch - mit lustigen Versen v. Franz Mahler - und 16 farbigen Zeichnungen von - O. Gebhardt, Berlin 2.-- - - =Neues Bilderbuch= zum Ausschneiden - und Einkleben von Irene - Braun 1.-- - - -Der verlorene Pfennig - -Lustige Bilder und Reime von Arpad Schmidhammer, München Geb. 3 M. - -Eine allerliebste, glücklich erdachte und in seltener, herzlicher -Natürlichkeit vorgeführte neue Geschichte von Hans Däumling. Mit etwa -80 wirklich kindlichen Bildern und Versen. - - -Mucki - -Eine wunderliche Weltreise - -Für unsre Kleinen gereimt und gezeichnet von Arpad Schmidhammer, München - - Vornehm gebunden 3 Mark - Unzerreißbar auf Pappe M. 3.50 - - -Schlimme Streich’ - -von Hans und Grete, Liese, Fritz und Ernst und Käthe - -Bilder und Reime von Arpad Schmidhammer, München - - Dauerhaft gebunden 2 Mark - Unzerreißbar auf Pappe Mark 2.50 - - -Lustige Märchen - -Von Wilhelm Kotzde mit Bildern von Arpad Schmidhammer, München - -Gebunden 3 Mark - - -Heinz Sausebraus’ Himmelfahrt - -(Ein Luftschiffscherz) - -Verse von C. Ferdinands Bilder von Arpad Schmidhammer. - -Gebunden 1 Mark - - -_Ein prächtiges Familienbuch zur Pflege des deutschen Volksliedes._ - -Kindersang-Heimatklang. - -Deutsche Kinderlieder. Tonsatz von Prof. Dr. Bernhard Scholz in -Frankfurt a. M. Bildschmuck von Ernst Liebermann in München, 24 farbige -Bildseiten, 32 Vignetten und 36 Notenseiten nebst unterlegtem Text -zu 60 deutschen Liedern. Zwei elegant gebundene Bände zu je 2 Mk. -Prachtausgabe in einem Band 5 Mk. - -Es ist ein schöner Gedanke, der hier ausgeführt worden ist, man -kann zur Pflege gemütvollen deutschen Familienlebens sich nichts -Ansprechenderes denken. Auch die neuen Veröffentlichungen des -Scholzschen Verlages zeichnen sich aus durch wertvollen künstlerischen -Inhalt und sehr billigen Preis. - - Pädagogische Blätter für Lehrerbildung. - -[Illustration: Kindersang-Heimatklang] - - -_Prof. Hans Thoma: ABC-Bilderbuch mit ausgewählten Gedichten_ von -Wilhelm Hey, nebst Originalbeiträgen v. Mathilde Coester, Kassel. -Format 31 × 23 cm, 48 Seiten mit etwa 60 farbigen Bildern von Prof. -Hans Thoma, elegant und dauerhaft gebunden 4 Mark, unzerreißbar ohne -Textseiten 5 Mark. - -„Sicher die schönste Fibel, die je erstand! Da ist das Lesenlernen -Vergnügen. Das Kind, das dieses Buch hat, kommt fix und freudig als -Leser in die Schule und lacht der Qual der anderen. Es sind viele, -viele Bilder darin, manche von großem Reiz.“ - - Die Kunst im Leben des Kindes. - - -„Hier sind Bilderbücher, die auch dem weniger Bemittelten echte Kunst -bieten für sein Kind.“ - - Magdeburgische - Zeitung. - - - - -Hans Thoma, seine Jugend- und Volkskunst - - -Der Meister, dessen Kunst gleich treffsicher das Natürliche und -Idyllische ländlichen Lebens, wie das Romantische und Majestätische in -der Darstellung verschiedener Landschafts-Charaktere aussprechen, der -mit derselben Naivität und Innerlichkeit heitere antikische Stoffe und -Phantasien, wie tiefernste christliche Ideen und Vorgänge behandeln -kann, begeht am 2. Oktober d. J. seinen 70. Geburtstag. Ein volles -halbes Jahrhundert schöpferischer Arbeit und unermüdlichen Schaffens -liegt hinter ihm. Überblickt man die ungewöhnlich große Fülle von -Werken und Gestaltungen, die Thomas Künstlerwille hervorgebracht -hat, so kann man ohne Einwand wohl sagen, daß dem Meister kein -Schaffensgebiet verschlossen, keine Ausdrucksweise versagt geblieben -sei. - -Reine und nur durch die Gegenwart bedingte Freude an den Dingen, die -auch alltägliche Gegenstände und Vorgänge in eine vollkommene und oft -traumhafte Schönheit hinaufheben kann, bildet den Urgrund von Thomas -Kunst. Solche Unbeschwertheit im Genusse der Erscheinungsformen gehört -nur der Jugend als Eigentum an. Es ist deshalb auch leicht begreiflich, -daß der schaffensgewaltige Meister ein besonderes und liebevolles -Verhältnis zur Jugend hat, und es ist mehr als ein familiärer Zufall, -es hat eine tiefe sachliche Bedeutung, wenn Thoma die Bilanz seines -menschlichen und künstlerischen Seins im „Herbste des Lebens“ einem -Kinde widmet, und wenn er in dem +ABC-Bilderbuch+ und in seinen -+Malbüchern+ einen Extrakt seiner Kunst der Jugend darbietet. - -Es ist wohl ein einziger Fall, daß ein Künstler von der Bedeutung -Thomas direkt an die Jugend sich wendet. Nicht etwa, daß er eine -Auswahl seiner Werke, in das übliche Albumformat gesammelt, darbietet. -Nein, er vereinfacht und überträgt seine Werke geradezu in die -jugendlichem Genießen gemäße Einfachheit. - -Das klassische Beispiel dieses Kunstschaffens ist das schon erwähnte -+ABC-Bilderbuch+ (s. umstehend). Eine ganze Anzahl Thomascher -Bilder und Studien hat hier für die einzelnen Buchstaben des Alphabetes -den einfachsten und charakteristischsten Ausdruck gefunden. Eine -Fibel, ein erstes Lesebuch, ist daraus entstanden, ein ethisches und -bildnerisches Erziehungsmittel ersten Ranges. - -Die gleiche glückliche Hand hat Thoma in seinen „+Malbüchern+“[*] -bewiesen. - -[Illustration: - - 1839 Prof. Hans Thoma 1909 -] - -Thoma hat darin Landschaftseinheiten mannigfaltiger Art zu ungewöhnlich -vereinfachten Zeichnungen zusammengefaßt und diese Bildungen durch -wenige, flächenhaft aufgesetzte Töne zu lebendiger Wirkung gebracht. -Wie frische Aquarelle wirken diese ernsten Schwarzwaldmotive, diese -heiteren Rheingegenden, diese lachenden Mainlandschaften und diese -majestätischen Alpenseen. Eine prachtvolle Vorschule des Schauens -und Bildens ist in diesen ungemein lebensvollen Landschaften für die -Jugend gegeben. Schon die reizvollen Umschläge verraten den großen -und wirkungsvoll gestaltenden Künstler, der die Hefte so reich und -instruktiv ausgestattet hat. Form- und Raumbildung lassen sich hier -ebenso gründlich studieren, wie der Stimmungsgehalt der Farben und des -Lichtes zu seinem Rechte kommt. - -Dem Geist der Zeit folgend, hat der Verlag die obengenannten Malbücher -und einen Teil des ABC-Buches auch als +Postkarten-Malbücher+ -herausgegeben. Auf diese Weise werden die feinen und sinnigen -Thomaschen Blätter in erweiterter Weise zweckdienlich und für Sender -und Empfänger erfreulich. - -Mit den „+Kunstgaben+“[**] der Berliner Freien Lehrervereinigung -für Kunstpflege -- die ebenfalls bei +Jos. Scholz+ in +Mainz+ -verlegt werden -- ist der Wirkungskreis Thomascher Kunst wesentlich -ausgedehnt worden. Hier erklingt der Ruf nicht nur an die Jugend, -sondern ins Volk in seinem breitesten Begriffe. Nicht hoch genug ist -dieses kunsterzieherische Unternehmen für die ästhetische Bildung -weitester Kreise zu bewerten. - -Man denke: sechzehn ausgezeichnete Reproduktionen nach Gemälden, -Lithographien, Radierungen und Federzeichnungen Thomas für eine Mark --- +eine Mark!+ --: das ist eine Mission zugunsten künstlerischer -Gesunderhaltung und Erstarkung von unschätzbarem Wert. Diese Kunstgaben -bilden ein kleines Thoma-Museum, das nicht bloß eine Ahnung, sondern -einen vollen Einblick in das keusche und große Wesen Thomaschen -Schaffens gewährt. - -Landschaft und Figurenbild, Phantasie und Humor, Religiöses und -Mythologisches, Idyllisches und Dramatisches ist hier geboten mit einer -Einfachheit und Klarheit der Gestaltung, mit einer deutschen Kraft und -Innigkeit des Empfindens, daß ein unerschöpflicher Schatz an deutschen -Gemütskräften dem empfindenden Betrachter zuteil wird. - -Jugend und Volk, die unter dem erziehlichen Einfluß solch gesunder -Kunst stehen, bleiben gesund. Sie sammeln und nehmen mit dieser -keuschen, stillen und ergreifenden Schönheit einen Halt ins Leben mit, -der durch seine reine Sinnlichkeit sich als das beste Bollwerk gegen -die vielfachen sinnlichen Überreizungen der Zeit erweist. - - - [*] =Das Deutsche Malbuch.= 4 verschiedene Hefte von Prof. Hans Thoma - mit je 8 Bildblättern zum Ausmalen mit Farbe oder Stift, ferner 4 - Postkartenhefte mit je 16 Postkarten, versandfertig, je 50 Pfg. - - [**] =Kunstgaben in Bestform.= (Die schönsten und bedeutendsten - Bilder des Meisters in verschiedenfarbiger, vollkommener - Doppelton-Wiedergabe, im Formate von 21: 29 cm.) - - 1. +Hans Thoma+, ein +Buch seiner Kunst+. Mit einer textlichen - Einleitung. 1 Mk. 16 Blätter nach Gemälden, Lithographien und - Handzeichnungen des Meisters mit meist figürlichen Darstellungen. - - 2. +Hans Thoma+, +Landschaften+. Mit textlicher Einleitung. 1 Mk. - 15 Blätter; eine Auswahl der schönsten und besten Landschaften Hans - Thomas. - - Als Festgabe zum 70. Geburtstage des Meisters erschien soeben als - Doppelheft: - - 3. +Hans Thoma und seine Weggenossen.+ Eine Kunstgabe, enthaltend - 30 Vollbilder nach Werken des Meisters und seiner Weggenossen: - Cella Thoma, Arnold Böcklin, Wilh. Leibl, Eugen Bracht, Viktor - Müller, Joh. Wilhelm Schirmer, Karl Haider, Louis Eysen, Adolf - Stäbli, Otto Frölicher, Peter Burnitz, Albert Lang, Emil Lugo, - Wilhelm Trübner, Karl von Pidoll, Wilhelm Steinhausen u. a., sie - alle sind mit schönen Werken vertreten. 2 Mk. - - -Die hier angezeigten Bücher sind durch alle guten Buch- und -Kunsthandlungen zu beziehen - -Man achte beim Kauf auf die Verlagsfirma Jos. Scholz, Mainz oder die -Schutzmarke J. S. M. im Dreieck - - -Spamersche Buchdruckerei in Leipzig - - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Landschaften, by Hans Thoma - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK LANDSCHAFTEN *** - -***** This file should be named 62670-0.txt or 62670-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/6/2/6/7/62670/ - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -https://www.pgdp.net - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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