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If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Deutsche Humoristen, 1. Band (von 8) - Hausbücherei der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, 3. Band - -Author: Peter Rosegger - Fritz Reuter - Wilhelm Raabe - Albert Roderich - -Release Date: September 5, 2016 [EBook #52985] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DEUTSCHE HUMORISTEN, 1. BAND *** - - - - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - - #################################################################### - - Anmerkungen zur Transkription - - Der vorliegende Text wurde anhand der 1911 erschienenen Buchausgabe - so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Zeichensetzung - und offensichtliche typographische Fehler wurden stillschweigend - korrigiert. Ungewöhnliche sowie inkonsistente Schreibweisen wurden - beibehalten, insbesondere wenn diese in der damaligen Zeit üblich - waren oder im Text mehrfach auftreten. - - Einige ornamentale Symbole im laufenden Text wurden durch das - Unicode-Zeichen ‚Reference Mark‘ (※) ersetzt. Das Bücherverzeichnis - der ‚Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung‘ wurde vom Bearbeiter an - das Ende des Buches verschoben. - - Der Originaltext wurde in Frakturschrift gedruckt; Passagen in - Antiquaschrift werden durch _Unterstriche_ hervorgehoben. Fettdruck - wird durch die Verwendung von =Gleichheitszeichen= dargestellt, - gesperrte Passagen sind von +Pluszeichen+ umgeben. - - #################################################################### - - - - - Hausbücherei - - 3 - - - - - Hausbücherei - - der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung - - 3. Band - - [Illustration] - - Hamburg-Großborstel - - Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung - - 1911 - - 46.-55. Tausend - - - - - Deutsche Humoristen - - 1. Band - - Peter Rosegger ※ ※ Fritz Reuter - Wilhelm Raabe ※ Albert Roderich - - [Illustration] - - Hamburg-Großborstel - - Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung - - 1911 - - 46.-55. Tausend - - - - - Inhaltsverzeichnis zum 2. Bande der „Deutschen Humoristen“ - (Hausbücherei Band 4). - -Vorwort. - -+Brentano+, Clemens: Die mehreren Wehmüller oder ungarische -Nationalgesichter. - -+Hoffmann+, E. Th. A.: Die Königsbraut. Ein nach der Natur entworfenes -Märchen. - -+Zschokke+, Heinrich: Die Nacht in Brczwezmcisl. - - - Inhaltsverzeichnis zum 3. Bande der „Deutschen Humoristen“ - (Hausbücherei Band 5). - -+Hoffmann+, Hans: Eistrug. - -+Ernst+, Otto: Die Gemeinschaft der Brüder vom geruhigen Leben. - -+Eyth+, Max: Der blinde Passagier. - -+Böhlau+, Helene (Madame al Raschid Bey): Die Ratsmädel gehen einem -Spuk zu Leibe. - - - - -Inhalt. - - Vorwort 7-8 - - +Vischer, Friedr. Theodor+: Humor. Gedicht 9-10 - - +Rosegger, Peter+: Als ich das erste Mal auf dem - Dampfwagen saß 11-24 - - +Rosegger, Peter+: Wie wir die Gürtelsprenge haben gehalten 25-40 - - +Raabe, Wilhelm+: Der Marsch nach Hause 41-146 - - +Reuter, Fritz+: Woans ick tau ’ne Fru kamm 147-204 - - +Roderich, Albert+: Nemesis 205-221 - - - - -Vorwort. - - -Der Humor ist den Menschen ein so willkommener Gast, daß er eigentlich -keiner Einführung bedarf; sein schalkhaft-ehrliches Gesicht empfiehlt -ihn überall. Aber da es der Deutsche nun einmal nicht lassen kann, bei -allem, was er beginnt, von „Grundsatz“ und „System“ zu reden, so sei -hier bemerkt, daß diese kleine Sammlung humoristischer Geschichten -nach keinem System und nach keinem Grundsatze zusammengestellt ist, -außer nach dem, den Lesern etwas +Gutes+ vorzusetzen. Es soll also -keiner kommen und uns sagen, es gebe noch mehr humoristische Dichtungen -als diese, oder bessere, oder lustigere, oder gediegenere. Wir sagen -dazu nicht ja und nicht nein. Wir sagen nur: abwarten! Denn trotz der -pedantischen Aufnahme, die der Humor in deutschen Landen fast immer -gefunden hat, ist der Vorrat an humoristischer Literatur bei uns Gott -sei Dank so groß, daß fünf Geschichtchen nur einen winzigen Bruchteil -von ihr bedeuten. Und so hoffen wir noch manches Mal mit ähnlicher -Gabe vor unsere Leser treten zu können und den Born, aus dem wir solche -Gaben heraufholen, ewig unerschöpft zu finden. - - +Hamburg+, +Deutsche Dichter-+ - Pfingsten 1903. Gedächtnis-Stiftung. - - - - -Humor. - -Von +Friedrich Theodor Vischer+. - - - Man spricht von Humor jetzt oft und viel - Und denkt dabei nur an ein leeres Spiel. - Mancher kursiert als Humorist, - Der nichts weiter als Spaßmacher ist, - Nichts ahnt von dem innern Widerspruch, - Von dem Zickzack, dem tiefen Bruch, - Der durch das ganze Weltall dringt, - Daß man immer fürchtet: es zerspringt, - Während die also geborstne Welt - Doch immer noch steht und zusammenhält, -- - Mancher, der diesen Riß zwar merkt, - Doch zu freiem Lachen den Geist nicht stärkt, - Sondern mit Weltschmerz kokettiert - Und den Blasierten affektiert, -- - Ja mancher eisige, spitzige Spötter, - Der Witze nur macht auf Menschen und Götter, - Mancher verdorbne, mit Seelengicht - Behaftete, zotensinnende Wicht, - Mancher schäkernde, eitle Mann, - Der über sich selbst nicht lachen kann. -- - Hat aber einer die Geistesmacht, - Die scharf durchschaut und doch heiter lacht, - Bleibt er fest und verzweifelt nie, - Hat er mehr als Witz, hat er Phantasie, - Versteht er über sich selbst zu schweben, - Sich selber dem Lachen preiszugeben: - Dem sei es gegönnt von ganzem Herzen, - Auch einmal einfach närrisch zu scherzen, - Ohne versteckte Gedankentiefen - Seine Freude zu haben am Naiven. - - - Mit freundlicher Erlaubnis des Verlegers und des Sohnes des - Verfassers abgedruckt aus Friedrich Theodor Vischer’s - ※※※ Gedichtsammlung „Allotria“ ※※※ - (Stuttgart: Verlag von Adolf Bonz & Co.). - - - - -Peter Rosegger: - - -Als ich das erste Mal auf dem Dampfwagen saß. - - - - -Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 1. Bande von Peter Roseggers Buch „Waldheimat. Erinnerungen aus -der Jugendzeit.“ (Leipzig: Verlag von L. Staackmann, 18. Aufl. 1902). - - - - -Als ich das erste Mal auf dem Dampfwagen saß. - - -Mein Pate, der Knierutscher Jochem -- er ruhe in Frieden! -- war -ein Mann, der alles glaubte, nur nicht das Natürliche. Das Wenige -von Menschenwerken, was er begreifen konnte, war ihm göttlichen -Ursprungs; das Viele, was er nicht begreifen konnte, war ihm Hexerei -und Teufelsspuk. -- Der Mensch, das bevorzugteste der Wesen, hat zum -Beispiel die Fähigkeit, das Rindsleder zu gerben und sich Stiefel -daraus zu verfertigen, damit ihn nicht an den Zehen friere; diese Gnade -hat er von Gott. Wenn der Mensch aber hergeht und den Blitzableiter -oder gar den Telegraphen erfindet, so ist das gar nichts anderes als -eine Anfechtung des Teufels. -- So hielt der Jochem den lieben Gott für -einen gutherzigen, einfältigen Alten (ganz wie er, der Jochem, selber -war), den Teufel aber für ein listiges, abgefeimtes Kreuzköpfel, dem -nicht beizukommen ist und das die Menschen und auch den lieben Gott von -hinten und vorn beschwindelt. - -Abgesehen von dieser hohen Meinung vom Lucifer, Beelzebub (was weiß -ich, wie sie alle heißen), war mein Pate ein gescheiter Mann. Ich -verdankte ihm manches neue Linnenhöslein und manchen verdorbenen Magen. - -Sein Trost gegen die Anfechtungen des bösen Feindes und sein Vertrauen -war die Wallfahrtskirche Mariaschutz am Semmering. Es war eine Tagreise -dahin, und der Jochem machte alljährlich einmal den Weg. Als ich schon -hübsch zu Fuße war (ich und das Zicklein waren die einzigen Wesen, die -mein Vater nicht einzuholen vermochte, wenn er uns mit der Peitsche -nachlief), wollte der Pate Jochem auch mich einmal mitnehmen nach -Mariaschutz. - -„Meinetweg’“, sagte mein Vater, „da kann der Bub’ gleich die neue -Eisenbahn sehen, die sie über den Semmering jetzt gebaut haben. Das -Loch über den Berg soll schon fertig sein.“ - -„Behüt’ uns der Herr“, rief der Pate, „daß wir das Teufelszeug -anschau’n! ’s ist alles Blendwerk, ’s ist alles nicht wahr“. - -„Kann auch sein“, sagte mein Vater und ging davon. - -Ich und der Pate machten uns auf den Weg; wir gingen über das -Stuhleckgebirge, um ja dem Tale nicht in die Nähe zu kommen, in welchem -nach der Leut’ Reden der Teufelswagen auf und ab ging. Als wir aber auf -dem hohen Berge standen und hinabschauten in den Spitalerboden, sahen -wir einer scharfen Linie entlang einen braunen Wurm kriechen, der Tabak -rauchte. - -„Jessas Maron!“ schrie mein Pate, „das ist schon so was! spring Bub’!“ --- Und wir liefen die entgegengesetzte Seite des Berges hinunter. - -Gegen Abend kamen wir in die Niederung, doch -- entweder der Pate war -hier nicht wegkundig, oder es hatte ihn die Neugierde, die ihm zuweilen -arg zusetzte, überlistet, oder wir waren auf eine „Irrwurzen“ gestiegen --- anstatt in Mariaschutz zu sein, standen wir vor einem ungeheuren -Schutthaufen, und hinter demselben war ein kohlfinsteres Loch in den -Berg hinein. Das Loch war schier so groß, daß darin ein Haus hätte -stehen können, und gar mit Fleiß und Schick ausgemauert; und da ging -eine Straße mit zwei eisernen Leisten daher und schnurgerade in den -Berg hinein. - -Mein Pate stand lange schweigend da und schüttelte den Kopf; endlich -murmelte er: „Jetzt stehen wir da. Das wird die neumodische Landstraßen -sein. Aber derlogen ist’s, daß sie da hineinfahren!“ - -Kalt wie Grabesluft wehte es aus dem Loche. Weiter hin gegen Spital in -der Abendsonne stand an der eisernen Straße ein gemauertes Häuschen; -davor ragte eine hohe Stange, auf dieser baumelten zwei blutrote -Kugeln. Plötzlich rauschte es an der Stange und eine der Kugeln ging -wie von Geisterhand gezogen in die Höhe. Wir erschraken baß. Daß es -hier mit rechten Dingen nicht zuginge, war leicht zu merken. Doch -standen wir wie festgewurzelt. - -„Pate Jochem,“ sagte ich leise, „hört ihr nicht so ein Brummen in der -Erden?“ - -„Ja freilich, Bub’“, entgegnete er, „es donnert was! es ist ein -Erdbidn“ (Erdbeben). Da tat er schon ein kläglich Stöhnen. Auf der -eisernen Straße heran kam ein kohlschwarzes Wesen. Es schien anfangs -stillzustehen, wurde aber immer größer und nahte mit mächtigem -Schnauben und Pfustern und stieß aus dem Rachen gewaltigen Dampf aus. -Und hintenher -- - -„Kreuz Gottes!“ rief mein Pate, „da hängen ja ganze Häuser d’ran!“ -Und wahrhaftig, wenn wir sonst gedacht hatten, an das Lokomotiv wären -ein paar Steirerwäglein gespannt, auf denen die Reisenden sitzen -konnten, so sahen wir nun einen ganzen Marktflecken mit vielen Fenstern -heranrollen, und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe -heraus, und schrecklich schnell ging’s, und ein solches Brausen war, -daß einem der Verstand still stand. Das bringt kein Herrgott mehr zum -stehen! fiel’s mir noch ein. Da hub der Pate die beiden Hände empor -und rief mit verzweifelter Stimme: „Jessas, Jessas, jetzt fahren sie -richtig in’s Loch!“ - -Und schon war das Ungeheuer mit seinen hundert Rädern in der Tiefe; -die Rückseite des letzten Wagens schrumpfte zusammen, nur ein Lichtlein -davon sah man noch eine Weile, dann war alles verschwunden, bloß der -Boden dröhnte, und aus dem Loche stieg still und träge der Rauch. - -Mein Pate wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß vom Angesicht und -starrte in den Tunnel. - -Dann sah er mich an und fragte: „Hast du’s auch gesehen, Bub’?“ - -„Ich hab’s auch gesehen“. - -„Nachher kann’s keine Blenderei gewesen sein“, murmelte der Jochem. - -Wir gingen auf der Fahrstraße den Berg hinan; wir sahen aus mehreren -Schachten Rauch hervorsteigen. Tief unter unsern Füßen im Berge ging -der Dampfwagen. - -„Die sind hin wie des Juden Seel’!“ sagte mein Pate und meinte die -Eisenbahn-Reisenden. „Die übermütigen Leut’ sind selber ins Grab -gesprungen!“ - -Beim Gasthause auf dem Semmering war es völlig still; die großen -Stallungen waren leer, die Tische in den Gastzimmern, die Pferdetröge -an der Straße waren unbesetzt. Der Wirt, sonst der stolze Beherrscher -dieser Straße, lud uns höflich zu einer Jause ein. - -„Mir ist aller Appetit vergangen“, antwortete mein Pate, „gescheite -Leut’ essen nicht viel, und ich bin heut’ um ein Stückel gescheiter -worden“. Bei dem Monumente Karls VI., das wie ein kunstreiches Diadem -den Bergpaß schmückt, standen wir still und sahen ins Österreicherland -hinaus, das mit seinen Felsen und Schluchten und seiner unabsehbaren -Ebene vor uns ausgebreitet lag. Und als wir dann abwärts stiegen, -da sahen wir drüben in den wilden Schroffwänden unsern Eisenbahnzug -gehen -- klein wie eine Raupe -- und über hohe Brücken, fürchterliche -Abgründe setzen, an schwindelnden Hängen gleiten, bei einem Loch -hinein, beim andern hinaus -- ganz verwunderlich. - -„’s ist auf der Welt ungleich, was heutzutag’ die Leut’ treiben“, -murmelte mein Pate. - -„Sie tun mit der Weltkugel kegelscheiben!“ sagte ein eben -vorübergehender Handwerksbursche. - -Als wir nach Mariaschutz kamen, war es schon dunkel. - -Wir gingen in die Kirche, wo das rote Lämpchen brannte, und beteten. - -Dann genossen wir beim Wirt ein kleines Nachtmahl und gingen an den -Kammern der Stallmägde vorüber auf den Heuboden, um zu schlafen. - -Wir lagen schon eine Weile. Ich konnte unter der Last der Eindrücke -und unter der Stimmung des Fremdseins kein Auge schließen, vermutete -jedoch, daß der Pate bereits süß schlummere; da tat dieser plötzlich -den Mund auf und sagte: - -„Schlafst schon, Bub’?“ - -„Nein“, antwortete ich. - -„Du“, sagte er, „mich reitet der Teufel!“ - -Ich erschrak. So was an einem Wallfahrtsort, das war unerhört. - -„Ich muß vor dem Schlafengehen keinen Weihbrunn’ genommen haben“, -flüsterte er, „’s gibt mir keine Ruh’, ’s ist arg, Bub’“. - -„Was denn, Pate?“ fragte ich mit warmer Teilnahme. - -„Na, morgen, wenn ich kommuniziere, leicht wird’s besser“, beruhigte er -sich selbst. - -„Tut euch was weh’, Pate?“ - -„’s ist eine Dummheit. Was meinst, Bübel, weil wir schon so nah’ dabei -sind, probieren wir’s?“ - -Da ich ihn nicht verstand, so gab ich keine Antwort. - -„Was kann uns geschehen?“ fuhr der Pate fort, „wenn’s die andern tun, -warum nicht wir auch? Ich lass’ mir’s kosten“. - -Er schwätzt im Traum, dachte ich bei mir selber und horchte mit Fleiß. - -„Da werden sie einmal schauen“, fuhr er fort, „wenn wir heimkommen und -sagen, daß wir auf dem Dampfwagen gefahren sind!“ - -Ich war gleich dabei. - -„Aber eine Sündhaftigkeit ist’s!“ murmelte er, „na leicht wird’s morgen -besser, und jetzt tun wir in Gottes Namen schlafen“. - -Am andern Tage gingen wir beichten und kommunizieren und rutschten -auf den Knieen um den Altar herum. Aber als wir heimwärts lenkten, da -meinte der Pate nur, er wolle sich dieweilen gar nichts vornehmen, er -wolle nur den Semmering-Bahnhof sehen, und wir lenkten unsern Weg dahin. - -Beim Semmering-Bahnhof sahen wir das Loch auf der andern Seite. -War auch kohlfinster. -- Ein Zug von Wien war angezeigt. Mein Pate -unterhandelte mit dem Bahnbeamten, er wolle zwei Sechser geben, und -gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, wollten wir wieder -absteigen. - -„Gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, hält der Zug nicht“, -sagte der Bahnbeamte lachend. - -„Aber wenn wir absteigen wollen!“ meinte der Jochem. - -„Ihr müßt bis Spital fahren. Ist für zwei Personen zweiunddreißig -Kreuzer Münz.“ - -Mein Pate meinte, er lasse sich was kosten, aber so viel wie die hohen -Herren könne er armer Schlucker nicht geben; zudem sei an uns beiden -ja kein Gewicht da. -- Es half nichts; der Beamte ließ nicht handeln. -Der Pate zahlte; ich mußte zwei „gute“ Kreuzer beisteuern. Mittlerweile -kroch aus dem nächsten, unteren Tunnel der Zug hervor, schnaufte heran, -und ich glaubte schon, das gewaltige Ding wolle nicht anhalten. Es -zischte und spie und ächzte -- da stand es still. - -Wie ein Huhn, dem man das Hirn aus dem Kopfe geschnitten, so stand der -Pate da, und so stand ich da. Wir wären nicht zum Einsteigen gekommen; -da schupste der Schaffner den Paten in einen Waggon und mich nach. In -demselben Augenblicke wurde der Zug abgeläutet, und ich hörte noch, wie -der ins Coupé stolpernde Jochem murmelte: „Das ist meine Totenglocke“. -Jetzt sahen wir’s aber: im Waggon waren Bänke, schier wie in einer -Kirche; und als wir zum Fenster hinausschauten -- „Jessas und Maron!“ -schrie mein Pate, „da draußen fliegt ja eine Mauer vorbei!“ -- Jetzt -wurde es finster, und wir sahen, daß an der Wand unseres knarrenden -Stübchens eine Öllampe brannte. Draußen in der Nacht rauschte und toste -es, als wären wir von gewaltigen Wasserfällen umgeben, und ein ums -andere Mal hallten schauerliche Pfiffe. Wir reisten unter der Erde. - -Der Pate hielt die Hände auf dem Schoß gefaltet und hauchte: „In -Gottes Namen. Jetzt geb’ ich mich in alles drein. Warum bin ich der -dreidoppelte Narr gewesen.“ - -Zehn Vaterunser lang mochten wir so begraben gewesen sein, da lichtete -es sich wieder, draußen flog die Mauer, flogen die Telegraphenstangen -und die Bäume, und wir fuhren im grünen Tale. - -Mein Pate stieß mich an der Seite: „Du, Bub’! Das ist gar aus der Weis’ -gewesen, aber jetzt -- jetzt hebt’s mir an zu gefallen. Richtig wahr, -der Dampfwagen ist was Schönes! Jegerl und jerum, da ist ja schon -das Spitalerdorf! Und wir sind erst eine Viertelstunde gefahren! Du, -da haben wir unser Geld noch nicht abgesessen. Ich denk’, Bub’, wir -bleiben noch sitzen.“ - -Mir war’s recht. Ich betrachtete das Zeug von innen und ich blickte in -die fliegende Gegend hinaus, konnte aber nicht klug werden. Und mein -Pate rief: „Na, Bub’, die Leut’ sind gescheit! Und daheim werden sie -Augen machen! Hätt’ ich das Geld dazu, ich ließe mich, wie ich jetzt -sitz’, auf unsern Berg hinauffahren!“ - -„Mürzzuschlag!“ rief der Schaffner. Der Wagen stand; wir schwindelten -zur Tür hinaus! - -Der Türsteher nahm uns die Papierschnitzel ab, die wir beim Einsteigen -bekommen hatten, und vertrat uns den Ausgang. „He, Vetter!“ rief er, -„diese Karten galten nur bis Spital. Da heißt’s nachzahlen, und zwar -das Doppelte für zwei Personen; macht einen Gulden sechs Kreuzer!“ - -Ich starrte meinen Paten an, mein Pate mich. „Bub’“, sagte dieser -endlich mit sehr umflorter Stimme, „hast du ein Geld bei dir?“ - -„Ich hab’ kein Geld bei mir“, schluchzte ich. - -„Ich hab’ auch keins mehr“, murmelte der Jochem. - -Wir wurden in eine Kanzlei geschoben, dort mußten wir unsere Taschen -umkehren. Ein blaues Sacktuch, das für uns beide war und das die Herren -nicht anrührten, ein hart Rindlein Brot, eine rußige Tabakspfeife, -ein Taschenfeitel, etwas Schwamm und Feuerstein, der Beichtzettel von -Mariaschutz und der lederne Geldbeutel endlich, in dem sich nichts -befand als ein geweihtes Messing-Amuletchen, das der Pate stets mit -sich trug im festen Glauben, daß sein Geld nicht ganz ausgehe, so lange -er das geweihte Ding im Sacke habe. Es hatte sich auch bewährt bis -auf diesen Tag -- und jetzt war’s auf einmal aus mit seiner Kraft. -- -Wir durften unsere Habseligkeiten zwar wieder einstecken, wurden aber -stundenlang auf dem Bahnhofe zurückbehalten und mußten mehrere Verhöre -bestehen. - -Endlich, als schon der Tag zur Neige ging, zur Zeit, da nach so -rascher Fahrt wir leicht schon hätten zu Hause sein können, wurden wir -entlassen, um nun den Weg über Berg und Tal in stockfinsterer Nacht -zurückzulegen. - -Als wir durch den Ausgang des Bahnhofes schlichen, murmelte mein Pate: -„Beim Dampfwagen da -- ’s ist doch der Teufel dabei!“ - -[Illustration] - - - - -Peter Rosegger: - - -Wie wir die Gürtelsprenge haben gehalten. - - - - -Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 1. Bande von Peter Roseggers Buch „Waldheimat. Erinnerungen aus -der Jugendzeit“ (Leipzig: Verlag von L. Staackmann, 18. Aufl. 1902). - - - - -Wie wir die Gürtelsprenge haben gehalten. - - -Wenn man in jener Gegend den Bauern nach der Anzahl der Bewohner seines -Hauses fragt, so mag wohl folgende Antwort geschehen: „Bewohner? Ja, -die muß ich mir selber erst zusammendenken. Da bin ich; -- tut nur -fleißig nachzählen -- ich und mein Weib und unsere fünf Kinder und der -Knecht und acht Rindvieher und die Magd.“ - -Und er meint es nicht anders. Schützt sie doch allzusammen +ein+ -Dach, lebt doch eines für alle, wie alle für eines leben, und sie -ernähren sich gegenseitig und erheitern sich das Leben, und die Kinder -und die Kälber laufen lustig durcheinander herum. -- Für die Rinder hat -der liebe Gott die Almen und die Heustadeln erschaffen. Und wenn die -Stadeln sich gefüllt haben und die Zeit der Heue vorüber ist, so wird -im Hause des Hirtenbauers ein Fest begangen. Der Bauer gibt den Seinen -ein Mahl. Und da wird nicht geschont, ist doch der Heustadel voll. - -Und besonders Hansjörgl, der Knecht, dem in letzterer Zeit der -Bauchriemen ohnehin schon zu lang geworden ist, läßt sich das Fest -angelegen sein, und so eine Bäuerin wie die unsere, sagt er, -gibt’s nimmermehr -- und der Riemen wird kürzer und kürzer, und -die Enden seines Ringes wollen nicht mehr reichen, und mit Gewalt -zusammengeschnallt, springen sie wieder mit Gewalt auseinander. - -Das Fest der Gürtelsprenge. - -Mir ist aus jener Zeit, in der ich solche Feste noch mitmachte, ein -Geschichtchen in Erinnerung. - -Ich war noch im Hefelrainhof beim Vieh. Die Heue war vorüber, und unser -Knecht hatte zwei Tage lang fast nichts gegessen, um sich auf den -nahenden Genuß gebührend vorzubereiten. Es waren Stunden aufgeregter -Erwartung, bis am dritten Tage zum späten Mittag der Bauer das weiße -Tuch, mit dem roten Streifen in der Mitte, über den Tisch zog. Dann -legte er die glänzend gefegten Messer und Gabeln und Löffel auf ihre -Plätze. Dann begann er in gehobener Stimmung -- er hatte heute auch -reine Wäsche an -- Weißbrot aufzuschneiden. Ich stand neben dem -Tisch und sah, wie der Haufen der Brotspalten immer mehr anwuchs und -anwuchs. Hansjörgl, der Knecht, beobachtete diesen Vorgang nicht -ohne Mißtrauen; -- wozu das viele Brot hier? Soll das etwa bestimmt -sein, die Haupträumlichkeiten zu füllen, auf daß feinere Bissen nicht -sollen untergebracht werden können? -- Endlich kam der dampfende -Milchtopf, und der Tisch ächzte, und die Massen der Brotspalten wurden -hineinversenkt, so wie sich bei Erdrevolutionen Berge versenken in die -Tiefen des Meeres. Wir beteten, dann setzten wir uns alle zu Tische. - -Der Knecht begann zu essen, still und langsam, mit einer ehernen Ruhe. -Als die Milch und das darauffolgende Speckkraut abgetan war und die -Lasten der Roggenknödeln erschienen, fühlte ich die früher so mächtigen -Sympathieen für die Gegenstände nach und nach schwinden -- ich war -gesättigt. Ich sah nur sinnend zu, wie die bedeutsamen Reihen der -Gerichte vorüberzogen, die Butterschnitten und die Rahmstrudeln und -die Fleischnudeln, und das Schottenkoch und die Milchkrapfen und das -Schmalzmus. Sie aßen und redeten dabei von Dingen, die sich früher -bei dem Feste der Gürtelsprenge zugetragen hatten und in der Zukunft -noch zutragen können. Der Knecht redete nicht, er saß und aß still -und langsam, mit einer ehernen Ruhe. Es kamen noch fernere Gerichte -und fernere Gespräche, und der Knecht aß still und langsam fort. Als -sie bei den Butterkrapfen waren, hörte man ein leichtes Schnalzen --- es war sein Gürtel auseinander gesprungen. Der Knecht ließ ihn -auseinandergesprungen sein, blieb in seiner Ruhe und aß. - -Endlich aber blieb die geleerte Schüssel auf dem Tische stehen, und es -kam nichts mehr. Der Knecht blickte befremdet auf; -- wo spannt sich’s -denn? ja, geht’s denn nicht allweg so fort? -- Er war schwermütig, -er dachte an das Los alles Zeitlichen, er erhob sich, er ging in das -Freie, er stand eine Weile still und sah hinaus in die Berge und Täler, -er stieg empor zum Heuboden, er legte sich in sein Bett. - -Es nahte schon der Abend. - -Über den Almen zogen Nebel, wie sie sich zur Herbstzeit gern über das -Gebirge niedersenken. Ich ging hinaus auf die Halde und rief so lange: -„Hoi ho, hoi ho!“ bis die Kuh mit der Glockenschelle auf mich zukam und -ihr die Heerde nachfolgte. Dann führte ich sie zum Hause und in den -Stall. - -Als dieses geschehen, und als gemolken war, gingen wir zur Abendsuppe; -ich hatte wieder recht Appetit, und der Bauer sagte, so eine saure -Suppe könne er zu jeder Zeit essen, und sie sei ihm lieber wie die -besten Butterkrapfen. Aber der Knecht erschien nicht zur Suppe. - -Endlich gingen wir alle zur Ruhe. Ich hatte mein Lager im Stalle, um -die Rinder zu bewachen, daß sich keines etwa von seiner Kette losmache -und die anderen beschädige. Mir war recht behaglich unter der Decke. -Die Glockenkuh schellte noch eine Weile, weil sie sich an den Lenden -leckte, und der Stier rasselte noch dann und wann an der Kette und -gaukelte mit den Hörnern. Nach und nach ließen sie sich alle nieder -auf die frische Fichtenstreu und begannen das Wiederkäuen. Einige Zeit -hörte ich noch das gleichmäßige Gescharre der Zähne, dann sanken mir -nach und nach die Augen zu. -- Noch war mir, als säße auch der Knecht -auf der Fichtenstreu, und rassele mit der Kette und gaukele wie der -Stier, und kaue, wie alle anderen, und kaue ohne Ende. - -Plötzlich weckte mich ein Poltern außen an der Stalltür. „Halterbub’, -schreck’ dich nicht und steh’ auf!“ hörte ich rufen; es war des Bauern -Stimme, und das Poltern an der Tür wurde heftiger. - -Ich kollerte von dem Bette auf die Streu hinaus, stieß in der -Verwirrung an die Glockenkuh, daß sie mit einem ohrenzerreißenden -Geschelle aufsprang, und ich taumelte der Türe zu. - -„Schreck’ dich nicht, Bub’, und mach’ dir nichts draus“, rief der -Hefelrainhofer wieder, „schlupf’ geschwind in deine Hose hinein, du -mußt eilig hinablaufen nach Kathrein um den Herrn Pfarrer, ’s will uns -der Hansjörgl sterben!“ - -„Der Hansjörgl will sterben!“ sagte ich zitternd und nestelte die -Türkette auf, „ja warum denn und wegen was denn?“ - -„Der lieb’ Herrgott wird’s wissen! Da kugelt er oben in seinem Bett und -schiebt die Augen über und ächzt -- und -- nein, meiner Tag hab’ ich -so was nicht erlebt. Geh’, Bübl, geh’, wenn du den Pfarrer bei Zeiten -bringst, so kriegst einen Sechser. Und das letzt’ Öl soll er dennoch -wohl auch mitbringen -- und begraben laß ich den Hansjörgl mit dem -großen Kondukt. Ach, mein guter, rechtschaffener Knecht!“ - -Ich weiß nicht, wie ich’s gemacht hatte; ehe noch der Bauer aufgehört -zu sprechen, war ich angezogen, und in den nächsten Augenblicken schon -eilte ich den Berghang hinab. Zerrissene Wolken hingen am Himmel, matt -schien der Halbmond, in den Ästen der Tannen fächelte zeitweilig der -Wind. Meine Schuhe machten ein Getöse in den Steinen des Hanges, mir -voran und zur Seite kollerten diese hinab, und ich kollerte schier -auch selbst mit ihnen. Und ich ging durch Täler hinaus, oft hingen -Bäume derart über mir zusammen, daß ich keinen Boden, keine Wurzel, -keinen Stein mehr sah, daß ich im Schwarzen dahinwandelte, stolperte, -in Pfützen sprang, an Bäume prallte -- in Todesangst war. Neben mir -hin rauschte der Waldbach. Oft hörte ich Gekrächze über mir, Schritte -hinter mir, und ich meinte, der Knecht sei bereits gestorben und sein -irrender Geist folge mir. Ich hatte Angst um meine arme Seele, ich -betete im Herzen, ich versicherte den lieben Gott und alle Heiligen, -daß ich all’ mein Lebtag keine Sünde mehr begehen wolle, wenn ich -diesmal in Gnaden bewahrt bliebe. Und bis auf einige blaue Ballen an -Gesicht und Händen blieb ich in Gnaden bewahrt. Nach Stunden kam ich -nach Kathrein, und da ging die Morgenröte auf. - -Ich eilte zum Pfarrhof und riß mit beiden Händen an dem Drahte der -Türglocke so heftig, daß ich von innen einen Jammerschrei hörte. -Dann wurde ein Fenster aufgerissen, und die alte Haushälterin in -schneeweißem Nachtgewande rief alle Namen der Himmel um Antwort an, wer -denn Sturm läute in solcher Stunde. Da öffnete ich denn mein bedrängtes -Herz: „Der Hansjörgl will sterben -- das letzte Öl soll er auch -mitnehmen, und begraben läßt er ihn mit dem großen Kondukt!“ - -Ich wurde verstanden. Schwer mag’s dem greisen Mann gewesen sein, -nun aus den weichen Federn fort, in die frostige Herbstluft hinaus, -und nüchtern in das Gebirge. Aber er ging. Lautlos kleidete er sich -an, eilte zur Kirche, läutete selbst das Versehglöcklein, holte das -Heiligste und ging mit mir. Ich ging voran, trug in der einen Hand -die brennende Laterne, in der andern das Metallglöcklein, mit dem ich -schellte, auf daß die Menschen in den Häusern und Hütten, an denen wir -vorüberzogen, auf die priesterliche Handlung aufmerksam gemacht würden. - -Wir gingen denselben Weg, den ich hergegangen war. Das Wasser rauschte; -ich schellte den Fischen, daß nun ihr Schöpfer vorüberziehe, und daß -sie anbetend ihre Köpfe emporrecken sollten aus den Wellen. Keine -einzige Forelle hat mein Glöcklein gehört. - -Als es nach und nach licht geworden war, begann der Pfarrer hinter mir -plötzlich zu lachen. „Ja, was hast du denn gemacht, Kleiner, du hast ja -dein Höslein verkehrt an!“ - -Da gab’s mir einen Stich im Herzen; vor meinen Augen tanzten Sterne. --- Was hat er gesagt, mein Höslein verkehrt? -- Es war wohl so! -- Das -Hintere war vorn, das Vordere war hinten, und kein einzig Knöpflein war -zu. - -„Ist ja kein Unglück“, sagte der Pfarrer, „hast es halt ein wenig -schnell gemacht. Setz’ die Laterne da auf den Stein, und mach’ Ordnung, -ich wart’ auf dich.“ - -Ich ging hinauf in das Dickicht und zog aus und zog an, und eilte, daß -doch der Knecht dieweilen nicht sterbe, und endlich, als alles recht -saß, barg ich mein Gesicht in den Ellbogen. - -Um mich aus der Verlegenheit zu befreien, begann der Greis ein -Gespräch und erkundigte sich um die näheren Zustände des Knechtes. Er -beschleunigte seine Schritte und sagte mir, daß es für einen Priester -sehr peinlich sei, auf seinem Versehgange zum Kranken nur mehr einen -Toten zu treffen und unverrichteter Sache wieder zurückkehren zu -müssen. „Einmal hab’ ich das erfahren, mein lieber Kleiner. Es war vor -mehreren Jahren. Ich wurde hinein in die Kiengräben zu einem Holzhauer -gerufen, den als Wilderer die Kugel eines Jägers getroffen hatte. -Sein einzig Sehnen war nach einem Priester; stundenlang rang er mit -dem Tode und in Verzweiflung rief er: Ich muß warten auf meinen Gott -und Richter. -- Aber der Weg bis in die Kiengräben ist weit, und ich -fand den Mann erstarrt, und auf seinen Zügen und in seinem gebrochenen -Auge lag noch die Todespein. -- Im Chorrock, und auf den Händen das -Sakrament, so mußte ich wieder umkehren; und auf demselben Gang hab’ -ich keine einzige Vogelstimme gehört im Walde, und mir ist so schwer -und weh gewesen, als hätten mich alle unerlösten Seelen der Erde -verfolgt. Kleiner, was das heißt, ein Priester sein -- es ist nicht zu -sagen!“ - -Der Pfarrer schwieg, trocknete seine Stirn, und wir schritten weiter -und weiter. - -Wir stiegen den Berghang hinan gegen unser Haus. Die Nebel hatten -sich aufgelöst, und die Sonne stand schon ziemlich hoch am tiefblauen -Himmel. Die Almglocken klangen auf den Höhen, und zeitweilig hörte man, -in hohen Lüften getragen, das helle Jauchzen eines freudigen Menschen. --- Ei wohl, unser Knecht hatte auch schön gesungen und hell gejauchzt, -und an diesem lieblichen Morgen soll er gar auf dem Totenbette sein! - -Das Haus stand still und traurig auf der Anhöhe. Wohl glänzte die -Sonne in den Fenstern, aber diese sahen uns entgegen, wie verglaste, -verweinte Augen. - -Ich zitterte vor Angst; ich hielt die Laterne hoch und das Glöcklein -ließ ich klingen. Niemand kam uns entgegen, niemand kniete vor dem -Hause, um sich den Segen des nahenden Heilandes zu erbitten. Die Türen -waren offen, wir gingen in das Haus und durch die Vorlauben in die -Stube. Es war niemand da, nur die Uhr an der Wand tickte und tickte. - -Der Kranke ist noch auf dem Heuboden, dachte ich, und sie sind alle bei -ihm. Der Pfarrer stellte das Sakrament auf den Tisch und sank erschöpft -auf die Bank daneben. Ich eilte auf den Heuboden und rief laut, daß wir -da seien. Der Heuboden war still und dunkel, nur das frischduftende -Heu war da. Und das Bett des Knechtes war leer! -- Da erfaßte mich ein -Grauen, und ich lief zurück in die Stube: „Kein Mensch ist da, kein -Mensch im ganzen Hause; sie haben ihn gar schon fortgetragen!“ - -Da erhob sich der Priester, sein Antlitz rötete sich und er sah mich -an mit strengem Blicke. Ich brach in ein Weinen aus. Wir ließen die -Heiligtümer auf dem Tische stehen und gingen vor das Haus, und ich -rief, was ich rufen konnte, nach den Leuten. - -Endlich hörte ich von dem Schachen herüber halbverhallte Schläge. Ich -lief gegen den Wald und schrie, und mein Schreien wurde aus Angst und -Furcht schier zum Kreischen. - -„Sakra, was ist denn das für ein abscheulicher Lärm da unten? Was hat’s -denn?“ hörte ich plötzlich eine Stimme von dem Wipfel einer hohen -Fichte her. - -Ich schau’ hinauf, hör’ ihn, seh’ ihn -- es ist der Hansjörgl. - -Und er hackt die Äste herab, einen um den andern, und singt und -jauchzt. Da lauf’ ich wohl wieder zurück zum Hause, zum Pfarrer, -auf daß ich niederfalle vor ihm auf die Kniee und ihn tausendmal um -Verzeihung bitte, daß der Knecht wieder kernblitzgesund ist und von den -Bäumen die Äste herabhackt zur Streu für die Rinder. - -Aber wie ich zurückkomme, steht schon der Bauer vor dem Pfarrer und -bringt Entschuldigungen vor. Der Knecht habe gestern ein klein wenig -mehr von Speisen zu sich genommen, weil die Gürtelspreng’ gewesen sei, -und d’rauf habe er in der Nacht so einen heftigen Kolikanfall bekommen, -daß schon alle gemeint, es sei sein letztes End’. Deswegen habe er -gleich um den Priester geschickt, aber die Krankheit habe bald darauf -nachgelassen, und der Hansjörgl habe in der Früh wieder rechtschaffen -viel Kässuppe gegessen. Man habe hernach wohl einen zweiten Boten -geschickt, daß der Herr Pfarrer nur daheim bleiben möge, aber dieser -Bote sei wahrscheinlich einen andern Weg gegangen, und so sei es -geschehen, wie es geschehen war. - -In der Stube aber brannte das geweihte Wachslicht und stand das -geistliche Brot. Sollte nun der Pfarrer wirklich mit dem Hochwürdigsten -unverrichteter Sache zurückkehren müssen, was er so gefürchtet? -Oder will er auf der Alm die Messe lesen und selbst das Himmelsbrot -verzehren? Oder will jemand sterbenskrank werden, auf daß er die -bereitete Wegzehrung genießen dürfte? - -Ich sann auf Wege, sann auf Stege. Und endlich hatte ich was ersonnen. -Ich war noch nüchtern. Aus Liebe zum alten Herrn, der mich in der Seele -erbarmte, bekannte ich ihm auf der Ofenbank meine Sünden, und so konnte -ich nun der Kommunion teilhaftig werden. - -Und als die Handlung vorüber war, legte der Pfarrer den Chorrock ab -und atmete auf. Die Bäuerin, die nun auch von der Weide gekommen, gab -mir meine Morgensuppe und wollte dem Herrn Pfarrer mit Butter und -einer Eierspeise aufwarten; er konnte aber nichts genießen, weil er an -demselben Tage noch die Messe zu lesen hatte. So mußte der gute Mann -fasten, weil unser Knecht Tags zuvor so ungebührlich gegessen hatte, -und so mußte ich eine Beichte ablegen, weil unser Knecht Tags zuvor -gegen die Mäßigkeit gesündigt hatte, und so endete in demselben Jahre -das Fest der Gürtelsprenge. - -Dafür hatte ich heute Feiertag und durfte den Pfarrer wieder nach -Kathrein begleiten. Als wir über den Hang hinabstiegen, hörten wir -Hansjörgl, den Knecht, von den Waldwipfeln herüber jauchzen. Der -Pfarrer stand still und sagte zu mir: „Was meinst, Kleiner, hört sich -das nicht besser, wie Totenglocken?“ - -[Illustration] - - - - -Wilhelm Raabe: - -Der Marsch nach Hause. - - - - -Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 2. Bande von Wilhelm Raabes „Gesammelten Erzählungen“ (Berlin: -Verlag von Otto Janke, 1901). - - - - -Der Marsch nach Hause. - - -1. - -Am siebenten August des Jahres Sechzehnhundertvierundsiebenzig als -am Geburtstagsfeste des Schutzheiligen des Ortes und der Gegend, des -heiligen Gebhard, herrschte ein reges Leben in der alten Stadt Bregenz -am Bodensee und rings um dieselbe. Seit langen Jahren hatte das Volk -diesen Tag nicht mit solchem Eifer und so fröhlichen Herzens gefeiert -wie heute. - -Schon am frühen Morgen hatte kaiserliches Geschütz von der Klause über -der Unnot und bürgerliches Böllergeknall von den Mauern der Stadt und -den umliegenden Höhen dem Heiligen die gebührende Ehre gegeben, und -Glocken und Glöcklein aus Kirchen und Klöstern waren schier den ganzen -Tag über nicht still geworden. Und es war ein schöner, ein heiterer -Tag, der ebenfalls dem Heiligen alle Ehre gab. Leise spielten die -Wellen des großen Sees an die Ufer, und die fernsten Berggiebel und -Hörner des graubündner Landes südlich über dem Rheintal, die Roja, -die Schwestern von Frastanz, die Scesa plana, der Kalanda und die -Grauhörner blitzten mit ihren Schneefeldern im heitern Licht herüber, -während die näherzu aufgetürmten Riesen von St. Gallen und Appenzell, -der Gonzen, der Alwier, der Kamor, der Hohen Kasten und der alte Säntis -mit allen Zacken und Rissen, ein mächtiger Bergkamm, in wundervoller -Klarheit sich vom blauen Himmel abhoben. Wer die Hand über die Augen -hielt, um dieselben gegen das Glänzen und Leuchten des Wassers zu -schirmen, der mochte selbst im fernen Hegäu die dunklen Kegel des -Hohentwiel und Hohenkrähen deutlich erkennen. - -An der Kapelle am See, wo die Gebeine der im Jahre 1407 gegen die -Appenzeller Hirten Gefallenen ruhen, und wo der Graf Wilhelm von -Monfort mit allen Rittern des St. Jürgenschildes nach dem gewonnenen -Siege kniete, und der Ruf Ehrguta! Ehrguta! zum ersten Mal hell -hinausgerufen wurde, um durch Jahrhunderte in den Gassen der alten -Römerstadt Bregenz nicht zu verhallen, waren die Schiffe und Kähne der -Gäste aus dem Allgäu und dem Thurgäu mit Seilen und Ketten angelegt. -Viel Volk war aus dem Walde gekommen, und die Benediktiner von Mehrerau -und die Pfaffheit in der Stadt mochten den Tag wohl loben; denn wie bei -allen solchen, vom Wetter und dem Lebensmut der Menschen begünstigten, -feierlichen Gelegenheiten fiel mancherlei für sie ab, was sie gar wohl -gebrauchen konnten und mit Dank und gutem Gegenwillen gern hinnahmen. - -Wenn nun schon am Seeufer, wie gesagt, ein munteres Leben herrschte, -so nahm dieses mehr und mehr zu auf allen Wegen, die zu dem grauen -Mauerviereck der Römerstadt emporführten, wurde aber am buntesten auf -den waldigen Pfaden, auf welchen man rechts von der Stadt die Höhe des -Pfannenbergs erreicht; denn dort hinauf oder hinab mußte ja das Volk, -welches den heiligen Gebhard zu seinem Geburtstage grüßen wollte, -oder ihn bereits gegrüßt hatte. Wir gehen mit den Emporsteigenden, -um nachher mit einem einzelnen Gaste des guten Bischofs wieder -herabsteigen zu können. - -Der Heilige würde sich sicherlich nicht wenig gewundert haben, wenn er -heute die Stätte gesehen hätte, wo einstmals seine Wiege stand. Die -Natur hatte wohl Zeit gehabt, ihre verschönernde Hand an das schlimme -Denkmal der schwedischen Furie vom Jahre Sechzehnhundertsechsundvierzig -zu legen; allein alles hatte sie doch längst nicht auszugleichen -vermocht. Da blickten die gewaltigen, zerrissenen, von der Flamme -geschwärzten Mauern und Türme von Hohen-Bregenz immer noch grimmig -auf den jungen, freudigen Waldwuchs, der sich zwischen und an sie -gedrängt hatte, herab. Und wie manches gefiederte Samenkörnlein -Wurzeln geschlagen haben mochte in den Schießscharten und leeren -Fensteröffnungen, die grause Göttin Bellona lachte doch nur höhnischer -durch die schwankenden Kräuter und den kletternden Efeu. Das Gras und -die Herbstastern, die Königskerzen und die Sternblumen hatten noch -nicht den Sieg gewonnen über den Brandschutt des wilden Feldmarschalls -Karl Gustav Wrangel. Hätte das Volk eine ebensolche Miene gemacht, -wie die Geburtsstätte seines Heiligen auf der schönen, vorspringenden -Kuppe des Pfannenberges, so wäre das Fest gewißlich nicht so heiter -anzuschauen gewesen. - -Aber die arme, gequälte Menschheit vergißt Gottlob leicht und schnell. -Die frohe Menge, die innerhalb der niedergeworfenen Burgmauern lagerte, -den Wald ringsum füllte und auf allen Pfaden zog, ärgerte sich heute -gar wenig an dem, was vor mehr als siebenundzwanzig Jahren geschehen -war, und das historische Faktum diente höchstens noch einigen älteren -Leuten zu einer nicht unannehmlichen Unterhaltung. - -Freilich war die schwedische Hand auf den armen Mann und kleinen -Bürger am Schluß des Jahres sechsundvierzig verhältnißmäßig ziemlich -leicht gefallen, denn der General Wrangel hatte an dem Adel und der -Geistlichkeit so gute Beute gemacht, daß er das Geringere gern und -willig an Ort und Stelle beließ. Die Geistlichkeit und der Adel hatten -nämlich alle ihre Schätze und Habseligkeiten weit aus dem Lande umher -in die feste Römerstadt geflüchtet, und als der falsche Kommandant -der Klause am See seine Tore verräterischer Weise öffnete, da fand -der Schwede alles recht ordentlich, hübsch und lieblich beieinander, -und mochte sich wohl die Hände reiben. Wer heute Schweden bereist und -nach Skogkloster kommt, der wird daselbst wohl noch allerlei gute -Dinge finden, welche der Wrangel damals aus Brigantium mit sich nahm, -und welche die Erben aus dem Allgäu und dem Vorarlberg nun doch wohl -vergeblich zurückfordern möchten. - -In der Mitte der Ruinen, auf der Stelle, wo seit dem Jahre 1723 die -Kirche des einstigen Burgherrn von Hohen-Bregenz und spätern Heiligen -steht, war heute am 7. August 1674 der Boden von Schutt und Trümmern -gereinigt, und für den festlichen Tag ein mit Blumen geschmückter, -mit Lichtern bedeckter Altar errichtet, an welchem die Benediktiner -von Mehrerau der Feierlichkeit vorstanden. Hier befand sich der -Mittelpunkt des Gewimmels, doch im weitern Umkreise war dasselbe auch -nicht viel geringer. Da waren in den verwüsteten Räumen der Burg, im -grünen Grase, unter den Bäumen Tische und Bänke aufgestellt und Fässer -zusammengerollt und aufgelegt, da gab es mancherlei gute Sachen für den -Mund und die Augen, und die Geburtstagsgäste saßen an den Tischen und -lagerten im Grase und drängten sich um die Fässer und feilschten an den -Tischen der Verkäufer von Rosenkränzen und Kreuzen und Heiligenbildern, -und an einem der Tische saß einer der Helden dieser Historia einsam -und allein vor der Flasche und dem Glase, und nickte mit dem Kopfe, -und blinzelte in das Gewühl seliglich, im Rücken gedeckt von einem -rauchgeschwärzten Mauerwinkel, überschattet von einem Ahornstrauch, -unbekümmert um das Glöckleinklingeln der Geistlichen, die Töne der -Musik im Walde, das Jauchzen und helle Lachen der Buben und Mädeln -- -einer der beiden Helden dieser Historia, der brave Korporal +Sven -Knudson Knäckabröd+ aus Jönköping am Wetternsee, welcher zuerst mit -dem großen Feldmarschall Karl Gustav Wrangel hierher gekommen war. - - -2. - -Der Korporal hatte das Kinn auf beide Fäuste gestützt, er blinzelte -lächerlich-nachdenklich mit den schwimmenden Augen, und von Zeit zu -Zeit schüttelte er den grauen Kopf und fuhr mit der Rückseite der Hand -über die braunrote, ehrliche, wenn auch nicht ehrwürdige Nase; es kam -ihm selber ganz verwunderlich vor, daß er hier saß, und zwar zum -zweiten Mal, und zwar unter gänzlich veränderten Um- und Zuständen. -Er hatte des guten Tirolers manchen ehrlichen Schoppen genossen, und -es war eben kein Wunder, wenn er das bunte, bewegte Treiben vor und -um sich in einem phantastischen Zauberlicht sah; aber sein seltsam -Geschick hatte ihn wahrlich berufen, an dieser Stelle auch ohne den -roten Tiroler mancherlei Gesichte zu erschauen. Er schüttelte den Kopf, -wehmütig und doch lustig, wie er daran gedachte, auf welche Art er -damals in der Burg des heiligen Bischofs Gebhard anlangte. Wahrlich -nicht um sich wie heute breit und bequem im Schatten eines grünen -Ahorns vor dem Becher niederzulassen! Damals war die Welt verschneit, -und die Eiszapfen hingen an den Fichtennadeln und Tannenzweigen, -an den kahlen Ästen der Eichen und Buchen und an den Bärten der -zehntausend Kameraden, welche durch den Allgäu zum bregenzer Sturm -heranmarschiert waren. Damals handhabte er, der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd, seine Arkebuse wie die anderen, stand wie die anderen in -Rauch, Dampf und Feuer und stieg bergan den Pfannenberg, über Leichen -und Verwundete. Damals half er den Geschützmeistern die Kartaunen in -die rechte Position bringen und war unter den ersten an der Zugbrücke, -als das Tor von Hohen-Bregenz zersplitterte, die Mauer schwankte und -vornüber brach und den Graben für den verlorenen Haufen weg-, sprung- -und sturmgerecht machte. Er befand sich natürlich auch unter dem -verlorenen Haufen und schlug mit umgekehrter Muskete wacker drein, als -das kaiserliche Kriegsvolk immer noch den Eingang streitig machte; er -erwarb sich großes Lob bei seinem Hauptmann, und als der Feldmarschall -nachher auf den Berg kam, die gemachte Arbeit in der Nähe zu sehen, da -war der Korporal Sven voran unter denen, welche am lautesten Viktoria -schreien durften. - -„Ooooh!“ stöhnte der Korporal am Nachmittag des vierten Augusts 1674, -in allen Reizen der Erinnerung schwelgend, und legte sich schwer -auf die linke Seite und schlug mit der rechten Faust gewaltig auf -den Tisch. Um seine Gefühle deutlich zu machen, hatte er nichts -weiter hinzuzusetzen; aber +wir+ haben noch einiges über seine -Vorgeschichte zu berichten, um +unseren+ Gefühlen gegen ihn -gerecht zu werden. - -Den Fürberg hinauf und um den Fürberg herum, in den verschneiten -Wäldern und Klüften dauerten die Scharmützel zwischen den Schweden -und den Kaiserlichen auch nach der Einnahme von Stadt und Schloß -Bregenz tagelang fort, und heute noch richtet auf dem Pfänder der -Turist den Blick oder das Fernrohr auf eine der großartigsten -Landschaftsrundsichten Europas aus den halbversunkenen Verschanzungen -jener blutigen Wochen. - -Ein beträchtlicher Haufen der Sieger drang plündernd, sengend und -brennend tiefer in den Wald, scheuchte das Volk dörferweise vor -sich her, oder jagte es vereinzelt in unwegsame Felsenschluchten -oder versteckte Täler, wie solches seit dem Jahre 1618 bei allen -kriegführenden Parteien auf des römischen Reiches heiligem Boden -Brauch, Sitte und Gewohnheit geworden war. Auch unter dieser -Heldenschar befand sich der Korporal Sven Knudson Knäckabröd, und -dieser Expedition hatte er es zu verdanken, daß er im August des Jahres -1674 sich noch immer in der Gegend befand und am Tage des heiligen -Gebhard auf dessen von ihm, Sven, selber zerstörten Burg friedlich -und gemütlich vor dem Becher saß. An diesen schwedischen Streifzug -in den ersten Tagen Anno Domini 1647 knüpft sich nämlich einer jener -gar nicht seltenen schönen Züge weiblichen Mutes, weiblicher Wut und -weiblicher Tapferkeit, von denen uns die von den Männern geschriebenen -Geschichtswerke in verlegener und etwas bänglicher Bewunderung Kunde -geben. - -Zwischen Lingenau und Hüttisau schlugen am 4. Januar 1647 die -vorarlbergischen Ehefrauen und Schmelgen, das ist: die jungen Mädchen, -die eingedrungenen Schweden bis auf den letzten Mann tot, und nur -der letzte Mann entkam, das heißt, er -- der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd -- wurde schwer verwundet von der Wirtin zur Taube in -Alberschwende, Frau Fortunata Madlenerin, gefangen genommen und unter -sonderlichen Umständen von ihr gegen das blutdürstige Andringen der -erbarmungsloseren Kampfgenossinnen mit Erfolg verteidigt. - -Die Männer, welche sich von diesem Überfall am „roten Egg“ -wahrscheinlich aus Bescheidenheit fern gehalten hatten, durften -natürlich auch nicht in die dem Kampfe folgenden Verhandlungen -dreinschwatzen; sie läuten jedoch heute noch je am 4. Januar -Nachmittags zwei Uhr die Glocken zur Ehre und zum Gedächtnis der -Heldentat ihrer besseren Hälften. - -Um zwei Uhr nachmittags lagen im blutigen Schnee am roten Egg die -schwedischen Grobiane, zerschmettert von Kugeln, Baumstämmen und -Felsentrümmern, zerhackt von Beil-, Schwert- und Hellebardenhieben, -still, und die Weiber vom Walde tanzten wutentbrannt um die Leichen. -Die Frau Wirtin zur Taube aber, eine junge Wittib, die keine geringe -Rolle in der Schlacht gespielt hatte, brachte eben ihr Beutestück, -nämlich den Korporal Knäckabröd, in Sicherheit. - -Das hatte seine Schwierigkeiten! Denn kurz nachdem sie entdeckt hatte, -es sei noch einiges Leben in dem gleichfalls arg mitgenommenen armen -Sven, war dieselbe Bemerkung von drei anderen Kriegsgesellinnen -gemacht worden, und diese drei befanden sich noch nicht in der -Stimmung, den alten, lieben Beruf der Frauen, die barmherzigen -Schwestern und Krankenwärterinnen zu spielen, schon jetzt wieder -aufzunehmen. Im Gegenteil! Mit den Waffen in den Händen hatten sie -sich auf den unseligen, zappelnden Tropf gestürzt und wie die Frau -Fortunata zugepackt, und es gab ein arges Gezerr an Arm und Bein, an -den Fetzen des Wamses oder am Bandelier, und die Taubenwirtin hatte -alle Mühe, die erbosten Hiebe und Stöße durch ihr Geschrei oder -mit dem guten Schwerte, welches ihr seliger Gatte im Winkel hatte -stehen lassen, abzuwehren. Es war ein großes Glück für den Korporal -Sven, daß ihr Ansehen mächtig war unter den Wälderinnen, daß sie den -Plan zum Überfall angegeben hatte, und daß ihr Haus und Zeichen in -Alberschwende einen herrlichen Ruhm und Ruf besaß, weit hinaus nach -allen vier Weltgegenden; denn dem allein verdankte er sein Leben nach -der Niederlegung seiner Genossen an dem Fallenbache am roten Egg! - -Als doppelte Siegerin führte ihn seine Retterin auf einem Karren -in ihr Haus zu Alberschwende unter der Lorena, ließ ihn da zuerst -hinter verriegelter Tür auf ein Strohlager neben ihrem Schanktisch, -dann in ein besseres Bett legen und besorgte den ersten Verband -seiner Wunden selber. Er aber erwachte erst nach längeren Wochen aus -seiner Betäubung und wußte dann durchaus nicht anzugeben, was mit ihm -vorgefallen sei, und wo er sich befinde. - -Der Korporal Sven Knudson Knäckabröd wußte eigentlich noch heute, -d. h. im Jahre 1674, nicht, wo er sich eigentlich befinde, und das -war gar nicht so sonderbar. Seit er Anno Dreißig mit dem großen -Gustavus Adolfus, dem streitbaren Löwen aus Mitternacht, auf Usedom -in der pommerschen Bucht landete, war er sechzehn Jahre lang durch -solchen Wirrwarr hin- und hermarschiert, daß für einen Mann, der -nicht Gelegenheit gehabt hatte, die Geographie zu studieren, sich das -Bild der Welt wohl verwirren mochte. Hatte doch selbst der Oberst -Wrangel, unter dessen Kommando er damals seine Kriegszüge begann, und -der während der Zeit längst Feldmarschall geworden war, Mühe, sich in -dieser Beziehung die Landkarte klar zu halten. - -„Donner und Nordlicht!“ sagte der Korporal am 7. August 1674, legte -sich schwer auf den rechten Ellenbogen und schlug mit der linken Faust -auf den Tisch. Ja wohl, ein Mann, dessen Leben dicht an der Grenze -des ewigen Eises, dem Nordpol nahe, begonnen hatte, der den Krieg mit -allen Nationen Europas, mit Deutschen, Franzosen und Hispaniern, mit -Italienern, Dänen, Polen und Moskowitern sah, der dann sechsundzwanzig -Jahre des tiefsten Friedens unter dem Hirtenvolk des Vorarlberges -vollendet hatte, mochte wohl bei einiger Überlegung seines Daseins: -Donner und Nordlicht! sagen. - -Die Frau Fortunata hatte am Fallenbach wohl nicht gedacht, welch eine -schwere Last sie sich für die nächsten Zeiten durch ihr gutes Herz -auf den Hals lud. Sie bekam ihre große Not mit ihrem Schweden, dem -noch drei Jahre lang nach dem Sturm auf Bregenz das ganze Land rings -umher nach dem Leben stand. Es fand sich, daß sie ihn nur dadurch vor -allen den verschiedenen Nachstellungen retten konnte, daß sie ihn zur -Kindsmagd machte, dem wilden Arkebusierer ihr unmündig Töchterlein zur -Wartung in die Arme gab und ihn im Haus an ihr Schürzenband geknüpft -hielt, bis das erste Gras über die Blutzeit gewachsen war, bis die -Alten den „schwedischen Mann“ ohne Mordsinn ansehen konnten, und die -Jungen ihn als ein natürlich gegeben Ding nahmen. - -Da saß der Korporal Sven Knäckabröd denn in den Bergen verzaubert -neben der Wiege der kleinen Aloysia: er, der mit dem glorreichen -und sieghaften König Gustavus Adolfus über das Meer gefahren war -und in hundert grimmigen Schlachten in die Linie rückte gegen den -Tilly, den Wallenstein, den Pappenheim und hundert andere gewaltige -Kriegshauptleute! Da saß er und spann nicht nur Trübsal, sondern auch -wirklichen Flachs und Werg, und wenn das Kind schrie, so rief die -Frau Fortunata: „He, Schwen, sing ihm!“ und der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd sang. - -Potz Lappland und kein Ende -- dabei ließ sich dann recht hübsch -an allerhand anderes denken! Zum Beispiel an die graue, nebelige, -flammende Ebene von Breitenfeld oder von Lützen, an den Kommandoruf vor -der Front, an die rasselnden Reitergeschwader, die blauen und gelben -Fußregimenter, wie sie gegen die kaiserlichen Batterieen am Floßgraben -vorstürzten, zurückfluteten, wieder vorstürzten, unter den Hufen und -Füßen die Toten und die Verwundeten in Harnisch und in Büffelwams -zerstampften! - -Wenn dann wieder der Kommandoruf der Wirtin zur Taube in solche -Träumereien klang, gab es wohl ein sonderlich Auffahren, und ohne die -kleine Aloysia hätte das Ding am letzten Ende doch noch einen traurigen -Ausgang mit dem armen, verloren gegangenen schwedischen Mann genommen. - - -3. - -Du lieber Himmel, eine Zeitlang, so um das Jahr 1665 herum, trug er, -der Korporal, sich mit dem Gedanken, ob er sich nicht dadurch am -leichtesten ranzionieren und zugleich seinem dankbaren Gemüte am -angenehmsten Genüge leisten könne, wenn er die junge Wittib freie -und selber Taubenwirt zu Alberschwende werde. Eine Weile lang hatte -der gute Sven die größte Lust, auch einmal das Wagstück auszuführen -und zu rufen: „Ho, Frau Fortunata, sing!“, aber zuletzt wagte er es -doch nicht, abgesehen davon, daß er seinen lutherischen Glauben, oder -vielmehr den Glauben hochseliger königlicher Majestät Gustavi Adolfi -- -denn er selbst machte sich nicht viel daraus -- doch nicht gern in die -Schanze schlagen wollte. - -Es blieb also dabei: „He, Korperal, sing!“ und Sven Knudson Knäckabröd -sang; aber wie melodisch, das wollen wir lieber doch nicht weiter -aufrühren. Er war eine gute Kindsmagd, und als seine Dienstjahre in -dieser Hinsicht als beendet angesehen werden konnten, da tat ihm das -fast leid, und als braver Veteran behielt er für alle Zeiten eine tiefe -Zuneigung zu dem frühern Dienstverhältnis. Als die kleine Aloysia zehn -Jahre alt geworden war, hatte das Gebirgsvolk so ziemlich vergessen, -auf welche Art und Weise der schwedische Mann in seine Mitte geraten -war, und die Frau Fortunata konnte ihn allein laufen lassen. - -Er lief aber immer noch nicht allein; auch die kleine Aloysia Madlener -hielt fürderhin in Treuen an ihm, und die beiden schickten sich gar -wohl in einander im Dorf, im Wald und auf den Matten bei jeglicher Lust -und Arbeit. - -Wer jene holdselige Gegend kennt, der weiß, daß im Süden des Dorfes -Alberschwende der Pfad sich steil, anfangs durch Gehölz und dann über -schöne Wiesen, zu einem Bergsattel emporzieht, die Lorena geheißen. Wer -ihn heute geht, der findet unterwegs, ehe er zu dem herrlichen Gipfel -gelangt, drei Sennhütten; um die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts -aber lag nur eine dort, und diese ein wenig höher, der Kuppe näher, -am Rande eines Tannenwaldes, und die Hütte, der Wald und die Wiesen -ringsumher gehörten dem Taubenwirtshaus drunten im Dorfe, und die Frau -Fortunata hatte das Besitztum einst als ein trefflich Nestei dem jetzo -seliglich abgeschiedenen Gatten mit in die Ehe gebracht. - -In dieses Haus auf der Lorena versetzte die Taubenwirtin ihr Beutestück -aus dem Schwedenkriege um das Jahr 1656, gab ihm Vieh und Weide zu -bester Pflege und Wartung unter, wie sie ihm vordem ihr Töchterlein -anvertraut hatte, und verwendete den Korporal wiederum also geziemlich -und nützlich. - -„Sie sagen, ihr treibt auch daheim sonderliche Zucht mit allerlei -absonderlichen Kreaturen in Milcherei und Käserei, Schwen. Nun seid ihr -lang genug bei uns, um zu wissen, was eine Kuh ist, und könnet wohl -einen Ochsen von einem Kalbe unterscheiden. Einen Bub kriegt ihr mit -auf den Berg: also jetzt zeiget euch als einen mit Verstand begabten -Menschen, haltet mir gute Ordnung und zeigt den Nachbarn, daß ich mir -keinen Narren in euch großgezogen habe,“ sprach die Frau Fortunata -Madlener, und Sven Knudson Knäckabröd zeigte sich wahrlich als einer, -der nicht nur mit Renntieren, Elentieren und der Luntenbüchse, sondern -auch, wie mit dem Kinderwiegen, so mit der Milch, der Butter und dem -Käse umzugehen wußte. Es hätte nun bald wenig gefehlt, daß er jetzt -ebenso berühmt wurde, wie er vordem berüchtigt war. - -Nun ließ es sich freilich auf der Lorena lustiger hausen, als in der -niedrigen, dumpfigen, holzvertäfelten Stube drunten in der Taube; -vorzüglich für einen, welcher von früher Jugend an die frische -Luft gewöhnt war; und der Korporal Sven saß manch lieb langes Jahr -dort oben, und ein undankbarer, hartherziger Gesell von Grund aus -hätte er sein müssen, wenn er jetzt nicht sein Geschick allmählich -gelobt hätte. Wir wollen zwar nicht behaupten, daß gerade er vor den -anderen Sterblichen der damaligen Zeiten berufen war, jubilierenden -Herzens in die Pracht und Schönheit der Natur zu blicken, allein -er hatte doch auch seine Freude an dem, was er von seiner Tür aus -überschaute. Da hatte er zu seiner Linken den mächtigen See bis in -die fernste verschleierte Ferne; zu seiner Rechten aber, über dem Tal -von Schwarzenberg, da hob es sich empor: Giebel an Giebel, Zacken an -Zacken, Wand über Wand; und die Glocken seiner Kühe klingelten um ihn -her, und Aloysia Madlener kam, erst ein jung, leichtfüßig Kind, dann -eine hübsche Jungfer, und saß wieder bei ihm und suchte ihm jetzt die -Zeit zu vertreiben, wie er früher sie ihr vertrieben hatte. - -Tagelang saß sie oft bei ihm auf der Lorena, und bald kam die Zeit, -wo der kriegerische Kuhhirt Besuche bekam, die ihm gar schön um den -Bart gingen und doch nicht seinetwegen von allen Höhen herab und aus -allen Tälern hinauf zu ihm stiegen. Eitel jung Volk besuchte ihn, die -besten Buben weit umher, und einige gab es darunter, die kamen mit der -Mette und gingen erst mit dem Abendgeläut, bis die Katz’ aus dem Sack -war, und der Fidel Unold, der reiche Sägmüllerssohn, es allen anderen -abgewonnen hatte. Da gingen denn dem Korporal Sven Knudson Knäckabröd -auch wieder einmal die Augen auf, und als er seiner Verblüffung gegen -die Frau Fortunata Luft machte, da stemmte diese auch wieder einmal die -Arme in die Hüften und sprach: - -„Schwen, daß ich einen Esel am roten Egg aufgehoben habe, das wußte -ich nach den ersten drei Tagen unserer Bekanntschaft. Na, Alterle, -laßt’s gut sein, ich habe hier unten die Augen offen behalten, während -ihr da oben nur das Maul aufsperrtet und vermeintet, das ganze junge -Volksspiel gehe nur deshalb zu euch her, um eure Lügen und Heldentaten -anzuhören. In acht Wochen ist Hochzeit, und ihr seid freundlich -geladen.“ - -In acht Wochen war wirklich die Hochzeit der schönen Aloysia Madlener -und des glücklichen Fidel Unold, und der Korporal Knäckabröd spielte, -obgleich er ein Esel war, doch keine geringe Rolle an dem hohen Tage. -Er tanzte sogar; -- erst zu allgemeiner Bewunderung einen schwedischen -Tanz, dann unter lautem Aufkreischen der Weiber und brüllendem -Gelächter der Mannsleute einen Kroatentanz, und zuletzt zu seinem -allereigensten Vergnügen einen zierlichen Ländler mit der Brautmutter, -der Frau Fortunata Madlener; und nur verschiedene alte Weiber, die ihm -einst am roten Egg mit aufgegeigt hatten, schüttelten jetzt noch den -Kopf über ihn. - -Nach den Hochzeiten pflegen die Taufen zu folgen, und so geschah es -auch hier. Gar häufig holte man ihn auch zu solchen Feierlichkeiten -von seiner Höhe herunter, und dann stiegen wiederum kleine Füße zu -ihm hinauf, und -- so gingen die Jahre vorüber und hin, und der -Korporal Sven Knudson Knäckabröd, der in seinen jungen Jahren so vieles -durchgemacht hatte mit Märschen, Stürmen, Schlachten, Hunger und -Durst, und es gar nicht besser gewußt und gewollt, der saß nun im Fett -und im Frieden und wußte und wollte nichts mehr von der Welt da draußen -vor den Bergen. - - -4. - -„Wenn sie mich zu Hause und in Ruhe gelassen hätten, wär’s besser und -mir lieber gewesen,“ brummte der schwedische Mann an seinem Tische -auf dem Gebhardsberge unruhig auf- und abrückend. „Das Weibsvolk, das -Weibsvolk, -- gibt es wohl Frieden? Nimmer! Kann es wohl einen in -seinem Winkel sitzen lassen? Niemalen! Das muß immer herumwuseln und -zerren und zupfen und einem den Bart streicheln und einem im Notfall -mit Gift anschrillen, wie eine Million Heugaisen, bloß um seine eigene -Million Grillen durchzusetzen. Da sitze ich nun, aber wo sind sie -jetzt, meine Weibsen? Da geht es mir doch wie königlicher Majestät -mit den lappländischen Regimentern Anno Dreißig. Die sollt’ man gegen -den Feind führen?! Kaum hatt’ man sie zusamm’, so hupft’s auseinander -mit Gequak und Gegecker wie ein Sack voll Frösch’, und der Hauptmann -steht allein vor der Batterie und kann aus der Haut fahren. O potz Käs -und Kuhglocken, als die Kleinen gestern Nachmittag heraufkrabbelten -und einen Gruß brachten von Mutter und Großmutter und die Nachricht, -heute gehe es nach Hohen-Bregenz zum heiligen Gebhard, da hab’ ich -mir bei ihrer Lust gleich gedacht, daß das für mich ein sonderlich -Vergnügen werden würde. Der Tiroler ist es nicht, die Erinnerung -ist’s, was mich auf den Kopf stellt. Dem roten Egg bin ich seit einem -Menschenalter nicht nahe gekommen, und nun muß ich der Alberschwendener -Weiberstreifpartei hierher als Führer dienen! Ja, sicher wär’s besser -gewesen, wenn sie einen anderen dazu kommandiert hätten, und doch -- o, -o, es ist, es ist ein sonderlich Vergnügen. Da hielt der Wrangel! Und -dort fanden wir den Fähndrich Olafsson mit eingeschlagenem Schädel. Ja, -klingelt nur und räuchert nur; ihr klingelt und räuchert uns nicht weg! -Es war eben eine gloriose Wirtschaft, und es ist nur ein Elend, daß man -nicht einen hat, mit welchem man anstoßen könnte: trink, Bruder, die -schwedische Gloria soll leben, -- alle guten Gesellen zu Roß und zu Fuß -sollen leben, und du sollst auch leben, Bruderherz! -- Wo stecken nur -die Weibsen? Das ist doch keine Art, einen mit der alten Zeit an einem -solchen Ort alleine zu lassen! Ja, wenn ich nur die Kinder hätt’, da -könnt’ ich mich doch woran halten -- ho, ho, der rote Tiroler und der -General Wrangel, die haben nun die Oberhand über dich, Sven Knudson -Knäckabröd -- o Käs und schwer Geschütz, Sven, es ist doch eine Lust -und Annehmlichkeit, heut allhier auf Hohen-Bregenz zu sitzen und Anno -Sechsundvierzig mit dabei gewesen zu sein, als man es mit Sturm nahm; -Herrgott, die Tränen kommen einem vor Wehmütigkeit in die Augen, und -wann ich heut schwedisch reden hört’, ich glaub’, das Heimweh stieße -mir das Herz ab.“ - -Die „Weibsen“, welche der Korporal Sven zum heiligen Gebhard hatte -führen müssen, nämlich die Frau Fortunata, die Frau Aloysia und die -kleinen Mädchen der letzteren, hatten ihn natürlich sogleich nach -der Ankunft auf dem Pfannenberge seinem Geschick und eigenen Gaudium -überlassen. Den schwedischen Mann hatten sie immer zur Hand, aber -um den Altar des heiligen Gebhard da gab es Bekannte und Verwandte, -Freunde und Freundinnen, die man nicht immer zur Hand hatte. - -„Ich vertret’ mir die Füß’,“ sagte der Korporal, „es hilft nichts, hier -festzuwachsen. Sie werden mich heute nicht als Spionen hängen, wenn ich -des Ortes Gelegenheit wieder einmal erkunde. Donner, es war doch eine -tüchtige Arbeit, damals bei dem gefrorenen Boden, Schnee und Eis, die -Artillerie den Berg hinauf zu bringen!“ - -Er hatte sich erhoben und reckte und dehnte sich und wandelte -schwerfällig durch das Getümmel und betrachtete von neuem und von -allen Seiten aus den Schauplatz, auf welchem er selber einst mit -der Pike in der Hand so tapfer mit agieret hatte. Er stieg um die -Ringmauern. - -„Da kamen wir mit den Leitern und verloren manchen guten Mann. Da -wollten die Herren Generals zuerst Bresche legen lassen; aber wir -besannen uns eines Besseren und führten das Geschütz weiter ab. Dort -hinein kamen wir! Vivat, vivat! sieh, sieh, dort stürzt’ ich die zehn -Schuh tief hinunter auf den Kopf und dacht’, es wär’ mein Letztes; -aber ich kam doch schnell genug wieder auf die Füße und war mit unter -den ersten im Tanz! Es ist nicht zum Aushalten, -- man muß vor seinen -lieblichsten Erinnerungen Reißaus nehmen, wann es einem so ergangen -ist wie mir. Da sollt’ man ja ersticken. Die Mauern fallen einem auf -den Kopf. Ich denk’, ich nehme wirklich Reißaus und steige nieder zum -See. Solch’ groß’ Wasser hab’ ich ja auch seit dem Elend am Fallenbach -nimmer wieder in der Näh’ zu Gesicht gehabt.“ - -Wer des Veltliners zur Genüge trank, der weiß wohl, wie blau ihm der -Himmel werden mag. Dem braven Korporal Sven wurde mehr als eine Fiedel -auf dem Wege, welchen er jetzo ging, gestrichen; aber es klang ihm wie -der Schall von hunderten in das Ohr, und dazu viel andere Instrumente, -Pauken und Posaunen, und dann durch alles ein fernes Grummeln, gleich -schwerer Konstablerei in geordneter Feldschlacht. Alle Leute, die -ihm begegneten, freuten sich über ihn; er aber ging so gravitätisch -seines Pfades, als es sich bei der Steilheit des Berges eben tun lassen -wollte, und so kam er hinab an das Ufer des Sees und blickte mit -ernstem Kopfschütteln auf die breite Wasserfläche und wandelte langsam -am Gestade hin, bis zu der Seekapelle, allwo, wie wir bereits sagten, -die Kähne der Gäste, die über das Wasser gekommen waren, an Stricken -und Ketten lagen. - -Wenn es in Bregenz und auf Hohen-Bregenz, in der Stadt und auf dem -Pfannenberg hoch, lustig und lebhaft zuging, so war es desto stiller -am Wasser um diese Zeit. Klar und ruhig lag der See da; die Enten und -Gänse ruderten und tauchten am Ufer, und fern auf der Höhe des Spiegels -schwangen sich blitzend wie silberne Punkte die weißen Seeschwalben im -Kreise, und weiße Segel stiegen über den Horizont herauf, oder tauchten -über ihn hinab, und die Stadt Lindau zur Rechten der Bucht streckte -ihre Türme und Giebel so klar in die Tiefe, wie sie dieselben in den -lichten Himmel emporhob. - -Der schwedische Mann von der Lorena nahm den Hut ab, trocknete sich -die schweißtriefende Stirn und atmete tief und erleichtert; dann aber -schüttelte er mehr denn je den Kopf, nachdem er sich auf einen Stein -am Ufer gesetzt und die Hände auf die Kniee geschlagen hatte. - -„Ich hätt’ auch dem nicht nahe gehen dürfen,“ murrte er nach einer -Weile. „Vom Berg aus darauf hinzusehen, hat mir nichts gemacht; aber -in der Nähe ist’s ein anderes, und schlimmer als da oben die Rudera. -Die Weibsen können es nimmermehr verantworten, daß sie mich hierher -geschleppt haben, denn wenn ich sie darhingegen nach Jönköping am -Wetternsee setzen wollt’, so würd’ ich mir wohl allerlei in die Ohren -stopfen müssen, von wegen ihres Geheuls und Heimweh. Jönköping! Da bin -ich umhergezogen mit dem großen Gustav, und nachher mit dem Banner, -dem Torstenson, dem Königsmark und dem Wrangel und hab’ nimmer an den -Wetternsee und meines Vaters Haus zu Jönköping gedacht, und heut hab’ -ich selber Lust, darüber zu heulen wie ein Weib. Jetzt ist mir das -Wasser noch ärger als das Land; -- ja wahrlich, als ich mit dem großen -Gustavus Adolfus über das Meer fuhr, da hab’ ich noch nicht gewußt, -daß es doch zuletzt nur zum Kühmelken und Käsemachen ging -- o Donner -und Nordlicht, hab’ ich das nur geträumt diese langen sechsundzwanzig -Jahre, oder hab’ ich es wirklich und wahrhaftig erlebt? O ja, da möcht’ -man doch auf Nimmerwiederaufgucken in den See untertauchen!“ - -Er war wild aufgesprungen, und dann tat er noch einen Sprung, hinab vom -Uferrande, doch nicht in das Wasser, sondern in den nächstliegenden -Kahn, den er durch die mächtige Erschütterung fast zum Sinken gebracht -hätte. Schwer fiel er auf die Bank und sah beinahe erschrocken nach -der Stadt Bregenz und dem Berge des heiligen Gebhard hinüber. Aber -niemand hatte ihm auf seine Schliche gepaßt, niemand auf seine Tat Acht -gegeben. Im nächsten Augenblick schon hatte er das Messer gezogen und -mit einem Hieb das haltende Seil zerschnitten. Er war im Rausch, als er -die Ruder ergriff, doch nicht vom roten Tiroler. Drei kräftige Schläge -führten das leichte Fahrzeug hinaus auf den jetzt im linden Südwest -sich kräuselnden See. Es gelang dem Korporal Sven Knudson Knäckabröd, -den kleinen Mast aufzurichten und -- er hatte nicht umsonst in seiner -Jugend dem Herrgott halbe Tage mit dem Fischfang auf dem Wetternsee -abgestohlen -- das Segel schiffermäßig zu entfalten und zu richten. Er -war nicht im geringsten Schuld daran; allein es war richtig, -- er war -seinen Weibsen, der Frau Fortunata, der Frau Aloysia und den kleinen -drei Schmelgen durchgegangen und befand sich bei günstigem Winde auf -der Fahrt nach des heiligen römischen Reiches freier Stadt Lindau im -See. - - -5. - -Es war gar lieblich auf den Wassern, vorzüglich für einen, der in so -seltsamer Stimmung darüber hinfuhr, wie der schwedische Hirt von der -Lorena. Wenn es still am Ufer unter dem Fürberg war, so war’s noch viel -stiller auf der von der Nachmittagssonne beglänzten Bucht von Bregenz, -und der Korporal Sven hatte eine gute Fahrt. Er saß und hielt die Hände -vor dem Bauch gefaltet und ließ sein Schifflein gleiten vor dem Winde. -Wie jetzt das Ufer hinter ihm versank, oder die Berge sich vielmehr -heraushoben, so hob sich nun auch vor ihm das niedrigere Hügelland des -Allgäus, und vor allem wie eine Stadt aus dem Wunderschatz der Frau -Saga die freie Reichsstadt Lindau. - -Die grauen Mauern, deren Grund der römische Kaiser Tiberius Claudius -Nero legte, als er hier die Rhätier und Vindelicier besiegt hatte, -lagen noch stiller da als der See. Die alten Linden nickten -freundlich-schläfrig von den Bastionen, und die grün und silbern, rot -und goldfarbig glänzenden Turmdächer von Sankt Peter und der heiligen -Dreifaltigkeit -- den Diebesturm nicht zu vergessen -- luden förmlich -behaglich wie aus der Luft, so aus dem Wasser, den braven Korporal -Sven Knudson Knäckabröd zum Näherkommen ein. In dem kleinen Hafen -lagen ruhig, nur da und dorten von einem weißen Spitzhund bewacht, -die Lädinen und Halblädinen, die Segner und Halbsegner und dazwischen -die Lustgondeln der wohlhabenden Reichsstädter, soweit sie sich nicht -zu Bregenz befanden. Nur eine Bürgerschildwacht war auf der Mauer zu -erblicken, und die schlummerte sanft auf ihre Partisane gestützt. Das -Lebendigste auf dem Wall zu Lindau im See waren um diese Stunde die -Fliegen, welche in Scharen über den erwärmten Geschützrohren summten. - -Der Kahn des Schweden schoß, durch den Schatten der Lastschiffe hin, -in den Hafen hinein und an die Hafentreppe, und als der Korporal -sein Schifflein mit einem letzten Ruderschlag dort antrieb, fragte -ihn niemand um das Wohin und Woher, und das war recht gut; denn im -Augenblick hätte er vielleicht auf beides keine Antwort zu geben -gewußt. Seit dem Kolbenschlag am roten Egg war ihm nicht so verworren -zu Mute gewesen, aber trotz allem war ihm heut’ doch die Welt -behaglicher als damals, wo er sich auf dem blutigen Strohlager am -Schanktisch in der Taube zu besinnen suchte. - -Doch wer auf eine solche Weise, wie er, im Hafen von Lindau anlangte, -der mochte, nachdem das Schifflein am Lande lag, wohl selbst den -Hut hin und wieder rücken um die Frage: Was nun? und wohin nun? Der -Korporal Sven stand und blickte an der nahen Stadtmauer empor und -durch den dunklen Bogen, welcher in das Innere der Stadt führte, -hindurch und rieb sich die Stirne. In dem nämlichen Augenblick aber -erschien über der Mauerbrüstung ein dicker, roter, von schneeweißem -Haar umflusterter Kopf, der sich ächzend auf zwei gewaltige Fäuste -legte und entsetzlich gähnend auf den See hinausstarrte. Dasselbige -Haupt spie verächtlich von der Mauer der freien Reichsstadt hinab; ein -nicht geringer Mund öffnete sich, und -- plötzlich -- ganz unvermutet -und von einer solchen Erscheinung auch gar nicht zu vermuten, fing -das Ding an zu singen, und zwar eine Weise, welche im Munde des -schwedischen Volkes schon seit mehr denn hundertfünfzig Jahren umging. - -Und in schwedischer Zunge sang das Unding auf der Mauer heiser und -gräßlich: - - „König Gustav reitet nach Dalarne - Zum Thing mit den Dalkarlen sein; - Doch Christiern liegt vor Södermalm - Und frißt gestohlene Schwein;“ - -und wie heulend in Verdruß, Ärger, Entrüstung und Wehmut: - - „König Christiern sitzt in Stockholmschloß - Und säuft unsern Met und Wein!“ - -„Blitz und Donner! Alle guten Geister!“ stöhnte der Korporal Sven -Knudson Knäckabröd, versteinert nach dem Sänger aufstarrend; doch der -da oben gähnte noch einmal und scheußlicher als zuvor, und fuhr fast -noch unmelodischer fort: - - „Hört alles, was ich euch biete an, - Vom Tal, ihr meine Mannen: - Wollt ihr mir folgen nach Stockholm - Und schlagen die Jüten von dannen?“ - -Mit beiden Händen griff der Korporal Sven Knudson Knäckabröd nach -seinem Haupte, wie im wilden Zweifel, ob er dasselbige auch noch auf -den Schultern trage; und als er es noch an Ort und Stelle fand, tat er -einen Satz und brüllte seinerseits zu dem Sänger auf der Mauer hinauf: - - „Um’s Rebhuhn und um’s Eichhorn ist’s, - Sobald wir zielen, geschehn; - Und dem Blutracker Christiern, - Dem soll’s nicht besser gehn;“ - -und die Wirkung nach oben hinauf war nicht geringer, als die von oben -hinunter. - -Auch der da oben schnellte empor und beugte sich über die Brüstung und -schrie: - -„Bei der blauen Fahne Wasa’s, ist ein Spuck, ein Trold aus dem See -aufgestiegen, oder ist’s ein Landsmann? Ho Landsmann? Landsmann!“ - -„Ho Landsmann!“ rief der Hirte von der Lorena; aber da er einmal -im Zuge war, so brüllte er weiter, daß die Bastionen der freien -Reichsstadt Lindau wie im Schrecken widerhallten: - - „Das reißt nun in meiner Seite, - Ich fühle mich so beengt; - Auch ich hab’ von den Fischen gekostet, - Die man in Dalarne fängt.“ - -Die Bürgerschildwacht im Lindenschatten erwachte bei den Mißtönen -aus ihrem süßen Schlummer und faßte zusammenfahrend die Pike an. Die -Mauertreppe aber herab stürzte der Hafenwärtel der freien, frommen und -biderben Reichsstadt Lindau im See, Rolf Kok, umfaßte mit beiden Armen -den Mann von der Lorena, schüttelte ihn heftig und rief: - -„Kerl, in aller Welt Namen, Kerl, Kerl, wo kommst du her? wo bist du -jung geworden? wer bist du?“ - -„Arkebusierer Korporal Sven Knudson Knäckabröd im gelben Regiment -Oxenstierna -- versprengt im Gebirge -- dorten! Melde mich zurück, -Korporal Rolf Rolfson Kok, denn der seid ihr und kein anderer! Die -Finne da auf eurem linken Nasenflügel habe ich sechzehn Jahre lang beim -Aufmarsch in die Linie zur Rechten gehabt, und die Schmarre da habt ihr -von dem Nürnberger Malheur, Korporal Kok. Melde mich zurück, Korporal!“ - -„Und wir schreiben Vierundsiebenzig! Mensch, o Mensch, Mensch, du bist -der Sven, den wir hinter seinem Rücken Hahnentritt nannten, von wegen -seiner Gangart? Und das passieret einem, nachdem man sich seit Anno -Sechsundvierzig nicht mehr zu Gesicht gekriegt hat, heut hier zu Lindau -an der Hafenmauer? O Sven, wo ist die Kumpaneia? wo Hauptmann, Leutnant -und Fähndrich? wo sind die Fahnen und Trommeln? wo der Herren Generale -Gnaden? Sven Knäckabröd, wo du herkommst, weiß ich noch nicht; aber -ich, ich sitze hier seit dem Lindauer Sturm -- erst als Invalid, dann -als Bürger und Ehemann -- und als Witwer und Hafenvogt, und sie haben -mir noch nicht einmal meinen Namen gelassen: Meister Gockele nennen -sie mich! ja das Gockele nennen sie mich; und du bist Sven Knudson -Knäckabröd, und wir sind beide mit dem König herübergekommen und -standen mit bei Breitenfeld, bei Lützen und liefen mit bei Nördlingen -und zogen mit dem Wrangel gegen die Schneeberge, o Sven, Korporal Sven, -Kamerad Sven, ich heule wie ein Kind!“ - -„Und ich heule mit, Korporal, Kamerad Rolf“, schluchzte der andere. -„Siebenundzwanzig Jahre habe ich bei dem Vieh sitzen müssen, und -nach so großer Gloria und gewaltigen Schlachten habe ich die Kühe -gemolken und Käse gemacht, siebenundzwanzig Jahre durch. Rolf, o Rolf, -Rolfson Kok, am Fallenbach, am roten Egg haben die Weiber uns alle -totgeschlagen, nachdem wir Bregenz da drüben genommen hatten, und heut’ -hat mich erst die gute alte Zeit in den Ruderibus verwirret, und -nachher hat mich der Nix über den See gelockt. Im Traum bin ich über -den See gefahren, und der Nix hat gewußt, daß ihr hier auf der Mauer -von Lindau auf mich wartet, Korporal Rolf Rolfson Kok.“ - -Sie hielten sich in den Armen, die beiden alten Schweden. Sie küßten -sich, und die Tränen rollten ihnen über die gelbbraunen Backen. Sie -tätschelten sich zärtlich die breiten Buckel und hatten eine Freude -aneinander wie ein Brautpaar im Maienmond. Es war aber auch keine -Kleinigkeit, was ihnen begegnete an diesem Festtage des heiligen -Bischofs Gebhard, den sie und ihre Kriegsgenossen vordem so hart mit -Geschütz und Sturmanlauf bedrängt hatten, und dessen Wiege und Burg der -eine von ihnen mit niederwerfen half. - -Sie waren sehr gerührt, die beiden braven schwedischen Korporale; aber -nach der Rührung kam natürlich wieder um so heftiger der Durst, und -dessen wurden sie nunmehr mit großer Lust inne. Da faßte der Korporal -Gockele den Korporal Hahnentritt unter den Arm und sprach: - -„Komm, Herzensbruder, ich weiß unsern Ort, und will dir daselbsten -etwas zeigen, so dir das Herze erfrischen soll, besser als der kühlste -Trunk aus des Kronenwirtes Keller.“ - -Er führte ihn in das Wirtshaus zur Krone. - - -6. - -Wer heute zu Lindau im See, sei’s mit dem Dampfboot landet, oder mit -dem Bahnzug anpfeift, der findet die Krone noch immer an ihrer Stelle. -Einst zog sich die Stadtmauer dem Wasser entlang davor her: die Mauer -ist längst gefallen, aber das gute, alte Wirtshaus steht noch fröhlich -aufrecht. - -Wer heute durch den gewölbten Torweg geht und die Treppe hinaufsteigt, -der findet auch heute noch zu Anfang eines langen, hellen, weißen -Ganges das, was der Korporal Rolf dem Korporal Sven zu höchster -Herzerfrischung weisen wollte, und mag sich ebenfalls daran erfrischen. -Da hängt nämlich von der Decke herab eine eiserne Kugel an eiserner -Kette, -- eine Bombe des Feldmarschalls Karl Gustav Wrangel, und das -Bild des Feldmarschalls hängt an der Wand daneben. - -Beides gehört zu dem Hause seit dem Jahre 1647, seit dem Momente, in -welchem der Herr Feldmarschall diese Bombe in die freie Reichsstadt -Lindau hineinschoß und Grimmiges mit ihr im Sinn hatte, was sich -gottlob nicht erfüllte, denn das Untier durchschlug nur das Dach des -guten Wirtshauses und blieb, ohne weitern Schaden anzurichten, auf dem -Hausboden liegen, -- 180 Pfund schwer. - -Damals hat man den unfreundlichen Gast vorsichtig aufgehoben, ihn -seiner verderblichen Füllung entledigt und ihn bei ruhiger Zeit an -besagter Kette am Gebälk aufgehängt zum ewigen Gedächtnis des Generals -Wrangel und seines groben Geschützes. Der Korporal Rolf aber hatte -vollständig Recht: im Jahre 1674 gab es keinen bessern Augentrost für -den schwedischen Mann der Wirtin zur Taube in Alberschwende, als diese -Kugel und dies Bildnis in der Krone zu Lindau. - -Im Jahre 1674 sah die Krone nicht so hell und freundlich aus als heute. -Die Wände waren nicht mit Kalk getüncht und noch weniger al fresco mit -heidnischen und christlich ritterlichen mittelalterlichen Festivitäten -bemalt. Aber das Haus war schon damals gut und verdiente seinen Ruf -weit übers Allgäu hinaus, und der Hafenwärtel Rolf Kok, genannt das -Gockele, kannte das Getränk und hatte sein Kerbholz fröhlich hinter der -schwarzbraunen Eichentür der Zechstube. Fürs erste aber stellte er den -wiedergefundenen Kriegskameraden unter die Schwedenkugel, wies auf sie -hin und wies auf das Bild des Feldmarschalls und sagte: - -„Da, Herzbruder, da!“ - -Der Hirt von der Lorena rieb sich die trüben Augen, starrte auf die -Bombe, starrte auf das Bildnis seines Generals, tat einen Sprung -und schüttelte sich, als ob er die Jahre und sein Leben unter dem -Kommando der Frau Fortunata und sein Leben auf der Lorena mit einem -Ruck abschütteln wolle. Er streckte die ausgebreiteten Arme dem -Feldmarschall und der schwedischen Kugel zu und rief aus vollem Halse: - -„Vivat Gustavus Adolfus! Vivat Gustavus Wrangel! Es leben die Löwen aus -Mitternacht!“ - -Und er tat einen zweiten Satz und schrie zum zweiten Mal, daß die Wände -erzitterten, und ein einsamer Zecher nebenan in der Trinkstube sich von -seinem Tisch im Winkel erhob, aufstand und den Kopf aus der offenen Tür -in den Gang vorstreckte. Dem Kopfe nach folgte der übrige Mann, und das -Ganze war wohl einer Schilderung wert. - -In dem alten, langen, hagern und gelben Gesichte mit dem eisgrauen, -spitzgewichsten Knebel- und Schnurrbart umfunkelten zwei kohlschwarze -Augen eine lange, scharfe Nase. Zwei lange, einknickende Beine in -engen, schwarzen Hosen und schwarzen Strümpfen trugen den mit schwarzer -Schoßweste und schwarzem Rock angetanen dünnen Leib, und als die -Kreatur den Hut abnahm und in die Luft schwang, da entblößte sie einen -ratzenkahlen, gelblichen Schädel: - -„Cospetto! O Jesus Maria! Vivat Ferdinandus!“ - -Wie auf ein Kommandowort fuhren die beiden Korporale herum, als -ihnen so unvermutet auf ihren eigenen schwedischen Schlachtruf das -wohlbekannte Feldgeschrei und die Losung des kaiserlichen Heeres -entgegen schrillte. Und siehe, schon kam der schwarze, lange Mann, auf -sein spanisch Rohr mit dem Messingknopf gestützt, herangehinkt, fegte -in tiefer Verbeugung den Boden mit dem Hutrande und sprach höflichst: - -„Bitte um Permission, Signori; -- Kriegskameraden von der andern Seit? -Groß Ehr! groß Ehr! -- -- Hab das Vergnügen, mich denen Herren zu -rekommandir. Signor Tito Titinio Raffa, Zahlmeister im Regiment zu -Pferd Strozzi. Hatt schon die Ehr vordem bei Breitenfelda, -- groß Ehr, -groß Ehr, groß Battaglia! Woll die Herren eintret und niedersitz zu -einem Trunk und freundlich Diskurs? Groß Ehr, viel Vergnügen und gut -Kameradschaft!“ - -Mit allem Eifer schüttelten die beiden versprengten schwedischen -Kriegsleute dem versprengten Reitersmann vom Regiment Strozzi -die dargebotene Rechte, und im nächsten Augenblick saßen sie mit -behaglichem Ächzen nieder an dem Tische, von welchem der Herr -Zahlmeister aufgestanden war, um sie zu begrüßen: die Frau Wirtin -zur Taube in Alberschwende hatte um diese Tageszeit, das heißt um -Sonnenuntergang, auf dem Gebhardsberg gut suchen und rufen nach ihrem -treuen Knecht Sven Knudson Knäckabröd aus Jönköping am Wetternsee. - - -7. - -Die Lichter des Tages waren längst verglüht auf Gefild, Berg, Wald, Tal -und See. Die glänzenden Spitzen des Kamor, des Hohen Kasten und des -Säntis drüben in Appenzellerland hatten sich in der Nacht verloren: der -Mond sollte erst später aufgehen. - -Die Lichter in den Wohnungen der Menschen waren angezündet worden, und -der Tisch der drei Helden in der Krone zu Lindau bot jetzt ein seltsam -Schauspiel dar. - -Wenn der aus dem Land Tirol, der Rote, ein sauber Getränk ist, -das des Menschen Herz erhebt, so hat der Bayern Bier auch seine -löblichen Verdienste, und die drei Krieger tranken davon und hatten -davon getrunken. Die beiden wackeren Schweden saßen wie aus Granit -zurechtgehauen fest, mit den kurzen Tonpfeifen im Munde; aber der -italienische Sprachlehrer Tito Titinio Raffa, vordem Zahlmeister im -Regiment Strozzi, stand aufrecht, soviel ihm das möglich war, focht -wild mit beiden Händen in der Luft umher und beweinte gellend die -schönere Vergangenheit und das Elend der Gegenwart, ja, die schönere -Vergangenheit, deren er Genuß gehabt hatte von dem Tage an, wo sich bei -Breitenfeld nach des Schwedenkönigs Wort eine Krone und zwei Kurhüte an -einem alten Korporal rieben. - -„Da ging es freilich mit Sang und Klang, mit Pauken und Posaunen herum -im deutschen Lande,“ winselte er. „Die güldenen Ketten fielen einem -aus dem Pulverdampfe um den Hals, und die güldenen Dukaten raffte man -zu Haufen vom Erdboden auf und kümmerte sich wenig drum, wie arg er -zerstampft war. Die Fackeln und Lichter brannten im Tanzsaal von einem -Jahr ins andere, -- und die Lust war immer dieselbe, ob man den Feind -schlug oder ihm die Fersen zeigte. Im letzten Grund gab es ja gar -keinen Feind, sondern nur einen lustigen Bruder, der auch zum Fest von -der dummen deutschen Nation eingeladen worden war, einen vergnügten -Bruder und Kriegsgesellen, mit dem man bei Geigen- und Trompetenklang -eben sein Tänzlein machte, wie es sich schicken wollte: heut’ oben an -der See, morgen mitten im Land; heut’ am grünen Rheinstrom, morgen an -der gelben Weser und übermorgen an der blauen Donau. Gute Kameraden, -nichts als gute Kameraden in jedem Lager, unter jeglicher Fahn’ und -Standarte! Das war ein Leben, wie es die Welthistorie noch niemalen -aufgezeichnet hatte, und wie kein Kriegsmann zu Roß und zu Fuß es sich -jemalen lieblicher ausdenken mag. Das Herz geht mir heut’ noch im -Galopp gegen die gute alte Zeit durch, wenn ich daran denk’, wie der -Leutnant Schneeberg von Götzens Kavallerieregiment nach der Lützner -Schlacht, nach verlorener Bataille, des Königs Gustavi Adolfi goldene -Kette in Halle auf den Tisch warf und für sich allein Viktoria rief.“ - -„So ist’s, obgleich ihr davon gerade nicht reden solltet, Zahlmeister,“ -murrte der Korporal Sven. „Ein Türkis hing dran von der herrlichsten -Art. Sie hatten ihn ausgegraben in dem Gebirg Piruskua, zehn Meilen -von der Stadt Moscheda; ich hab’ ihn tausendmal blitzen sehen, wenn -die Majestät die Front hinabritt, und wir vermeinten alle, der Stein -mache schuß-, hieb- und stichfest; doch es war nicht an dem, wie sich -ausgewiesen hat; aber der Teufel soll euch doch holen, Zahlmeister, -weil ihr gewagt habt, die Hand daran zu legen!“ - -„_Di grazia, prego perdono!_ Verzeihung, ihr Herren; ich rede nur -davon, um des Elends von heute willen. Der Domeneddio stand damals -auf jeder Seite. Ihr hattet den Sieg, wir den Türkisen schwedischer -Majestät. Jeglichem seinen Spaß, und -- freie Hand überall! Das war die -Parol’ bis zum Jahr achtundvierzig. Nun ist es lange für alle aus, und -keiner hat dem anderen einen Groll nachzutragen.“ - -„Nein, keine Feindschaft um das, was vergangen ist; ich trinke auf eure -Gesundheit, Herr Zahlmeister vom Regiment Strozzi!“ rief der Korporal -Rolf Rolfson Kok. „Was uns schwedische Männer insbesondere betrifft, -so brauchen wir uns wenig zu grämen. Wir haben behalten, was wir -gewonnen, und decken ein gut Stück deutschen Landes von Greifswald bis -Verden mit unseren Piken und Musketen.“ - -In demselben Augenblick setzte sich der Italiener kurz nieder, und ein -Grinsen der Schadenfreude überzog, trotz aller guten Gesinnungen gegen -seine früheren Feinde, sein gelbes Gesicht. Er pfiff auch einen langen -Pfiff und zischelte: - -„Decket es mit, Kamarado, es tut Not. Dorten werden freilich bald genug -die Trompeten noch einmal zum Antraben rufen; aber für unser einen -ist keine Freude mehr dabei, so wenig als bei des französischen Louis -und des Kaisers Spektakel drüben am Rhein. Diesmal sollet ihr die -Prügelsuppe für euch allein haben, ihr nordländischen Bären.“ - -Vier Fäuste krachten auf einmal auf den Tisch; ein halb Dutzend -grausamlicher schwedischer Flüche schmetterte dazwischen, und auf den -Füßen standen nunmehr die zwei Korporale und riefen wie aus einem Munde: - -„Was singet der Herr da?“ - -Der Italiener lachte und winkte begütigend dem Hafenvogt: - -„Könnt ihr es leugnen, Kamarado, daß ihr euch da unten Gewaltiges und -Tückisches vorgenommen habt? Der Signor aus der Wildnis hat freilich -bei seinen Murmeltieren geschlafen; aber wir anderen wissen doch -noch ein wenig, wie es in der Welt zugehet, und meine Opinion ist -augenblicklich, daß ihr euch diesmal bei dem Handel tüchtig die Pfoten -verbrennen werdet. Ha, leugnet es nur, aber es ist so! Ihr werdet ihn -mit nichten halten, den zehnjährigen Neutralitätsvertrag, nun da die -Katz’ vom Haus ist, und die kurfürstlichen Gnaden von Brandenburg -mit dero hohen Sposa, dero Kurprinz und dero glorreicher Armada zum -kaiserlichen Kommandeur, dem Duc de Bournonville am Rhein aufgebrochen -sind.“ - -„Man wird ihn halten!“ rief der Hafenwärtel. - -„Ich sage no! und ich sage dazu, nehmet euch in acht! Die Welt ist -älter geworden seit unseren jungen Tagen, und neue Hände sind an einem -neuen Werke.“ - -„Zahlmeister! Zahlmeister!“ rief Rolf Rolfson Kok drohend. - -„_Pazienza! adagio!_ möcht’ wohl einmal in eure Magazine in -Stettin hineingucken. Das wird schon jetzt ein lustig Zufahren von -Piken und Musketen, Pulver, Blei und Geschütz im Hafen von Wismar sein. -Ohe, Signori, das wird ein lustiges Klingen von französischem Geld auf -den Tischen von Stockholm und in den Taschen eurer Generale geben!“ - -„Ihr seid ja ein recht feiner, politischer Kopf, Herr Kamerad vom -Regiment Strozzi,“ brummte Sven Knudson Knäckabröd, ungewiß, ob er das -Ding für eine Schmeichelei oder das Gegenteil nehmen solle. - -„Bin ich doch Zahlmeister gewesen!“ lächelte Signor Tito Titinio -Raffa. „Erzürnet euch nicht, wir haben es auch nie anders gehalten. -_Cospetto_, wünsch’ euch aus vollem Herzen, daß ihr euren -Wunsch durchsetzen möget. Der Herr Turennius mit Eisen und Stahl am -Rheinstrom, und der klingende französische Sack in Stockholm werden -wohl nach Kräften dazu helfen; aber -- aber nehmet euch in acht, daß -euch der Brandenburger nicht doch die Karten aus der Hand schlage.“ - -„Er wird es wohl nicht,“ meinte Rolf bärbeißig. - -„Will es euch wünschen; aber -- aber saget doch: mit dem Herrn -Feldmarschall Karolo Gustavo Wrangelio, dessen Bild und eisern -Gastgeschenk da draußen aufgehängt ist, seid ihr vordem hierher -gekommen?“ - -„Mit demselbigen!“ - -„Nun denn; wenn ihr heut’ Abend noch von hier abreiset, so trefft ihr -ihn vielleicht schon auf dem Marsche nach Berlin“. - -„Vivat! es lebe der Held aus Mitternacht!“ schrie der Korporal Sven, -der bis jetzt mit immer steigender Verwunderung von einem der beiden -Politiker auf den anderen gesehen hatte und nur mit Mühe den Sprüngen -ihrer Unterhaltung gefolgt war. Jetzo aber war es ihm auf einmal ganz -klar geworden, wieviel Welthistoria er im Bann und Dienste der Frau -Wirtin zur Taube in Alberschwende und bei seinen Kühen und Geißen auf -der Lorena versäumt habe. - -„Schulterts Gewehr! An die Piken! Aufgesessen, Kürassiers und -Dragoner!“ brüllte er und fügte in leiserem Ton hinzu: „Aber es gehet -mir auf wie ein Nordlicht, daß ich schon einmal dabei gewesen bin mit -den Brandenburgern, und damals war’s nichts Großes, und wir lachten -auch allsamt über den Spaß. Ja, es war Anno Einunddreißig, Korporal -Rolf, ihr wisset, als auch wir zuerst auf Berlin marschierten, -fünfzehnhundert Mann zu Fuß und zu Pferde mit dem Könige und vier -Kanonen. Wir kamen von Köpenik, allwo das große Lager war, und hatten -unsere Lust mit dem damaligen Kurfürsten Georg Wilhelm und seiner -Kurfürstin. Sie handelten mit uns bis zum letzten Augenblick und kamen -zum Vergleich erst, als die Konstabler die Lunte aufschlagen wollten, -um ihnen das Verständnis zu wecken. Ja wohl, jetzt fällt es mir genau -bei. Sie gaben uns nach endlich abgeschlossenem Pakt das Geleit vor -die Stadt, und da wollten ihnen beim Abschied königliche Majestät doch -noch eine unverdiente Ehre antun und ließen eine Generalsalve geben -aus großem und kleinem Gewehr. Das war der Spaß! Der Feuerwerker hatte -vergessen, das Geschütz von der Stadt abzurichten, und weil wir zuerst -als Feinde gekommen waren, so schossen wir nun auch als Freunde scharf -und deckten ihnen ganz ohne bösen Willen die Dächer ab. Das gab denn -freilich ein groß’ Geschrei der Damens, und königlicher Majestät war’s -sehr unangenehm.“ - -„Ich war nicht dabei, Korporal Sven,“ sprach der Korporal Rolf, „ich -stand damals in Köpenik mit der Hauptmacht. Aber die Sache ist so, und -zu viel ist da auch niemandem geschehen; denn während wir ihnen nur ein -paar lumpige Schindeldächer abdeckten, deckte uns der alte Korporal, -der Tilly, die ganze Stadt Magdeburg ab. Der Gustavus Adolfus hat es -dem Brandenburger nie vergeben.“ - -„Das sind alles alte Geschichten,“ meinte der Signor Raffa gähnend. -„Auch ist es nicht weit von Mitternacht, und morgen früh reis’ ich -zurück nach Augsburg, sintemalen niemand der hiesigen Barbaren, weder -Mann noch Weib, ein Gelüst zeigt, die bella _lingua toscana_ zu -erlernen. _Cospetto_, um nichts Ärgeres zu sagen! Die Herren und -Kameraden mögen einen guten Schlaf tun; -- es war mir ein’ groß’ Ehr’ -und Vergnüg’, mit meiner angenehm’ Konversatione aufzuwarten.“ - -„Möge dem Herrn unsere schlechte Gesellschaft gleichfalls gefallen -haben,“ sprach der Korporal Rolf, während der Korporal Sven stumm, aber -mit militärischem Anstand salutierte. Die Schenkstube der Krone hatte -sich allmählich mit Gästen sehr gefüllt; aber die drei Kriegsmänner -hatten wenig davon gemerkt und gar nicht sich darum gekümmert. Sven -und Rolf verwunderten sich dann erst darüber, als der Zahlmeister vom -Regiment Strozzi zierlich Abschied genommen hatte. - - -8. - -Wer in dieser Nacht durch die Gassen der alten freien Reichsstadt -Lindau wandelte, und, was freilich nicht zu vermuten stand, einen Sinn -für Naturschönheit hatte, der mochte wohl über der augenblicklichen -Lieblichkeit der Erde vergessen, wie wild es auf eben dieser Erde immer -noch aussah, trotzdem die drei greisen Kriegsgesellen sich soeben erst -über die nichtswürdige Friedensseligkeit und jammerhafte Langeweile, -die ihnen in ihrem Alter zu Teil geworden waren, so herzzerbrechend -beklagt hatten. Im silbernen Mondenglanz lag jetzt der See rund um die -Inselstadt her und spülte nur lind und leise an die uralten Mauern. -Drüben kam der junge Rhein wahrlich friedlich aus dem Graubündnerland -hervor; aber auch der, nachdem er den großen See durchströmt, Konstanz -gegrüßt und bei Schaffhausen den lustigen Sprung gewagt hatte, sah und -vernahm in seinem fernern Laufe mancherlei, was nicht nach Frieden -klang und aussah. Sie waren hart am Werke miteinander: der Kaiser -Leopoldus, daß er das Elsaß, um der ewigen Verdrießlichkeiten darob -entledigt zu werden, so anständig und still als möglich losschlage, --- König Louis, daß er es mit größtmöglichstem éclat, Jubel und -Feuerwerksgeprassel in Empfang nehme. „Uns gefällt nicht ein mächtiger -Fürst der Wenden an der Ostsee!“ hatte der allezeit Mehrer des -römischen Reiches deutscher Nation in Wien gesagt und seinem Feldherrn -im Lager bei Straßburg, dem Herzog von Bournonville, Befehl gegeben, -sich lieber dreimal von den Franzosen schlagen zu lassen, als einmal -dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm Gelegenheit zu -geben, seine Pflicht gegen das Reich mit Gloria zu erfüllen. Da hatte -denn der Herr von Turenne natürlich ein leicht’ Spiel, und hat es auch -trefflich benutzt; -- doch das sind alte Geschichten, wie Signor Tito -Titinio Raffa sagen würde, und wir haben uns an dieser Stelle nicht -weiter damit zu beschäftigen. - -Auf den Mauern der Inselstadt Lindau schritten die wenigen Wachen unter -den Linden und zwischen den Geschützen langsam auf und ab, und auch auf -ihren Partisanen und Musketen blitzte das Mondenlicht. Der berühmte -Gasthof zur Krone, dicht hinter der Stadt- und Hafenmauer gelegen, -lag im tiefsten Schatten, bis auf die gleichfalls weiß glänzenden -Giebel und die Wetterfahnen. Die beiden späten Zecher, welche jetzt aus -demselben hervortraten, standen anfangs ziemlich unschlüssig, ob ihres -Weges in dem Dunkel. - -„Nicht unter Dach,“ schluchzte der Korporal Sven Hahnentritt. -„Bruderherz, nicht unter Dach! Ich hielt’s nicht aus! Mir summt’s im -Kopfe, als ob zehntausend Trompeten drin zum Angriff bliesen, mir kocht -es in den Adern, als ob die Regimentssudler drin für eine Armee von -zwanzigtausend Mann die Feuer schürten. Unter Dach, und wäre es von -purem Golde, müßt’ ich ohne Gnad’ und Ranzion elend ersticken.“ - -„Nicht unter Dach, Bruder,“ schluchzte auch der Korporal Rolf, zu -Lindau genannt das Gockele. „Du hältst mich und ich dich, und so kommen -wir ohne Halsbrechen jene Walltreppe hinauf, und da setzen wir uns und -reden weiter vom glorreichen Schweden und dem großen Könige und dem -großen Kriege. Hupp -- marsch -- hoho, ich glaube, die Weiber nennen -das Wehmut, was uns beide am Schopf gepackt hält; ich glaub’, wenn’s -möglich wär’, käm’ ich heut’ Nacht zum erstenmal in meinem Leben zum -Heulen und Greinen.“ - -Sie schwankten hinein in den Mondschein und kamen glücklich auf -die Mauer, und da saßen sie nieder auf der Bastion auf einer alten -bronzenen, wirklich schlangenhaften Wallschlange, die vielleicht schon -den Kaiser Maximilian begrüßt hatte, als er zum Reichstag nach Lindau -kam, um „die Reichskammergerichtsordnung zu Faden zu schlagen“. - -Da saßen sie, ein Paar alter, grauer, nordischer Seebären im -Mondenlicht und sahen hinüber nach den Schweizer- und Tirolerbergen -und unterredeten sich gar lieblich von neuem. Es waren zwei sehr -unromantische Burschen; allein sie hatten beide genug erlebt, daß ihr -Gespräch, ohne daß sie es wußten, fühlten und wollten, in hohem Grade -romantisch war, vorzüglich der Teil, welchen der Korporal Rolf auf sich -zu nehmen hatte. - -„Das wird allmählich anjetzo ein Aufsehen um mich da drüben geworden -sein,“ sagte Sven. „Hui, lug, da geht noch eine Rakete auf, als ob sie -mich zurückriefe. O Rolf Rolfson, es wird mir wunderlicher von Minute -zu Minute.“ - -„Das macht der Mond, und die Feuchtigkeit in der Krone, und der welsche -Signor, Kamerad. O Sven, Sven, auch mir steigt es warm und heiß und -immer heißer herauf. Stelle dir vor, daß das alte Schweden da so ruhig -an seiner Stelle liegen geblieben ist, mit allem, was dazu gehört, -und daß wir so weit in der Welt herumgekommen sind zu Roß und zu Fuß, -als Sieger und als Gefangene der Weiber und Spießbürger! Es drückt -mir das Herz ab, wenn ich jetzt auf das helle Wasser sehe und denke -an die Ostsee und die große Flotte und den großen König Gustav, und -wie wir landeten, die Mannen aus allen Provinzen, Ost- und Westgoten, -Dalkarlen, Finnen, und sogar die einfältigen, albernen Lappen! Wenn -ich dran gedenk’, wie wir niederknieten, Gott zu danken, dann wieder -aufstanden und an die Arbeit gingen und dabei blieben achtzehn Jahre, -achtzehn lange glorreiche Jahre durch! O Bruder Sven, die Schweizer -dorten, die reden immer von ihrem Heimweh, auch wenn’s niemand -verlangt; aber du, Sven, hast mir das Heimweh heute mitgebracht! Ach -Schweden, Schweden! Sven, möchtest du nicht auch nochmalen die blauen -und die gelben Regimenter in Linie sehen mit der Sonne auf den Helmen -und Kürassen und den Herren Generals und Obristern vor der Front?“ - -„Sei still, ich komme um!“ winselte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd. „Ich habe die Kühe gemelkt und saß zwischen den Käsen, bis -gestern morgen; und sie schulterten bis an die Weser vor den gewonnenen -Städten, sie schlugen weiter gegen die Polen und gegen die Jüten! -+Sie+ schlugen bei Warschau drei Tage lang, sie marschierten über -das Eis nach Seeland; um Kopenhagen lagen und ritten sie. +Sie+ -schlugen die Russen, und ich hab’ das alles erst heut’ abend durch dich -und den welschen Signor erfahren, und ich ließ mich von den Weibern -fangen und zum Kinderwarten abrichten, anstatt den Verband abzureißen -und in Ehren zu sterben!“ - -„Du hast es doch noch gut gehabt, Kamerad. Du saßest da in deiner -Wildnis und sahest nichts und hörtest nichts, und alle die guten Dinge, -von denen du eben sprachst, sind dir freilich erst heute abend zu -Kopf gestiegen. Mir aber hat bis zu dieser Stunde die Kugel unseres -Feldherrn in der Krone auf dem Herzen gelegen. Ach Korporal Knäckabröd, -was meinet ihr, wenn wir den Weg fänden?“ - -„Den Weg wohin?“ schrie der Hirte von der Lorena. - -„Den Weg nach Hause! Den Weg zu den Fahnen mit dem Löwen von -Mitternacht!“ schrie der Hafenwärtel von Lindau emporspringend. -„Korporal -- Kamerad, Herzbruder, wenn wir zur rechten Zeit kämen, -um noch einmal -- vor Torschluß, Sven! -- noch einmal, einmal in -Reih und Glied zu treten?! Der Karl Gustav, der Wrangel, unser -General ist ja wieder an der Spitze; der nicht jünger ist als wir! -Der Wrangel marschiert, der Wrangel, mit dem wir hierher kamen! Das -ist das Heimweh, Kamerad, und wir gehen, Kamerad -- wir marschieren, -Herzbruder; wir desertieren -- wir gehen zum Wrangel -- in dieser -- -Nacht noch!“ - -„In dieser Nacht noch!“ ächzte der Kriegsgefangene der Frau Fortunata -Madlener zu Alberschwende und drückte beide Fäuste auf die Augen. Dann -sprang er von dem Geschützlauf empor und sang im halben Wahnsinn des -höchsten Jubels in die Mondenscheinnacht hinaus: - - „Auf Dovrefield im Norden - Liegen die Kämpfer ohne Sorgen. - -Ruhe im Glied!... wir gehen zum Wrangel! o wenn es doch wahr wär’, wann -ich morgen früh aufwache!“ - -„Hast du ein Eigentum, drüben bei den Hirten im Gebirge, Sven?“ - -Der Korporal schüttelte den Kopf und schob die Hände tief in die leeren -Hosentaschen. - -„Ich hab’ in meinem Turm dorten aller Welt Schätze,“ grinste Rolf -Rolfson Kok; „einen Tisch, einen Stuhl, einen Strohsack, eine Muskete, -ein halb’ Dutzend Angelruten und allerhand Netzwerk, drei Töpfe, eine -Pfanne und einen Finken im Bauer. Den Vogel lass’ ich fliegen, denn -wir fliegen ja selber; -- dreißig Gulden hab’ ich auch, die hol’ ich, -und alles andere vermache ich dem Rat und der Bürgerschaft von Lindau. -In zehn Minuten sind wir reisefertig. Dort liegt mein Kahn, -- in zehn -Minuten schwimmen wir auf dem See und, weißt du, in Nonnenhorn landen -wir und müssen dann sehen, wie wir den Weg weiter finden. Courage, -Alter; sitze still, bis ich wieder komm’. Jetzt mach’ ich den Kehraus -in meinem Quartier, und morgen früh sind wir weit hinaus auf dem -Marsche nach Hause!“ - - -9. - -Am folgenden Morgen war die Verwunderung nicht nur des Rates, sondern -auch der ganzen Stadt Lindau im Bodensee groß ob des Verschwindens -ihres schwedischen Hafenvogtes. Die Kinder in den Gassen kannten -den Meister Gockele, und die Alten waren mit seiner bärenhaften -Erscheinung und seinem zerfetzten und zusammengeflickten Deutsch auf -dem vertraulichsten Fuße. Es war in der Tat kein Wunder, daß man -den Korporal Rolf Rolfson Kok sehr vermißte, sowohl in den Gassen -der Stadt, wie in ihren behaglichsten und berühmtesten Schenken und -Gaststuben. - -„Und zur Zeit der Rädle noch gar?!“ murmelten die erfahrenen und -gewiegten Zechkumpane. „Zur Zeit, wo der Neue schon an die Türe pocht! -es ist nicht auszudenken. Ja, wenn der See den Leichnam nicht bald -ausspült, so ist es sicher, daß der böse Feind das Gockele am Fittig -nahm. Aber er war doch ein guter Kamerad; -- Schade um ihn.“ - -War die Aufregung groß ob des Verschwindens des Korporals Rolf in -der freien Reichsstadt Lindau, so trat sie doch vollständig in den -Schatten vor dem Lärm und Aufruhr, welchen das Verschwinden des -Korporals Sven jenseits des Fürberges hervorrief. Es war eben ein -anderes, ob jemand für die volkreiche Stadt Lindau, und ein anderes, -ob jemand für das Dorf Alberschwende und die Lorena verloren ging. Die -gesellschaftlichen Zustände litten an den letzten beiden Orten viel -mehr darunter als an dem erstern, und die Wirtin zur Taube war nicht -ohne einige Berechtigung um ein Bedeutendes giftiger, betrübter und -jähzorniger als der Rat und die Bürgerschaft der freien Stadt. - -Wir müssen darauf verzichten, die Gefühle der Frau Fortunata, der Frau -Aloysia und der drei hübschen Schmelgen zu schildern, als sie am Abend -des verhängnisvollen siebenten Augustes anfingen, nach dem Korporal -sich umzusehen, und sie ihn nicht fanden. - -Anfangs suchten sie mit Lachen, allein das dauerte nicht lange. Mit dem -Ingrimm einer erzürnten Löwin hub die Frau Fortunata an, ihr Beutestück -im Kreise ihrer Bekannten und Freunde auszuschreien. Auch die Freunde -und Bekannten machten sich auf die Jagd, wenn auch mit einem geheimen -Mitleid in Betreff des Geschickes des schwedischen Mannes, sofern -er in ihre und der Taubenwirtin Hände gegeben werde. Da blieb kein -Busch am Gebhardsberge ununtersucht, sowie auch keine Schenke in der -trefflichen Stadt Bregenz unter dem Gebhardsberge. Wenig hätte gefehlt, -so wäre die Bürgerschaft aufgeboten worden, den Flüchtling (denn daß -der Gesuchte ein Flüchtling sein mußte, war am folgenden Tage jedermann -klar) zu verfolgen und tot oder lebendig einzubringen. - -Drei Tage und drei Nächte hielt sich die Taubenwirtin am Gestade des -Sees auf der Suche, und erst am vierten Tage gab sie in vollkommener -Verzweiflung die Hoffnung auf, den Deserteur und Verräter an Treu und -Glauben wieder zu erlangen; sie trat in Grimm und Zorn die Heimfahrt -in den Wald an, und für längere Zeit hatten nun die Hausgenossen -und Hausfreunde für das zu büßen, was der undankbare Schwed’, der -nichtsnutzige Korporal Sven Knudson Knäckabröd, gesündigt hatte. Und -was das Schlimmste war, es existierten noch einige verwitterte und -verwetterte Veteraninnen aus dem Jahre 1647, welche sämtlich nunmehr -vor die Wirtin zur Taube, die Oberkommandantin, hintraten, das -glorreiche Gefecht am roten Egg wie in der Chronika nachschlugen und -kreischend behaupteten: das hätten sie schon damals vorausgesagt, und -jedes ordentliche Wäldlerweib hätte schon damals sagen können, daß das -so kommen würde. - -Aber wie es in allen menschlichen Zuständen und Angelegenheiten zu -gehen pflegt, so ging es auch hier. Der Lauf der Tage nahm seinen -gewiesenen Gang, und selbst ein so großes, merkwürdiges und unerhörtes -Ereignis, wie dieses Verschwinden eines Menschen, der sich über -sechsundzwanzig Jahre hinaus so brav hielt, versank in dem Strudel der -Arbeit, in dem täglichen Kampfe mit den tausend Verdrießlichkeiten -und Freuden des Daseins. Man sprach allmählich immer weniger von dem -Korporal Sven, wenn man auch noch häufig genug an ihn dachte, und er -immerhin ein ausgiebiges Thema der Unterhaltung für jegliche müßige -Stunde blieb. Die Kinder der Frau Aloysia Unold grämten sich zuletzt -doch am meisten um den alten, grauen, wackern Spielkameraden, den guten -Gesellen von der Lorena; wir aber werden vor allen Dingen jetzo sehen, -wo er mit seinem eigenen grauen, alten, wackern Kameraden, dem Korporal -Rolf Rolfson Kok, geblieben war, und was er befuhr, nachdem er sich -aus der Heimat in die Fremde fortgeschlichen hatte, um in der Fremde -die Heimat, das heißt die alten glorreichen Kriegsfahnen und den alten -Feldherrn Karolus Gustavus Wrangel aufzusuchen. - - -10. - -Pasewalk ist eine schöne Stadt; fraget nur die geborenen Pasewalker -darnach! Im Jahre 1674 soll es eine noch viel schönere Stadt gewesen -sein, doch das ist schwerlich heute noch auszumachen. Jedenfalls war -es im November des ebengenannten Jahres eine recht lebhafte Stadt, -denn der Feldmarschall Karl Gustav Wrangel hatte sie zum Sammelplatz -der Truppen, mit welchen er im folgenden Monat in die Mark Brandenburg -einfallen wollte, auserkoren. Von Pasewalk aus war er denn auch -richtig im Dezember mit 14000 Mann über die Grenze aufgebrochen, -hatte Stargard, Landsberg, Wriezen, Ruppin und so weiter genommen, -brandschatzte und plünderte nach alter gewohnter Art sachverständig -und mit Vergnügen, und ließ es sich in Abwesenheit Kurfürstlicher -Durchlaucht so wohl als möglich innerhalb dero Grenzpfählen sein. - -Auch Rathenow ist eine schöne Stadt und wurde im Anfange des Monats -Juni des Jahres 1675 ebenfalls recht lebendig; denn um jene Zeit -rückte der Herr Obrister von Wangelin mit sechs Kompagnieen Dragoner -von seinem eigenen Regiment und einiger Infanterie von einem andern -Regiment dort ein, machte es sich gleichfalls darin recht gemütlich -und dachte an nichts Böses. Die Seinigen aber folgten in allen -Dingen seinem Beispiele, ohne auf die Gefühle und Behaglichkeit der -Bürgerschaft die mindeste Rücksicht zu nehmen. - -In oder vielmehr vor der Stadt Rathenow finden wir unsere beiden guten -Freunde aus der Krone zu Lindau im Bodensee, die Korporale Sven Knudson -Knäckabröd und Rolf Rolfson Kok, genannt Meister Gockele, richtig und -für jetzt gottlob noch in guter Gesundheit wieder. Aber um die Stelle -zu beschreiben, an welcher wir sie finden, ist eine Beschreibung der -Lage der Stadt Rathenow unbedingt notwendig, obgleich wir das ziemlich -kurz machen können. Die Stadt Rathenow liegt nämlich an der Havel, -welche in zwei verschiedenen Armen daran vorüberfließt; und um zu den -morschen, an verschiedenen Stellen eingefallenen Mauern und zum Tore zu -gelangen, hatte man die beiden Arme und den dadurch gebildeten Werder -zu passieren, und zwar vermittelst zweier größerer Zugbrücken und -mehrerer kleinerer Brücken. - -An der ersten Zugbrücke, das heißt, der am meisten nach Westen zu -gelegenen, hatte in der Nacht auf den 15. Juni alten und 25. neuen -Stils der Korporal Rolf Kok von Wangelin-Dragoner die Wacht mit sechs -Mann, und der Korporal Sven Knäckabröd leistete ihm Gesellschaft. - -Da waren sie denn! -- - -In Wehr und Waffen, wie sie es auf der Hafenmauer von Lindau geträumt -hatten, saßen sie wieder an einem schwedischen Wachtfeuer und hielten -sie wieder einmal den vorgeschobenen Posten gegen den Feind. - -Sie saßen dicht nebeneinander an den verglimmenden Kohlen, die -beiden braven alten Grauköpfe, und wachten hellen Auges, während -ihre Mannschaft, bis auf den Posten unter dem Gewehr, ruhig auf den -zusammengetragenen Strohbündeln im tiefen Schlafe lag. Es war gegen -zwei Uhr Morgens, der Havelnebel lag weiß und dicht auf dem Flusse und -den weiten Bruch- und Moorgegenden ringsum; aber man merkte doch, daß -die Dämmerung nicht fern sein konnte. Die hohen Pfeiler der Zugbrücke -standen bereits ziemlich klar hervor aus dem weißen Nebel, und die -schwedischen Reitersmänner hatten bis jetzt eine ruhige Nacht gehabt. - -„Wie die machten wir auch sonst, Bruder Sven,“ sprach jetzt der -Korporal Rolf, auf seine schnarchenden Dragoner weisend. „Das ist -vorbei; wir sind zu alt dazu geworden, Kamerad; aber es hat auch sein -Gutes, man sitzt und schwatzt, und eine Pfeif’ Toback am Feuer ist auch -was Liebliches. Vor dreißig Jahren schmauchte man noch nicht so stark -in den Armaden als heute. Das ist auch was Neues.“ - -Er reckte und dehnte sich, während der Kamerad nur behaglich wie ein -alter Hund unterm Ofen knurrte. - -„Sven“, fuhr der Korporal Rolf fort, „tu’ auch was zur Unterhaltung. -Jetzt haben wir doch das Leben wieder durchgeprobt; nun sag’, wo -sitzest du lieber, -- hier unter den Kürassen und Eisenhelmen oder -dort, -- da -- dahinten, da oben in deinen Bergen zwischen den Ziegen -und Böcken und sonstigem Rindvieh? Bruderherz, sag’ an, wie gefällt dir -dein jung-alt Leben?“ - -„Es ist nicht auszusagen, Wachtkommandant! Man kann nur immer von -neuem darüber nachsinnen, und man hat dann doch auch dazu wieder keine -Zeit. Ich bin noch lange nicht mit der glücklichen Stunde fertig, wo -wir wieder unter der Fahne anlangten, und der Posten uns im Lager -von Pasewalk die Parole abforderte. Ja Parole hin, Parole her! Die -Parole hatten wir freilich nicht, aber unsern Ausweis hatten wir doch -parat, und die Kniee beben mir jetzt noch, wenn ich an die Rührung -denk’, mit welcher wir ihn von uns gaben. Versprengt beim Sturm auf -Lindau! Gefangen in den Bergen Anno siebenundvierzig, nach dem Sturm -auf die Bregenzer Klause und Burg Hohenbregenz! Das gab ein Zulaufen -und Maulaufreißen bei Offiziers und Gemeinen! Und es war dazu ein Weg -gewesen, ein richtiger Weg im Zickzack, auf welchem wir angelangt -waren, vom Bodensee bis an den Ukerfluß! Und lauter junge Gesichter in -den Regimentern, und selbst die alten unbekannt, und kein Hauptmann, -Leutnant oder Feldweibel, so uns den weitern Weg in das gute alte Leben -weisen konnte vor Staunen und Wunder. Das Herze zittert mir immer -von der Stunde, Korporal Rolf!... Ach, der Wrangel, der Wrangel, das -war das größte Glück, daß der Feldmarschall, oder wie sie ihn jetzt -nennen, der Konnestable, zu Handen war und uns aufnehmen konnt’! Ja, -des Feldmarschalls Gnaden, die mit uns und dem König über die See -gekommen waren, wußten, was mit uns anzufangen sei, Preis und Glorie -über den Karl Gustav! Er hat uns die Hände geschüttelt und in seinem -Quartier an seinem Tische niedersitzen lassen. Alle großen Offiziers -und Kommandanten haben uns als reine Wundertiere angestarrt, und der -Konnestable hat uns zugetrunken, und alle großen Generale haben uns -auch zugetrunken, und nachher hat uns das Volk, Reiter und Infanterie, -auf den Schultern durch die Lagergassen getragen. Vivat Schweden! -Schweden und die schwedischen Helden zu Roß und zu Fuß immerdar! Rolf -Kok, nachher hab’ ich oft gedacht, in der gloriosen, leuchtenden Stunde -hätten wir sterben sollen. Ich glaube, sie hätten alle Fahnen über uns -gesenkt und mit allem Geschütz uns nachgefeuert, als ob wir selber die -berühmtesten Generale gewesen wären.“ - -„Freilich wäre dieses eine großmächtige Ehre für uns gewesen“, meinte -der andere nachdenklich, „aber Sven Knudson Knäckabröd, es ist auch -so, wie es jetzo ist, recht angenehm. Hat nicht der Oberst Wangelin -vor der Front von seinem Regiment gesagt, es sei eine mächtige Ehre -für ihn, daß wir bei ihm zu Pferde stiegen? Und wir sind zu Pferde -gestiegen, Sven; du, weil du in deinen Bergen eben lange genug auf der -Kuh geritten hast; ich, weil ich vordem dem Rate zu Lindau auch als -Feuerreiter aufgewartet habe. Wir sind zu Pferde gestiegen, Korporal -Knäckabröd; -- nachdem wir lange genug im verzauberten Schlaf lagen, -sind wir endlich als junge Burschen wieder aufgewacht und aufgesessen. -Ist es nicht so? Und als es neulich über die Grenze ging, nach alter -Weise mit fliegenden Standarten, Pauken und Trompeten, haben wir uns da -nicht gefühlt wie die Jüngsten? Haben wir da nicht die Hüte geschwenkt -wie die jüngsten Jungen bei der Bagage? Daß wir heute einen roten Rock -tragen, ist mir freilich nicht so lieb, als wenn wir noch im gelb und -blauen Koller auszögen; aber es ist einerlei: vivat die Helden aus -Mitternacht! vivat der glorreiche, ewig siegreiche Karl Gustav, der -Feldmarschall Wrangel! Und eine Lust war’s doch auch, daß wir mit -einreiten durften in die Städte, nach alter Art: in Landsberg, Krossen, -Wriezen und wie sie sonsten heißen; und ein Pläsier ist es, daß wir -- -wir, Korporal Sven, heute diese Wacht halten an der Havel gegen die -Brandenburger.“ - -„Gegen die Brandenburger“, lachte höhnisch der Korporal Sven -Knäckabröd. „Bah, wo sind sie denn, diese Brandenburger? Wirf einen -Groschen da in den Nebel hinein, so weit du kannst, und such’ ihn -nachher! So kannst du auch nach den Brandenburgern suchen, Rolf Rolfson -Kok.“ - -„Nein, Sven, sie sollen sich doch ziemlich brav gehalten haben am -Rhein gegen die Franzosen. Ich hab’ mich hier und da umgehört und -mancherlei vernommen; die Herren Offiziers und Politici munkeln -allerlei. Wir haben uns eigentlich diesmal das Spiel doch ein wenig zu -leicht gemacht. Der welsche Signor in der Krone war auch ein Politikus, -und was er von der Katz’ und den Mäusen gesagt hat, das ist nicht -ohne. Bruderherz, ich gäb’ viel darum, wenn dieser Kurfürst Friedrich -Wilhelm bald zu Hause wieder einsähe, und zwar mit Macht und Gewalt. -Um Kinderspiel sind wir doch den weiten Weg nicht hergekommen, und ich -sage dir, Kamerad, ich hoff’ auf den Kurfürsten wie auf eine Braut, und -ich hoffe, er bringt das doppelte unserer Armada mit, daß wir doch Ehre -davon hätten. Bruder Sven, es wär’ mir ein Ekel, wenn das Spiel bis zum -Ende zu leicht blieb, und wir gewonnen! schrieen, wie ein Lagerweib -über einen gestohlenen Unterrock.“ - -„Da tröst’ dich, Herzbruder Rolf; auch ich habe mich unter den -Politikern umgehört und das Meinige in Erfahrung gebracht. Auf dem -Marsche nach Hause und gegen uns sind sie; aber daß es ein weiter Weg -vom Rhein bis an die Havel ist, das haben wir ja auch gespürt. Mir -ist’s auch lieber, wir rufen Viktoria auf einem ordentlichen Felde, -als daß wir uns wie der Fuchs in den Taubenschlag geschlichen haben -sollten, und niemand vorhanden wäre, dem es am Herzen läge, uns zu -verjagen.“ - -„Wie geht ihr Weg eigentlich? Kannst du mir das in den Sand malen?“ - -„Nein, solches vermag ich nicht; aber ich zähl’ an den Fingern unsern -eigenen Marsch ab und vermeine, wir haben auch unsere Zeit gebraucht. -Sie kommen wie wir durch der Schwaben Land, auch durch des Bischofs -von Würzburg Grenzen, und nachher durch der Thüringer Berge. In der -Stadt kalkulierten sie gestern beim Landrat von Briest, sie möchten -vielleicht schon bei Erfurt stehen. Geduld’ dich noch ein paar Tage, -Kamerad Rolf; dann magst du nach deinen Pistolen sehen und das Schwert -in der Scheide lockern.“ - -„Das gebe der Himmel zu unserem und Schwedens Ruhm“, sprach der -Korporal Rolf Kok, und -- - -„Halt! Werda?“ rief in dem nämlichen Augenblick der Posten an der -niedergelassenen Brücke und warf den Karabiner schußgerecht vor. - - -11. - -Der Nebel lag noch dicht und schwer auf Fluß und Land, der Morgen -zögerte noch immer; man sah kaum zehn Schritte weit hinaus auf die -Landstraße, die nach dem Dorfe Böhne und weiter nach Genthin, und über -Parchen nach der Elbe und der Stadt Magdeburg zu führte. - -„Wacht heraus!“ schrie der Korporal Rolf aufspringend und zugleich den -nächsten seiner süß schlafenden Dragoner an der Schulter rüttelnd. Wie -ein grauer Schatten trabte ein Reiter durch den Dunst an, zwei andere -folgten, dann ein Haufen, und man vernahm das Stampfen einer größeren -Kavallerieabteilung im raschen Anmarsch. - -Das kleine Häuflein der Schweden hatte sich schnell auf der Brücke in -Linie gestellt; die beiden Korporale mit dem Posten in der Front. Aber -schon parierte der vorderste der schattenhaften Reiter seinen Gaul -dicht vor den Karabinermündungen und rief: - -„Versprengte vom Regiment Bülow! Haben die Brandenburger dicht auf den -Fersen! Gebt Raum, die Pferde sind abgehetzt, wir halten die Straßen -nicht länger und müssen in die Stadt!“ - -Es war eine alte, heisere Stimme, eine Stimme wie die der beiden alten -Korporale Sven und Rolf, welche das hervorstieß, und der Mann auf dem -wirklich schweißtriefenden, abgehetzten, schnaubenden Gaule war auch -alt und grau verwettert. Er trug einen dunkelblauen Rock über dem -Brustküraß, einen breiten, an der Seite aufgeklappten Dragonerfilz, -doch ohne Feder und Kokarde. Er trug mächtige Stulphandschuhe und -Reiterstiefel, doch keine Feldbinde, und wie seine nun allgemach auch -heranreitenden Begleiter trug er das Schwert in der Scheide. - -„Schnell, schnell, Kamerad von Wangelin! Wir hängen seit dreien Tagen -in den Sätteln und halten uns kaum mehr. Es pressiert -- laßt uns -durch.“ - -Die beiden Korporale sahen sich zögernd an. - -„Gebt die Parole, Herr!“ - -„Wir sind drei Tage von der Armee. Sahen die Brandenburger bei Burg -auf dem Marsche. Wie können wir euch die Parol’ vom gestrigen Abend -geben? Macht Platz, ich sag’ euch, Wachtkommandant, der Oberst Wangelin -ist mein guter Freund. Er liegt zum Wahrzeichen mit euch drüben in -Rathenow, und ich bin Leutnant im Regiment Bülow. Jetzt haltet uns -nicht länger auf!“ - -„Was sagt ihr dazu, Korporal Knäckabröd?“ fragte der Korporal Kok. - -„So arg wird’s doch nicht pressieren!“ sagte der Korporal Sven; in -demselben Augenblick aber richtete sich der alte Blaurock im Sattel auf -und schrie krächzend: - -„Also nicht? Na, dann hol’ der Teufel die Höflichkeit! Wer ist denn -hier eigentlich zu Hause? Ihr oder wir?“ - -Ein Faustschlag krachte nieder auf die unglückliche Nase des weiland -Kriegsgefangenen der Frau Fortunata Madlener, Wirtin zur Taube zu -Alberschwende im Bregenzerwalde, daß er besinnungslos zu Boden stürzte. -In dem nämlichen Moment stießen sämtliche Reiter ihren Pferden die -Sporen in die Flanken; zur Rechten und zur Linken flog die schwedische -Wache an der ersten Havelbrücke vor Rathenow zur Seite, oder wurde -niedergeritten. - -„Der Derfflinger! der Derfflinger!“ rief einer der drei Leute, welche -sich mit dem Korporal Rolf Rolfson Kok im eiligen Laufe der zweiten -Brücke und der Stadt zu retteten und ihre Büchsen im Lauf hinter sich -abschossen. - -„Der Derfflinger! der Derfflinger!“ murmelte der Korporal Kok, zu -Lindau im See das Gockele genannt, betäubt, fortgerissen, unfähig -sich zu besinnen, unfähig selbst, einen Augenblick an das Schicksal -seines guten, alten Kriegskameraden zu denken. Und es war wirklich -der Generalfeldmarschall Derfflinger, der vom Rhein her als der erste -an der Havel anlangte, das Hausrecht gebrauchte, die erste Brücke vor -Rathenow auf die eben beschriebene Weise nahm und nun vor der zweiten -Brücke, welche er natürlich aufgezogen fand, seine Dragoner absitzen -ließ und in Hast und Ungeduld über der trübe unter seinen Füßen -dahinschießenden Flut fast vergehen wollte. - -Es hätte des Faustschlags des greisen Generalfeldmarschalls gar nicht -bedurft, um den armen Korporal Sven zu überzeugen, daß die Welt im -Begriff sei, unterzugehen. Nah und fern klangen die Trompeten, oder wie -der Korporal, mühsam und zwischen die Pfeiler der Zugbrücke gedrückt -sich aufrappelnd meinte, die Posaunen des jüngsten Gerichts. Immer -mächtiger wogte und dröhnte es durch den Morgennebel heran, und Zug an -Zug rasselte es über die erste Brücke und ergoß sich über den Werder -zwischen den beiden Armen des Flusses, allwo der Derfflinger, den Degen -in der Faust, Schwadron über Schwadron durch die Fluten trieb, während -von den Mauern der Stadt schon das Gewehrfeuer blitzte und krachte, -und Generalmajor Götze und Oberstleutnant Kanne bereits den Fuß in die -erstaunten Gassen setzten. - -„O heiliger Olaf!“ stöhnte Sven Knudson Knäckabröd, sich das strömende -Blut von der Nase wischend und sich aus seiner geschützten Lage -dicht an der Brüstung der Brücke mit Vorsicht aufrichtend. „Träume -ich +das+, so habe ich auch so noch niemalen geträumt! Aber mit -einer solchen Nase träume da einer! Wetter, mir wächst ein Kürbis im -Gesicht, -- also das war der Derfflinger? O Rolf, Rolf, Rolf, das ist -wieder eine Geschichte, wie sie nur uns beiden passieren kann; -- o -Korporal Kok, wenn es nur dem großen Marschall Wrangel nicht eben so -ergehet wie uns zweien!“ - -Es hatte allen Anschein, daß das wohl der Fall sein könne. Um diese -Zeit nämlich war an dem Havelübergang, von Genthin her, ein Reiter mit -großem Gefolge von, wie es sich anließ, hohen Offizieren, die alle ihre -Pistolen auf den Sattelknopf gestützt hatten, -- mit einem mächtigen -Gefolge von Wachen, Trompeten und Standarten erschienen und hielt, nach -der Stadt hinüberhorchend. Dort hörte das Feuer allmählich auf, und -einzelne Reiter sprengten von ihr wieder zurück: die zweite Zugbrücke -mußte demnach auch genommen sein. Und einer dieser Kavaliere näherte -sich dem hohen Befehlshaber, riß den Hut ab und neigte sich bis auf die -Mähne seines Gauls: - -„Kurfürstliche Durchlaucht, wir haben Rathenow, wir haben den Wangelin -und den Weg zum Rhin!“ - -„Der Brandenburger! der Brandenburger auch!“ ächzte der schwedische -Mann an der Brüstung zwischen dem Pfahlwerk der Brücke, und ohne die -Antwort Kurfürstlicher Durchlaucht abzuwarten, kroch er über den Rand, -rutschte die Böschung hinab, glitt in das Weidengebüsch der Havelinsel -und fand daselbst trotz Nebel, Betäubung, Aufregung und Blutverlust -noch zwei von den Dragonerpferden der Wacht-Abteilung des Korporals -Gockele, angstvoll an ihren Strängen zerrend. Im nächsten Moment schon -saß der brave Alte im Sattel des einen Tieres und jagte über den Werder -hin, links ab. Da die Passage auf Rathenow von dem Generalfeldmarschall -Derfflinger jetzt vollständig frei gemacht war, so ging der Marsch der -sechstausend, vom Rhein her zu Hause anlangenden brandenburgischen -Reiter über die Brücken. Der Werder, über welchen die Obersten Kanne -und Kannowsky zuerst an die Stadt gelangten, war wieder leer; der Nebel -hatte sich allmählich in einen feinen Regendunst verwandelt, und der -sumpfige Boden dröhnte nur wieder von dem Stampfen einiger verwundeter -Pferde, die wie Geistererscheinungen durch den grauen Dunst taumelten, -strauchelten und schossen. - -Die Furt, welche die Dragoner des Derfflingers erst mit einiger -Mühe gefunden hatten, kannte der Korporal Sven, von mehreren -Rekognoszierungen aus, gut genug. Er befand sich mitten im Strom und -erreichte den Steindamm am linken Ufer, ohne sich umzusehen. - -„Es ist aus, Rolf Kok! Sie haben dich mit dem Obristen tot oder -lebendig!“ rief er jammernd und jagte weiter. Unschlüssig, ob er sich -gegen Havelberg zum Feldmarschall Karl Gustav oder gegen Pritzerbe zu -dessen Stiefbruder, dem Grafen Waldemar, wenden solle, jagte er fürs -erste gradaus in die lieblichen Sümpfe und Heiden der wackern Mark -Brandenburg hinein, im Sinn und Ohr verfolgt von einem ganz andern -Klingen, als dem melodischen Läuten der Kuhglocken im Lande vor dem -Arlberg und dem ermutigenden Wort der Taubenwirtin zu Alberschwende: -„He, Korporal, sing’!“ - -Das waren eilige Tage, und nimmer ist in der Welt so scharf geritten -worden, wie in diesem Juni des Jahres 1675 in der Mark, sowohl vom -Kurhut Brandenburg als auch von der Krone Schweden! - -Neun Tage schon hatte die kurfürstliche Kavallerie nicht abgesattelt, -und nun sprangen auf die Kunde von der Einnahme von Rathenow, im jähen -Schreck und aller Verstörung, auch die schwedischen Herren in die -Sättel. Von Havelberg brach eilends der Feldmarschall Wrangel auf; -von Brandenburg und Pritzerbe sein Stiefbruder. In aller Hast ging -der Marsch der beiden so unvorsichtig geteilten Heeresflügel, ein -spitzwinkelig Dreieck durch Bruch, Moor, Heide und Kieferwald ziehend, -auf den durch alte Schlachten berühmten Kremmerdamm zu, um eine -Vereinigung daselbst herzustellen und, was noch zu retten war, vor dem -zornigen Hausherrn zu retten, ehe Kurfürstliche Durchlaucht, die in -der Mitte der beiden Schenkel dieses Dreiecks gradaus ebenfalls einen -Strich auf Fehrbellin zogen, den ungebetenen Gästen auch da an der Tür -aufwarteten. - -Drei Tage ritten sie noch, da trafen sie zusammen, und geschah die -wundervolle Schlacht, die wir leider hier nicht zu beschreiben haben: -unsere Aufgabe ist es, uns nach dem tapfern Korporal Rolf Rolfson Kok -umzutun und zu erkunden, wie es ihm zu Hause weiter erging. - -Wir haben gesehen, wie auch er sich eilends aufmachte, als er die -Ankunft der Brandenburger in Erfahrung gebracht hatte. Obgleich ihn -mehr als sechzigjährige Beine trugen, so beflügelte die Vorstellung, -daß der Generalfeldmarschall Derfflinger mit seinen neunundsechzig -Jahren hinter ihm sei, seine Schritte auf den Havelbrücken nicht wenig, -und er kam richtig noch vor dem alten Herrn in der Stadt Rathenow an. - -„Alarm! Alarm! Feindio! Feindio!“ - -Ach, der Korporal Rolf Rolfson Kok hatte leider bei seinem Ruf zu -den Waffen nicht auf den Herrn Landrat von Briest gerechnet. Der -hatte nämlich in Erwartung der Dinge, welche von Südwesten her kommen -sollten, seinen schwedischen Gästen eine große Bewillkommungsfestivität -zurecht gemacht, den Offizieren selber und mit Beihilfe eines löblichen -Magistrates zugetrunken und auch der gemeinen Soldateska durch -gemeine Bürgerschaft auf seine Kosten wacker zutrinken lassen. Die -Folge davon war, daß die Brandenburger, als sie unter dem Derfflinger -und dem Prinzen mit dem silbernen Bein, dem Prinzen von Hamburg, -eindrangen, die meisten der Helden aus Mitternacht im tiefsten Rausch -und süßesten Schlummer vorfanden und sie somit ohne viele Mühe -totschlagen konnten. Die, welche etwas bei Besinnung waren, wehrten -sich freilich tapfer genug in den Gassen und auf und an den alten, -morschen, mittelalterlichen Mauern und Toren; allein auch sie wurden -mit verhältnismäßig geringer Mühe niedergemacht oder gefangen. Von -den sechs Kompagnieen, die mit dem Obristen von Wangelin in Rathenow -eingerückt waren, rettete höchstens ein Dutzend Leute das Leben und -die Freiheit, und unter diesen vom Glück Begünstigten befand sich -gottlob auch unser guter Freund, der Korporal Rolf. Wie der Korporal -Sven an der Böschung des Haveldammes, so glitt er an Wall und Mauer -der Stadt Rathenow hinunter, fiel, von Fortuna noch einmal in Schutz -genommen, auf ein ledig Reiterpferd des Herrn Obristleutnants Kanne und -galloppierte nunmehr gleichfalls, und ebenso betäubt und schwindelnd -wie der Kamerad, in den Morgen und in die Mark Brandenburg hinein. - - -12. - -Am siebenzehnten Juni alten und siebenundzwanzigsten neuen Stils, -nachdem am Tage vorher der Schwed’ im Zug auf Nauen gesehen worden war, -regnete es schlimm, obgleich es am folgenden glorreichen Tage, solange -die Schlacht dauerte, noch viel schlimmer regnete. Was aber die Sümpfe -zwischen der Havel und dem Rhin bei anhaltendem Regen zu bedeuten -haben, das erprobe ein jeglicher, der Lust dazu hat, selber und lobe -nachher seine Erfahrungen, wann er wieder im Trockenen sitzt! - -Und von der Havel bis zum Rhin ritten bereits seit dem sechzehnten -die Streifparteien der beiden schwedischen Heeresteile und der -vorwärts drängenden Brandenburger gegeneinander und umeinander herum, -während überall das aufgeregte, wütende Landvolk mit allerhand Gewehr -und Gewaffen der Not auf den Beinen war: kurz, es war ein schwer -Durchkommen selbst für zwei alte Korporale des Königs Gustav Adolf, die -dem Überfall von Rathenow entwischten und nun die ihrigen suchten, ein -jeglicher bis jetzt noch für sich allein. - -„Wenn mir heute einer sagte, daß ich einmal Hafenvogt zu Lindau im -Bodensee gewesen sei, so schlüge ich ihm die Zähne in den Hals hinein, -so wenig glaube ich dran“, brummte der Korporal Rolf Rolfson Kok, -indem er am 17. Juni am Spätnachmittag zum dritten Mal seit der letzten -Viertelstunde vor einem neuen Sumpfe vom Pferd stieg, um das Terrain -als vorsichtiger Mann zu untersuchen, bevor er sich ihm mit seinem -ermüdeten Gaul anvertraute, nachdem er wieder einmal mit Mühe einer -nachsetzenden Patrouille des Herrn Generalmajors Lüdecke entgangen -war. Ritterlich hatte er einen seiner Verfolger erlegt und dadurch -den Jagdeifer der übrigen ungemein erhöht; allein einen einzelnen -Mann zu jagen, lohnte sich heute eigentlich unter keinen Umständen, -und so hatten die kurfürstlichen Kürassiere zuletzt doch in einem -Kieferngehölze die Verfolgung aufgegeben, und der Korporal Rolf stak -naß, triefend, hungrig und durstig zwischen Sumpf und Moor und suchte -vorsichtig, wie wir gesagt haben, einen Übergang gen Nordost. Das war -keine geringe Aufgabe, und mit steigendem Verdruß tastete und platschte -er und rettete sich von neuem auf festeren Grund, bis er endlich eine -Art von Fußpfad durch das tröpfelnde Gebüsch fand und ihn behutsam -beschritt, seinen abgehetzten Gaul am Zügel hinter sich drein ziehend. -Immerfort mit sich selber redend, oder vielmehr in den Bart brummend, -tappte er zu; aber schon nach zehn Minuten hielt er horchend von neuem -an; denn plötzlich vernahm er vor sich aus dem Dickicht ein Schnauben -und Stampfen, vermischt mit lauten und halblauten Schimpfworten und -Verwünschungen, die sämtlich nicht auf dem märkischen Boden gewachsen -waren. Der Korporal Rolf stand und horchte atemlos. Derjenige, -welcher dort hinter den Rüstern, wie es schien, gleichfalls im Sumpfe -feststeckte, verwünschte sein Schicksal in schwedischer Zunge, und -nachdem der vormalige Hafenwärtel der freien Reichsstadt Lindau -nochmals die Hand hinter das Ohr gehalten hatte, schrie er: - -„Vivat Schweden! Ich komme, Kamerad!“ und drang mutvoll tiefer in das -Moor ein, den kläglichen und verdrießlichen Kundgebungen nach. - -Aus dem Gebüsche hatte ihm ein Gegenruf geantwortet und der erboste -Wunsch: wenn der Kamerad wirklich ein gutes schwedisches Herz habe, so -möge er eiligst kommen, es sei Not vorhanden. Der Korporal Rolf hatte -geantwortet: „Hier auch!“ war aber doch drauf losmarschiert, und wieder -nach einigem beschwerlichen Durchwinden drang er aus dem Gebüsch hervor -und hatte das Schauspiel, das er erwartete, vor sich, wie er es sich -vorgestellt hatte. - -Ein großes Gestampf und Geplatsch im Moor und Röhricht, -- zerstampfte -Binsen und Gesträuche, -- ein halb versunken Roß, und darauf ein -rotlockiger, schwedischer Reitersmann, mohrenfarbig vom Sumpfwasser, -- -triefend wie alles umher vom Regen, -- und dem gänzlichen Versinken in -die schlammige Tiefe nahe! - -„Wenn es mein leiblicher Vater wär’, so würde ich ihn nicht in dem Kerl -erkennen!“ murrte der Korporal Rolf; dagegen erkannte der Mensch im -Röhricht den Korporal Rolf und schrie: - -„Alle guten und bösen Geister -- bist du es, Rolf Rolfson Kok? O, du -himmlische Güte, kommen wir wirklich noch einmal zusammen auf dieser -niederträchtigen Welt? Ich bin es, Wachtkommandant! Kennt ihr mich -nicht? Ja, Herzbruder, meine eigene Mutter möcht’ mich wohl nach einem -solchen Ritt und in solcher Farb’ und Zerzausung nicht erkennen!“ - -„Sven Knäckabröd?! Sven, Sven?“ schrie der andere. „Hat dich der -Derfflinger nicht ganz und vollständig geholt? Das ist freilich bei -allem Elend das beste Abenteuer, was mir noch zu Teil werden konnte. -So schickt sich alles, und darum bin ich vorgestern von der Rathenower -Stadtmauer auf einen brandenburgischen Profossengaul gefallen, um dir -heute hier aus dem Malheur helfen zu können! Halt’ gut, noch einen -Augenblick halt’ den Kopf über dem Wasser, Sven! gleich hab’ ich dich -auf dem Trockenen, soweit es bei diesem Regen von oben und diesem -Morast von unten zu machen ist.“ - -Er hatte sofort nach dem Bündel Hanfstricke, welches von dem -Sattelknopf seines Vorgängers in eben diesem Sattel herabhing, und -für die Hälse der Marodeurs, Spione und sonstigen soldatischen -Übeltäter beider Heere bestimmt war, gegriffen, es heruntergerissen und -auseinandergewickelt. Mit vielem Geschick verknüpfte er die einzelnen -Stricke miteinander und hatte bereits im nächsten Augenblick dem -armen Korporal Sven Knudson Knäckabröd ein tüchtig und haltbar Seil -zugeworfen; -- nicht um ihn damit in die Ewigkeit hineinzubefördern, -sondern um ihn so sanft als möglich aus dem Sumpfe der Mark Brandenburg -hervorzuziehen. Nach einem ängstlichen und schweißtriefenden Abzappeln -von einer Viertelstunde waren beide gerettet -- der Korporal Sven wie -sein Roß -- und standen beide keuchend und schnaufend am Rande des -verräterischen, grün überwachsenen Schlammes. Selbst der Frau Fortunata -Madlener hatte Sven Knudson Knäckabröd, als er nach der Schlacht am -roten Egg unter ihrer Pflege erwachte, nicht so zärtlich die Hand -geschüttelt, wie er sie jetzt dem guten Kameraden aus der Krone zu -Lindau schüttelte. - -„Und nun, Bruder Sven, wie ist dir außerdem, daß du aussiehst wie ein -Mohrenpauker bei einer Leibtrabantengarde?“ fragte der Korporal Rolf. - -„Danke für die Nachfrage! Dumm, leer im Magen und jammerhaft im Sinn, -Rolf Kok. Ach, Rolf Rolfson Kok, schauderhaft verbiestert!“ - -„In Lindau in der Krone haben sie eine Art Würste, an welche ich jetzo -schon anderthalb Tage lang habe denken müssen. Und was den Wein vom -vorigen Herbst betreffen möchte --“ der Korporal Sven ließ ein dumpfes -Geheul vernehmen, gleich einem angeketteten Hofhund, welchem man ein -Stück Schinken von Ferne zeigt; glücklicherweise geriet der Korporal -Rolf schnell auf etwas anderes. - -„Und Rathenow haben sie; und wer weiß, was sie noch alles haben. Zu -Hunderten liegen die Unsrigen vom Regiment Wangelin in den Gassen und -in den Häusern. O Sven, ich gäb’ heut’ noch mehr darum, als damals -auf der Bastion zu Lindau, wenn ich den Weg zum Wrangel fände. Bei -solchem Hunger und Durst solche Wehmütigkeit und solchen Grimm erdulden -zu müssen, das hält nicht einmal ein Mensch aus, der mit dem großen -Gustavus Adolfus auf Usedom landete und nachher alles mit durchmachte.“ - -„Das nächste Mal reiß’ ich nicht wieder aus, wenn die Brandenburger -mich zu Gesicht kriegen; -- ich halte Stand und lasse dem Trübsal ein -Ende machen“, ächzte Sven. - -„Das beste ists; ich bin mit von der Partie, Bruder“, sprach Rolf -ebenso verzweifelt-grimmig. Im nächsten Moment horchte er wieder und -rief sodann: - -„Sieh, da ist die angenehme Gelegenheit schon. Horch, da sind sie -wieder aneinander! Zu Pferde, zu Pferde und darauf los. Die Mähren -brauchen eben doch nicht länger bei Atem zu bleiben als wir. Heraus -mit den Plempen, und: Vivat ein ehrlicher schwedischer Reitertod! Was -aber das übrige anbetrifft, so wäre es mir allmählich einerlei, wer -den Weltball hinnähme, ob die Kron Schweden, oder dieser Kurfürst von -Brandenburg mit seiner verwetterten Kavallerie!“ - -Sie stiegen mühselig von neuem auf ihre Gäule, die auch wieder und zwar -fast menschlich seufzten. Um den verräterischen Sumpf herum ritten sie -abermals in den Kiefern- und Rüsternwald hinein, dem vernommenen Schall -des fernen Kanonendonners und der nahen Büchsenschüsse, Trompetenstöße -und Menschenstimmen nach. - -„Das ist Nauen, um welches die Konstabler spielen; und jetzo weiß man -wenigstens wieder, nach welcher Richtung man die Nase zu drehen hat. -Das ist auch ein Trost; aber der andere Lärm beweist mir, daß Schweden -noch immer auf dem Rückzuge ist. Vorwärts, Bruderherz; einmal müssen -wir unsere Löffel noch in den Brei tunken!“ - -„Sprich mir nicht von Brei, Rolf Rolfson Kok!“ bat Sven Knäckabröd -kläglich. „Du könntest eben so gut von einem gebratenen Ochsen reden. -Das Herz wendet sich mir jedesmal, wenn ich dich von Löffel, Messer -und Gabel diskurrieren hör’, im Leibe um. Ja, vorwärts, Kamerad, und -wollt’, es würde endlich einmal wieder licht vor uns; was wir auch auf -der Landstraße finden möchten!“ - -Der Wunsch, welchen der Korporal Gockele vollkommen teilte, sollte -ihnen noch vor Sonnenuntergang, -- wenn man an einem solchen Regentage -von Sonnenuntergang reden konnte, -- gewährt werden. Nachdem sie noch -manche Fährlichkeit des Weges überwunden hatten, kamen sie endlich -wirklich aus dem Walde heraus, und zwar mit immer heftiger pochenden -Herzen, und das war wahrhaftig kein Wunder. - -Es war ein Brausen, Schwirren, Brüllen, Rufen und Kreischen in den -Lüften, als ob sich auf der Erde Tausende und aber Tausende auf einem -engen Pfade in höchster Not drängten -- ein Brausen und Geschrei wie -von Tausenden auf dem Marsche, und zwar auf einem Rückzugsmarsche! Das -hallte von ferne unter den schweren, grauen Regenwolken her, als ob der -Himmel es nicht hören wolle und das Gewölk wie eine Wand zwischen sich -und den irdischen Jammer gelegt habe. - -Näher und näher erscholl’s, je weiter die beiden Korporale vorwärts -drangen, und als sie endlich den Wald sich lichten sahen, da erblickten -sie schon zwischen den letzten Kiefernstämmen den Grund des Getöses, -und als sie hervorritten aus der Dämmerung des Gehölzes, da spielte das -große, aber schreckliche Schauspiel auf Entfernung von einigen hundert -Schritten vor ihren Augen sich ab! - -In der graufahlen Beleuchtung des abendlichen Regenhimmels dehnten -sich die großen Sümpfe, das Havelland-Luch -- und durch das Luch zog -sich der schmale Damm, und auf demselben, so weit das Auge reichte, -von einem Horizont zum andern, wälzte sich der schwedische Rückzug. -Reiterei und Fußvolk, Geschütz, Bagage, Weiber und Schlachtvieh -durcheinander, im wirren grausigen Getümmel vorüber; fern im Süd’ aber -klang und donnerte das Gefecht der Nachhut. Die Brandenburger taten -dort ihr Möglichstes, den Schrecken und die Verwirrung in den Gliedern -des Feindes zu erhalten und den Kehraus nach besten Kräften vorzunehmen. - -Wie zwei Bildsäulen saßen die zwei alten Kriegsgenossen des großen -Königs Gustav Adolf auf ihren Pferden und starrten auf das erstaunliche -Spektakel. Hunger, Durst und Ermüdung waren vollständig vergessen. -Für sich und an sich selber fühlten sie nichts mehr. Sie starrten -- -stierten -- und dann nickten sie beide zu gleicher Zeit mit den Köpfen, -und dann -- rollten wirklich ihnen die Tränen hell aus den Augen und -verloren sich mit den ihnen ins Gesicht schlagenden Regentropfen in den -weißen Bärten -- -- - -„O Sven“, stöhnte endlich Rolf Kok, „sind wir darum so weit -hergekommen? Sind wir darum aus dem Schlaf auferwecket, um das zu -erleben? O Sven, o Sven, es ist aus mit uns, und ich wollte, der -Herrgott hätte uns in unserer Versprengung belassen und uns nicht das -Herz erregt durcheinander und durch den welschen Signor Tito Titinio -Raffa, oder wie er hieß, der Ruffian!“ - -„Ich wollt’ es auch, Rolf“, seufzte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd. „Auf mich und dich kommt es wohl nicht an, und was wir -darüber denken, ist auch gleichgültig: aber daß dieses dem Karl Gustav, -dem gewaltigen Konnetable Wrangel passieren muß, das ist das Elend! -Sieh, und da sind die Kürassiers von Wachtmeisters Regiment. Da sieh -nur, wie die Schufte in den Sätteln hängen und wie reitende Feldhasen -über die Schultern gucken. Und das trägt Harnisch und Schwert! Da, -da -- sieh -- da drängen sie sich gar gegenseitig von der Straße, um -nur ja die eigene Schande unversehrt in Sicherheit zu bringen! Ach -Schweden, Schweden, an manchem Sommerabende hab’ ich dich über die -Berge und den See weg gesehen, sitzend wie eine Königin in Purpur. Da -hab’ ich mein Heimweh stillen müssen, und nun sehe ich dich als ein -Bettelweib, wie mit dem Knüttel aus einem fremden Hause gejagt! Was -sagst du, Bruder? Ich sage, wir reiten nun eben mit bis zum Ende.“ - -„Wir reiten mit bis zum Ende!“ rief der Korporal Rolf Kok, und blind -trieben die beiden tapferen Grauköpfe unter den letzten Bäumen und aus -dem letzten Gestrüpp des Waldes ihre Rosse mit wilden Sporenstößen -hervor und hinab in den Sumpf, der sie von dem berühmten Damme trennte. -Ihr Fatum aber schien sie wirklich bis zum Schlusse der Tragödia -mitspielen lassen zu wollen. Der Sumpf verschlang sie nicht, sie -erreichten den betrüblichen Strom von Menschen und Vieh, der in dem -dunkelnden Abend durch die verregnete Mark heranwogte, und so wurden -sie fortgerissen und fortgewirbelt -- zwei Tropfen in der kläglichen -Flut der schwedischen Retraite, -- fortgewirbelt, dem Rhin entgegen. - - -13. - -Der Herbst des Jahres 1675 war gekommen, lachend wie ein rechter Bruder -des Frühlings. Im weichverschleierten Sonnenlicht lag die Rheintalebene -zwischen den Bergen des Bregenzerwaldes und den Bergen von St. Gallen -und Appenzell. Lachend tanzte der junge Fluß dem Bodensee zu, als ob er -nie Felsentrümmer und Hochwaldsbäume vor sich hergeschleudert, als ob -er nie die Felder und Wiesen schwerarbeitender Menschen mit haushohem -Schlamm und wüstem Steingeröll bedeckt habe; oder als ob er doch -wenigstens die Absicht habe, von jetzt an es nicht wieder zu tun. - -Es war ein Sonntag in den letzten Tagen des Septembers. In jeder -Schenke am Wege klang die Fiedel. Von der Höhe des Steusberges glänzten -hell und weiß die Türme von Maria-Bildstein herab; es war auch ein -Wallfahrtstag zu Maria-Bildstein, und alle Wege weit umher waren mit -den bunten Gruppen der frommen Christen und Christinnen bedeckt, die -entweder noch zum Gebet auf der Höhe emporstiegen, oder bereits wieder -herunter und hinab in das irdische Jubelgetümmel. - -Zu Schwarzach im Löwen herrschte vor allem ein lustiges Leben; aber -da das muntere Treiben, hier wie in jeder andern Schenke, sich wenig -von dem zu Anfang dieser ziemlich historischen Geschichte beim -Geburtstagsfeste des heiligen Gebhard geschilderten unterschied, -so haben wir nicht nötig, uns an dieser Stelle auf eine abermalige -Beschreibung einzulassen. Wir haben Sonderbareres zu berichten. - -Den ganzen Morgen hindurch hatte unter den Kastanienbäumen vor dem -Wirtshause zum Engel an der Achbrücke bei Oberrieden ein Mann gesessen, -der, ein wenig scheu, einen gewaltigen Durst zu löschen hatte, und der -jetzo langsamen und müden Schrittes durch das Dorf Schwarzach zog und, -dem Anschein nach, auch auf dem Wege am liebsten niemandem ins Gesicht -gesehen haben würde. - -Es war ein alter, weißköpfiger, gebückter Mensch, der schwerfällig -auftrat und seinen Stab nicht als eine überflüssige Zierde trug und -handhabte. Er war bekleidet mit einem abgeblichenen roten Tuchkoller, -über dem ein rostig-gelblicher Schimmer lag, als ob sich lange Zeit ein -Eisenküraß dran gerieben habe. Er trug ein gelbledern Wehrgehäng, doch -fehlte das Schwert; er trug desolate hohe Reiterstiefel, an welchen -die Sporen fehlten, und er trug einen breitkrämpigen, an der Seite -aufgeschlagenen Filzhut, welchem jedoch Feder und Kokarde ermangelten, -der dafür aber mit einigen Rissen und Schrammen, die nur von naher -Berührung mit blanken Waffen herrühren konnten, geziert war. - -Die Wirtsleute und die Gäste vom Engel an der Ach hatten ihn mit -ziemlicher Verwunderung beobachtet, wie er geduckt vor seinem Schoppen -saß. Sie hatten natürlicherweise auch mehr als einmal versucht, ein -Gespräch mit ihm anzuknüpfen; allein er hatte selbst auf die höflichste -Frage nicht Rede und Antwort stehen wollen, sondern nur grimmig in -seinen Krug gesehen, oder denselben stumm zu neuer Füllung hingereicht. -Kopfschüttelnd hatte das gutmütige Volk ihm nachgeblickt, als er sich -endlich, schwer ächzend, erhob, ohne Gruß aus dem Schatten der Bäume -fortschritt und weiter marschierte auf dem Wege durch die Felder, -Schwarzach zu; und alle, die ihm begegneten, blieben gleichfalls stehen -und sahen ihm verwundert und kopfschüttelnd nach. Einige Male sagte -auch wohl jemand: „Den sollte ich ja doch kennen!“ aber wohin er ihn -tun solle, das wußte er dann doch nicht, und erst, als der Alte auf -seinem Marsche durch das große Dorf Schwarzach vor der Tür des Löwen -angelangt war, fand sich einer, der es wußte. - -Auch hier wollte der Rotrock verstohlen an der entgegengesetzten Seite -der Straße vorüberschleichen; allein es sollte ihm nicht gelingen. - -„Halt ihn, halt ihn! Bigott, da, da! Er ist es! Halt ihn!“ schrie eine -quäkige Stimme aus dem offenen Fenster herab, und rückwärts sich in die -Stube wendend, schien der Schreier eine seltsame Neuigkeit dem gedrückt -vollen Raume zu verkünden. Es entstand ein gewaltiges Gepolter und -Aufstehen, ein lachendes, verwundertes Durcheinander von Stimmen in -der Zechstube des Löwen, und hervor aus dem Hause quollen die Gäste, -und die Treppe hinunter hüpfte hinkend Meister Macedon Trafojer, ein -armselig, halblahm, dürr Schneiderlein, welches von Zeit zu Zeit auch -nach Alberschwende auf die Flickarbeit kam und die Frau Fortunata -Madlener, sowie ihren Haushalt und ihre Wirtschaft zum Genauesten -kannte. - -„Er ist es! Da ist er wieder! Halt ihn, halt ihn!“ schrie das -heldenmütige Schneiderlein und jagte dem Korporal Sven Knudson -Knäckabröd vom Regiment Wangelin-Dragoner einen gewaltigen Schrecken -ein, einen panischen Schrecken in der vollsten Bedeutung des Wortes; -der Korporal fuhr zusammen, sah auf, sah die Bewegung in der lachenden -Gruppe sonntäglich geputzter Gäste auf der Treppe des Löwen, sah -aller Blicke auf sich gerichtet, sah den koboldhaften Schneider -Macedon im glühenden Eifer, der Frau Fortunata einen Gefallen zu tun, -heranspringen und -- -- -- riß aus! - -Er lief. Er lief, so schnell ihn die alten, müden Beine tragen wollten, -und ihm nach klang es jubelnd, lachend und höhnisch: - -„Halt ihn, halt ihn! ’s ist der Schwed’ von Alberschwend’! Halt ihn; -die Taubenwirtin hält den, so ihn tot oder lebendig bringt, ein Jahr -lang frei in Kost und Getränke!“ - -Das mochte nun der tapfere Meister Trafojer ganz ernsthaft nehmen; -aber die anderen begnügten sich doch mit dem baucherschütternden -Hinterdreinlachen und stellten nur verwunderte Fragen über das -plötzliche Wiedererscheinen des schwedischen Mannes untereinander. Auch -das Schneiderlein mußte in Anbetracht seiner lahmen Füße die Jagd an -der nächsten Ecke aufgeben, und nur die Kinder von Schwarzach gaben -sie fürs erste noch nicht auf, sondern verfolgten selbstverständlich in -hellen Haufen den Mann von der Lorena bis zum Dorfe hinaus, allwo er -zuerst den Mut fand, sich zu stellen, und sie mit donnerndem Zornesruf -und geschwungenem Stocke zurückzuscheuchen versuchte. - -Das gelang ihm aber schlecht. Sie schrieen nur ärger: - -„Der Schwed’ von Alberschwend’! Ho he, der Schwed’ vom roten Egg! -Er ist wieder da! Er kriegt’s, jetzt kriegt er es, der Schwed’ von -Alberschwend’!“ - -Mit diesen Worten, doch auch mit einigen Steinwürfen begleiteten sie -ihn, bis hoch hinauf in die Berge, immer den rauschenden Bach entlang. -Und als sie dann endlich doch zurückblieben, als die Felsen drohender, -der Hochwald dunkler wurde, und es wieder still hinter und um den -armen Korporal Sven geworden war, da hielt auch er an, hielt sich den -Kopf mit beiden Händen, wie auf der ersten Rast nach der Flucht von -der Havelbrücke bei Rathenow, und warf sich unter einem Baume nieder, -zerschlagen und wie gerädert, und was das Schlimmste war, voll großer -Sorgen wegen seines Empfanges -- zu Hause. - -Damals führte noch keine Kunststraße durch den Wald, und wer den Weg -bei dämmerndem Abend oder gar bei Nacht zu machen hatte, der mußte -wohlbekannt in der Gegend und dazu recht sicher auf den Füßen sein, -wenn man ihn nicht am andern Morgen mit zerbrochenen Gliedmaßen am Ufer -der Schwarzach finden sollte. Der Korporal Sven Knudson Knäckabröd war -eigentlich beides nicht; aber um keinen Preis in der Welt wäre er heute -noch bei hellem Tageslichte in Alberschwende eingezogen. - -Da lag er denn unter seiner Tanne, zerschlagen und hinfällig, und es -war ihm sehr schlecht zu Mute. Ein uralter nordischer Waffensegen fiel -ihm gerade jetzt ein, und er summte ihn vor sich hin: - - „Sieg in Deine Hand! Sieg in Deinen Fuß! - Sieg in alle Deine Glieder gut! - Gott der heilige Herr segne Dich! - Wach und regiere über Dich!“ - -Aber viel Erquickung und Ermunterung zog er nicht heraus. Sehr kläglich -war ihm zu Mute, und so lag er, mit beiden Händen unter dem Kopfe, bis -die rote Abendsonne erst von den Stämmen, dann von den höchsten Wipfeln -und zuletzt von den allerhöchsten Felsenkuppen sich verzog. Dann -erst erhob er sich tief seufzend und wankte weiter bergan, durch die -beginnende Nacht. Gegen elf Uhr Abends erreichte er Alberschwende. - -In der Taube war natürlich ebenfalls Musik und Tanz, und der arme Sven -sah schon von weitem die hellen Fenster und vernahm schaudernd die -lustigen Jauchzer. - -„Das ist schlimmer als der Angriff des Homburgers, des Prinzen mit -dem silbernen Bein, bei Fehrbellin!“ murmelte er. „Der Faustschlag -Seiner Exzellenz, des Herrn Generalfeldmarschalls Derfflinger an der -Rathenower Bruck’ war nichts Geringes; aber -- o du liebster Himmel, -was wird sie sagen?!“ - -Die Tür des Wirtshauses zur Taube stand weit offen, und der Korporal -stieg die Treppe, welche zu ihr emporführte, langsam und mit -eingezogenen Schultern hinauf. Die Hausflur war augenblicklich leer, -und da die Stubentür ebenfalls offen stand, so hinderte ihn nichts, -geduckt und vorsichtig um die Ecke in das weite, trüb erleuchtete, -niedere Gemach, in das kreischende, jubelnde Tanzgewirbel zu lugen. -Er fuhr sofort zurück; denn als in diesem Moment die Reihen der -Tanzenden sich lösten, da sah er sie -- da sah er sie mit in die Hüften -gestemmten Armen neben ihrem Schenktisch stehen, an demselbigen Tische, -neben welchem er Anno 1647 nach dem Überfall am Fallenbach aus seiner -Ohnmacht erwachte und sie, die Frau Fortunata Madlener, ebenfalls mit -in die Seiten gestützten Armen vor sich stehen sah. - -„Es ist nicht menschenmöglich“, stöhnte der Deserteur. „Selbst der -tapfere Karl Gustavus, der Feldmarschall Wrangel, würde es nicht fertig -bringen! Selbst der große Gustavus Adolfus, der streitbare Löwe aus -Mitternacht, brächt’ es nicht zu stande, ihr jetzo unter die Augen zu -treten!“ - -Rückwärts schreitend zog sich der Korporal Sven Knudson Knäckabröd von -Wangelins Dragonern zurück und schlich sich wieder aus dem Hause, stieg -die Treppe wieder herab und verlor sich von neuem in der dunkeln Nacht. - -Um die zwölfte Stunde hörte der Bub in der obersten Hütte auf der -Lorena, plötzlich aus dem Schlafe erwachend, erst ein wildes, wütendes -Anschlagen des Hundes, dann ein unterdrücktes Freudewinseln des Tieres -und zuletzt ein Gepoch an der Tür. Zitternd und entschlossen zu -gleicher Zeit, griff er nach dem Handbeil neben seinem Bett und schrie: - -„Wer ist draußen? Hex’, Unhold und Strolch soll draußen bleiben -- gut -Freund komm eini!“ - -Da antwortete ihm eine heisere Stimme: - -„Gut Freund, gut Freund!“ und der Bub schlug Licht und kam mit dem -Kienspan an die Tür und öffnete. Eine schwere, harte Hand legte sich -ihm auf den zu einem lauten Schrei aufgerissenen Mund, und Sven Knudson -Knäckabröd flüsterte: - -„Ja, Bursch, ich bin’s. Schrei’ nur nicht. Den Hund nehm’ ich mit -herein -- schließ’ die Tür, Melchior; ich bin’s in Fleisch und Blut; -marsch auf dein Stroh zurück, ich krieche in meinen eigenen Winkel -dorten; morgen früh wird sich ja wohl das übrige finden.“ - -Das war der festeste Schlaf, den der Korporal Sven Knudson Knäckabröd -je schlief, aber der Bub Melchior Rädler schlief gar nicht wieder -ein in dieser Nacht. Solange es noch dunkel war, saß er aufrecht auf -seinem harten Lager und horchte auf das donnernde Geschnarch aus -entgegengesetzter Ecke der Hütte. Und als es dann allgemach licht -wurde, saß er noch aufrecht und blickte stier nach dem Schlafgenossen -hinüber. Als aber die Spitzen der Berge im ersten Lichte des neuen -Tages zu scheinen begannen, da erhob er sich; fuchsartig, verstohlen -beugte er sich noch einmal über den heimgekehrten Korporal und schlich -aus der Tür. In dem Augenblick, wo er sich draußen fand, fing er an zu -laufen; in den weitesten Sätzen sprang er bergab, nach Alberschwende -hinunter, und klopfte und hämmerte wie wahnsinnig an der Pforte seiner -Brotherrin. Nach zehn Minuten befand sich das ganze Haus im hellen -Alarm, und nach einer weitern Viertelstunde, als sich schon der Himmel -im Osten mit schönster Glut färbte, hatte sich der Lärm bereits durch -das ganze Dorf verbreitet. - -Noch sprachen zwar die Bequemsten und Ungläubigsten von ihrem Bette -aus: „Der Bub Melchior hat geträumt!“ Allein der Bub Melchior war -seiner Sache eben gewiß, und die Frau Fortunata Madlener war um diese -Zeit schon -- auf dem Marsche zur Lorena empor. - -Sie stieg bergan, gestützt, geschoben und gezogen von den stärksten -Händen ihres Haushaltes. Aber auch der schwächere Teil ihres Haushaltes -stieg mit. Daß die Hunde sich nicht ausschlossen, verstand sich von -selber; aber auch das halbe Dorf folgte dem Zuge, und es war freilich -ein sonderlicher Zug durch die graue Frühe, über die taufeuchten -Halden und durch den noch phantastisch in Wolken und Nebel gehüllten -Tannenwald. - -„Ich will sanft gegen ihn sein, wie ein eintägig Lämmle“, murmelte -die Taubenwirtin. „O, er soll es schon verspüren, wie sanft ich gegen -ihn sein will; aber gestehen soll er, wo er sich umgetrieben hat. -Was meinst, Aloysle, ob ich es wohl aus ihm herausschmeicheln und -streicheln werd’? Ei, er soll sich schon wundern, wie schön man einem -solchen, wie er, tut, wann er endlich nach Hause kommt. Ah -- oh -- uh, -den Stein überleb’ ich nicht; stemm’ die Schulter an, Kasperle! Sachte, -Fridolin, den Arm braucht er mir nicht ausreißen; -- uh -- oh -- da -- -jetzt noch einmal zum letzten -- da wä--ren -- wir -- o--ben!“ - - -14. - -Aus dem tiefen Schlafe des Korporals Sven war allmählich ein sehr -unruhiger geworden. Der Bub hatte die Tür der Hütte offen stehen -lassen, und die scharfe Gebirgsluft, die eindrang, mochte wohl mit -schuld daran sein, daß sich der Schläfer unruhig hin und her warf; -allein an dem kuriosen Traum, den er jetzo träumte, war sie jedenfalls -nicht schuld. - -Er befand sich mitten im Schlachtgetümmel von Fehrbellin, und sein -guter Kamerad, Rolf Rolfson Kok, hielt zehn Schritte von ihm ab in -derselben Linie, und er sah ihn dann und wann deutlich durch den -Dampf und Regennebel. Sie hatten sich zum letzten Mal gestellt vor -dem brandenburgischen Andrang, ehe sie über die pommersche Grenze -zurückwichen. Er sah alles wie in einem sich wandelnden Bilde: den -weiten Weg von der Havel her, bedeckt mit abgeworfenen Kürassen und -Eisenhüten, zerbrochenen Wagen, halb versunkenen Kanonen und Leichen -von Mensch und Tier, -- und zugleich sah er rundum den letzten Kampf -der Trümmer der tapfern Armada des großen Feldmarschalls Wrangel, -die letzte Aufstellung hinter der Landwehr zwischen Ribbeck und -Hackeberg. Er winselte in seinem Traum; über seinem Haupte flatterten -die Standarten des Regiments Dalwig, und er sah sie deutlich mit ihrer -goldenen Inschrift: _Auro et ferro!_ Da brauste es heran, und -er schrie auf im Traum -- um ihn her schwankte und schwirrte es, er -lag unter den Hufen der Gäule, der Feind ritt über ihn weg, und da -- -war er allein auf dem Felde mit dem guten Kameraden, kniete neben ihm, -hielt seinen zerschossenen Kopf im Arme; aber der Korporal Rolf konnte -ihm nimmer wieder die Hand drücken und zunicken, der Korporal Rolf war -tot und nun freilich zu Hause angelangt nach so langem, beschwerlichem -Marsche. - -Wie war denn das? der Traum verwirrte alles zu sonderbar! Nun war der -Korporal Rolf wieder nicht tot, sondern der Korporal Sven erblickte -ihn in einem betrüblichen Zuge eiliger Männer, die mit einer Sänfte -fliehend über graue Heidehügel dahinzogen. In der Ferne lag es noch -grauer -- aber das regte sich und bewegte sich -- die See dehnte -sich dorten, und große Orlogschiffe unter schwedischer Kriegsflagge -kreuzten hin und wieder. Aber aus der Sänfte beugte sich ein verwelkt, -kummervoll Greisengesicht, -- das war der glorreiche, sieghafte -Feldherr Karolus Gustavus Wrangel selber, den der Korporal Sven schon -als junger Mensch gekannt hatte in allem Glanz und Triumph. Der -Korporal Rolf war aber doch tot; denn wie er neben der Sänfte des -Generals einherschritt, zog er plötzlich den Reiterhandschuh ab und -legte eine fleischentblößte Faust, die Hand eines Gerippes, auf den -Fensterrand. Da schwankte und schwirrte es wieder um den ächzenden -Sven Knudson Knäckabröd. Die Wolken zogen sich zusammen und stiegen -nieder, aber des Meeres Horizont stieg immer höher auf, immer dunkler, -schwärzer. Und aus den Wassern wurden steinerne, graue Mauern, die -Mauern eines alten, festen schwedischen Schlosses; -- der Korporal Sven -stand unter einer großen Menge bewaffneter Männer in einem düstern -Saal, und in der Mitte des Saales stand ein Block und daneben ein Mann -in schwarzem Kleide und Mantel. Es kniete aber ein anderer Mann vor -dem Block, und wieder ein anderer hatte ihm sanft auf die Knie nieder -geholfen; -- beide waren alt, sehr alt, und beide waren auch Kameraden -seit langen, langen Jahren: der mächtige Konnetable Wrangel und der -brave Korporal Rolf Rolfson Kok. Der Mann im schwarzen Kleid hob sein -mächtig Beil und schlug -- -- da mußte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd in der Sennhütte auf der Lorena freilich wohl erwachen, denn -sie schüttelten ihn, die Leute von Alberschwende, und vor allen anderen -schüttelte ihn derb die tapfere Freundin, Frau Fortunata Madlener, die -Wirtin zur Taube in Alberschwende, und der alte heimgekehrte Sünder saß -aufrecht auf seinem Strohsack und sah sich verstört und blinzelnd um! - -Natürlich, nachdem sie ihn nach Herzenslust und Bedürfnis -abgeschüttelt hatten, überschwemmten sie ihn mit einer Flut von Fragen! -Er aber brauchte längere Zeit, um ihnen alles mitzuteilen, was sie, -nicht ohne eine Berechtigung, zu wissen verlangten. Er hatte für -manchen Winterabend, wenn der Schnee erst bis zum Dachrande hinauflag, -genug erlebt: wir jedoch haben hier uns an das Zunächstliegende zu -halten. - -„Wo will er gewesen sein, er Landläufer?“ schrie die tapfere Wirtin -zur Taube. „Saget es noch einmal und lüget nicht, Schwen; -- ihr -kennet mich und werdet nicht verlangen, daß ich in dieser Stunde Spaß -verstehen soll.“ - -„Auf Ehre und Gewissen, Frau Fortuna“, ächzte der Korporal. „Am Rhin -war ich -- zu Hause war ich -- bei den Fahnen, bei dem Feldmarschall -- -ja, auf Ehr’ und Gewissen.“ - -„Schwen, Schwen, ihr lügt, wie ihr es weder vor unseren katholischen -noch euren lutherischen lieben Heiligen verantworten könnet. Stellt -ihr euch auf die Zehen, so könnet ihr den Rhin aus dem Graubündnerland -herfließen und in den See gehen sehen: hab’ ich euch nicht auf sechs -Meilen in die Rund’ suchen und aufbieten lassen? Wie wollt’ ich -euch nicht gefunden haben, wenn ihr nur am Rhi’ die Straßen und die -Wirtshäuser unsicher gemacht hättet! Schämet euch, schämet euch, -Schwen; das hat niemand vor dem Arlberg um euch verdienet, und ich -am wenigsten! O Schwen, hab’ ich euch darum an die dreißig Jahre wie -meinen Bruder, wie meinen Sohn, wie meinen allerbesten Freund gehalten?“ - -„Bei meiner Ehr’ und Gewissen, Frau; sie nannten im Generalstab das -Wasser, wo wir die schlimmen Schläge kriegten, den Rhin. O, nun lasset -mich ausschlafen; nachher will ich euch gern auf alles des Ferneren -dienen. Nimmer in meinem Leben bin ich so gelaufen, und hab’ so mächtig -Herzeleid erlitten, wie in diesem Jahr. Ich habe sie liegen sehen im -Sumpf und auf den Sandhügeln zu Tausenden, und ich hab’ sie in heller -Flucht gesehen, daß ich blutige Tränen wein’, im Wachen und im Schlafe.“ - -„Wen habet ihr liegen und auf der Flucht gesehen?“ - -„Uns -- die wir den Sieg behalten hatten vom ersten Sprung auf den -deutschen Boden an -- Nördlingen ausgenommen.“ - -„Und wer, saget ihr, hat euch niedergeleget?“ - -„Der Brandenburger, Frau. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Fürst -von Homburg mit dem silbernen Bein, und der Derfflinger, Frau. Ja, da -möcht’ ich wahrlich wohl lügen, wenn es anginge! Die Brandenburger -haben das Feld behalten.“ - -„Sehet ihr, Schwen, da habe ich euch schon! Eine solche Völkerschaft, -als ihr da nennet, gibt es gar nicht! Nun verantwortet euch noch -einmal vor Gott und den Menschen; da vor der Aloysia, und vor den -Kindern drunten im Ort, die sich nach euch schier die Augen aus dem -Kopfe gegreint haben.“ - -„Frau, bringet mich nicht auch zum Greinen! Ach, ich wollte, ihr -könntet den Wrangel fragen, dem würdet ihr ja wohl glauben; denn er -war ja hier bei euch Anno siebenundvierzig. Wisset ihr nicht, wie er -Bregenz da unten nahm, und wie wir über den Pfänder aus purem Übermut -zu euch auf Besuch kamen, und wie ihr uns so übel aufnahmet am roten -Egg?! O Frau Fortuna, jetzo lieget der Wrangel tief zu Boden; und -obgleich euch die Geschichte dort bei Fehrbellin nicht so nah’ auf die -Haut brennt, als der Bregenzer Sturm, so möget ihr wohl noch ärger -Viktoria schreien, als damals am Fallenbach über unseren blutigen -Leibern. Auf Ehr’ und Gewissen, Frau Fortuna, die Brandenburger haben -den großmächtigen Konnetable Wrangel niedergeleget in dem Rhinluch, -und der Generalfeldmarschall Derfflinger hat über mich gelacht nach -der Schlachtung und mich aus Spaß ranzionieret auf dem Markte zu -Fehrbellin, als ich mich bei ihm bedankte, weilen er mich auf der -Rathenower Brück’ nur mit der Faust traktierete. Er hat mir auch sechs -Brandenburger Taler aus Generosität geschenkt, damit bin ich heimkommen -zu euch; -- ach Gott! ohne den Rolf, den tapfern Herzbruder, den -Korporal Rolf Rolfson Kok, den die Spießbürger zu Lindau das Gockele -nannten und zum Hafenvogt gemacht hatten, weil sie nicht wußten, was er -wert war. Ach Gott, wir haben ja beid’ zusammen das Heimweh zu Lindau -in der Krone gekriegt; aber ich allein bin zurückkommen von unserem -Marsche zu den Fahnen; -- der gute Korporal Rolf Rolfson Kok, der liegt -verscharrt an der Landwehr bei Hackeberg.“ - -Die alte Taubenwirtin und Oberkommandantin vom Fallenbach schüttelte -bedenklicher denn je den Kopf: - -„Jetzt wär’s mir am End’ gar noch ein Gaudium, wenn ich ihm glauben -dürft’“, murmelte sie. „Als wir um die Weihnacht sechsundvierzig -allhier bei Tag und Nacht zu Haufen standen und bei Tage den Rauch, bei -Nacht den roten Feuerschein rund um den See sahen, da war’s ja freilich -der Wrangel der uns die grausame Angst, das Zittern und Beben schuf. -Schwen, Schwen, euch traue ich noch lange nicht; aber wenn das wahr -wär’ mit dem Wrangel -- -- -- Schwen, ich sage euch, ich erfahr’ es -noch, ob es wahr ist, daß es solch’ ein Volksspiel gibt, von welchem -ihr gelogen habt und was euch eure Sünden so derb heimzahlte! Ich -erfahr’ es, und nachher wollen wir weiter sehen.“ - -„Geträumt habe ich es nicht, Frau, verlasset euch drauf; obgleich es -mir jetzo wahrlich so zu Mute sein könnt’, als sei das alles, was ich -erleben mußte auf dem Marsche, nur das Gespinste einer boshaftigen -Trold gewesen, so sie mir nächtlicher Weile über den Kopf und das -Hirn geworfen hätt’. Ich hab’ wahrhaftig nicht gewußt, wie weit ich -von euch und der Aloysia und den Kindern abkäm’, als ich euch vor’m -Jahr auf dem Gebhardsberg bei den Gevatterinnen ließ und allein meines -Weges am See hin lustwandeln ging! Ich konnt’ es doch sicherlich nicht -wissen, wer zu Lindau auf der Hafenmauer sechsundzwanzig Jahre lang auf -mich wartete! Und dann -- dann war da die Krone, und der vom Regiment -Strozzi, der Titinio Raffa, und die Kugel -- unsere Kugel am Gebälk, -und das Bildnis des Feldmarschalls -- unseres Feldherrn! Saget selber, -wie weit wäret ihr gelaufen, Frau Fortunata, wenn euch das Heimweh also -ans Herz gegriffen hätt’? Und saget, bin ich nicht um euch heimkommen, -als alles aus war, in alter Freundschaft und Dankbarkeit?“ - -„Nun soll ich ihm gar noch eins drauf zu gute tun“, sprach die Frau -Wirtin zur Taube, aber der Korporal Sven Knudson Knäckabröd faßte jetzt -plötzlich ihre Hand, schüttelte sie wacker und rief: - -„So ist es, und es wird das Beste sein. Und Frau -- es ist doch ein -Vergnügen, euch allda so dick und stattlich sitzen zu sehen, und jetzo --- saget, wie ist es denn euch ergangen in dem Jahre, wo ich mit dem -armen Korporal Rolf auf dem Marsche nach Hause war?“ - -„Lieber Himmel, Schwen, bei uns hier im Walde ist noch alles beim -alten. Seit wir Anno siebenundvierzig gegen euch auszogen, hab’ ich -nichts von Merkwürdigkeiten erlebt, als heut’ eure verwunderliche -Historie. Nach dem andern müßt ihr die Aloysia und die Kinderle fragen, -und -- na -- weil es denn eben so ist, und ich es doch nicht ändern -kann, so -- +grüeß di Gott daheim, du alter Schwed’!+“ - -[Illustration] - - - - -Fritz Reuter: - -Woans ick tau ’ne Fru kamm. - - - - - Mit freundlicher Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung abgedruckt aus - dem 3. Bande der „Sämmtlichen Werke“ von Fritz Reuter (Wismar: - Verlag der Hinstorffschen Hofbuchhandlung, 1902). - - - - -Woans ick tau ’ne Fru kamm.[1] - - Nah de Hochtid[2] hett ’t en Enn’;[3] - Vör de Hochtid möst du s’ wenn’n.[4] - - -Ick was mit de Wil[5] en ollen Knaw’[6] worden, ick was in de Welt -’rümme schält[7] worden, hir hen un dor hen, ick hadd minen Kopp[8] -männigmal[9] up en weiken Pähl[10] leggt[11] un männigmal up en Bund -Arwtstroh;[12] äwer as ick öller[13] würd, geföll[14] mi dat Arwtstroh -lang’ nich mihr so gaud[15] as in mine twintiger Johren,[16] denn wer -in sin Kinnerjohren girn gele Wörteln ett,[17] versmad’t[18] dorüm in -sinen Öller[19] grad keinen Gaus’braden.[20] -- De Lüd’ säden:[21] -„Frigen“,[22] un ick säd: „Bedenken“, un gung[23] üm den heiligen -Ehestand herümmer, as de Voß[24] üm de Gaus’bucht,[25] un dacht: -„Hewwen müggst[26] du woll ein’! ’Rin kümmst[27] du dor sacht ok![28] -äwer wenn du s’ di irst[29] upsackt[30] hest, kümmst du denn[31] ok -wedder ’rute?“[32] -- Wenn ick denn äwer wedder an den Gastwirt sinen -ewigen Swin- un Hamel-Braden[33] dacht, un dat dat in mine Stuw’[34] -utsach,[35] as up de leiwe[36] Gottesird’[37] +vör+ den irsten[38] -Schöpfungsdag, un dat mi de ein oll ßackermentsche Knop[39] ümmer -afret,[40] denn säd ick: „Frigen“, un denn säden de dummen Lüd’ wedder: -„Bedenken“. So satt[41] ick denn ümmer twischen Bom un Bork;[42] un de -bedenklichen Johren fungen all an,[43] mi gris[44] äwer den Kopp tau -wassen,[45] dunn stah[46] ick mal an ’n Aben[47] un heww mi ’ne Pip[48] -Tobak anstickt[49] un kik[50] in ’t Weder.[51] - -De Snei[52] fisselt[53] so sachten von den Hewen dal,[54] buten[55] -is dat so still, kein Wagen is tau hüren,[56] blot[57] in de Firn[58] -klingelt en Släden,[59] un mi ward gor tau einsam tau Maud,[60] un -dortau is ’t heilig Christabend. -- As ick noch so stah un verluren -dörch de Ruten[61] kik, tuckt[62] min Schauster[63] Linsener mit -en Handsläden vull Holt[64] vör sine Dör,[65] wat hei sick in den -Stadtholt sammelt hett, un baben[66] up den Släden liggt[67] en -gräunen[68] Dannenbusch. „Nu kik den Racker!“ segg[69] ick. „Hei sall -mi dat anner Por Stäweln[70] maken,[71] un hei karjolt[72] tau Holt! -Likdürn[73] hett hei mi all anschaustert, ick lat[74] bi den Kirl[75] -nich länger maken!“ -- So stah ick denn noch ’ne Wil,[76] un dat -schuddert[77] mi denn dörch de Glieder un gruselt mi den Puckel dal, -un ick segg tau mi: „Natürlich!“ segg[78] ick. „En Snuppen,[79] en -dägten[80] Snuppen! Un worüm ok nich? De Stäweln sünd intwei,[81] un -mit de Wull,[82] de ick Fru Bütow’n gewen heww, stoppt sei ehr eigen -Strümp, un min hewwen keinen Bodden.[83] All’ns in de Welt geiht[84] -natürlich tau.“ -- So stah ick, bet[85] dat düster[86] ward, un as ick -Licht ansticken will, kann ick ’t Füertüg[87] nich finnen,[88] un as -ick ’t funnen[89] heww, will de Lamp’ nich brennen: Fru Bütow’n hett -den Dacht[90] nich putzt, un as ick t’ Ding kümmerlich in den Tog[91] -heww, geiht s’ mi snubbs vör de Näs’[92] ut, Fru Bütow’n hett kein Öl -upgaten.[93] In so ’ne Umstänn’[94] is dat schön, wenn Einer glik[95] -tau Hand is, den man düchtig utschellen[96] kann; ick hadd äwer Keinen -tau Hand, un wat süll ick dauhn?[97] Ick kek[98] also wedder ut dat -Finster. - -Bi de Schausterlüd’ was dat hell worden, un in de Stuw’ was dat en -lustig Lewen un en Juchen: äwer seihn künn[99] ick nicks, denn de -Gardinen wiren tautreckt.[100] „Nu kik den Schauster!“ säd ick. -„Ordentlich Gardinen!“ -- Ick hadd kein Gardinen, Fru Bütow’n -verstunn[101] sick nich up Gardinen; sei hadd mi in de irste Tid[102] -mal weck anbünzelt,[103] de segen ut as[104] ‚unnen nicks un baben -nicks‘[105] un ick hadd s’ afreten,[106] as mi de Lüd’ frogen,[107] ob -ick an min Finster Kinnerhemden drögen let.[108] Natürlich argert ick -mi denn nu äwer den Schauster: de Kirl makt[109] mi min Stäweln nich -un wull lewen,[110] as en Graf, un ick satt in ’n Düstern ahn[111] -Gardinen un mit en Snuppen in den Liw’.[112] Ick mak mi denn up de -Bein’ un gah äwer de Strat[113] un denk: „Täuw![114] Sallst[115] den -Kirl en düchtigen Zopp maken!“[116] - -As ick in de Stuw ’rin kamm,[117] stunn[118] en Dannenbom[119] up den -Disch, un Lichter brennten doran, un den Schauster sin Körling un sin -Krischäning[120] hadden ’ne Fläut[121] un ’ne Trumpet un makten Musik -dortau,[122] un dat Juchen un Krischen[123] besorgte den Schauster -sin lütt Mariken,[124] de mit de Hänn’[125] nah de Lichter ampelte -un mit de Beinen up ehr Mutter ehren Schot[126] ’rüm stangelte, denn -sei was noch nich gangbor.[127] De Schausterfru hadd dat Spinnrad bi -Sid sett’t,[128] sick ’ne ’reine Schört[129] vörbunnen[130] un ehren -sünndagschen Dauk[131] ümslagen[132] un hadd en sünndagsch Gesicht -upsett’t, lachte de Gören[133] an un wischte lütt Mariken den Mund af, -wenn sei mit de Pepernät[134] alltausihr[135] bitau fohren ded.[136] -De Schauster hadd en Enn’[137] Planlaken äwer de Markstäd’[138] deckt, -hadd sick Tüffeln[139] antreckt[140] un satt nu mit ’ne lang’ Pip an -den Aben un tügt sick[141] en Kraus[142] Bir. - -Na, hir kunn[143] doch Keiner mit Schellen[144] ’rinne kamen![145] -Ick säd also blot: „Gu’n Abend,“ un hadd[146] doch mal tauseihn -wullt,[147] wat de Lust hir woll tau bedüden[148] hadd. Na, nu -würd mi denn Allens wis’t:[149] de Pepernät un de Appel,[150] de -bunten Bohnenkräns’ un de Hahnbuttenkräns’,[151] de säben[152] -Semmelpoppen[153] un de ein Zuckerpopp, de ganz baben in den Dannenbom -hung.[154] „Is angrepsch’ Wohr,“[155] säd de Schauster, „drei Johr -hewwen wi sei nu glücklich dörchbröcht,[156] bet[157] up den Swanz -von den Husoren sin Pird,[158] den hett Krischäning mal afbeten,[159] -as Mutter mal nich recht Obacht gaww.[160] -- Je, Di mein ick,“ -sett’t[161] hei hentau un drauht[162] den Jungen mit den Finger. -- -„„Ick will man nich von em weggahn mit min Arbeit,““ säd ick tau mi, un -mi was ganz verdräglich tau Maud, obschonst ick de niderträchtigsten -Koppweihdag’[163] hadd. Doch as Schauster Linsener mi dat Haupt- un -Tafelstück wisen un utdüden ded[164] -- ’t was Adam un Eva, +vör+ -den Sündenfall, schön in Stutendeig utkned’t[165] un mit Eier un -Saffran gel anmalt[166] -- un as de beiden lütten Linseners sick -rechts un links von uns’ ihrwürdigen Stammöllern[167] henstellten un -tau tuten[168] un trumpeten anfungen, dunn würd mi doch grad so tau -Maud, as wenn oll Rad’maker[169] Langklas mi mit sinen stumpen[170] -Frittbohrer[171] ümmer pianoforte -- pianoforte -- in den Kopp ’rin -bohren ded, dat dat pipt un gnirrt,[172] un mi dorbi frog, ob dat nich -schön güng?[173] -- De Schauster müggt[174] mi anseihn, dat ick mi ’ne -Krankheit vermauden was,[175] denn as mi sin beiden lütten Cherubim -richtig ut sin Paradis ’rute trumpet’t hadden, gung hei mit mi ’räwer -un wull mi Licht anmaken un frog, wo ick de Swewelsticken[176] hadd? --- „Hewwen dauh ick[177] Allens,“ säd ick, „äwer blot uns’ Herrgott -un Fru Bütow’n weit,[178] wo t’ tau sinnen is.“ -- De Schauster -hülp[179] mi nu ut de Stäweln un säd: „Natte Fäut![180] Un ick heww -Sei de annern Stäweln nich farig[181] makt!“ hülp mi tau Bedd un säd: -„Täuwen S’ man,[182] min Fru sall ’räwer kamen[183] un sall Sei Tee -kaken.“[184] -- Dat geschach[185] denn ok; äwer[186] wat in de negsten -virteihn Dag’[187] mit mi vörgahn[188] is, dorvon weit ick nich vel tau -vertellen.[189] - -Ick lagg[190] in en sweren Drom.[191] Mi was, as wenn min ganze -Stuw’ vull Dannenböm brennen un lüchten ded,[192] un an jeden hung -’ne wunderschöne Semmelpopp mit Adam un Eva un dat ganze Paradis, -un wenn ick dorup losgung un de Hand dornah utreckt,[193] denn -hadd ick en intweiigen[194] Stäwel in de Hand un en Strump ahn -Bodden,[195] un Krischäning un Körling stunnen twischen[196] mi un de -Heilchrist[197]-Bescherung un fläut’ten un tut’ten, dat mi dat dörch -den Kopp flirren un gnirren ded, un de dusend[198] Lichter danzten vör -mine Ogen,[199] un wenn ick denn rep:[200] „Lat’t[201] mi doch! Lat’t -mi doch! Ick will jo ok wedder bi Jugen Vader[202] maken laten!“, un -reckt de Hand wedder nah de schöne Semmelpopp ut, denn drewen[203] sei -mi wedder taurügg[204] un trumpet’ten mi in de Uhren:[205] - - „Stäwelmaken,[206] Stäwelmaken! - Hett sick wat tau Stäwelmaken! - För so ’n ollen Junggesellen - Sall kein Wihnachtslust mihr gellen.“[207] - -Denn fung[208] de olle rotglasürte Pott,[209] de t’ens’ minen Kopp[210] -stunn, äwer sin ganzes, breides,[211] blankes Gesicht an tau lachen, un -de ganze Stuw’ lep[212] vull intweiige Stäweln, de steken[213] all de -Tung’[214] ut, un Schauster Linsener grep[215] sei sick, einen nah den -annern, un treckt[216] sei all up en Band un hung sei mi an ’t Finster -stats[217] Gardinen. -- T’ens’ minen Fäuten[218] dor sagten[219] -Twei[220] ümmer ümschichtig Holt,[221] de Ein’, dei sagte ümmer ganz -fines[222] Koffeholt, un de Anner arbeit’t in eiken Knäst[223] herüm, -un wenn dat Koffeholt sagt[224] würd, denn danzte Fru Bütow’n ehr -Nachtmütz vör minen Ogen ümmer up un dal[225] -- up un dal, un wenn in -eiken Knäst arbeit’t würd, denn was ’t mi vör de Ogen, as stünn[226] -’ne grote, schöne Ird’beer[227] in en gräunen[228] Holt,[229] un wenn -ick nipper tausach,[230] denn was ’t minen Unkel[231] Matthies sin rode -Näs’[232], de kek[233] ut minen gräunen Fautsack[234] herut. - -Na, einmal ’s Nachtens, as wedder stark in de eiken Knäst wirkt[235] -würd, dunn würd mi so tau Maud, as kem[236] ick ut den Düstern[237] -in ’t Helle, ick grep üm mi, wo ick wir;[238] ick lagg in ’t Bedd, de -Nachtlamp brennte düster, un in den Lehnstaul[239] mit de groten[240] -Pulsterbacken lagg min Unkel Matthies würklich bet[241] unner de Näs’ -in minen gräunen Fautsack un snorkte[242] ganz fürchterlich. -- „Unkel -Matthies,“ rep ick. -- Irst hürt[243] hei nich, doch up de Letzt -vermüntert[244] hei sik un rew[245] sick de Ogen. „Unkel Matthies,“ -frog ick, „wo is Schauster Linsener?“ -- „„Jung’,““ säd min Unkel -- -denn hei nennt mi noch ümmer Jung’, ungefihr mit eben so vel Recht, -as oll Nahwer[246] Hamann ümmer noch sin tweiuntwintigjöhrig[247] -Vörbipird[248] ‚dat Fahlen‘[249] nennt -- „„Jung’, fangst Du mi all -wedder[250] an? Wat hest Du mit Schauster Linsenern? De Mann, de deiht -Di nicks.““ -- „Unkel,“ säd ick, as hei sick wedder schön taurecht -läd,[251] üm dat Sag’geschäft wider[252] tau besorgen, „is dat -wohr,[253] oder hett mi dat drömt,[254] hewwen wi ollen Junggesellen -keinen Deil[255] an de Dannenböm?“ -- „„Dummen Snack!““[256] säd Unkel -Matthies. „„Ligg[257] still!““ -- „Ick bün woll sihr krank west?“ frog -ick. -- „„Dat weit[258] Gott,““ säd min Unkel un krop[259] ut den -Fautsack un namm[260] dat Licht un lücht’t[261] mi in de Ogen. „„Äwer -würklich, würklich! Ick glöw’,[262] Du büst dor mit dörch, denn Din -Utseihn,[263] min lütt Jünging,““[264] -- un dorbi strakt[265] hei -mi -- „„is ganz anners worden. Kannst Du denn nu würklich seihn, dat -ick Din Unkel Matthies bün, un dat dit min Näs’ is un kein Ird’beer? -Un willst Du dat Ird’beernplücken nu nahgradens[266] sin laten?[267] -Denn Du büst mi vergangen Nacht tweimal[268] eklich in dat Gesicht -’rinne fohrt,[269] as ick en beten[270] indrus’t[271] was.““ -- Ick -versprok,[272] mi nu beter[273] tau schicken, denn ick wir nu wedder -vernünftig. - -Un so was ’t denn nu ok; de Krankheit was tau Enn’,[274] äwer min Not -gung nu irst an. Ick was so mör[275] un so ledweik,[276] dat ick mi -nich rögen[277] kunn, un wenn ick de Ogen mal upslog,[278] denn stunn -Fru Bütow’n vör mi un hadd den rotglasürten Pott in de ein Hand un -den Lepel[279] in de anner, un faudert[280] un proppt[281] mi mit ’ne -Krankensupp, dei was so stif[282] as Baukbinner-Klister[283] un smeckt -ok so, un säd denn: „Eten S’![284] Eten S’ doch! -- Wenn Sei nich -eten, warden Sei nich wedder beter.“ Un bi all dese Qual makt dat oll -gaudmäudige[285] Gestell tau ehren Klisterpott noch so ’n mitleidig -Gesicht, dat ick äwerhapsen müßt, ick müggt willen[286] oder nich. - -Jedes Ding hett en Enn’, un ’ne Wust[287] hett ehre twei. Ick kamm -’rut ut dat Bedd un satt denn Stunn’n[288] lang mit minen Unkel -Matthies tausam[289] un vertellt mi[290] wat mit em. „Unkel,“ säd ick -mal, denn mi lagg de Drom von de Dannenböm un de ollen Junggesellen -noch in den Kopp, „Unkel, wi hadden eigentlich Beid’ frigen müßt.“ -- -„„Dummen Snack!““ säd min Unkel, „„meinst Du, ick hadd as östreichsche -Wachtmeister von Anno drütteihn[291] in Kaiserlich-Königlichen Staaten -’ne lütte ungersche Husorentucht[292] anleggen süllt?““[293] -- „Dat -nich,“ säd ick, „ick red ok eigentlich man von mi. Süh[294] mal, ick -denk so, wenn ick ’ne Fru hadd -- dat heit[295] ’ne ordentliche Fru un -’ne gaude[296] Fru un ’ne -- un ’ne lütte nette Fru, un Du treckst[297] -denn tau uns.....“ -- „„Un süll[298] denn Kinner wohren?[299] Dank -vel[300] mal!““ säd min Unkel Matthies. -- „So is dat nich meint,“ -segg ick. „Äwer frigen dauh ick, denn Fru Bütow’n ehr Pleg’[301] in -de letzte Krankheit....“ -- „„Mi dücht,““[302] föll[303] hei mi in ’t -Wurt,[304] „„Du büst gaud naug[305] plegt.[306] Ick sülwst[307]....““ --- „Ih, red +so nich+,“ segg ick, „Du hest Din Mäglichst -dahn;[308] äwer ’ne Fru....“ -- „„Na, büst Du denn all eine Gewisse up -de Spur?““ fröggt[309] min Unkel. -- „Weiten dauh[310] ick ein’,“ segg -ick. -- „„Na, will sei Di denn ok?““ fröggt hei. -- „Dat weit ick noch -nich,“ segg ick. -- „„Is woll so ’ne rechte staatsche?““[311] fröggt -hei un plinkt[312] mit dat ein Og’. -- „Dat nich,“ segg ick. -- „„Denn -is sei woll all lang’ ut de soldatenpflichtigen Johren?““ fröggt hei -wider[313] un plinkt wedder.[314] -- „Ok dat nich,“ segg ick. „Äwer Du -kannst sei Di jo mal anseihn -- ick kann leidergotts nich mit -- sei -geiht alle Nahmiddag buten den Dur[315] nah de Mähl[316] hentau[317] -spazieren, so twischen dreien un vieren,[318] un verfehlen kannst -Du sei nich, denn sei is de hübschste von Allen, de dor gahn.“ -- -„„Natürlich!““ seggt min Unkel. -- „Un hett ’ne Troddel an den Mantel -un en lütten Jungen an de Hand,“ sett’t ick hentau. -- „„Frigst[319] -Du dat Kind mit?““ fröggt min Unkel. -- „Wat föllt Di in?“[320] fohr -ick in Enn’.[321] „Dat is ehr Swesterkind.“ -- „„Gott bewohr uns!““ -seggt min Unkel. „„Iwer[322] Di doch nich! Wat weit ick dorvon? För -minentwegen kann sei jo ’ne Wittfru[323] sin. Na, anseihn will ick sei -mi denn doch!““ -- Un dormit geiht hei. - -Des Nahmiddags so hentau fiwen[324] kümmt hei wedder, bött[325] sick -’ne Pip an, sett’t sick dal un seggt gor nicks. Dit argert mi jo denn -natürlich, un ick segg ok nicks. Wi roken[326] denn nu Beid’ as de -Backabens;[327] äwer ick was denn doch tau niglich,[328] stunn up[329] -un stellt mi so, dat hei mi mit sin oll plinkeriges[330] Gesicht nich -in de Ogen kiken[331] kunn, un frog: „Büst Du buten den Dur west?“ -- -„„Dat bün ick,““ seggt hei. -- „Na?“ frag ick. -- „„Ja,““ seggt hei. --- „Hest Du sei seihn?“[332] frag ick. -- „„Heww sei seihn,““ seggt -hei, „„un heww ok mit ehr redt.““[333] -- „Plagt Di de Kukuk?“ segg -ick un dreih mi üm.[334] „Wat hest Du mit ehr tau reden? Ick sülwst -heww jo noch nich mal mit ehr redt.“ -- „„Dorüm[335] grad!““ seggt hei. -„„Denn Einer von uns möt[336] jo doch anfangen, un ick ward doch woll -mit minen Swestersähn sine Brut[337] reden känen?““ -- „So wid[338] -sünd wi noch lang’ nich,“ segg ick. -- „„Wat nich is, kann jo doch -noch warden,““ seggt hei, un sett’t sick in den ollen Lehnstaul bet -taurügg[339] un streckt de Bein’ nah vörwarts, as „sühst mi woll.“ -„„Ick will Di ’t vertellen,““ seggt hei: „„As ick so den Weg entlang -gung, kamm sei achter[340] mi, un ick stellt mi hen un kek[341] sei -an, denn sei hadd en lütten Jung an de Hand; de Troddel kunn ick nich -seihn, wil[342] dat de ehr den Puckel dal hung.““[343] -- „Ick kann -’t mi denken,“ säd ick, „Du hest sei woll snurrig anseihn?“ -- „„Wenn -ick wat anseihn will, denn rit[344] ick de Ogen up,““ seggt min Unkel, -„„un dat ded[345] ick, un sei slog[346] ehr Ogen so dal -- mit so en -Tog,[347] as wenn sei des Abends ehr Gardinen an de Beddstäd’[348] -tausamen trecken wull,[349] un as sei vörbi[350] was, sach[351] ick -ok de Troddel.““ -- „Du magst sei schön ankeken[352] hewwen,“ segg -ick. -- „„Dat heww ick, äwer dat dick Enn’[353] kümmt nah.““[354] --- „Na, hett sei Di denn gefollen?“ frog ick. -- „„Ih ja! Sei hett -mihrere Dugenden[355] an sick, de mi woll passen: irstens hett sei sick -nich vel üm den Kopp ’rümtüdert,[356] un tweitens fegt sei mit ehr -Kleder[357] de Strat[358] nich af, un dat sünd en por[359] Dugenden, -mihn Sähn, de führen mihr in den Munn’[360] as Einer gewöhnlich denkt, -denn de so vel up den Kopp hewwen, hewwen meistendeils nich recht wat -dorin, un de mit de langen Kleder hewwen All scheiw’[361] Bein’, oder, -wat noch slimmer is, ehr Fauttüg[362] is nich up den Schick.[363] Min -Sähn, bi Frugenslüd’[364] un bi Pird’[365] möst Du ümmer tauirst[366] -nah de Beinen kiken; is dat Gangwark[367] adrett,[368] is de Beinsatz -in Ordnung, un is dat Fautgeschirr[369] proper, denn kannst Du up -Flit,[370] up Ordnung un Rendlichkeit[371] reken.““[372] -- „Also Du -meinst....?“ frog ick. -- „„Ick mein gor nicks,““ föll hei mi in de -Red’. „„Lat[373] mi irst vertellen, wat mi wider passirt is. As sei nu -so vör mi up nah de Mähl hentau gung, un ick achter ehr, dunn müßt ick -würklich tau mi seggen: „Wohrhaftig! Du spelst en schönen Zwickel![374] -Du dreihst woll en beten[375] mit den Kopp; äwer dat schadt nich! Denn -worüm sall sei nich mit den Kopp dreihn, dorför[376] is sei jo en -Frugenstimmer;[377] äwer -- denk ick so bi mi -- de Red’! Dat is de -Hauptsak! Du sallst mit ehr en unschüllig Gespräk[378] anspinnen!“ As -sei also wedder taurügg[379] kümmt, stell ick mi mit den Rüggen gegen -en Bom[380] und dauh[381] so, as wenn ick mi min Pipengeschirr[382] -in ’n Gang bringen will, un as sei nu so ’n Schrittener fiw[383] von -mi is, dunn treck’[384] ick Stahl un Stein ut de Tasch un rit[385] bi -de Gelegenheit für en Daler[386] lütt[387] Geld mit ’rute -- Jung’, -markst[388] Du! Allens mit Willen! dat de Tweigröschenstücken so äwer -den froren[389] Fautstig[390] ’räwer klapperten. Nu bückt ick mi -dal[391] un pust’t[392] gefährlich dorbi, as würd mi dat Upsammeln -hellschen sur,[393] un as sei dit sach,[394] säd sei richtig tau den -lütten Jungen, hei süll mi sammeln helpen,[395] un sei sammelt ok mit --- un dat wull ick man.[396] Ick bedank mi denn, un wi kemen[397] in -’ne Unnerhollung[398] un gungen tausamen bet an ’t Dur.““ -- „Wat redt -Ji denn?“ frog ick. -- „„Oh nicks von Bedüden.[399] Ick säd, ick wär -Din Unkel, un ob sei Di nich kennen ded,[400] Du lepst[401] hir ok -ümmer up un dal;[402] dunn säd sei, sei hadd nich dat ‚Vergnügen‘ -- -‚Vergnügen‘ säd sei --; dunn frog ick, ob sei nich en jungen Minschen -hir hadd gahn seihn mit en gel-grisen[403] Haut[404] un en gel-grisen -Äwertrecker[405] un gel-grise Hosen un gel-grise Hor?[406] -- -- Ne, -säd sei; en öllerhaften[407] Herrn in so ’ne Kledasch’[408] hadd sei -woll seihn. Na, säd ick, de öllerhafte Herr wir de jung’ Minsch, von -den ick redt hadd, dat wirst Du. -- Dunn sprung[409] dat oll lütt -Jüngschen so an ehr tau Höcht[410] un säd: „Tante, das ist der Herr, -von dem Du immer sagst, er säh’ aus wie eine Reihensemmel, die in -Milchkaffee getaucht ist.“ -- Dunn würd sei füerroth[411] un ick müßt -lud’hals’[412] lachen und säd: „„Ja, dat wirst Du.““ - -Ick würd nu ok füerroth, denn dei Snack[413] müßt mi jo doch sihr -argern, un segg tau minen Unkel: „Wenn Du wider nicks haddst wullt, -as Din Swesterkind lächerlich vör de Lüd’[414] maken, denn haddst ok -leiwer[415] tau Hus bliwen[416] künnt.“ -- „„Dat hadd ick,““ seggt hei, -„„äwer ick wull noch wider wat; ick wull girn weiten,[417] ob sei Di -woll nem’?““ -- „Leiwer Gott!“ segg ick, „Du hest doch nich fragt?“ -- -„„Jung’,““ seggt min Unkel un rokt, as wenn en lütt Mann backt,[418] -„„wenn ick ’ne Sak[419] in de Hand nem, denn gründlich! -- aber fein! --- Ick frog ehr also, ob sei woll wüßt, wat Du wirst?““ -- „Ne,“ säd -sei, „Du wirst villicht en Doctor?“ -- „„Bewohr uns!““ segg ick, „„wo -kem’ hei dortau?““[420] -- „En Avkat?“[421] -- „„Ok dat nich.““ -- -„Na, dit un dat?“ Un sei röd[422] nu ’rümmer bet nah en ‚Rat‘ ’rup un -bet nah ’n ‚Barbirer‘ ’runne; ick schüddelt aewer ümmer mit den Kopp -un säd tauletzt: dat raden[423] Sei doch nich! Hei is höchstens gor -nicks. -- Dat schint[424] ehr denn allerdings en beten wenig, un sei -meint denn: Du würdst denn also woll von Din Geld lewen. -- „„Ja,““ -säd ick, „„in ein Ort[425] hadd sei Recht; tau dit Geschäft haddst -Du von Jugend up de meiste Lust hatt, äwer dat Du dorbi[426] ’ne -Anstellung kregen[427] haddst, künn ick grad nich seggen. Du wirst nu -up en annern Stand verfollen.““ -- „Up wat för einen?“ frog sei. -- -„„Up den Ehstand,““ säd ick un frog tauglik,[428] wat sei dortau meinen -ded. Vörher hadd ick äwer all tau mi seggt: ward sei bi dese Frag’ -blaß, denn[429] mag sei em nich liden;[430] ward sei rot, denn nimmt -sei em. -- Sei würd denn nu richtig äwer un äwer[431] rot un bückt -sick dal[432] un bünzelt[433] an den lütten Jungen sinen Haut[434] -herümmer, un as sei wedder tau Höchten[435] kamm, dunn kek[436] sei mi -so von baben dal[437] an, makt mit ’ne halwe Wennung[438] ’ne Ort[439] -von Knicks, un weg was sei! Un de Frag’, de ick, för min Person, ehr -noch vörleggen wull,[440] kamm gor nich tau Brett.““[441] -- „Dat ward -ok ’ne schöne Frag’ west sin!“ segg ick un bit[442] vör Arger den -Kopp[443] von de Pipenspitz. -- „„Oh ne!““ seggt min Unkel, „„ick wull -ehr blot[444] fragen, ob sei gaud Fisch kaken[445] künn, denn[446] wull -ick tau Jug trecken,““[447] un dorbi sach de olle Burß[448] so ut, so -wichtig un irnsthaft,[449] as güng min Frigeri[450] em mihr an, as mi -sülwst. Doch dit süll noch en ganz Deil[451] narscher[452] kamen. - -In de negsten Dagen,[453] as ick all so ’n beten utstümpern[454] -kunn, gah ick nu absichtlich nich nah de Mähl hentau, denn mi was -dat schanirlich,[455] ehr vör de Ogen tau kamen. „Sallst en beten up -den See tau Is’[456] gahn,“ denk ick, „un dat Schritschauhlopen[457] -un Slädenführen[458] anseihn.“ -- Dat dauh ick denn nu ok, un as -ick an de Baud’[459] heran kamm, wo Bir un Bramwin[460] un Punsch -un Grogg verköfft[461] ward, gah ick dor en beten ’ran un seih denn -grad, wo[462] min Unkel Matthies en Achtgröschenstück up den Disch -leggt un för vir Gröschen Kauken[463] un för vir Gröschen Punsch -föddert.[464] Na, dit föllt[465] mi denn nu sihr up, denn hei drünk -leiwer[466] en Glas Grogg, as Punsch, un Kauken namm hei gor nich -in de Mund. „Na, wat dit woll heit?“[467] denk ick, „hei will woll -Kinner[468] tractiren.“ -- Äwer ne! Ahn[469] dat hei mi gewohr würd, -güng hei mit sinen Barg[470] Kauken un sin Glas vull Punsch up en -Släden los, wo ’ne Dam’ mit en gräunen Sleuer[471] insatt,[472] und -bögt[473] sick mit dat Liw[474] vörn un achter äwer,[475] as wull hei -sick dat Krüz[476] verrenken, un kratzt mit de Bein’ so snaksch[477] -up dat Is[478] herümmer, dat ick denk, de oll Mann verlirt de -Blansirung,[479] un dat ick all up em losspringen un em unner de Arm -gripen[480] will; dunn sleiht[481] de Dam’ den Sleuer taurügg,[482] un -wat seih ick? -- Minen leiwen Schatz un minen säuten Ogentrost![483] -Un tau Maud’[484] würd mi, as hadd mi Einer rechts un links en por -Mulschellen[485] gewen.[486] -- „Dat weit[487] de Kukuk,“ segg ick, „de -Oll[488] verdarwt[489] mi de ganze Frigeratschon[490] bet in de grawe -Grund!“[491] un gah so arg,[492] as Einer warden kann, nah Hus. - -Dor satt ick nu in ’n Düstern un gruns’ mi inwendig,[493] dunn geiht -de Dör[494] up, un min Unkel kümmt ’rin. „Gu’n Abend!“ seggt hei. -„Wat sittst Du hir in ’n Düstern? Mak[495] Licht an!“ -- Dit is dat -einzigste Mal in minen Lewen west, dat ick minen Mutter-Brauder[496] -nich de Dagstid baden heww;[497] ick stunn äwerst[498] up un makt Licht -an, un sach so sur ut,[499] as en solten Hiring,[500] de virteihn Dag’ -in Essig leggt[501] is. -- „Wat fehlt Di?“ fröggt hei. -- „„Nicks!““ -segg ick kortweg,[502] dacht äwer: ’t is din Mutter-Brauder! un sett’t -hentau:[503] „„Ick bün nich up den Schick!““[504] -- „Ick sihr,“ säd -hei, un dorbi sach hei so lüftig[505] ut as en ollen Esel, de virteihn -Dag’ bi schiren[506] Hawer[507] in ’n Stall stahn[508] hett. „Heww -wedder mit ehr redt,“ seggt hei. -- „„Minentwegen,““ segg ick. -- -„Wo[509] sall ick dat verstahn?“ fröggt hei un sett’t en irnsthaft -Gesicht up. -- „„Ick bün mit den Drom[510] dörch,““ segg ick. -- „Du -willst nich?“ fröggt hei un leggt sin beiden Arm up de Lehn von den -Lehnstaul un kickt[511] mit de Näs’ d’räwer weg, scharp[512] mi in ’t -Gesicht, „ick heww de Sak infädelt so fin[513], so fin! dat dat en Hund -jammern künn, wenn dor nicks ut würd, un nu willst Du nich?“ -- „„Ne““, -segg ick, „„Unkel, ick +will+ nich. Meinst Du, ick sall Di den -Rohm[514] affüllen laten un mi mit de sure Melk[515] begnäugen?[516] -Denn doräwer sünd sei sick All einig -- kik hir! Amalie Schoppe, -geborene Weise, un Elise von Hohenhausen, geborene von Ochs, un all de -Annern, de äwer dit Verhältniß schrewen[517] hewwen -- dat Schönste -bi de Frigeri is de Verkihr[518] von Brutlüd’ vör de Hochtid, un den -Verkihr rittst[519] Du an Di, un ick sall tauseihn, wo Du min Brut mit -Punsch un Kauken traktirst?““ -- Min Unkel nimmt de geborene Weise -un de geborene von Ochs un smitt[520] sei in de Sophaeck, un stellt -sick vör mi hen un seggt: „Ick frag Di tau ’m Letzten, willst Du dat -Mäten[521] frigen oder nich?“ -- „„Ne,““ segg ick. -- „Na,“ seggt hei -un kek mi lang’ an mit so ’n fierlich[522] Gesicht, as hadd hei eben -sin Testament makt un wull nu noch sinen Namen unnerschriwen,[523] -„na, dat Mäten sall dörch mi nich in Schaden kamen, denn frig -+ick+ sei,“ un dormit gung hei stolz ut de Dör. - -Na, dit was denn nu mal en Stück! -- In de Irst[524] stunn ick ganz -verdutzt, dunn smet[525] ick mi in de Sophaeck up de geborene Weise un -lacht lud up.[526] -- Min Unkel, de gaud twintig Johr[527] öller[528] -was as ick, trugte[529] sick en Stück tau, wotau mi in minen Johren de -Kurasch’[530] all utgung![531] Ick wull nu lustig wider[532] lachen, -kreg ’t[533] äwer nich mihr taurecht, denn ick hadd kein unbekümmert -Hart,[534] un wenn ick dat Gesicht ok breid naug[535] vertrecken -ded,[536] de Lach[537] blew unnerwegs hacken,[538] un as ick mi nu so -mit dat dämlichste Gesicht von de Welt in den Speigel[539] tau seihn -kreg, sprung ick in ’n Enn’[540] un gung mit groten Schritten in de -Stuw’ up un dal[541] un bos’te mi nich slicht[542] un slog[543] up den -Disch un säd: „Hei deiht ’t,[544] hei is dortau kumpabel.“[545] - -As Fru Bütow’n kamm, kreg sei natürlich ut männigerlei Ursak[546] -Schell,[547] un as ick de taurecht sett’t hadd, gung ick in den Klubb -un spelt Lomber[548] un säd ümmer tau mi: „Dat kannst du doch nich -liden!“[549] un spelte[550] Solo’s, de gor nich up de Welt existirten, -un verlur[551] sei un säd denn wedder:[552] „du wardst Di doch dat Hart -nich afköpen laten!“[553] un namm den Muhren[554] un würd kodilg’.[555] - -Verdreitlich[556] gung ick nah Hus[557] un läd mi dal,[558] un wull -slapen[559] un kunn[560] nich. Ick argert mi de ganze Nacht mit mi -’rümmer, denn laten kunn ick von dat säute[561] Kind nich mihr -- sei -hadd mi ’t andahn[562] -- un de heilig Christabend föll[563] mi in, -dat ick in minen Lewen[564] keinen Dannenbom upputzen süll. Wenn ick -denn tau mi säd: „Man tau!“[565] denn flogen mi all min Bedenken as -en Hummelswarm dörch den Kopp, un vör min Ogen stunn ümmer en grot -Frag’teiken,[566] un wenn ick mi dat utdüden ded,[567] denn heit[568] -dat ümmer: „Je, will sei di ok?“ - -Na, dit kunn jo doch nu Keiner beter[569] beantwurten, as sei -sülwst[570] -- dat sach ick in[571] -- un as nu de grage[572] -Wintermorgen in min koll[573] Stuw’ ’rinne schinen ded,[574] un mi dat -so dörch de Knaken[575] grusselt,[576] as ick den Koffe makt, säd ick: -„Nu bün ick dormit dörch! Wat sin möt,[577] möt sin!“ un segg tau Fru -Bütow’n: „Fru Bütow’n“, segg ick, „gahn S’ nah Kopmann Bohnsacken un -köpen[578] S’ mi en Por[579] von de finen, gelen Hanschen,[580] de de -jungen Herrn Avkaten[581] ümmer dragen,[582] wenn sei recht wat bedüden -willen.[583] -- Äwer rechte gele!“ - -Hen tau Elben[584] stek[585] ick denn nu in minen swarten[586] -Liwrock[587] un swarte Hosen un blanke Stäweln un in de nigen[588] -gelen Hanschen, un ihre[589] ick den Haut upsetten ded,[590] stellt ick -mi vör den Speigel und säd mit Recht: „Wo ’s ’t mäglich! Dat hadd ick -sülwst nich mihr glöwt!“[591] Smet[592] noch en Blick in min Stuw’ ’rüm -un säd: „So ward’t denn nu woll hir nich bliwen!“[593] Kek in min ollen -Tüffeln[594] ’rinne, de vör dat Bedd stunn’n,[595] un säd: „Ji wardt -jug[596] ok wunnern,[597] wenn ’t glückt, un wenn binnen Korten[598] en -Por lütte[599] nüdliche Tüffelken bi jug tau ’m Besäuk kamen.“[600] - -Ick gah denn nu de Strat hendalen[601] un kam[602] an minen Unkel -Matthiesen sin Dör vörbi un denk: „Irst[603] mit alle Welt in -Freden,[604] wenn Einer so ’n Gang geiht!“ denn tau Maud’ was mi, as -gung ick den letzten Gang. Klopp[605] also an sin Dör un gung herin. - -Na, ick heww all vel seihn[606] in de Welt; ick heww mal seihn, dat en -Kirl[607] Füer fratt;[608] ick heww mal seihn, dat Einer Häkelheed[609] -fratt un schönen sidnen[610] Band ut den Hals’ herutehaspelte: äwer -so blag[611] is mi dat mindag nich[612] vör de Ogen west as in den -Ogenblick, wo ick an den hütigen Morgen minen Unkel Matthies tau seihn -kreg.[613] - -Dor stunn[614] hei in sin Stuw’ in den sülwigen Uptog[615] as ick, -blot[616] dat sin swarte Liwrock en gräunen Jagdsnipel[617] was, -un dat sin gelen Hanschen von Hirschledder[618] wiren un min von -Schapledder,[619] un dat sin witte Snurrbort[620] as en por klore -Istappen[621] rechts un links äwer den Mund dal hung,[622] un min nah -baben[623] upswänzt[624] was un in allerlei verdammte Coulüren[625] -spelte. - -„Unkel!“ rep[626] ick, as ick ’rinn kamm, un min Haut tründelte[627] -vör mi in de Stuw’ ’rin, so verfirt[628] ick mi. -- „„Jung’!““ rep hei, -„„wat willst Du?““ -- „Wat willst Du?“ raup[629] ick. -- „„Ick will -dat, wat +Du nich+ willst!““ seggt hei. -- „Ick will jo!“ rep ick. -„Un ick bün jo man,“[630] sett’t ick hentau, „hir in desen Uptog blot -nah Di ’ruppe kamen,[631] üm Di tau seggen, dat ick nu fast[632] bün, -un wull Di bidden, Du süllst[633] man wedder min leiw’ oll[634] Unkel -bliwen.“ -- „„Wullst[635] Du dat?““ säd hei un sett’t sick in sinen -Lehnstaul un kek mi so nahdrücklich in de Ogen. „„Na, denn will ick Di -man seggen, ick wull ok in desen Uptog nah Di henkamen un wull Di en -beten verfiren.[636] Ick weit[637] dat ut min Soldatentiden:[638] so -’n beten Verfiren, dat rammelt[639] den Minschen nüdlich tausam[640] -un rappelt em up,[641] denn denn[642] kümmt de Schimp[643] mit in ’t -Spill.[644] Un, Jung’,““ säd hei un stunn up un läd mi de Hand up den -Arm, „„ick will Di nich in den Weg stahn un Di in den witten Bagen[645] -von Din Glück en Krünkel[646] maken, denn dat lütt Mäten is för Di -geburen, un dat Mäten is gaud!““ -- Un dorbi knep[647] hei mi den Arm -mit sine olle breide Fust[648] tausamen, dat ick dacht: wenn sei so is, -denn[649] is sei +mihr+[650] as gaud. - -Min Unkel gung nu hen un halt[651] en Glas von sinen ollen Portwin -un säd: „„Kum her, Jung’, stärk Di irst! Wo[652] willst Du ’t denn -anfangen?““ -- „Je,“ segg ick, „wenn ick dat wüßt!“ -- „„Sett[653] mal -Din Bein hir up den Staul,““[654] seggt hei. -- „Wat sall dat?“ frog -ick. -- „„Nicks nich,““ seggt hei un knöpt[655] mi de Strippen[656] -von de Hos’ af, „„mit en Fautfall[657] möst Du jo doch beginnen, un -dit künn Di strämmen.““ -- „Na,“ segg ick, „Du fangst gaud an.“ -- -„„Wat sick hürt,[658] hürt sik,““ seggt hei. „„Ick heww dat mindag -nich sülwst dörchmakt,[659] äwer ick heww dat ümmer up Biller[660] -seihn. Wat seggst Du äwer man? Täuw![661] Ick will Di unner de Arm -gripen!““[662] un dorbi ret[663] hei hastig sinen Drahkasten[664] up -un fliete[665] in den Uttog[666] ’rüm, worin hei sin heiligsten Schätz -hadd. Un richtig, dor kamm[667] hei mit sin Stammbauk[668] tau’m -Vörschin. Dat schach[669] man selten, un wenn hei ’t anrögen ded,[670] -denn schach dat blot des Abends, wenn Allens so recht still was. Denn -treckt[671] hei sick irst reine Wäsch’ an un sin bestes Tüg[672] un -sett’t rechts un links en por Lichter up den Disch, slog deip[673] -in Gedanken Blatt för Blatt üm, las all de Vers’ un höll[674] mit -swarte Krüzen[675] dat Dodenregister in Ordnung. Den annern Morgen -was hei denn sihr weikmäudig,[676] un dat letzte Mal kamm hei nah mi -’rüm un säd: „So vel[677] ick weit, lewt man noch Ein;[678] dat is -Krischan[679] Bünger, den ollen Snider[680] Bünger sin Sähn,[681] de -mit min Öllern[682] Hus an Hus[683] wahnen ded.[684] Sei seggen jo, hei -sall Durschriwer[685] tau Parchen[686] wesen,[687] un wenn mi Gott dat -Lewen lett,[688] denn will ick em desen Sommer besäuken.“[689] - -„Hir!“ säd hei, as hei ditmal[690] dat Stammbauk ’rute halt[691] un up -den Disch leggt hadd, „hir sett Di dat, un säuk[692] Di en Vers ut un -lihr em utwennig.[693] Dor stahn weck in[694], de kannst Du tau unsern -Herrgott in ’n Himmel beden,[695] denn[696] ward sick ok woll ein -för dat beste Mäten up Irden[697] finnen.“[698] -- „„Unkel,““ säd ick -un namm dat Stammbauk in de Hand un bläderte[699] dorin ’rüm, „„ick -weit, wat ick dauh:[700] ick red so, as mi dat üm ’t Hart is,[701] un -mi is hüt[702] Morgen ganz besonders üm ’t Hart.““ -- „Ok gaud,[703] -min Jung’,“ säd min Unkel, „un villicht noch beter! Äwer denn mak nu -ok![704] Un täuw,“ sett’t hei hentau, as ick mi tau ’m Gahn ümdreihn -ded,[705] „Di hängt jo dat witte[706] Band von ’t Vörhemd ’ne halw’ -Ehl[707] den Puckel dal!“ un gaww[708] mi sinen Segen un stoppt[709] -dat Enn’[710] Band unner ’t Halsdauk.[711] „So, nu gah mit Gott!“ - -Ick gung denn; aewer as ick ut de Husdör[712] kamm, dunn haust[713] -wat baben[714] mi, un as ick ’ruppe kek,[715] dunn lagg[716] min Unkel -Matthies in dat halwe[717] Finster un nickt un plinkt[718] mi tau, un -jedesmal, wenn ick mi in de lange Strat[719] ümkek, denn nickt hei un -weiht[720] mit sin rotbunt Taschendauk ut dat Finster ’rut, dat mi -angst un bang’ würd, de Lüd’ müggten marken,[721] wovon twischen[722] -uns de Red’ wir. - -Nu künn ick hir ne Geschicht vertellen;[723] ward mi äwer woll -häuden.[724] So glatt, as dat in de Romanen steiht, geiht so ’ne -Angelegenheit in de Würklichkeit nicht af. Unner Hunnert[725] maken -Nägen un Nägentig[726] up desen Gang de spaßigsten Dummheiten, un wenn -ok all de Hunnert as de glücklichsten Brüjams[727] taurügg kamen, -warden doch de Nägen un Nägentig tau sick seggen: „Gew’[728] de leiw’ -Gott, dat wi nich wedder in de Lag’ kamen; süllen wi äwer tau’m tweiten -Mal de Sak äwernemen,[729] denn willen wi ’t kläuker[730] anfangen.“ -- -Gott lat mi nich wedder in de Lag’ kamen! - -Nah en annerthalw’ Stunn’n[731] kamm ick denn wedder taurügg, glücklich -bet unner[732] den Hauttöppel,[733] un mag ok woll dornah utseihn[734] -hewwen; un dor ick mi in min einsam Junggesellenlewen de dürigte[735] -Mod’ anwennt[736] hadd, mit mi sülwst[737] tau snacken,[738] so kann -ick nu bi ruhige Besinnung de Lüd’ dat nich verdenken, wenn sei mi, as -ick de Strat hendalen[739] kamm, en beten ut den Weg gungen[740] un -mi scharp nahkeken,[741] ob min Bein’ ok woll so deklamirten as min -Hänn’.[742] As ick nu noch so ’n Raudener drei[743] von minen Unkel -sinen Hus’ af[744] bün, stört’t[745] hei mi all entgegen un föll[746] -mi üm den Hals, denn hei hadd de annerthalw’ Stunn’ lang achter[747] de -Husdör stahn[748] un up mi lurt,[749] un rep:[750] „Holt Din Mul![751] -Holt Din Mul! Ick weit Allens; un wennihr[752] ward de Hochtid?“ -- Ick -tuscht em denn nu, un säd: „„So swig[753] doch still! tau ’m wenigsten -up de Strat!““ -- fat’t[754] em unner ’n Arm un treckt[755] em mit -nah minen Hus’; doch as wi dor herinne kemen un Fru Bütow’n grad dat -Middag deckte, dunn kunn[756] hei sick nich länger hollen,[757] dunn -spelt[758] sin ganzes Hart[759] Solokolür,[760] un as de Fru em ankek, -dunn lücht’ten[761] ut sin Ogen[762] nicks als Trümw’,[763] un hei -wis’te[764] mit den Dumen[765] äwer de Schuller[766] nah mi hen un säd: -„Seihn S’ dor,[767] Fru Bütow’n, dor steiht hei -- min Swester-Sähn! Is -nu ok en Brüjam, so gaud as Einer!“ Un as nu de Fru kamm un gratulirt -un weiten[768] wull, wer de Glückliche wir, hadd ick wedder naug[769] -tau tuschen, un as sei weg was, säd hei un kek[770] mi dorbi sihr -verdwas[771] an: ick wir en Heuchler, en sihr verstockten! un ick -wis’te[772] en swartes[773] Hart, dat ick so ’n Glück so lang verswigen -künn. - -Ick müßt mi denn nu man dalsetten[774] un em de Sak vertellen,[775] -dunn würd hei denn nu wedder fründlicher un nickt mit den Kopp un säd: -„schön!“ un denn mal wedder schüddelt hei mit den Kopp un säd: „dit -wir nich ganz nah sinen Sinn;“ un as ick utvertellt[776] hadd, stunn -hei up un makt en Gesicht, as de Hewen[777] in ’n Heuaust,[778] wenn -hei nich recht weit, ob hei de Sünn schinen[779] oder regen[780] laten -sall;[781] hei schüddelt un nickt, un nickt un schüddelt, un endlich -säd hei: „hei, för sin Part, hadd ’t denn doch en ganz Deil[782] beter -makt;“[783] un frog dunn,[784] bi weckern[785] Vers von dit Kapittel -ick denn den Fautfall[786] anbröcht[787] hadd. Ick müßt denn nu -gestahn,[788] dat de gor nich tau ’m Vörschin kamen[789] was. Dunn namm -min Unkel Matthies sinen Haut un säd: „Na, denn wünsch ick Di woll tau -spisen![790] Un holl[791] Di an dat, wat Du hest; wat nahkümmt,[792] -bitt de Wulf.[793] Du hest vel tau tidig[794] kreiht;[795] de Sak[796] -is noch lang’ nich in Richtigkeit; en Fautfall hürt[797] tau jeder -Verlawung,[798] un de Sak is nich gültig, wenn sei nich mit de beiden -Knei[799] unnersigelt is. Mi tau ’m wenigsten sall ’t gor nich wunnern, -wenn de Kram in de negsten Dag’[800] utenanner[801] geiht. Up en anner -Mal folg’ minen Rat!“ Somit gung hei. - -Trotzdem äwer fung nu för mi eine wunderschöne Tid[802] an, eine -wunderschöne Tid! Ick künn ok hirvon wedder vel vertellen, ward mi äwer -woll häuden.[803] De höchste Freud’ un dat deipste[804] Leid möt[805] -Einer[806] nich Jedwereinen[807] up de Näs’ binnen;[808] un wenn ick nu -ok girn[809] glöw’,[810] dat all Dejenigen, de dit lesen, manirliche -un irnsthafte Lüd’ sünd, ein oder de anner Hans Quast künn dor doch -mit mang lopen[811] un künn up mine Kosten sinen Putzen[812] dormit -driwen,[813] un dat müßt mi denn doch sihr verdreiten.[814] - -Äwer tau jeden richtigen Honnigkauken[815] hürt[816] en lütt -Beting[817] Peper,[818] un doran süll mi dat denn nu ok nich fehlen. -Tauirst[819] streute min Unkel Matthies af un an en lütt Kürnken[820] -an, doch as hei sach,[821] dat de Sak von Bestand was, un as hei -sülwst up ’ne Visit bi min Brut ehr Fründschaft[822] west was un -sick dor ok tau sine Taufredenheit[823] von dat Fischkaken[824] -äwertügt[825] hadd, dunn sport[826] hei sin Gewürz un grep deip[827] in -sinen Honnigpott[828] -- tau deip! segg ick -- denn nu malt hei alle -Lüd’, de em hüren wullen, min Glück so säut[829] vör, bet in minen -Honnigmand[830] bald so vel Fleigen[831] summten, dat ick mi nich tau -bargen wüßt,[832] un dat bald so vele lustige Geschichten von mi in -den Swung’[833] wiren, as wir ick blot tau ’m Vergnäugen[834] von alle -Welt nich blot en +Brüjam+, sondern ok en +Brüdjam+[835] -worden. Ick würd brüdt, wo ick mi seihn let.[836] Up fiw[837] Schritt -all[838] grint[839] mi jeder Hans Narr up de Strat[840] an, un wenn -ick denn frog, wat dor tau grinen wir, denn säden sei All, as wenn -sei sick beraden[841] hadden: „Oh, nicks nich!“ Kamm[842] ick mal des -Abends in minen ollen[843] Dämelklubb[844] -- denn dat hadd ick mi glik -vörnamen,[845] dese Gesellschaft wull ick unner keinerlei Ümstänn’[846] -upgewen,[847] irstens, wil dat[848] sei mine Gemütsort[849] sihr -tauseggen ded,[850] un tweitens,[851] wil dat ick sei för mine Bildung -sihr taudräglich höll[852] -- na, wenn ick also dor mal hengeröd,[853] -denn würd dat en Flustern un en Tuscheln[854] un en Anstöten:[855] de -Ein’ winkte ganz von Firn[856] mit den Tulpenstengel, un de Anner ganz -in de Neg’[857] mit den Tunpahl,[858] un Geschichten vertellten[859] s’ -sick, wat +de+[860] +vör+ de Hochtid seggt[861] hadd, un wat -+de+[862] +nah+ de Hochtid seggt hadd; un wat de Scheper[863] -tau sinen Hund seggt hadd; un wenn ick denn falsch[864] würd un frog, -wat sei dormit seggen wullen, un wat[865] dat Spitzen up mi sin süllen, -denn säden sei All: „Gott bewohre! Wi meinen man.“[866] Un wenn ick -nu des Abends ut desen Grünn’n[867] nich in den Dämelklubb gung, denn -makt[868] Fru Bütow’n ehr leiwe[869] Pepermähl[870] apen[871] un -stöhmte[872] mi ümmer ganz lütte, fine[873] Prisen in de Näs’[874] un -in de Ogen:[875] wat dat +so+ süll?[876] oder wat dat +so+ -süll? Sei wüßt ok nich, wo[877] ick dat nu hemmen wull. Un sei wir[878] -’ne olle Fru un hadd in ehren Lewen all vele Herrn upwohrt,[879] äwer -noch keinen, de in ’n Brutstand west wir; ick süll deswegen Geduld mit -ehr hewwen, denn de Sak kem jo +nu+ bald ganz anners. Un wat dat -Tüg[880] rein maken anbedrapen ded,[881] dor gew’[882] sei mi ganz -Recht, dat wir för min Brut nich gaud naug,[883] denn as[884] sei -man hürt hadd,[885] wir de as ’ne Prinzeß upfött[886] un hadd sindag -nich[887] ehr Finger in koll Water[888] stippt; äwer ehr Ogen wiren -för jede Dun’[889] up den Rock all tau olt.[890] Un wenn min Brut mi -negstens[891] mal besäuken wull,[892] so künn sei dat jo dauhn,[893] -sei för ehre Person hadd nicks nich dorwedder,[894] un äwer de -Spennwew’[895] an ’n Bähn[896] un den Stoff[897] up de Comod’ würd sei -jo nich fallen, un an den lütten Provat-Müll-Hümpel,[898] den sei sick -tau ehre Bequemlichkeit in de ein’ Eck von min Stuw’ anleggt[899] hadd, -würd sei sick jo ok just de Beinen nich verstuken.[900] Un wenn ick -des Abends Füer[901] hewwen wull, denn künn ick jo dat man seggen -- -sei wüßt jo dat ok nich -- süs[902] wir ick jo ümmer in den Dämelklump -gahn,[903] worüm denn nu nich? Un denn sett’t[904] sei sick vör dat -Abenlock[905] un puste un puste, un de Kahlen[906] gläuhten[907] ehr -up de dicken Pustbacken, datt ick sei nich anners anseihn künn, as -ick müßt ümmer denken: „Gott verzeih mi de sweren Sünden! Ick weit -recht gaud, dat dit +min+ Fru Bütow’n is, un ’ne christliche -Wewerwittwe,[908] worüm möt[909] ick denn bi ehr[910] ümmer an de hohen -Herrschaften denken, de deip[911] -- deip unner uns wahnen[912] up en -Flag,[913] wo ’t sihr heit[914] sin sall? Un worüm föllt[915] mi bi ehr -Pusten ümmer in, dat mägliche Wis’ up dit Flag ok Einer sitt, de Kahlen -anpusten deiht,[916] üm min schönes Ehstandsglück doch en Beting[917] -antauwarmen?“[918] - -Hirut kann Jeder afnemen, dat bi mi de Bedenken noch nich all ut dat -Finster ’rute smeten[919] wiren, un sei süllen noch düller[920] -warden, as ick eins Nahmiddags von min Brut taurügg de Strat[921] -entlang gung. - -As ick nämlich an desen Dag de Strat entlang gung, dunn hürt[922] ick -all von Firn’[923] groten Larm, de Lüd’ keken[924] ut de Finstern, -un vör de ein’ Husdör[925] hadd sick ok all en lütten Hümpel[926] -tausam funnen,[927] de nah de Del[928] ’ruppe kek. As ick nu grad an -de Dör vörbi[929] gahn will, fohrt[930] de Kürznermeister[931] Obst -äwer sin halwe Husdör[932] ’räwer, as wenn ’ne Billardkugel äwer de -Band’ sprengt ward, un sett’t sick mit sin vir Baukstaben[933] in den -Rönnstein.[934] -- „Mein Gott! Gevatter?“ seggt sin Nahwer Gräun,[935] -„wat makst Du dorvon?“ -- „„Je, dat segg man mal!““ seggt de -Kürzner,[936] „„min Frugenslüd’[937] hewwen mi ’rut smeten.““ -- „Worüm -denn äwer?“ fröggt de Anner. -- „„Vadder,““[938] seggt de Kürzner un -rappelt sick tau Höcht:[939] „„dat will ick Di seggen: min Fru will, -wat +ick+ will, und dat will +ick+ nich.““ - -Wil[940] mi nu dese Geschicht nicks angung,[941] so gah[942] ick -wider[943] un denk so bi mi: is doch en narschen[944] Spruch! Wat de -Kirl woll dormit meint? „+Min Fru+ will, wat +ick+ will, un -dat will +ick+ nich.“ -- Sallst dinen Unkel Matthiesen mal dornah -fragen. - -Ick gah nu also nah em ’rup un vertell[945] em de Sak un segg em den -Spruch un frag’: „Unkel, wat meint de Kirl dormit?“ -- „„Je!““ seggt -hei un geiht in Nahdenken in de Stuw’ up un dal, „„un de Kirl was von -sin Frugenslüd ’rut smeten, seggst Du?““ -- „Ja,“ segg ick, „hei säd -’t jo sülwst.“ -- „„Un in den Rönnstein satt[946] hei?““ frog hei -wider.[947] -- „Ja,“ segg ick, „dorin satt hei.“ -- „„Na,““ seggt -min Unkel nah ’ne Wil’ Bedenken, „„denn[948] ward dat ok woll sin -Richtigkeit hewwen, denn hett em sin Fru ok woll ’rut smeten, un denn -findt de Spruch ok sin richtig Bedüden,[949] denn heit[950] hei: Min -Fru will Herr in den Hus’[951] sin, un ick will ok Herr in den Hus’ -sin, un mine Fru ehren Willen, den will ick nich nahgewen.[952] Äwer,““ -sett’t hei hentau, „„wenn sei in ’n Hus’ stahn,[953] un hei vör den -Hus’ in den Rönnstein seten[954] hett, denn ward sei woll Herr in den -Hus’ sin.““ - -Ick weit nich, mi würd nah dit Gespräk so verdreitlich[955] un -beängstlich tau Sinn; von de Sid[956] hadd ick min Vörnemen noch -nich in ’t Og’ fat’t.[957] „Unkel,“ säd ick, „Du kennst mi doch un -kennst sei jo ok, wat meinst Du denn woll, wer ward von uns Beiden -woll Herr in ’n Hus’ sin?“ -- „„Je,““ seggt hei, „„sei süht[958] -mi gor nich dornah ut,[959] as müggt[960] sei girn[961] +vör+ -de Husdör in ’n Rönnstein sitten, ick glöw’,[962] sei bliwwt[963] -leiwer binnen.““[964] -- „Den Deuwel ok!“[965] segg ick. -- „„Na, -so arg,““ seggt Unkel Matthies, „„ward sei dat nu woll nich maken; -äwerst[966] so ’n ‚liebenswürdig, weiblich Regiment‘ -- as de Lüd’ -dat nennen -- ward sei woll äwer Di ergahn laten, Du wardst woll en -beten stramm an ehren Schörtenband[967] anbunnen[968] warden, un wo -lütt[969] de Achterflicken[970] an ehr Pantüffeln sünd, ward Ein[971] -Di nahsten[972] woll von den Pelz lesen känen.““ -- „Bang’ maken -gelt[973] nich!“ segg ick, „ick ward sei mi nah de Hochtid bi den -irsten Schepel[974] Roggen wenn’n.“[975] -- „„Dor verlat Di man nich -up!““[976] seggt min Unkel. „„Kennst Du dat Sprückwurt nich:[977] - - +Vör+ de Hochtid möst du s’ wenn’n; - +Nah+ de Hochtid is ’t tau Enn’?““ - -„Ne“, segg ick, „dat ’s mi ganz wat Nig’s!“[978] un makt[979] en -Gesicht dortau, as hadd mi min Unkel vertellt, sei hadden mi tau -’m Papst makt. -- „„Na, denn sett Di dal,““ seggt hei, „„ick will -Di ’ne Geschicht vertellen.““ -- „Vertell!“ segg ick. „Äwer Din -Nutzanwenning[980] lat[981] weg! Ick bün dor all tau olt tau.“[982] -- -„„Kein Bang’!““ seggt hei. „„De Nutzanwenning ward Din leiw’ Fru woll -äwernemen, wenn Du minen Rat nich folgen deihst.““[983] - -Ick sett’t mi also bi minen Unkel dal, un hei fung an tau vertellen: - -„Tau Rümpelmannshagen, wo ick mine irsten Lihrjohren[984] as -Klutenpedder[985] dörchmakt[986] heww, wahnten[987] dunntaumalen[988] -twei[989] junge, schire[990] Kirls,[991] de ein’ heit[992] Wulf[993] -un was de Smid in den Dörp,[994] un de anner heit Kiwitt[995] un -was de Möller.[996] De Smid was en Pfiffkopp[997] un verstunn[998] -sinen Kram, de Möller was man düsig,[999] hadd äwer dat Geld. Na, -mit de Tid[1000] gung in den Dörp dat Gered’: „„Vaddersch,[1001] -hest all hürt?[1002] De Smid un de Möller gahn Beid’ nah den -Schulten sin[1003] Fik un Marik,[1004] un sei seggen jo oll von de -Hochtid tau Martini.““[1005] -- Un dat kamm ok so, sei frigten[1006] -Beid’ tau Martini, un de oll Schult rüst’t ’ne Hochtid ut, de säd -man: „Stah!“[1007] un wi jungen Lüd’ von den Hof wiren ok dortau -beden,[1008] un ick weit dat noch as hüt,[1009] wo[1010] lustig dat -hergung, denn uns’ Schriwer,[1011] Ludwig Brookmann, stülpt mi gegen -Morgen ’ne Sleifkann[1012] vull Duwwelbir[1013] äwer den Kopp un säd, -as ick falsch[1014] würd: dat süll jo man Spaß sin. - -Nah de Hochtid was dat denn nu Allens will un woll;[1015] äwer -dat wohrt[1016] ok man ’ne Tid lang, dunn munkelt dat in ’t Dörp: -„Vaddersch, hest all hürt? De Möllerfru sleiht[1017] ehren Mann.“ Un -dat +was+ ok so. Eins Sünndagsnahmiddags kümmt de Möller tau den Smid, -de sitt in ’n Kraug[1018] un spelt[1019] Solo, un de Möller seggt: -„Na, wat +Di+ hüt Abend passirt, dat weit ick ok.“ -- „„Wo so?““[1020] -fröggt de Smid un steiht up un geiht mit sinen Swager ’rut. -- „Na,“ -seggt de Möller, „verstell Di man nich! Wi Beiden hewwen uns schön -vermeidt.“[1021] -- „„Wenn Du min Fru meinst,““ seggt de Smid, „„denn -möt[1022] ick Di seggen, ick heww en gauden Meidsmann.““[1023] -- -„Ja,“ seggt de Möller, „wenn sei nich tau Hus is.“ -- „„Kumm[1024] -mit!““ seggt de Smid. „„Ick heww gistern Swin’ slacht[1025], un Du -weißt,[1026] min Fru mag girn Swartsur.[1027] Ick will Di den Bewis -gewen.““[1028] -- Sei gahn nu also nah den Smid sinen Hus’, un as -sei dorvör stahn, röppt[1029] de Smid: „„Fiken!““ -- Sin Fru kickt -ut dat Finster un fröggt: „Wat sall ick?“ -- „„Fiken,““ seggt de -Smid, „„nimm mal eins[1030] de grote Schöttel[1031] mit Swartsur un -smit[1032] de mal eins[1033] hir nah de Strat ’rut.““ -- „Wat?“ fröggt -sin Fru. -- „„Du sallst de Schöttel mit dat Swartsur nah de Strat -’rute smiten.““ -- „Glik“![1033] seggt Fiken, un hest nich geseihn, -fohrt[1034] de Schöttel äwer de halw’ Dör ’räwer as hüt Morrn[1035] -de Kürznermeister. -- „„Recht so!““ seggt Smid Wulf. „„Un nu, Fiken, -smit uns den Pott[1036] mit dat anner Swartsur ok man ’rut.““ Dat -schüht[1037] denn nu ok, un de Smid seggt: „„Schön, Fiken! un lat Di de -Tid[1038] nich lang warden, wenn ick hüt Abend lat[1039] tau Hus kam.““ - -Dormit geiht hei mit den Möller nah den Kraug taurügg[1040] un -fröggt em: „„Na? hest nu seihn?““ -- „Ja,“ seggt de Möller, „de is -echt. Wo hest dit anfungen?“ -- „„Up ’ne ganz einfache Wis’,““[1041] -seggt de Smid. -- „Hest s’ inspunnt?“[1042] -- „„Ne!““ -- „Hest s’ -schacht?“[1043] -- „„Ne, ok nich!““ -- „Na, wo hest ’t denn makt?“ -- -„„Dat will ick Di seggen,““ seggt de Smid. „„As wie noch Brutlüd’[1044] -wiren, dunn lurt[1045] ick ehr dat af, von wecken[1046] Stück Tüg[1047] -sei woll am meisten hollen ded,[1048] un dunn funn[1049] ick denn, dat -dat en lütten, hübschen, roden siden Dauk[1050] was, un as sick mal -de Gelegenheit gaww,[1051] dat wi Frühstück eten[1052] hadden, und de -Disch en beten[1053] stark vull Gaus’smolt[1054] smert[1055] was, dunn -wischt ick mit ehren schönen Dauk den Disch af. Na, nu kannst Du Di -denn denken, wo sei up mi losfohren ded![1056] Ich äwer fot[1057] sei -rundting[1058] üm un küßt sei un säd: „Fiken, Du hest mi jo! Wat is -an so ’n Dauk gelegen? So ’n Dauk kriggst Du woll wedder; äwer Einen, -de so vel von Di höllt[1059] as ick, so ’n findst[1060] Du mindag’ -nich.“[1061] -- Na, sei gaww[1062] sick denn nu ok, un as wi nah den -Teterowschen[1063] Königschuß wiren, gewunn[1064] sei ’n Pott, en -schönen Pott; un as sei sick so recht dortau freuen ded,[1065] dunn -namm[1066] ick den Pott un spelt[1067] dor so verluren mit, un -- -baff! -- smet[1068] ick em up den Stein. Nu fung sei denn en beten an -tau rohren;[1069] äwer ick küßt sei un säd: „Lat sin,[1070] Fiken, t’ -is beter,[1071] dat de Pott intwei follen[1072] is, as dat ick mi wat -intwei follen heww, denn ick sall uns uns’ Lew’[1073] lang dat Brod -verdeinen!“ Na, tauletzt brok[1074] ick ehr noch drei Tähnen[1075] ut -den Kamm; dunn lacht sei äwer all un säd: „Mi sall doch wunnern, ob Du -mi tau ’m Teterowschen Harwstmark[1076] en nigen[1077] wedder schenken -deihst.“[1078] Na, dat geschach denn nu ok, un so is ’t denn nu ok -blewen;[1079] sei is mit Allens taufreden.[1080] -- Äwer ick möt[1081] -’rinne un möt minen Solo spelen.““ - -De Smid gung also in de Stuw’ un spelt Solo, äwer nah ’ne halw’ -Stunn’ kamm de Kräuger[1082] ’rinne un säd: „Smid, kumm ’rut![1083] -Möller Kiwitt steiht buten[1084] un süht schändlich ut.“ -- Smid -Wulf geiht also ’rut, un dröppt[1085] denn nu ok sinen Swager mit en -intweiiges[1086] Gesicht un en dickes Og’,[1087] un verfirt[1088] -sick denn nich slicht[1089] un fröggt: „Swager Kiwitt, wat hest -+nu+?“ „„Je, dat segg man mal!““ seggt de Möller, „„dat kümmt -von Din verfluchtes Geschichten-Vertellen.““[1090] -- „Wo so?“ fröggt -de Smid. -- „„Je, frag’ noch lang’!““ seggt de Möller. „„Ick hadd -Din dämlich Geschicht gaud ’naug behollen,[1091] un denk so bi mi, -wat bi de ein’ Swester hulpen[1092] hett, kann jo bi de anner ok -helpen:[1093] probiren kannst du ’t jo wenigstens. Ick gah also nah -Hus, un min Fru steiht vör ’n Speigel[1094] un makt sick de Hor[1095] -tau de Hollännerfru[1096] ehren Kaffeklaatsch[1097] t’recht,[1098] un -up den Disch liggt[1099] ehre beste Huw’,[1100] un ick segg tau mi: -„dit trefft sick mal glücklich!“ un nem de Huw’ un denk bi mi: „wenn -du sei nu in de Waschschöttel[1101] in dat smutzige Sepenwater[1102] -stippst, denn kann sei gaud warden.“ Na, ick dauh[1103] dat, un sei -süht jo woll min Anstalten in den Speigel, un ihre[1104] ick mi noch up -wat prekawiren[1105] kann, fohrt[1106] sei mi in dat Gesicht herinne, -un as ick segg: „Mariken, Du hest +mi+ jo, un ’ne Huw’ kriggst du -sacht[1107] wedder!“ dunn röppt[1108] sei: „„Ja, ick +heww+ Di! -Un för de Huw’ sallst Du Din richtig Deil[1109] ok krigen!““ -- „Un -kik!“[1110] seggt de Möller un treckt[1111] sin Hand von dat dick Og’, -„so hett sei mi tauricht’t,[1112] un dat üm Dine verdammte Geschicht.“ --- „„Du Dummbort!““[1113] seggt de Smid, „„heww ick Di nich seggt, ick -hadd dit Stück +vör+ de Hochtid makt?[1114] Wat +vör+ de -Hochtid helpt,[1115] helpt nich +nah+ de Hochtid.““ - -„Un dat is de Geschicht, min Sähn,“ säd min Unkel Matthies un stunn -up,[1116] „un wenn Du klauk[1117] büst, denn kannst Du Di jo dornah -richten.“ - -Ick stunn ok up un stellt mi an ’t Finster un let mi de Geschicht -dörch den Kopp gahn un dreiht[1118] mi denn endlich üm un säd: „„’Ne -dämliche Geschicht, Unkel! Du hest süs all betere[1119] Geschichten -vertellt.““ -- „Ja,“ lacht de Oll, „wil ick Di süs de Nutzanwenning -glik[1120] mit gaww, un hir sallst Du sei säuken.“[1121] -- „„Du -wardst doch nich glöwen,““[1122] segg ick, „„dat ick min Brut ehr -Huw’ in ’ne Waschschöttel stippen und mit ehren siden Dauk den Disch -afwischen ward?““ -- „Du kannst ’t jo mal probiren,“ lachte de olle -Spitzbauw’.[1123] -- „„Na,““ segg ick, „„dat fehlt mi noch, denn -wir ick just bet an den Hacken.““[1124] -- De Oll[1125] grint[1126] -nu ümmer so vör sick hen, un as ick so bi mi denk: oll Lüd’ sünd -wunderlich, wenn ’t regent,[1127] führen[1128] s’ tau Heu, seggt hei: -„Jung’, wo olt[1129] büst Du denn eigentlich?“ -- Von min Öller[1130] -müggt[1131] ick nu in min Brüjamstid[1132] nich recht wat hüren,[1133] -un ick denk bi mi: Haha! fangst du all wedder mit den Peper[1134] an? -un ick frag’: „Worüm meinst Du?“ -- „„Oh,““ seggt hei, „„ick mein’ -man.““ -- „Denn lat[1135] Di seggen,“ segg ick etwas scharp,[1136] -„ick bün den letzten säbenten[1137] November ein un virtig Johr -west.[1138]“ -- „„Also,““ seggt hei, „„dörch de Virtigen büst Du -dörch?““ -- „Ja,“ segg ick, „is Di dat villicht nich tau Paß?“ -- „„För -minentwegen!““ seggt hei. „„Mi föllt dorbi man dat Sprückwurt in: wer -in de Twintigen[1139] nich schön is, in de Dörtigen[1140] nich stark, -in de Virtigen nich klauk[1141] un in de Föftigen[1142] nich rik,[1143] -de kann ’t man sin laten,[1144] ut den ward nicks. Un Du schinst[1145] -mi in de Virtigen noch nich klauk tau sin.““ -- „Unkel Matthies,“ säd -ick un richt’t mi stur in Enn’,[1146] „wer mi för dumm köfft,[1147] -de ward bedragen;“[1148] un dorbi[1149] müßt ick woll man en sihr -dämlich Gesicht maken, denn min Unkel lacht un säd: „„Un kannst bi -Alledem för Di kein Nutzanwenning ut de Geschicht finnen! Jung’, dat is -jo man en Glikniß:[1150] Wat de Smid mit den Dauk un den Pott un den -Kamm upführt[1151] hett, dat paßt sick nich för Di; dat weit ick woll. -Du möst natürlich wat Anners anstellen. Tau ’m Exempel: trugst[1152] -Du Di woll tau, in Dinen Öller[1153] noch +vör+ de Hochtid en -Stückerner drei[1154] schöne dumme Streich uptauführen?““ -- „Dumme -Streich?“ frag ick. -- „„Dumme Streich!““ seggt min Unkel, un ick gah -nu in de Stuw’ up un dal un äwerlegg[1155] mi de Sak un dreih[1156] -mi endlich üm un segg: „Ja; ick glöw’,[1157] Unkel, ick krig’ in -aller Geswindigkeit noch en por taurecht.“ -- „„Denn mak sei,““[1158] -seggt min Unkel. -- „Un Du meinst, ick ward dordörch Herr in den -Hus’ bliwen?“ -- „„Min Sähn, ick glöw’ dat. -- Dumme Streich -- nich -slichte![1159] -- Süh, wenn sei denn an tau schellen[1160] fangt, denn -fall ehr üm den Hals un küß sei recht düchtig un segg: Lat man sin, lat -man sin! Seih äwer[1161] de Geschichten weg, seih leiwer[1162] up min -Hart,[1163] dat hürt[1164] Di un sleiht[1165] för Di von nu bet[1166] -in alle Ewigkeit. -- Un denn Jung’,““ sett’t hei hentau,[1167] „„denn -kannst Du jo ok noch den Fautfall anbringen -- denn Du magst seggen, -wat Du willst -- de hürt nu einmal dortau.““ - -Ick äwerläd[1168] mi de Sak nu hen un her un säd denn endlich tau mi: -„Hei ’s din Mutter-Brauder un sallst em dorin tau Willen sin un sallst -en por maken! un ick makt sei ok richtig. - -Ick künn nu hir de Geschichten vertellen, de ick anstellt[1169] heww, -ward mi äwer woll häuden.[1170] Dat Unglück künn sinen Gang gahn, -un de Vertellung[1171] künn in mine Fru ehr Hänn’[1172] fallen un -sei künn mäglich[1173] marken,[1174] dat all dese Stückschen[1175] -afkortet[1176] west sünd, un dat sei in ehre Gaudheit anführt worden -is, un sei künn seggen: „Holt![1177] dit Spill[1178] gelt[1179] -nich; Du hest mit Fisematenten spelt.[1180] +Ick+ will mal de -Korten[1181] mischen. -- So! de Vörhand heww ick, un nu man ’rut! -Bedein’[1182] mi desen un bedein’ mi jennen! Un nu will wi mal seihn, -ob Du ut den Ganten büst?“[1183] - -Äwer männigmal,[1184] wenn sei nu so as min Fru still un flitig[1185] -üm mi herümme geiht un för mi allerwegen sorgt un mi in ehre -Fründlichkeit nahgiwwt,[1186] denn denk ick doch so bi mi: „Schäm’ -di, dat du mit Hinnerlistigkeit tau Wark gahn[1187] büst!“ un ick säd -nilich[1188] tau minen Unkel: „Weißt wat? Ick vertell ehr, wo ’t[1189] -mit de dummen Streich vör de Hochtid tausamen[1190] hängt.“ -- „„Plagt -hei Di?“““ fröggt min Unkel. „„Jede rechtschaff’ne Kirl möt af un an -en gauden dummen Streich un en gauden Witz maken; äwer hei darw sei -nich sülwst wider vertellen, denn denn[1191] verliren sei all’ beid’ -ehre Kraft. Ji lewt jo[1192] glücklich, dormit wes taufreden.““[1193] --- „Je,“ segg ick, „dat seggst Du; äwer mi is männigmal so tau -Maud’,[1194] as wenn wi noch glücklicher lewen künnen, wenn +sei+ -dat Regiment hadd.“ -- „„Min Sähn,““ säd min oll Unkel Matthies un -läd[1195] mi de Hand up de Schuller,[1196] „„all dat Glück, wat up -dese Ird[1197] mäglich is, föllt meindag nich in +eine+ Hand -herinne, begnäug’[1198] Di mit dat, wat Du hest. Un wat den Ehstand -anbedrapen deiht,[1199] hest Du den ollen Jochen Smitten[1200] noch -kennt? Den ollen Jochen Smitt mein ick, de mit sine olle Fru achtig -Johr olt[1201] würd, un nahsten[1202] mit ehr tausamen an +einen+ -schönen Sommer-Sünndagmorrn begrawen würd. Na, de säd mal tau mi -- -denn ick sülwst verstah nicks von de Sak -- „Herr Wachtmeister,“ säd -hei, de Ehstand is as en Appelbom,[1203] dor sitt Einer in[1204] un -plückt un plückt; äwer de schönsten un rodsten Appel[1205] sitten in de -Spitz, dor langt Keiner ’ranne, denn dor is de Natur tau kort[1206] -tau. Wenn nu Einer unverstännig is, un mit Gewalt de Appel krigen will, -denn halt[1207] hei sick en Staken[1208] un hau’t de schönen Appel -’run, äwer ok taunicht,[1209] un hau’t de Telgen[1210] dorbi af, woran -de besten Dragknuppen[1211] för de Taukunft sitten; de vernünftig Mann -lett[1212] sei ruhig sitten un täuwt[1213] bet up den Spätharwst,[1214] -denn[1215] fallen sei em von sülwst in den Schot,[1216] un denn smecken -sei vel säuter.“[1217] -- Un dorüm Jung’,““ sett’t[1218] min oll Unkel -hentau[1219] un sin oll irnstfast Gesicht sach ok gor tau truhartig -ut,[1220] „„kläter[1221] Din roden Appel nich vör de Tid[1222] von den -Bom, und täuw’ bet tau ’m Spätharwst -- Din wohrt[1223] jo nich lang’ -mihr -- un wenn Du Din Fru den letzten schönen Appel bringst, denn -vertell[1224] ehr ok de Geschicht von Din’ dummen Streich +vör+ de -Hochtid, denn sallst Du seihn, denn freut sei sick doräwer.““ - -[Illustration] - - - - - Albert Roderich: - - Nemesis. - - - - -Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers abgedruckt aus seinem Buche -„Die glückliche Ehe und andere Humoresken“ (Berlin: H. Conitzers -Verlag). - - - - -Nemesis. - - -Wie liebenswürdig im besten Sinne des Wortes war meine verehrte -Freundin, die verwitwete Frau Professor Mentow, gegen uns Gäste gerade -heute gewesen, wie viele hübsche und menschenfreundliche Worte waren -da in unserer kleinen Gesellschaft hin und her geworfen worden, und -wie war der Rotwein doch excellent! Was ist das beste bei einem guten -Mittagessen? Die Cigarre nachher, behaupte ich, und deshalb hatte ich -mich in den stillsten Winkel eines kleinen Nebenzimmers zurückgezogen -und blies in jener behaglichen Stimmung des halb ruhenden Körpers und -des halb erregten Geistes künstlerisch vollendete Rauchringe in die -Luft. - -Ich richtete mich, halb unwillkürlich, schnell aus meiner etwas sehr -bequemen Lage auf, als die Dame des Hauses plötzlich und unerwartet vor -mir stand. - -„Sie sind heute so pessimistisch, so ernsthaft -- Sie, der Philosoph -des lebenslustigen Humors -- hat Ihnen vielleicht Ihr Leibgericht, der -Apfelkuchen, nicht geschmeckt?“ - -„Verehrte Frau, wenn Sie doch einmal in die geheimsten Tiefen meines -Gemütes eingedrungen sind, so will ich Ihnen gestehen -- ich habe -überhaupt gar nichts von dem Apfelkuchen gegessen!“ - -„Nicht möglich, Sie sind krank!“ - -„Nein, der Kuchen war an mir vorübergegangen, ehe ich ihn überhaupt -gewahrt hatte. Aber, das wundert mich nicht. Heute ist kein guter Tag -für mich. Fräulein Emma von Kanten ist ja hier, und sie hat sogar bei -Tische neben mir gesessen. Das kann nimmer gut gehen.“ - -„Sie hat wohl wegen Ihres letzten Feuilletons über die -Frauenemancipation mit Ihnen gezankt?“ - -„Fräulein von Kanten zankt nicht mit mir, denn sie haßt mich.“ - -„Ah wirklich?! Und ich glaubte doch, einmal gehört zu haben, daß Sie -vor Jahren zu dem Fräulein in recht -- angenehmen Beziehungen gestanden -haben.“ - -Ich wußte, daß meine sonst so diskrete Freundin viel mehr aus Teilnahme -für mich als aus Neugier diese Bemerkung machte und entgegnete deshalb: - -„Verehrte Frau, Sie sind wie immer gut unterrichtet, und wenn Sie -wollen, erzähle ich Ihnen gern die Geschichte meiner -- angenehmen -Beziehungen zu Fräulein von Kanten; sichere ich mir dadurch doch auch -vielleicht die Teilnahme Ihrer Freundesseele an meinem Geschick, wenn -es heute über mich hereinbricht.“ - -„In der Tat, Sie machen mich begierig.“ - -„Also vor beinahe nun zwanzig Jahren lernte ich Fräulein von Kanten -kennen. Sie war geistreich, hübsch, aus sehr angesehener Familie, und -ich war ein wohlgestalteter Jüngling, der noch zu etwas mehr als zu den -landesüblichen schönsten Hoffnungen zu berechtigen schien. Ich gründete -gerade damals mit einem Teile des sehr beträchtlichen Vermögens meines -Vaters die große Zeitung, an deren Spitze ich noch heute stehe. Das -Fräulein und ich sahen einander fast täglich in einer befreundeten -Familie, wir plauderten, scherzten, lachten, faßten Neigung zueinander -und wußten bald, daß eine lebenslänglich wirkende Erklärung unmittelbar -bevorstände. Ich weiß, jeder von uns wußte, daß auch der andere das -wisse. So weit waren wir schon. Da eines Tages erschien Fräulein Emma -in einer kleinen Gesellschaft mit einer Brustschleife von -- meiner -allerdings unmaßgeblichen Ansicht nach -- so sonderbarer Form und -Farbenzusammenstellung, daß ich eine spottende Bemerkung darüber nicht -unterdrücken konnte. Darob aber ward das Fräulein sichtlich ungehalten -und behandelte mich den ganzen Abend mit stark herabgestimmter -Freundlichkeit. Das trieb mich zum Nachdenken, und ich sagte mir: wen -ein tadelnder Scherz so empört, der ist auch im Ernste zu tadeln. -Ich habe nur ihre Schleife gering geschätzt, dafür glaubte sie mich -selber gering schätzen zu dürfen. Sieh dich vor, junger Mann! Und ich -beschloß, das Fräulein noch vor dem entscheidenden Worte auf eine -größere Probe zu stellen. - -„Wenige Tage später wollte ich die junge Dame zu einem Spaziergange -abholen. Auf dem Tische ihres Zimmers lag ein allerliebster -heller Frühlingshut, den Fräulein Emma eben zum ersten Male den -Straßenpassanten vor die Augen führen wollte. Nicht weit davon stand -eine geöffnete Flasche Wein. Meine Gedanken sprangen zu einem schnellen -Entschluß zusammen. Ich goß mit geschickter Ungeschicklichkeit die -Flasche Rotwein über den neuen hellen Frühlingshut. - -Die Wirkung war eine betrübende, niederschlagende. Das Fräulein -verfiel nach einem Momente des stieren Entsetzens in recht unangenehme -Zornesausrufungen und Vorwürfe; sie stampfte sogar mit dem sonst so -zierlichen Fuße heftig auf, und -- mit einem Worte, sie ward in dem -Augenblicke mehr als häßlich und geistlos -- sie ward unliebenswürdig. -So weit nun glaube ich nach gangbar menschlichen Begriffen korrekt, -zum mindesten verzeihlich, gehandelt zu haben. Oder sind Sie anderer -Meinung, verehrte Freundin?“ - -„Nach den gangbar menschlichen Begriffen haben Sie vielleicht -verzeihlich gehandelt -- nach den gangbar weiblichen wohl kaum.“ - -„Nun einerlei -- in der Fortsetzung meines Tuns beging ich die -tragische Schuld, die mich sicher im fünften Akt zerschmettern wird. -Ich sagte dem Fräulein in der Erregung des Disputes: „Ich habe den -Wein absichtlich über den Hut gegossen, um deinen Charakter kennen -zu lernen! Ich habe ihn kennen gelernt!“ Da wuchsen plötzlich an die -kleinen Schlangen des Ärgers und der Zanklust, die bisher aus den Augen -des Mädchens züngelten, die Furienhäupter der Wut und des Zornes, und --- o, all ihr Männer, die ihr freien wollt -- erst prüfet, wodurch das -Weib eurer Wahl zornig gemacht wird, und wie es sich gebärdet im Zorne! - -„Ich eilte von dannen, und am nächsten Tage reiste Fräulein Emma -von Kanten auf längere Zeit zu auswärtigen Verwandten. Es sind nun -fast zwanzig Jahre seitdem vergangen, und ich habe das Fräulein seit -der Zeit in langen Zwischenräumen einige Male in Gesellschaften -getroffen, und jedesmal, wenn ich sie getroffen, ist mir zur selbigen -Stunde irgend etwas Fürchterliches zugestoßen. Das eine Mal habe ich -einer Dame die Schleppe abgetreten, das zweite Mal bin ich in einem -wohlpräparierten Toaste stecken geblieben, das dritte Mal -- ach, -einerlei, wenn ich jene Dame sehe, ist mir wie dem Seefahrer, der das -Geisterschiff des fliegenden Holländers schaut -- er weiß, ihm steht -ein Unheil bevor. Und heute hat sie gar neben mir gesessen -- weh’ mir, -was wird mir heute noch geschehen!“ - -Frau Professor Mentow lachte. - -„Lieber Freund, Sie werden da von einer ganz gerechten, humoristischen -Nemesis verfolgt. Sie haben es wahrscheinlich durch Ihren ernsthaften -Scherz verschuldet, daß jene Jungfrau im Zorne zur alten Jungfer -geworden ist, die jetzt für Frauen+rechte+ kämpft, weil ihr -+das+ Frauen+recht+ versagt ist.“ - -„Ja, auch bei Tische hat sie fast ausschließlich von den Rechten der -modernen Frau gesprochen, aber ich glaube, sie kämpft nicht -- sie -streitet nur dafür.“ - -„In der Tat, lieber Freund --“ - -Die Frau Professorin kam nicht weiter in diesem Satze, denn die Tür -ward geöffnet, und einer meiner Mitgäste rief, uns gewahrend, herein: -„O, hier sind Sie versteckt, und drinnen streitet man sich um Sie oder -über Sie -- und dann entführen Sie uns auch noch unsere liebenswürdige -Frau Wirtin!“ - -Wir erhoben uns schnell und traten in den Salon. Die kleine -Gesellschaft saß in lebhafter Unterhaltung beim Kaffee. Frau Emerich, -die intime Freundin des Fräuleins von Kanten, rief mir zu, sobald sie -meiner ansichtig ward: „Ah, da ist ja der Lästerer -- vielleicht hat er -die Gewogenheit, uns einen Kommentar zu seinen rätselhaften Äußerungen -über die Frauenfrage zu geben.“ - -Ich nahm mich tüchtig zusammen, setzte mich mit gewaltsam erzwungener -Ruhe in einen Schaukelstuhl und sagte mit vermeintlicher Gelassenheit: - -„Gnädige Frau, ich glaube, Sie haben hier in diesem Augenblicke gar -keine Frauenfrage, sondern eine Männerfrage behandelt.“ - -„Wie?! was ist das?!“ - -„Ja, ich glaube, die hier gemeinte Frauenfrage hat einige Ähnlichkeit -mit der sozialdemokratischen: der Sozialdemokrat hört auf, es zu sein, -wenn er Rentier geworden ist, und die meisten Mädchen halten die -Frauenfrage für gelöst, wenn sie Gattin geworden sind. Es ist also eine -Männerfrage.“ - -Fräulein Emma von Kanten warf mir einen vergifteten Blick herüber und -sagte mit scharfer Betonung: - -„O, mein Herr, wir haben hier bis jetzt ganz ernsthaft debattiert, und -zwar über die Ansichten, die Sie selber in Ihrem Feuilleton über die -Frauen öffentlich geäußert haben. Wenn Sie es jetzt für nötig halten, -Ihre vielleicht etwas bleichwangige Argumentation mit der Schminke -eines beschönigenden Scherzes zu beleben, so sage ich Ihnen im Tone der -tiefsten Überzeugung: die Frau ist dem Manne ebenbürtig. Sie soll nicht -seine Sklavin sein, sie ist berufen, mitzuwirken für die höchsten Ziele -der Menschheit!“ - -„O, mein Fräulein, wenn Sie Recht hätten -- wie Unrecht hätten Sie! -Sie wollen dem Manne ebenbürtig sein und keine Sklavin! Wir Männer -sind aber selbst Sklaven -- Sklaven der Arbeit, der Verhältnisse, des -Erfolges -- Sklaven des Ehrgeizes, der Wissenschaft -- und, da Sie -uns ebenbürtig sein wollen -- ist es denn ein gar so verächtlicher -Sklavendienst, wenn Sie all Ihre unzähligen Liebenswürdigkeiten und -Reize in einem blumendurchwirkten Fächer zusammenhalten, um dem -ermüdeten Mitsklaven die lästigen Insekten der Sorgen und Mühen -fortzufächeln?“ - -„Das heißt,“ rief jetzt die älteste der Anwesenden, „das heißt in -gewöhnlichen Worten: wir sollen Köchinnen, Kinderwärterinnen und -Krankenpflegerinnen werden. Und unser Herz, unser Geist, unsere -Ideale?!“ - -„Gnädige Frau, war es nicht einst Ihr höchstes Ideal, den Mann mit -Ihrer Liebe beglücken zu dürfen? Und ist es nicht jetzt Ihr höchstes -Ideal, Ihre einzige Tochter recht, recht glücklich verheiratet zu -sehen?“ - -„Allerdings!“ - -„Also, verehrte Frau, es ist jetzt Ihr höchstes Ideal -- -Schwiegermutter zu werden! Ja, glauben Sie es einem erfahrenen -Idealisten -- unsere irdischen Ideale sind veränderlich wie alles -Irdische. Nenne mir deine Ideale, und ich will dir sagen, wie alt du -bist.“ - -„O, er will uns auf den Flügeln seiner Phrasen entfliehen,“ rief -jetzt Fräulein von Kanten, „haben Sie uns denn nicht in Ihrem -Zeitungsartikel die Ebenbürtigkeit unseres Geistes abgestritten? -Haben Sie nicht die Behauptung aufgestellt, es gebe keine klassische -Dichterin, und wenn es eine -- zwei -- zehn gäbe -- das wäre nichts -gegen „die überwältigende Majorität der Geistesfürsten aus dem -Männergeschlechte“, wie Sie sich auszudrücken beliebten.“ - -„O,“ fuhr Frau Emerich zornig fort, „und was er von den Erfindungen -sagt! Wie boshaft! Daß die Frauen das Pulver nicht erfunden haben oder -das Dynamit, das findet er natürlich -- aber wir hätten doch wenigstens -die Nähmaschine erfinden können! -- Abscheulich!“ - -„Geehrte Frau,“ entgegnete ich, „die meisten Wahrheiten sind -abscheulich!“ - -„Gut,“ rief jetzt Frau Emerich in recht erregtem Tone, „wenn Sie denn -doch der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen wollen -- ich kann Ihnen -jetzt die Gelegenheit dazu geben. Ich habe Gedichte von einer jungen -Dame bei mir, für die ich eine ruhmvolle Zukunft voraussehe. Wollen Sie -in Ihrer Wahrheitsliebe die junge Dame durch Ihre einflußreiche Zeitung -in die Öffentlichkeit einführen, wenn Sie die Dichterin nach Ihrer -besten Überzeugung dessen würdig erachten?“ - -„Das will ich,“ entgegnete ich bestimmt. Frau Emerich zog eine -zierliche Ledertasche hervor und nahm aus dieser einige Papiere, die -sie mir hinreichte. - -„Bitte, lesen Sie.“ -- Und ich las einige offenbar von Damenhand -geschriebene Verse über höchst abgenutzte Gegenstände in höchst -gewöhnlicher Form und höchst unbedeutenden Worten. Die unvermeidlichen -„Sonne und Wonne“ und „Liebe und Triebe“ waren auch vorhanden, und -einmal war in strafwürdigster Dichter-Rohheit „Freude“ auf „heute“ -gereimt. - -Ich gab das Manuskript zurück und sagte: „Geehrte Frau, ich bedaure, -Ihnen sagen zu müssen, daß nach diesen Proben und meiner Überzeugung -die junge Dichterin als solche durchaus keine Zukunft zu erwarten haben -wird.“ - -„Ah, und womit wollen Sie dies harte Urteil begründen?“ - -„Wenn jemand in seinem achtzehnten Jahre schlechte Verse macht -- nun, -der kann vielleicht im dreißigsten Jahre noch gute Verse machen -- wer -aber im achtzehnten Jahre Verse wie diese von so unaussprechlicher -Geringwertigkeit macht -- der macht sie im höchsten Alter noch ebenso -nichtsnutzig. Wollen Sie übrigens meinem Urteil allein nicht trauen, so -lese ich mit Ihrer gütigen Erlaubnis ein paar Verse vor.“ - -Und ich las mit gütiger Erlaubnis der Freundin des Fräulein Emma von -Kanten ein paar Verse vor, und sämtliche Anwesende vereinten sich mit -mir in der Ansicht, daß niemals unbedeutendere Worte zu überflüssigeren -Versen verarbeitet worden wären. Selbst Fräulein von Kanten betonte -besonders scharf, daß sie mir in diesem Falle Recht geben müsse; die -Gedichte wären doch zu ungewöhnlich gewöhnlich. -- Mir ward etwas -unbehaglich zu Mute, als meine Exfreundin sich so kampflustig an meine -Seite stellte. - -„Also, meine Herrschaften,“ ergriff nun mit erhobener Stimme Frau -Emerich das Wort, „dieser Mann, der selber so hoch steht in der Meinung -der literarischen Welt, und der so verächtlich von unserem Frauengeiste -spricht -- er behauptet, daß das Weib, welches diese Verse gemacht, -kein Dichter sei und es nie werden könne?!“ - -„Das behaupte ich.“ - -„Nun denn -- das Weib, welches diese Verse gedichtet hat -- ist -- -dieser Mann!“ - -Frau Emerich hatte sich bei diesen Worten hoch aufgerichtet und -streckte ihren Arm gegen mich aus, als wollte sie mich auch körperlich -zu Boden schlagen. Das unheimliche Gefühl, das mich bei der Rede -der Dame befallen hatte, steigerte sich um ein Bedeutendes, als -jetzt Fräulein Emma von Kanten ebenfalls ein Papier hervorzog, mir -dasselbe dicht unter die Augen hielt und ausrief: „Kennen Sie diese -Handschrift?“ - -Ich las dieselben nichtigen Verse von vorhin auf stark vergilbtem -Papier in mir unheimlich bekannt scheinenden Schriftzügen. - -„Diese Verse,“ wandte sich nun Fräulein von Kanten an die hocherstaunte -Gesellschaft, „diese Verse, welche die Tochter meiner Freundin kopiert -hat, diese Verse von „so unaussprechlicher Geringwertigkeit“ -- hat vor -ungefähr 20 Jahren unser großer Kritiker selbst gedichtet. Ich weiß es -ganz genau, denn ich kenne die Dame, der er diese -- hoffnungslosen -Verse gewidmet hat!“ - -Da war sie wieder, die Nemesis -- die erbarmungslose Nemesis! - -Ich war ein wenig in den Schaukelstuhl zurückgesunken -- ich schlug die -Augen nieder vor all den lachenden Mienen und spöttischen Blicken. Nur -auf dem Antlitz meiner liebenswürdigen Wirtin sah ich stilles Mitleid. - -Endlich erhob ich mich -- ein wenig langsam -- ein wenig unbeholfen und -sagte mit etwas unsicherer Stimme: - -„Meine Damen und Herren -- ich bekenne es -- ich bin geschlagen, -besiegt -- von einer Dame besiegt, der ich allerdings vielleicht -eine Buße schuldig war -- nun, ich werde die Geschichte meiner Buße -veröffentlichen.“ - -„Die ganze Geschichte?!“ fragte Fräulein von Kanten, und ihr -überlegenes Lächeln verschwand unter einer leichten Falte der Besorgnis. - -„Die +ganze+ Geschichte, mein verehrtes Fräulein! Und wenn es die -übrigen Herrschaften interessiert, so kann ich Ihnen den Namen der Dame -gleich jetzt mitteilen.“ - -„Oh, ganz sicher interessiert uns das!“ rief Frau Emerich. Ich sah -meine Feindin erbleichen, und Frau Professor Mentow warf mir einen -zürnenden Blick zu. - -Ich tat einige Augenblicke, als ob ich noch nicht entschlossen sei, -mein Geheimnis preiszugeben. - -„Ach bah,“ rief ich dann, „was sollte mich verhindern?! Also, verehrte -Anwesende, die Dame von der ich sprach, heißt -- Fräulein -- Sophie -Rose!“ - -Man war etwas enttäuscht. Man kannte natürlich diese Dame nicht. - -Fräulein von Kanten atmete leise auf, und Frau Professor Mentow -lächelte mir freundlich zu. Ich fuhr fort: - -„Wenn auch sonst niemand von Ihnen, meine Herrschaften, Fräulein Sophie -Rose kennt, so kennt Fräulein von Kanten sie sicherlich. Fräulein -Sophie Rose hat ja dieser Dame meine armen Verse verraten, und ich -richte jetzt an Fräulein von Kanten die höfliche Frage: Wo ist Fräulein -Sophie Rose zu finden?“ - -Fräulein von Kanten antwortete mit anerkennenswerter Geistesgegenwart: - -„Ich werde mich hüten, Ihnen das zu sagen. Sie sind augenscheinlich im -Begriffe, meine Freundin zu kompromittieren.“ - -„Das könnten Sie leicht verhindern, gnädiges Fräulein, wenn Sie eine -Vermittlerrolle zwischen der Dame und mir spielen wollen.“ - -„Ah, wenn Sie im Ernste sprechen -- --.“ - -„Mein Ehrenwort, ich spreche im Ernste; wenn ich der frohen Stunden -gedenke, die ich einst gemeinsam mit -- jener Dame verlebt, so -überkommt mich wieder das Gefühl einer warmen Freundschaft.“ - -„Ah, wirklich?! Ich werde das meiner Freundin getreulich berichten. Und -ich darf ihr sagen, daß Sie ihr wegen dieses wohl etwas indiskreten -Scherzes mit Ihren -- Jugendversen nicht grollen?“ - -„Ich würde gewiß nicht weiter daran denken, wenn ich hoffen dürfte, daß -meine ehemalige Freundin auch die Geschichte von dem -- Frühlingshut -vergessen könnte.“ - -„Dafür stehe ich Ihnen! Der +Frühlings+hut! Ach, mein Herr, +wir -sind ja jetzt im Herbste+!“ - -Ich reichte meiner neuen alten Freundin die Hand, und wir blickten -einander zum ersten Male wieder frei in die Augen. - -Bald darauf ging unsere Gesellschaft auseinander. - -Meine liebenswürdige Wirtin hielt mich noch einen Augenblick zurück und -sagte lächelnd: - -„Nun, lieber Freund, heute haben Sie Ihre alte Sünde zu Ende gebüßt -- -jetzt wird es doch wohl aus sein mit der Nemesis.“ - -„Ich hoffe es! -- Hm -- übrigens, verehrte Frau, könnten wir vielleicht -jetzt gleich einen Versuch anstellen -- --“ - -„Wie das?“ - -„Hm -- vorhin bei Tische hat mich diese Nemesis nicht zum Essen kommen -lassen -- haben Sie vielleicht noch ein Stück Apfelkuchen?“ -- - - - - -Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung. - - -[Illustration: F 1506 d XII 11:100.000] - -Die Stiftung ist ein rein gemeinnütziges Unternehmen unter Ausschluß -aller privaten Erwerbsinteressen. Ihr Zweck ist, „hervorragenden -Dichtern durch Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des -deutschen Volkes zu setzen“ und durch Verbreitung guter Bücher der -schlechten Literatur den Boden abzugraben. Seit dem Jahre 1903 verteilt -sie alljährlich an eine stetig wachsende Zahl von Volksbibliotheken -sorgfältig ausgewählte Zusammenstellungen guter volkstümlicher Bücher. -Bis Ende 1911 wurden 442.338 Bücher im Werte von Mk. 522.179.28 an -Volksbibliotheken verteilt. - -Die Auflage der von der Stiftung herausgegebenen Sammlungen -„Hausbücherei“ und „Volksbücher“ betrug bis Ende 1911: - -=über 1½ Millionen Exemplare.= - -Abzüge des +Werbeblatts+, des letzten Jahresberichts, auch des -Aufrufs und der Satzungen usw. werden von der Kanzlei der Deutschen -Dichter-Gedächtnis-Stiftung in Hamburg-Großborstel gern unentgeltlich -übersandt. - -Die Stiftung erbittet jährliche oder einmalige Beiträge. +Für -Beiträge von 2 Mk+. an gewährt die Stiftung durch Übersendung eines -Einzelbandes ihrer „Hausbücherei“ oder „Volksbücher“ Gegenleistung. - - -Gute billige Bücher - -(zum Teil künstlerisch illustriert, für die Jugend besonders geeignete -Bücher sind mit * versehen). - -Bisher sind erschienen: - - -Hausbücherei - -(gebunden, jeder Band in sich abgeschlossen 1 Mark, Vorzugspreis für 11 -Bände -- beliebig gemischt -- nur 10 Mark) - -* Bd. 1. +Heinrich von Kleist:+ =Michael Kohlhaas.= Mit Bild Kleists. -7 Vollbilder von Ernst Liebermann. Einleitung von Dr. Ernst Schultze. -11.-20. _Taus._ - -* Bd. 2. +Goethe:+ =Götz von Berlichingen.= Mit Bild =Goethes=. -Einleitung v. Dr. W. Bode. 11.-15. _Taus._ - -* Bd. 3. =Deutsche Humoristen Band 1:= Ausgew. humor. Erzählungen v. P. -Rosegger, W. Raabe, Fr. Reuter und A. Roderich. 46.-55. _Taus._ - -Bd. 4. =Deutsche Humoristen Band 2:= Cl. Brentano, E. Th. A. Hoffmann, -H. Zschokke. 26.-35. _Taus._ - -Bd. 5. =Deutsche Humoristen Band 3:= Hans Hoffmann, Otto Ernst, Max -Eyth, Helene Böhlau. 36.-45. _T._ - -Bd. 6/7. =Balladenbuch Band 1:= Neuere Dichter. 21.30. _T._ - -Bd. 8. +Herm. Kurz:+ =Der Weihnachtsfund.= Eine Volkserzählung. Mit -Bild Kurz’. Einleitung v. Prof. Sulger-Gebing. 11.-15. _Taus._ - -Bd. 9. =Novellenbuch Band 1:= C. F. Meyer, E. v. Wildenbruch, Fr. -Spielhagen, Detl. v. Liliencron. 26.-35. _Taus._ - -Bd. 10. =Dorfgeschichten= (+Novellenbuch+ Band 2): E. Wichert, H. -Sohnrey, W. v. Polenz, R. Greinz. 16.-25. _T._ - -Bd. 11. +Schiller:+ =Philosophische Gedichte.= Ausgew. u. eingel. v. -Prof. E. Kühnemann. Mit Bild Schillers 6.-10. _T._ - -Bd. 12/13. +Schiller:+ =Briefe.= Ausgew. und eingel. von Prof. E. -Kühnemann. Mit 2 Bildern Schillers. 2 Bände in 1 Bande. 6.-10. _Taus._ - -Bd. 14. =Geschichten aus deutscher Vorzeit= (+Novellenbuch+ Band 3): A. -Schmitthenner, J. J. David, W. Hauff. 11.-20. _Taus._ - -* Bd. 15. =Seegeschichten= (+Novellenbuch+ Band 4): Joachim Nettelbeck, -W. Hauff, Hans Hoffmann, W. Jensen, Wilh. Poeck, Johs. Wilda. 21.-30. -_Taus._ - -Bd. 16. =Auswahl aus den Dichtungen Eduard Mörikes.= Herausgeg. u. -eingel. v. Dr. J. Loewenberg-Hamburg. Mit Bild u. Silhouette Mörikes. -11.-20. _Taus._ - -Bd. 17. =Heine-Buch.= Eine Auswahl aus Heinrich Heines Dichtungen. -Herausgeg. und eingel. von Otto Ernst-Hamburg. Mit Bild Heines. 6.-10. -_Taus._ - -Bd. 18/19. =Goethes ausgewählte Briefe.= Herausgeg. u. eingel. v. Dr. -Wilh. Bode-Weimar. Mit Bildern Goethes. 2 Bände. 11.-15. _Taus._ - -* Bd. 20/21. =Deutsches Weihnachtsbuch.= Eine Sammlung der schönsten und -beliebtesten Weihnachtsdichtungen in Poesie u. Prosa. 21.-30. _Taus._ - -Bd. 22. =Frauennovellen= (+Novellenbuch+ Band 5): Cl. Viebig, L. v. -Strauß u. Torney, Lou Andreas-Salomé, M. R. Fischer. 21.-30. _Taus._ - -Bd. 23. =Kindheitsgeschichten= (+Novellenbuch+ Band 6): A. -Schmitthenner, H. Aeckerle, M. Lienert, M. v. Rentz, Hans Land, A. -Bayersdorfer, Ch. Niese, Th. Mann. 11.-20. _Taus._ - -* Bd. 24. =Kriegsgeschichten= (+Novellenbuch+ Band 7): Carl Beyer, H. -v. Keist, W. v. Conrady, M. v. La Roche, D. v. Liliencron, Th. Fontane -11.-20. _Taus._ - -* Bd. 25/26. =Balladenbuch Band 2:= Ältere Dichter. 6.-10. _T._ - -* Bd. 27. +Karl Immermann:+ =Preußische Jugend zur Zeit Napoleons.= -Herausgeg. u. eingeleitet von Dr. Wilhelm Bode-Weimar. Mit Bild -Immermanns und 3 Bildern Magdeburgs. 11.-20. _Taus._ - -Bd. 28. =Martin Luther als deutscher Klassiker=, nebst einer Einführung -von _Dr._ Eugen Lessing. Mit Bild Luthers. 11.-20. _Taus._ - -Bd. 29/30. =Deutsche Humoristen Band 4/5.= (Humoristische Gedichte.) -11.-20. _Taus._ - -Bd. 31. =Deutsche Humoristen Band 6=: E. Th. A. Hoffmann, B. v. Arnim, -Fr. Th. Vischer, A. Bayersdorfer, Henry F. Urban, Ludw. Thoma. 11.-20. -_Taus._ - -* Bd. 32. +Max Eyth+: =Geld und Erfahrung= (humoristische Erzählung). -Mit Original-Illustrationen von Th. Herrmann und Einleitung von Dr. E. -Müller-Rastatt, Hamburg. 6.-10. _Taus._ - -* Bd. 33. +Ludwig Uhland+: =Ausgewählte Balladen und Romanzen.= Mit -Illustrationen von H. Schroedter, Karlsruhe. 6.-10. _Taus._ - -Bd. 34. +J. J. David+: =Mährische Dorfgeschichten.= Ruzena Capek. -Cyrill Wallenta. Mit Einleitung von A. v. Weilen und Bild Davids. -6.-10. _Taus._ - -* Bd. 35. +Ludwig Finckh+: =Rapunzel.= Mit Bild L. Finckhs und -Einleitung von M. Lang. 11.-20. _Taus._ - -Bd. 36. +Grethe Auer+: =Marraksch.= (6 Jahre in Marokko.) Mit Bild Gr. -Auers u. Einl. von _Dr._ H. Bloesch. 6.-10. _T._ - -Bd. 37. +Ernst Wichert+: =Die Schwestern.= Illustriert. - -Bd. 38. =Musikergeschichten=: K. Söhle, R. H. Bartsch, W. Schmidtbonn, -E. v. Wolzogen. - -Bd. 39. +Emil Ertl+: =Der Salto mortale und andere Geschichten.= -Illustriert. - - -Vorzugsausgaben - -+in prächtigem, biegsamem Einband+ mit Goldschnitt sind +zum Preise von -je 4 Mark+ hergestellt von: - - Bd. 6/7 (rot, Ganzleder) - Bd. 12/13 (grün, Ganzleder) - Bd. 18/19 (grau, Ganzleder) - Bd. 20/21 (weiß, Dermatoid) - Bd. 25/26 (rot, Ganzleder) - Bd. 29/30 (rot, Ganzleder). - Bd. 38 (rot, Ganzleder) M. 3.-- - Bd. 39 (lila Lein. m. Gold) M. 2.-- - - -Volksbücher (zum Teil illustriert) - -* Heft 1. 50 Ged. v. +Goethe+. Geh. 20, geb. 50 Pf. 11.-20. _T._ - -* Heft 2. +Schiller+: Tell. 21.-30. _T._ Geh. 30, geb. 60 Pf. - -* Heft 3. +Schiller+: Balladen. 36.-40. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -* Heft 4. +Schiller+: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Geh. 30, -geb. 60 Pf. 11.-20. _T._ - -* Heft 5. +Schiller+: Wallensteins Tod. Geh. 30, geb. 60 Pf. 11.-20. -_T._ - -_Heft 4 u. 5 in einen Band gebunden 1 Mark. 11.-20. _T._ - -Heft 6. +Brentano+: Die Geschichte vom braven Kasperl u. dem schönen -Annerl. Ill. v. W. Schulz. Geh. 15, geb. 40 Pf. 11.-20. _T._ - -Heft 7. E. Th. A. +Hoffmann+: Das Fräulein von Scuderi. Illustr. Geh. -20, geb. 50 Pf. - -Heft 8. +Fr. Halm+: Die Marzipanliese. Die Freundinnen. Ill. Geh. 20, -geb. 50 Pf. 11.-20. _T._ - -* Heft 9. +Fritz Reuter+: Woans ick tau ’ne Fru kamm. Geh. 15, geb. 40 -Pf. 11.-20. _T._ - -* Heft 10. +Max Eyth+: Der blinde Passagier. Ill. v. Th. Herrmann. -21.-30. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -Heft 11. +Marie von Ebner-Eschenbach+: Die Freiherren v. Gemperlein. -Illustr. 21.-30. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -Heft 12. +Wilhelm Jensen+: Über der Heide. 11.-20. _T._ Geh. 25, geb. -55 Pf. - -* Heft 13. +Ernst Wichert+: Der Wilddieb. Geh. 30, geb. 60 Pf. 11.-20. -_T._ - -Heft 14. +Levin Schücking+: Die drei Großmächte. Illustr. Geh. 25, geb. -55 Pf. 11.-20. _T._ - -Heft 15. +Ludwig Anzengruber+: Der Erbonkel u. andere Geschichten. -11.-20. _T._ Geh. 25, geb. 55 Pf. - -Heft 16. +Helene Böhlau+: Kußwirkungen. 11.-20. _T._ Geh. 20, geb. 50 -Pf. - -Heft 17. +Ilse Frapan-Akunian+: Die Last. 11.-20. _T._ Geh. 25, geb. 55 -Pf. - -Heft 18. H. v. +Kleist+: Die Verlobung in St. Domingo. Das Erdbeben in -Chili. Der Zweikampf. 11.-20. _T._ Geh. 30, geb. 60 Pf. - -Heft 19. +Peter Rosegger+: Der Adlerwirt von Kirchbrunn. Geh. 30, geb. -60 Pf. 21.-30. _T._ - -Heft 20. +Ernst Zahn+: Die Mutter. 11.-20. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -* Heft 21. +E.J. Groth+: Die Kuhhaut (Humoreske). Mit Illustr. Geh. 15, -geb. 40 Pf. 11.-20. _T._ - -* Heft 22. +A. Schmitthenner+: Die Frühglocke. Mit Illustr. v. Wilh. -Schulz. 11.-20. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -* Heft 23. +G. Freytag+: Karl d. Große. -- Friedrich Barbarossa. -Minnesang und Minnedienst zur Hohenstaufenzeit. 11.-20. _T._ Geh. 25, -geb. 55 Pf. - -Heft 24. +Fr. Spielhagen+: Hans und Grete. Mit Illustr. 11.-20. _T._ -Geh. 40, geb. 75 Pf. - -Heft 25. +St. v. Kotze+: Geschichten a. Australien. 11.-20. _T._ Geh. -25, geb. 55 Pf. - -Heft 26. +Paul Heyse+: Andrea Delfin. 11.-20. _T._ Geh. 30, geb. 60 Pf. - -* Heft 27. +H. Villinger+: Leodegar, der Hirtenschüler. Mit Ill. -11.-20. _T._ Geh. 20, geb. 50 Pf. - -* Heft 28. +Otto Ludwig+: Aus dem Regen in die Traufe. Ill. 11.-20. -_T._ Geh. 25, geb. 55 Pf. - -Heft 29. +Richard Huldschiner+: Fegefeuer. Mit Buchschmuck. 11.-20. -_T._ Geh. 70 Pf., geb. 1 M. - -Heft 30. +Franz Grillparzer+: Weh dem, der lügt! Geh. 25, geb. 55 Pf. -11.-20. _T._ - -* Heft 31. +Paula Dehmel+: Märchenbüchlein. Mit 2 bunten Voll- u. 4 -Halb-Bildern. Geh. 30, geb. 70 Pf. - -Heft 32. +Auguste Supper+: Die Hexe von Steinbronn. Ill. Geh. 10, geb. -40 Pf. - -Heft 33. +Adolf Wilbrandt+: Der Mitschuldige. Ill. Geh. 30, geb. 70 Pf. - -* +Schillerbuch+, enth. Einleitung über Schillers Leben, die Glocke, -Balladen, Tell. Mit Bild Schillers. 346 S. 21.-30. _T._ Geb. 1 M. - -Druck von Grimme & Trömel in Leipzig. - - - - -Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung Hamburg-Großborstel. - - - +Zweck+ der Stiftung ist, „hervorragenden Dichtern durch - Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des deutschen Volkes - zu setzen“. Über +Zweck+ und +Tätigkeit+ der Stiftung gibt das - Werbeblatt genauere Auskunft, das auf Wunsch in jeder beliebigen - Anzahl von Exemplaren (unberechnet und portofrei) zur Verfügung - steht. Auch das Verzeichnis der von der Stiftung veröffentlichten - Bücher wird auf Wunsch in jeder beliebigen Anzahl unentgeltlich und - portofrei versandt. - - Für einen +Jahresbeitrag von 2 Mark aufwärts+ (oder einen - einmaligen Beitrag von 20 Mark aufwärts) gibt die Stiftung einen - Einzelband ihrer „Hausbücherei“ oder ihrer „Volksbücher“ als - Gegenleistung. - - +Mitglieder+ erhalten alle bestellten Bücher von der Kanzlei der - Stiftung +portofrei+. - - Das +Geschäftsjahr+ der Stiftung läuft vom 1. Januar bis zum 31. - Dezember. - - +Zuschriften+ werden in der Regel unpersönlich erbeten -- nur - mit der Aufschrift: Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung, - Hamburg-Großborstel. Erwünscht ist Angabe der Abteilung, an die der - Brief gerichtet ist. - - +Telegramm-Adresse+ nur: Dichterstiftung Großborstel. - - +Zahlungen+ werden erbeten an die Deutsche - Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg-Großborstel -- oder durch - Banküberweisung an die Hamburger Filiale der Deutschen Bank, - Depositenkasse H -- oder an Postscheck-Konto Hamburg 737 -- oder an - Konto Nr. 859.112 der k. k. Postsparkasse, Wien. - -Besondere Wünsche der Stiftung an ihre Freunde: - - 1. +Werbung von Mitgliedern+, wofür das Werbeblatt (s. oben) zur - Verfügung steht. Auch Zeichnungslisten (für mehrere Personen) - übersenden wir gern. - - 2. +Angabe von Adressen+, an die sich die Stiftung mit der Bitte um - einen Beitrag wenden könnte. - - 3. +Schaffung von Ortsgruppen und Frauengruppen+ (besonders auch - Damen als Vorsteherinnen erwünscht). - - 4. +Schenkung von Büchern+ zur Vervollständigung der Bibliothek der - Stiftung. - -[Illustration] - - -Druck von Grimme & Trömel in Leipzig. - - - - -Fußnoten: - -[1] Wie ich zu einer Frau kam. - -[2] Hochzeit. - -[3] hat’s ein Ende. - -[4] mußt du sie gewöhnen. - -[5] mittlerweile. - -[6] alter Knabe. - -[7] gespült. - -[8] Kopf. - -[9] manchmal. - -[10] weichen Pfühl. - -[11] gelegt. - -[12] Erbsenstroh. - -[13] älter. - -[14] gefiel. - -[15] gut. - -[16] zwanziger Jahren. - -[17] gelbe Wurzeln ißt. - -[18] verschmäht. - -[19] Alter. - -[20] Gänsebraten. - -[21] die Leute sagten. - -[22] Freien. - -[23] ging. - -[24] wie der Fuchs. - -[25] Gänsebucht. - -[26] haben möchtest. - -[27] kommst. - -[28] da wohl auch. - -[29] erst. - -[30] aufgeladen. - -[31] dann. - -[32] wieder heraus. - -[33] Schweins- und Hammelbraten. - -[34] Stube. - -[35] aussah. - -[36] lieb. - -[37] -erde. - -[38] ersten. - -[39] Knopf. - -[40] abriß. - -[41] saß. - -[42] zwischen Baum und Rinde, d. h. in einer mißlichen Lage. - -[43] fingen schon an. - -[44] greis, grau. - -[45] wachsen. - -[46] da stehe. - -[47] Ofen. - -[48] Pfeife. - -[49] angesteckt. - -[50] gucke. - -[51] ins Wetter. - -[52] Schnee. - -[53] vom leisen Herabfallen des Regens und Schnees gebraucht. - -[54] sanft vom Himmel nieder. - -[55] draußen. - -[56] hören. - -[57] bloß. - -[58] in der Ferne. - -[59] Schlitten. - -[60] zu Mute. - -[61] Fensterscheiben (Rauten). - -[62] zieht (ruckweise). - -[63] Schuster. - -[64] voll Holz. - -[65] Tür. - -[66] oben. - -[67] liegt. - -[68] grün. - -[69] sage. - -[70] Paar Stiefel. - -[71] machen. - -[72] fährt, karrt. - -[73] Leichdörner. - -[74] lasse. - -[75] Kerl. - -[76] Weile. - -[77] schaudert. - -[78] sage. - -[79] Schnupfen. - -[80] tüchtig. - -[81] entzwei. - -[82] Wolle. - -[83] Boden. - -[84] geht. - -[85] bis. - -[86] dunkel. - -[87] Feuerzeug. - -[88] finden. - -[89] gefunden. - -[90] Docht. - -[91] Zug. - -[92] Nase. - -[93] aufgegossen. - -[94] Umständen. - -[95] gleich. - -[96] ausschelten. - -[97] sollte ich tun. - -[98] guckte. - -[99] sehen konnte. - -[100] zugezogen. - -[101] verstand. - -[102] Zeit. - -[103] unordentlich angebunden. - -[104] sahen aus wie. - -[105] unten nichts und oben nichts. - -[106] abgerissen. - -[107] fragten. - -[108] trocknen ließe. - -[109] machte. - -[110] wollte leben. - -[111] ohne. - -[112] im Leibe. - -[113] gehe über die Straße. - -[114] warte. - -[115] sollst. - -[116] Zopf machen. - -[117] kam. - -[118] stand. - -[119] Tannenbaum. - -[120] Dim. und Koseform von Karl und Christian. - -[121] Flöte. - -[122] dazu. - -[123] Kreischen. - -[124] kleines Mariechen. - -[125] Händen. - -[126] Schoß. - -[127] gangbar, d. h. im Stande, zu gehen. - -[128] bei Seite gesetzt. - -[129] Schürze. - -[130] vorgebunden. - -[131] sonntägliches Tuch. - -[132] umgeschlagen. - -[133] Kinder. - -[134] Pfeffernüsse. - -[135] allzusehr. - -[136] beizu, vorbei fuhr. - -[137] Ende. - -[138] Werkstatt. - -[139] Pantoffeln. - -[140] angezogen. - -[141] zeugte, spendierte sich. - -[142] Krug. - -[143] konnte. - -[144] Schelten. - -[145] kommen. - -[146] hätte. - -[147] zusehen wollen. - -[148] bedeuten. - -[149] gewiesen, gezeigt. - -[150] Äpfel. - -[151] Kränze von Bohnen und Hagebutten. - -[152] sieben. - -[153] -puppen. - -[154] hing. - -[155] ist leicht angegriffene, stark begehrte Ware. - -[156] durchgebracht. - -[157] bis. - -[158] Pferd. - -[159] abgebissen. - -[160] gab. - -[161] setzte. - -[162] drohte. - -[163] Kopfschmerzen. - -[164] wies und ausdeutete. - -[165] in Semmelteig ausgeknetet. - -[166] gelb angemalt. - -[167] -eltern. - -[168] blasen. - -[169] der alte Rademacher. - -[170] stumpf. - -[171] kleiner Handbohrer. - -[172] pfiff und knirschte. - -[173] ginge. - -[174] mochte. - -[175] vermutete. - -[176] Schwefelhölzer. - -[177] ich habe. - -[178] weiß. - -[179] half. - -[180] nasse Füße. - -[181] fertig. - -[182] warten Sie nur. - -[183] soll herüber kommen. - -[184] kochen. - -[185] geschah. - -[186] aber. - -[187] nächsten 14 Tagen. - -[188] vorgegangen. - -[189] erzählen. - -[190] lag. - -[191] Traum. - -[192] leuchtete. - -[193] ausreckte. - -[194] zerrissenen. - -[195] ohne Boden (Sohle). - -[196] standen zwischen. - -[197] Weinachts-. - -[198] tausend. - -[199] Augen. - -[200] dann rief. - -[201] laßt. - -[202] bei Eurem Vater. - -[203] trieben. - -[204] zurück. - -[205] Ohren. - -[206] Stiefelmachen. - -[207] gelten. - -[208] dann fing. - -[209] Topf. - -[210] oberhalb meines Kopfes, am Kopfende. - -[211] breites. - -[212] lief. - -[213] steckten. - -[214] Zunge. - -[215] griff. - -[216] zog. - -[217] statt. - -[218] zu meinen Füßen, am Fußende. - -[219] da sägten. - -[220] zwei. - -[221] Holz. - -[222] feines. - -[223] in eichenen Knorren. - -[224] gesägt. - -[225] auf und nieder. - -[226] stände. - -[227] Erdbeere. - -[228] grün. - -[229] Holz, Gehölz. - -[230] genauer zusah. - -[231] meines Onkels. - -[232] rote Nase. - -[233] guckte. - -[234] Fußsack. - -[235] gewirkt, gearbeitet. - -[236] käme. - -[237] aus dem Dunkel. - -[238] wäre. - -[239] -stuhl. - -[240] groß. - -[241] bis. - -[242] schnarchte. - -[243] erst hörte. - -[244] zuletzt ermunterte. - -[245] rieb. - -[246] wie der alte Nachbar. - -[247] 22jährig. - -[248] Vorbei-, Handpferd. - -[249] Fohlen, Füllen. - -[250] schon wieder. - -[251] zurecht legte. - -[252] weiter. - -[253] wahr. - -[254] geträumt. - -[255] Teil. - -[256] Schnack. - -[257] liege. - -[258] weiß. - -[259] kroch. - -[260] nahm. - -[261] leuchtete. - -[262] glaube. - -[263] Aussehen. - -[264] Koseform von Junge. - -[265] streichelte. - -[266] nachgerade. - -[267] sein lassen. - -[268] zweimal. - -[269] gefahren. - -[270] bischen. - -[271] eingedruselt. - -[272] versprach. - -[273] besser. - -[274] zu Ende. - -[275] mürbe. - -[276] hinfällig (gliederweich). - -[277] regen, rühren. - -[278] aufschlug. - -[279] Löffel. - -[280] futterte. - -[281] pfropfte. - -[282] steif. - -[283] wie Buchbinder-Kleister. - -[284] Essen Sie. - -[285] gutmütig. - -[286] mochte wollen. - -[287] Wurst. - -[288] Stunden. - -[289] zusammen. - -[290] erzählte. - -[291] dreizehn. - -[292] Husarenzucht. - -[293] anlegen sollen. - -[294] sieh. - -[295] heißt. - -[296] gut. - -[297] ziehst. - -[298] sollte. - -[299] warten. - -[300] viel. - -[301] Pflege. - -[302] däucht. - -[303] fiel. - -[304] Wort. - -[305] genug. - -[306] gepflegt. - -[307] selbst. - -[308] Dein Möglichstes getan. - -[309] fragt. - -[310] wissen tue, d. h. ich weiß. - -[311] stattlich. - -[312] blinzelt. - -[313] weiter. - -[314] wieder. - -[315] draußen vor dem Tor. - -[316] Mühle. - -[317] hinzu. - -[318] zwischen drei und vier. - -[319] freiest. - -[320] fällt Dir ein. - -[321] fahre ich auf. - -[322] Ereifere. - -[323] Wittfrau, Witwe. - -[324] hinzu, gegen 5 Uhr. - -[325] heizt, brennt -- an. - -[326] rauchen. - -[327] wie die Backöfen. - -[328] neugierig. - -[329] stand auf. - -[330] blinzelnd. - -[331] gucken. - -[332] gesehen. - -[333] geredet. - -[334] drehe mich um. - -[335] darum. - -[336] muß. - -[337] Schwestersohnes Braut. - -[338] weit. - -[339] weiter zurück. - -[340] hinter. - -[341] guckte. - -[342] weil. - -[343] herunter hing. - -[344] reiße. - -[345] tat. - -[346] schlug. - -[347] Zug. - -[348] Bettstelle. - -[349] zusammenziehen wollte. - -[350] vorbei. - -[351] sah. - -[352] angeguckt. - -[353] das dicke Ende, die Hauptsache. - -[354] kommt nach. - -[355] mehrere Tugenden. - -[356] herumgebunden. - -[357] Kleidern. - -[358] Straße. - -[359] paar. - -[360] im Munde. - -[361] schiefe. - -[362] Fußzeug. - -[363] in Ordnung. - -[364] Frauensleuten. - -[365] Pferden. - -[366] zuerst. - -[367] Gangwerk. - -[368] ordentlich. - -[369] Fußzeug. - -[370] Fleiß. - -[371] Reinlichkeit. - -[372] rechnen. - -[373] lasse. - -[374] spielst einen schönen Zwickel, d. h. siehst niedlich aus. - -[375] drehst wohl ein bißchen. - -[376] dafür. - -[377] Frauenzimmer. - -[378] unschuldiges Gespräch. - -[379] zurück. - -[380] Baum. - -[381] tue. - -[382] Pfeifengeschirr. - -[383] etwa 5 Schritt. - -[384] da ziehe. - -[385] reiße. - -[386] Taler. - -[387] klein. - -[388] merkst. - -[389] gefroren. - -[390] Fußsteig. - -[391] nieder. - -[392] pustete, keuchte. - -[393] höllisch, sehr sauer. - -[394] dies sah. - -[395] helfen. - -[396] wollte ich nur. - -[397] kamen. - -[398] Unterhaltung. - -[399] Bedeutung. - -[400] kennte. - -[401] liefest. - -[402] auf und nieder. - -[403] gelb-grau. - -[404] Hut. - -[405] Überzieher. - -[406] Haare. - -[407] ältlich. - -[408] Kleidung. - -[409] sprang. - -[410] in die Höhe. - -[411] feuerrot. - -[412] laut, aus vollem Halse. - -[413] Schnack. - -[414] Leuten. - -[415] lieber. - -[416] zu Hause bleiben. - -[417] gerne wissen. - -[418] sprichwörtlich: raucht, stark dampfend, wie der mit Buschholz -geheizte Backofen der kleinen Leute. - -[419] Sache. - -[420] wie käme der dazu. - -[421] Advokat. - -[422] riet. - -[423] raten. - -[424] schien. - -[425] Art. - -[426] dabei. - -[427] gekriegt. - -[428] zugleich. - -[429] dann. - -[430] leiden. - -[431] über und über. - -[432] nieder. - -[433] nestelte, knüpfte. - -[434] Hut. - -[435] wieder in die Höhe. - -[436] guckte. - -[437] oben herab. - -[438] halben Wendung. - -[439] Art. - -[440] vorlegen wollte. - -[441] d. h. zu stande. - -[442] beiße. - -[443] Knopf. - -[444] bloß. - -[445] kochen. - -[446] dann. - -[447] zu Euch ziehen. - -[448] Bursche. - -[449] ernsthaft. - -[450] Freierei, Verheiratung. - -[451] Teil. - -[452] närrischer. - -[453] nächsten Tagen. - -[454] stümperhaft ausgehen. - -[455] gênant. - -[456] zu Eise. - -[457] Schlittschuhlaufen. - -[458] Schlittenfahren. - -[459] Bude. - -[460] Branntwein. - -[461] verkauft. - -[462] wie. - -[463] Kuchen. - -[464] fordert. - -[465] fällt. - -[466] trank lieber. - -[467] heißt. - -[468] Kinder. - -[469] ohne. - -[470] Berg. - -[471] grünem Schleier. - -[472] drin saß. - -[473] beugte. - -[474] Leib. - -[475] vor- und hintenüber. - -[476] Kreuz. - -[477] sonderbar, possierlich. - -[478] Eis. - -[479] Balance. - -[480] greifen. - -[481] schlägt. - -[482] zurück. - -[483] süßen Augentrost. - -[484] zu Mute. - -[485] Maulschellen. - -[486] gegeben. - -[487] weiß. - -[488] der Alte. - -[489] verdirbt. - -[490] Freierei. - -[491] bis in den groben Grund, d. h. gründlich. - -[492] ärgerlich. - -[493] gräme, ärgere mich im stillen. - -[494] Tür. - -[495] mache. - -[496] Bruder. - -[497] die Tageszeit geboten, d. h. gegrüßt habe. - -[498] aber. - -[499] sah so sauer aus. - -[500] wie ein gesalzener Hering. - -[501] gelegt. - -[502] kurzweg. - -[503] setzte hinzu. - -[504] nicht wohl. - -[505] munter, schelmisch. - -[506] schier, rein. - -[507] Hafer. - -[508] gestanden. - -[509] wie. - -[510] Traum. - -[511] guckt. - -[512] scharf. - -[513] fein. - -[514] Rahm, Sahne. - -[515] Milch. - -[516] begnügen. - -[517] geschrieben. - -[518] Verkehr. - -[519] reißt. - -[520] schmeißt. - -[521] Mädchen. - -[522] feierlich. - -[523] unterschreiben. - -[524] zuerst. - -[525] dann schmiß. - -[526] laut auf. - -[527] gut 20 Jahre. - -[528] älter. - -[529] traute. - -[530] Courage. - -[531] schon ausging. - -[532] weiter. - -[533] kriegte es. - -[534] Herz. - -[535] breit genug. - -[536] verzog. - -[537] die Lache. - -[538] blieb unterwegs hängen. - -[539] Spiegel. - -[540] ins Ende, in die Höhe. - -[541] auf und nieder. - -[542] schlecht. - -[543] schlug. - -[544] er tut’s. - -[545] kapabel. - -[546] aus mancherlei Ursache. - -[547] Schelte. - -[548] spielte L’hombre. - -[549] leiden. - -[550] spielte. - -[551] verlor. - -[552] dann wieder. - -[553] abkaufen lassen. - -[554] nahm den Mohren. - -[555] Codille. - -[556] verdrießlich. - -[557] nach Hause. - -[558] legte mich nieder. - -[559] wollte schlafen. - -[560] konnte. - -[561] süß. - -[562] angetan. - -[563] fiel. - -[564] Leben. - -[565] nur zu. - -[566] Fragezeichen. - -[567] ausdeutete. - -[568] hieß. - -[569] besser. - -[570] selbst. - -[571] sah ich ein. - -[572] graue. - -[573] kalte. - -[574] schien. - -[575] Knochen. - -[576] schauerte, gruselte. - -[577] was sein muß. - -[578] kaufen. - -[579] Paar. - -[580] feinen, gelben Handschuhen. - -[581] Advokaten. - -[582] tragen. - -[583] bedeuten wollen. - -[584] Gegen elf (Uhr). - -[585] steckte (stak). - -[586] schwarz. - -[587] Leibrock. - -[588] neuen. - -[589] ehe. - -[590] Hut aufsetzte. - -[591] geglaubt. - -[592] schmiß. - -[593] bleiben. - -[594] Pantoffeln. - -[595] standen. - -[596] ihr werdet euch. - -[597] wundern. - -[598] binnen kurzem. - -[599] kleine. - -[600] zum Besuch kommen. - -[601] die Straße hinab. - -[602] komme. - -[603] erst. - -[604] Frieden. - -[605] klopfte. - -[606] schon viel gesehen. - -[607] Kerl. - -[608] Feuer fraß. - -[609] Hechelheede = Werg. - -[610] seidenen. - -[611] blau. - -[612] niemals. - -[613] kriegte. - -[614] da stand. - -[615] in demselben Aufzug. - -[616] bloß. - -[617] grüner Jagdrock (Frack). - -[618] Hirschleder. - -[619] Schafleder. - -[620] weißer Schnurrbart. - -[621] klare Eiszapfen. - -[622] niederhing. - -[623] nach oben. - -[624] aufgeschwänzt. - -[625] Couleuren. - -[626] rief. - -[627] rollte. - -[628] erschrak. - -[629] rufe. - -[630] ja nur. - -[631] gekommen. - -[632] fest. - -[633] solltest. - -[634] lieber alter. - -[635] wolltest. - -[636] bißchen erschrecken. - -[637] weiß. - -[638] -zeiten. - -[639] stößt, rüttelt. - -[640] zusammen. - -[641] rafft, richtet ihn auf. - -[642] denn dann. - -[643] Schimpf, Scham. - -[644] Spiel. - -[645] Bogen. - -[646] Kniff, Knautsch. - -[647] kniff. - -[648] Faust. - -[649] dann. - -[650] mehr. - -[651] holte. - -[652] wie. - -[653] Setze. - -[654] Stuhl. - -[655] knüpft. - -[656] Stege. - -[657] Fußfall. - -[658] gehört. - -[659] niemals selbst durchgemacht. - -[660] auf Bildern. - -[661] warte. - -[662] unter die Arme greifen. - -[663] dabei riß. - -[664] Kommode. - -[665] kramte. - -[666] Auszug, Schublade. - -[667] da kam. - -[668] Stammbuch. - -[669] geschah. - -[670] anrührte. - -[671] dann zog. - -[672] Zeug. - -[673] tief. - -[674] hielt. - -[675] mit schwarzen Kreuzen. - -[676] weichmütig. - -[677] viel. - -[678] einer. - -[679] Christian. - -[680] Schneider. - -[681] Sohn. - -[682] meinen Eltern. - -[683] Haus an Haus. - -[684] wohnte. - -[685] Torschreiber. - -[686] Parchim, meckl. Stadt. - -[687] sein. - -[688] läßt. - -[689] besuchen. - -[690] diesmal. - -[691] heraus geholt. - -[692] suche. - -[693] lerne ihn auswendig. - -[694] darin stehen welche. - -[695] beten. - -[696] dann. - -[697] auf Erden. - -[698] finden. - -[699] blätterte. - -[700] tue. - -[701] wie es mir ums Herz ist. - -[702] heute. - -[703] auch gut. - -[704] mache nun auch. - -[705] umdrehte. - -[706] weiße. - -[707] halbe Elle. - -[708] gab. - -[709] stopfte. - -[710] Ende. - -[711] unter das Halstuch. - -[712] Haustür. - -[713] da hustete. - -[714] über. - -[715] hinauf guckte. - -[716] lag. - -[717] halb (geöffnet). - -[718] blinzelte. - -[719] Straße. - -[720] wehte. - -[721] die Leute möchten merken. - -[722] zwischen. - -[723] erzählen. - -[724] hüten. - -[725] unter 100. - -[726] machen 99. - -[727] Bräutigams. - -[728] gebe. - -[729] Sache übernehmen. - -[730] klüger. - -[731] nach etwa 1½ Stunden. - -[732] bis unter. - -[733] Hutkopf. - -[734] darnach ausgesehen. - -[735] töricht. - -[736] angewöhnt. - -[737] selbst. - -[738] schnacken. - -[739] herunter. - -[740] gingen. - -[741] scharf nachguckten. - -[742] wie meine Hände. - -[743] etwa drei Ruten. - -[744] ab, entfernt. - -[745] stürzte. - -[746] fiel. - -[747] hinter. - -[748] gestanden. - -[749] gelauert. - -[750] rief. - -[751] halte dein Maul. - -[752] wann ehe. - -[753] schweige. - -[754] faßte. - -[755] zog. - -[756] da konnte. - -[757] halten. - -[758] spielte. - -[759] Herz. - -[760] Solo-Couleur (beim Kartenspiel). - -[761] leuchteten. - -[762] Augen. - -[763] Trümpfe. - -[764] wies. - -[765] Daumen. - -[766] Schulter. - -[767] sehen Sie da. - -[768] wissen. - -[769] wieder genug. - -[770] guckte. - -[771] quer, von der Seite. - -[772] wiese, zeigte. - -[773] schwarz. - -[774] niedersetzen. - -[775] erzählen. - -[776] aus, zu Ende erzählt. - -[777] wie der Himmel. - -[778] in der Heuernte. - -[779] Sonne scheinen. - -[780] regnen. - -[781] lassen soll. - -[782] Teil. - -[783] besser gemacht. - -[784] fragte dann. - -[785] bei welchem. - -[786] Fußfall. - -[787] angebracht. - -[788] gestehen. - -[789] zum Vorschein gekommen. - -[790] wohl zu speisen. - -[791] halte. - -[792] nachkommt. - -[793] beißt der Wolf, sprichw. - -[794] viel zu zeitig. - -[795] gekrähet. - -[796] Sache. - -[797] gehört. - -[798] Verlobung. - -[799] Kniee. - -[800] nächsten Tagen. - -[801] auseinander. - -[802] Zeit. - -[803] hüten. - -[804] tiefste. - -[805] muß. - -[806] Einer, man. - -[807] Jedem. - -[808] auf die Nase binden. - -[809] nun auch gerne. - -[810] glaube. - -[811] mit -- dazwischen laufen. - -[812] Possen. - -[813] treiben. - -[814] verdrießen. - -[815] Honigkuchen. - -[816] gehört. - -[817] ein klein bißchen. - -[818] Pfeffer. - -[819] zuerst. - -[820] Körnchen. - -[821] sah. - -[822] bei den Verwandten meiner Braut. - -[823] Zufriedenheit. - -[824] Fischkochen. - -[825] überzeugt. - -[826] sparte. - -[827] griff tief. - -[828] Honigtopf. - -[829] süß. - -[830] -monat. - -[831] viele Fliegen. - -[832] zu bergen wußte. - -[833] im Schwange. - -[834] zum Vergnügen. - -[835] brüden = necken, foppen. - -[836] ließ. - -[837] auf fünf. - -[838] schon. - -[839] greinte, lachte. - -[840] Straße. - -[841] beraten. - -[842] kam. - -[843] alten. - -[844] von dömeln = schwatzen, unbedeutende Sachen erzählen. - -[845] gleich vorgenommen. - -[846] Umständen. - -[847] aufgeben. - -[848] erstens, weil. - -[849] -art. - -[850] zusagte. - -[851] zweitens. - -[852] zuträglich hielt. - -[853] hin geriet. - -[854] leises Flüstern. - -[855] Anstoßen. - -[856] Ferne. - -[857] Nähe. - -[858] Zaunpfahl. - -[859] erzählten. - -[860] der, dieser. - -[861] gesagt. - -[862] der, jener. - -[863] Schäfer. - -[864] ärgerlich. - -[865] ob. - -[866] nur. - -[867] aus diesen Gründen. - -[868] dann machte. - -[869] lieb. - -[870] Pfeffermühle. - -[871] auf (offen). - -[872] stäubte. - -[873] kleine feine. - -[874] Nase. - -[875] Augen. - -[876] ob es so sollte. - -[877] wie. - -[878] wäre. - -[879] aufgewartet. - -[880] Zeug. - -[881] anbeträfe. - -[882] gäbe. - -[883] gut genug. - -[884] wie. - -[885] gehört hätte. - -[886] aufgefüttert, erzogen. - -[887] niemals. - -[888] kaltes Wasser. - -[889] Daune. - -[890] schon zu alt. - -[891] nächstens. - -[892] besuchen wollte. - -[893] tun. - -[894] dawider. - -[895] Spinnweben. - -[896] Boden, Zimmerdecke. - -[897] Staub. - -[898] Privat-Kehricht-Haufen. - -[899] angelegt. - -[900] verstauchen. - -[901] Feuer. - -[902] sonst. - -[903] gegangen. - -[904] dann setzte. - -[905] Ofenloch. - -[906] Kohlen. - -[907] glüheten. - -[908] Weberwitwe. - -[909] muß. - -[910] bei ihr. - -[911] tief. - -[912] wohnen. - -[913] Fleck, Stelle. - -[914] heiß. - -[915] fällt. - -[916] anpustet, anbläst. - -[917] ein bißchen. - -[918] anzuwärmem. - -[919] geschmissen. - -[920] toller, ärger. - -[921] Straße. - -[922] hörte. - -[923] schon von Ferne. - -[924] guckten. - -[925] Haustür. - -[926] Haufen. - -[927] zusammen gefunden. - -[928] Diele, Hausflur. - -[929] vorbei. - -[930] fährt. - -[931] Kürschnermeister. - -[932] d. h. die untere, gewöhnlich geschlossene Hälfte der zweiteiligen -Tür, wie sie besonders in kleinen Häusern üblich ist. - -[933] vier Buchstaben. - -[934] Rinnstein. - -[935] Nachbar Grün. - -[936] Kürschner. - -[937] Frauensleute. - -[938] Gevatter. - -[939] in die Höhe, auf. - -[940] weil. - -[941] anging. - -[942] gehe. - -[943] weiter. - -[944] närrisch. - -[945] erzähle. - -[946] saß. - -[947] weiter. - -[948] dann. - -[949] Bedeuten, Bedeutung. - -[950] heißt. - -[951] im Hause. - -[952] nachgeben. - -[953] gestanden. - -[954] gesessen. - -[955] verdrießlich. - -[956] von der Seite. - -[957] ins Auge gefaßt. - -[958] sieht. - -[959] gar nicht darnach aus. - -[960] möchte. - -[961] gerne. - -[962] glaube. - -[963] bleibt. - -[964] lieber drinnen. - -[965] den Teufel auch. - -[966] aber. - -[967] Schürzenband. - -[968] angebunden. - -[969] wie klein. - -[970] Hinterfleck, Hacken. - -[971] einer, man. - -[972] nachher. - -[973] gilt. - -[974] Scheffel. - -[975] gewöhnen. - -[976] darauf verlasse dich nur nicht. - -[977] Sprichwort. - -[978] etwas Neues. - -[979] machte. - -[980] Nutzanwendung. - -[981] lasse. - -[982] zu alt dazu. - -[983] folgst. - -[984] Lehrjahre. - -[985] Kloß-, Erdkloßtreter, scherzhaft für: Landmann. - -[986] durchgemacht. - -[987] wohnten. - -[988] dazumal. - -[989] zwei. - -[990] schier, schmuck. - -[991] Kerle. - -[992] hieß. - -[993] Wolf. - -[994] Dorf. - -[995] Kibitz. - -[996] Müller. - -[997] Pfiffikus. - -[998] verstand. - -[999] einfältig, beschränkt. - -[1000] Zeit. - -[1001] Gevatterin. - -[1002] schon gehört. - -[1003] des Schulzen. - -[1004] Sophie und Marie. - -[1005] d. h. 10. November. - -[1006] freiten. - -[1007] etwa: gelt! eigentl.: stehe. - -[1008] gebeten. - -[1009] wie heute. - -[1010] wie. - -[1011] Schreiber, Wirtschafter. - -[1012] Schleifkanne, hölzerner Deckelkrug. - -[1013] voll Doppelbier. - -[1014] ärgerlich, böse. - -[1015] im besten Einvernehmen. - -[1016] währte. - -[1017] schlägt. - -[1018] Krug, Wirtshaus. - -[1019] spielt. - -[1020] wieso. - -[1021] eigentl. vermietet. - -[1022] dann muß. - -[1023] Mieter. - -[1024] komme. - -[1025] Schweine geschlachtet. - -[1026] weißt. - -[1027] Schwarzsauer, in Blut gekochtes Schweinefleisch. - -[1028] Beweis geben. - -[1029] ruft. - -[1030] einmal. - -[1031] die große Schüssel. - -[1032] schmeiße. - -[1033] gleich. - -[1034] fährt. - -[1035] wie heute Morgen. - -[1036] Topf. - -[1037] geschieht. - -[1038] lasse Dir die Zeit. - -[1039] spät. - -[1040] zurück. - -[1041] Weise. - -[1042] eingesperrt. - -[1043] geschlagen (mit einem ‚Schacht’‘ = Prügel). - -[1044] Brautleute. - -[1045] da lauerte, sah. - -[1046] welchem. - -[1047] Zeug. - -[1048] hielte. - -[1049] fand. - -[1050] rotes seidenes Tuch. - -[1051] gab. - -[1052] gegessen. - -[1053] bißchen. - -[1054] Gänseschmalz. - -[1055] geschmiert. - -[1056] losfuhr. - -[1057] faßte. - -[1058] rund. - -[1059] hält. - -[1060] findest. - -[1061] niemals. - -[1062] gab, d. h. fand sich darein. - -[1063] Teterow, meckl. Stadt. - -[1064] gewann. - -[1065] dazu freute. - -[1066] da nahm. - -[1067] spielte. - -[1068] schmiß. - -[1069] weinen. - -[1070] laß sein. - -[1071] besser. - -[1072] entzwei gefallen. - -[1073] unser Leben. - -[1074] brach. - -[1075] Zähne. - -[1076] Herbstmarkt. - -[1077] neuen. - -[1078] wieder schenkst. - -[1079] geblieben. - -[1080] zufrieden. - -[1081] muß. - -[1082] Krüger, Wirt. - -[1083] komme heraus. - -[1084] draußen. - -[1085] trifft. - -[1086] _Adj._ von entzwei. - -[1087] Auge. - -[1088] erschrickt. - -[1089] schlecht. - -[1090] Erzählen. - -[1091] gut genug behalten. - -[1092] geholfen. - -[1093] helfen. - -[1094] Spiegel. - -[1095] Haare. - -[1096] Frau des Holländers, Milchmeiers. - -[1097] Kaffeeklatsch, Kaffeegesellschaft. - -[1098] zurecht. - -[1099] liegt. - -[1100] Haube. - -[1101] Waschschüssel. - -[1102] Seifenwasser. - -[1103] tue. - -[1104] ehe. - -[1105] präcavieren, vorsehen. - -[1106] fährt. - -[1107] wohl. - -[1108] da ruft. - -[1109] Teil. - -[1110] guck. - -[1111] zieht. - -[1112] zugerichtet. - -[1113] -bart. - -[1114] gemacht. - -[1115] hilft. - -[1116] stand auf. - -[1117] klug. - -[1118] drehte. - -[1119] sonst schon bessere. - -[1120] gleich. - -[1121] suchen. - -[1122] glauben. - -[1123] Spitzbube. - -[1124] bis an den Hacken (Ferse), d. h. fertig. - -[1125] der Alte. - -[1126] greint, lacht verstohlen. - -[1127] regnet. - -[1128] fahren. - -[1129] wie alt. - -[1130] Alter. - -[1131] mochte. - -[1132] Bräutigamszeit. - -[1133] etwas hören. - -[1134] Pfeffer. - -[1135] dann lasse. - -[1136] scharf. - -[1137] siebenten. - -[1138] 41 Jahre gewesen. - -[1139] in den Zwanzigen. - -[1140] in den Dreißigen. - -[1141] klug. - -[1142] in den Fünfzigen. - -[1143] reich. - -[1144] nur sein lassen. - -[1145] scheinst. - -[1146] stramm ins Ende, in die Höhe. - -[1147] kauft. - -[1148] betrogen. - -[1149] dabei. - -[1150] Gleichnis. - -[1151] aufgeführt. - -[1152] traust. - -[1153] Alter. - -[1154] etwa drei Stück. - -[1155] überlege. - -[1156] drehe. - -[1157] glaube. - -[1158] dann mache sie. - -[1159] schlechte. - -[1160] schelten. - -[1161] sieh über. - -[1162] lieber. - -[1163] Herz. - -[1164] gehört. - -[1165] schlägt. - -[1166] bis. - -[1167] hinzu. - -[1168] überlegte. - -[1169] angestellt. - -[1170] hüten. - -[1171] Erzählung. - -[1172] Hände. - -[1173] möglicherweise. - -[1174] merken. - -[1175] diese Stückchen. - -[1176] abgekartet. - -[1177] halt. - -[1178] dieses Spiel. - -[1179] gilt. - -[1180] etwa: du hast gepfuscht; nicht richtig gespielt. - -[1181] Karten. - -[1182] bediene. - -[1183] aus der Hälfte, beim Kartenspiel, auch: aus dem Schneider. - -[1184] aber manchmal. - -[1185] fleißig. - -[1186] nachgibt. - -[1187] zu Werk gegangen. - -[1188] neulich. - -[1189] wie es. - -[1190] zusammen. - -[1191] denn dann. - -[1192] Ihr lebt ja. - -[1193] sei zufrieden. - -[1194] manchmal so zu Mute. - -[1195] legte. - -[1196] Schulter. - -[1197] Erde. - -[1198] begnüge. - -[1199] anbetrifft. - -[1200] Joachim Schmitt. - -[1201] alt. - -[1202] nachher. - -[1203] wie ein Apfelbaum. - -[1204] darin sitzt man. - -[1205] rötesten Äpfel. - -[1206] kurz. - -[1207] holt. - -[1208] Stange. - -[1209] zunicht. - -[1210] Zweige. - -[1211] Trage-, Fruchtknospen. - -[1212] läßt. - -[1213] wartet. - -[1214] Herbst. - -[1215] dann. - -[1216] Schoß. - -[1217] viel süßer. - -[1218] setzte. - -[1219] hinzu. - -[1220] treuherzig. - -[1221] schüttle. - -[1222] Zeit. - -[1223] deiner (währt) wartet. - -[1224] dann erzähle. - - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Deutsche Humoristen, 1. Band (von 8), by -Peter Rosegger and Fritz Reuter and Wilhelm Raabe and Albert Roderich - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DEUTSCHE HUMORISTEN, 1. BAND *** - -***** This file should be named 52985-0.txt or 52985-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/2/9/8/52985/ - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. 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Band, by Peter Rosegger, Fritz Reuter, Wilhelm Raabe, Albert Roderich. - </title> - <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" /> - <style type="text/css"> - -body { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -h1,h2,h3 { - text-align: center; /* all headings centered */ - clear: both; - font-weight: normal;} - -h1,.s1 {font-size: 250%;} -h2,.s2 {font-size: 170%;} -h3,.s3 {font-size: 145%;} -.s4 {font-size: 115%;} -.s5 {font-size: 90%;} -.s6 {font-size: 70%;} - -div.chapter,div.section {page-break-before: always;} -div.chapter {padding-top: 3em;} -div.section {padding-top: 1em;} - -h2.nobreak {page-break-before: avoid;} - -div.titelei {margin: 1em 15%;} - -div.reklame {margin: 1em 10%;} - -.clearb {clear: both;} - -p { - margin-top: .51em; - text-align: justify; - margin-bottom: .49em; - text-indent: 1.5em;} - -p.p0,p.center {text-indent: 0;} - -p .pagenum {text-indent: 0;} - -div.footnote p {text-indent: 0;} - -p.hang,td.hang { - padding-left: 1em; - text-indent: -1em;} - -p.hang2 { - padding-left: 2em; - text-indent: -2em;} - -.drop-cap { - float: left; - font-size: 2.7em; - margin-top: -0.15em; - margin-bottom: 0;} - -div.float-left {float: left;} -div.float-right {float: right;} - -.mtop1 {margin-top: 1em;} -.mtop2 {margin-top: 2em;} -.mtop3 {margin-top: 3em;} -.mbot1 {margin-bottom: 1em;} -.mbot3 {margin-bottom: 3em;} - -.padtop3 {padding-top: 3em;} - -hr { - width: 33%; - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - margin-left: auto; - margin-right: auto; - clear: both;} - -hr.chap {width: 65%; margin: 2em 17.5%;} -hr.full {width: 95%; margin: 2.5em 2.5%;} - -hr.r65 {width: 65%; margin: 3em 17.5%;} - -table { - margin-left: auto; - margin-right: auto;} - -.tdl {text-align: left;} -.tdr {text-align: right;} - -.vat {vertical-align: top;} -.vab {vertical-align: bottom;} - -.nowrap {white-space: nowrap;} - -.pagenum { /* uncomment the next line for invisible page numbers */ - /* visibility: hidden; */ - position: absolute; - left: 95%; - font-size: 70%; - text-align: right; - letter-spacing: 0; - margin-right: 0; - font-style: normal; - color: #777777;} /* page numbers */ - -.blockquot { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%;} - -.center {text-align: center;} - -.gesperrt { - letter-spacing: 0.2em; - margin-right: -0.2em; } - -em.gesperrt { - font-style: normal; } - -em.antiqua {font-style: italic;} - -/* Images */ -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center;} - -.figleft { - float: left; - clear: left; - margin: 0 1em 0 0; - padding: 0; - text-align: center;} - -img {max-width: 100%; height: auto;} - -img.h10em {height: 10em; width: auto;} -img.h1em {height: 1em; width: auto;} -img.h0_6em {height: 0.6em; width: auto;} -img.w8em {width: 8em; height: auto;} - -img.zierleiste { - width: 90%; - height: auto; - margin: 2em 10%;} - -/* Footnotes */ -.footnotes { - border: thin black dotted; - background-color: #f5fffa;} - -.footnote {margin-left: 10%; margin-right: 10%; font-size: 0.9em;} - -.footnote .label {position: absolute; right: 84%; text-align: right;} - -.fnanchor { - vertical-align: top; - font-size: .7em; - text-decoration: none;} - -/* Poetry */ -.poetry-container {text-align: center;} - -.poetry { - display: inline-block; - text-align: left;} - -.poetry .stanza {margin: 1em auto;} - -.poetry .verse { - text-indent: -3em; - padding-left: 3em;} - -/* Transcriber's notes */ -.transnote {background-color: #E6E6FA; - color: black; - font-size:smaller; - padding:0.5em;} - -.htmlnoshow {display: none;} - -@media handheld { - -.htmlnoshow {display: inline;} - -.drop-cap {float: left;} - -div.float-left {float: left;} - -div.float-right {float: right;} - -em.gesperrt { - font-family: sans-serif, serif; - font-size: 90%; - margin-right: 0;} - -.poetry { - display: block; - text-align: left; - margin-left: 2.5em;} - -} - - </style> - </head> -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Deutsche Humoristen, 1. Band (von 8), by -Peter Rosegger and Fritz Reuter and Wilhelm Raabe and Albert Roderich - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Deutsche Humoristen, 1. Band (von 8) - Hausbücherei der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, 3. Band - -Author: Peter Rosegger - Fritz Reuter - Wilhelm Raabe - Albert Roderich - -Release Date: September 5, 2016 [EBook #52985] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DEUTSCHE HUMORISTEN, 1. BAND *** - - - - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - -</pre> - - -<div class="chapter"> - -<div class="transnote"> - -<p class="s3 center"><b>Anmerkungen zur Transkription</b></p> - -<p class="p0">Der vorliegende Text wurde anhand der 1911 erschienenen -Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. -Zeichensetzung und offensichtliche typographische Fehler wurden -stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche sowie inkonsistente -Schreibweisen wurden beibehalten, insbesondere wenn diese in der -damaligen Zeit üblich waren oder im Text mehrfach auftreten.</p> - -<p class="p0">Das Bücherverzeichnis der ‚Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung‘ -wurde vom Bearbeiter an das Ende des Buches verschoben.</p> - -<p class="p0">Der Originaltext wurde in Frakturschrift gedruckt; Passagen in -Antiquaschrift werden in dieser Version <em class="antiqua">kursiv</em> -dargestellt. <span class="htmlnoshow">Abhängig von der im jeweiligen -Lesegerät installierten Schriftart können die im Original gesperrt -gedruckten Passagen gesperrt, in serifenloser Schrift, oder aber sowohl -serifenlos als auch gesperrt erscheinen.</span></p> - -</div> - -</div> - -<div class="titelei"> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<p class="s3 center mbot3">Hausbücherei<br /> -3</p> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<p class="s1 center">Hausbücherei</p> - -<p class="s2 center mtop1">der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung</p> - -<p class="s2 center mtop1">3. Band</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs1" name="signet_ddgs1"> - <img class="padtop3 h10em" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -<p class="s3 center mtop3">Hamburg-Großborstel</p> - -<p class="s4 center">Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung</p> - -<p class="s3 center">1911</p> - -<p class="s3 center mtop2">46.–55. Tausend</p> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<h1>Deutsche Humoristen</h1> - -<p class="s2 center mtop1">1. Band</p> - -<p class="s2 center mtop1">Peter Rosegger <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Fritz Reuter</p> - -<p class="s2 center">Wilhelm Raabe <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Albert Roderich</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs2" name="signet_ddgs2"> - <img class="padtop3 h10em" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -<p class="s3 center mtop3">Hamburg-Großborstel</p> - -<p class="s4 center">Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung</p> - -<p class="s3 center">1911</p> - -<p class="s3 center mtop2">46.–55. Tausend</p> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste1" name="zierleiste1"> - <img class="zierleiste" src="images/zierleiste1.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -</div> - -<p class="s3 center">Inhaltsverzeichnis<br /> -zum 2. Bande der<br /> -„Deutschen Humoristen“<br /> -(Hausbücherei Band 4).</p> - -<p class="p0 s4">Vorwort.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Brentano</em>, Clemens: Die mehreren Wehmüller oder ungarische -Nationalgesichter.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Hoffmann</em>, E. Th. A.: Die Königsbraut. Ein nach der Natur -entworfenes Märchen.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Zschokke</em>, Heinrich: Die Nacht in Brczwezmcisl.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste2" name="zierleiste2"> - <img class="h1em" src="images/zierleiste2.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -<p class="s3 center">Inhaltsverzeichnis<br /> -zum 3. Bande der<br /> -„Deutschen Humoristen“<br /> -(Hausbücherei Band 5).</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Hoffmann</em>, Hans: Eistrug.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Ernst</em>, Otto: Die -Gemeinschaft der Brüder vom geruhigen Leben.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Eyth</em>, Max: Der -blinde Passagier.</p> - -<p class="p0 s4 hang"><em class="gesperrt">Böhlau</em>, Helene (Madame -al Raschid Bey): Die Ratsmädel gehen einem Spuk zu Leibe.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste1a" name="zierleiste1a"> - <img class="zierleiste" src="images/zierleiste1.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_5" id="Seite_5">–5–</a></span></p> - -<div class="chapter"> - -<h2 id="Inhalt">Inhalt.</h2> - -</div> - -<table class="s4" summary="Inhaltsverzeichnis"> - <tr> - <td class="tdl vat"> - Vorwort - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Vorwort">7–8</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Vischer, Friedr. Theodor</em>: Humor. Gedicht - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Humor">9–10</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Rosegger, Peter</em>: Als ich das erste Mal auf - dem Dampfwagen saß - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Peter_Rosegger_Dampfwagen">11–24</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Rosegger, Peter</em>: Wie wir die Gürtelsprenge - haben gehalten - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Peter_Rosegger_Guertelsprenge">25–40</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Raabe, Wilhelm</em>: Der Marsch nach Hause - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Wilhelm_Raabe_Marsch">41–146</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Reuter, Fritz</em>: Woans ick tau ’ne Fru kamm - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Fritz_Reuter_Fru">147–204</a> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="tdl vat hang"> - <em class="gesperrt">Roderich, Albert</em>: Nemesis - </td> - <td class="tdr vab nowrap"> - <a href="#Albert_Roderich_Nemesis">205–221</a> - </td> - </tr> -</table> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs3" name="signet_ddgs3"> - <img class="padtop3 h10em" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_7" id="Seite_7">–7–</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Vorwort">Vorwort.</h2> - -</div> - -<p class="p0"><span class="drop-cap">D</span>er Humor ist den Menschen ein so willkommener Gast, daß er eigentlich -keiner Einführung bedarf; sein schalkhaft-ehrliches Gesicht empfiehlt -ihn überall. Aber da es der Deutsche nun einmal nicht lassen kann, bei -allem, was er beginnt, von „Grundsatz“ und „System“ zu reden, so sei -hier bemerkt, daß diese kleine Sammlung humoristischer Geschichten -nach keinem System und nach keinem Grundsatze zusammengestellt ist, -außer nach dem, den Lesern etwas <em class="gesperrt">Gutes</em> vorzusetzen. Es soll also -keiner kommen und uns sagen, es gebe noch mehr humoristische Dichtungen -als diese, oder bessere, oder lustigere, oder gediegenere. Wir sagen -dazu nicht ja und nicht nein. Wir sagen nur: abwarten! Denn trotz der -pedantischen Aufnahme, die der Humor in deutschen Landen fast immer -gefunden hat, ist der Vorrat an humoristischer Literatur bei uns Gott -sei Dank so groß, daß fünf Geschichtchen nur einen winzigen Bruchteil -von ihr bedeuten. Und so hoffen wir noch manches Mal<span class="pagenum"><a name="Seite_8" id="Seite_8">–8–</a></span> mit ähnlicher -Gabe vor unsere Leser treten zu können und den Born, aus dem wir solche -Gaben heraufholen, ewig unerschöpft zu finden.</p> - -<div class="titelei"> - -<div class="float-left mbot3"> -<p class="center"><em class="gesperrt">Hamburg</em>,<br /> -Pfingsten 1903.</p> -</div> - -<div class="float-right mbot3"> -<p class="center"><em class="gesperrt">Deutsche Dichter</em>-<br /> -Gedächtnis-Stiftung.</p> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_9" id="Seite_9">–9–</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Humor">Humor.</h2> - -</div> - -<p class="center">Von <em class="gesperrt">Friedrich Theodor Vischer</em>.</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Man spricht von Humor jetzt oft und viel</div> - <div class="verse">Und denkt dabei nur an ein leeres Spiel.</div> - <div class="verse">Mancher kursiert als Humorist,</div> - <div class="verse">Der nichts weiter als Spaßmacher ist,</div> - <div class="verse">Nichts ahnt von dem innern Widerspruch,</div> - <div class="verse">Von dem Zickzack, dem tiefen Bruch,</div> - <div class="verse">Der durch das ganze Weltall dringt,</div> - <div class="verse">Daß man immer fürchtet: es zerspringt,</div> - <div class="verse">Während die also geborstne Welt</div> - <div class="verse">Doch immer noch steht und zusammenhält, —</div> - <div class="verse">Mancher, der diesen Riß zwar merkt,</div> - <div class="verse">Doch zu freiem Lachen den Geist nicht stärkt,</div> - <div class="verse">Sondern mit Weltschmerz kokettiert</div> - <div class="verse">Und den Blasierten affektiert, —</div> - <div class="verse">Ja mancher eisige, spitzige Spötter,</div> - <div class="verse">Der Witze nur macht auf Menschen und Götter,</div> - <div class="verse">Mancher verdorbne, mit Seelengicht</div> - <div class="verse">Behaftete, zotensinnende Wicht,</div> - <div class="verse">Mancher schäkernde, eitle Mann,</div> - <div class="verse">Der über sich selbst nicht lachen kann. —</div> -<span class="pagenum"><a name="Seite_10" id="Seite_10">–10–</a></span> - <div class="verse">Hat aber einer die Geistesmacht,</div> - <div class="verse">Die scharf durchschaut und doch heiter lacht,</div> - <div class="verse">Bleibt er fest und verzweifelt nie,</div> - <div class="verse">Hat er mehr als Witz, hat er Phantasie,</div> - <div class="verse">Versteht er über sich selbst zu schweben,</div> - <div class="verse">Sich selber dem Lachen preiszugeben:</div> - <div class="verse">Dem sei es gegönnt von ganzem Herzen,</div> - <div class="verse">Auch einmal einfach närrisch zu scherzen,</div> - <div class="verse">Ohne versteckte Gedankentiefen</div> - <div class="verse">Seine Freude zu haben am Naiven.</div> - </div> - </div> -</div> - -<div class="blockquot mtop3"> - -<p class="center">Mit freundlicher Erlaubnis des Verlegers und des Sohnes des -Verfassers abgedruckt aus Friedrich Theodor Vischer’s<br /> -<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Gedichtsammlung „Allotria“ <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /><br /> -(Stuttgart: Verlag von Adolf Bonz & Co.).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<h2 class="nobreak mbot3" id="Peter_Rosegger_Dampfwagen">Peter Rosegger:<br /> - -<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Als ich das erste Mal <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <br /> -auf dem Dampfwagen saß.</h2> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_13" id="Seite_13">–13–</a></span></p> - -<p class="mbot3">Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 1. Bande von Peter Roseggers Buch „Waldheimat. Erinnerungen aus -der Jugendzeit.“ (Leipzig: Verlag von L. Staackmann, 18. Aufl. 1902).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p class="s2 center mbot1"> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Als ich das erste Mal <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <br /> -auf dem Dampfwagen saß.</p> - -</div> - -<p class="p0"><span class="drop-cap">M</span>ein Pate, der Knierutscher Jochem — er ruhe in Frieden! — war -ein Mann, der alles glaubte, nur nicht das Natürliche. Das Wenige -von Menschenwerken, was er begreifen konnte, war ihm göttlichen -Ursprungs; das Viele, was er nicht begreifen konnte, war ihm Hexerei -und Teufelsspuk. — Der Mensch, das bevorzugteste der Wesen, hat zum -Beispiel die Fähigkeit, das Rindsleder zu gerben und sich Stiefel -daraus zu verfertigen, damit ihn nicht an den Zehen friere; diese Gnade -hat er von Gott. Wenn der Mensch aber hergeht und den Blitzableiter -oder gar den Telegraphen erfindet, so ist das gar nichts anderes als -eine Anfechtung des Teufels. — So hielt der Jochem den lieben Gott für -einen gutherzigen, einfältigen Alten (ganz wie er, der Jochem, selber -war), den Teufel aber für ein listiges, abgefeimtes Kreuzköpfel, dem -nicht beizukommen ist und das die Menschen und auch den lieben Gott von -hinten und vorn beschwindelt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_14" id="Seite_14">–14–</a></span></p> - -<p>Abgesehen von dieser hohen Meinung vom Lucifer, Beelzebub (was weiß -ich, wie sie alle heißen), war mein Pate ein gescheiter Mann. Ich -verdankte ihm manches neue Linnenhöslein und manchen verdorbenen Magen.</p> - -<p>Sein Trost gegen die Anfechtungen des bösen Feindes und sein Vertrauen -war die Wallfahrtskirche Mariaschutz am Semmering. Es war eine Tagreise -dahin, und der Jochem machte alljährlich einmal den Weg. Als ich schon -hübsch zu Fuße war (ich und das Zicklein waren die einzigen Wesen, die -mein Vater nicht einzuholen vermochte, wenn er uns mit der Peitsche -nachlief), wollte der Pate Jochem auch mich einmal mitnehmen nach -Mariaschutz.</p> - -<p>„Meinetweg’“, sagte mein Vater, „da kann der Bub’ gleich die neue -Eisenbahn sehen, die sie über den Semmering jetzt gebaut haben. Das -Loch über den Berg soll schon fertig sein.“</p> - -<p>„Behüt’ uns der Herr“, rief der Pate, „daß wir das Teufelszeug -anschau’n! ’s ist alles Blendwerk, ’s ist alles nicht wahr“.</p> - -<p>„Kann auch sein“, sagte mein Vater und ging davon.</p> - -<p>Ich und der Pate machten uns auf den Weg; wir gingen über das -Stuhleckgebirge, um ja dem Tale nicht in die Nähe zu kommen, in welchem -nach der Leut’ Reden der Teufelswagen auf und ab ging. Als wir aber auf -dem hohen Berge standen und hinab<span class="pagenum"><a name="Seite_15" id="Seite_15">–15–</a></span>schauten in den Spitalerboden, sahen -wir einer scharfen Linie entlang einen braunen Wurm kriechen, der Tabak -rauchte.</p> - -<p>„Jessas Maron!“ schrie mein Pate, „das ist schon so was! spring Bub’!“ -— Und wir liefen die entgegengesetzte Seite des Berges hinunter.</p> - -<p>Gegen Abend kamen wir in die Niederung, doch — entweder der Pate war -hier nicht wegkundig, oder es hatte ihn die Neugierde, die ihm zuweilen -arg zusetzte, überlistet, oder wir waren auf eine „Irrwurzen“ gestiegen -— anstatt in Mariaschutz zu sein, standen wir vor einem ungeheuren -Schutthaufen, und hinter demselben war ein kohlfinsteres Loch in den -Berg hinein. Das Loch war schier so groß, daß darin ein Haus hätte -stehen können, und gar mit Fleiß und Schick ausgemauert; und da ging -eine Straße mit zwei eisernen Leisten daher und schnurgerade in den -Berg hinein.</p> - -<p>Mein Pate stand lange schweigend da und schüttelte den Kopf; endlich -murmelte er: „Jetzt stehen wir da. Das wird die neumodische Landstraßen -sein. Aber derlogen ist’s, daß sie da hineinfahren!“</p> - -<p>Kalt wie Grabesluft wehte es aus dem Loche. Weiter hin gegen Spital in -der Abendsonne stand an der eisernen Straße ein gemauertes Häuschen; -davor ragte eine hohe Stange, auf dieser baumelten zwei blutrote -Kugeln. Plötzlich rauschte es an der Stange und eine der Kugeln ging -wie von Geister<span class="pagenum"><a name="Seite_16" id="Seite_16">–16–</a></span>hand gezogen in die Höhe. Wir erschraken baß. Daß es -hier mit rechten Dingen nicht zuginge, war leicht zu merken. Doch -standen wir wie festgewurzelt.</p> - -<p>„Pate Jochem,“ sagte ich leise, „hört ihr nicht so ein Brummen in der -Erden?“</p> - -<p>„Ja freilich, Bub’“, entgegnete er, „es donnert was! es ist ein -Erdbidn“ (Erdbeben). Da tat er schon ein kläglich Stöhnen. Auf der -eisernen Straße heran kam ein kohlschwarzes Wesen. Es schien anfangs -stillzustehen, wurde aber immer größer und nahte mit mächtigem -Schnauben und Pfustern und stieß aus dem Rachen gewaltigen Dampf aus. -Und hintenher —</p> - -<p>„Kreuz Gottes!“ rief mein Pate, „da hängen ja ganze Häuser d’ran!“ -Und wahrhaftig, wenn wir sonst gedacht hatten, an das Lokomotiv wären -ein paar Steirerwäglein gespannt, auf denen die Reisenden sitzen -konnten, so sahen wir nun einen ganzen Marktflecken mit vielen Fenstern -heranrollen, und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe -heraus, und schrecklich schnell ging’s, und ein solches Brausen war, -daß einem der Verstand still stand. Das bringt kein Herrgott mehr zum -stehen! fiel’s mir noch ein. Da hub der Pate die beiden Hände empor -und rief mit verzweifelter Stimme: „Jessas, Jessas, jetzt fahren sie -richtig in’s Loch!“</p> - -<p>Und schon war das Ungeheuer mit seinen hundert<span class="pagenum"><a name="Seite_17" id="Seite_17">–17–</a></span> Rädern in der Tiefe; -die Rückseite des letzten Wagens schrumpfte zusammen, nur ein Lichtlein -davon sah man noch eine Weile, dann war alles verschwunden, bloß der -Boden dröhnte, und aus dem Loche stieg still und träge der Rauch.</p> - -<p>Mein Pate wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß vom Angesicht und -starrte in den Tunnel.</p> - -<p>Dann sah er mich an und fragte: „Hast du’s auch gesehen, Bub’?“</p> - -<p>„Ich hab’s auch gesehen“.</p> - -<p>„Nachher kann’s keine Blenderei gewesen sein“, murmelte der Jochem.</p> - -<p>Wir gingen auf der Fahrstraße den Berg hinan; wir sahen aus mehreren -Schachten Rauch hervorsteigen. Tief unter unsern Füßen im Berge ging -der Dampfwagen.</p> - -<p>„Die sind hin wie des Juden Seel’!“ sagte mein Pate und meinte die -Eisenbahn-Reisenden. „Die übermütigen Leut’ sind selber ins Grab -gesprungen!“</p> - -<p>Beim Gasthause auf dem Semmering war es völlig still; die großen -Stallungen waren leer, die Tische in den Gastzimmern, die Pferdetröge -an der Straße waren unbesetzt. Der Wirt, sonst der stolze Beherrscher -dieser Straße, lud uns höflich zu einer Jause ein.</p> - -<p>„Mir ist aller Appetit vergangen“, antwortete mein Pate, „gescheite -Leut’ essen nicht viel, und ich bin heut’ um ein Stückel gescheiter -worden“. Bei dem Monu<span class="pagenum"><a name="Seite_18" id="Seite_18">–18–</a></span>mente Karls VI., das wie ein kunstreiches Diadem -den Bergpaß schmückt, standen wir still und sahen ins Österreicherland -hinaus, das mit seinen Felsen und Schluchten und seiner unabsehbaren -Ebene vor uns ausgebreitet lag. Und als wir dann abwärts stiegen, -da sahen wir drüben in den wilden Schroffwänden unsern Eisenbahnzug -gehen — klein wie eine Raupe — und über hohe Brücken, fürchterliche -Abgründe setzen, an schwindelnden Hängen gleiten, bei einem Loch -hinein, beim andern hinaus — ganz verwunderlich.</p> - -<p>„’s ist auf der Welt ungleich, was heutzutag’ die Leut’ treiben“, -murmelte mein Pate.</p> - -<p>„Sie tun mit der Weltkugel kegelscheiben!“ sagte ein eben -vorübergehender Handwerksbursche.</p> - -<p>Als wir nach Mariaschutz kamen, war es schon dunkel.</p> - -<p>Wir gingen in die Kirche, wo das rote Lämpchen brannte, und beteten.</p> - -<p>Dann genossen wir beim Wirt ein kleines Nachtmahl und gingen an den -Kammern der Stallmägde vorüber auf den Heuboden, um zu schlafen.</p> - -<p>Wir lagen schon eine Weile. Ich konnte unter der Last der Eindrücke -und unter der Stimmung des Fremdseins kein Auge schließen, vermutete -jedoch, daß der Pate bereits süß schlummere; da tat dieser plötzlich -den Mund auf und sagte:</p> - -<p>„Schlafst schon, Bub’?“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_19" id="Seite_19">–19–</a></span></p> - -<p>„Nein“, antwortete ich.</p> - -<p>„Du“, sagte er, „mich reitet der Teufel!“</p> - -<p>Ich erschrak. So was an einem Wallfahrtsort, das war unerhört.</p> - -<p>„Ich muß vor dem Schlafengehen keinen Weihbrunn’ genommen haben“, -flüsterte er, „’s gibt mir keine Ruh’, ’s ist arg, Bub’“.</p> - -<p>„Was denn, Pate?“ fragte ich mit warmer Teilnahme.</p> - -<p>„Na, morgen, wenn ich kommuniziere, leicht wird’s besser“, beruhigte er -sich selbst.</p> - -<p>„Tut euch was weh’, Pate?“</p> - -<p>„’s ist eine Dummheit. Was meinst, Bübel, weil wir schon so nah’ dabei -sind, probieren wir’s?“</p> - -<p>Da ich ihn nicht verstand, so gab ich keine Antwort.</p> - -<p>„Was kann uns geschehen?“ fuhr der Pate fort, „wenn’s die andern tun, -warum nicht wir auch? Ich lass’ mir’s kosten“.</p> - -<p>Er schwätzt im Traum, dachte ich bei mir selber und horchte mit Fleiß.</p> - -<p>„Da werden sie einmal schauen“, fuhr er fort, „wenn wir heimkommen und -sagen, daß wir auf dem Dampfwagen gefahren sind!“</p> - -<p>Ich war gleich dabei.</p> - -<p>„Aber eine Sündhaftigkeit ist’s!“ murmelte er, „na leicht wird’s morgen -besser, und jetzt tun wir in Gottes Namen schlafen“.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_20" id="Seite_20">–20–</a></span></p> - -<p>Am andern Tage gingen wir beichten und kommunizieren und rutschten -auf den Knieen um den Altar herum. Aber als wir heimwärts lenkten, da -meinte der Pate nur, er wolle sich dieweilen gar nichts vornehmen, er -wolle nur den Semmering-Bahnhof sehen, und wir lenkten unsern Weg dahin.</p> - -<p>Beim Semmering-Bahnhof sahen wir das Loch auf der andern Seite. -War auch kohlfinster. — Ein Zug von Wien war angezeigt. Mein Pate -unterhandelte mit dem Bahnbeamten, er wolle zwei Sechser geben, und -gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, wollten wir wieder -absteigen.</p> - -<p>„Gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, hält der Zug nicht“, -sagte der Bahnbeamte lachend.</p> - -<p>„Aber wenn wir absteigen wollen!“ meinte der Jochem.</p> - -<p>„Ihr müßt bis Spital fahren. Ist für zwei Personen zweiunddreißig -Kreuzer Münz.“</p> - -<p>Mein Pate meinte, er lasse sich was kosten, aber so viel wie die hohen -Herren könne er armer Schlucker nicht geben; zudem sei an uns beiden -ja kein Gewicht da. — Es half nichts; der Beamte ließ nicht handeln. -Der Pate zahlte; ich mußte zwei „gute“ Kreuzer beisteuern. Mittlerweile -kroch aus dem nächsten, unteren Tunnel der Zug hervor, schnaufte heran, -und ich glaubte schon, das gewaltige Ding wolle nicht anhalten. Es -zischte und spie und ächzte — da stand es still.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_21" id="Seite_21">–21–</a></span></p> - -<p>Wie ein Huhn, dem man das Hirn aus dem Kopfe geschnitten, so stand der -Pate da, und so stand ich da. Wir wären nicht zum Einsteigen gekommen; -da schupste der Schaffner den Paten in einen Waggon und mich nach. In -demselben Augenblicke wurde der Zug abgeläutet, und ich hörte noch, wie -der ins Coupé stolpernde Jochem murmelte: „Das ist meine Totenglocke“. -Jetzt sahen wir’s aber: im Waggon waren Bänke, schier wie in einer -Kirche; und als wir zum Fenster hinausschauten — „Jessas und Maron!“ -schrie mein Pate, „da draußen fliegt ja eine Mauer vorbei!“ — Jetzt -wurde es finster, und wir sahen, daß an der Wand unseres knarrenden -Stübchens eine Öllampe brannte. Draußen in der Nacht rauschte und toste -es, als wären wir von gewaltigen Wasserfällen umgeben, und ein ums -andere Mal hallten schauerliche Pfiffe. Wir reisten unter der Erde.</p> - -<p>Der Pate hielt die Hände auf dem Schoß gefaltet und hauchte: „In -Gottes Namen. Jetzt geb’ ich mich in alles drein. Warum bin ich der -dreidoppelte Narr gewesen.“</p> - -<p>Zehn Vaterunser lang mochten wir so begraben gewesen sein, da lichtete -es sich wieder, draußen flog die Mauer, flogen die Telegraphenstangen -und die Bäume, und wir fuhren im grünen Tale.</p> - -<p>Mein Pate stieß mich an der Seite: „Du, Bub’! Das ist gar aus der Weis’ -gewesen, aber jetzt — jetzt<span class="pagenum"><a name="Seite_22" id="Seite_22">–22–</a></span> hebt’s mir an zu gefallen. Richtig wahr, -der Dampfwagen ist was Schönes! Jegerl und jerum, da ist ja schon -das Spitalerdorf! Und wir sind erst eine Viertelstunde gefahren! Du, -da haben wir unser Geld noch nicht abgesessen. Ich denk’, Bub’, wir -bleiben noch sitzen.“</p> - -<p>Mir war’s recht. Ich betrachtete das Zeug von innen und ich blickte in -die fliegende Gegend hinaus, konnte aber nicht klug werden. Und mein -Pate rief: „Na, Bub’, die Leut’ sind gescheit! Und daheim werden sie -Augen machen! Hätt’ ich das Geld dazu, ich ließe mich, wie ich jetzt -sitz’, auf unsern Berg hinauffahren!“</p> - -<p>„Mürzzuschlag!“ rief der Schaffner. Der Wagen stand; wir schwindelten -zur Tür hinaus!</p> - -<p>Der Türsteher nahm uns die Papierschnitzel ab, die wir beim Einsteigen -bekommen hatten, und vertrat uns den Ausgang. „He, Vetter!“ rief er, -„diese Karten galten nur bis Spital. Da heißt’s nachzahlen, und zwar -das Doppelte für zwei Personen; macht einen Gulden sechs Kreuzer!“</p> - -<p>Ich starrte meinen Paten an, mein Pate mich. „Bub’“, sagte dieser -endlich mit sehr umflorter Stimme, „hast du ein Geld bei dir?“</p> - -<p>„Ich hab’ kein Geld bei mir“, schluchzte ich.</p> - -<p>„Ich hab’ auch keins mehr“, murmelte der Jochem.</p> - -<p>Wir wurden in eine Kanzlei geschoben, dort mußten<span class="pagenum"><a name="Seite_23" id="Seite_23">–23–</a></span> wir unsere Taschen -umkehren. Ein blaues Sacktuch, das für uns beide war und das die Herren -nicht anrührten, ein hart Rindlein Brot, eine rußige Tabakspfeife, -ein Taschenfeitel, etwas Schwamm und Feuerstein, der Beichtzettel von -Mariaschutz und der lederne Geldbeutel endlich, in dem sich nichts -befand als ein geweihtes Messing-Amuletchen, das der Pate stets mit -sich trug im festen Glauben, daß sein Geld nicht ganz ausgehe, so lange -er das geweihte Ding im Sacke habe. Es hatte sich auch bewährt bis -auf diesen Tag — und jetzt war’s auf einmal aus mit seiner Kraft. — -Wir durften unsere Habseligkeiten zwar wieder einstecken, wurden aber -stundenlang auf dem Bahnhofe zurückbehalten und mußten mehrere Verhöre -bestehen.</p> - -<p>Endlich, als schon der Tag zur Neige ging, zur Zeit, da nach so -rascher Fahrt wir leicht schon hätten zu Hause sein können, wurden wir -entlassen, um nun den Weg über Berg und Tal in stockfinsterer Nacht -zurückzulegen.</p> - -<p>Als wir durch den Ausgang des Bahnhofes schlichen, murmelte mein Pate: -„Beim Dampfwagen da — ’s ist doch der Teufel dabei!“</p> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_24" id="Seite_24"></a></span></p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs4" name="signet_ddgs4"> - <img class="padtop3 h10em mbot3" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_25" id="Seite_25"></a></span></p> - -<h2 class="nobreak mbot3" id="Peter_Rosegger_Guertelsprenge">Peter Rosegger:<br /> - -Wie wir die Gürtelsprenge<br /> - -<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" />haben gehalten.<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /></h2> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_26" id="Seite_26"></a></span></p> - -<p class="mbot3">Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 1. Bande von Peter Roseggers Buch „Waldheimat. Erinnerungen aus -der Jugendzeit“ (Leipzig: Verlag von L. Staackmann, 18. Aufl. 1902).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_27" id="Seite_27"></a>–27–</span></p> - -<p class="s2 center mbot1">Wie wir die Gürtelsprenge<br /> - -<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" />haben gehalten.<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> -</p> - -</div> - -<p class="p0"><span class="drop-cap">W</span>enn man in jener Gegend den Bauern nach der Anzahl der Bewohner seines -Hauses fragt, so mag wohl folgende Antwort geschehen: „Bewohner? Ja, -die muß ich mir selber erst zusammendenken. Da bin ich; — tut nur -fleißig nachzählen — ich und mein Weib und unsere fünf Kinder und der -Knecht und acht Rindvieher und die Magd.“</p> - -<p>Und er meint es nicht anders. Schützt sie doch allzusammen <em class="gesperrt">ein</em> -Dach, lebt doch eines für alle, wie alle für eines leben, und sie -ernähren sich gegenseitig und erheitern sich das Leben, und die Kinder -und die Kälber laufen lustig durcheinander herum. — Für die Rinder hat -der liebe Gott die Almen und die Heustadeln erschaffen. Und wenn die -Stadeln sich gefüllt haben und die Zeit der Heue vorüber ist, so wird -im Hause des Hirtenbauers ein Fest begangen. Der Bauer gibt den Seinen -ein Mahl. Und da wird nicht geschont, ist doch der Heustadel voll.</p> - -<p>Und besonders Hansjörgl, der Knecht, dem in letzterer Zeit der -Bauchriemen ohnehin schon zu lang geworden ist, läßt sich das Fest -angelegen sein, und<span class="pagenum"><a name="Seite_28" id="Seite_28">–28–</a></span> so eine Bäuerin wie die unsere, sagt er, -gibt’s nimmermehr — und der Riemen wird kürzer und kürzer, und -die Enden seines Ringes wollen nicht mehr reichen, und mit Gewalt -zusammengeschnallt, springen sie wieder mit Gewalt auseinander.</p> - -<p>Das Fest der Gürtelsprenge.</p> - -<p>Mir ist aus jener Zeit, in der ich solche Feste noch mitmachte, ein -Geschichtchen in Erinnerung.</p> - -<p>Ich war noch im Hefelrainhof beim Vieh. Die Heue war vorüber, und unser -Knecht hatte zwei Tage lang fast nichts gegessen, um sich auf den -nahenden Genuß gebührend vorzubereiten. Es waren Stunden aufgeregter -Erwartung, bis am dritten Tage zum späten Mittag der Bauer das weiße -Tuch, mit dem roten Streifen in der Mitte, über den Tisch zog. Dann -legte er die glänzend gefegten Messer und Gabeln und Löffel auf ihre -Plätze. Dann begann er in gehobener Stimmung — er hatte heute auch -reine Wäsche an — Weißbrot aufzuschneiden. Ich stand neben dem -Tisch und sah, wie der Haufen der Brotspalten immer mehr anwuchs und -anwuchs. Hansjörgl, der Knecht, beobachtete diesen Vorgang nicht -ohne Mißtrauen; — wozu das viele Brot hier? Soll das etwa bestimmt -sein, die Haupträumlichkeiten zu füllen, auf daß feinere Bissen nicht -sollen untergebracht werden können? — Endlich kam der dampfende -Milchtopf, und der Tisch ächzte, und die<span class="pagenum"><a name="Seite_29" id="Seite_29">–29–</a></span> Massen der Brotspalten wurden -hineinversenkt, so wie sich bei Erdrevolutionen Berge versenken in die -Tiefen des Meeres. Wir beteten, dann setzten wir uns alle zu Tische.</p> - -<p>Der Knecht begann zu essen, still und langsam, mit einer ehernen Ruhe. -Als die Milch und das darauffolgende Speckkraut abgetan war und die -Lasten der Roggenknödeln erschienen, fühlte ich die früher so mächtigen -Sympathieen für die Gegenstände nach und nach schwinden — ich war -gesättigt. Ich sah nur sinnend zu, wie die bedeutsamen Reihen der -Gerichte vorüberzogen, die Butterschnitten und die Rahmstrudeln und -die Fleischnudeln, und das Schottenkoch und die Milchkrapfen und das -Schmalzmus. Sie aßen und redeten dabei von Dingen, die sich früher -bei dem Feste der Gürtelsprenge zugetragen hatten und in der Zukunft -noch zutragen können. Der Knecht redete nicht, er saß und aß still -und langsam, mit einer ehernen Ruhe. Es kamen noch fernere Gerichte -und fernere Gespräche, und der Knecht aß still und langsam fort. Als -sie bei den Butterkrapfen waren, hörte man ein leichtes Schnalzen -— es war sein Gürtel auseinander gesprungen. Der Knecht ließ ihn -auseinandergesprungen sein, blieb in seiner Ruhe und aß.</p> - -<p>Endlich aber blieb die geleerte Schüssel auf dem Tische stehen, und es -kam nichts mehr. Der Knecht blickte befremdet auf; — wo spannt sich’s -denn?<span class="pagenum"><a name="Seite_30" id="Seite_30">–30–</a></span> ja, geht’s denn nicht allweg so fort? — Er war schwermütig, -er dachte an das Los alles Zeitlichen, er erhob sich, er ging in das -Freie, er stand eine Weile still und sah hinaus in die Berge und Täler, -er stieg empor zum Heuboden, er legte sich in sein Bett.</p> - -<p>Es nahte schon der Abend.</p> - -<p>Über den Almen zogen Nebel, wie sie sich zur Herbstzeit gern über das -Gebirge niedersenken. Ich ging hinaus auf die Halde und rief so lange: -„Hoi ho, hoi ho!“ bis die Kuh mit der Glockenschelle auf mich zukam und -ihr die Heerde nachfolgte. Dann führte ich sie zum Hause und in den -Stall.</p> - -<p>Als dieses geschehen, und als gemolken war, gingen wir zur Abendsuppe; -ich hatte wieder recht Appetit, und der Bauer sagte, so eine saure -Suppe könne er zu jeder Zeit essen, und sie sei ihm lieber wie die -besten Butterkrapfen. Aber der Knecht erschien nicht zur Suppe.</p> - -<p>Endlich gingen wir alle zur Ruhe. Ich hatte mein Lager im Stalle, um -die Rinder zu bewachen, daß sich keines etwa von seiner Kette losmache -und die anderen beschädige. Mir war recht behaglich unter der Decke. -Die Glockenkuh schellte noch eine Weile, weil sie sich an den Lenden -leckte, und der Stier rasselte noch dann und wann an der Kette und -gaukelte mit den Hörnern. Nach und nach ließen sie sich alle nieder<span class="pagenum"><a name="Seite_31" id="Seite_31">–31–</a></span> -auf die frische Fichtenstreu und begannen das Wiederkäuen. Einige Zeit -hörte ich noch das gleichmäßige Gescharre der Zähne, dann sanken mir -nach und nach die Augen zu. — Noch war mir, als säße auch der Knecht -auf der Fichtenstreu, und rassele mit der Kette und gaukele wie der -Stier, und kaue, wie alle anderen, und kaue ohne Ende.</p> - -<p>Plötzlich weckte mich ein Poltern außen an der Stalltür. „Halterbub’, -schreck’ dich nicht und steh’ auf!“ hörte ich rufen; es war des Bauern -Stimme, und das Poltern an der Tür wurde heftiger.</p> - -<p>Ich kollerte von dem Bette auf die Streu hinaus, stieß in der -Verwirrung an die Glockenkuh, daß sie mit einem ohrenzerreißenden -Geschelle aufsprang, und ich taumelte der Türe zu.</p> - -<p>„Schreck’ dich nicht, Bub’, und mach’ dir nichts draus“, rief der -Hefelrainhofer wieder, „schlupf’ geschwind in deine Hose hinein, du -mußt eilig hinablaufen nach Kathrein um den Herrn Pfarrer, ’s will uns -der Hansjörgl sterben!“</p> - -<p>„Der Hansjörgl will sterben!“ sagte ich zitternd und nestelte die -Türkette auf, „ja warum denn und wegen was denn?“</p> - -<p>„Der lieb’ Herrgott wird’s wissen! Da kugelt er oben in seinem Bett und -schiebt die Augen über und ächzt — und — nein, meiner Tag hab’ ich -so was nicht erlebt. Geh’, Bübl, geh’, wenn du den Pfarrer<span class="pagenum"><a name="Seite_32" id="Seite_32">–32–</a></span> bei Zeiten -bringst, so kriegst einen Sechser. Und das letzt’ Öl soll er dennoch -wohl auch mitbringen — und begraben laß ich den Hansjörgl mit dem -großen Kondukt. Ach, mein guter, rechtschaffener Knecht!“</p> - -<p>Ich weiß nicht, wie ich’s gemacht hatte; ehe noch der Bauer aufgehört -zu sprechen, war ich angezogen, und in den nächsten Augenblicken schon -eilte ich den Berghang hinab. Zerrissene Wolken hingen am Himmel, matt -schien der Halbmond, in den Ästen der Tannen fächelte zeitweilig der -Wind. Meine Schuhe machten ein Getöse in den Steinen des Hanges, mir -voran und zur Seite kollerten diese hinab, und ich kollerte schier -auch selbst mit ihnen. Und ich ging durch Täler hinaus, oft hingen -Bäume derart über mir zusammen, daß ich keinen Boden, keine Wurzel, -keinen Stein mehr sah, daß ich im Schwarzen dahinwandelte, stolperte, -in Pfützen sprang, an Bäume prallte — in Todesangst war. Neben mir -hin rauschte der Waldbach. Oft hörte ich Gekrächze über mir, Schritte -hinter mir, und ich meinte, der Knecht sei bereits gestorben und sein -irrender Geist folge mir. Ich hatte Angst um meine arme Seele, ich -betete im Herzen, ich versicherte den lieben Gott und alle Heiligen, -daß ich all’ mein Lebtag keine Sünde mehr begehen wolle, wenn ich -diesmal in Gnaden bewahrt bliebe. Und bis auf einige blaue Ballen an -Gesicht<span class="pagenum"><a name="Seite_33" id="Seite_33">–33–</a></span> und Händen blieb ich in Gnaden bewahrt. Nach Stunden kam ich -nach Kathrein, und da ging die Morgenröte auf.</p> - -<p>Ich eilte zum Pfarrhof und riß mit beiden Händen an dem Drahte der -Türglocke so heftig, daß ich von innen einen Jammerschrei hörte. -Dann wurde ein Fenster aufgerissen, und die alte Haushälterin in -schneeweißem Nachtgewande rief alle Namen der Himmel um Antwort an, wer -denn Sturm läute in solcher Stunde. Da öffnete ich denn mein bedrängtes -Herz: „Der Hansjörgl will sterben — das letzte Öl soll er auch -mitnehmen, und begraben läßt er ihn mit dem großen Kondukt!“</p> - -<p>Ich wurde verstanden. Schwer mag’s dem greisen Mann gewesen sein, -nun aus den weichen Federn fort, in die frostige Herbstluft hinaus, -und nüchtern in das Gebirge. Aber er ging. Lautlos kleidete er sich -an, eilte zur Kirche, läutete selbst das Versehglöcklein, holte das -Heiligste und ging mit mir. Ich ging voran, trug in der einen Hand -die brennende Laterne, in der andern das Metallglöcklein, mit dem ich -schellte, auf daß die Menschen in den Häusern und Hütten, an denen wir -vorüberzogen, auf die priesterliche Handlung aufmerksam gemacht würden.</p> - -<p>Wir gingen denselben Weg, den ich hergegangen war. Das Wasser rauschte; -ich schellte den Fischen, daß nun ihr Schöpfer vorüberziehe, und daß -sie an<span class="pagenum"><a name="Seite_34" id="Seite_34">–34–</a></span>betend ihre Köpfe emporrecken sollten aus den Wellen. Keine -einzige Forelle hat mein Glöcklein gehört.</p> - -<p>Als es nach und nach licht geworden war, begann der Pfarrer hinter mir -plötzlich zu lachen. „Ja, was hast du denn gemacht, Kleiner, du hast ja -dein Höslein verkehrt an!“</p> - -<p>Da gab’s mir einen Stich im Herzen; vor meinen Augen tanzten Sterne. -— Was hat er gesagt, mein Höslein verkehrt? — Es war wohl so! — Das -Hintere war vorn, das Vordere war hinten, und kein einzig Knöpflein war -zu.</p> - -<p>„Ist ja kein Unglück“, sagte der Pfarrer, „hast es halt ein wenig -schnell gemacht. Setz’ die Laterne da auf den Stein, und mach’ Ordnung, -ich wart’ auf dich.“</p> - -<p>Ich ging hinauf in das Dickicht und zog aus und zog an, und eilte, daß -doch der Knecht dieweilen nicht sterbe, und endlich, als alles recht -saß, barg ich mein Gesicht in den Ellbogen.</p> - -<p>Um mich aus der Verlegenheit zu befreien, begann der Greis ein -Gespräch und erkundigte sich um die näheren Zustände des Knechtes. Er -beschleunigte seine Schritte und sagte mir, daß es für einen Priester -sehr peinlich sei, auf seinem Versehgange zum Kranken nur mehr einen -Toten zu treffen und unverrichteter Sache wieder zurückkehren zu -müssen. „Einmal hab’ ich das erfahren, mein lieber Kleiner. Es war vor<span class="pagenum"><a name="Seite_35" id="Seite_35">–35–</a></span> -mehreren Jahren. Ich wurde hinein in die Kiengräben zu einem Holzhauer -gerufen, den als Wilderer die Kugel eines Jägers getroffen hatte. -Sein einzig Sehnen war nach einem Priester; stundenlang rang er mit -dem Tode und in Verzweiflung rief er: Ich muß warten auf meinen Gott -und Richter. — Aber der Weg bis in die Kiengräben ist weit, und ich -fand den Mann erstarrt, und auf seinen Zügen und in seinem gebrochenen -Auge lag noch die Todespein. — Im Chorrock, und auf den Händen das -Sakrament, so mußte ich wieder umkehren; und auf demselben Gang hab’ -ich keine einzige Vogelstimme gehört im Walde, und mir ist so schwer -und weh gewesen, als hätten mich alle unerlösten Seelen der Erde -verfolgt. Kleiner, was das heißt, ein Priester sein — es ist nicht zu -sagen!“</p> - -<p>Der Pfarrer schwieg, trocknete seine Stirn, und wir schritten weiter -und weiter.</p> - -<p>Wir stiegen den Berghang hinan gegen unser Haus. Die Nebel hatten -sich aufgelöst, und die Sonne stand schon ziemlich hoch am tiefblauen -Himmel. Die Almglocken klangen auf den Höhen, und zeitweilig hörte man, -in hohen Lüften getragen, das helle Jauchzen eines freudigen Menschen. -— Ei wohl, unser Knecht hatte auch schön gesungen und hell gejauchzt, -und an diesem lieblichen Morgen soll er gar auf dem Totenbette sein!</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_36" id="Seite_36">–36–</a></span></p> - -<p>Das Haus stand still und traurig auf der Anhöhe. Wohl glänzte die -Sonne in den Fenstern, aber diese sahen uns entgegen, wie verglaste, -verweinte Augen.</p> - -<p>Ich zitterte vor Angst; ich hielt die Laterne hoch und das Glöcklein -ließ ich klingen. Niemand kam uns entgegen, niemand kniete vor dem -Hause, um sich den Segen des nahenden Heilandes zu erbitten. Die Türen -waren offen, wir gingen in das Haus und durch die Vorlauben in die -Stube. Es war niemand da, nur die Uhr an der Wand tickte und tickte.</p> - -<p>Der Kranke ist noch auf dem Heuboden, dachte ich, und sie sind alle bei -ihm. Der Pfarrer stellte das Sakrament auf den Tisch und sank erschöpft -auf die Bank daneben. Ich eilte auf den Heuboden und rief laut, daß wir -da seien. Der Heuboden war still und dunkel, nur das frischduftende -Heu war da. Und das Bett des Knechtes war leer! — Da erfaßte mich ein -Grauen, und ich lief zurück in die Stube: „Kein Mensch ist da, kein -Mensch im ganzen Hause; sie haben ihn gar schon fortgetragen!“</p> - -<p>Da erhob sich der Priester, sein Antlitz rötete sich und er sah mich -an mit strengem Blicke. Ich brach in ein Weinen aus. Wir ließen die -Heiligtümer auf dem Tische stehen und gingen vor das Haus, und ich -rief, was ich rufen konnte, nach den Leuten.</p> - -<p>Endlich hörte ich von dem Schachen herüber halb<span class="pagenum"><a name="Seite_37" id="Seite_37">–37–</a></span>verhallte Schläge. Ich -lief gegen den Wald und schrie, und mein Schreien wurde aus Angst und -Furcht schier zum Kreischen.</p> - -<p>„Sakra, was ist denn das für ein abscheulicher Lärm da unten? Was hat’s -denn?“ hörte ich plötzlich eine Stimme von dem Wipfel einer hohen -Fichte her.</p> - -<p>Ich schau’ hinauf, hör’ ihn, seh’ ihn — es ist der Hansjörgl.</p> - -<p>Und er hackt die Äste herab, einen um den andern, und singt und -jauchzt. Da lauf’ ich wohl wieder zurück zum Hause, zum Pfarrer, -auf daß ich niederfalle vor ihm auf die Kniee und ihn tausendmal um -Verzeihung bitte, daß der Knecht wieder kernblitzgesund ist und von den -Bäumen die Äste herabhackt zur Streu für die Rinder.</p> - -<p>Aber wie ich zurückkomme, steht schon der Bauer vor dem Pfarrer und -bringt Entschuldigungen vor. Der Knecht habe gestern ein klein wenig -mehr von Speisen zu sich genommen, weil die Gürtelspreng’ gewesen sei, -und d’rauf habe er in der Nacht so einen heftigen Kolikanfall bekommen, -daß schon alle gemeint, es sei sein letztes End’. Deswegen habe er -gleich um den Priester geschickt, aber die Krankheit habe bald darauf -nachgelassen, und der Hansjörgl habe in der Früh wieder rechtschaffen -viel Kässuppe gegessen. Man habe hernach wohl einen zweiten<span class="pagenum"><a name="Seite_38" id="Seite_38">–38–</a></span> Boten -geschickt, daß der Herr Pfarrer nur daheim bleiben möge, aber dieser -Bote sei wahrscheinlich einen andern Weg gegangen, und so sei es -geschehen, wie es geschehen war.</p> - -<p>In der Stube aber brannte das geweihte Wachslicht und stand das -geistliche Brot. Sollte nun der Pfarrer wirklich mit dem Hochwürdigsten -unverrichteter Sache zurückkehren müssen, was er so gefürchtet? -Oder will er auf der Alm die Messe lesen und selbst das Himmelsbrot -verzehren? Oder will jemand sterbenskrank werden, auf daß er die -bereitete Wegzehrung genießen dürfte?</p> - -<p>Ich sann auf Wege, sann auf Stege. Und endlich hatte ich was ersonnen. -Ich war noch nüchtern. Aus Liebe zum alten Herrn, der mich in der Seele -erbarmte, bekannte ich ihm auf der Ofenbank meine Sünden, und so konnte -ich nun der Kommunion teilhaftig werden.</p> - -<p>Und als die Handlung vorüber war, legte der Pfarrer den Chorrock ab -und atmete auf. Die Bäuerin, die nun auch von der Weide gekommen, gab -mir meine Morgensuppe und wollte dem Herrn Pfarrer mit Butter und -einer Eierspeise aufwarten; er konnte aber nichts genießen, weil er an -demselben Tage noch die Messe zu lesen hatte. So mußte der gute Mann -fasten, weil unser Knecht Tags zuvor so ungebührlich gegessen hatte, -und so mußte ich eine<span class="pagenum"><a name="Seite_39" id="Seite_39">–39–</a></span> Beichte ablegen, weil unser Knecht Tags zuvor -gegen die Mäßigkeit gesündigt hatte, und so endete in demselben Jahre -das Fest der Gürtelsprenge.</p> - -<p>Dafür hatte ich heute Feiertag und durfte den Pfarrer wieder nach -Kathrein begleiten. Als wir über den Hang hinabstiegen, hörten wir -Hansjörgl, den Knecht, von den Waldwipfeln herüber jauchzen. Der -Pfarrer stand still und sagte zu mir: „Was meinst, Kleiner, hört sich -das nicht besser, wie Totenglocken?“</p> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_41" id="Seite_41"></a></span></p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs5" name="signet_ddgs5"> - <img class="padtop3 h10em mbot3" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<h2 class="nobreak mbot3" id="Wilhelm_Raabe_Marsch">Wilhelm Raabe:<br /> - -Der Marsch<br /> -nach Hause.</h2> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_42" id="Seite_42"></a></span></p> - -<p class="mbot3">Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers und des Verlegers abgedruckt -aus dem 2. Bande von Wilhelm Raabes „Gesammelten Erzählungen“ (Berlin: -Verlag von Otto Janke, 1901).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_43" id="Seite_43">–43–</a></span></p> - -<p class="s2 center mbot1">Der Marsch nach Hause.</p> - -</div> - -<h3 id="Marsch_1">1.</h3> - -<p class="p0"><span class="drop-cap">A</span>m siebenten August des Jahres Sechzehnhundertvierundsiebenzig als -am Geburtstagsfeste des Schutzheiligen des Ortes und der Gegend, des -heiligen Gebhard, herrschte ein reges Leben in der alten Stadt Bregenz -am Bodensee und rings um dieselbe. Seit langen Jahren hatte das Volk -diesen Tag nicht mit solchem Eifer und so fröhlichen Herzens gefeiert -wie heute.</p> - -<p>Schon am frühen Morgen hatte kaiserliches Geschütz von der Klause über -der Unnot und bürgerliches Böllergeknall von den Mauern der Stadt und -den umliegenden Höhen dem Heiligen die gebührende Ehre gegeben, und -Glocken und Glöcklein aus Kirchen und Klöstern waren schier den ganzen -Tag über nicht still geworden. Und es war ein schöner, ein heiterer -Tag, der ebenfalls dem Heiligen alle Ehre gab. Leise spielten die -Wellen des großen Sees an die Ufer, und die fernsten Berggiebel und -Hörner des graubündner Landes südlich über dem Rheintal, die Roja, -die Schwestern von Frastanz, die Scesa plana,<span class="pagenum"><a name="Seite_44" id="Seite_44">–44–</a></span> der Kalanda und die -Grauhörner blitzten mit ihren Schneefeldern im heitern Licht herüber, -während die näherzu aufgetürmten Riesen von St. Gallen und Appenzell, -der Gonzen, der Alwier, der Kamor, der Hohen Kasten und der alte Säntis -mit allen Zacken und Rissen, ein mächtiger Bergkamm, in wundervoller -Klarheit sich vom blauen Himmel abhoben. Wer die Hand über die Augen -hielt, um dieselben gegen das Glänzen und Leuchten des Wassers zu -schirmen, der mochte selbst im fernen Hegäu die dunklen Kegel des -Hohentwiel und Hohenkrähen deutlich erkennen.</p> - -<p>An der Kapelle am See, wo die Gebeine der im Jahre 1407 gegen die -Appenzeller Hirten Gefallenen ruhen, und wo der Graf Wilhelm von -Monfort mit allen Rittern des St. Jürgenschildes nach dem gewonnenen -Siege kniete, und der Ruf Ehrguta! Ehrguta! zum ersten Mal hell -hinausgerufen wurde, um durch Jahrhunderte in den Gassen der alten -Römerstadt Bregenz nicht zu verhallen, waren die Schiffe und Kähne der -Gäste aus dem Allgäu und dem Thurgäu mit Seilen und Ketten angelegt. -Viel Volk war aus dem Walde gekommen, und die Benediktiner von Mehrerau -und die Pfaffheit in der Stadt mochten den Tag wohl loben; denn wie bei -allen solchen, vom Wetter und dem Lebensmut der Menschen begünstigten, -feierlichen Gelegenheiten fiel<span class="pagenum"><a name="Seite_45" id="Seite_45">–45–</a></span> mancherlei für sie ab, was sie gar wohl -gebrauchen konnten und mit Dank und gutem Gegenwillen gern hinnahmen.</p> - -<p>Wenn nun schon am Seeufer, wie gesagt, ein munteres Leben herrschte, -so nahm dieses mehr und mehr zu auf allen Wegen, die zu dem grauen -Mauerviereck der Römerstadt emporführten, wurde aber am buntesten auf -den waldigen Pfaden, auf welchen man rechts von der Stadt die Höhe des -Pfannenbergs erreicht; denn dort hinauf oder hinab mußte ja das Volk, -welches den heiligen Gebhard zu seinem Geburtstage grüßen wollte, -oder ihn bereits gegrüßt hatte. Wir gehen mit den Emporsteigenden, -um nachher mit einem einzelnen Gaste des guten Bischofs wieder -herabsteigen zu können.</p> - -<p>Der Heilige würde sich sicherlich nicht wenig gewundert haben, wenn er -heute die Stätte gesehen hätte, wo einstmals seine Wiege stand. Die -Natur hatte wohl Zeit gehabt, ihre verschönernde Hand an das schlimme -Denkmal der schwedischen Furie vom Jahre Sechzehnhundertsechsundvierzig -zu legen; allein alles hatte sie doch längst nicht auszugleichen -vermocht. Da blickten die gewaltigen, zerrissenen, von der Flamme -geschwärzten Mauern und Türme von Hohen-Bregenz immer noch grimmig -auf den jungen, freudigen Waldwuchs, der sich zwischen und an sie -gedrängt hatte, herab. Und wie manches gefiederte<span class="pagenum"><a name="Seite_46" id="Seite_46">–46–</a></span> Samenkörnlein -Wurzeln geschlagen haben mochte in den Schießscharten und leeren -Fensteröffnungen, die grause Göttin Bellona lachte doch nur höhnischer -durch die schwankenden Kräuter und den kletternden Efeu. Das Gras und -die Herbstastern, die Königskerzen und die Sternblumen hatten noch -nicht den Sieg gewonnen über den Brandschutt des wilden Feldmarschalls -Karl Gustav Wrangel. Hätte das Volk eine ebensolche Miene gemacht, -wie die Geburtsstätte seines Heiligen auf der schönen, vorspringenden -Kuppe des Pfannenberges, so wäre das Fest gewißlich nicht so heiter -anzuschauen gewesen.</p> - -<p>Aber die arme, gequälte Menschheit vergißt Gottlob leicht und schnell. -Die frohe Menge, die innerhalb der niedergeworfenen Burgmauern lagerte, -den Wald ringsum füllte und auf allen Pfaden zog, ärgerte sich heute -gar wenig an dem, was vor mehr als siebenundzwanzig Jahren geschehen -war, und das historische Faktum diente höchstens noch einigen älteren -Leuten zu einer nicht unannehmlichen Unterhaltung.</p> - -<p>Freilich war die schwedische Hand auf den armen Mann und kleinen -Bürger am Schluß des Jahres sechsundvierzig verhältnißmäßig ziemlich -leicht gefallen, denn der General Wrangel hatte an dem Adel und der -Geistlichkeit so gute Beute gemacht, daß er das Geringere gern und -willig an Ort und Stelle beließ. Die Geistlichkeit und der Adel hatten<span class="pagenum"><a name="Seite_47" id="Seite_47">–47–</a></span> -nämlich alle ihre Schätze und Habseligkeiten weit aus dem Lande umher -in die feste Römerstadt geflüchtet, und als der falsche Kommandant -der Klause am See seine Tore verräterischer Weise öffnete, da fand -der Schwede alles recht ordentlich, hübsch und lieblich beieinander, -und mochte sich wohl die Hände reiben. Wer heute Schweden bereist und -nach Skogkloster kommt, der wird daselbst wohl noch allerlei gute -Dinge finden, welche der Wrangel damals aus Brigantium mit sich nahm, -und welche die Erben aus dem Allgäu und dem Vorarlberg nun doch wohl -vergeblich zurückfordern möchten.</p> - -<p>In der Mitte der Ruinen, auf der Stelle, wo seit dem Jahre 1723 die -Kirche des einstigen Burgherrn von Hohen-Bregenz und spätern Heiligen -steht, war heute am 7. August 1674 der Boden von Schutt und Trümmern -gereinigt, und für den festlichen Tag ein mit Blumen geschmückter, -mit Lichtern bedeckter Altar errichtet, an welchem die Benediktiner -von Mehrerau der Feierlichkeit vorstanden. Hier befand sich der -Mittelpunkt des Gewimmels, doch im weitern Umkreise war dasselbe auch -nicht viel geringer. Da waren in den verwüsteten Räumen der Burg, im -grünen Grase, unter den Bäumen Tische und Bänke aufgestellt und Fässer -zusammengerollt und aufgelegt, da gab es mancherlei gute Sachen für den -Mund und die Augen, und die Geburtstagsgäste saßen an<span class="pagenum"><a name="Seite_48" id="Seite_48">–48–</a></span> den Tischen und -lagerten im Grase und drängten sich um die Fässer und feilschten an den -Tischen der Verkäufer von Rosenkränzen und Kreuzen und Heiligenbildern, -und an einem der Tische saß einer der Helden dieser Historia einsam -und allein vor der Flasche und dem Glase, und nickte mit dem Kopfe, -und blinzelte in das Gewühl seliglich, im Rücken gedeckt von einem -rauchgeschwärzten Mauerwinkel, überschattet von einem Ahornstrauch, -unbekümmert um das Glöckleinklingeln der Geistlichen, die Töne der -Musik im Walde, das Jauchzen und helle Lachen der Buben und Mädeln — -einer der beiden Helden dieser Historia, der brave Korporal <em class="gesperrt">Sven -Knudson Knäckabröd</em> aus Jönköping am Wetternsee, welcher zuerst mit -dem großen Feldmarschall Karl Gustav Wrangel hierher gekommen war.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_2">2.</h3> - -</div> - -<p>Der Korporal hatte das Kinn auf beide Fäuste gestützt, er blinzelte -lächerlich-nachdenklich mit den schwimmenden Augen, und von Zeit zu -Zeit schüttelte er den grauen Kopf und fuhr mit der Rückseite der Hand -über die braunrote, ehrliche, wenn auch nicht ehrwürdige Nase; es kam -ihm selber ganz verwunderlich vor, daß er hier saß, und zwar zum<span class="pagenum"><a name="Seite_49" id="Seite_49">–49–</a></span> -zweiten Mal, und zwar unter gänzlich veränderten Um- und Zuständen. -Er hatte des guten Tirolers manchen ehrlichen Schoppen genossen, und -es war eben kein Wunder, wenn er das bunte, bewegte Treiben vor und -um sich in einem phantastischen Zauberlicht sah; aber sein seltsam -Geschick hatte ihn wahrlich berufen, an dieser Stelle auch ohne den -roten Tiroler mancherlei Gesichte zu erschauen. Er schüttelte den Kopf, -wehmütig und doch lustig, wie er daran gedachte, auf welche Art er -damals in der Burg des heiligen Bischofs Gebhard anlangte. Wahrlich -nicht um sich wie heute breit und bequem im Schatten eines grünen -Ahorns vor dem Becher niederzulassen! Damals war die Welt verschneit, -und die Eiszapfen hingen an den Fichtennadeln und Tannenzweigen, -an den kahlen Ästen der Eichen und Buchen und an den Bärten der -zehntausend Kameraden, welche durch den Allgäu zum bregenzer Sturm -heranmarschiert waren. Damals handhabte er, der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd, seine Arkebuse wie die anderen, stand wie die anderen in -Rauch, Dampf und Feuer und stieg bergan den Pfannenberg, über Leichen -und Verwundete. Damals half er den Geschützmeistern die Kartaunen in -die rechte Position bringen und war unter den ersten an der Zugbrücke, -als das Tor von Hohen-Bregenz zersplitterte, die Mauer schwankte und -vornüber brach und den Graben für<span class="pagenum"><a name="Seite_50" id="Seite_50">–50–</a></span> den verlorenen Haufen weg-, sprung- -und sturmgerecht machte. Er befand sich natürlich auch unter dem -verlorenen Haufen und schlug mit umgekehrter Muskete wacker drein, als -das kaiserliche Kriegsvolk immer noch den Eingang streitig machte; er -erwarb sich großes Lob bei seinem Hauptmann, und als der Feldmarschall -nachher auf den Berg kam, die gemachte Arbeit in der Nähe zu sehen, da -war der Korporal Sven voran unter denen, welche am lautesten Viktoria -schreien durften.</p> - -<p>„Ooooh!“ stöhnte der Korporal am Nachmittag des vierten Augusts 1674, -in allen Reizen der Erinnerung schwelgend, und legte sich schwer -auf die linke Seite und schlug mit der rechten Faust gewaltig auf -den Tisch. Um seine Gefühle deutlich zu machen, hatte er nichts -weiter hinzuzusetzen; aber <em class="gesperrt">wir</em> haben noch einiges über seine -Vorgeschichte zu berichten, um <em class="gesperrt">unseren</em> Gefühlen gegen ihn -gerecht zu werden.</p> - -<p>Den Fürberg hinauf und um den Fürberg herum, in den verschneiten -Wäldern und Klüften dauerten die Scharmützel zwischen den Schweden -und den Kaiserlichen auch nach der Einnahme von Stadt und Schloß -Bregenz tagelang fort, und heute noch richtet auf dem Pfänder der -Turist den Blick oder das Fernrohr auf eine der großartigsten -Landschaftsrundsichten Europas aus den halbversunkenen Verschanzungen -jener blutigen Wochen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_51" id="Seite_51">–51–</a></span></p> - -<p>Ein beträchtlicher Haufen der Sieger drang plündernd, sengend und -brennend tiefer in den Wald, scheuchte das Volk dörferweise vor -sich her, oder jagte es vereinzelt in unwegsame Felsenschluchten -oder versteckte Täler, wie solches seit dem Jahre 1618 bei allen -kriegführenden Parteien auf des römischen Reiches heiligem Boden -Brauch, Sitte und Gewohnheit geworden war. Auch unter dieser -Heldenschar befand sich der Korporal Sven Knudson Knäckabröd, und -dieser Expedition hatte er es zu verdanken, daß er im August des Jahres -1674 sich noch immer in der Gegend befand und am Tage des heiligen -Gebhard auf dessen von ihm, Sven, selber zerstörten Burg friedlich -und gemütlich vor dem Becher saß. An diesen schwedischen Streifzug -in den ersten Tagen Anno Domini 1647 knüpft sich nämlich einer jener -gar nicht seltenen schönen Züge weiblichen Mutes, weiblicher Wut und -weiblicher Tapferkeit, von denen uns die von den Männern geschriebenen -Geschichtswerke in verlegener und etwas bänglicher Bewunderung Kunde -geben.</p> - -<p>Zwischen Lingenau und Hüttisau schlugen am 4. Januar 1647 die -vorarlbergischen Ehefrauen und Schmelgen, das ist: die jungen Mädchen, -die eingedrungenen Schweden bis auf den letzten Mann tot, und nur -der letzte Mann entkam, das heißt, er — der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd — wurde<span class="pagenum"><a name="Seite_52" id="Seite_52">–52–</a></span> schwer verwundet von der Wirtin zur Taube in -Alberschwende, Frau Fortunata Madlenerin, gefangen genommen und unter -sonderlichen Umständen von ihr gegen das blutdürstige Andringen der -erbarmungsloseren Kampfgenossinnen mit Erfolg verteidigt.</p> - -<p>Die Männer, welche sich von diesem Überfall am „roten Egg“ -wahrscheinlich aus Bescheidenheit fern gehalten hatten, durften -natürlich auch nicht in die dem Kampfe folgenden Verhandlungen -dreinschwatzen; sie läuten jedoch heute noch je am 4. Januar -Nachmittags zwei Uhr die Glocken zur Ehre und zum Gedächtnis der -Heldentat ihrer besseren Hälften.</p> - -<p>Um zwei Uhr nachmittags lagen im blutigen Schnee am roten Egg die -schwedischen Grobiane, zerschmettert von Kugeln, Baumstämmen und -Felsentrümmern, zerhackt von Beil-, Schwert- und Hellebardenhieben, -still, und die Weiber vom Walde tanzten wutentbrannt um die Leichen. -Die Frau Wirtin zur Taube aber, eine junge Wittib, die keine geringe -Rolle in der Schlacht gespielt hatte, brachte eben ihr Beutestück, -nämlich den Korporal Knäckabröd, in Sicherheit.</p> - -<p>Das hatte seine Schwierigkeiten! Denn kurz nachdem sie entdeckt hatte, -es sei noch einiges Leben in dem gleichfalls arg mitgenommenen armen -Sven, war dieselbe Bemerkung von drei anderen Kriegs<span class="pagenum"><a name="Seite_53" id="Seite_53">–53–</a></span>gesellinnen -gemacht worden, und diese drei befanden sich noch nicht in der -Stimmung, den alten, lieben Beruf der Frauen, die barmherzigen -Schwestern und Krankenwärterinnen zu spielen, schon jetzt wieder -aufzunehmen. Im Gegenteil! Mit den Waffen in den Händen hatten sie -sich auf den unseligen, zappelnden Tropf gestürzt und wie die Frau -Fortunata zugepackt, und es gab ein arges Gezerr an Arm und Bein, an -den Fetzen des Wamses oder am Bandelier, und die Taubenwirtin hatte -alle Mühe, die erbosten Hiebe und Stöße durch ihr Geschrei oder -mit dem guten Schwerte, welches ihr seliger Gatte im Winkel hatte -stehen lassen, abzuwehren. Es war ein großes Glück für den Korporal -Sven, daß ihr Ansehen mächtig war unter den Wälderinnen, daß sie den -Plan zum Überfall angegeben hatte, und daß ihr Haus und Zeichen in -Alberschwende einen herrlichen Ruhm und Ruf besaß, weit hinaus nach -allen vier Weltgegenden; denn dem allein verdankte er sein Leben nach -der Niederlegung seiner Genossen an dem Fallenbache am roten Egg!</p> - -<p>Als doppelte Siegerin führte ihn seine Retterin auf einem Karren -in ihr Haus zu Alberschwende unter der Lorena, ließ ihn da zuerst -hinter verriegelter Tür auf ein Strohlager neben ihrem Schanktisch, -dann in ein besseres Bett legen und besorgte den ersten Verband -seiner Wunden selber. Er aber er<span class="pagenum"><a name="Seite_54" id="Seite_54">–54–</a></span>wachte erst nach längeren Wochen aus -seiner Betäubung und wußte dann durchaus nicht anzugeben, was mit ihm -vorgefallen sei, und wo er sich befinde.</p> - -<p>Der Korporal Sven Knudson Knäckabröd wußte eigentlich noch heute, -<span class="nowrap">d. h.</span> im Jahre 1674, nicht, wo er sich eigentlich befinde, und das -war gar nicht so sonderbar. Seit er Anno Dreißig mit dem großen -Gustavus Adolfus, dem streitbaren Löwen aus Mitternacht, auf Usedom -in der pommerschen Bucht landete, war er sechzehn Jahre lang durch -solchen Wirrwarr hin- und hermarschiert, daß für einen Mann, der -nicht Gelegenheit gehabt hatte, die Geographie zu studieren, sich das -Bild der Welt wohl verwirren mochte. Hatte doch selbst der Oberst -Wrangel, unter dessen Kommando er damals seine Kriegszüge begann, und -der während der Zeit längst Feldmarschall geworden war, Mühe, sich in -dieser Beziehung die Landkarte klar zu halten.</p> - -<p>„Donner und Nordlicht!“ sagte der Korporal am 7. August 1674, legte -sich schwer auf den rechten Ellenbogen und schlug mit der linken Faust -auf den Tisch. Ja wohl, ein Mann, dessen Leben dicht an der Grenze -des ewigen Eises, dem Nordpol nahe, begonnen hatte, der den Krieg mit -allen Nationen Europas, mit Deutschen, Franzosen und Hispaniern, mit -Italienern, Dänen, Polen und Moskowitern sah, der dann sechsundzwanzig -Jahre des tiefsten<span class="pagenum"><a name="Seite_55" id="Seite_55">–55–</a></span> Friedens unter dem Hirtenvolk des Vorarlberges -vollendet hatte, mochte wohl bei einiger Überlegung seines Daseins: -Donner und Nordlicht! sagen.</p> - -<p>Die Frau Fortunata hatte am Fallenbach wohl nicht gedacht, welch eine -schwere Last sie sich für die nächsten Zeiten durch ihr gutes Herz -auf den Hals lud. Sie bekam ihre große Not mit ihrem Schweden, dem -noch drei Jahre lang nach dem Sturm auf Bregenz das ganze Land rings -umher nach dem Leben stand. Es fand sich, daß sie ihn nur dadurch vor -allen den verschiedenen Nachstellungen retten konnte, daß sie ihn zur -Kindsmagd machte, dem wilden Arkebusierer ihr unmündig Töchterlein zur -Wartung in die Arme gab und ihn im Haus an ihr Schürzenband geknüpft -hielt, bis das erste Gras über die Blutzeit gewachsen war, bis die -Alten den „schwedischen Mann“ ohne Mordsinn ansehen konnten, und die -Jungen ihn als ein natürlich gegeben Ding nahmen.</p> - -<p>Da saß der Korporal Sven Knäckabröd denn in den Bergen verzaubert -neben der Wiege der kleinen Aloysia: er, der mit dem glorreichen -und sieghaften König Gustavus Adolfus über das Meer gefahren war -und in hundert grimmigen Schlachten in die Linie rückte gegen den -Tilly, den Wallenstein, den Pappenheim und hundert andere gewaltige -Kriegshauptleute! Da saß er und spann nicht nur Trübsal,<span class="pagenum"><a name="Seite_56" id="Seite_56">–56–</a></span> sondern auch -wirklichen Flachs und Werg, und wenn das Kind schrie, so rief die -Frau Fortunata: „He, Schwen, sing ihm!“ und der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd sang.</p> - -<p>Potz Lappland und kein Ende — dabei ließ sich dann recht hübsch -an allerhand anderes denken! Zum Beispiel an die graue, nebelige, -flammende Ebene von Breitenfeld oder von Lützen, an den Kommandoruf vor -der Front, an die rasselnden Reitergeschwader, die blauen und gelben -Fußregimenter, wie sie gegen die kaiserlichen Batterieen am Floßgraben -vorstürzten, zurückfluteten, wieder vorstürzten, unter den Hufen und -Füßen die Toten und die Verwundeten in Harnisch und in Büffelwams -zerstampften!</p> - -<p>Wenn dann wieder der Kommandoruf der Wirtin zur Taube in solche -Träumereien klang, gab es wohl ein sonderlich Auffahren, und ohne die -kleine Aloysia hätte das Ding am letzten Ende doch noch einen traurigen -Ausgang mit dem armen, verloren gegangenen schwedischen Mann genommen.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_3">3.</h3> - -</div> - -<p>Du lieber Himmel, eine Zeitlang, so um das Jahr 1665 herum, trug er, -der Korporal, sich mit dem Gedanken, ob er sich nicht dadurch am -leichtesten<span class="pagenum"><a name="Seite_57" id="Seite_57">–57–</a></span> ranzionieren und zugleich seinem dankbaren Gemüte am -angenehmsten Genüge leisten könne, wenn er die junge Wittib freie -und selber Taubenwirt zu Alberschwende werde. Eine Weile lang hatte -der gute Sven die größte Lust, auch einmal das Wagstück auszuführen -und zu rufen: „Ho, Frau Fortunata, sing!“, aber zuletzt wagte er es -doch nicht, abgesehen davon, daß er seinen lutherischen Glauben, oder -vielmehr den Glauben hochseliger königlicher Majestät Gustavi Adolfi — -denn er selbst machte sich nicht viel daraus — doch nicht gern in die -Schanze schlagen wollte.</p> - -<p>Es blieb also dabei: „He, Korperal, sing!“ und Sven Knudson Knäckabröd -sang; aber wie melodisch, das wollen wir lieber doch nicht weiter -aufrühren. Er war eine gute Kindsmagd, und als seine Dienstjahre in -dieser Hinsicht als beendet angesehen werden konnten, da tat ihm das -fast leid, und als braver Veteran behielt er für alle Zeiten eine tiefe -Zuneigung zu dem frühern Dienstverhältnis. Als die kleine Aloysia zehn -Jahre alt geworden war, hatte das Gebirgsvolk so ziemlich vergessen, -auf welche Art und Weise der schwedische Mann in seine Mitte geraten -war, und die Frau Fortunata konnte ihn allein laufen lassen.</p> - -<p>Er lief aber immer noch nicht allein; auch die kleine Aloysia Madlener -hielt fürderhin in Treuen<span class="pagenum"><a name="Seite_58" id="Seite_58">–58–</a></span> an ihm, und die beiden schickten sich gar -wohl in einander im Dorf, im Wald und auf den Matten bei jeglicher Lust -und Arbeit.</p> - -<p>Wer jene holdselige Gegend kennt, der weiß, daß im Süden des Dorfes -Alberschwende der Pfad sich steil, anfangs durch Gehölz und dann über -schöne Wiesen, zu einem Bergsattel emporzieht, die Lorena geheißen. Wer -ihn heute geht, der findet unterwegs, ehe er zu dem herrlichen Gipfel -gelangt, drei Sennhütten; um die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts -aber lag nur eine dort, und diese ein wenig höher, der Kuppe näher, -am Rande eines Tannenwaldes, und die Hütte, der Wald und die Wiesen -ringsumher gehörten dem Taubenwirtshaus drunten im Dorfe, und die Frau -Fortunata hatte das Besitztum einst als ein trefflich Nestei dem jetzo -seliglich abgeschiedenen Gatten mit in die Ehe gebracht.</p> - -<p>In dieses Haus auf der Lorena versetzte die Taubenwirtin ihr Beutestück -aus dem Schwedenkriege um das Jahr 1656, gab ihm Vieh und Weide zu -bester Pflege und Wartung unter, wie sie ihm vordem ihr Töchterlein -anvertraut hatte, und verwendete den Korporal wiederum also geziemlich -und nützlich.</p> - -<p>„Sie sagen, ihr treibt auch daheim sonderliche Zucht mit allerlei -absonderlichen Kreaturen in Milcherei und Käserei, Schwen. Nun seid ihr -lang genug<span class="pagenum"><a name="Seite_59" id="Seite_59">–59–</a></span> bei uns, um zu wissen, was eine Kuh ist, und könnet wohl -einen Ochsen von einem Kalbe unterscheiden. Einen Bub kriegt ihr mit -auf den Berg: also jetzt zeiget euch als einen mit Verstand begabten -Menschen, haltet mir gute Ordnung und zeigt den Nachbarn, daß ich mir -keinen Narren in euch großgezogen habe,“ sprach die Frau Fortunata -Madlener, und Sven Knudson Knäckabröd zeigte sich wahrlich als einer, -der nicht nur mit Renntieren, Elentieren und der Luntenbüchse, sondern -auch, wie mit dem Kinderwiegen, so mit der Milch, der Butter und dem -Käse umzugehen wußte. Es hätte nun bald wenig gefehlt, daß er jetzt -ebenso berühmt wurde, wie er vordem berüchtigt war.</p> - -<p>Nun ließ es sich freilich auf der Lorena lustiger hausen, als in der -niedrigen, dumpfigen, holzvertäfelten Stube drunten in der Taube; -vorzüglich für einen, welcher von früher Jugend an die frische -Luft gewöhnt war; und der Korporal Sven saß manch lieb langes Jahr -dort oben, und ein undankbarer, hartherziger Gesell von Grund aus -hätte er sein müssen, wenn er jetzt nicht sein Geschick allmählich -gelobt hätte. Wir wollen zwar nicht behaupten, daß gerade er vor den -anderen Sterblichen der damaligen Zeiten berufen war, jubilierenden -Herzens in die Pracht und Schönheit der Natur zu blicken, allein -er hatte doch auch seine Freude an dem, was er<span class="pagenum"><a name="Seite_60" id="Seite_60">–60–</a></span> von seiner Tür aus -überschaute. Da hatte er zu seiner Linken den mächtigen See bis in -die fernste verschleierte Ferne; zu seiner Rechten aber, über dem Tal -von Schwarzenberg, da hob es sich empor: Giebel an Giebel, Zacken an -Zacken, Wand über Wand; und die Glocken seiner Kühe klingelten um ihn -her, und Aloysia Madlener kam, erst ein jung, leichtfüßig Kind, dann -eine hübsche Jungfer, und saß wieder bei ihm und suchte ihm jetzt die -Zeit zu vertreiben, wie er früher sie ihr vertrieben hatte.</p> - -<p>Tagelang saß sie oft bei ihm auf der Lorena, und bald kam die Zeit, -wo der kriegerische Kuhhirt Besuche bekam, die ihm gar schön um den -Bart gingen und doch nicht seinetwegen von allen Höhen herab und aus -allen Tälern hinauf zu ihm stiegen. Eitel jung Volk besuchte ihn, die -besten Buben weit umher, und einige gab es darunter, die kamen mit der -Mette und gingen erst mit dem Abendgeläut, bis die Katz’ aus dem Sack -war, und der Fidel Unold, der reiche Sägmüllerssohn, es allen anderen -abgewonnen hatte. Da gingen denn dem Korporal Sven Knudson Knäckabröd -auch wieder einmal die Augen auf, und als er seiner Verblüffung gegen -die Frau Fortunata Luft machte, da stemmte diese auch wieder einmal die -Arme in die Hüften und sprach:</p> - -<p>„Schwen, daß ich einen Esel am roten Egg aufgehoben habe, das wußte -ich nach den ersten drei<span class="pagenum"><a name="Seite_61" id="Seite_61">–61–</a></span> Tagen unserer Bekanntschaft. Na, Alterle, -laßt’s gut sein, ich habe hier unten die Augen offen behalten, während -ihr da oben nur das Maul aufsperrtet und vermeintet, das ganze junge -Volksspiel gehe nur deshalb zu euch her, um eure Lügen und Heldentaten -anzuhören. In acht Wochen ist Hochzeit, und ihr seid freundlich -geladen.“</p> - -<p>In acht Wochen war wirklich die Hochzeit der schönen Aloysia Madlener -und des glücklichen Fidel Unold, und der Korporal Knäckabröd spielte, -obgleich er ein Esel war, doch keine geringe Rolle an dem hohen Tage. -Er tanzte sogar; — erst zu allgemeiner Bewunderung einen schwedischen -Tanz, dann unter lautem Aufkreischen der Weiber und brüllendem -Gelächter der Mannsleute einen Kroatentanz, und zuletzt zu seinem -allereigensten Vergnügen einen zierlichen Ländler mit der Brautmutter, -der Frau Fortunata Madlener; und nur verschiedene alte Weiber, die ihm -einst am roten Egg mit aufgegeigt hatten, schüttelten jetzt noch den -Kopf über ihn.</p> - -<p>Nach den Hochzeiten pflegen die Taufen zu folgen, und so geschah es -auch hier. Gar häufig holte man ihn auch zu solchen Feierlichkeiten -von seiner Höhe herunter, und dann stiegen wiederum kleine Füße zu -ihm hinauf, und — so gingen die Jahre vorüber und hin, und der -Korporal Sven Knudson Knäckabröd, der in seinen jungen Jahren so vieles -durch<span class="pagenum"><a name="Seite_62" id="Seite_62">–62–</a></span>gemacht hatte mit Märschen, Stürmen, Schlachten, Hunger und -Durst, und es gar nicht besser gewußt und gewollt, der saß nun im Fett -und im Frieden und wußte und wollte nichts mehr von der Welt da draußen -vor den Bergen.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_4">4.</h3> - -</div> - -<p>„Wenn sie mich zu Hause und in Ruhe gelassen hätten, wär’s besser und -mir lieber gewesen,“ brummte der schwedische Mann an seinem Tische -auf dem Gebhardsberge unruhig auf- und abrückend. „Das Weibsvolk, das -Weibsvolk, — gibt es wohl Frieden? Nimmer! Kann es wohl einen in -seinem Winkel sitzen lassen? Niemalen! Das muß immer herumwuseln und -zerren und zupfen und einem den Bart streicheln und einem im Notfall -mit Gift anschrillen, wie eine Million Heugaisen, bloß um seine eigene -Million Grillen durchzusetzen. Da sitze ich nun, aber wo sind sie -jetzt, meine Weibsen? Da geht es mir doch wie königlicher Majestät -mit den lappländischen Regimentern Anno Dreißig. Die sollt’ man gegen -den Feind führen?! Kaum hatt’ man sie zusamm’, so hupft’s auseinander -mit Gequak und Gegecker wie ein Sack voll Frösch’, und der Hauptmann -steht allein vor der Batterie und kann aus der Haut fahren. O potz Käs -und Kuhglocken, als die Kleinen<span class="pagenum"><a name="Seite_63" id="Seite_63">–63–</a></span> gestern Nachmittag heraufkrabbelten -und einen Gruß brachten von Mutter und Großmutter und die Nachricht, -heute gehe es nach Hohen-Bregenz zum heiligen Gebhard, da hab’ ich -mir bei ihrer Lust gleich gedacht, daß das für mich ein sonderlich -Vergnügen werden würde. Der Tiroler ist es nicht, die Erinnerung -ist’s, was mich auf den Kopf stellt. Dem roten Egg bin ich seit einem -Menschenalter nicht nahe gekommen, und nun muß ich der Alberschwendener -Weiberstreifpartei hierher als Führer dienen! Ja, sicher wär’s besser -gewesen, wenn sie einen anderen dazu kommandiert hätten, und doch — o, -o, es ist, es ist ein sonderlich Vergnügen. Da hielt der Wrangel! Und -dort fanden wir den Fähndrich Olafsson mit eingeschlagenem Schädel. Ja, -klingelt nur und räuchert nur; ihr klingelt und räuchert uns nicht weg! -Es war eben eine gloriose Wirtschaft, und es ist nur ein Elend, daß man -nicht einen hat, mit welchem man anstoßen könnte: trink, Bruder, die -schwedische Gloria soll leben, — alle guten Gesellen zu Roß und zu Fuß -sollen leben, und du sollst auch leben, Bruderherz! — Wo stecken nur -die Weibsen? Das ist doch keine Art, einen mit der alten Zeit an einem -solchen Ort alleine zu lassen! Ja, wenn ich nur die Kinder hätt’, da -könnt’ ich mich doch woran halten — ho, ho, der rote Tiroler und der -General Wrangel, die haben nun die Oberhand über dich, Sven Knud<span class="pagenum"><a name="Seite_64" id="Seite_64">–64–</a></span>son -Knäckabröd — o Käs und schwer Geschütz, Sven, es ist doch eine Lust -und Annehmlichkeit, heut allhier auf Hohen-Bregenz zu sitzen und Anno -Sechsundvierzig mit dabei gewesen zu sein, als man es mit Sturm nahm; -Herrgott, die Tränen kommen einem vor Wehmütigkeit in die Augen, und -wann ich heut schwedisch reden hört’, ich glaub’, das Heimweh stieße -mir das Herz ab.“</p> - -<p>Die „Weibsen“, welche der Korporal Sven zum heiligen Gebhard hatte -führen müssen, nämlich die Frau Fortunata, die Frau Aloysia und die -kleinen Mädchen der letzteren, hatten ihn natürlich sogleich nach -der Ankunft auf dem Pfannenberge seinem Geschick und eigenen Gaudium -überlassen. Den schwedischen Mann hatten sie immer zur Hand, aber -um den Altar des heiligen Gebhard da gab es Bekannte und Verwandte, -Freunde und Freundinnen, die man nicht immer zur Hand hatte.</p> - -<p>„Ich vertret’ mir die Füß’,“ sagte der Korporal, „es hilft nichts, hier -festzuwachsen. Sie werden mich heute nicht als Spionen hängen, wenn ich -des Ortes Gelegenheit wieder einmal erkunde. Donner, es war doch eine -tüchtige Arbeit, damals bei dem gefrorenen Boden, Schnee und Eis, die -Artillerie den Berg hinauf zu bringen!“</p> - -<p>Er hatte sich erhoben und reckte und dehnte sich und wandelte -schwerfällig durch das Getümmel und<span class="pagenum"><a name="Seite_65" id="Seite_65">–65–</a></span> betrachtete von neuem und von -allen Seiten aus den Schauplatz, auf welchem er selber einst mit -der Pike in der Hand so tapfer mit agieret hatte. Er stieg um die -Ringmauern.</p> - -<p>„Da kamen wir mit den Leitern und verloren manchen guten Mann. Da -wollten die Herren Generals zuerst Bresche legen lassen; aber wir -besannen uns eines Besseren und führten das Geschütz weiter ab. Dort -hinein kamen wir! Vivat, vivat! sieh, sieh, dort stürzt’ ich die zehn -Schuh tief hinunter auf den Kopf und dacht’, es wär’ mein Letztes; -aber ich kam doch schnell genug wieder auf die Füße und war mit unter -den ersten im Tanz! Es ist nicht zum Aushalten, — man muß vor seinen -lieblichsten Erinnerungen Reißaus nehmen, wann es einem so ergangen -ist wie mir. Da sollt’ man ja ersticken. Die Mauern fallen einem auf -den Kopf. Ich denk’, ich nehme wirklich Reißaus und steige nieder zum -See. Solch’ groß’ Wasser hab’ ich ja auch seit dem Elend am Fallenbach -nimmer wieder in der Näh’ zu Gesicht gehabt.“</p> - -<p>Wer des Veltliners zur Genüge trank, der weiß wohl, wie blau ihm der -Himmel werden mag. Dem braven Korporal Sven wurde mehr als eine Fiedel -auf dem Wege, welchen er jetzo ging, gestrichen; aber es klang ihm wie -der Schall von hunderten in das Ohr, und dazu viel andere Instrumente,<span class="pagenum"><a name="Seite_66" id="Seite_66">–66–</a></span> -Pauken und Posaunen, und dann durch alles ein fernes Grummeln, gleich -schwerer Konstablerei in geordneter Feldschlacht. Alle Leute, die -ihm begegneten, freuten sich über ihn; er aber ging so gravitätisch -seines Pfades, als es sich bei der Steilheit des Berges eben tun lassen -wollte, und so kam er hinab an das Ufer des Sees und blickte mit -ernstem Kopfschütteln auf die breite Wasserfläche und wandelte langsam -am Gestade hin, bis zu der Seekapelle, allwo, wie wir bereits sagten, -die Kähne der Gäste, die über das Wasser gekommen waren, an Stricken -und Ketten lagen.</p> - -<p>Wenn es in Bregenz und auf Hohen-Bregenz, in der Stadt und auf dem -Pfannenberg hoch, lustig und lebhaft zuging, so war es desto stiller -am Wasser um diese Zeit. Klar und ruhig lag der See da; die Enten und -Gänse ruderten und tauchten am Ufer, und fern auf der Höhe des Spiegels -schwangen sich blitzend wie silberne Punkte die weißen Seeschwalben im -Kreise, und weiße Segel stiegen über den Horizont herauf, oder tauchten -über ihn hinab, und die Stadt Lindau zur Rechten der Bucht streckte -ihre Türme und Giebel so klar in die Tiefe, wie sie dieselben in den -lichten Himmel emporhob.</p> - -<p>Der schwedische Mann von der Lorena nahm den Hut ab, trocknete sich -die schweißtriefende Stirn und atmete tief und erleichtert; dann aber -schüttelte er<span class="pagenum"><a name="Seite_67" id="Seite_67">–67–</a></span> mehr denn je den Kopf, nachdem er sich auf einen Stein -am Ufer gesetzt und die Hände auf die Kniee geschlagen hatte.</p> - -<p>„Ich hätt’ auch dem nicht nahe gehen dürfen,“ murrte er nach einer -Weile. „Vom Berg aus darauf hinzusehen, hat mir nichts gemacht; aber -in der Nähe ist’s ein anderes, und schlimmer als da oben die Rudera. -Die Weibsen können es nimmermehr verantworten, daß sie mich hierher -geschleppt haben, denn wenn ich sie darhingegen nach Jönköping am -Wetternsee setzen wollt’, so würd’ ich mir wohl allerlei in die Ohren -stopfen müssen, von wegen ihres Geheuls und Heimweh. Jönköping! Da bin -ich umhergezogen mit dem großen Gustav, und nachher mit dem Banner, -dem Torstenson, dem Königsmark und dem Wrangel und hab’ nimmer an den -Wetternsee und meines Vaters Haus zu Jönköping gedacht, und heut hab’ -ich selber Lust, darüber zu heulen wie ein Weib. Jetzt ist mir das -Wasser noch ärger als das Land; — ja wahrlich, als ich mit dem großen -Gustavus Adolfus über das Meer fuhr, da hab’ ich noch nicht gewußt, -daß es doch zuletzt nur zum Kühmelken und Käsemachen ging — o Donner -und Nordlicht, hab’ ich das nur geträumt diese langen sechsundzwanzig -Jahre, oder hab’ ich es wirklich und wahrhaftig erlebt? O ja, da möcht’ -man doch auf Nimmerwiederaufgucken in den See untertauchen!“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_68" id="Seite_68">–68–</a></span></p> - -<p>Er war wild aufgesprungen, und dann tat er noch einen Sprung, hinab vom -Uferrande, doch nicht in das Wasser, sondern in den nächstliegenden -Kahn, den er durch die mächtige Erschütterung fast zum Sinken gebracht -hätte. Schwer fiel er auf die Bank und sah beinahe erschrocken nach -der Stadt Bregenz und dem Berge des heiligen Gebhard hinüber. Aber -niemand hatte ihm auf seine Schliche gepaßt, niemand auf seine Tat Acht -gegeben. Im nächsten Augenblick schon hatte er das Messer gezogen und -mit einem Hieb das haltende Seil zerschnitten. Er war im Rausch, als er -die Ruder ergriff, doch nicht vom roten Tiroler. Drei kräftige Schläge -führten das leichte Fahrzeug hinaus auf den jetzt im linden Südwest -sich kräuselnden See. Es gelang dem Korporal Sven Knudson Knäckabröd, -den kleinen Mast aufzurichten und — er hatte nicht umsonst in seiner -Jugend dem Herrgott halbe Tage mit dem Fischfang auf dem Wetternsee -abgestohlen — das Segel schiffermäßig zu entfalten und zu richten. Er -war nicht im geringsten Schuld daran; allein es war richtig, — er war -seinen Weibsen, der Frau Fortunata, der Frau Aloysia und den kleinen -drei Schmelgen durchgegangen und befand sich bei günstigem Winde auf -der Fahrt nach des heiligen römischen Reiches freier Stadt Lindau im -See.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_69" id="Seite_69">–69–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_5">5.</h3> - -</div> - -<p>Es war gar lieblich auf den Wassern, vorzüglich für einen, der in so -seltsamer Stimmung darüber hinfuhr, wie der schwedische Hirt von der -Lorena. Wenn es still am Ufer unter dem Fürberg war, so war’s noch viel -stiller auf der von der Nachmittagssonne beglänzten Bucht von Bregenz, -und der Korporal Sven hatte eine gute Fahrt. Er saß und hielt die Hände -vor dem Bauch gefaltet und ließ sein Schifflein gleiten vor dem Winde. -Wie jetzt das Ufer hinter ihm versank, oder die Berge sich vielmehr -heraushoben, so hob sich nun auch vor ihm das niedrigere Hügelland des -Allgäus, und vor allem wie eine Stadt aus dem Wunderschatz der Frau -Saga die freie Reichsstadt Lindau.</p> - -<p>Die grauen Mauern, deren Grund der römische Kaiser Tiberius Claudius -Nero legte, als er hier die Rhätier und Vindelicier besiegt hatte, -lagen noch stiller da als der See. Die alten Linden nickten -freundlich-schläfrig von den Bastionen, und die grün und silbern, rot -und goldfarbig glänzenden Turmdächer von Sankt Peter und der heiligen -Dreifaltigkeit — den Diebesturm nicht zu vergessen — luden förmlich -behaglich wie aus der Luft, so aus dem Wasser, den braven Korporal -Sven Knudson Knäckabröd zum Näherkommen ein. In dem kleinen Hafen<span class="pagenum"><a name="Seite_70" id="Seite_70">–70–</a></span> -lagen ruhig, nur da und dorten von einem weißen Spitzhund bewacht, -die Lädinen und Halblädinen, die Segner und Halbsegner und dazwischen -die Lustgondeln der wohlhabenden Reichsstädter, soweit sie sich nicht -zu Bregenz befanden. Nur eine Bürgerschildwacht war auf der Mauer zu -erblicken, und die schlummerte sanft auf ihre Partisane gestützt. Das -Lebendigste auf dem Wall zu Lindau im See waren um diese Stunde die -Fliegen, welche in Scharen über den erwärmten Geschützrohren summten.</p> - -<p>Der Kahn des Schweden schoß, durch den Schatten der Lastschiffe hin, -in den Hafen hinein und an die Hafentreppe, und als der Korporal -sein Schifflein mit einem letzten Ruderschlag dort antrieb, fragte -ihn niemand um das Wohin und Woher, und das war recht gut; denn im -Augenblick hätte er vielleicht auf beides keine Antwort zu geben -gewußt. Seit dem Kolbenschlag am roten Egg war ihm nicht so verworren -zu Mute gewesen, aber trotz allem war ihm heut’ doch die Welt -behaglicher als damals, wo er sich auf dem blutigen Strohlager am -Schanktisch in der Taube zu besinnen suchte.</p> - -<p>Doch wer auf eine solche Weise, wie er, im Hafen von Lindau anlangte, -der mochte, nachdem das Schifflein am Lande lag, wohl selbst den -Hut hin und wieder rücken um die Frage: Was nun? und wohin nun? Der -Korporal Sven stand und blickte an<span class="pagenum"><a name="Seite_71" id="Seite_71">–71–</a></span> der nahen Stadtmauer empor und -durch den dunklen Bogen, welcher in das Innere der Stadt führte, -hindurch und rieb sich die Stirne. In dem nämlichen Augenblick aber -erschien über der Mauerbrüstung ein dicker, roter, von schneeweißem -Haar umflusterter Kopf, der sich ächzend auf zwei gewaltige Fäuste -legte und entsetzlich gähnend auf den See hinausstarrte. Dasselbige -Haupt spie verächtlich von der Mauer der freien Reichsstadt hinab; ein -nicht geringer Mund öffnete sich, und — plötzlich — ganz unvermutet -und von einer solchen Erscheinung auch gar nicht zu vermuten, fing -das Ding an zu singen, und zwar eine Weise, welche im Munde des -schwedischen Volkes schon seit mehr denn hundertfünfzig Jahren umging.</p> - -<p>Und in schwedischer Zunge sang das Unding auf der Mauer heiser und -gräßlich:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „König Gustav reitet nach Dalarne</div> - <div class="verse"> Zum Thing mit den Dalkarlen sein;</div> - <div class="verse"> Doch Christiern liegt vor Södermalm</div> - <div class="verse"> Und frißt gestohlene Schwein;“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p class="p0">und wie heulend in Verdruß, Ärger, Entrüstung und Wehmut:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „König Christiern sitzt in Stockholmschloß</div> - <div class="verse"> Und säuft unsern Met und Wein!“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p>„Blitz und Donner! Alle guten Geister!“ stöhnte der Korporal Sven -Knudson Knäckabröd, versteinert<span class="pagenum"><a name="Seite_72" id="Seite_72">–72–</a></span> nach dem Sänger aufstarrend; doch der -da oben gähnte noch einmal und scheußlicher als zuvor, und fuhr fast -noch unmelodischer fort:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „Hört alles, was ich euch biete an,</div> - <div class="verse"> Vom Tal, ihr meine Mannen:</div> - <div class="verse"> Wollt ihr mir folgen nach Stockholm</div> - <div class="verse"> Und schlagen die Jüten von dannen?“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p>Mit beiden Händen griff der Korporal Sven Knudson Knäckabröd nach -seinem Haupte, wie im wilden Zweifel, ob er dasselbige auch noch auf -den Schultern trage; und als er es noch an Ort und Stelle fand, tat er -einen Satz und brüllte seinerseits zu dem Sänger auf der Mauer hinauf:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „Um’s Rebhuhn und um’s Eichhorn ist’s,</div> - <div class="verse"> Sobald wir zielen, geschehn;</div> - <div class="verse"> Und dem Blutracker Christiern,</div> - <div class="verse"> Dem soll’s nicht besser gehn;“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p class="p0">und die Wirkung nach oben hinauf war nicht geringer, als die von oben -hinunter.</p> - -<p>Auch der da oben schnellte empor und beugte sich über die Brüstung und -schrie:</p> - -<p>„Bei der blauen Fahne Wasa’s, ist ein Spuck, ein Trold aus dem See -aufgestiegen, oder ist’s ein Landsmann? Ho Landsmann? Landsmann!“</p> - -<p>„Ho Landsmann!“ rief der Hirte von der Lorena; aber da er einmal -im Zuge war, so brüllte er weiter,<span class="pagenum"><a name="Seite_73" id="Seite_73">–73–</a></span> daß die Bastionen der freien -Reichsstadt Lindau wie im Schrecken widerhallten:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „Das reißt nun in meiner Seite,</div> - <div class="verse"> Ich fühle mich so beengt;</div> - <div class="verse"> Auch ich hab’ von den Fischen gekostet,</div> - <div class="verse"> Die man in Dalarne fängt.“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p>Die Bürgerschildwacht im Lindenschatten erwachte bei den Mißtönen -aus ihrem süßen Schlummer und faßte zusammenfahrend die Pike an. Die -Mauertreppe aber herab stürzte der Hafenwärtel der freien, frommen und -biderben Reichsstadt Lindau im See, Rolf Kok, umfaßte mit beiden Armen -den Mann von der Lorena, schüttelte ihn heftig und rief:</p> - -<p>„Kerl, in aller Welt Namen, Kerl, Kerl, wo kommst du her? wo bist du -jung geworden? wer bist du?“</p> - -<p>„Arkebusierer Korporal Sven Knudson Knäckabröd im gelben Regiment -Oxenstierna — versprengt im Gebirge — dorten! Melde mich zurück, -Korporal Rolf Rolfson Kok, denn der seid ihr und kein anderer! Die -Finne da auf eurem linken Nasenflügel habe ich sechzehn Jahre lang beim -Aufmarsch in die Linie zur Rechten gehabt, und die Schmarre da habt ihr -von dem Nürnberger Malheur, Korporal Kok. Melde mich zurück, Korporal!“</p> - -<p>„Und wir schreiben Vierundsiebenzig! Mensch, o Mensch, Mensch, du bist -der Sven, den wir hinter seinem Rücken Hahnentritt nannten, von wegen<span class="pagenum"><a name="Seite_74" id="Seite_74">–74–</a></span> -seiner Gangart? Und das passieret einem, nachdem man sich seit Anno -Sechsundvierzig nicht mehr zu Gesicht gekriegt hat, heut hier zu Lindau -an der Hafenmauer? O Sven, wo ist die Kumpaneia? wo Hauptmann, Leutnant -und Fähndrich? wo sind die Fahnen und Trommeln? wo der Herren Generale -Gnaden? Sven Knäckabröd, wo du herkommst, weiß ich noch nicht; aber -ich, ich sitze hier seit dem Lindauer Sturm — erst als Invalid, dann -als Bürger und Ehemann — und als Witwer und Hafenvogt, und sie haben -mir noch nicht einmal meinen Namen gelassen: Meister Gockele nennen -sie mich! ja das Gockele nennen sie mich; und du bist Sven Knudson -Knäckabröd, und wir sind beide mit dem König herübergekommen und -standen mit bei Breitenfeld, bei Lützen und liefen mit bei Nördlingen -und zogen mit dem Wrangel gegen die Schneeberge, o Sven, Korporal Sven, -Kamerad Sven, ich heule wie ein Kind!“</p> - -<p>„Und ich heule mit, Korporal, Kamerad Rolf“, schluchzte der andere. -„Siebenundzwanzig Jahre habe ich bei dem Vieh sitzen müssen, und -nach so großer Gloria und gewaltigen Schlachten habe ich die Kühe -gemolken und Käse gemacht, siebenundzwanzig Jahre durch. Rolf, o Rolf, -Rolfson Kok, am Fallenbach, am roten Egg haben die Weiber uns alle -totgeschlagen, nachdem wir Bregenz da drüben genommen hatten, und heut’ -hat mich erst die gute alte Zeit in<span class="pagenum"><a name="Seite_75" id="Seite_75">–75–</a></span> den Ruderibus verwirret, und -nachher hat mich der Nix über den See gelockt. Im Traum bin ich über -den See gefahren, und der Nix hat gewußt, daß ihr hier auf der Mauer -von Lindau auf mich wartet, Korporal Rolf Rolfson Kok.“</p> - -<p>Sie hielten sich in den Armen, die beiden alten Schweden. Sie küßten -sich, und die Tränen rollten ihnen über die gelbbraunen Backen. Sie -tätschelten sich zärtlich die breiten Buckel und hatten eine Freude -aneinander wie ein Brautpaar im Maienmond. Es war aber auch keine -Kleinigkeit, was ihnen begegnete an diesem Festtage des heiligen -Bischofs Gebhard, den sie und ihre Kriegsgenossen vordem so hart mit -Geschütz und Sturmanlauf bedrängt hatten, und dessen Wiege und Burg der -eine von ihnen mit niederwerfen half.</p> - -<p>Sie waren sehr gerührt, die beiden braven schwedischen Korporale; aber -nach der Rührung kam natürlich wieder um so heftiger der Durst, und -dessen wurden sie nunmehr mit großer Lust inne. Da faßte der Korporal -Gockele den Korporal Hahnentritt unter den Arm und sprach:</p> - -<p>„Komm, Herzensbruder, ich weiß unsern Ort, und will dir daselbsten -etwas zeigen, so dir das Herze erfrischen soll, besser als der kühlste -Trunk aus des Kronenwirtes Keller.“</p> - -<p>Er führte ihn in das Wirtshaus zur Krone.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_76" id="Seite_76">–76–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_6">6.</h3> - -</div> - -<p>Wer heute zu Lindau im See, sei’s mit dem Dampfboot landet, oder mit -dem Bahnzug anpfeift, der findet die Krone noch immer an ihrer Stelle. -Einst zog sich die Stadtmauer dem Wasser entlang davor her: die Mauer -ist längst gefallen, aber das gute, alte Wirtshaus steht noch fröhlich -aufrecht.</p> - -<p>Wer heute durch den gewölbten Torweg geht und die Treppe hinaufsteigt, -der findet auch heute noch zu Anfang eines langen, hellen, weißen -Ganges das, was der Korporal Rolf dem Korporal Sven zu höchster -Herzerfrischung weisen wollte, und mag sich ebenfalls daran erfrischen. -Da hängt nämlich von der Decke herab eine eiserne Kugel an eiserner -Kette, — eine Bombe des Feldmarschalls Karl Gustav Wrangel, und das -Bild des Feldmarschalls hängt an der Wand daneben.</p> - -<p>Beides gehört zu dem Hause seit dem Jahre 1647, seit dem Momente, in -welchem der Herr Feldmarschall diese Bombe in die freie Reichsstadt -Lindau hineinschoß und Grimmiges mit ihr im Sinn hatte, was sich -gottlob nicht erfüllte, denn das Untier durchschlug nur das Dach des -guten Wirtshauses und blieb, ohne weitern Schaden anzurichten, auf dem -Hausboden liegen, — 180 Pfund schwer.</p> - -<p>Damals hat man den unfreundlichen Gast vor<span class="pagenum"><a name="Seite_77" id="Seite_77">–77–</a></span>sichtig aufgehoben, ihn -seiner verderblichen Füllung entledigt und ihn bei ruhiger Zeit an -besagter Kette am Gebälk aufgehängt zum ewigen Gedächtnis des Generals -Wrangel und seines groben Geschützes. Der Korporal Rolf aber hatte -vollständig Recht: im Jahre 1674 gab es keinen bessern Augentrost für -den schwedischen Mann der Wirtin zur Taube in Alberschwende, als diese -Kugel und dies Bildnis in der Krone zu Lindau.</p> - -<p>Im Jahre 1674 sah die Krone nicht so hell und freundlich aus als heute. -Die Wände waren nicht mit Kalk getüncht und noch weniger al fresco mit -heidnischen und christlich ritterlichen mittelalterlichen Festivitäten -bemalt. Aber das Haus war schon damals gut und verdiente seinen Ruf -weit übers Allgäu hinaus, und der Hafenwärtel Rolf Kok, genannt das -Gockele, kannte das Getränk und hatte sein Kerbholz fröhlich hinter der -schwarzbraunen Eichentür der Zechstube. Fürs erste aber stellte er den -wiedergefundenen Kriegskameraden unter die Schwedenkugel, wies auf sie -hin und wies auf das Bild des Feldmarschalls und sagte:</p> - -<p>„Da, Herzbruder, da!“</p> - -<p>Der Hirt von der Lorena rieb sich die trüben Augen, starrte auf die -Bombe, starrte auf das Bildnis seines Generals, tat einen Sprung -und schüttelte sich, als ob er die Jahre und sein Leben unter dem<span class="pagenum"><a name="Seite_78" id="Seite_78">–78–</a></span> -Kommando der Frau Fortunata und sein Leben auf der Lorena mit einem -Ruck abschütteln wolle. Er streckte die ausgebreiteten Arme dem -Feldmarschall und der schwedischen Kugel zu und rief aus vollem Halse:</p> - -<p>„Vivat Gustavus Adolfus! Vivat Gustavus Wrangel! Es leben die Löwen aus -Mitternacht!“</p> - -<p>Und er tat einen zweiten Satz und schrie zum zweiten Mal, daß die Wände -erzitterten, und ein einsamer Zecher nebenan in der Trinkstube sich von -seinem Tisch im Winkel erhob, aufstand und den Kopf aus der offenen Tür -in den Gang vorstreckte. Dem Kopfe nach folgte der übrige Mann, und das -Ganze war wohl einer Schilderung wert.</p> - -<p>In dem alten, langen, hagern und gelben Gesichte mit dem eisgrauen, -spitzgewichsten Knebel- und Schnurrbart umfunkelten zwei kohlschwarze -Augen eine lange, scharfe Nase. Zwei lange, einknickende Beine in -engen, schwarzen Hosen und schwarzen Strümpfen trugen den mit schwarzer -Schoßweste und schwarzem Rock angetanen dünnen Leib, und als die -Kreatur den Hut abnahm und in die Luft schwang, da entblößte sie einen -ratzenkahlen, gelblichen Schädel:</p> - -<p>„Cospetto! O Jesus Maria! Vivat Ferdinandus!“</p> - -<p>Wie auf ein Kommandowort fuhren die beiden Korporale herum, als -ihnen so unvermutet auf ihren<span class="pagenum"><a name="Seite_79" id="Seite_79">–79–</a></span> eigenen schwedischen Schlachtruf das -wohlbekannte Feldgeschrei und die Losung des kaiserlichen Heeres -entgegen schrillte. Und siehe, schon kam der schwarze, lange Mann, auf -sein spanisch Rohr mit dem Messingknopf gestützt, herangehinkt, fegte -in tiefer Verbeugung den Boden mit dem Hutrande und sprach höflichst:</p> - -<p>„Bitte um Permission, Signori; — Kriegskameraden von der andern Seit? -Groß Ehr! groß Ehr! — — Hab das Vergnügen, mich denen Herren zu -rekommandir. Signor Tito Titinio Raffa, Zahlmeister im Regiment zu -Pferd Strozzi. Hatt schon die Ehr vordem bei Breitenfelda, — groß Ehr, -groß Ehr, groß Battaglia! Woll die Herren eintret und niedersitz zu -einem Trunk und freundlich Diskurs? Groß Ehr, viel Vergnügen und gut -Kameradschaft!“</p> - -<p>Mit allem Eifer schüttelten die beiden versprengten schwedischen -Kriegsleute dem versprengten Reitersmann vom Regiment Strozzi -die dargebotene Rechte, und im nächsten Augenblick saßen sie mit -behaglichem Ächzen nieder an dem Tische, von welchem der Herr -Zahlmeister aufgestanden war, um sie zu begrüßen: die Frau Wirtin -zur Taube in Alberschwende hatte um diese Tageszeit, das heißt um -Sonnenuntergang, auf dem Gebhardsberg gut suchen und rufen nach ihrem -treuen Knecht Sven Knudson Knäckabröd aus Jönköping am Wetternsee.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_80" id="Seite_80">–80–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_7">7.</h3> - -</div> - -<p>Die Lichter des Tages waren längst verglüht auf Gefild, Berg, Wald, Tal -und See. Die glänzenden Spitzen des Kamor, des Hohen Kasten und des -Säntis drüben in Appenzellerland hatten sich in der Nacht verloren: der -Mond sollte erst später aufgehen.</p> - -<p>Die Lichter in den Wohnungen der Menschen waren angezündet worden, und -der Tisch der drei Helden in der Krone zu Lindau bot jetzt ein seltsam -Schauspiel dar.</p> - -<p>Wenn der aus dem Land Tirol, der Rote, ein sauber Getränk ist, -das des Menschen Herz erhebt, so hat der Bayern Bier auch seine -löblichen Verdienste, und die drei Krieger tranken davon und hatten -davon getrunken. Die beiden wackeren Schweden saßen wie aus Granit -zurechtgehauen fest, mit den kurzen Tonpfeifen im Munde; aber der -italienische Sprachlehrer Tito Titinio Raffa, vordem Zahlmeister im -Regiment Strozzi, stand aufrecht, soviel ihm das möglich war, focht -wild mit beiden Händen in der Luft umher und beweinte gellend die -schönere Vergangenheit und das Elend der Gegenwart, ja, die schönere -Vergangenheit, deren er Genuß gehabt hatte von dem Tage an, wo sich bei -Breitenfeld nach des Schwedenkönigs Wort eine Krone und zwei Kurhüte an -einem alten Korporal rieben.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_81" id="Seite_81">–81–</a></span></p> - -<p>„Da ging es freilich mit Sang und Klang, mit Pauken und Posaunen herum -im deutschen Lande,“ winselte er. „Die güldenen Ketten fielen einem -aus dem Pulverdampfe um den Hals, und die güldenen Dukaten raffte man -zu Haufen vom Erdboden auf und kümmerte sich wenig drum, wie arg er -zerstampft war. Die Fackeln und Lichter brannten im Tanzsaal von einem -Jahr ins andere, — und die Lust war immer dieselbe, ob man den Feind -schlug oder ihm die Fersen zeigte. Im letzten Grund gab es ja gar -keinen Feind, sondern nur einen lustigen Bruder, der auch zum Fest von -der dummen deutschen Nation eingeladen worden war, einen vergnügten -Bruder und Kriegsgesellen, mit dem man bei Geigen- und Trompetenklang -eben sein Tänzlein machte, wie es sich schicken wollte: heut’ oben an -der See, morgen mitten im Land; heut’ am grünen Rheinstrom, morgen an -der gelben Weser und übermorgen an der blauen Donau. Gute Kameraden, -nichts als gute Kameraden in jedem Lager, unter jeglicher Fahn’ und -Standarte! Das war ein Leben, wie es die Welthistorie noch niemalen -aufgezeichnet hatte, und wie kein Kriegsmann zu Roß und zu Fuß es sich -jemalen lieblicher ausdenken mag. Das Herz geht mir heut’ noch im -Galopp gegen die gute alte Zeit durch, wenn ich daran denk’, wie der -Leutnant Schneeberg von Götzens Kavallerieregiment nach der Lützner -Schlacht, nach<span class="pagenum"><a name="Seite_82" id="Seite_82">–82–</a></span> verlorener Bataille, des Königs Gustavi Adolfi goldene -Kette in Halle auf den Tisch warf und für sich allein Viktoria rief.“</p> - -<p>„So ist’s, obgleich ihr davon gerade nicht reden solltet, Zahlmeister,“ -murrte der Korporal Sven. „Ein Türkis hing dran von der herrlichsten -Art. Sie hatten ihn ausgegraben in dem Gebirg Piruskua, zehn Meilen -von der Stadt Moscheda; ich hab’ ihn tausendmal blitzen sehen, wenn -die Majestät die Front hinabritt, und wir vermeinten alle, der Stein -mache schuß-, hieb- und stichfest; doch es war nicht an dem, wie sich -ausgewiesen hat; aber der Teufel soll euch doch holen, Zahlmeister, -weil ihr gewagt habt, die Hand daran zu legen!“</p> - -<p>„<em class="antiqua">Di grazia, prego perdono!</em> Verzeihung, ihr Herren; ich rede nur -davon, um des Elends von heute willen. Der Domeneddio stand damals -auf jeder Seite. Ihr hattet den Sieg, wir den Türkisen schwedischer -Majestät. Jeglichem seinen Spaß, und — freie Hand überall! Das war die -Parol’ bis zum Jahr achtundvierzig. Nun ist es lange für alle aus, und -keiner hat dem anderen einen Groll nachzutragen.“</p> - -<p>„Nein, keine Feindschaft um das, was vergangen ist; ich trinke auf eure -Gesundheit, Herr Zahlmeister vom Regiment Strozzi!“ rief der Korporal -Rolf Rolfson Kok. „Was uns schwedische Männer insbesondere betrifft, -so brauchen wir uns wenig zu<span class="pagenum"><a name="Seite_83" id="Seite_83">–83–</a></span> grämen. Wir haben behalten, was wir -gewonnen, und decken ein gut Stück deutschen Landes von Greifswald bis -Verden mit unseren Piken und Musketen.“</p> - -<p>In demselben Augenblick setzte sich der Italiener kurz nieder, und ein -Grinsen der Schadenfreude überzog, trotz aller guten Gesinnungen gegen -seine früheren Feinde, sein gelbes Gesicht. Er pfiff auch einen langen -Pfiff und zischelte:</p> - -<p>„Decket es mit, Kamarado, es tut Not. Dorten werden freilich bald genug -die Trompeten noch einmal zum Antraben rufen; aber für unser einen -ist keine Freude mehr dabei, so wenig als bei des französischen Louis -und des Kaisers Spektakel drüben am Rhein. Diesmal sollet ihr die -Prügelsuppe für euch allein haben, ihr nordländischen Bären.“</p> - -<p>Vier Fäuste krachten auf einmal auf den Tisch; ein halb Dutzend -grausamlicher schwedischer Flüche schmetterte dazwischen, und auf den -Füßen standen nunmehr die zwei Korporale und riefen wie aus einem Munde:</p> - -<p>„Was singet der Herr da?“</p> - -<p>Der Italiener lachte und winkte begütigend dem Hafenvogt:</p> - -<p>„Könnt ihr es leugnen, Kamarado, daß ihr euch da unten Gewaltiges und -Tückisches vorgenommen habt? Der Signor aus der Wildnis hat freilich -bei seinen Murmeltieren geschlafen; aber wir anderen<span class="pagenum"><a name="Seite_84" id="Seite_84">–84–</a></span> wissen doch -noch ein wenig, wie es in der Welt zugehet, und meine Opinion ist -augenblicklich, daß ihr euch diesmal bei dem Handel tüchtig die Pfoten -verbrennen werdet. Ha, leugnet es nur, aber es ist so! Ihr werdet ihn -mit nichten halten, den zehnjährigen Neutralitätsvertrag, nun da die -Katz’ vom Haus ist, und die kurfürstlichen Gnaden von Brandenburg -mit dero hohen Sposa, dero Kurprinz und dero glorreicher Armada zum -kaiserlichen Kommandeur, dem Duc de Bournonville am Rhein aufgebrochen -sind.“</p> - -<p>„Man wird ihn halten!“ rief der Hafenwärtel.</p> - -<p>„Ich sage no! und ich sage dazu, nehmet euch in acht! Die Welt ist -älter geworden seit unseren jungen Tagen, und neue Hände sind an einem -neuen Werke.“</p> - -<p>„Zahlmeister! Zahlmeister!“ rief Rolf Rolfson Kok drohend.</p> - -<p>„<em class="antiqua">Pazienza! adagio!</em> möcht’ wohl einmal in eure Magazine in -Stettin hineingucken. Das wird schon jetzt ein lustig Zufahren von -Piken und Musketen, Pulver, Blei und Geschütz im Hafen von Wismar sein. -Ohe, Signori, das wird ein lustiges Klingen von französischem Geld auf -den Tischen von Stockholm und in den Taschen eurer Generale geben!“</p> - -<p>„Ihr seid ja ein recht feiner, politischer Kopf, Herr Kamerad vom -Regiment Strozzi,“ brummte Sven Knudson Knäckabröd, ungewiß, ob er das -Ding<span class="pagenum"><a name="Seite_85" id="Seite_85">–85–</a></span> für eine Schmeichelei oder das Gegenteil nehmen solle.</p> - -<p>„Bin ich doch Zahlmeister gewesen!“ lächelte Signor Tito Titinio -Raffa. „Erzürnet euch nicht, wir haben es auch nie anders gehalten. -<em class="antiqua">Cospetto</em>, wünsch’ euch aus vollem Herzen, daß ihr euren -Wunsch durchsetzen möget. Der Herr Turennius mit Eisen und Stahl am -Rheinstrom, und der klingende französische Sack in Stockholm werden -wohl nach Kräften dazu helfen; aber — aber nehmet euch in acht, daß -euch der Brandenburger nicht doch die Karten aus der Hand schlage.“</p> - -<p>„Er wird es wohl nicht,“ meinte Rolf bärbeißig.</p> - -<p>„Will es euch wünschen; aber — aber saget doch: mit dem Herrn -Feldmarschall Karolo Gustavo Wrangelio, dessen Bild und eisern -Gastgeschenk da draußen aufgehängt ist, seid ihr vordem hierher -gekommen?“</p> - -<p>„Mit demselbigen!“</p> - -<p>„Nun denn; wenn ihr heut’ Abend noch von hier abreiset, so trefft ihr -ihn vielleicht schon auf dem Marsche nach Berlin“.</p> - -<p>„Vivat! es lebe der Held aus Mitternacht!“ schrie der Korporal Sven, -der bis jetzt mit immer steigender Verwunderung von einem der beiden -Politiker auf den anderen gesehen hatte und nur mit Mühe den Sprüngen -ihrer Unterhaltung gefolgt war. Jetzo aber war es ihm auf einmal ganz -klar geworden, wie<span class="pagenum"><a name="Seite_86" id="Seite_86">–86–</a></span>viel Welthistoria er im Bann und Dienste der Frau -Wirtin zur Taube in Alberschwende und bei seinen Kühen und Geißen auf -der Lorena versäumt habe.</p> - -<p>„Schulterts Gewehr! An die Piken! Aufgesessen, Kürassiers und -Dragoner!“ brüllte er und fügte in leiserem Ton hinzu: „Aber es gehet -mir auf wie ein Nordlicht, daß ich schon einmal dabei gewesen bin mit -den Brandenburgern, und damals war’s nichts Großes, und wir lachten -auch allsamt über den Spaß. Ja, es war Anno Einunddreißig, Korporal -Rolf, ihr wisset, als auch wir zuerst auf Berlin marschierten, -fünfzehnhundert Mann zu Fuß und zu Pferde mit dem Könige und vier -Kanonen. Wir kamen von Köpenik, allwo das große Lager war, und hatten -unsere Lust mit dem damaligen Kurfürsten Georg Wilhelm und seiner -Kurfürstin. Sie handelten mit uns bis zum letzten Augenblick und kamen -zum Vergleich erst, als die Konstabler die Lunte aufschlagen wollten, -um ihnen das Verständnis zu wecken. Ja wohl, jetzt fällt es mir genau -bei. Sie gaben uns nach endlich abgeschlossenem Pakt das Geleit vor -die Stadt, und da wollten ihnen beim Abschied königliche Majestät doch -noch eine unverdiente Ehre antun und ließen eine Generalsalve geben -aus großem und kleinem Gewehr. Das war der Spaß! Der Feuerwerker hatte -vergessen, das Geschütz von der Stadt abzurichten, und weil wir zuerst -als Feinde gekommen<span class="pagenum"><a name="Seite_87" id="Seite_87">–87–</a></span> waren, so schossen wir nun auch als Freunde scharf -und deckten ihnen ganz ohne bösen Willen die Dächer ab. Das gab denn -freilich ein groß’ Geschrei der Damens, und königlicher Majestät war’s -sehr unangenehm.“</p> - -<p>„Ich war nicht dabei, Korporal Sven,“ sprach der Korporal Rolf, „ich -stand damals in Köpenik mit der Hauptmacht. Aber die Sache ist so, und -zu viel ist da auch niemandem geschehen; denn während wir ihnen nur ein -paar lumpige Schindeldächer abdeckten, deckte uns der alte Korporal, -der Tilly, die ganze Stadt Magdeburg ab. Der Gustavus Adolfus hat es -dem Brandenburger nie vergeben.“</p> - -<p>„Das sind alles alte Geschichten,“ meinte der Signor Raffa gähnend. -„Auch ist es nicht weit von Mitternacht, und morgen früh reis’ ich -zurück nach Augsburg, sintemalen niemand der hiesigen Barbaren, weder -Mann noch Weib, ein Gelüst zeigt, die bella <em class="antiqua">lingua toscana</em> zu -erlernen. <em class="antiqua">Cospetto</em>, um nichts Ärgeres zu sagen! Die Herren und -Kameraden mögen einen guten Schlaf tun; — es war mir ein’ groß’ Ehr’ -und Vergnüg’, mit meiner angenehm’ Konversatione aufzuwarten.“</p> - -<p>„Möge dem Herrn unsere schlechte Gesellschaft gleichfalls gefallen -haben,“ sprach der Korporal Rolf, während der Korporal Sven stumm, aber -mit militärischem Anstand salutierte. Die Schenkstube der<span class="pagenum"><a name="Seite_88" id="Seite_88">–88–</a></span> Krone hatte -sich allmählich mit Gästen sehr gefüllt; aber die drei Kriegsmänner -hatten wenig davon gemerkt und gar nicht sich darum gekümmert. Sven -und Rolf verwunderten sich dann erst darüber, als der Zahlmeister vom -Regiment Strozzi zierlich Abschied genommen hatte.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_8">8.</h3> - -</div> - -<p>Wer in dieser Nacht durch die Gassen der alten freien Reichsstadt -Lindau wandelte, und, was freilich nicht zu vermuten stand, einen Sinn -für Naturschönheit hatte, der mochte wohl über der augenblicklichen -Lieblichkeit der Erde vergessen, wie wild es auf eben dieser Erde immer -noch aussah, trotzdem die drei greisen Kriegsgesellen sich soeben erst -über die nichtswürdige Friedensseligkeit und jammerhafte Langeweile, -die ihnen in ihrem Alter zu Teil geworden waren, so herzzerbrechend -beklagt hatten. Im silbernen Mondenglanz lag jetzt der See rund um die -Inselstadt her und spülte nur lind und leise an die uralten Mauern. -Drüben kam der junge Rhein wahrlich friedlich aus dem Graubündnerland -hervor; aber auch der, nachdem er den großen See durchströmt, Konstanz -gegrüßt und bei Schaffhausen den lustigen Sprung gewagt hatte, sah und -vernahm in seinem fernern Laufe mancherlei, was nicht nach Frieden<span class="pagenum"><a name="Seite_89" id="Seite_89">–89–</a></span> -klang und aussah. Sie waren hart am Werke miteinander: der Kaiser -Leopoldus, daß er das Elsaß, um der ewigen Verdrießlichkeiten darob -entledigt zu werden, so anständig und still als möglich losschlage, -— König Louis, daß er es mit größtmöglichstem éclat, Jubel und -Feuerwerksgeprassel in Empfang nehme. „Uns gefällt nicht ein mächtiger -Fürst der Wenden an der Ostsee!“ hatte der allezeit Mehrer des -römischen Reiches deutscher Nation in Wien gesagt und seinem Feldherrn -im Lager bei Straßburg, dem Herzog von Bournonville, Befehl gegeben, -sich lieber dreimal von den Franzosen schlagen zu lassen, als einmal -dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm Gelegenheit zu -geben, seine Pflicht gegen das Reich mit Gloria zu erfüllen. Da hatte -denn der Herr von Turenne natürlich ein leicht’ Spiel, und hat es auch -trefflich benutzt; — doch das sind alte Geschichten, wie Signor Tito -Titinio Raffa sagen würde, und wir haben uns an dieser Stelle nicht -weiter damit zu beschäftigen.</p> - -<p>Auf den Mauern der Inselstadt Lindau schritten die wenigen Wachen unter -den Linden und zwischen den Geschützen langsam auf und ab, und auch auf -ihren Partisanen und Musketen blitzte das Mondenlicht. Der berühmte -Gasthof zur Krone, dicht hinter der Stadt- und Hafenmauer gelegen, -lag im tiefsten Schatten, bis auf die gleichfalls weiß glänzenden<span class="pagenum"><a name="Seite_90" id="Seite_90">–90–</a></span> -Giebel und die Wetterfahnen. Die beiden späten Zecher, welche jetzt aus -demselben hervortraten, standen anfangs ziemlich unschlüssig, ob ihres -Weges in dem Dunkel.</p> - -<p>„Nicht unter Dach,“ schluchzte der Korporal Sven Hahnentritt. -„Bruderherz, nicht unter Dach! Ich hielt’s nicht aus! Mir summt’s im -Kopfe, als ob zehntausend Trompeten drin zum Angriff bliesen, mir kocht -es in den Adern, als ob die Regimentssudler drin für eine Armee von -zwanzigtausend Mann die Feuer schürten. Unter Dach, und wäre es von -purem Golde, müßt’ ich ohne Gnad’ und Ranzion elend ersticken.“</p> - -<p>„Nicht unter Dach, Bruder,“ schluchzte auch der Korporal Rolf, zu -Lindau genannt das Gockele. „Du hältst mich und ich dich, und so kommen -wir ohne Halsbrechen jene Walltreppe hinauf, und da setzen wir uns und -reden weiter vom glorreichen Schweden und dem großen Könige und dem -großen Kriege. Hupp — marsch — hoho, ich glaube, die Weiber nennen -das Wehmut, was uns beide am Schopf gepackt hält; ich glaub’, wenn’s -möglich wär’, käm’ ich heut’ Nacht zum erstenmal in meinem Leben zum -Heulen und Greinen.“</p> - -<p>Sie schwankten hinein in den Mondschein und kamen glücklich auf -die Mauer, und da saßen sie nieder auf der Bastion auf einer alten -bronzenen,<span class="pagenum"><a name="Seite_91" id="Seite_91">–91–</a></span> wirklich schlangenhaften Wallschlange, die vielleicht schon -den Kaiser Maximilian begrüßt hatte, als er zum Reichstag nach Lindau -kam, um „die Reichskammergerichtsordnung zu Faden zu schlagen“.</p> - -<p>Da saßen sie, ein Paar alter, grauer, nordischer Seebären im -Mondenlicht und sahen hinüber nach den Schweizer- und Tirolerbergen -und unterredeten sich gar lieblich von neuem. Es waren zwei sehr -unromantische Burschen; allein sie hatten beide genug erlebt, daß ihr -Gespräch, ohne daß sie es wußten, fühlten und wollten, in hohem Grade -romantisch war, vorzüglich der Teil, welchen der Korporal Rolf auf sich -zu nehmen hatte.</p> - -<p>„Das wird allmählich anjetzo ein Aufsehen um mich da drüben geworden -sein,“ sagte Sven. „Hui, lug, da geht noch eine Rakete auf, als ob sie -mich zurückriefe. O Rolf Rolfson, es wird mir wunderlicher von Minute -zu Minute.“</p> - -<p>„Das macht der Mond, und die Feuchtigkeit in der Krone, und der welsche -Signor, Kamerad. O Sven, Sven, auch mir steigt es warm und heiß und -immer heißer herauf. Stelle dir vor, daß das alte Schweden da so ruhig -an seiner Stelle liegen geblieben ist, mit allem, was dazu gehört, -und daß wir so weit in der Welt herumgekommen sind zu Roß und zu Fuß, -als Sieger und als Gefangene der Weiber und Spießbürger! Es drückt -mir das Herz ab, wenn ich jetzt<span class="pagenum"><a name="Seite_92" id="Seite_92">–92–</a></span> auf das helle Wasser sehe und denke -an die Ostsee und die große Flotte und den großen König Gustav, und -wie wir landeten, die Mannen aus allen Provinzen, Ost- und Westgoten, -Dalkarlen, Finnen, und sogar die einfältigen, albernen Lappen! Wenn -ich dran gedenk’, wie wir niederknieten, Gott zu danken, dann wieder -aufstanden und an die Arbeit gingen und dabei blieben achtzehn Jahre, -achtzehn lange glorreiche Jahre durch! O Bruder Sven, die Schweizer -dorten, die reden immer von ihrem Heimweh, auch wenn’s niemand -verlangt; aber du, Sven, hast mir das Heimweh heute mitgebracht! Ach -Schweden, Schweden! Sven, möchtest du nicht auch nochmalen die blauen -und die gelben Regimenter in Linie sehen mit der Sonne auf den Helmen -und Kürassen und den Herren Generals und Obristern vor der Front?“</p> - -<p>„Sei still, ich komme um!“ winselte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd. „Ich habe die Kühe gemelkt und saß zwischen den Käsen, bis -gestern morgen; und sie schulterten bis an die Weser vor den gewonnenen -Städten, sie schlugen weiter gegen die Polen und gegen die Jüten! -<em class="gesperrt">Sie</em> schlugen bei Warschau drei Tage lang, sie marschierten über -das Eis nach Seeland; um Kopenhagen lagen und ritten sie. <em class="gesperrt">Sie</em> -schlugen die Russen, und ich hab’ das alles erst heut’ abend durch dich -und den welschen Signor erfahren,<span class="pagenum"><a name="Seite_93" id="Seite_93">–93–</a></span> und ich ließ mich von den Weibern -fangen und zum Kinderwarten abrichten, anstatt den Verband abzureißen -und in Ehren zu sterben!“</p> - -<p>„Du hast es doch noch gut gehabt, Kamerad. Du saßest da in deiner -Wildnis und sahest nichts und hörtest nichts, und alle die guten Dinge, -von denen du eben sprachst, sind dir freilich erst heute abend zu -Kopf gestiegen. Mir aber hat bis zu dieser Stunde die Kugel unseres -Feldherrn in der Krone auf dem Herzen gelegen. Ach Korporal Knäckabröd, -was meinet ihr, wenn wir den Weg fänden?“</p> - -<p>„Den Weg wohin?“ schrie der Hirte von der Lorena.</p> - -<p>„Den Weg nach Hause! Den Weg zu den Fahnen mit dem Löwen von -Mitternacht!“ schrie der Hafenwärtel von Lindau emporspringend. -„Korporal — Kamerad, Herzbruder, wenn wir zur rechten Zeit kämen, -um noch einmal — vor Torschluß, Sven! — noch einmal, einmal in -Reih und Glied zu treten?! Der Karl Gustav, der Wrangel, unser -General ist ja wieder an der Spitze; der nicht jünger ist als wir! -Der Wrangel marschiert, der Wrangel, mit dem wir hierher kamen! Das -ist das Heimweh, Kamerad, und wir gehen, Kamerad — wir marschieren, -Herzbruder; wir desertieren — wir gehen zum Wrangel — in dieser — -Nacht noch!“</p> - -<p>„In dieser Nacht noch!“ ächzte der Kriegsgefangene<span class="pagenum"><a name="Seite_94" id="Seite_94">–94–</a></span> der Frau Fortunata -Madlener zu Alberschwende und drückte beide Fäuste auf die Augen. Dann -sprang er von dem Geschützlauf empor und sang im halben Wahnsinn des -höchsten Jubels in die Mondenscheinnacht hinaus:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „Auf Dovrefield im Norden</div> - <div class="verse"> Liegen die Kämpfer ohne Sorgen.</div> - </div> - </div> -</div> - -<p class="p0">Ruhe im Glied!... wir gehen zum Wrangel! o wenn es doch wahr wär’, wann -ich morgen früh aufwache!“</p> - -<p>„Hast du ein Eigentum, drüben bei den Hirten im Gebirge, Sven?“</p> - -<p>Der Korporal schüttelte den Kopf und schob die Hände tief in die leeren -Hosentaschen.</p> - -<p>„Ich hab’ in meinem Turm dorten aller Welt Schätze,“ grinste Rolf -Rolfson Kok; „einen Tisch, einen Stuhl, einen Strohsack, eine Muskete, -ein halb’ Dutzend Angelruten und allerhand Netzwerk, drei Töpfe, eine -Pfanne und einen Finken im Bauer. Den Vogel lass’ ich fliegen, denn -wir fliegen ja selber; — dreißig Gulden hab’ ich auch, die hol’ ich, -und alles andere vermache ich dem Rat und der Bürgerschaft von Lindau. -In zehn Minuten sind wir reisefertig. Dort liegt mein Kahn, — in zehn -Minuten schwimmen wir auf dem See und, weißt du, in Nonnenhorn landen -wir und müssen dann sehen, wie wir den Weg weiter finden. Courage, -Alter; sitze<span class="pagenum"><a name="Seite_95" id="Seite_95">–95–</a></span> still, bis ich wieder komm’. Jetzt mach’ ich den Kehraus -in meinem Quartier, und morgen früh sind wir weit hinaus auf dem -Marsche nach Hause!“</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_9">9.</h3> - -</div> - -<p>Am folgenden Morgen war die Verwunderung nicht nur des Rates, sondern -auch der ganzen Stadt Lindau im Bodensee groß ob des Verschwindens -ihres schwedischen Hafenvogtes. Die Kinder in den Gassen kannten -den Meister Gockele, und die Alten waren mit seiner bärenhaften -Erscheinung und seinem zerfetzten und zusammengeflickten Deutsch auf -dem vertraulichsten Fuße. Es war in der Tat kein Wunder, daß man -den Korporal Rolf Rolfson Kok sehr vermißte, sowohl in den Gassen -der Stadt, wie in ihren behaglichsten und berühmtesten Schenken und -Gaststuben.</p> - -<p>„Und zur Zeit der Rädle noch gar?!“ murmelten die erfahrenen und -gewiegten Zechkumpane. „Zur Zeit, wo der Neue schon an die Türe pocht! -es ist nicht auszudenken. Ja, wenn der See den Leichnam nicht bald -ausspült, so ist es sicher, daß der böse Feind das Gockele am Fittig -nahm. Aber er war doch ein guter Kamerad; — Schade um ihn.“</p> - -<p>War die Aufregung groß ob des Verschwindens des Korporals Rolf in -der freien Reichsstadt Lindau,<span class="pagenum"><a name="Seite_96" id="Seite_96">–96–</a></span> so trat sie doch vollständig in den -Schatten vor dem Lärm und Aufruhr, welchen das Verschwinden des -Korporals Sven jenseits des Fürberges hervorrief. Es war eben ein -anderes, ob jemand für die volkreiche Stadt Lindau, und ein anderes, -ob jemand für das Dorf Alberschwende und die Lorena verloren ging. Die -gesellschaftlichen Zustände litten an den letzten beiden Orten viel -mehr darunter als an dem erstern, und die Wirtin zur Taube war nicht -ohne einige Berechtigung um ein Bedeutendes giftiger, betrübter und -jähzorniger als der Rat und die Bürgerschaft der freien Stadt.</p> - -<p>Wir müssen darauf verzichten, die Gefühle der Frau Fortunata, der Frau -Aloysia und der drei hübschen Schmelgen zu schildern, als sie am Abend -des verhängnisvollen siebenten Augustes anfingen, nach dem Korporal -sich umzusehen, und sie ihn nicht fanden.</p> - -<p>Anfangs suchten sie mit Lachen, allein das dauerte nicht lange. Mit dem -Ingrimm einer erzürnten Löwin hub die Frau Fortunata an, ihr Beutestück -im Kreise ihrer Bekannten und Freunde auszuschreien. Auch die Freunde -und Bekannten machten sich auf die Jagd, wenn auch mit einem geheimen -Mitleid in Betreff des Geschickes des schwedischen Mannes, sofern -er in ihre und der Taubenwirtin Hände gegeben werde. Da blieb kein -Busch am Gebhardsberge un<span class="pagenum"><a name="Seite_97" id="Seite_97">–97–</a></span>untersucht, sowie auch keine Schenke in der -trefflichen Stadt Bregenz unter dem Gebhardsberge. Wenig hätte gefehlt, -so wäre die Bürgerschaft aufgeboten worden, den Flüchtling (denn daß -der Gesuchte ein Flüchtling sein mußte, war am folgenden Tage jedermann -klar) zu verfolgen und tot oder lebendig einzubringen.</p> - -<p>Drei Tage und drei Nächte hielt sich die Taubenwirtin am Gestade des -Sees auf der Suche, und erst am vierten Tage gab sie in vollkommener -Verzweiflung die Hoffnung auf, den Deserteur und Verräter an Treu und -Glauben wieder zu erlangen; sie trat in Grimm und Zorn die Heimfahrt -in den Wald an, und für längere Zeit hatten nun die Hausgenossen -und Hausfreunde für das zu büßen, was der undankbare Schwed’, der -nichtsnutzige Korporal Sven Knudson Knäckabröd, gesündigt hatte. Und -was das Schlimmste war, es existierten noch einige verwitterte und -verwetterte Veteraninnen aus dem Jahre 1647, welche sämtlich nunmehr -vor die Wirtin zur Taube, die Oberkommandantin, hintraten, das -glorreiche Gefecht am roten Egg wie in der Chronika nachschlugen und -kreischend behaupteten: das hätten sie schon damals vorausgesagt, und -jedes ordentliche Wäldlerweib hätte schon damals sagen können, daß das -so kommen würde.</p> - -<p>Aber wie es in allen menschlichen Zuständen und<span class="pagenum"><a name="Seite_98" id="Seite_98">–98–</a></span> Angelegenheiten zu -gehen pflegt, so ging es auch hier. Der Lauf der Tage nahm seinen -gewiesenen Gang, und selbst ein so großes, merkwürdiges und unerhörtes -Ereignis, wie dieses Verschwinden eines Menschen, der sich über -sechsundzwanzig Jahre hinaus so brav hielt, versank in dem Strudel der -Arbeit, in dem täglichen Kampfe mit den tausend Verdrießlichkeiten -und Freuden des Daseins. Man sprach allmählich immer weniger von dem -Korporal Sven, wenn man auch noch häufig genug an ihn dachte, und er -immerhin ein ausgiebiges Thema der Unterhaltung für jegliche müßige -Stunde blieb. Die Kinder der Frau Aloysia Unold grämten sich zuletzt -doch am meisten um den alten, grauen, wackern Spielkameraden, den guten -Gesellen von der Lorena; wir aber werden vor allen Dingen jetzo sehen, -wo er mit seinem eigenen grauen, alten, wackern Kameraden, dem Korporal -Rolf Rolfson Kok, geblieben war, und was er befuhr, nachdem er sich -aus der Heimat in die Fremde fortgeschlichen hatte, um in der Fremde -die Heimat, das heißt die alten glorreichen Kriegsfahnen und den alten -Feldherrn Karolus Gustavus Wrangel aufzusuchen.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_99" id="Seite_99">–99–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_10">10.</h3> - -</div> - -<p>Pasewalk ist eine schöne Stadt; fraget nur die geborenen Pasewalker -darnach! Im Jahre 1674 soll es eine noch viel schönere Stadt gewesen -sein, doch das ist schwerlich heute noch auszumachen. Jedenfalls war -es im November des ebengenannten Jahres eine recht lebhafte Stadt, -denn der Feldmarschall Karl Gustav Wrangel hatte sie zum Sammelplatz -der Truppen, mit welchen er im folgenden Monat in die Mark Brandenburg -einfallen wollte, auserkoren. Von Pasewalk aus war er denn auch -richtig im Dezember mit 14000 Mann über die Grenze aufgebrochen, -hatte Stargard, Landsberg, Wriezen, Ruppin und so weiter genommen, -brandschatzte und plünderte nach alter gewohnter Art sachverständig -und mit Vergnügen, und ließ es sich in Abwesenheit Kurfürstlicher -Durchlaucht so wohl als möglich innerhalb dero Grenzpfählen sein.</p> - -<p>Auch Rathenow ist eine schöne Stadt und wurde im Anfange des Monats -Juni des Jahres 1675 ebenfalls recht lebendig; denn um jene Zeit -rückte der Herr Obrister von Wangelin mit sechs Kompagnieen Dragoner -von seinem eigenen Regiment und einiger Infanterie von einem andern -Regiment dort ein, machte es sich gleichfalls darin recht gemütlich -und dachte an nichts Böses. Die Seinigen aber folg<span class="pagenum"><a name="Seite_100" id="Seite_100">–100–</a></span>ten in allen -Dingen seinem Beispiele, ohne auf die Gefühle und Behaglichkeit der -Bürgerschaft die mindeste Rücksicht zu nehmen.</p> - -<p>In oder vielmehr vor der Stadt Rathenow finden wir unsere beiden guten -Freunde aus der Krone zu Lindau im Bodensee, die Korporale Sven Knudson -Knäckabröd und Rolf Rolfson Kok, genannt Meister Gockele, richtig und -für jetzt gottlob noch in guter Gesundheit wieder. Aber um die Stelle -zu beschreiben, an welcher wir sie finden, ist eine Beschreibung der -Lage der Stadt Rathenow unbedingt notwendig, obgleich wir das ziemlich -kurz machen können. Die Stadt Rathenow liegt nämlich an der Havel, -welche in zwei verschiedenen Armen daran vorüberfließt; und um zu den -morschen, an verschiedenen Stellen eingefallenen Mauern und zum Tore zu -gelangen, hatte man die beiden Arme und den dadurch gebildeten Werder -zu passieren, und zwar vermittelst zweier größerer Zugbrücken und -mehrerer kleinerer Brücken.</p> - -<p>An der ersten Zugbrücke, das heißt, der am meisten nach Westen zu -gelegenen, hatte in der Nacht auf den 15. Juni alten und 25. neuen -Stils der Korporal Rolf Kok von Wangelin-Dragoner die Wacht mit sechs -Mann, und der Korporal Sven Knäckabröd leistete ihm Gesellschaft.</p> - -<p>Da waren sie denn! —</p> - -<p>In Wehr und Waffen, wie sie es auf der Hafen<span class="pagenum"><a name="Seite_101" id="Seite_101">–101–</a></span>mauer von Lindau geträumt -hatten, saßen sie wieder an einem schwedischen Wachtfeuer und hielten -sie wieder einmal den vorgeschobenen Posten gegen den Feind.</p> - -<p>Sie saßen dicht nebeneinander an den verglimmenden Kohlen, die -beiden braven alten Grauköpfe, und wachten hellen Auges, während -ihre Mannschaft, bis auf den Posten unter dem Gewehr, ruhig auf den -zusammengetragenen Strohbündeln im tiefen Schlafe lag. Es war gegen -zwei Uhr Morgens, der Havelnebel lag weiß und dicht auf dem Flusse und -den weiten Bruch- und Moorgegenden ringsum; aber man merkte doch, daß -die Dämmerung nicht fern sein konnte. Die hohen Pfeiler der Zugbrücke -standen bereits ziemlich klar hervor aus dem weißen Nebel, und die -schwedischen Reitersmänner hatten bis jetzt eine ruhige Nacht gehabt.</p> - -<p>„Wie die machten wir auch sonst, Bruder Sven,“ sprach jetzt der -Korporal Rolf, auf seine schnarchenden Dragoner weisend. „Das ist -vorbei; wir sind zu alt dazu geworden, Kamerad; aber es hat auch sein -Gutes, man sitzt und schwatzt, und eine Pfeif’ Toback am Feuer ist auch -was Liebliches. Vor dreißig Jahren schmauchte man noch nicht so stark -in den Armaden als heute. Das ist auch was Neues.“</p> - -<p>Er reckte und dehnte sich, während der Kamerad nur behaglich wie ein -alter Hund unterm Ofen knurrte.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_102" id="Seite_102">–102–</a></span></p> - -<p>„Sven“, fuhr der Korporal Rolf fort, „tu’ auch was zur Unterhaltung. -Jetzt haben wir doch das Leben wieder durchgeprobt; nun sag’, wo -sitzest du lieber, — hier unter den Kürassen und Eisenhelmen oder -dort, — da — dahinten, da oben in deinen Bergen zwischen den Ziegen -und Böcken und sonstigem Rindvieh? Bruderherz, sag’ an, wie gefällt dir -dein jung-alt Leben?“</p> - -<p>„Es ist nicht auszusagen, Wachtkommandant! Man kann nur immer von -neuem darüber nachsinnen, und man hat dann doch auch dazu wieder keine -Zeit. Ich bin noch lange nicht mit der glücklichen Stunde fertig, wo -wir wieder unter der Fahne anlangten, und der Posten uns im Lager -von Pasewalk die Parole abforderte. Ja Parole hin, Parole her! Die -Parole hatten wir freilich nicht, aber unsern Ausweis hatten wir doch -parat, und die Kniee beben mir jetzt noch, wenn ich an die Rührung -denk’, mit welcher wir ihn von uns gaben. Versprengt beim Sturm auf -Lindau! Gefangen in den Bergen Anno siebenundvierzig, nach dem Sturm -auf die Bregenzer Klause und Burg Hohenbregenz! Das gab ein Zulaufen -und Maulaufreißen bei Offiziers und Gemeinen! Und es war dazu ein Weg -gewesen, ein richtiger Weg im Zickzack, auf welchem wir angelangt -waren, vom Bodensee bis an den Ukerfluß! Und lauter junge Gesichter in -den Regimentern, und<span class="pagenum"><a name="Seite_103" id="Seite_103">–103–</a></span> selbst die alten unbekannt, und kein Hauptmann, -Leutnant oder Feldweibel, so uns den weitern Weg in das gute alte Leben -weisen konnte vor Staunen und Wunder. Das Herze zittert mir immer -von der Stunde, Korporal Rolf!... Ach, der Wrangel, der Wrangel, das -war das größte Glück, daß der Feldmarschall, oder wie sie ihn jetzt -nennen, der Konnestable, zu Handen war und uns aufnehmen konnt’! Ja, -des Feldmarschalls Gnaden, die mit uns und dem König über die See -gekommen waren, wußten, was mit uns anzufangen sei, Preis und Glorie -über den Karl Gustav! Er hat uns die Hände geschüttelt und in seinem -Quartier an seinem Tische niedersitzen lassen. Alle großen Offiziers -und Kommandanten haben uns als reine Wundertiere angestarrt, und der -Konnestable hat uns zugetrunken, und alle großen Generale haben uns -auch zugetrunken, und nachher hat uns das Volk, Reiter und Infanterie, -auf den Schultern durch die Lagergassen getragen. Vivat Schweden! -Schweden und die schwedischen Helden zu Roß und zu Fuß immerdar! Rolf -Kok, nachher hab’ ich oft gedacht, in der gloriosen, leuchtenden Stunde -hätten wir sterben sollen. Ich glaube, sie hätten alle Fahnen über uns -gesenkt und mit allem Geschütz uns nachgefeuert, als ob wir selber die -berühmtesten Generale gewesen wären.“</p> - -<p>„Freilich wäre dieses eine großmächtige Ehre für<span class="pagenum"><a name="Seite_104" id="Seite_104">–104–</a></span> uns gewesen“, meinte -der andere nachdenklich, „aber Sven Knudson Knäckabröd, es ist auch -so, wie es jetzo ist, recht angenehm. Hat nicht der Oberst Wangelin -vor der Front von seinem Regiment gesagt, es sei eine mächtige Ehre -für ihn, daß wir bei ihm zu Pferde stiegen? Und wir sind zu Pferde -gestiegen, Sven; du, weil du in deinen Bergen eben lange genug auf der -Kuh geritten hast; ich, weil ich vordem dem Rate zu Lindau auch als -Feuerreiter aufgewartet habe. Wir sind zu Pferde gestiegen, Korporal -Knäckabröd; — nachdem wir lange genug im verzauberten Schlaf lagen, -sind wir endlich als junge Burschen wieder aufgewacht und aufgesessen. -Ist es nicht so? Und als es neulich über die Grenze ging, nach alter -Weise mit fliegenden Standarten, Pauken und Trompeten, haben wir uns da -nicht gefühlt wie die Jüngsten? Haben wir da nicht die Hüte geschwenkt -wie die jüngsten Jungen bei der Bagage? Daß wir heute einen roten Rock -tragen, ist mir freilich nicht so lieb, als wenn wir noch im gelb und -blauen Koller auszögen; aber es ist einerlei: vivat die Helden aus -Mitternacht! vivat der glorreiche, ewig siegreiche Karl Gustav, der -Feldmarschall Wrangel! Und eine Lust war’s doch auch, daß wir mit -einreiten durften in die Städte, nach alter Art: in Landsberg, Krossen, -Wriezen und wie sie sonsten heißen; und ein Pläsier ist es, daß wir — -wir, Korporal Sven,<span class="pagenum"><a name="Seite_105" id="Seite_105">–105–</a></span> heute diese Wacht halten an der Havel gegen die -Brandenburger.“</p> - -<p>„Gegen die Brandenburger“, lachte höhnisch der Korporal Sven -Knäckabröd. „Bah, wo sind sie denn, diese Brandenburger? Wirf einen -Groschen da in den Nebel hinein, so weit du kannst, und such’ ihn -nachher! So kannst du auch nach den Brandenburgern suchen, Rolf Rolfson -Kok.“</p> - -<p>„Nein, Sven, sie sollen sich doch ziemlich brav gehalten haben am -Rhein gegen die Franzosen. Ich hab’ mich hier und da umgehört und -mancherlei vernommen; die Herren Offiziers und Politici munkeln -allerlei. Wir haben uns eigentlich diesmal das Spiel doch ein wenig zu -leicht gemacht. Der welsche Signor in der Krone war auch ein Politikus, -und was er von der Katz’ und den Mäusen gesagt hat, das ist nicht -ohne. Bruderherz, ich gäb’ viel darum, wenn dieser Kurfürst Friedrich -Wilhelm bald zu Hause wieder einsähe, und zwar mit Macht und Gewalt. -Um Kinderspiel sind wir doch den weiten Weg nicht hergekommen, und ich -sage dir, Kamerad, ich hoff’ auf den Kurfürsten wie auf eine Braut, und -ich hoffe, er bringt das doppelte unserer Armada mit, daß wir doch Ehre -davon hätten. Bruder Sven, es wär’ mir ein Ekel, wenn das Spiel bis zum -Ende zu leicht blieb, und wir gewonnen! schrieen, wie ein Lagerweib -über einen gestohlenen Unterrock.“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_106" id="Seite_106">–106–</a></span></p> - -<p>„Da tröst’ dich, Herzbruder Rolf; auch ich habe mich unter den -Politikern umgehört und das Meinige in Erfahrung gebracht. Auf dem -Marsche nach Hause und gegen uns sind sie; aber daß es ein weiter Weg -vom Rhein bis an die Havel ist, das haben wir ja auch gespürt. Mir -ist’s auch lieber, wir rufen Viktoria auf einem ordentlichen Felde, -als daß wir uns wie der Fuchs in den Taubenschlag geschlichen haben -sollten, und niemand vorhanden wäre, dem es am Herzen läge, uns zu -verjagen.“</p> - -<p>„Wie geht ihr Weg eigentlich? Kannst du mir das in den Sand malen?“</p> - -<p>„Nein, solches vermag ich nicht; aber ich zähl’ an den Fingern unsern -eigenen Marsch ab und vermeine, wir haben auch unsere Zeit gebraucht. -Sie kommen wie wir durch der Schwaben Land, auch durch des Bischofs -von Würzburg Grenzen, und nachher durch der Thüringer Berge. In der -Stadt kalkulierten sie gestern beim Landrat von Briest, sie möchten -vielleicht schon bei Erfurt stehen. Geduld’ dich noch ein paar Tage, -Kamerad Rolf; dann magst du nach deinen Pistolen sehen und das Schwert -in der Scheide lockern.“</p> - -<p>„Das gebe der Himmel zu unserem und Schwedens Ruhm“, sprach der -Korporal Rolf Kok, und —</p> - -<p>„Halt! Werda?“ rief in dem nämlichen Augenblick der Posten an der -niedergelassenen Brücke und warf den Karabiner schußgerecht vor.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_107" id="Seite_107">–107–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_11">11.</h3> - -</div> - -<p>Der Nebel lag noch dicht und schwer auf Fluß und Land, der Morgen -zögerte noch immer; man sah kaum zehn Schritte weit hinaus auf die -Landstraße, die nach dem Dorfe Böhne und weiter nach Genthin, und über -Parchen nach der Elbe und der Stadt Magdeburg zu führte.</p> - -<p>„Wacht heraus!“ schrie der Korporal Rolf aufspringend und zugleich den -nächsten seiner süß schlafenden Dragoner an der Schulter rüttelnd. Wie -ein grauer Schatten trabte ein Reiter durch den Dunst an, zwei andere -folgten, dann ein Haufen, und man vernahm das Stampfen einer größeren -Kavallerieabteilung im raschen Anmarsch.</p> - -<p>Das kleine Häuflein der Schweden hatte sich schnell auf der Brücke in -Linie gestellt; die beiden Korporale mit dem Posten in der Front. Aber -schon parierte der vorderste der schattenhaften Reiter seinen Gaul -dicht vor den Karabinermündungen und rief:</p> - -<p>„Versprengte vom Regiment Bülow! Haben die Brandenburger dicht auf den -Fersen! Gebt Raum, die Pferde sind abgehetzt, wir halten die Straßen -nicht länger und müssen in die Stadt!“</p> - -<p>Es war eine alte, heisere Stimme, eine Stimme wie die der beiden alten -Korporale Sven und Rolf, welche das hervorstieß, und der Mann auf dem -wirk<span class="pagenum"><a name="Seite_108" id="Seite_108">–108–</a></span>lich schweißtriefenden, abgehetzten, schnaubenden Gaule war auch -alt und grau verwettert. Er trug einen dunkelblauen Rock über dem -Brustküraß, einen breiten, an der Seite aufgeklappten Dragonerfilz, -doch ohne Feder und Kokarde. Er trug mächtige Stulphandschuhe und -Reiterstiefel, doch keine Feldbinde, und wie seine nun allgemach auch -heranreitenden Begleiter trug er das Schwert in der Scheide.</p> - -<p>„Schnell, schnell, Kamerad von Wangelin! Wir hängen seit dreien Tagen -in den Sätteln und halten uns kaum mehr. Es pressiert — laßt uns -durch.“</p> - -<p>Die beiden Korporale sahen sich zögernd an.</p> - -<p>„Gebt die Parole, Herr!“</p> - -<p>„Wir sind drei Tage von der Armee. Sahen die Brandenburger bei Burg -auf dem Marsche. Wie können wir euch die Parol’ vom gestrigen Abend -geben? Macht Platz, ich sag’ euch, Wachtkommandant, der Oberst Wangelin -ist mein guter Freund. Er liegt zum Wahrzeichen mit euch drüben in -Rathenow, und ich bin Leutnant im Regiment Bülow. Jetzt haltet uns -nicht länger auf!“</p> - -<p>„Was sagt ihr dazu, Korporal Knäckabröd?“ fragte der Korporal Kok.</p> - -<p>„So arg wird’s doch nicht pressieren!“ sagte der Korporal Sven; in -demselben Augenblick aber richtete sich der alte Blaurock im Sattel auf -und schrie krächzend:</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_109" id="Seite_109">–109–</a></span></p> - -<p>„Also nicht? Na, dann hol’ der Teufel die Höflichkeit! Wer ist denn -hier eigentlich zu Hause? Ihr oder wir?“</p> - -<p>Ein Faustschlag krachte nieder auf die unglückliche Nase des weiland -Kriegsgefangenen der Frau Fortunata Madlener, Wirtin zur Taube zu -Alberschwende im Bregenzerwalde, daß er besinnungslos zu Boden stürzte. -In dem nämlichen Moment stießen sämtliche Reiter ihren Pferden die -Sporen in die Flanken; zur Rechten und zur Linken flog die schwedische -Wache an der ersten Havelbrücke vor Rathenow zur Seite, oder wurde -niedergeritten.</p> - -<p>„Der Derfflinger! der Derfflinger!“ rief einer der drei Leute, welche -sich mit dem Korporal Rolf Rolfson Kok im eiligen Laufe der zweiten -Brücke und der Stadt zu retteten und ihre Büchsen im Lauf hinter sich -abschossen.</p> - -<p>„Der Derfflinger! der Derfflinger!“ murmelte der Korporal Kok, zu -Lindau im See das Gockele genannt, betäubt, fortgerissen, unfähig -sich zu besinnen, unfähig selbst, einen Augenblick an das Schicksal -seines guten, alten Kriegskameraden zu denken. Und es war wirklich -der Generalfeldmarschall Derfflinger, der vom Rhein her als der erste -an der Havel anlangte, das Hausrecht gebrauchte, die erste Brücke vor -Rathenow auf die eben beschriebene Weise nahm und nun vor der zweiten -Brücke, welche er natür<span class="pagenum"><a name="Seite_110" id="Seite_110">–110–</a></span>lich aufgezogen fand, seine Dragoner absitzen -ließ und in Hast und Ungeduld über der trübe unter seinen Füßen -dahinschießenden Flut fast vergehen wollte.</p> - -<p>Es hätte des Faustschlags des greisen Generalfeldmarschalls gar nicht -bedurft, um den armen Korporal Sven zu überzeugen, daß die Welt im -Begriff sei, unterzugehen. Nah und fern klangen die Trompeten, oder wie -der Korporal, mühsam und zwischen die Pfeiler der Zugbrücke gedrückt -sich aufrappelnd meinte, die Posaunen des jüngsten Gerichts. Immer -mächtiger wogte und dröhnte es durch den Morgennebel heran, und Zug an -Zug rasselte es über die erste Brücke und ergoß sich über den Werder -zwischen den beiden Armen des Flusses, allwo der Derfflinger, den Degen -in der Faust, Schwadron über Schwadron durch die Fluten trieb, während -von den Mauern der Stadt schon das Gewehrfeuer blitzte und krachte, -und Generalmajor Götze und Oberstleutnant Kanne bereits den Fuß in die -erstaunten Gassen setzten.</p> - -<p>„O heiliger Olaf!“ stöhnte Sven Knudson Knäckabröd, sich das strömende -Blut von der Nase wischend und sich aus seiner geschützten Lage -dicht an der Brüstung der Brücke mit Vorsicht aufrichtend. „Träume -ich <em class="gesperrt">das</em>, so habe ich auch so noch niemalen geträumt! Aber mit -einer solchen Nase träume da<span class="pagenum"><a name="Seite_111" id="Seite_111">–111–</a></span> einer! Wetter, mir wächst ein Kürbis im -Gesicht, — also das war der Derfflinger? O Rolf, Rolf, Rolf, das ist -wieder eine Geschichte, wie sie nur uns beiden passieren kann; — o -Korporal Kok, wenn es nur dem großen Marschall Wrangel nicht eben so -ergehet wie uns zweien!“</p> - -<p>Es hatte allen Anschein, daß das wohl der Fall sein könne. Um diese -Zeit nämlich war an dem Havelübergang, von Genthin her, ein Reiter mit -großem Gefolge von, wie es sich anließ, hohen Offizieren, die alle ihre -Pistolen auf den Sattelknopf gestützt hatten, — mit einem mächtigen -Gefolge von Wachen, Trompeten und Standarten erschienen und hielt, nach -der Stadt hinüberhorchend. Dort hörte das Feuer allmählich auf, und -einzelne Reiter sprengten von ihr wieder zurück: die zweite Zugbrücke -mußte demnach auch genommen sein. Und einer dieser Kavaliere näherte -sich dem hohen Befehlshaber, riß den Hut ab und neigte sich bis auf die -Mähne seines Gauls:</p> - -<p>„Kurfürstliche Durchlaucht, wir haben Rathenow, wir haben den Wangelin -und den Weg zum Rhin!“</p> - -<p>„Der Brandenburger! der Brandenburger auch!“ ächzte der schwedische -Mann an der Brüstung zwischen dem Pfahlwerk der Brücke, und ohne die -Antwort Kurfürstlicher Durchlaucht abzuwarten, kroch er über den Rand, -rutschte die Böschung hinab, glitt<span class="pagenum"><a name="Seite_112" id="Seite_112">–112–</a></span> in das Weidengebüsch der Havelinsel -und fand daselbst trotz Nebel, Betäubung, Aufregung und Blutverlust -noch zwei von den Dragonerpferden der Wacht-Abteilung des Korporals -Gockele, angstvoll an ihren Strängen zerrend. Im nächsten Moment schon -saß der brave Alte im Sattel des einen Tieres und jagte über den Werder -hin, links ab. Da die Passage auf Rathenow von dem Generalfeldmarschall -Derfflinger jetzt vollständig frei gemacht war, so ging der Marsch der -sechstausend, vom Rhein her zu Hause anlangenden brandenburgischen -Reiter über die Brücken. Der Werder, über welchen die Obersten Kanne -und Kannowsky zuerst an die Stadt gelangten, war wieder leer; der Nebel -hatte sich allmählich in einen feinen Regendunst verwandelt, und der -sumpfige Boden dröhnte nur wieder von dem Stampfen einiger verwundeter -Pferde, die wie Geistererscheinungen durch den grauen Dunst taumelten, -strauchelten und schossen.</p> - -<p>Die Furt, welche die Dragoner des Derfflingers erst mit einiger -Mühe gefunden hatten, kannte der Korporal Sven, von mehreren -Rekognoszierungen aus, gut genug. Er befand sich mitten im Strom und -erreichte den Steindamm am linken Ufer, ohne sich umzusehen.</p> - -<p>„Es ist aus, Rolf Kok! Sie haben dich mit dem Obristen tot oder -lebendig!“ rief er jammernd und<span class="pagenum"><a name="Seite_113" id="Seite_113">–113–</a></span> jagte weiter. Unschlüssig, ob er sich -gegen Havelberg zum Feldmarschall Karl Gustav oder gegen Pritzerbe zu -dessen Stiefbruder, dem Grafen Waldemar, wenden solle, jagte er fürs -erste gradaus in die lieblichen Sümpfe und Heiden der wackern Mark -Brandenburg hinein, im Sinn und Ohr verfolgt von einem ganz andern -Klingen, als dem melodischen Läuten der Kuhglocken im Lande vor dem -Arlberg und dem ermutigenden Wort der Taubenwirtin zu Alberschwende: -„He, Korporal, sing’!“</p> - -<p>Das waren eilige Tage, und nimmer ist in der Welt so scharf geritten -worden, wie in diesem Juni des Jahres 1675 in der Mark, sowohl vom -Kurhut Brandenburg als auch von der Krone Schweden!</p> - -<p>Neun Tage schon hatte die kurfürstliche Kavallerie nicht abgesattelt, -und nun sprangen auf die Kunde von der Einnahme von Rathenow, im jähen -Schreck und aller Verstörung, auch die schwedischen Herren in die -Sättel. Von Havelberg brach eilends der Feldmarschall Wrangel auf; -von Brandenburg und Pritzerbe sein Stiefbruder. In aller Hast ging -der Marsch der beiden so unvorsichtig geteilten Heeresflügel, ein -spitzwinkelig Dreieck durch Bruch, Moor, Heide und Kieferwald ziehend, -auf den durch alte Schlachten berühmten Kremmerdamm zu, um eine -Vereinigung daselbst herzustellen und, was noch zu retten war, vor dem -zornigen Hausherrn zu retten, ehe Kur<span class="pagenum"><a name="Seite_114" id="Seite_114">–114–</a></span>fürstliche Durchlaucht, die in -der Mitte der beiden Schenkel dieses Dreiecks gradaus ebenfalls einen -Strich auf Fehrbellin zogen, den ungebetenen Gästen auch da an der Tür -aufwarteten.</p> - -<p>Drei Tage ritten sie noch, da trafen sie zusammen, und geschah die -wundervolle Schlacht, die wir leider hier nicht zu beschreiben haben: -unsere Aufgabe ist es, uns nach dem tapfern Korporal Rolf Rolfson Kok -umzutun und zu erkunden, wie es ihm zu Hause weiter erging.</p> - -<p>Wir haben gesehen, wie auch er sich eilends aufmachte, als er die -Ankunft der Brandenburger in Erfahrung gebracht hatte. Obgleich ihn -mehr als sechzigjährige Beine trugen, so beflügelte die Vorstellung, -daß der Generalfeldmarschall Derfflinger mit seinen neunundsechzig -Jahren hinter ihm sei, seine Schritte auf den Havelbrücken nicht wenig, -und er kam richtig noch vor dem alten Herrn in der Stadt Rathenow an.</p> - -<p>„Alarm! Alarm! Feindio! Feindio!“</p> - -<p>Ach, der Korporal Rolf Rolfson Kok hatte leider bei seinem Ruf zu -den Waffen nicht auf den Herrn Landrat von Briest gerechnet. Der -hatte nämlich in Erwartung der Dinge, welche von Südwesten her kommen -sollten, seinen schwedischen Gästen eine große Bewillkommungsfestivität -zurecht gemacht, den Offizieren selber und mit Beihilfe eines löblichen -Magistrates zugetrunken und auch der gemeinen Sol<span class="pagenum"><a name="Seite_115" id="Seite_115">–115–</a></span>dateska durch -gemeine Bürgerschaft auf seine Kosten wacker zutrinken lassen. Die -Folge davon war, daß die Brandenburger, als sie unter dem Derfflinger -und dem Prinzen mit dem silbernen Bein, dem Prinzen von Hamburg, -eindrangen, die meisten der Helden aus Mitternacht im tiefsten Rausch -und süßesten Schlummer vorfanden und sie somit ohne viele Mühe -totschlagen konnten. Die, welche etwas bei Besinnung waren, wehrten -sich freilich tapfer genug in den Gassen und auf und an den alten, -morschen, mittelalterlichen Mauern und Toren; allein auch sie wurden -mit verhältnismäßig geringer Mühe niedergemacht oder gefangen. Von -den sechs Kompagnieen, die mit dem Obristen von Wangelin in Rathenow -eingerückt waren, rettete höchstens ein Dutzend Leute das Leben und -die Freiheit, und unter diesen vom Glück Begünstigten befand sich -gottlob auch unser guter Freund, der Korporal Rolf. Wie der Korporal -Sven an der Böschung des Haveldammes, so glitt er an Wall und Mauer -der Stadt Rathenow hinunter, fiel, von Fortuna noch einmal in Schutz -genommen, auf ein ledig Reiterpferd des Herrn Obristleutnants Kanne und -galloppierte nunmehr gleichfalls, und ebenso betäubt und schwindelnd -wie der Kamerad, in den Morgen und in die Mark Brandenburg hinein.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_116" id="Seite_116">–116–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_12">12.</h3> - -</div> - -<p>Am siebenzehnten Juni alten und siebenundzwanzigsten neuen Stils, -nachdem am Tage vorher der Schwed’ im Zug auf Nauen gesehen worden war, -regnete es schlimm, obgleich es am folgenden glorreichen Tage, solange -die Schlacht dauerte, noch viel schlimmer regnete. Was aber die Sümpfe -zwischen der Havel und dem Rhin bei anhaltendem Regen zu bedeuten -haben, das erprobe ein jeglicher, der Lust dazu hat, selber und lobe -nachher seine Erfahrungen, wann er wieder im Trockenen sitzt!</p> - -<p>Und von der Havel bis zum Rhin ritten bereits seit dem sechzehnten -die Streifparteien der beiden schwedischen Heeresteile und der -vorwärts drängenden Brandenburger gegeneinander und umeinander herum, -während überall das aufgeregte, wütende Landvolk mit allerhand Gewehr -und Gewaffen der Not auf den Beinen war: kurz, es war ein schwer -Durchkommen selbst für zwei alte Korporale des Königs Gustav Adolf, die -dem Überfall von Rathenow entwischten und nun die ihrigen suchten, ein -jeglicher bis jetzt noch für sich allein.</p> - -<p>„Wenn mir heute einer sagte, daß ich einmal Hafenvogt zu Lindau im -Bodensee gewesen sei, so schlüge ich ihm die Zähne in den Hals hinein, -so wenig glaube ich dran“, brummte der Korporal Rolf<span class="pagenum"><a name="Seite_117" id="Seite_117">–117–</a></span> Rolfson Kok, -indem er am 17. Juni am Spätnachmittag zum dritten Mal seit der letzten -Viertelstunde vor einem neuen Sumpfe vom Pferd stieg, um das Terrain -als vorsichtiger Mann zu untersuchen, bevor er sich ihm mit seinem -ermüdeten Gaul anvertraute, nachdem er wieder einmal mit Mühe einer -nachsetzenden Patrouille des Herrn Generalmajors Lüdecke entgangen -war. Ritterlich hatte er einen seiner Verfolger erlegt und dadurch -den Jagdeifer der übrigen ungemein erhöht; allein einen einzelnen -Mann zu jagen, lohnte sich heute eigentlich unter keinen Umständen, -und so hatten die kurfürstlichen Kürassiere zuletzt doch in einem -Kieferngehölze die Verfolgung aufgegeben, und der Korporal Rolf stak -naß, triefend, hungrig und durstig zwischen Sumpf und Moor und suchte -vorsichtig, wie wir gesagt haben, einen Übergang gen Nordost. Das war -keine geringe Aufgabe, und mit steigendem Verdruß tastete und platschte -er und rettete sich von neuem auf festeren Grund, bis er endlich eine -Art von Fußpfad durch das tröpfelnde Gebüsch fand und ihn behutsam -beschritt, seinen abgehetzten Gaul am Zügel hinter sich drein ziehend. -Immerfort mit sich selber redend, oder vielmehr in den Bart brummend, -tappte er zu; aber schon nach zehn Minuten hielt er horchend von neuem -an; denn plötzlich vernahm er vor sich aus dem Dickicht ein Schnauben -und Stampfen, vermischt<span class="pagenum"><a name="Seite_118" id="Seite_118">–118–</a></span> mit lauten und halblauten Schimpfworten und -Verwünschungen, die sämtlich nicht auf dem märkischen Boden gewachsen -waren. Der Korporal Rolf stand und horchte atemlos. Derjenige, -welcher dort hinter den Rüstern, wie es schien, gleichfalls im Sumpfe -feststeckte, verwünschte sein Schicksal in schwedischer Zunge, und -nachdem der vormalige Hafenwärtel der freien Reichsstadt Lindau -nochmals die Hand hinter das Ohr gehalten hatte, schrie er:</p> - -<p>„Vivat Schweden! Ich komme, Kamerad!“ und drang mutvoll tiefer in das -Moor ein, den kläglichen und verdrießlichen Kundgebungen nach.</p> - -<p>Aus dem Gebüsche hatte ihm ein Gegenruf geantwortet und der erboste -Wunsch: wenn der Kamerad wirklich ein gutes schwedisches Herz habe, so -möge er eiligst kommen, es sei Not vorhanden. Der Korporal Rolf hatte -geantwortet: „Hier auch!“ war aber doch drauf losmarschiert, und wieder -nach einigem beschwerlichen Durchwinden drang er aus dem Gebüsch hervor -und hatte das Schauspiel, das er erwartete, vor sich, wie er es sich -vorgestellt hatte.</p> - -<p>Ein großes Gestampf und Geplatsch im Moor und Röhricht, — zerstampfte -Binsen und Gesträuche, — ein halb versunken Roß, und darauf ein -rotlockiger, schwedischer Reitersmann, mohrenfarbig vom Sumpfwasser, — -triefend wie alles umher vom Regen, — und dem gänzlichen Versinken in -die schlammige Tiefe nahe!</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_119" id="Seite_119">–119–</a></span></p> - -<p>„Wenn es mein leiblicher Vater wär’, so würde ich ihn nicht in dem Kerl -erkennen!“ murrte der Korporal Rolf; dagegen erkannte der Mensch im -Röhricht den Korporal Rolf und schrie:</p> - -<p>„Alle guten und bösen Geister — bist du es, Rolf Rolfson Kok? O, du -himmlische Güte, kommen wir wirklich noch einmal zusammen auf dieser -niederträchtigen Welt? Ich bin es, Wachtkommandant! Kennt ihr mich -nicht? Ja, Herzbruder, meine eigene Mutter möcht’ mich wohl nach einem -solchen Ritt und in solcher Farb’ und Zerzausung nicht erkennen!“</p> - -<p>„Sven Knäckabröd?! Sven, Sven?“ schrie der andere. „Hat dich der -Derfflinger nicht ganz und vollständig geholt? Das ist freilich bei -allem Elend das beste Abenteuer, was mir noch zu Teil werden konnte. -So schickt sich alles, und darum bin ich vorgestern von der Rathenower -Stadtmauer auf einen brandenburgischen Profossengaul gefallen, um dir -heute hier aus dem Malheur helfen zu können! Halt’ gut, noch einen -Augenblick halt’ den Kopf über dem Wasser, Sven! gleich hab’ ich dich -auf dem Trockenen, soweit es bei diesem Regen von oben und diesem -Morast von unten zu machen ist.“</p> - -<p>Er hatte sofort nach dem Bündel Hanfstricke, welches von dem -Sattelknopf seines Vorgängers in eben diesem Sattel herabhing, und -für die Hälse der Marodeurs, Spione und sonstigen soldatischen<span class="pagenum"><a name="Seite_120" id="Seite_120">–120–</a></span> -Übeltäter beider Heere bestimmt war, gegriffen, es heruntergerissen und -auseinandergewickelt. Mit vielem Geschick verknüpfte er die einzelnen -Stricke miteinander und hatte bereits im nächsten Augenblick dem -armen Korporal Sven Knudson Knäckabröd ein tüchtig und haltbar Seil -zugeworfen; — nicht um ihn damit in die Ewigkeit hineinzubefördern, -sondern um ihn so sanft als möglich aus dem Sumpfe der Mark Brandenburg -hervorzuziehen. Nach einem ängstlichen und schweißtriefenden Abzappeln -von einer Viertelstunde waren beide gerettet — der Korporal Sven wie -sein Roß — und standen beide keuchend und schnaufend am Rande des -verräterischen, grün überwachsenen Schlammes. Selbst der Frau Fortunata -Madlener hatte Sven Knudson Knäckabröd, als er nach der Schlacht am -roten Egg unter ihrer Pflege erwachte, nicht so zärtlich die Hand -geschüttelt, wie er sie jetzt dem guten Kameraden aus der Krone zu -Lindau schüttelte.</p> - -<p>„Und nun, Bruder Sven, wie ist dir außerdem, daß du aussiehst wie ein -Mohrenpauker bei einer Leibtrabantengarde?“ fragte der Korporal Rolf.</p> - -<p>„Danke für die Nachfrage! Dumm, leer im Magen und jammerhaft im Sinn, -Rolf Kok. Ach, Rolf Rolfson Kok, schauderhaft verbiestert!“</p> - -<p>„In Lindau in der Krone haben sie eine Art Würste, an welche ich jetzo -schon anderthalb Tage<span class="pagenum"><a name="Seite_121" id="Seite_121">–121–</a></span> lang habe denken müssen. Und was den Wein vom -vorigen Herbst betreffen möchte —“ der Korporal Sven ließ ein dumpfes -Geheul vernehmen, gleich einem angeketteten Hofhund, welchem man ein -Stück Schinken von Ferne zeigt; glücklicherweise geriet der Korporal -Rolf schnell auf etwas anderes.</p> - -<p>„Und Rathenow haben sie; und wer weiß, was sie noch alles haben. Zu -Hunderten liegen die Unsrigen vom Regiment Wangelin in den Gassen und -in den Häusern. O Sven, ich gäb’ heut’ noch mehr darum, als damals -auf der Bastion zu Lindau, wenn ich den Weg zum Wrangel fände. Bei -solchem Hunger und Durst solche Wehmütigkeit und solchen Grimm erdulden -zu müssen, das hält nicht einmal ein Mensch aus, der mit dem großen -Gustavus Adolfus auf Usedom landete und nachher alles mit durchmachte.“</p> - -<p>„Das nächste Mal reiß’ ich nicht wieder aus, wenn die Brandenburger -mich zu Gesicht kriegen; — ich halte Stand und lasse dem Trübsal ein -Ende machen“, ächzte Sven.</p> - -<p>„Das beste ists; ich bin mit von der Partie, Bruder“, sprach Rolf -ebenso verzweifelt-grimmig. Im nächsten Moment horchte er wieder und -rief sodann:</p> - -<p>„Sieh, da ist die angenehme Gelegenheit schon. Horch, da sind sie -wieder aneinander! Zu Pferde, zu Pferde und darauf los. Die Mähren -brauchen<span class="pagenum"><a name="Seite_122" id="Seite_122">–122–</a></span> eben doch nicht länger bei Atem zu bleiben als wir. Heraus -mit den Plempen, und: Vivat ein ehrlicher schwedischer Reitertod! Was -aber das übrige anbetrifft, so wäre es mir allmählich einerlei, wer -den Weltball hinnähme, ob die Kron Schweden, oder dieser Kurfürst von -Brandenburg mit seiner verwetterten Kavallerie!“</p> - -<p>Sie stiegen mühselig von neuem auf ihre Gäule, die auch wieder und zwar -fast menschlich seufzten. Um den verräterischen Sumpf herum ritten sie -abermals in den Kiefern- und Rüsternwald hinein, dem vernommenen Schall -des fernen Kanonendonners und der nahen Büchsenschüsse, Trompetenstöße -und Menschenstimmen nach.</p> - -<p>„Das ist Nauen, um welches die Konstabler spielen; und jetzo weiß man -wenigstens wieder, nach welcher Richtung man die Nase zu drehen hat. -Das ist auch ein Trost; aber der andere Lärm beweist mir, daß Schweden -noch immer auf dem Rückzuge ist. Vorwärts, Bruderherz; einmal müssen -wir unsere Löffel noch in den Brei tunken!“</p> - -<p>„Sprich mir nicht von Brei, Rolf Rolfson Kok!“ bat Sven Knäckabröd -kläglich. „Du könntest eben so gut von einem gebratenen Ochsen reden. -Das Herz wendet sich mir jedesmal, wenn ich dich von Löffel, Messer -und Gabel diskurrieren hör’, im Leibe um. Ja, vorwärts, Kamerad, und -wollt’, es würde<span class="pagenum"><a name="Seite_123" id="Seite_123">–123–</a></span> endlich einmal wieder licht vor uns; was wir auch auf -der Landstraße finden möchten!“</p> - -<p>Der Wunsch, welchen der Korporal Gockele vollkommen teilte, sollte -ihnen noch vor Sonnenuntergang, — wenn man an einem solchen Regentage -von Sonnenuntergang reden konnte, — gewährt werden. Nachdem sie noch -manche Fährlichkeit des Weges überwunden hatten, kamen sie endlich -wirklich aus dem Walde heraus, und zwar mit immer heftiger pochenden -Herzen, und das war wahrhaftig kein Wunder.</p> - -<p>Es war ein Brausen, Schwirren, Brüllen, Rufen und Kreischen in den -Lüften, als ob sich auf der Erde Tausende und aber Tausende auf einem -engen Pfade in höchster Not drängten — ein Brausen und Geschrei wie -von Tausenden auf dem Marsche, und zwar auf einem Rückzugsmarsche! Das -hallte von ferne unter den schweren, grauen Regenwolken her, als ob der -Himmel es nicht hören wolle und das Gewölk wie eine Wand zwischen sich -und den irdischen Jammer gelegt habe.</p> - -<p>Näher und näher erscholl’s, je weiter die beiden Korporale vorwärts -drangen, und als sie endlich den Wald sich lichten sahen, da erblickten -sie schon zwischen den letzten Kiefernstämmen den Grund des Getöses, -und als sie hervorritten aus der Dämmerung des Gehölzes, da spielte das -große, aber schreckliche<span class="pagenum"><a name="Seite_124" id="Seite_124">–124–</a></span> Schauspiel auf Entfernung von einigen hundert -Schritten vor ihren Augen sich ab!</p> - -<p>In der graufahlen Beleuchtung des abendlichen Regenhimmels dehnten -sich die großen Sümpfe, das Havelland-Luch — und durch das Luch zog -sich der schmale Damm, und auf demselben, so weit das Auge reichte, -von einem Horizont zum andern, wälzte sich der schwedische Rückzug. -Reiterei und Fußvolk, Geschütz, Bagage, Weiber und Schlachtvieh -durcheinander, im wirren grausigen Getümmel vorüber; fern im Süd’ aber -klang und donnerte das Gefecht der Nachhut. Die Brandenburger taten -dort ihr Möglichstes, den Schrecken und die Verwirrung in den Gliedern -des Feindes zu erhalten und den Kehraus nach besten Kräften vorzunehmen.</p> - -<p>Wie zwei Bildsäulen saßen die zwei alten Kriegsgenossen des großen -Königs Gustav Adolf auf ihren Pferden und starrten auf das erstaunliche -Spektakel. Hunger, Durst und Ermüdung waren vollständig vergessen. -Für sich und an sich selber fühlten sie nichts mehr. Sie starrten — -stierten — und dann nickten sie beide zu gleicher Zeit mit den Köpfen, -und dann — rollten wirklich ihnen die Tränen hell aus den Augen und -verloren sich mit den ihnen ins Gesicht schlagenden Regentropfen in den -weißen Bärten — —</p> - -<p>„O Sven“, stöhnte endlich Rolf Kok, „sind wir<span class="pagenum"><a name="Seite_125" id="Seite_125">–125–</a></span> darum so weit -hergekommen? Sind wir darum aus dem Schlaf auferwecket, um das zu -erleben? O Sven, o Sven, es ist aus mit uns, und ich wollte, der -Herrgott hätte uns in unserer Versprengung belassen und uns nicht das -Herz erregt durcheinander und durch den welschen Signor Tito Titinio -Raffa, oder wie er hieß, der Ruffian!“</p> - -<p>„Ich wollt’ es auch, Rolf“, seufzte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd. „Auf mich und dich kommt es wohl nicht an, und was wir -darüber denken, ist auch gleichgültig: aber daß dieses dem Karl Gustav, -dem gewaltigen Konnetable Wrangel passieren muß, das ist das Elend! -Sieh, und da sind die Kürassiers von Wachtmeisters Regiment. Da sieh -nur, wie die Schufte in den Sätteln hängen und wie reitende Feldhasen -über die Schultern gucken. Und das trägt Harnisch und Schwert! Da, -da — sieh — da drängen sie sich gar gegenseitig von der Straße, um -nur ja die eigene Schande unversehrt in Sicherheit zu bringen! Ach -Schweden, Schweden, an manchem Sommerabende hab’ ich dich über die -Berge und den See weg gesehen, sitzend wie eine Königin in Purpur. Da -hab’ ich mein Heimweh stillen müssen, und nun sehe ich dich als ein -Bettelweib, wie mit dem Knüttel aus einem fremden Hause gejagt! Was -sagst du, Bruder? Ich sage, wir reiten nun eben mit bis zum Ende.“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_126" id="Seite_126">–126–</a></span></p> - -<p>„Wir reiten mit bis zum Ende!“ rief der Korporal Rolf Kok, und blind -trieben die beiden tapferen Grauköpfe unter den letzten Bäumen und aus -dem letzten Gestrüpp des Waldes ihre Rosse mit wilden Sporenstößen -hervor und hinab in den Sumpf, der sie von dem berühmten Damme trennte. -Ihr Fatum aber schien sie wirklich bis zum Schlusse der Tragödia -mitspielen lassen zu wollen. Der Sumpf verschlang sie nicht, sie -erreichten den betrüblichen Strom von Menschen und Vieh, der in dem -dunkelnden Abend durch die verregnete Mark heranwogte, und so wurden -sie fortgerissen und fortgewirbelt — zwei Tropfen in der kläglichen -Flut der schwedischen Retraite, — fortgewirbelt, dem Rhin entgegen.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Marsch_13">13.</h3> - -</div> - -<p>Der Herbst des Jahres 1675 war gekommen, lachend wie ein rechter Bruder -des Frühlings. Im weichverschleierten Sonnenlicht lag die Rheintalebene -zwischen den Bergen des Bregenzerwaldes und den Bergen von St. Gallen -und Appenzell. Lachend tanzte der junge Fluß dem Bodensee zu, als ob er -nie Felsentrümmer und Hochwaldsbäume vor sich hergeschleudert, als ob -er nie die Felder und Wiesen schwerarbeitender Menschen mit haushohem -Schlamm und wüstem Steingeröll bedeckt habe; oder als ob<span class="pagenum"><a name="Seite_127" id="Seite_127">–127–</a></span> er doch -wenigstens die Absicht habe, von jetzt an es nicht wieder zu tun.</p> - -<p>Es war ein Sonntag in den letzten Tagen des Septembers. In jeder -Schenke am Wege klang die Fiedel. Von der Höhe des Steusberges glänzten -hell und weiß die Türme von Maria-Bildstein herab; es war auch ein -Wallfahrtstag zu Maria-Bildstein, und alle Wege weit umher waren mit -den bunten Gruppen der frommen Christen und Christinnen bedeckt, die -entweder noch zum Gebet auf der Höhe emporstiegen, oder bereits wieder -herunter und hinab in das irdische Jubelgetümmel.</p> - -<p>Zu Schwarzach im Löwen herrschte vor allem ein lustiges Leben; aber -da das muntere Treiben, hier wie in jeder andern Schenke, sich wenig -von dem zu Anfang dieser ziemlich historischen Geschichte beim -Geburtstagsfeste des heiligen Gebhard geschilderten unterschied, -so haben wir nicht nötig, uns an dieser Stelle auf eine abermalige -Beschreibung einzulassen. Wir haben Sonderbareres zu berichten.</p> - -<p>Den ganzen Morgen hindurch hatte unter den Kastanienbäumen vor dem -Wirtshause zum Engel an der Achbrücke bei Oberrieden ein Mann gesessen, -der, ein wenig scheu, einen gewaltigen Durst zu löschen hatte, und der -jetzo langsamen und müden Schrittes durch das Dorf Schwarzach zog und, -dem Anschein<span class="pagenum"><a name="Seite_128" id="Seite_128">–128–</a></span> nach, auch auf dem Wege am liebsten niemandem ins Gesicht -gesehen haben würde.</p> - -<p>Es war ein alter, weißköpfiger, gebückter Mensch, der schwerfällig -auftrat und seinen Stab nicht als eine überflüssige Zierde trug und -handhabte. Er war bekleidet mit einem abgeblichenen roten Tuchkoller, -über dem ein rostig-gelblicher Schimmer lag, als ob sich lange Zeit ein -Eisenküraß dran gerieben habe. Er trug ein gelbledern Wehrgehäng, doch -fehlte das Schwert; er trug desolate hohe Reiterstiefel, an welchen -die Sporen fehlten, und er trug einen breitkrämpigen, an der Seite -aufgeschlagenen Filzhut, welchem jedoch Feder und Kokarde ermangelten, -der dafür aber mit einigen Rissen und Schrammen, die nur von naher -Berührung mit blanken Waffen herrühren konnten, geziert war.</p> - -<p>Die Wirtsleute und die Gäste vom Engel an der Ach hatten ihn mit -ziemlicher Verwunderung beobachtet, wie er geduckt vor seinem Schoppen -saß. Sie hatten natürlicherweise auch mehr als einmal versucht, ein -Gespräch mit ihm anzuknüpfen; allein er hatte selbst auf die höflichste -Frage nicht Rede und Antwort stehen wollen, sondern nur grimmig in -seinen Krug gesehen, oder denselben stumm zu neuer Füllung hingereicht. -Kopfschüttelnd hatte das gutmütige Volk ihm nachgeblickt, als er sich -endlich, schwer ächzend, erhob, ohne Gruß aus dem Schatten<span class="pagenum"><a name="Seite_129" id="Seite_129">–129–</a></span> der Bäume -fortschritt und weiter marschierte auf dem Wege durch die Felder, -Schwarzach zu; und alle, die ihm begegneten, blieben gleichfalls stehen -und sahen ihm verwundert und kopfschüttelnd nach. Einige Male sagte -auch wohl jemand: „Den sollte ich ja doch kennen!“ aber wohin er ihn -tun solle, das wußte er dann doch nicht, und erst, als der Alte auf -seinem Marsche durch das große Dorf Schwarzach vor der Tür des Löwen -angelangt war, fand sich einer, der es wußte.</p> - -<p>Auch hier wollte der Rotrock verstohlen an der entgegengesetzten Seite -der Straße vorüberschleichen; allein es sollte ihm nicht gelingen.</p> - -<p>„Halt ihn, halt ihn! Bigott, da, da! Er ist es! Halt ihn!“ schrie eine -quäkige Stimme aus dem offenen Fenster herab, und rückwärts sich in die -Stube wendend, schien der Schreier eine seltsame Neuigkeit dem gedrückt -vollen Raume zu verkünden. Es entstand ein gewaltiges Gepolter und -Aufstehen, ein lachendes, verwundertes Durcheinander von Stimmen in -der Zechstube des Löwen, und hervor aus dem Hause quollen die Gäste, -und die Treppe hinunter hüpfte hinkend Meister Macedon Trafojer, ein -armselig, halblahm, dürr Schneiderlein, welches von Zeit zu Zeit auch -nach Alberschwende auf die Flickarbeit kam und die Frau Fortunata -Madlener, sowie ihren Haushalt und ihre Wirtschaft zum Genauesten -kannte.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_130" id="Seite_130">–130–</a></span></p> - -<p>„Er ist es! Da ist er wieder! Halt ihn, halt ihn!“ schrie das -heldenmütige Schneiderlein und jagte dem Korporal Sven Knudson -Knäckabröd vom Regiment Wangelin-Dragoner einen gewaltigen Schrecken -ein, einen panischen Schrecken in der vollsten Bedeutung des Wortes; -der Korporal fuhr zusammen, sah auf, sah die Bewegung in der lachenden -Gruppe sonntäglich geputzter Gäste auf der Treppe des Löwen, sah -aller Blicke auf sich gerichtet, sah den koboldhaften Schneider -Macedon im glühenden Eifer, der Frau Fortunata einen Gefallen zu tun, -heranspringen und — — — riß aus!</p> - -<p>Er lief. Er lief, so schnell ihn die alten, müden Beine tragen wollten, -und ihm nach klang es jubelnd, lachend und höhnisch:</p> - -<p>„Halt ihn, halt ihn! ’s ist der Schwed’ von Alberschwend’! Halt ihn; -die Taubenwirtin hält den, so ihn tot oder lebendig bringt, ein Jahr -lang frei in Kost und Getränke!“</p> - -<p>Das mochte nun der tapfere Meister Trafojer ganz ernsthaft nehmen; -aber die anderen begnügten sich doch mit dem baucherschütternden -Hinterdreinlachen und stellten nur verwunderte Fragen über das -plötzliche Wiedererscheinen des schwedischen Mannes untereinander. Auch -das Schneiderlein mußte in Anbetracht seiner lahmen Füße die Jagd an -der nächsten Ecke aufgeben, und nur die Kinder<span class="pagenum"><a name="Seite_131" id="Seite_131">–131–</a></span> von Schwarzach gaben -sie fürs erste noch nicht auf, sondern verfolgten selbstverständlich in -hellen Haufen den Mann von der Lorena bis zum Dorfe hinaus, allwo er -zuerst den Mut fand, sich zu stellen, und sie mit donnerndem Zornesruf -und geschwungenem Stocke zurückzuscheuchen versuchte.</p> - -<p>Das gelang ihm aber schlecht. Sie schrieen nur ärger:</p> - -<p>„Der Schwed’ von Alberschwend’! Ho he, der Schwed’ vom roten Egg! -Er ist wieder da! Er kriegt’s, jetzt kriegt er es, der Schwed’ von -Alberschwend’!“</p> - -<p>Mit diesen Worten, doch auch mit einigen Steinwürfen begleiteten sie -ihn, bis hoch hinauf in die Berge, immer den rauschenden Bach entlang. -Und als sie dann endlich doch zurückblieben, als die Felsen drohender, -der Hochwald dunkler wurde, und es wieder still hinter und um den -armen Korporal Sven geworden war, da hielt auch er an, hielt sich den -Kopf mit beiden Händen, wie auf der ersten Rast nach der Flucht von -der Havelbrücke bei Rathenow, und warf sich unter einem Baume nieder, -zerschlagen und wie gerädert, und was das Schlimmste war, voll großer -Sorgen wegen seines Empfanges — zu Hause.</p> - -<p>Damals führte noch keine Kunststraße durch den Wald, und wer den Weg -bei dämmerndem Abend oder gar bei Nacht zu machen hatte, der mußte -wohl<span class="pagenum"><a name="Seite_132" id="Seite_132">–132–</a></span>bekannt in der Gegend und dazu recht sicher auf den Füßen sein, -wenn man ihn nicht am andern Morgen mit zerbrochenen Gliedmaßen am Ufer -der Schwarzach finden sollte. Der Korporal Sven Knudson Knäckabröd war -eigentlich beides nicht; aber um keinen Preis in der Welt wäre er heute -noch bei hellem Tageslichte in Alberschwende eingezogen.</p> - -<p>Da lag er denn unter seiner Tanne, zerschlagen und hinfällig, und es -war ihm sehr schlecht zu Mute. Ein uralter nordischer Waffensegen fiel -ihm gerade jetzt ein, und er summte ihn vor sich hin:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"> „Sieg in Deine Hand! Sieg in Deinen Fuß!</div> - <div class="verse"> Sieg in alle Deine Glieder gut!</div> - <div class="verse"> Gott der heilige Herr segne Dich!</div> - <div class="verse"> Wach und regiere über Dich!“</div> - </div> - </div> -</div> - -<p>Aber viel Erquickung und Ermunterung zog er nicht heraus. Sehr kläglich -war ihm zu Mute, und so lag er, mit beiden Händen unter dem Kopfe, bis -die rote Abendsonne erst von den Stämmen, dann von den höchsten Wipfeln -und zuletzt von den allerhöchsten Felsenkuppen sich verzog. Dann -erst erhob er sich tief seufzend und wankte weiter bergan, durch die -beginnende Nacht. Gegen elf Uhr Abends erreichte er Alberschwende.</p> - -<p>In der Taube war natürlich ebenfalls Musik und Tanz, und der arme Sven -sah schon von weitem<span class="pagenum"><a name="Seite_133" id="Seite_133">–133–</a></span> die hellen Fenster und vernahm schaudernd die -lustigen Jauchzer.</p> - -<p>„Das ist schlimmer als der Angriff des Homburgers, des Prinzen mit -dem silbernen Bein, bei Fehrbellin!“ murmelte er. „Der Faustschlag -Seiner Exzellenz, des Herrn Generalfeldmarschalls Derfflinger an der -Rathenower Bruck’ war nichts Geringes; aber — o du liebster Himmel, -was wird sie sagen?!“</p> - -<p>Die Tür des Wirtshauses zur Taube stand weit offen, und der Korporal -stieg die Treppe, welche zu ihr emporführte, langsam und mit -eingezogenen Schultern hinauf. Die Hausflur war augenblicklich leer, -und da die Stubentür ebenfalls offen stand, so hinderte ihn nichts, -geduckt und vorsichtig um die Ecke in das weite, trüb erleuchtete, -niedere Gemach, in das kreischende, jubelnde Tanzgewirbel zu lugen. -Er fuhr sofort zurück; denn als in diesem Moment die Reihen der -Tanzenden sich lösten, da sah er sie — da sah er sie mit in die Hüften -gestemmten Armen neben ihrem Schenktisch stehen, an demselbigen Tische, -neben welchem er Anno 1647 nach dem Überfall am Fallenbach aus seiner -Ohnmacht erwachte und sie, die Frau Fortunata Madlener, ebenfalls mit -in die Seiten gestützten Armen vor sich stehen sah.</p> - -<p>„Es ist nicht menschenmöglich“, stöhnte der Deserteur. „Selbst der -tapfere Karl Gustavus, der Feldmarschall Wrangel, würde es nicht fertig -bringen!<span class="pagenum"><a name="Seite_134" id="Seite_134">–134–</a></span> Selbst der große Gustavus Adolfus, der streitbare Löwe aus -Mitternacht, brächt’ es nicht zu stande, ihr jetzo unter die Augen zu -treten!“</p> - -<p>Rückwärts schreitend zog sich der Korporal Sven Knudson Knäckabröd von -Wangelins Dragonern zurück und schlich sich wieder aus dem Hause, stieg -die Treppe wieder herab und verlor sich von neuem in der dunkeln Nacht.</p> - -<p>Um die zwölfte Stunde hörte der Bub in der obersten Hütte auf der -Lorena, plötzlich aus dem Schlafe erwachend, erst ein wildes, wütendes -Anschlagen des Hundes, dann ein unterdrücktes Freudewinseln des Tieres -und zuletzt ein Gepoch an der Tür. Zitternd und entschlossen zu -gleicher Zeit, griff er nach dem Handbeil neben seinem Bett und schrie:</p> - -<p>„Wer ist draußen? Hex’, Unhold und Strolch soll draußen bleiben — gut -Freund komm eini!“</p> - -<p>Da antwortete ihm eine heisere Stimme:</p> - -<p>„Gut Freund, gut Freund!“ und der Bub schlug Licht und kam mit dem -Kienspan an die Tür und öffnete. Eine schwere, harte Hand legte sich -ihm auf den zu einem lauten Schrei aufgerissenen Mund, und Sven Knudson -Knäckabröd flüsterte:</p> - -<p>„Ja, Bursch, ich bin’s. Schrei’ nur nicht. Den Hund nehm’ ich mit -herein — schließ’ die Tür, Melchior; ich bin’s in Fleisch und Blut; -marsch auf dein Stroh<span class="pagenum"><a name="Seite_135" id="Seite_135">–135–</a></span> zurück, ich krieche in meinen eigenen Winkel -dorten; morgen früh wird sich ja wohl das übrige finden.“</p> - -<p>Das war der festeste Schlaf, den der Korporal Sven Knudson Knäckabröd -je schlief, aber der Bub Melchior Rädler schlief gar nicht wieder -ein in dieser Nacht. Solange es noch dunkel war, saß er aufrecht auf -seinem harten Lager und horchte auf das donnernde Geschnarch aus -entgegengesetzter Ecke der Hütte. Und als es dann allgemach licht -wurde, saß er noch aufrecht und blickte stier nach dem Schlafgenossen -hinüber. Als aber die Spitzen der Berge im ersten Lichte des neuen -Tages zu scheinen begannen, da erhob er sich; fuchsartig, verstohlen -beugte er sich noch einmal über den heimgekehrten Korporal und schlich -aus der Tür. In dem Augenblick, wo er sich draußen fand, fing er an zu -laufen; in den weitesten Sätzen sprang er bergab, nach Alberschwende -hinunter, und klopfte und hämmerte wie wahnsinnig an der Pforte seiner -Brotherrin. Nach zehn Minuten befand sich das ganze Haus im hellen -Alarm, und nach einer weitern Viertelstunde, als sich schon der Himmel -im Osten mit schönster Glut färbte, hatte sich der Lärm bereits durch -das ganze Dorf verbreitet.</p> - -<p>Noch sprachen zwar die Bequemsten und Ungläubigsten von ihrem Bette -aus: „Der Bub Melchior hat geträumt!“ Allein der Bub Melchior war -seiner<span class="pagenum"><a name="Seite_136" id="Seite_136">–136–</a></span> Sache eben gewiß, und die Frau Fortunata Madlener war um diese -Zeit schon — auf dem Marsche zur Lorena empor.</p> - -<p>Sie stieg bergan, gestützt, geschoben und gezogen von den stärksten -Händen ihres Haushaltes. Aber auch der schwächere Teil ihres Haushaltes -stieg mit. Daß die Hunde sich nicht ausschlossen, verstand sich von -selber; aber auch das halbe Dorf folgte dem Zuge, und es war freilich -ein sonderlicher Zug durch die graue Frühe, über die taufeuchten -Halden und durch den noch phantastisch in Wolken und Nebel gehüllten -Tannenwald.</p> - -<p>„Ich will sanft gegen ihn sein, wie ein eintägig Lämmle“, murmelte -die Taubenwirtin. „O, er soll es schon verspüren, wie sanft ich gegen -ihn sein will; aber gestehen soll er, wo er sich umgetrieben hat. -Was meinst, Aloysle, ob ich es wohl aus ihm herausschmeicheln und -streicheln werd’? Ei, er soll sich schon wundern, wie schön man einem -solchen, wie er, tut, wann er endlich nach Hause kommt. Ah — oh — uh, -den Stein überleb’ ich nicht; stemm’ die Schulter an, Kasperle! Sachte, -Fridolin, den Arm braucht er mir nicht ausreißen; — uh — oh — da — -jetzt noch einmal zum letzten — da wä—ren — wir — o—ben!“</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_137" id="Seite_137">–137–</a></span></p> - -<h3 id="Marsch_14">14.</h3> - -</div> - -<p>Aus dem tiefen Schlafe des Korporals Sven war allmählich ein sehr -unruhiger geworden. Der Bub hatte die Tür der Hütte offen stehen -lassen, und die scharfe Gebirgsluft, die eindrang, mochte wohl mit -schuld daran sein, daß sich der Schläfer unruhig hin und her warf; -allein an dem kuriosen Traum, den er jetzo träumte, war sie jedenfalls -nicht schuld.</p> - -<p>Er befand sich mitten im Schlachtgetümmel von Fehrbellin, und sein -guter Kamerad, Rolf Rolfson Kok, hielt zehn Schritte von ihm ab in -derselben Linie, und er sah ihn dann und wann deutlich durch den -Dampf und Regennebel. Sie hatten sich zum letzten Mal gestellt vor -dem brandenburgischen Andrang, ehe sie über die pommersche Grenze -zurückwichen. Er sah alles wie in einem sich wandelnden Bilde: den -weiten Weg von der Havel her, bedeckt mit abgeworfenen Kürassen und -Eisenhüten, zerbrochenen Wagen, halb versunkenen Kanonen und Leichen -von Mensch und Tier, — und zugleich sah er rundum den letzten Kampf -der Trümmer der tapfern Armada des großen Feldmarschalls Wrangel, -die letzte Aufstellung hinter der Landwehr zwischen Ribbeck und -Hackeberg. Er winselte in seinem Traum; über seinem Haupte flatterten -die Standarten des Regiments Dalwig, und er sah sie deutlich mit ihrer -goldenen Inschrift:<span class="pagenum"><a name="Seite_138" id="Seite_138">–138–</a></span> <em class="antiqua">Auro et ferro!</em> Da brauste es heran, und -er schrie auf im Traum — um ihn her schwankte und schwirrte es, er -lag unter den Hufen der Gäule, der Feind ritt über ihn weg, und da — -war er allein auf dem Felde mit dem guten Kameraden, kniete neben ihm, -hielt seinen zerschossenen Kopf im Arme; aber der Korporal Rolf konnte -ihm nimmer wieder die Hand drücken und zunicken, der Korporal Rolf war -tot und nun freilich zu Hause angelangt nach so langem, beschwerlichem -Marsche.</p> - -<p>Wie war denn das? der Traum verwirrte alles zu sonderbar! Nun war der -Korporal Rolf wieder nicht tot, sondern der Korporal Sven erblickte -ihn in einem betrüblichen Zuge eiliger Männer, die mit einer Sänfte -fliehend über graue Heidehügel dahinzogen. In der Ferne lag es noch -grauer — aber das regte sich und bewegte sich — die See dehnte -sich dorten, und große Orlogschiffe unter schwedischer Kriegsflagge -kreuzten hin und wieder. Aber aus der Sänfte beugte sich ein verwelkt, -kummervoll Greisengesicht, — das war der glorreiche, sieghafte -Feldherr Karolus Gustavus Wrangel selber, den der Korporal Sven schon -als junger Mensch gekannt hatte in allem Glanz und Triumph. Der -Korporal Rolf war aber doch tot; denn wie er neben der Sänfte des -Generals einherschritt, zog er plötzlich den Reiterhandschuh ab und -legte eine fleischentblößte Faust, die Hand eines<span class="pagenum"><a name="Seite_139" id="Seite_139">–139–</a></span> Gerippes, auf den -Fensterrand. Da schwankte und schwirrte es wieder um den ächzenden -Sven Knudson Knäckabröd. Die Wolken zogen sich zusammen und stiegen -nieder, aber des Meeres Horizont stieg immer höher auf, immer dunkler, -schwärzer. Und aus den Wassern wurden steinerne, graue Mauern, die -Mauern eines alten, festen schwedischen Schlosses; — der Korporal Sven -stand unter einer großen Menge bewaffneter Männer in einem düstern -Saal, und in der Mitte des Saales stand ein Block und daneben ein Mann -in schwarzem Kleide und Mantel. Es kniete aber ein anderer Mann vor -dem Block, und wieder ein anderer hatte ihm sanft auf die Knie nieder -geholfen; — beide waren alt, sehr alt, und beide waren auch Kameraden -seit langen, langen Jahren: der mächtige Konnetable Wrangel und der -brave Korporal Rolf Rolfson Kok. Der Mann im schwarzen Kleid hob sein -mächtig Beil und schlug — — da mußte der Korporal Sven Knudson -Knäckabröd in der Sennhütte auf der Lorena freilich wohl erwachen, denn -sie schüttelten ihn, die Leute von Alberschwende, und vor allen anderen -schüttelte ihn derb die tapfere Freundin, Frau Fortunata Madlener, die -Wirtin zur Taube in Alberschwende, und der alte heimgekehrte Sünder saß -aufrecht auf seinem Strohsack und sah sich verstört und blinzelnd um!</p> - -<p>Natürlich, nachdem sie ihn nach Herzenslust und<span class="pagenum"><a name="Seite_140" id="Seite_140">–140–</a></span> Bedürfnis -abgeschüttelt hatten, überschwemmten sie ihn mit einer Flut von Fragen! -Er aber brauchte längere Zeit, um ihnen alles mitzuteilen, was sie, -nicht ohne eine Berechtigung, zu wissen verlangten. Er hatte für -manchen Winterabend, wenn der Schnee erst bis zum Dachrande hinauflag, -genug erlebt: wir jedoch haben hier uns an das Zunächstliegende zu -halten.</p> - -<p>„Wo will er gewesen sein, er Landläufer?“ schrie die tapfere Wirtin -zur Taube. „Saget es noch einmal und lüget nicht, Schwen; — ihr -kennet mich und werdet nicht verlangen, daß ich in dieser Stunde Spaß -verstehen soll.“</p> - -<p>„Auf Ehre und Gewissen, Frau Fortuna“, ächzte der Korporal. „Am Rhin -war ich — zu Hause war ich — bei den Fahnen, bei dem Feldmarschall — -ja, auf Ehr’ und Gewissen.“</p> - -<p>„Schwen, Schwen, ihr lügt, wie ihr es weder vor unseren katholischen -noch euren lutherischen lieben Heiligen verantworten könnet. Stellt -ihr euch auf die Zehen, so könnet ihr den Rhin aus dem Graubündnerland -herfließen und in den See gehen sehen: hab’ ich euch nicht auf sechs -Meilen in die Rund’ suchen und aufbieten lassen? Wie wollt’ ich -euch nicht gefunden haben, wenn ihr nur am Rhi’ die Straßen und die -Wirtshäuser unsicher gemacht hättet! Schämet euch, schämet euch, -Schwen; das hat niemand vor<span class="pagenum"><a name="Seite_141" id="Seite_141">–141–</a></span> dem Arlberg um euch verdienet, und ich -am wenigsten! O Schwen, hab’ ich euch darum an die dreißig Jahre wie -meinen Bruder, wie meinen Sohn, wie meinen allerbesten Freund gehalten?“</p> - -<p>„Bei meiner Ehr’ und Gewissen, Frau; sie nannten im Generalstab das -Wasser, wo wir die schlimmen Schläge kriegten, den Rhin. O, nun lasset -mich ausschlafen; nachher will ich euch gern auf alles des Ferneren -dienen. Nimmer in meinem Leben bin ich so gelaufen, und hab’ so mächtig -Herzeleid erlitten, wie in diesem Jahr. Ich habe sie liegen sehen im -Sumpf und auf den Sandhügeln zu Tausenden, und ich hab’ sie in heller -Flucht gesehen, daß ich blutige Tränen wein’, im Wachen und im Schlafe.“</p> - -<p>„Wen habet ihr liegen und auf der Flucht gesehen?“</p> - -<p>„Uns — die wir den Sieg behalten hatten vom ersten Sprung auf den -deutschen Boden an — Nördlingen ausgenommen.“</p> - -<p>„Und wer, saget ihr, hat euch niedergeleget?“</p> - -<p>„Der Brandenburger, Frau. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Fürst -von Homburg mit dem silbernen Bein, und der Derfflinger, Frau. Ja, da -möcht’ ich wahrlich wohl lügen, wenn es anginge! Die Brandenburger -haben das Feld behalten.“</p> - -<p>„Sehet ihr, Schwen, da habe ich euch schon! Eine solche Völkerschaft, -als ihr da nennet, gibt es gar<span class="pagenum"><a name="Seite_142" id="Seite_142">–142–</a></span> nicht! Nun verantwortet euch noch -einmal vor Gott und den Menschen; da vor der Aloysia, und vor den -Kindern drunten im Ort, die sich nach euch schier die Augen aus dem -Kopfe gegreint haben.“</p> - -<p>„Frau, bringet mich nicht auch zum Greinen! Ach, ich wollte, ihr -könntet den Wrangel fragen, dem würdet ihr ja wohl glauben; denn er -war ja hier bei euch Anno siebenundvierzig. Wisset ihr nicht, wie er -Bregenz da unten nahm, und wie wir über den Pfänder aus purem Übermut -zu euch auf Besuch kamen, und wie ihr uns so übel aufnahmet am roten -Egg?! O Frau Fortuna, jetzo lieget der Wrangel tief zu Boden; und -obgleich euch die Geschichte dort bei Fehrbellin nicht so nah’ auf die -Haut brennt, als der Bregenzer Sturm, so möget ihr wohl noch ärger -Viktoria schreien, als damals am Fallenbach über unseren blutigen -Leibern. Auf Ehr’ und Gewissen, Frau Fortuna, die Brandenburger haben -den großmächtigen Konnetable Wrangel niedergeleget in dem Rhinluch, -und der Generalfeldmarschall Derfflinger hat über mich gelacht nach -der Schlachtung und mich aus Spaß ranzionieret auf dem Markte zu -Fehrbellin, als ich mich bei ihm bedankte, weilen er mich auf der -Rathenower Brück’ nur mit der Faust traktierete. Er hat mir auch sechs -Brandenburger Taler aus Generosität geschenkt, damit bin ich heimkommen -zu euch; — ach Gott! ohne den Rolf, den tapfern<span class="pagenum"><a name="Seite_143" id="Seite_143">–143–</a></span> Herzbruder, den -Korporal Rolf Rolfson Kok, den die Spießbürger zu Lindau das Gockele -nannten und zum Hafenvogt gemacht hatten, weil sie nicht wußten, was er -wert war. Ach Gott, wir haben ja beid’ zusammen das Heimweh zu Lindau -in der Krone gekriegt; aber ich allein bin zurückkommen von unserem -Marsche zu den Fahnen; — der gute Korporal Rolf Rolfson Kok, der liegt -verscharrt an der Landwehr bei Hackeberg.“</p> - -<p>Die alte Taubenwirtin und Oberkommandantin vom Fallenbach schüttelte -bedenklicher denn je den Kopf:</p> - -<p>„Jetzt wär’s mir am End’ gar noch ein Gaudium, wenn ich ihm glauben -dürft’“, murmelte sie. „Als wir um die Weihnacht sechsundvierzig -allhier bei Tag und Nacht zu Haufen standen und bei Tage den Rauch, bei -Nacht den roten Feuerschein rund um den See sahen, da war’s ja freilich -der Wrangel der uns die grausame Angst, das Zittern und Beben schuf. -Schwen, Schwen, euch traue ich noch lange nicht; aber wenn das wahr -wär’ mit dem Wrangel — — — Schwen, ich sage euch, ich erfahr’ es -noch, ob es wahr ist, daß es solch’ ein Volksspiel gibt, von welchem -ihr gelogen habt und was euch eure Sünden so derb heimzahlte! Ich -erfahr’ es, und nachher wollen wir weiter sehen.“</p> - -<p>„Geträumt habe ich es nicht, Frau, verlasset euch drauf; obgleich es -mir jetzo wahrlich so zu Mute<span class="pagenum"><a name="Seite_144" id="Seite_144">–144–</a></span> sein könnt’, als sei das alles, was ich -erleben mußte auf dem Marsche, nur das Gespinste einer boshaftigen -Trold gewesen, so sie mir nächtlicher Weile über den Kopf und das -Hirn geworfen hätt’. Ich hab’ wahrhaftig nicht gewußt, wie weit ich -von euch und der Aloysia und den Kindern abkäm’, als ich euch vor’m -Jahr auf dem Gebhardsberg bei den Gevatterinnen ließ und allein meines -Weges am See hin lustwandeln ging! Ich konnt’ es doch sicherlich nicht -wissen, wer zu Lindau auf der Hafenmauer sechsundzwanzig Jahre lang auf -mich wartete! Und dann — dann war da die Krone, und der vom Regiment -Strozzi, der Titinio Raffa, und die Kugel — unsere Kugel am Gebälk, -und das Bildnis des Feldmarschalls — unseres Feldherrn! Saget selber, -wie weit wäret ihr gelaufen, Frau Fortunata, wenn euch das Heimweh also -ans Herz gegriffen hätt’? Und saget, bin ich nicht um euch heimkommen, -als alles aus war, in alter Freundschaft und Dankbarkeit?“</p> - -<p>„Nun soll ich ihm gar noch eins drauf zu gute tun“, sprach die Frau -Wirtin zur Taube, aber der Korporal Sven Knudson Knäckabröd faßte jetzt -plötzlich ihre Hand, schüttelte sie wacker und rief:</p> - -<p>„So ist es, und es wird das Beste sein. Und Frau — es ist doch ein -Vergnügen, euch allda so dick und stattlich sitzen zu sehen, und jetzo -— saget, wie ist es denn euch ergangen in dem Jahre, wo<span class="pagenum"><a name="Seite_145" id="Seite_145">–145–</a></span> ich mit dem -armen Korporal Rolf auf dem Marsche nach Hause war?“</p> - -<p>„Lieber Himmel, Schwen, bei uns hier im Walde ist noch alles beim -alten. Seit wir Anno siebenundvierzig gegen euch auszogen, hab’ ich -nichts von Merkwürdigkeiten erlebt, als heut’ eure verwunderliche -Historie. Nach dem andern müßt ihr die Aloysia und die Kinderle fragen, -und — na — weil es denn eben so ist, und ich es doch nicht ändern -kann, so — <em class="gesperrt">grüeß di Gott daheim, du alter Schwed’!</em>“</p> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_146" id="Seite_146"></a></span></p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs6" name="signet_ddgs6"> - <img class="padtop3 h10em mbot3" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_147" id="Seite_147"></a></span></p> - -<h2 class="nobreak mbot3" id="Fritz_Reuter_Fru">Fritz Reuter:<br /> -Woans ick tau<br /> -’ne Fru kamm.</h2> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_148" id="Seite_148"></a></span></p> - -<p class="mbot3">Mit freundlicher Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung abgedruckt -aus dem 3. Bande der „Sämmtlichen Werke“ von Fritz Reuter (Wismar: -Verlag der Hinstorffschen Hofbuchhandlung, 1902).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_149" id="Seite_149">–149–</a></span></p> - -<p class="s2 center mbot1">Woans ick tau ’ne Fru -kamm.<a name="FNAnker_1_1" id="FNAnker_1_1"></a><a href="#Fussnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a></p> - -</div> - -<div class="float-right mbot1"> -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Nah de Hochtid<a name="FNAnker_2_2" id="FNAnker_2_2"></a><a href="#Fussnote_2_2" class="fnanchor">[2]</a> hett ’t en Enn’;<a name="FNAnker_3_3" id="FNAnker_3_3"></a><a href="#Fussnote_3_3" class="fnanchor">[3]</a></div> - <div class="verse">Vör de Hochtid möst du s’ wenn’n.<a name="FNAnker_4_4" id="FNAnker_4_4"></a><a href="#Fussnote_4_4" class="fnanchor">[4]</a></div> - </div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="p0 clearb"><span class="drop-cap">I</span>ck was mit de Wil<a name="FNAnker_5_5" id="FNAnker_5_5"></a><a href="#Fussnote_5_5" class="fnanchor">[5]</a> en ollen Knaw’<a name="FNAnker_6_6" id="FNAnker_6_6"></a><a href="#Fussnote_6_6" class="fnanchor">[6]</a> worden, ick was in de Welt -’rümme schält<a name="FNAnker_7_7" id="FNAnker_7_7"></a><a href="#Fussnote_7_7" class="fnanchor">[7]</a> worden, hir hen un dor hen, ick hadd minen Kopp<a name="FNAnker_8_8" id="FNAnker_8_8"></a><a href="#Fussnote_8_8" class="fnanchor">[8]</a> -männigmal<a name="FNAnker_9_9" id="FNAnker_9_9"></a><a href="#Fussnote_9_9" class="fnanchor">[9]</a> up en weiken Pähl<a name="FNAnker_10_10" id="FNAnker_10_10"></a><a href="#Fussnote_10_10" class="fnanchor">[10]</a> leggt<a name="FNAnker_11_11" id="FNAnker_11_11"></a><a href="#Fussnote_11_11" class="fnanchor">[11]</a> un männigmal up en Bund -Arwtstroh;<a name="FNAnker_12_12" id="FNAnker_12_12"></a><a href="#Fussnote_12_12" class="fnanchor">[12]</a> äwer as ick öller<a name="FNAnker_13_13" id="FNAnker_13_13"></a><a href="#Fussnote_13_13" class="fnanchor">[13]</a> würd, geföll<a name="FNAnker_14_14" id="FNAnker_14_14"></a><a href="#Fussnote_14_14" class="fnanchor">[14]</a> mi dat Arwtstroh -lang’ nich mihr so gaud<a name="FNAnker_15_15" id="FNAnker_15_15"></a><a href="#Fussnote_15_15" class="fnanchor">[15]</a> as in mine twintiger Johren,<a name="FNAnker_16_16" id="FNAnker_16_16"></a><a href="#Fussnote_16_16" class="fnanchor">[16]</a> denn wer -in sin Kinnerjohren girn gele Wörteln ett,<a name="FNAnker_17_17" id="FNAnker_17_17"></a><a href="#Fussnote_17_17" class="fnanchor">[17]</a> versmad’t<a name="FNAnker_18_18" id="FNAnker_18_18"></a><a href="#Fussnote_18_18" class="fnanchor">[18]</a> dorüm in -sinen Öller<a name="FNAnker_19_19" id="FNAnker_19_19"></a><a href="#Fussnote_19_19" class="fnanchor">[19]</a> grad keinen Gaus’braden.<a name="FNAnker_20_20" id="FNAnker_20_20"></a><a href="#Fussnote_20_20" class="fnanchor">[20]</a> — De Lüd’ säden:<a name="FNAnker_21_21" id="FNAnker_21_21"></a><a href="#Fussnote_21_21" class="fnanchor">[21]</a> -„Frigen“,<a name="FNAnker_22_22" id="FNAnker_22_22"></a><a href="#Fussnote_22_22" class="fnanchor">[22]</a> un ick säd: „Bedenken“, un gung<a name="FNAnker_23_23" id="FNAnker_23_23"></a><a href="#Fussnote_23_23" class="fnanchor">[23]</a> üm den heiligen -Ehestand herümmer, as de Voß<a name="FNAnker_24_24" id="FNAnker_24_24"></a><a href="#Fussnote_24_24" class="fnanchor">[24]</a> üm de Gaus’bucht,<a name="FNAnker_25_25" id="FNAnker_25_25"></a><a href="#Fussnote_25_25" class="fnanchor">[25]</a> un dacht: -„Hewwen müggst<a name="FNAnker_26_26" id="FNAnker_26_26"></a><a href="#Fussnote_26_26" class="fnanchor">[26]</a> du woll ein’! ’Rin kümmst<a name="FNAnker_27_27" id="FNAnker_27_27"></a><a href="#Fussnote_27_27" class="fnanchor">[27]</a> du dor sacht ok!<a name="FNAnker_28_28" id="FNAnker_28_28"></a><a href="#Fussnote_28_28" class="fnanchor">[28]</a> -äwer<span class="pagenum"><a name="Seite_150" id="Seite_150">–150–</a></span> wenn du s’ di irst<a name="FNAnker_29_29" id="FNAnker_29_29"></a><a href="#Fussnote_29_29" class="fnanchor">[29]</a> upsackt<a name="FNAnker_30_30" id="FNAnker_30_30"></a><a href="#Fussnote_30_30" class="fnanchor">[30]</a> hest, kümmst du denn<a name="FNAnker_31_31" id="FNAnker_31_31"></a><a href="#Fussnote_31_31" class="fnanchor">[31]</a> ok -wedder ’rute?“<a name="FNAnker_32_32" id="FNAnker_32_32"></a><a href="#Fussnote_32_32" class="fnanchor">[32]</a> — Wenn ick denn äwer wedder an den Gastwirt sinen -ewigen Swin- un Hamel-Braden<a name="FNAnker_33_33" id="FNAnker_33_33"></a><a href="#Fussnote_33_33" class="fnanchor">[33]</a> dacht, un dat dat in mine Stuw’<a name="FNAnker_34_34" id="FNAnker_34_34"></a><a href="#Fussnote_34_34" class="fnanchor">[34]</a> -utsach,<a name="FNAnker_35_35" id="FNAnker_35_35"></a><a href="#Fussnote_35_35" class="fnanchor">[35]</a> as up de leiwe<a name="FNAnker_36_36" id="FNAnker_36_36"></a><a href="#Fussnote_36_36" class="fnanchor">[36]</a> Gottesird’<a name="FNAnker_37_37" id="FNAnker_37_37"></a><a href="#Fussnote_37_37" class="fnanchor">[37]</a> <em class="gesperrt">vör</em> den irsten<a name="FNAnker_38_38" id="FNAnker_38_38"></a><a href="#Fussnote_38_38" class="fnanchor">[38]</a> -Schöpfungsdag, un dat mi de ein oll ßackermentsche Knop<a name="FNAnker_39_39" id="FNAnker_39_39"></a><a href="#Fussnote_39_39" class="fnanchor">[39]</a> ümmer -afret,<a name="FNAnker_40_40" id="FNAnker_40_40"></a><a href="#Fussnote_40_40" class="fnanchor">[40]</a> denn säd ick: „Frigen“, un denn säden de dummen Lüd’ wedder: -„Bedenken“. So satt<a name="FNAnker_41_41" id="FNAnker_41_41"></a><a href="#Fussnote_41_41" class="fnanchor">[41]</a> ick denn ümmer twischen Bom un Bork;<a name="FNAnker_42_42" id="FNAnker_42_42"></a><a href="#Fussnote_42_42" class="fnanchor">[42]</a> un de -bedenklichen Johren fungen all an,<a name="FNAnker_43_43" id="FNAnker_43_43"></a><a href="#Fussnote_43_43" class="fnanchor">[43]</a> mi gris<a name="FNAnker_44_44" id="FNAnker_44_44"></a><a href="#Fussnote_44_44" class="fnanchor">[44]</a> äwer den Kopp tau -wassen,<a name="FNAnker_45_45" id="FNAnker_45_45"></a><a href="#Fussnote_45_45" class="fnanchor">[45]</a> dunn stah<a name="FNAnker_46_46" id="FNAnker_46_46"></a><a href="#Fussnote_46_46" class="fnanchor">[46]</a> ick mal an ’n Aben<a name="FNAnker_47_47" id="FNAnker_47_47"></a><a href="#Fussnote_47_47" class="fnanchor">[47]</a> un heww mi ’ne Pip<a name="FNAnker_48_48" id="FNAnker_48_48"></a><a href="#Fussnote_48_48" class="fnanchor">[48]</a> -Tobak anstickt<a name="FNAnker_49_49" id="FNAnker_49_49"></a><a href="#Fussnote_49_49" class="fnanchor">[49]</a> un kik<a name="FNAnker_50_50" id="FNAnker_50_50"></a><a href="#Fussnote_50_50" class="fnanchor">[50]</a> in ’t Weder.<a name="FNAnker_51_51" id="FNAnker_51_51"></a><a href="#Fussnote_51_51" class="fnanchor">[51]</a></p> - -<p>De Snei<a name="FNAnker_52_52" id="FNAnker_52_52"></a><a href="#Fussnote_52_52" class="fnanchor">[52]</a> fisselt<a name="FNAnker_53_53" id="FNAnker_53_53"></a><a href="#Fussnote_53_53" class="fnanchor">[53]</a> so sachten von den Hewen dal,<a name="FNAnker_54_54" id="FNAnker_54_54"></a><a href="#Fussnote_54_54" class="fnanchor">[54]</a> buten<a name="FNAnker_55_55" id="FNAnker_55_55"></a><a href="#Fussnote_55_55" class="fnanchor">[55]</a> -is dat so still, kein Wagen is tau hüren,<a name="FNAnker_56_56" id="FNAnker_56_56"></a><a href="#Fussnote_56_56" class="fnanchor">[56]</a> blot<a name="FNAnker_57_57" id="FNAnker_57_57"></a><a href="#Fussnote_57_57" class="fnanchor">[57]</a> in de Firn<a name="FNAnker_58_58" id="FNAnker_58_58"></a><a href="#Fussnote_58_58" class="fnanchor">[58]</a> -klingelt en Släden,<a name="FNAnker_59_59" id="FNAnker_59_59"></a><a href="#Fussnote_59_59" class="fnanchor">[59]</a> un mi ward gor tau einsam tau Maud,<a name="FNAnker_60_60" id="FNAnker_60_60"></a><a href="#Fussnote_60_60" class="fnanchor">[60]</a> un -dortau is ’t heilig Christabend. — As ick noch so stah un verluren<span class="pagenum"><a name="Seite_151" id="Seite_151">–151–</a></span> -dörch de Ruten<a name="FNAnker_61_61" id="FNAnker_61_61"></a><a href="#Fussnote_61_61" class="fnanchor">[61]</a> kik, tuckt<a name="FNAnker_62_62" id="FNAnker_62_62"></a><a href="#Fussnote_62_62" class="fnanchor">[62]</a> min Schauster<a name="FNAnker_63_63" id="FNAnker_63_63"></a><a href="#Fussnote_63_63" class="fnanchor">[63]</a> Linsener mit -en Handsläden vull Holt<a name="FNAnker_64_64" id="FNAnker_64_64"></a><a href="#Fussnote_64_64" class="fnanchor">[64]</a> vör sine Dör,<a name="FNAnker_65_65" id="FNAnker_65_65"></a><a href="#Fussnote_65_65" class="fnanchor">[65]</a> wat hei sick in den -Stadtholt sammelt hett, un baben<a name="FNAnker_66_66" id="FNAnker_66_66"></a><a href="#Fussnote_66_66" class="fnanchor">[66]</a> up den Släden liggt<a name="FNAnker_67_67" id="FNAnker_67_67"></a><a href="#Fussnote_67_67" class="fnanchor">[67]</a> en -gräunen<a name="FNAnker_68_68" id="FNAnker_68_68"></a><a href="#Fussnote_68_68" class="fnanchor">[68]</a> Dannenbusch. „Nu kik den Racker!“ segg<a name="FNAnker_69_69" id="FNAnker_69_69"></a><a href="#Fussnote_69_69" class="fnanchor">[69]</a> ick. „Hei sall -mi dat anner Por Stäweln<a name="FNAnker_70_70" id="FNAnker_70_70"></a><a href="#Fussnote_70_70" class="fnanchor">[70]</a> maken,<a name="FNAnker_71_71" id="FNAnker_71_71"></a><a href="#Fussnote_71_71" class="fnanchor">[71]</a> un hei karjolt<a name="FNAnker_72_72" id="FNAnker_72_72"></a><a href="#Fussnote_72_72" class="fnanchor">[72]</a> tau Holt! -Likdürn<a name="FNAnker_73_73" id="FNAnker_73_73"></a><a href="#Fussnote_73_73" class="fnanchor">[73]</a> hett hei mi all anschaustert, ick lat<a name="FNAnker_74_74" id="FNAnker_74_74"></a><a href="#Fussnote_74_74" class="fnanchor">[74]</a> bi den Kirl<a name="FNAnker_75_75" id="FNAnker_75_75"></a><a href="#Fussnote_75_75" class="fnanchor">[75]</a> -nich länger maken!“ — So stah ick denn noch ’ne Wil,<a name="FNAnker_76_76" id="FNAnker_76_76"></a><a href="#Fussnote_76_76" class="fnanchor">[76]</a> un dat -schuddert<a name="FNAnker_77_77" id="FNAnker_77_77"></a><a href="#Fussnote_77_77" class="fnanchor">[77]</a> mi denn dörch de Glieder un gruselt mi den Puckel dal, -un ick segg tau mi: „Natürlich!“ segg<a name="FNAnker_78_78" id="FNAnker_78_78"></a><a href="#Fussnote_78_78" class="fnanchor">[78]</a> ick. „En Snuppen,<a name="FNAnker_79_79" id="FNAnker_79_79"></a><a href="#Fussnote_79_79" class="fnanchor">[79]</a> en -dägten<a name="FNAnker_80_80" id="FNAnker_80_80"></a><a href="#Fussnote_80_80" class="fnanchor">[80]</a> Snuppen! Un worüm ok nich? De Stäweln sünd intwei,<a name="FNAnker_81_81" id="FNAnker_81_81"></a><a href="#Fussnote_81_81" class="fnanchor">[81]</a> un -mit de Wull,<a name="FNAnker_82_82" id="FNAnker_82_82"></a><a href="#Fussnote_82_82" class="fnanchor">[82]</a> de ick Fru Bütow’n gewen heww, stoppt sei ehr eigen -Strümp, un min hewwen keinen Bodden.<a name="FNAnker_83_83" id="FNAnker_83_83"></a><a href="#Fussnote_83_83" class="fnanchor">[83]</a> All’ns in de Welt geiht<a name="FNAnker_84_84" id="FNAnker_84_84"></a><a href="#Fussnote_84_84" class="fnanchor">[84]</a> -natürlich tau.“ — So stah ick, bet<a name="FNAnker_85_85" id="FNAnker_85_85"></a><a href="#Fussnote_85_85" class="fnanchor">[85]</a> dat düster<a name="FNAnker_86_86" id="FNAnker_86_86"></a><a href="#Fussnote_86_86" class="fnanchor">[86]</a> ward, un as ick -Licht ansticken will, kann ick ’t Füertüg<a name="FNAnker_87_87" id="FNAnker_87_87"></a><a href="#Fussnote_87_87" class="fnanchor">[87]</a> nich finnen,<a name="FNAnker_88_88" id="FNAnker_88_88"></a><a href="#Fussnote_88_88" class="fnanchor">[88]</a> un as -ick ’t funnen<a name="FNAnker_89_89" id="FNAnker_89_89"></a><a href="#Fussnote_89_89" class="fnanchor">[89]</a> heww, will de Lamp’ nich brennen: Fru Bütow’n hett -den Dacht<a name="FNAnker_90_90" id="FNAnker_90_90"></a><a href="#Fussnote_90_90" class="fnanchor">[90]</a> nich putzt, un as ick t’ Ding kümmerlich in den Tog<a name="FNAnker_91_91" id="FNAnker_91_91"></a><a href="#Fussnote_91_91" class="fnanchor">[91]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_152" id="Seite_152">–152–</a></span> -heww, geiht s’ mi snubbs vör de Näs’<a name="FNAnker_92_92" id="FNAnker_92_92"></a><a href="#Fussnote_92_92" class="fnanchor">[92]</a> ut, Fru Bütow’n hett kein Öl -upgaten.<a name="FNAnker_93_93" id="FNAnker_93_93"></a><a href="#Fussnote_93_93" class="fnanchor">[93]</a> In so ’ne Umstänn’<a name="FNAnker_94_94" id="FNAnker_94_94"></a><a href="#Fussnote_94_94" class="fnanchor">[94]</a> is dat schön, wenn Einer glik<a name="FNAnker_95_95" id="FNAnker_95_95"></a><a href="#Fussnote_95_95" class="fnanchor">[95]</a> -tau Hand is, den man düchtig utschellen<a name="FNAnker_96_96" id="FNAnker_96_96"></a><a href="#Fussnote_96_96" class="fnanchor">[96]</a> kann; ick hadd äwer Keinen -tau Hand, un wat süll ick dauhn?<a name="FNAnker_97_97" id="FNAnker_97_97"></a><a href="#Fussnote_97_97" class="fnanchor">[97]</a> Ick kek<a name="FNAnker_98_98" id="FNAnker_98_98"></a><a href="#Fussnote_98_98" class="fnanchor">[98]</a> also wedder ut dat -Finster.</p> - -<p>Bi de Schausterlüd’ was dat hell worden, un in de Stuw’ was dat en -lustig Lewen un en Juchen: äwer seihn künn<a name="FNAnker_99_99" id="FNAnker_99_99"></a><a href="#Fussnote_99_99" class="fnanchor">[99]</a> ick nicks, denn de -Gardinen wiren tautreckt.<a name="FNAnker_100_100" id="FNAnker_100_100"></a><a href="#Fussnote_100_100" class="fnanchor">[100]</a> „Nu kik den Schauster!“ säd ick. -„Ordentlich Gardinen!“ — Ick hadd kein Gardinen, Fru Bütow’n -verstunn<a name="FNAnker_101_101" id="FNAnker_101_101"></a><a href="#Fussnote_101_101" class="fnanchor">[101]</a> sick nich up Gardinen; sei hadd mi in de irste Tid<a name="FNAnker_102_102" id="FNAnker_102_102"></a><a href="#Fussnote_102_102" class="fnanchor">[102]</a> -mal weck anbünzelt,<a name="FNAnker_103_103" id="FNAnker_103_103"></a><a href="#Fussnote_103_103" class="fnanchor">[103]</a> de segen ut as<a name="FNAnker_104_104" id="FNAnker_104_104"></a><a href="#Fussnote_104_104" class="fnanchor">[104]</a> ‚unnen nicks un baben -nicks‘<a name="FNAnker_105_105" id="FNAnker_105_105"></a><a href="#Fussnote_105_105" class="fnanchor">[105]</a> un ick hadd s’ afreten,<a name="FNAnker_106_106" id="FNAnker_106_106"></a><a href="#Fussnote_106_106" class="fnanchor">[106]</a> as mi de Lüd’ frogen,<a name="FNAnker_107_107" id="FNAnker_107_107"></a><a href="#Fussnote_107_107" class="fnanchor">[107]</a> ob -ick an min Finster Kinnerhemden drögen let.<a name="FNAnker_108_108" id="FNAnker_108_108"></a><a href="#Fussnote_108_108" class="fnanchor">[108]</a> Natürlich argert ick -mi denn nu äwer den Schauster: de Kirl makt<a name="FNAnker_109_109" id="FNAnker_109_109"></a><a href="#Fussnote_109_109" class="fnanchor">[109]</a> mi min Stäweln nich -un wull lewen,<a name="FNAnker_110_110" id="FNAnker_110_110"></a><a href="#Fussnote_110_110" class="fnanchor">[110]</a> as en Graf, un ick satt in ’n Düstern ahn<a name="FNAnker_111_111" id="FNAnker_111_111"></a><a href="#Fussnote_111_111" class="fnanchor">[111]</a> -Gardinen un mit en Snuppen in den Liw’.<a name="FNAnker_112_112" id="FNAnker_112_112"></a><a href="#Fussnote_112_112" class="fnanchor">[112]</a> Ick mak mi denn up de -Bein’ un gah äwer de Strat<a name="FNAnker_113_113" id="FNAnker_113_113"></a><a href="#Fussnote_113_113" class="fnanchor">[113]</a> un denk: „Täuw!<a name="FNAnker_114_114" id="FNAnker_114_114"></a><a href="#Fussnote_114_114" class="fnanchor">[114]</a> Sallst<a name="FNAnker_115_115" id="FNAnker_115_115"></a><a href="#Fussnote_115_115" class="fnanchor">[115]</a> den -Kirl en düchtigen Zopp maken!“<a name="FNAnker_116_116" id="FNAnker_116_116"></a><a href="#Fussnote_116_116" class="fnanchor">[116]</a></p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_153" id="Seite_153">–153–</a></span></p> - -<p>As ick in de Stuw ’rin kamm,<a name="FNAnker_117_117" id="FNAnker_117_117"></a><a href="#Fussnote_117_117" class="fnanchor">[117]</a> stunn<a name="FNAnker_118_118" id="FNAnker_118_118"></a><a href="#Fussnote_118_118" class="fnanchor">[118]</a> en Dannenbom<a name="FNAnker_119_119" id="FNAnker_119_119"></a><a href="#Fussnote_119_119" class="fnanchor">[119]</a> up den -Disch, un Lichter brennten doran, un den Schauster sin Körling un sin -Krischäning<a name="FNAnker_120_120" id="FNAnker_120_120"></a><a href="#Fussnote_120_120" class="fnanchor">[120]</a> hadden ’ne Fläut<a name="FNAnker_121_121" id="FNAnker_121_121"></a><a href="#Fussnote_121_121" class="fnanchor">[121]</a> un ’ne Trumpet un makten Musik -dortau,<a name="FNAnker_122_122" id="FNAnker_122_122"></a><a href="#Fussnote_122_122" class="fnanchor">[122]</a> un dat Juchen un Krischen<a name="FNAnker_123_123" id="FNAnker_123_123"></a><a href="#Fussnote_123_123" class="fnanchor">[123]</a> besorgte den Schauster -sin lütt Mariken,<a name="FNAnker_124_124" id="FNAnker_124_124"></a><a href="#Fussnote_124_124" class="fnanchor">[124]</a> de mit de Hänn’<a name="FNAnker_125_125" id="FNAnker_125_125"></a><a href="#Fussnote_125_125" class="fnanchor">[125]</a> nah de Lichter ampelte -un mit de Beinen up ehr Mutter ehren Schot<a name="FNAnker_126_126" id="FNAnker_126_126"></a><a href="#Fussnote_126_126" class="fnanchor">[126]</a> ’rüm stangelte, denn -sei was noch nich gangbor.<a name="FNAnker_127_127" id="FNAnker_127_127"></a><a href="#Fussnote_127_127" class="fnanchor">[127]</a> De Schausterfru hadd dat Spinnrad bi -Sid sett’t,<a name="FNAnker_128_128" id="FNAnker_128_128"></a><a href="#Fussnote_128_128" class="fnanchor">[128]</a> sick ’ne ’reine Schört<a name="FNAnker_129_129" id="FNAnker_129_129"></a><a href="#Fussnote_129_129" class="fnanchor">[129]</a> vörbunnen<a name="FNAnker_130_130" id="FNAnker_130_130"></a><a href="#Fussnote_130_130" class="fnanchor">[130]</a> un ehren -sünndagschen Dauk<a name="FNAnker_131_131" id="FNAnker_131_131"></a><a href="#Fussnote_131_131" class="fnanchor">[131]</a> ümslagen<a name="FNAnker_132_132" id="FNAnker_132_132"></a><a href="#Fussnote_132_132" class="fnanchor">[132]</a> un hadd en sünndagsch Gesicht -upsett’t, lachte de Gören<a name="FNAnker_133_133" id="FNAnker_133_133"></a><a href="#Fussnote_133_133" class="fnanchor">[133]</a> an un wischte lütt Mariken den Mund af, -wenn sei mit de Pepernät<a name="FNAnker_134_134" id="FNAnker_134_134"></a><a href="#Fussnote_134_134" class="fnanchor">[134]</a> alltausihr<a name="FNAnker_135_135" id="FNAnker_135_135"></a><a href="#Fussnote_135_135" class="fnanchor">[135]</a> bitau fohren ded.<a name="FNAnker_136_136" id="FNAnker_136_136"></a><a href="#Fussnote_136_136" class="fnanchor">[136]</a> -De Schauster hadd en Enn’<a name="FNAnker_137_137" id="FNAnker_137_137"></a><a href="#Fussnote_137_137" class="fnanchor">[137]</a> Planlaken äwer de Markstäd’<a name="FNAnker_138_138" id="FNAnker_138_138"></a><a href="#Fussnote_138_138" class="fnanchor">[138]</a> deckt, -hadd sick Tüffeln<a name="FNAnker_139_139" id="FNAnker_139_139"></a><a href="#Fussnote_139_139" class="fnanchor">[139]</a> antreckt<a name="FNAnker_140_140" id="FNAnker_140_140"></a><a href="#Fussnote_140_140" class="fnanchor">[140]</a> un satt nu mit ’ne lang’ Pip an -den Aben un tügt sick<a name="FNAnker_141_141" id="FNAnker_141_141"></a><a href="#Fussnote_141_141" class="fnanchor">[141]</a> en Kraus<a name="FNAnker_142_142" id="FNAnker_142_142"></a><a href="#Fussnote_142_142" class="fnanchor">[142]</a> Bir.</p> - -<p>Na, hir kunn<a name="FNAnker_143_143" id="FNAnker_143_143"></a><a href="#Fussnote_143_143" class="fnanchor">[143]</a> doch Keiner mit Schellen<a name="FNAnker_144_144" id="FNAnker_144_144"></a><a href="#Fussnote_144_144" class="fnanchor">[144]</a> ’rinne kamen!<a name="FNAnker_145_145" id="FNAnker_145_145"></a><a href="#Fussnote_145_145" class="fnanchor">[145]</a> -Ick säd also blot: „Gu’n Abend,“ un hadd<a name="FNAnker_146_146" id="FNAnker_146_146"></a><a href="#Fussnote_146_146" class="fnanchor">[146]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_154" id="Seite_154">–154–</a></span> doch mal tauseihn -wullt,<a name="FNAnker_147_147" id="FNAnker_147_147"></a><a href="#Fussnote_147_147" class="fnanchor">[147]</a> wat de Lust hir woll tau bedüden<a name="FNAnker_148_148" id="FNAnker_148_148"></a><a href="#Fussnote_148_148" class="fnanchor">[148]</a> hadd. Na, nu -würd mi denn Allens wis’t:<a name="FNAnker_149_149" id="FNAnker_149_149"></a><a href="#Fussnote_149_149" class="fnanchor">[149]</a> de Pepernät un de Appel,<a name="FNAnker_150_150" id="FNAnker_150_150"></a><a href="#Fussnote_150_150" class="fnanchor">[150]</a> de -bunten Bohnenkräns’ un de Hahnbuttenkräns’,<a name="FNAnker_151_151" id="FNAnker_151_151"></a><a href="#Fussnote_151_151" class="fnanchor">[151]</a> de säben<a name="FNAnker_152_152" id="FNAnker_152_152"></a><a href="#Fussnote_152_152" class="fnanchor">[152]</a> -Semmelpoppen<a name="FNAnker_153_153" id="FNAnker_153_153"></a><a href="#Fussnote_153_153" class="fnanchor">[153]</a> un de ein Zuckerpopp, de ganz baben in den Dannenbom -hung.<a name="FNAnker_154_154" id="FNAnker_154_154"></a><a href="#Fussnote_154_154" class="fnanchor">[154]</a> „Is angrepsch’ Wohr,“<a name="FNAnker_155_155" id="FNAnker_155_155"></a><a href="#Fussnote_155_155" class="fnanchor">[155]</a> säd de Schauster, „drei Johr -hewwen wi sei nu glücklich dörchbröcht,<a name="FNAnker_156_156" id="FNAnker_156_156"></a><a href="#Fussnote_156_156" class="fnanchor">[156]</a> bet<a name="FNAnker_157_157" id="FNAnker_157_157"></a><a href="#Fussnote_157_157" class="fnanchor">[157]</a> up den Swanz -von den Husoren sin Pird,<a name="FNAnker_158_158" id="FNAnker_158_158"></a><a href="#Fussnote_158_158" class="fnanchor">[158]</a> den hett Krischäning mal afbeten,<a name="FNAnker_159_159" id="FNAnker_159_159"></a><a href="#Fussnote_159_159" class="fnanchor">[159]</a> -as Mutter mal nich recht Obacht gaww.<a name="FNAnker_160_160" id="FNAnker_160_160"></a><a href="#Fussnote_160_160" class="fnanchor">[160]</a> — Je, Di mein ick,“ -sett’t<a name="FNAnker_161_161" id="FNAnker_161_161"></a><a href="#Fussnote_161_161" class="fnanchor">[161]</a> hei hentau un drauht<a name="FNAnker_162_162" id="FNAnker_162_162"></a><a href="#Fussnote_162_162" class="fnanchor">[162]</a> den Jungen mit den Finger. — -„„Ick will man nich von em weggahn mit min Arbeit,““ säd ick tau mi, un -mi was ganz verdräglich tau Maud, obschonst ick de niderträchtigsten -Koppweihdag’<a name="FNAnker_163_163" id="FNAnker_163_163"></a><a href="#Fussnote_163_163" class="fnanchor">[163]</a> hadd. Doch as Schauster Linsener mi dat Haupt- un -Tafelstück wisen un utdüden ded<a name="FNAnker_164_164" id="FNAnker_164_164"></a><a href="#Fussnote_164_164" class="fnanchor">[164]</a> — ’t was Adam un Eva, <em class="gesperrt">vör</em> -den Sündenfall, schön in Stutendeig utkned’t<a name="FNAnker_165_165" id="FNAnker_165_165"></a><a href="#Fussnote_165_165" class="fnanchor">[165]</a> un mit Eier un -Saffran gel anmalt<a name="FNAnker_166_166" id="FNAnker_166_166"></a><a href="#Fussnote_166_166" class="fnanchor">[166]</a> — un as de beiden lütten Linseners sick -rechts un links von uns’ ihrwürdigen Stammöllern<a name="FNAnker_167_167" id="FNAnker_167_167"></a><a href="#Fussnote_167_167" class="fnanchor">[167]</a> henstellten un -tau tuten<a name="FNAnker_168_168" id="FNAnker_168_168"></a><a href="#Fussnote_168_168" class="fnanchor">[168]</a> un trumpeten anfungen, dunn würd mi doch<span class="pagenum"><a name="Seite_155" id="Seite_155">–155–</a></span> grad so tau -Maud, as wenn oll Rad’maker<a name="FNAnker_169_169" id="FNAnker_169_169"></a><a href="#Fussnote_169_169" class="fnanchor">[169]</a> Langklas mi mit sinen stumpen<a name="FNAnker_170_170" id="FNAnker_170_170"></a><a href="#Fussnote_170_170" class="fnanchor">[170]</a> -Frittbohrer<a name="FNAnker_171_171" id="FNAnker_171_171"></a><a href="#Fussnote_171_171" class="fnanchor">[171]</a> ümmer pianoforte — pianoforte — in den Kopp ’rin -bohren ded, dat dat pipt un gnirrt,<a name="FNAnker_172_172" id="FNAnker_172_172"></a><a href="#Fussnote_172_172" class="fnanchor">[172]</a> un mi dorbi frog, ob dat nich -schön güng?<a name="FNAnker_173_173" id="FNAnker_173_173"></a><a href="#Fussnote_173_173" class="fnanchor">[173]</a> — De Schauster müggt<a name="FNAnker_174_174" id="FNAnker_174_174"></a><a href="#Fussnote_174_174" class="fnanchor">[174]</a> mi anseihn, dat ick mi ’ne -Krankheit vermauden was,<a name="FNAnker_175_175" id="FNAnker_175_175"></a><a href="#Fussnote_175_175" class="fnanchor">[175]</a> denn as mi sin beiden lütten Cherubim -richtig ut sin Paradis ’rute trumpet’t hadden, gung hei mit mi ’räwer -un wull mi Licht anmaken un frog, wo ick de Swewelsticken<a name="FNAnker_176_176" id="FNAnker_176_176"></a><a href="#Fussnote_176_176" class="fnanchor">[176]</a> hadd? -— „Hewwen dauh ick<a name="FNAnker_177_177" id="FNAnker_177_177"></a><a href="#Fussnote_177_177" class="fnanchor">[177]</a> Allens,“ säd ick, „äwer blot uns’ Herrgott -un Fru Bütow’n weit,<a name="FNAnker_178_178" id="FNAnker_178_178"></a><a href="#Fussnote_178_178" class="fnanchor">[178]</a> wo t’ tau sinnen is.“ — De Schauster -hülp<a name="FNAnker_179_179" id="FNAnker_179_179"></a><a href="#Fussnote_179_179" class="fnanchor">[179]</a> mi nu ut de Stäweln un säd: „Natte Fäut!<a name="FNAnker_180_180" id="FNAnker_180_180"></a><a href="#Fussnote_180_180" class="fnanchor">[180]</a> Un ick heww -Sei de annern Stäweln nich farig<a name="FNAnker_181_181" id="FNAnker_181_181"></a><a href="#Fussnote_181_181" class="fnanchor">[181]</a> makt!“ hülp mi tau Bedd un säd: -„Täuwen S’ man,<a name="FNAnker_182_182" id="FNAnker_182_182"></a><a href="#Fussnote_182_182" class="fnanchor">[182]</a> min Fru sall ’räwer kamen<a name="FNAnker_183_183" id="FNAnker_183_183"></a><a href="#Fussnote_183_183" class="fnanchor">[183]</a> un sall Sei Tee -kaken.“<a name="FNAnker_184_184" id="FNAnker_184_184"></a><a href="#Fussnote_184_184" class="fnanchor">[184]</a> — Dat geschach<a name="FNAnker_185_185" id="FNAnker_185_185"></a><a href="#Fussnote_185_185" class="fnanchor">[185]</a> denn ok; äwer<a name="FNAnker_186_186" id="FNAnker_186_186"></a><a href="#Fussnote_186_186" class="fnanchor">[186]</a> wat in de negsten -virteihn Dag’<a name="FNAnker_187_187" id="FNAnker_187_187"></a><a href="#Fussnote_187_187" class="fnanchor">[187]</a> mit mi vörgahn<a name="FNAnker_188_188" id="FNAnker_188_188"></a><a href="#Fussnote_188_188" class="fnanchor">[188]</a> is, dorvon weit ick nich vel tau -vertellen.<a name="FNAnker_189_189" id="FNAnker_189_189"></a><a href="#Fussnote_189_189" class="fnanchor">[189]</a></p> - -<p>Ick lagg<a name="FNAnker_190_190" id="FNAnker_190_190"></a><a href="#Fussnote_190_190" class="fnanchor">[190]</a> in en sweren Drom.<a name="FNAnker_191_191" id="FNAnker_191_191"></a><a href="#Fussnote_191_191" class="fnanchor">[191]</a> Mi was, as wenn min ganze -Stuw’ vull Dannenböm brennen un lüchten ded,<a name="FNAnker_192_192" id="FNAnker_192_192"></a><a href="#Fussnote_192_192" class="fnanchor">[192]</a> un an jeden hung -’ne wunderschöne Semmel<span class="pagenum"><a name="Seite_156" id="Seite_156">–156–</a></span>popp mit Adam un Eva un dat ganze Paradis, -un wenn ick dorup losgung un de Hand dornah utreckt,<a name="FNAnker_193_193" id="FNAnker_193_193"></a><a href="#Fussnote_193_193" class="fnanchor">[193]</a> denn -hadd ick en intweiigen<a name="FNAnker_194_194" id="FNAnker_194_194"></a><a href="#Fussnote_194_194" class="fnanchor">[194]</a> Stäwel in de Hand un en Strump ahn -Bodden,<a name="FNAnker_195_195" id="FNAnker_195_195"></a><a href="#Fussnote_195_195" class="fnanchor">[195]</a> un Krischäning un Körling stunnen twischen<a name="FNAnker_196_196" id="FNAnker_196_196"></a><a href="#Fussnote_196_196" class="fnanchor">[196]</a> mi un de -Heilchrist<a name="FNAnker_197_197" id="FNAnker_197_197"></a><a href="#Fussnote_197_197" class="fnanchor">[197]</a>-Bescherung un fläut’ten un tut’ten, dat mi dat dörch -den Kopp flirren un gnirren ded, un de dusend<a name="FNAnker_198_198" id="FNAnker_198_198"></a><a href="#Fussnote_198_198" class="fnanchor">[198]</a> Lichter danzten vör -mine Ogen,<a name="FNAnker_199_199" id="FNAnker_199_199"></a><a href="#Fussnote_199_199" class="fnanchor">[199]</a> un wenn ick denn rep:<a name="FNAnker_200_200" id="FNAnker_200_200"></a><a href="#Fussnote_200_200" class="fnanchor">[200]</a> „Lat’t<a name="FNAnker_201_201" id="FNAnker_201_201"></a><a href="#Fussnote_201_201" class="fnanchor">[201]</a> mi doch! Lat’t -mi doch! Ick will jo ok wedder bi Jugen Vader<a name="FNAnker_202_202" id="FNAnker_202_202"></a><a href="#Fussnote_202_202" class="fnanchor">[202]</a> maken laten!“, un -reckt de Hand wedder nah de schöne Semmelpopp ut, denn drewen<a name="FNAnker_203_203" id="FNAnker_203_203"></a><a href="#Fussnote_203_203" class="fnanchor">[203]</a> sei -mi wedder taurügg<a name="FNAnker_204_204" id="FNAnker_204_204"></a><a href="#Fussnote_204_204" class="fnanchor">[204]</a> un trumpet’ten mi in de Uhren:<a name="FNAnker_205_205" id="FNAnker_205_205"></a><a href="#Fussnote_205_205" class="fnanchor">[205]</a></p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Stäwelmaken,<a name="FNAnker_206_206" id="FNAnker_206_206"></a><a href="#Fussnote_206_206" class="fnanchor">[206]</a> Stäwelmaken!</div> - <div class="verse">Hett sick wat tau Stäwelmaken!</div> - <div class="verse">För so ’n ollen Junggesellen</div> - <div class="verse">Sall kein Wihnachtslust mihr gellen.“<a name="FNAnker_207_207" id="FNAnker_207_207"></a><a href="#Fussnote_207_207" class="fnanchor">[207]</a></div> - </div> - </div> -</div> - -<p>Denn fung<a name="FNAnker_208_208" id="FNAnker_208_208"></a><a href="#Fussnote_208_208" class="fnanchor">[208]</a> de olle rotglasürte Pott,<a name="FNAnker_209_209" id="FNAnker_209_209"></a><a href="#Fussnote_209_209" class="fnanchor">[209]</a> de t’ens’ minen Kopp<a name="FNAnker_210_210" id="FNAnker_210_210"></a><a href="#Fussnote_210_210" class="fnanchor">[210]</a> -stunn, äwer sin ganzes, breides,<a name="FNAnker_211_211" id="FNAnker_211_211"></a><a href="#Fussnote_211_211" class="fnanchor">[211]</a> blankes Gesicht an tau lachen, un -de ganze Stuw’ lep<a name="FNAnker_212_212" id="FNAnker_212_212"></a><a href="#Fussnote_212_212" class="fnanchor">[212]</a> vull intweiige Stäweln, de steken<a name="FNAnker_213_213" id="FNAnker_213_213"></a><a href="#Fussnote_213_213" class="fnanchor">[213]</a> all de -Tung’<a name="FNAnker_214_214" id="FNAnker_214_214"></a><a href="#Fussnote_214_214" class="fnanchor">[214]</a> ut, un Schauster Linsener grep<a name="FNAnker_215_215" id="FNAnker_215_215"></a><a href="#Fussnote_215_215" class="fnanchor">[215]</a> sei sick, einen nah den<span class="pagenum"><a name="Seite_157" id="Seite_157">–157–</a></span> -annern, un treckt<a name="FNAnker_216_216" id="FNAnker_216_216"></a><a href="#Fussnote_216_216" class="fnanchor">[216]</a> sei all up en Band un hung sei mi an ’t Finster -stats<a name="FNAnker_217_217" id="FNAnker_217_217"></a><a href="#Fussnote_217_217" class="fnanchor">[217]</a> Gardinen. — T’ens’ minen Fäuten<a name="FNAnker_218_218" id="FNAnker_218_218"></a><a href="#Fussnote_218_218" class="fnanchor">[218]</a> dor sagten<a name="FNAnker_219_219" id="FNAnker_219_219"></a><a href="#Fussnote_219_219" class="fnanchor">[219]</a> -Twei<a name="FNAnker_220_220" id="FNAnker_220_220"></a><a href="#Fussnote_220_220" class="fnanchor">[220]</a> ümmer ümschichtig Holt,<a name="FNAnker_221_221" id="FNAnker_221_221"></a><a href="#Fussnote_221_221" class="fnanchor">[221]</a> de Ein’, dei sagte ümmer ganz -fines<a name="FNAnker_222_222" id="FNAnker_222_222"></a><a href="#Fussnote_222_222" class="fnanchor">[222]</a> Koffeholt, un de Anner arbeit’t in eiken Knäst<a name="FNAnker_223_223" id="FNAnker_223_223"></a><a href="#Fussnote_223_223" class="fnanchor">[223]</a> herüm, -un wenn dat Koffeholt sagt<a name="FNAnker_224_224" id="FNAnker_224_224"></a><a href="#Fussnote_224_224" class="fnanchor">[224]</a> würd, denn danzte Fru Bütow’n ehr -Nachtmütz vör minen Ogen ümmer up un dal<a name="FNAnker_225_225" id="FNAnker_225_225"></a><a href="#Fussnote_225_225" class="fnanchor">[225]</a> — up un dal, un wenn in -eiken Knäst arbeit’t würd, denn was ’t mi vör de Ogen, as stünn<a name="FNAnker_226_226" id="FNAnker_226_226"></a><a href="#Fussnote_226_226" class="fnanchor">[226]</a> -’ne grote, schöne Ird’beer<a name="FNAnker_227_227" id="FNAnker_227_227"></a><a href="#Fussnote_227_227" class="fnanchor">[227]</a> in en gräunen<a name="FNAnker_228_228" id="FNAnker_228_228"></a><a href="#Fussnote_228_228" class="fnanchor">[228]</a> Holt,<a name="FNAnker_229_229" id="FNAnker_229_229"></a><a href="#Fussnote_229_229" class="fnanchor">[229]</a> un wenn -ick nipper tausach,<a name="FNAnker_230_230" id="FNAnker_230_230"></a><a href="#Fussnote_230_230" class="fnanchor">[230]</a> denn was ’t minen Unkel<a name="FNAnker_231_231" id="FNAnker_231_231"></a><a href="#Fussnote_231_231" class="fnanchor">[231]</a> Matthies sin rode -Näs’<a name="FNAnker_232_232" id="FNAnker_232_232"></a><a href="#Fussnote_232_232" class="fnanchor">[232]</a>, de kek<a name="FNAnker_233_233" id="FNAnker_233_233"></a><a href="#Fussnote_233_233" class="fnanchor">[233]</a> ut minen gräunen Fautsack<a name="FNAnker_234_234" id="FNAnker_234_234"></a><a href="#Fussnote_234_234" class="fnanchor">[234]</a> herut.</p> - -<p>Na, einmal ’s Nachtens, as wedder stark in de eiken Knäst wirkt<a name="FNAnker_235_235" id="FNAnker_235_235"></a><a href="#Fussnote_235_235" class="fnanchor">[235]</a> -würd, dunn würd mi so tau Maud, as kem<a name="FNAnker_236_236" id="FNAnker_236_236"></a><a href="#Fussnote_236_236" class="fnanchor">[236]</a> ick ut den Düstern<a name="FNAnker_237_237" id="FNAnker_237_237"></a><a href="#Fussnote_237_237" class="fnanchor">[237]</a> -in ’t Helle, ick grep üm mi, wo ick wir;<a name="FNAnker_238_238" id="FNAnker_238_238"></a><a href="#Fussnote_238_238" class="fnanchor">[238]</a> ick lagg in ’t Bedd, de -Nachtlamp brennte düster, un in den Lehnstaul<a name="FNAnker_239_239" id="FNAnker_239_239"></a><a href="#Fussnote_239_239" class="fnanchor">[239]</a> mit de groten<a name="FNAnker_240_240" id="FNAnker_240_240"></a><a href="#Fussnote_240_240" class="fnanchor">[240]</a> -Pulsterbacken lagg min Unkel Matthies würklich bet<a name="FNAnker_241_241" id="FNAnker_241_241"></a><a href="#Fussnote_241_241" class="fnanchor">[241]</a> unner de Näs’ -in minen gräunen Fautsack un snorkte<a name="FNAnker_242_242" id="FNAnker_242_242"></a><a href="#Fussnote_242_242" class="fnanchor">[242]</a> ganz fürchterlich. — „Unkel -Matthies,“ rep ick. — Irst<span class="pagenum"><a name="Seite_158" id="Seite_158">–158–</a></span> hürt<a name="FNAnker_243_243" id="FNAnker_243_243"></a><a href="#Fussnote_243_243" class="fnanchor">[243]</a> hei nich, doch up de Letzt -vermüntert<a name="FNAnker_244_244" id="FNAnker_244_244"></a><a href="#Fussnote_244_244" class="fnanchor">[244]</a> hei sik un rew<a name="FNAnker_245_245" id="FNAnker_245_245"></a><a href="#Fussnote_245_245" class="fnanchor">[245]</a> sick de Ogen. „Unkel Matthies,“ -frog ick, „wo is Schauster Linsener?“ — „„Jung’,““ säd min Unkel — -denn hei nennt mi noch ümmer Jung’, ungefihr mit eben so vel Recht, -as oll Nahwer<a name="FNAnker_246_246" id="FNAnker_246_246"></a><a href="#Fussnote_246_246" class="fnanchor">[246]</a> Hamann ümmer noch sin tweiuntwintigjöhrig<a name="FNAnker_247_247" id="FNAnker_247_247"></a><a href="#Fussnote_247_247" class="fnanchor">[247]</a> -Vörbipird<a name="FNAnker_248_248" id="FNAnker_248_248"></a><a href="#Fussnote_248_248" class="fnanchor">[248]</a> ‚dat Fahlen‘<a name="FNAnker_249_249" id="FNAnker_249_249"></a><a href="#Fussnote_249_249" class="fnanchor">[249]</a> nennt — „„Jung’, fangst Du mi all -wedder<a name="FNAnker_250_250" id="FNAnker_250_250"></a><a href="#Fussnote_250_250" class="fnanchor">[250]</a> an? Wat hest Du mit Schauster Linsenern? De Mann, de deiht -Di nicks.““ — „Unkel,“ säd ick, as hei sick wedder schön taurecht -läd,<a name="FNAnker_251_251" id="FNAnker_251_251"></a><a href="#Fussnote_251_251" class="fnanchor">[251]</a> üm dat Sag’geschäft wider<a name="FNAnker_252_252" id="FNAnker_252_252"></a><a href="#Fussnote_252_252" class="fnanchor">[252]</a> tau besorgen, „is dat -wohr,<a name="FNAnker_253_253" id="FNAnker_253_253"></a><a href="#Fussnote_253_253" class="fnanchor">[253]</a> oder hett mi dat drömt,<a name="FNAnker_254_254" id="FNAnker_254_254"></a><a href="#Fussnote_254_254" class="fnanchor">[254]</a> hewwen wi ollen Junggesellen -keinen Deil<a name="FNAnker_255_255" id="FNAnker_255_255"></a><a href="#Fussnote_255_255" class="fnanchor">[255]</a> an de Dannenböm?“ — „„Dummen Snack!““<a name="FNAnker_256_256" id="FNAnker_256_256"></a><a href="#Fussnote_256_256" class="fnanchor">[256]</a> säd Unkel -Matthies. „„Ligg<a name="FNAnker_257_257" id="FNAnker_257_257"></a><a href="#Fussnote_257_257" class="fnanchor">[257]</a> still!““ — „Ick bün woll sihr krank west?“ frog -ick. — „„Dat weit<a name="FNAnker_258_258" id="FNAnker_258_258"></a><a href="#Fussnote_258_258" class="fnanchor">[258]</a> Gott,““ säd min Unkel un krop<a name="FNAnker_259_259" id="FNAnker_259_259"></a><a href="#Fussnote_259_259" class="fnanchor">[259]</a> ut den -Fautsack un namm<a name="FNAnker_260_260" id="FNAnker_260_260"></a><a href="#Fussnote_260_260" class="fnanchor">[260]</a> dat Licht un lücht’t<a name="FNAnker_261_261" id="FNAnker_261_261"></a><a href="#Fussnote_261_261" class="fnanchor">[261]</a> mi in de Ogen. „„Äwer -würklich, würklich! Ick glöw’,<a name="FNAnker_262_262" id="FNAnker_262_262"></a><a href="#Fussnote_262_262" class="fnanchor">[262]</a> Du büst dor mit dörch, denn Din -Utseihn,<a name="FNAnker_263_263" id="FNAnker_263_263"></a><a href="#Fussnote_263_263" class="fnanchor">[263]</a> min lütt Jünging,““<a name="FNAnker_264_264" id="FNAnker_264_264"></a><a href="#Fussnote_264_264" class="fnanchor">[264]</a> — un dorbi strakt<a name="FNAnker_265_265" id="FNAnker_265_265"></a><a href="#Fussnote_265_265" class="fnanchor">[265]</a> hei -mi — „„is ganz anners worden. Kannst Du denn nu würklich seihn, dat -ick Din Unkel Matthies<span class="pagenum"><a name="Seite_159" id="Seite_159">–159–</a></span> bün, un dat dit min Näs’ is un kein Ird’beer? -Un willst Du dat Ird’beernplücken nu nahgradens<a name="FNAnker_266_266" id="FNAnker_266_266"></a><a href="#Fussnote_266_266" class="fnanchor">[266]</a> sin laten?<a name="FNAnker_267_267" id="FNAnker_267_267"></a><a href="#Fussnote_267_267" class="fnanchor">[267]</a> -Denn Du büst mi vergangen Nacht tweimal<a name="FNAnker_268_268" id="FNAnker_268_268"></a><a href="#Fussnote_268_268" class="fnanchor">[268]</a> eklich in dat Gesicht -’rinne fohrt,<a name="FNAnker_269_269" id="FNAnker_269_269"></a><a href="#Fussnote_269_269" class="fnanchor">[269]</a> as ick en beten<a name="FNAnker_270_270" id="FNAnker_270_270"></a><a href="#Fussnote_270_270" class="fnanchor">[270]</a> indrus’t<a name="FNAnker_271_271" id="FNAnker_271_271"></a><a href="#Fussnote_271_271" class="fnanchor">[271]</a> was.““ — Ick -versprok,<a name="FNAnker_272_272" id="FNAnker_272_272"></a><a href="#Fussnote_272_272" class="fnanchor">[272]</a> mi nu beter<a name="FNAnker_273_273" id="FNAnker_273_273"></a><a href="#Fussnote_273_273" class="fnanchor">[273]</a> tau schicken, denn ick wir nu wedder -vernünftig.</p> - -<p>Un so was ’t denn nu ok; de Krankheit was tau Enn’,<a name="FNAnker_274_274" id="FNAnker_274_274"></a><a href="#Fussnote_274_274" class="fnanchor">[274]</a> äwer min Not -gung nu irst an. Ick was so mör<a name="FNAnker_275_275" id="FNAnker_275_275"></a><a href="#Fussnote_275_275" class="fnanchor">[275]</a> un so ledweik,<a name="FNAnker_276_276" id="FNAnker_276_276"></a><a href="#Fussnote_276_276" class="fnanchor">[276]</a> dat ick mi -nich rögen<a name="FNAnker_277_277" id="FNAnker_277_277"></a><a href="#Fussnote_277_277" class="fnanchor">[277]</a> kunn, un wenn ick de Ogen mal upslog,<a name="FNAnker_278_278" id="FNAnker_278_278"></a><a href="#Fussnote_278_278" class="fnanchor">[278]</a> denn stunn -Fru Bütow’n vör mi un hadd den rotglasürten Pott in de ein Hand un -den Lepel<a name="FNAnker_279_279" id="FNAnker_279_279"></a><a href="#Fussnote_279_279" class="fnanchor">[279]</a> in de anner, un faudert<a name="FNAnker_280_280" id="FNAnker_280_280"></a><a href="#Fussnote_280_280" class="fnanchor">[280]</a> un proppt<a name="FNAnker_281_281" id="FNAnker_281_281"></a><a href="#Fussnote_281_281" class="fnanchor">[281]</a> mi mit ’ne -Krankensupp, dei was so stif<a name="FNAnker_282_282" id="FNAnker_282_282"></a><a href="#Fussnote_282_282" class="fnanchor">[282]</a> as Baukbinner-Klister<a name="FNAnker_283_283" id="FNAnker_283_283"></a><a href="#Fussnote_283_283" class="fnanchor">[283]</a> un smeckt -ok so, un säd denn: „Eten S’!<a name="FNAnker_284_284" id="FNAnker_284_284"></a><a href="#Fussnote_284_284" class="fnanchor">[284]</a> Eten S’ doch! — Wenn Sei nich -eten, warden Sei nich wedder beter.“ Un bi all dese Qual makt dat oll -gaudmäudige<a name="FNAnker_285_285" id="FNAnker_285_285"></a><a href="#Fussnote_285_285" class="fnanchor">[285]</a> Gestell tau ehren Klisterpott noch so ’n mitleidig -Gesicht, dat ick äwerhapsen müßt, ick müggt willen<a name="FNAnker_286_286" id="FNAnker_286_286"></a><a href="#Fussnote_286_286" class="fnanchor">[286]</a> oder nich.</p> - -<p>Jedes Ding hett en Enn’, un ’ne Wust<a name="FNAnker_287_287" id="FNAnker_287_287"></a><a href="#Fussnote_287_287" class="fnanchor">[287]</a> hett ehre twei. Ick kamm -’rut ut dat Bedd un satt denn<span class="pagenum"><a name="Seite_160" id="Seite_160">–160–</a></span> Stunn’n<a name="FNAnker_288_288" id="FNAnker_288_288"></a><a href="#Fussnote_288_288" class="fnanchor">[288]</a> lang mit minen Unkel -Matthies tausam<a name="FNAnker_289_289" id="FNAnker_289_289"></a><a href="#Fussnote_289_289" class="fnanchor">[289]</a> un vertellt mi<a name="FNAnker_290_290" id="FNAnker_290_290"></a><a href="#Fussnote_290_290" class="fnanchor">[290]</a> wat mit em. „Unkel,“ säd ick -mal, denn mi lagg de Drom von de Dannenböm un de ollen Junggesellen -noch in den Kopp, „Unkel, wi hadden eigentlich Beid’ frigen müßt.“ — -„„Dummen Snack!““ säd min Unkel, „„meinst Du, ick hadd as östreichsche -Wachtmeister von Anno drütteihn<a name="FNAnker_291_291" id="FNAnker_291_291"></a><a href="#Fussnote_291_291" class="fnanchor">[291]</a> in Kaiserlich-Königlichen Staaten -’ne lütte ungersche Husorentucht<a name="FNAnker_292_292" id="FNAnker_292_292"></a><a href="#Fussnote_292_292" class="fnanchor">[292]</a> anleggen süllt?““<a name="FNAnker_293_293" id="FNAnker_293_293"></a><a href="#Fussnote_293_293" class="fnanchor">[293]</a> — „Dat -nich,“ säd ick, „ick red ok eigentlich man von mi. Süh<a name="FNAnker_294_294" id="FNAnker_294_294"></a><a href="#Fussnote_294_294" class="fnanchor">[294]</a> mal, ick -denk so, wenn ick ’ne Fru hadd — dat heit<a name="FNAnker_295_295" id="FNAnker_295_295"></a><a href="#Fussnote_295_295" class="fnanchor">[295]</a> ’ne ordentliche Fru un -’ne gaude<a name="FNAnker_296_296" id="FNAnker_296_296"></a><a href="#Fussnote_296_296" class="fnanchor">[296]</a> Fru un ’ne — un ’ne lütte nette Fru, un Du treckst<a name="FNAnker_297_297" id="FNAnker_297_297"></a><a href="#Fussnote_297_297" class="fnanchor">[297]</a> -denn tau uns.....“ — „„Un süll<a name="FNAnker_298_298" id="FNAnker_298_298"></a><a href="#Fussnote_298_298" class="fnanchor">[298]</a> denn Kinner wohren?<a name="FNAnker_299_299" id="FNAnker_299_299"></a><a href="#Fussnote_299_299" class="fnanchor">[299]</a> Dank -vel<a name="FNAnker_300_300" id="FNAnker_300_300"></a><a href="#Fussnote_300_300" class="fnanchor">[300]</a> mal!““ säd min Unkel Matthies. — „So is dat nich meint,“ -segg ick. „Äwer frigen dauh ick, denn Fru Bütow’n ehr Pleg’<a name="FNAnker_301_301" id="FNAnker_301_301"></a><a href="#Fussnote_301_301" class="fnanchor">[301]</a> in -de letzte Krankheit....“ — „„Mi dücht,““<a name="FNAnker_302_302" id="FNAnker_302_302"></a><a href="#Fussnote_302_302" class="fnanchor">[302]</a> föll<a name="FNAnker_303_303" id="FNAnker_303_303"></a><a href="#Fussnote_303_303" class="fnanchor">[303]</a> hei mi in ’t -Wurt,<a name="FNAnker_304_304" id="FNAnker_304_304"></a><a href="#Fussnote_304_304" class="fnanchor">[304]</a> „„Du büst gaud naug<a name="FNAnker_305_305" id="FNAnker_305_305"></a><a href="#Fussnote_305_305" class="fnanchor">[305]</a> plegt.<a name="FNAnker_306_306" id="FNAnker_306_306"></a><a href="#Fussnote_306_306" class="fnanchor">[306]</a> Ick sülwst<a name="FNAnker_307_307" id="FNAnker_307_307"></a><a href="#Fussnote_307_307" class="fnanchor">[307]</a>....““ -— „Ih, red <em class="gesperrt">so nich</em>,“ segg ick, „Du hest Din Mäglichst -dahn;<a name="FNAnker_308_308" id="FNAnker_308_308"></a><a href="#Fussnote_308_308" class="fnanchor">[308]</a> äwer ’ne Fru....“ — „„Na, büst Du denn all eine Gewisse up -de Spur?““ fröggt<a name="FNAnker_309_309" id="FNAnker_309_309"></a><a href="#Fussnote_309_309" class="fnanchor">[309]</a> min Unkel. — „Weiten dauh<a name="FNAnker_310_310" id="FNAnker_310_310"></a><a href="#Fussnote_310_310" class="fnanchor">[310]</a> ick ein’,“ segg<span class="pagenum"><a name="Seite_161" id="Seite_161">–161–</a></span> -ick. — „„Na, will sei Di denn ok?““ fröggt hei. — „Dat weit ick noch -nich,“ segg ick. — „„Is woll so ’ne rechte staatsche?““<a name="FNAnker_311_311" id="FNAnker_311_311"></a><a href="#Fussnote_311_311" class="fnanchor">[311]</a> fröggt -hei un plinkt<a name="FNAnker_312_312" id="FNAnker_312_312"></a><a href="#Fussnote_312_312" class="fnanchor">[312]</a> mit dat ein Og’. — „Dat nich,“ segg ick. — „„Denn -is sei woll all lang’ ut de soldatenpflichtigen Johren?““ fröggt hei -wider<a name="FNAnker_313_313" id="FNAnker_313_313"></a><a href="#Fussnote_313_313" class="fnanchor">[313]</a> un plinkt wedder.<a name="FNAnker_314_314" id="FNAnker_314_314"></a><a href="#Fussnote_314_314" class="fnanchor">[314]</a> — „Ok dat nich,“ segg ick. „Äwer Du -kannst sei Di jo mal anseihn — ick kann leidergotts nich mit — sei -geiht alle Nahmiddag buten den Dur<a name="FNAnker_315_315" id="FNAnker_315_315"></a><a href="#Fussnote_315_315" class="fnanchor">[315]</a> nah de Mähl<a name="FNAnker_316_316" id="FNAnker_316_316"></a><a href="#Fussnote_316_316" class="fnanchor">[316]</a> hentau<a name="FNAnker_317_317" id="FNAnker_317_317"></a><a href="#Fussnote_317_317" class="fnanchor">[317]</a> -spazieren, so twischen dreien un vieren,<a name="FNAnker_318_318" id="FNAnker_318_318"></a><a href="#Fussnote_318_318" class="fnanchor">[318]</a> un verfehlen kannst -Du sei nich, denn sei is de hübschste von Allen, de dor gahn.“ — -„„Natürlich!““ seggt min Unkel. — „Un hett ’ne Troddel an den Mantel -un en lütten Jungen an de Hand,“ sett’t ick hentau. — „„Frigst<a name="FNAnker_319_319" id="FNAnker_319_319"></a><a href="#Fussnote_319_319" class="fnanchor">[319]</a> -Du dat Kind mit?““ fröggt min Unkel. — „Wat föllt Di in?“<a name="FNAnker_320_320" id="FNAnker_320_320"></a><a href="#Fussnote_320_320" class="fnanchor">[320]</a> fohr -ick in Enn’.<a name="FNAnker_321_321" id="FNAnker_321_321"></a><a href="#Fussnote_321_321" class="fnanchor">[321]</a> „Dat is ehr Swesterkind.“ — „„Gott bewohr uns!““ -seggt min Unkel. „„Iwer<a name="FNAnker_322_322" id="FNAnker_322_322"></a><a href="#Fussnote_322_322" class="fnanchor">[322]</a> Di doch nich! Wat weit ick dorvon? För -minentwegen kann sei jo ’ne Wittfru<a name="FNAnker_323_323" id="FNAnker_323_323"></a><a href="#Fussnote_323_323" class="fnanchor">[323]</a> sin. Na, anseihn will ick sei -mi denn doch!““ — Un dormit geiht hei.</p> - -<p>Des Nahmiddags so hentau fiwen<a name="FNAnker_324_324" id="FNAnker_324_324"></a><a href="#Fussnote_324_324" class="fnanchor">[324]</a> kümmt hei wedder, bött<a name="FNAnker_325_325" id="FNAnker_325_325"></a><a href="#Fussnote_325_325" class="fnanchor">[325]</a> sick -’ne Pip an, sett’t sick dal un seggt<span class="pagenum"><a name="Seite_162" id="Seite_162">–162–</a></span> gor nicks. Dit argert mi jo denn -natürlich, un ick segg ok nicks. Wi roken<a name="FNAnker_326_326" id="FNAnker_326_326"></a><a href="#Fussnote_326_326" class="fnanchor">[326]</a> denn nu Beid’ as de -Backabens;<a name="FNAnker_327_327" id="FNAnker_327_327"></a><a href="#Fussnote_327_327" class="fnanchor">[327]</a> äwer ick was denn doch tau niglich,<a name="FNAnker_328_328" id="FNAnker_328_328"></a><a href="#Fussnote_328_328" class="fnanchor">[328]</a> stunn up<a name="FNAnker_329_329" id="FNAnker_329_329"></a><a href="#Fussnote_329_329" class="fnanchor">[329]</a> -un stellt mi so, dat hei mi mit sin oll plinkeriges<a name="FNAnker_330_330" id="FNAnker_330_330"></a><a href="#Fussnote_330_330" class="fnanchor">[330]</a> Gesicht nich -in de Ogen kiken<a name="FNAnker_331_331" id="FNAnker_331_331"></a><a href="#Fussnote_331_331" class="fnanchor">[331]</a> kunn, un frog: „Büst Du buten den Dur west?“ — -„„Dat bün ick,““ seggt hei. — „Na?“ frag ick. — „„Ja,““ seggt hei. -— „Hest Du sei seihn?“<a name="FNAnker_332_332" id="FNAnker_332_332"></a><a href="#Fussnote_332_332" class="fnanchor">[332]</a> frag ick. — „„Heww sei seihn,““ seggt -hei, „„un heww ok mit ehr redt.““<a name="FNAnker_333_333" id="FNAnker_333_333"></a><a href="#Fussnote_333_333" class="fnanchor">[333]</a> — „Plagt Di de Kukuk?“ segg -ick un dreih mi üm.<a name="FNAnker_334_334" id="FNAnker_334_334"></a><a href="#Fussnote_334_334" class="fnanchor">[334]</a> „Wat hest Du mit ehr tau reden? Ick sülwst -heww jo noch nich mal mit ehr redt.“ — „„Dorüm<a name="FNAnker_335_335" id="FNAnker_335_335"></a><a href="#Fussnote_335_335" class="fnanchor">[335]</a> grad!““ seggt hei. -„„Denn Einer von uns möt<a name="FNAnker_336_336" id="FNAnker_336_336"></a><a href="#Fussnote_336_336" class="fnanchor">[336]</a> jo doch anfangen, un ick ward doch woll -mit minen Swestersähn sine Brut<a name="FNAnker_337_337" id="FNAnker_337_337"></a><a href="#Fussnote_337_337" class="fnanchor">[337]</a> reden känen?““ — „So wid<a name="FNAnker_338_338" id="FNAnker_338_338"></a><a href="#Fussnote_338_338" class="fnanchor">[338]</a> -sünd wi noch lang’ nich,“ segg ick. — „„Wat nich is, kann jo doch -noch warden,““ seggt hei, un sett’t sick in den ollen Lehnstaul bet -taurügg<a name="FNAnker_339_339" id="FNAnker_339_339"></a><a href="#Fussnote_339_339" class="fnanchor">[339]</a> un streckt de Bein’ nah vörwarts, as „sühst mi woll.“ -„„Ick will Di ’t vertellen,““ seggt hei: „„As ick so den Weg entlang -gung, kamm sei achter<a name="FNAnker_340_340" id="FNAnker_340_340"></a><a href="#Fussnote_340_340" class="fnanchor">[340]</a> mi, un ick stellt mi hen un kek<a name="FNAnker_341_341" id="FNAnker_341_341"></a><a href="#Fussnote_341_341" class="fnanchor">[341]</a> sei -an, denn sei hadd en lütten Jung an de Hand; de Troddel kunn ick nich -seihn, wil<a name="FNAnker_342_342" id="FNAnker_342_342"></a><a href="#Fussnote_342_342" class="fnanchor">[342]</a> dat de ehr den Puckel dal<span class="pagenum"><a name="Seite_163" id="Seite_163">–163–</a></span> hung.““<a name="FNAnker_343_343" id="FNAnker_343_343"></a><a href="#Fussnote_343_343" class="fnanchor">[343]</a> — „Ick kann -’t mi denken,“ säd ick, „Du hest sei woll snurrig anseihn?“ — „„Wenn -ick wat anseihn will, denn rit<a name="FNAnker_344_344" id="FNAnker_344_344"></a><a href="#Fussnote_344_344" class="fnanchor">[344]</a> ick de Ogen up,““ seggt min Unkel, -„„un dat ded<a name="FNAnker_345_345" id="FNAnker_345_345"></a><a href="#Fussnote_345_345" class="fnanchor">[345]</a> ick, un sei slog<a name="FNAnker_346_346" id="FNAnker_346_346"></a><a href="#Fussnote_346_346" class="fnanchor">[346]</a> ehr Ogen so dal — mit so en -Tog,<a name="FNAnker_347_347" id="FNAnker_347_347"></a><a href="#Fussnote_347_347" class="fnanchor">[347]</a> as wenn sei des Abends ehr Gardinen an de Beddstäd’<a name="FNAnker_348_348" id="FNAnker_348_348"></a><a href="#Fussnote_348_348" class="fnanchor">[348]</a> -tausamen trecken wull,<a name="FNAnker_349_349" id="FNAnker_349_349"></a><a href="#Fussnote_349_349" class="fnanchor">[349]</a> un as sei vörbi<a name="FNAnker_350_350" id="FNAnker_350_350"></a><a href="#Fussnote_350_350" class="fnanchor">[350]</a> was, sach<a name="FNAnker_351_351" id="FNAnker_351_351"></a><a href="#Fussnote_351_351" class="fnanchor">[351]</a> ick -ok de Troddel.““ — „Du magst sei schön ankeken<a name="FNAnker_352_352" id="FNAnker_352_352"></a><a href="#Fussnote_352_352" class="fnanchor">[352]</a> hewwen,“ segg -ick. — „„Dat heww ick, äwer dat dick Enn’<a name="FNAnker_353_353" id="FNAnker_353_353"></a><a href="#Fussnote_353_353" class="fnanchor">[353]</a> kümmt nah.““<a name="FNAnker_354_354" id="FNAnker_354_354"></a><a href="#Fussnote_354_354" class="fnanchor">[354]</a> -— „Na, hett sei Di denn gefollen?“ frog ick. — „„Ih ja! Sei hett -mihrere Dugenden<a name="FNAnker_355_355" id="FNAnker_355_355"></a><a href="#Fussnote_355_355" class="fnanchor">[355]</a> an sick, de mi woll passen: irstens hett sei sick -nich vel üm den Kopp ’rümtüdert,<a name="FNAnker_356_356" id="FNAnker_356_356"></a><a href="#Fussnote_356_356" class="fnanchor">[356]</a> un tweitens fegt sei mit ehr -Kleder<a name="FNAnker_357_357" id="FNAnker_357_357"></a><a href="#Fussnote_357_357" class="fnanchor">[357]</a> de Strat<a name="FNAnker_358_358" id="FNAnker_358_358"></a><a href="#Fussnote_358_358" class="fnanchor">[358]</a> nich af, un dat sünd en por<a name="FNAnker_359_359" id="FNAnker_359_359"></a><a href="#Fussnote_359_359" class="fnanchor">[359]</a> Dugenden, -mihn Sähn, de führen mihr in den Munn’<a name="FNAnker_360_360" id="FNAnker_360_360"></a><a href="#Fussnote_360_360" class="fnanchor">[360]</a> as Einer gewöhnlich denkt, -denn de so vel up den Kopp hewwen, hewwen meistendeils nich recht wat -dorin, un de mit de langen Kleder hewwen All scheiw’<a name="FNAnker_361_361" id="FNAnker_361_361"></a><a href="#Fussnote_361_361" class="fnanchor">[361]</a> Bein’, oder, -wat noch slimmer is, ehr Fauttüg<a name="FNAnker_362_362" id="FNAnker_362_362"></a><a href="#Fussnote_362_362" class="fnanchor">[362]</a> is nich up den Schick.<a name="FNAnker_363_363" id="FNAnker_363_363"></a><a href="#Fussnote_363_363" class="fnanchor">[363]</a> Min -Sähn, bi Frugenslüd’<a name="FNAnker_364_364" id="FNAnker_364_364"></a><a href="#Fussnote_364_364" class="fnanchor">[364]</a> un bi Pird’<a name="FNAnker_365_365" id="FNAnker_365_365"></a><a href="#Fussnote_365_365" class="fnanchor">[365]</a> möst<span class="pagenum"><a name="Seite_164" id="Seite_164">–164–</a></span> Du ümmer tauirst<a name="FNAnker_366_366" id="FNAnker_366_366"></a><a href="#Fussnote_366_366" class="fnanchor">[366]</a> -nah de Beinen kiken; is dat Gangwark<a name="FNAnker_367_367" id="FNAnker_367_367"></a><a href="#Fussnote_367_367" class="fnanchor">[367]</a> adrett,<a name="FNAnker_368_368" id="FNAnker_368_368"></a><a href="#Fussnote_368_368" class="fnanchor">[368]</a> is de Beinsatz -in Ordnung, un is dat Fautgeschirr<a name="FNAnker_369_369" id="FNAnker_369_369"></a><a href="#Fussnote_369_369" class="fnanchor">[369]</a> proper, denn kannst Du up -Flit,<a name="FNAnker_370_370" id="FNAnker_370_370"></a><a href="#Fussnote_370_370" class="fnanchor">[370]</a> up Ordnung un Rendlichkeit<a name="FNAnker_371_371" id="FNAnker_371_371"></a><a href="#Fussnote_371_371" class="fnanchor">[371]</a> reken.““<a name="FNAnker_372_372" id="FNAnker_372_372"></a><a href="#Fussnote_372_372" class="fnanchor">[372]</a> — „Also Du -meinst....?“ frog ick. — „„Ick mein gor nicks,““ föll hei mi in de -Red’. „„Lat<a name="FNAnker_373_373" id="FNAnker_373_373"></a><a href="#Fussnote_373_373" class="fnanchor">[373]</a> mi irst vertellen, wat mi wider passirt is. As sei nu -so vör mi up nah de Mähl hentau gung, un ick achter ehr, dunn müßt ick -würklich tau mi seggen: „Wohrhaftig! Du spelst en schönen Zwickel!<a name="FNAnker_374_374" id="FNAnker_374_374"></a><a href="#Fussnote_374_374" class="fnanchor">[374]</a> -Du dreihst woll en beten<a name="FNAnker_375_375" id="FNAnker_375_375"></a><a href="#Fussnote_375_375" class="fnanchor">[375]</a> mit den Kopp; äwer dat schadt nich! Denn -worüm sall sei nich mit den Kopp dreihn, dorför<a name="FNAnker_376_376" id="FNAnker_376_376"></a><a href="#Fussnote_376_376" class="fnanchor">[376]</a> is sei jo en -Frugenstimmer;<a name="FNAnker_377_377" id="FNAnker_377_377"></a><a href="#Fussnote_377_377" class="fnanchor">[377]</a> äwer — denk ick so bi mi — de Red’! Dat is de -Hauptsak! Du sallst mit ehr en unschüllig Gespräk<a name="FNAnker_378_378" id="FNAnker_378_378"></a><a href="#Fussnote_378_378" class="fnanchor">[378]</a> anspinnen!“ As -sei also wedder taurügg<a name="FNAnker_379_379" id="FNAnker_379_379"></a><a href="#Fussnote_379_379" class="fnanchor">[379]</a> kümmt, stell ick mi mit den Rüggen gegen -en Bom<a name="FNAnker_380_380" id="FNAnker_380_380"></a><a href="#Fussnote_380_380" class="fnanchor">[380]</a> und dauh<a name="FNAnker_381_381" id="FNAnker_381_381"></a><a href="#Fussnote_381_381" class="fnanchor">[381]</a> so, as wenn ick mi min Pipengeschirr<a name="FNAnker_382_382" id="FNAnker_382_382"></a><a href="#Fussnote_382_382" class="fnanchor">[382]</a> -in ’n Gang bringen will, un as sei nu so ’n Schrittener fiw<a name="FNAnker_383_383" id="FNAnker_383_383"></a><a href="#Fussnote_383_383" class="fnanchor">[383]</a> von -mi is, dunn treck’<a name="FNAnker_384_384" id="FNAnker_384_384"></a><a href="#Fussnote_384_384" class="fnanchor">[384]</a> ick Stahl un Stein ut de Tasch un rit<a name="FNAnker_385_385" id="FNAnker_385_385"></a><a href="#Fussnote_385_385" class="fnanchor">[385]</a> bi -de Gelegenheit für en Daler<a name="FNAnker_386_386" id="FNAnker_386_386"></a><a href="#Fussnote_386_386" class="fnanchor">[386]</a> lütt<a name="FNAnker_387_387" id="FNAnker_387_387"></a><a href="#Fussnote_387_387" class="fnanchor">[387]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_165" id="Seite_165">–165–</a></span> Geld mit ’rute — Jung’, -markst<a name="FNAnker_388_388" id="FNAnker_388_388"></a><a href="#Fussnote_388_388" class="fnanchor">[388]</a> Du! Allens mit Willen! dat de Tweigröschenstücken so äwer -den froren<a name="FNAnker_389_389" id="FNAnker_389_389"></a><a href="#Fussnote_389_389" class="fnanchor">[389]</a> Fautstig<a name="FNAnker_390_390" id="FNAnker_390_390"></a><a href="#Fussnote_390_390" class="fnanchor">[390]</a> ’räwer klapperten. Nu bückt ick mi -dal<a name="FNAnker_391_391" id="FNAnker_391_391"></a><a href="#Fussnote_391_391" class="fnanchor">[391]</a> un pust’t<a name="FNAnker_392_392" id="FNAnker_392_392"></a><a href="#Fussnote_392_392" class="fnanchor">[392]</a> gefährlich dorbi, as würd mi dat Upsammeln -hellschen sur,<a name="FNAnker_393_393" id="FNAnker_393_393"></a><a href="#Fussnote_393_393" class="fnanchor">[393]</a> un as sei dit sach,<a name="FNAnker_394_394" id="FNAnker_394_394"></a><a href="#Fussnote_394_394" class="fnanchor">[394]</a> säd sei richtig tau den -lütten Jungen, hei süll mi sammeln helpen,<a name="FNAnker_395_395" id="FNAnker_395_395"></a><a href="#Fussnote_395_395" class="fnanchor">[395]</a> un sei sammelt ok mit -— un dat wull ick man.<a name="FNAnker_396_396" id="FNAnker_396_396"></a><a href="#Fussnote_396_396" class="fnanchor">[396]</a> Ick bedank mi denn, un wi kemen<a name="FNAnker_397_397" id="FNAnker_397_397"></a><a href="#Fussnote_397_397" class="fnanchor">[397]</a> in -’ne Unnerhollung<a name="FNAnker_398_398" id="FNAnker_398_398"></a><a href="#Fussnote_398_398" class="fnanchor">[398]</a> un gungen tausamen bet an ’t Dur.““ — „Wat redt -Ji denn?“ frog ick. — „„Oh nicks von Bedüden.<a name="FNAnker_399_399" id="FNAnker_399_399"></a><a href="#Fussnote_399_399" class="fnanchor">[399]</a> Ick säd, ick wär -Din Unkel, un ob sei Di nich kennen ded,<a name="FNAnker_400_400" id="FNAnker_400_400"></a><a href="#Fussnote_400_400" class="fnanchor">[400]</a> Du lepst<a name="FNAnker_401_401" id="FNAnker_401_401"></a><a href="#Fussnote_401_401" class="fnanchor">[401]</a> hir ok -ümmer up un dal;<a name="FNAnker_402_402" id="FNAnker_402_402"></a><a href="#Fussnote_402_402" class="fnanchor">[402]</a> dunn säd sei, sei hadd nich dat ‚Vergnügen‘ — -‚Vergnügen‘ säd sei —; dunn frog ick, ob sei nich en jungen Minschen -hir hadd gahn seihn mit en gel-grisen<a name="FNAnker_403_403" id="FNAnker_403_403"></a><a href="#Fussnote_403_403" class="fnanchor">[403]</a> Haut<a name="FNAnker_404_404" id="FNAnker_404_404"></a><a href="#Fussnote_404_404" class="fnanchor">[404]</a> un en gel-grisen -Äwertrecker<a name="FNAnker_405_405" id="FNAnker_405_405"></a><a href="#Fussnote_405_405" class="fnanchor">[405]</a> un gel-grise Hosen un gel-grise Hor?<a name="FNAnker_406_406" id="FNAnker_406_406"></a><a href="#Fussnote_406_406" class="fnanchor">[406]</a> — — Ne, -säd sei; en öllerhaften<a name="FNAnker_407_407" id="FNAnker_407_407"></a><a href="#Fussnote_407_407" class="fnanchor">[407]</a> Herrn in so ’ne Kledasch’<a name="FNAnker_408_408" id="FNAnker_408_408"></a><a href="#Fussnote_408_408" class="fnanchor">[408]</a> hadd sei -woll seihn. Na, säd ick, de öllerhafte Herr wir de jung’ Minsch, von -den ick redt hadd, dat wirst Du. — Dunn<span class="pagenum"><a name="Seite_166" id="Seite_166">–166–</a></span> sprung<a name="FNAnker_409_409" id="FNAnker_409_409"></a><a href="#Fussnote_409_409" class="fnanchor">[409]</a> dat oll lütt -Jüngschen so an ehr tau Höcht<a name="FNAnker_410_410" id="FNAnker_410_410"></a><a href="#Fussnote_410_410" class="fnanchor">[410]</a> un säd: „Tante, das ist der Herr, -von dem Du immer sagst, er säh’ aus wie eine Reihensemmel, die in -Milchkaffee getaucht ist.“ — Dunn würd sei füerroth<a name="FNAnker_411_411" id="FNAnker_411_411"></a><a href="#Fussnote_411_411" class="fnanchor">[411]</a> un ick müßt -lud’hals’<a name="FNAnker_412_412" id="FNAnker_412_412"></a><a href="#Fussnote_412_412" class="fnanchor">[412]</a> lachen und säd: „„Ja, dat wirst Du.““</p> - -<p>Ick würd nu ok füerroth, denn dei Snack<a name="FNAnker_413_413" id="FNAnker_413_413"></a><a href="#Fussnote_413_413" class="fnanchor">[413]</a> müßt mi jo doch sihr -argern, un segg tau minen Unkel: „Wenn Du wider nicks haddst wullt, -as Din Swesterkind lächerlich vör de Lüd’<a name="FNAnker_414_414" id="FNAnker_414_414"></a><a href="#Fussnote_414_414" class="fnanchor">[414]</a> maken, denn haddst ok -leiwer<a name="FNAnker_415_415" id="FNAnker_415_415"></a><a href="#Fussnote_415_415" class="fnanchor">[415]</a> tau Hus bliwen<a name="FNAnker_416_416" id="FNAnker_416_416"></a><a href="#Fussnote_416_416" class="fnanchor">[416]</a> künnt.“ — „„Dat hadd ick,““ seggt hei, -„„äwer ick wull noch wider wat; ick wull girn weiten,<a name="FNAnker_417_417" id="FNAnker_417_417"></a><a href="#Fussnote_417_417" class="fnanchor">[417]</a> ob sei Di -woll nem’?““ — „Leiwer Gott!“ segg ick, „Du hest doch nich fragt?“ — -„„Jung’,““ seggt min Unkel un rokt, as wenn en lütt Mann backt,<a name="FNAnker_418_418" id="FNAnker_418_418"></a><a href="#Fussnote_418_418" class="fnanchor">[418]</a> -„„wenn ick ’ne Sak<a name="FNAnker_419_419" id="FNAnker_419_419"></a><a href="#Fussnote_419_419" class="fnanchor">[419]</a> in de Hand nem, denn gründlich! — aber fein! -— Ick frog ehr also, ob sei woll wüßt, wat Du wirst?““ — „Ne,“ säd -sei, „Du wirst villicht en Doctor?“ — „„Bewohr uns!““ segg ick, „„wo -kem’ hei dortau?““<a name="FNAnker_420_420" id="FNAnker_420_420"></a><a href="#Fussnote_420_420" class="fnanchor">[420]</a> — „En Avkat?“<a name="FNAnker_421_421" id="FNAnker_421_421"></a><a href="#Fussnote_421_421" class="fnanchor">[421]</a> — „„Ok<span class="pagenum"><a name="Seite_167" id="Seite_167">–167–</a></span> dat nich.““ — -„Na, dit un dat?“ Un sei röd<a name="FNAnker_422_422" id="FNAnker_422_422"></a><a href="#Fussnote_422_422" class="fnanchor">[422]</a> nu ’rümmer bet nah en ‚Rat‘ ’rup un -bet nah ’n ‚Barbirer‘ ’runne; ick schüddelt aewer ümmer mit den Kopp -un säd tauletzt: dat raden<a name="FNAnker_423_423" id="FNAnker_423_423"></a><a href="#Fussnote_423_423" class="fnanchor">[423]</a> Sei doch nich! Hei is höchstens gor -nicks. — Dat schint<a name="FNAnker_424_424" id="FNAnker_424_424"></a><a href="#Fussnote_424_424" class="fnanchor">[424]</a> ehr denn allerdings en beten wenig, un sei -meint denn: Du würdst denn also woll von Din Geld lewen. — „„Ja,““ -säd ick, „„in ein Ort<a name="FNAnker_425_425" id="FNAnker_425_425"></a><a href="#Fussnote_425_425" class="fnanchor">[425]</a> hadd sei Recht; tau dit Geschäft haddst -Du von Jugend up de meiste Lust hatt, äwer dat Du dorbi<a name="FNAnker_426_426" id="FNAnker_426_426"></a><a href="#Fussnote_426_426" class="fnanchor">[426]</a> ’ne -Anstellung kregen<a name="FNAnker_427_427" id="FNAnker_427_427"></a><a href="#Fussnote_427_427" class="fnanchor">[427]</a> haddst, künn ick grad nich seggen. Du wirst nu -up en annern Stand verfollen.““ — „Up wat för einen?“ frog sei. — -„„Up den Ehstand,““ säd ick un frog tauglik,<a name="FNAnker_428_428" id="FNAnker_428_428"></a><a href="#Fussnote_428_428" class="fnanchor">[428]</a> wat sei dortau meinen -ded. Vörher hadd ick äwer all tau mi seggt: ward sei bi dese Frag’ -blaß, denn<a name="FNAnker_429_429" id="FNAnker_429_429"></a><a href="#Fussnote_429_429" class="fnanchor">[429]</a> mag sei em nich liden;<a name="FNAnker_430_430" id="FNAnker_430_430"></a><a href="#Fussnote_430_430" class="fnanchor">[430]</a> ward sei rot, denn nimmt -sei em. — Sei würd denn nu richtig äwer un äwer<a name="FNAnker_431_431" id="FNAnker_431_431"></a><a href="#Fussnote_431_431" class="fnanchor">[431]</a> rot un bückt -sick dal<a name="FNAnker_432_432" id="FNAnker_432_432"></a><a href="#Fussnote_432_432" class="fnanchor">[432]</a> un bünzelt<a name="FNAnker_433_433" id="FNAnker_433_433"></a><a href="#Fussnote_433_433" class="fnanchor">[433]</a> an den lütten Jungen sinen Haut<a name="FNAnker_434_434" id="FNAnker_434_434"></a><a href="#Fussnote_434_434" class="fnanchor">[434]</a> -herümmer, un as sei wedder tau Höchten<a name="FNAnker_435_435" id="FNAnker_435_435"></a><a href="#Fussnote_435_435" class="fnanchor">[435]</a> kamm, dunn kek<a name="FNAnker_436_436" id="FNAnker_436_436"></a><a href="#Fussnote_436_436" class="fnanchor">[436]</a> sei mi -so von baben dal<a name="FNAnker_437_437" id="FNAnker_437_437"></a><a href="#Fussnote_437_437" class="fnanchor">[437]</a> an, makt mit ’ne halwe Wennung<a name="FNAnker_438_438" id="FNAnker_438_438"></a><a href="#Fussnote_438_438" class="fnanchor">[438]</a> ’ne Ort<a name="FNAnker_439_439" id="FNAnker_439_439"></a><a href="#Fussnote_439_439" class="fnanchor">[439]</a> -von Knicks, un weg was sei! Un de Frag’, de ick, för<span class="pagenum"><a name="Seite_168" id="Seite_168">–168–</a></span> min Person, ehr -noch vörleggen wull,<a name="FNAnker_440_440" id="FNAnker_440_440"></a><a href="#Fussnote_440_440" class="fnanchor">[440]</a> kamm gor nich tau Brett.““<a name="FNAnker_441_441" id="FNAnker_441_441"></a><a href="#Fussnote_441_441" class="fnanchor">[441]</a> — „Dat ward -ok ’ne schöne Frag’ west sin!“ segg ick un bit<a name="FNAnker_442_442" id="FNAnker_442_442"></a><a href="#Fussnote_442_442" class="fnanchor">[442]</a> vör Arger den -Kopp<a name="FNAnker_443_443" id="FNAnker_443_443"></a><a href="#Fussnote_443_443" class="fnanchor">[443]</a> von de Pipenspitz. — „„Oh ne!““ seggt min Unkel, „„ick wull -ehr blot<a name="FNAnker_444_444" id="FNAnker_444_444"></a><a href="#Fussnote_444_444" class="fnanchor">[444]</a> fragen, ob sei gaud Fisch kaken<a name="FNAnker_445_445" id="FNAnker_445_445"></a><a href="#Fussnote_445_445" class="fnanchor">[445]</a> künn, denn<a name="FNAnker_446_446" id="FNAnker_446_446"></a><a href="#Fussnote_446_446" class="fnanchor">[446]</a> wull -ick tau Jug trecken,““<a name="FNAnker_447_447" id="FNAnker_447_447"></a><a href="#Fussnote_447_447" class="fnanchor">[447]</a> un dorbi sach de olle Burß<a name="FNAnker_448_448" id="FNAnker_448_448"></a><a href="#Fussnote_448_448" class="fnanchor">[448]</a> so ut, so -wichtig un irnsthaft,<a name="FNAnker_449_449" id="FNAnker_449_449"></a><a href="#Fussnote_449_449" class="fnanchor">[449]</a> as güng min Frigeri<a name="FNAnker_450_450" id="FNAnker_450_450"></a><a href="#Fussnote_450_450" class="fnanchor">[450]</a> em mihr an, as mi -sülwst. Doch dit süll noch en ganz Deil<a name="FNAnker_451_451" id="FNAnker_451_451"></a><a href="#Fussnote_451_451" class="fnanchor">[451]</a> narscher<a name="FNAnker_452_452" id="FNAnker_452_452"></a><a href="#Fussnote_452_452" class="fnanchor">[452]</a> kamen.</p> - -<p>In de negsten Dagen,<a name="FNAnker_453_453" id="FNAnker_453_453"></a><a href="#Fussnote_453_453" class="fnanchor">[453]</a> as ick all so ’n beten utstümpern<a name="FNAnker_454_454" id="FNAnker_454_454"></a><a href="#Fussnote_454_454" class="fnanchor">[454]</a> -kunn, gah ick nu absichtlich nich nah de Mähl hentau, denn mi was -dat schanirlich,<a name="FNAnker_455_455" id="FNAnker_455_455"></a><a href="#Fussnote_455_455" class="fnanchor">[455]</a> ehr vör de Ogen tau kamen. „Sallst en beten up -den See tau Is’<a name="FNAnker_456_456" id="FNAnker_456_456"></a><a href="#Fussnote_456_456" class="fnanchor">[456]</a> gahn,“ denk ick, „un dat Schritschauhlopen<a name="FNAnker_457_457" id="FNAnker_457_457"></a><a href="#Fussnote_457_457" class="fnanchor">[457]</a> -un Slädenführen<a name="FNAnker_458_458" id="FNAnker_458_458"></a><a href="#Fussnote_458_458" class="fnanchor">[458]</a> anseihn.“ — Dat dauh ick denn nu ok, un as -ick an de Baud’<a name="FNAnker_459_459" id="FNAnker_459_459"></a><a href="#Fussnote_459_459" class="fnanchor">[459]</a> heran kamm, wo Bir un Bramwin<a name="FNAnker_460_460" id="FNAnker_460_460"></a><a href="#Fussnote_460_460" class="fnanchor">[460]</a> un Punsch -un Grogg verköfft<a name="FNAnker_461_461" id="FNAnker_461_461"></a><a href="#Fussnote_461_461" class="fnanchor">[461]</a> ward, gah ick dor en beten ’ran un seih denn -grad, wo<a name="FNAnker_462_462" id="FNAnker_462_462"></a><a href="#Fussnote_462_462" class="fnanchor">[462]</a> min Unkel Matthies en Achtgröschenstück up den Disch -leggt un för vir Grö<span class="pagenum"><a name="Seite_169" id="Seite_169">–169–</a></span>schen Kauken<a name="FNAnker_463_463" id="FNAnker_463_463"></a><a href="#Fussnote_463_463" class="fnanchor">[463]</a> un för vir Gröschen Punsch -föddert.<a name="FNAnker_464_464" id="FNAnker_464_464"></a><a href="#Fussnote_464_464" class="fnanchor">[464]</a> Na, dit föllt<a name="FNAnker_465_465" id="FNAnker_465_465"></a><a href="#Fussnote_465_465" class="fnanchor">[465]</a> mi denn nu sihr up, denn hei drünk -leiwer<a name="FNAnker_466_466" id="FNAnker_466_466"></a><a href="#Fussnote_466_466" class="fnanchor">[466]</a> en Glas Grogg, as Punsch, un Kauken namm hei gor nich -in de Mund. „Na, wat dit woll heit?“<a name="FNAnker_467_467" id="FNAnker_467_467"></a><a href="#Fussnote_467_467" class="fnanchor">[467]</a> denk ick, „hei will woll -Kinner<a name="FNAnker_468_468" id="FNAnker_468_468"></a><a href="#Fussnote_468_468" class="fnanchor">[468]</a> tractiren.“ — Äwer ne! Ahn<a name="FNAnker_469_469" id="FNAnker_469_469"></a><a href="#Fussnote_469_469" class="fnanchor">[469]</a> dat hei mi gewohr würd, -güng hei mit sinen Barg<a name="FNAnker_470_470" id="FNAnker_470_470"></a><a href="#Fussnote_470_470" class="fnanchor">[470]</a> Kauken un sin Glas vull Punsch up en -Släden los, wo ’ne Dam’ mit en gräunen Sleuer<a name="FNAnker_471_471" id="FNAnker_471_471"></a><a href="#Fussnote_471_471" class="fnanchor">[471]</a> insatt,<a name="FNAnker_472_472" id="FNAnker_472_472"></a><a href="#Fussnote_472_472" class="fnanchor">[472]</a> und -bögt<a name="FNAnker_473_473" id="FNAnker_473_473"></a><a href="#Fussnote_473_473" class="fnanchor">[473]</a> sick mit dat Liw<a name="FNAnker_474_474" id="FNAnker_474_474"></a><a href="#Fussnote_474_474" class="fnanchor">[474]</a> vörn un achter äwer,<a name="FNAnker_475_475" id="FNAnker_475_475"></a><a href="#Fussnote_475_475" class="fnanchor">[475]</a> as wull hei -sick dat Krüz<a name="FNAnker_476_476" id="FNAnker_476_476"></a><a href="#Fussnote_476_476" class="fnanchor">[476]</a> verrenken, un kratzt mit de Bein’ so snaksch<a name="FNAnker_477_477" id="FNAnker_477_477"></a><a href="#Fussnote_477_477" class="fnanchor">[477]</a> -up dat Is<a name="FNAnker_478_478" id="FNAnker_478_478"></a><a href="#Fussnote_478_478" class="fnanchor">[478]</a> herümmer, dat ick denk, de oll Mann verlirt de -Blansirung,<a name="FNAnker_479_479" id="FNAnker_479_479"></a><a href="#Fussnote_479_479" class="fnanchor">[479]</a> un dat ick all up em losspringen un em unner de Arm -gripen<a name="FNAnker_480_480" id="FNAnker_480_480"></a><a href="#Fussnote_480_480" class="fnanchor">[480]</a> will; dunn sleiht<a name="FNAnker_481_481" id="FNAnker_481_481"></a><a href="#Fussnote_481_481" class="fnanchor">[481]</a> de Dam’ den Sleuer taurügg,<a name="FNAnker_482_482" id="FNAnker_482_482"></a><a href="#Fussnote_482_482" class="fnanchor">[482]</a> un -wat seih ick? — Minen leiwen Schatz un minen säuten Ogentrost!<a name="FNAnker_483_483" id="FNAnker_483_483"></a><a href="#Fussnote_483_483" class="fnanchor">[483]</a> -Un tau Maud’<a name="FNAnker_484_484" id="FNAnker_484_484"></a><a href="#Fussnote_484_484" class="fnanchor">[484]</a> würd mi, as hadd mi Einer rechts un links en por -Mulschellen<a name="FNAnker_485_485" id="FNAnker_485_485"></a><a href="#Fussnote_485_485" class="fnanchor">[485]</a> gewen.<a name="FNAnker_486_486" id="FNAnker_486_486"></a><a href="#Fussnote_486_486" class="fnanchor">[486]</a> — „Dat weit<a name="FNAnker_487_487" id="FNAnker_487_487"></a><a href="#Fussnote_487_487" class="fnanchor">[487]</a> de Kukuk,“ segg ick, „de -Oll<a name="FNAnker_488_488" id="FNAnker_488_488"></a><a href="#Fussnote_488_488" class="fnanchor">[488]</a> verdarwt<a name="FNAnker_489_489" id="FNAnker_489_489"></a><a href="#Fussnote_489_489" class="fnanchor">[489]</a> mi de ganze Frigeratschon<a name="FNAnker_490_490" id="FNAnker_490_490"></a><a href="#Fussnote_490_490" class="fnanchor">[490]</a> bet in de grawe<span class="pagenum"><a name="Seite_170" id="Seite_170">–170–</a></span> -Grund!“<a name="FNAnker_491_491" id="FNAnker_491_491"></a><a href="#Fussnote_491_491" class="fnanchor">[491]</a> un gah so arg,<a name="FNAnker_492_492" id="FNAnker_492_492"></a><a href="#Fussnote_492_492" class="fnanchor">[492]</a> as Einer warden kann, nah Hus.</p> - -<p>Dor satt ick nu in ’n Düstern un gruns’ mi inwendig,<a name="FNAnker_493_493" id="FNAnker_493_493"></a><a href="#Fussnote_493_493" class="fnanchor">[493]</a> dunn geiht -de Dör<a name="FNAnker_494_494" id="FNAnker_494_494"></a><a href="#Fussnote_494_494" class="fnanchor">[494]</a> up, un min Unkel kümmt ’rin. „Gu’n Abend!“ seggt hei. -„Wat sittst Du hir in ’n Düstern? Mak<a name="FNAnker_495_495" id="FNAnker_495_495"></a><a href="#Fussnote_495_495" class="fnanchor">[495]</a> Licht an!“ — Dit is dat -einzigste Mal in minen Lewen west, dat ick minen Mutter-Brauder<a name="FNAnker_496_496" id="FNAnker_496_496"></a><a href="#Fussnote_496_496" class="fnanchor">[496]</a> -nich de Dagstid baden heww;<a name="FNAnker_497_497" id="FNAnker_497_497"></a><a href="#Fussnote_497_497" class="fnanchor">[497]</a> ick stunn äwerst<a name="FNAnker_498_498" id="FNAnker_498_498"></a><a href="#Fussnote_498_498" class="fnanchor">[498]</a> up un makt Licht -an, un sach so sur ut,<a name="FNAnker_499_499" id="FNAnker_499_499"></a><a href="#Fussnote_499_499" class="fnanchor">[499]</a> as en solten Hiring,<a name="FNAnker_500_500" id="FNAnker_500_500"></a><a href="#Fussnote_500_500" class="fnanchor">[500]</a> de virteihn Dag’ -in Essig leggt<a name="FNAnker_501_501" id="FNAnker_501_501"></a><a href="#Fussnote_501_501" class="fnanchor">[501]</a> is. — „Wat fehlt Di?“ fröggt hei. — „„Nicks!““ -segg ick kortweg,<a name="FNAnker_502_502" id="FNAnker_502_502"></a><a href="#Fussnote_502_502" class="fnanchor">[502]</a> dacht äwer: ’t is din Mutter-Brauder! un sett’t -hentau:<a name="FNAnker_503_503" id="FNAnker_503_503"></a><a href="#Fussnote_503_503" class="fnanchor">[503]</a> „„Ick bün nich up den Schick!““<a name="FNAnker_504_504" id="FNAnker_504_504"></a><a href="#Fussnote_504_504" class="fnanchor">[504]</a> — „Ick sihr,“ säd -hei, un dorbi sach hei so lüftig<a name="FNAnker_505_505" id="FNAnker_505_505"></a><a href="#Fussnote_505_505" class="fnanchor">[505]</a> ut as en ollen Esel, de virteihn -Dag’ bi schiren<a name="FNAnker_506_506" id="FNAnker_506_506"></a><a href="#Fussnote_506_506" class="fnanchor">[506]</a> Hawer<a name="FNAnker_507_507" id="FNAnker_507_507"></a><a href="#Fussnote_507_507" class="fnanchor">[507]</a> in ’n Stall stahn<a name="FNAnker_508_508" id="FNAnker_508_508"></a><a href="#Fussnote_508_508" class="fnanchor">[508]</a> hett. „Heww -wedder mit ehr redt,“ seggt hei. — „„Minentwegen,““ segg ick. — -„Wo<a name="FNAnker_509_509" id="FNAnker_509_509"></a><a href="#Fussnote_509_509" class="fnanchor">[509]</a> sall ick dat verstahn?“ fröggt hei un sett’t en irnsthaft -Gesicht up. — „„Ick bün mit den Drom<a name="FNAnker_510_510" id="FNAnker_510_510"></a><a href="#Fussnote_510_510" class="fnanchor">[510]</a> dörch,““ segg ick. — „Du -willst nich?<span class="pagenum"><a name="Seite_171" id="Seite_171">–171–</a></span>“ fröggt hei un leggt sin beiden Arm up de Lehn von den -Lehnstaul un kickt<a name="FNAnker_511_511" id="FNAnker_511_511"></a><a href="#Fussnote_511_511" class="fnanchor">[511]</a> mit de Näs’ d’räwer weg, scharp<a name="FNAnker_512_512" id="FNAnker_512_512"></a><a href="#Fussnote_512_512" class="fnanchor">[512]</a> mi in ’t -Gesicht, „ick heww de Sak infädelt so fin<a name="FNAnker_513_513" id="FNAnker_513_513"></a><a href="#Fussnote_513_513" class="fnanchor">[513]</a>, so fin! dat dat en Hund -jammern künn, wenn dor nicks ut würd, un nu willst Du nich?“ — „„Ne““, -segg ick, „„Unkel, ick <em class="gesperrt">will</em> nich. Meinst Du, ick sall Di den -Rohm<a name="FNAnker_514_514" id="FNAnker_514_514"></a><a href="#Fussnote_514_514" class="fnanchor">[514]</a> affüllen laten un mi mit de sure Melk<a name="FNAnker_515_515" id="FNAnker_515_515"></a><a href="#Fussnote_515_515" class="fnanchor">[515]</a> begnäugen?<a name="FNAnker_516_516" id="FNAnker_516_516"></a><a href="#Fussnote_516_516" class="fnanchor">[516]</a> -Denn doräwer sünd sei sick All einig — kik hir! Amalie Schoppe, -geborene Weise, un Elise von Hohenhausen, geborene von Ochs, un all de -Annern, de äwer dit Verhältniß schrewen<a name="FNAnker_517_517" id="FNAnker_517_517"></a><a href="#Fussnote_517_517" class="fnanchor">[517]</a> hewwen — dat Schönste -bi de Frigeri is de Verkihr<a name="FNAnker_518_518" id="FNAnker_518_518"></a><a href="#Fussnote_518_518" class="fnanchor">[518]</a> von Brutlüd’ vör de Hochtid, un den -Verkihr rittst<a name="FNAnker_519_519" id="FNAnker_519_519"></a><a href="#Fussnote_519_519" class="fnanchor">[519]</a> Du an Di, un ick sall tauseihn, wo Du min Brut mit -Punsch un Kauken traktirst?““ — Min Unkel nimmt de geborene Weise -un de geborene von Ochs un smitt<a name="FNAnker_520_520" id="FNAnker_520_520"></a><a href="#Fussnote_520_520" class="fnanchor">[520]</a> sei in de Sophaeck, un stellt -sick vör mi hen un seggt: „Ick frag Di tau ’m Letzten, willst Du dat -Mäten<a name="FNAnker_521_521" id="FNAnker_521_521"></a><a href="#Fussnote_521_521" class="fnanchor">[521]</a> frigen oder nich?“ — „„Ne,““ segg ick. — „Na,“ seggt hei -un kek mi lang’ an mit so ’n fierlich<a name="FNAnker_522_522" id="FNAnker_522_522"></a><a href="#Fussnote_522_522" class="fnanchor">[522]</a> Gesicht, as hadd hei eben -sin Testament makt un wull nu noch sinen Namen<span class="pagenum"><a name="Seite_172" id="Seite_172">–172–</a></span> unnerschriwen,<a name="FNAnker_523_523" id="FNAnker_523_523"></a><a href="#Fussnote_523_523" class="fnanchor">[523]</a> -„na, dat Mäten sall dörch mi nich in Schaden kamen, denn frig -<em class="gesperrt">ick</em> sei,“ un dormit gung hei stolz ut de Dör.</p> - -<p>Na, dit was denn nu mal en Stück! — In de Irst<a name="FNAnker_524_524" id="FNAnker_524_524"></a><a href="#Fussnote_524_524" class="fnanchor">[524]</a> stunn ick ganz -verdutzt, dunn smet<a name="FNAnker_525_525" id="FNAnker_525_525"></a><a href="#Fussnote_525_525" class="fnanchor">[525]</a> ick mi in de Sophaeck up de geborene Weise un -lacht lud up.<a name="FNAnker_526_526" id="FNAnker_526_526"></a><a href="#Fussnote_526_526" class="fnanchor">[526]</a> — Min Unkel, de gaud twintig Johr<a name="FNAnker_527_527" id="FNAnker_527_527"></a><a href="#Fussnote_527_527" class="fnanchor">[527]</a> öller<a name="FNAnker_528_528" id="FNAnker_528_528"></a><a href="#Fussnote_528_528" class="fnanchor">[528]</a> -was as ick, trugte<a name="FNAnker_529_529" id="FNAnker_529_529"></a><a href="#Fussnote_529_529" class="fnanchor">[529]</a> sick en Stück tau, wotau mi in minen Johren de -Kurasch’<a name="FNAnker_530_530" id="FNAnker_530_530"></a><a href="#Fussnote_530_530" class="fnanchor">[530]</a> all utgung!<a name="FNAnker_531_531" id="FNAnker_531_531"></a><a href="#Fussnote_531_531" class="fnanchor">[531]</a> Ick wull nu lustig wider<a name="FNAnker_532_532" id="FNAnker_532_532"></a><a href="#Fussnote_532_532" class="fnanchor">[532]</a> lachen, -kreg ’t<a name="FNAnker_533_533" id="FNAnker_533_533"></a><a href="#Fussnote_533_533" class="fnanchor">[533]</a> äwer nich mihr taurecht, denn ick hadd kein unbekümmert -Hart,<a name="FNAnker_534_534" id="FNAnker_534_534"></a><a href="#Fussnote_534_534" class="fnanchor">[534]</a> un wenn ick dat Gesicht ok breid naug<a name="FNAnker_535_535" id="FNAnker_535_535"></a><a href="#Fussnote_535_535" class="fnanchor">[535]</a> vertrecken -ded,<a name="FNAnker_536_536" id="FNAnker_536_536"></a><a href="#Fussnote_536_536" class="fnanchor">[536]</a> de Lach<a name="FNAnker_537_537" id="FNAnker_537_537"></a><a href="#Fussnote_537_537" class="fnanchor">[537]</a> blew unnerwegs hacken,<a name="FNAnker_538_538" id="FNAnker_538_538"></a><a href="#Fussnote_538_538" class="fnanchor">[538]</a> un as ick mi nu so -mit dat dämlichste Gesicht von de Welt in den Speigel<a name="FNAnker_539_539" id="FNAnker_539_539"></a><a href="#Fussnote_539_539" class="fnanchor">[539]</a> tau seihn -kreg, sprung ick in ’n Enn’<a name="FNAnker_540_540" id="FNAnker_540_540"></a><a href="#Fussnote_540_540" class="fnanchor">[540]</a> un gung mit groten Schritten in de -Stuw’ up un dal<a name="FNAnker_541_541" id="FNAnker_541_541"></a><a href="#Fussnote_541_541" class="fnanchor">[541]</a> un bos’te mi nich slicht<a name="FNAnker_542_542" id="FNAnker_542_542"></a><a href="#Fussnote_542_542" class="fnanchor">[542]</a> un slog<a name="FNAnker_543_543" id="FNAnker_543_543"></a><a href="#Fussnote_543_543" class="fnanchor">[543]</a> up den -Disch un säd: „Hei deiht ’t,<a name="FNAnker_544_544" id="FNAnker_544_544"></a><a href="#Fussnote_544_544" class="fnanchor">[544]</a> hei is dortau kumpabel.“<a name="FNAnker_545_545" id="FNAnker_545_545"></a><a href="#Fussnote_545_545" class="fnanchor">[545]</a></p> - -<p>As Fru Bütow’n kamm, kreg sei natürlich ut männigerlei Ursak<a name="FNAnker_546_546" id="FNAnker_546_546"></a><a href="#Fussnote_546_546" class="fnanchor">[546]</a> -Schell,<a name="FNAnker_547_547" id="FNAnker_547_547"></a><a href="#Fussnote_547_547" class="fnanchor">[547]</a> un as ick de taurecht<span class="pagenum"><a name="Seite_173" id="Seite_173">–173–</a></span> sett’t hadd, gung ick in den Klubb -un spelt Lomber<a name="FNAnker_548_548" id="FNAnker_548_548"></a><a href="#Fussnote_548_548" class="fnanchor">[548]</a> un säd ümmer tau mi: „Dat kannst du doch nich -liden!“<a name="FNAnker_549_549" id="FNAnker_549_549"></a><a href="#Fussnote_549_549" class="fnanchor">[549]</a> un spelte<a name="FNAnker_550_550" id="FNAnker_550_550"></a><a href="#Fussnote_550_550" class="fnanchor">[550]</a> Solo’s, de gor nich up de Welt existirten, -un verlur<a name="FNAnker_551_551" id="FNAnker_551_551"></a><a href="#Fussnote_551_551" class="fnanchor">[551]</a> sei un säd denn wedder:<a name="FNAnker_552_552" id="FNAnker_552_552"></a><a href="#Fussnote_552_552" class="fnanchor">[552]</a> „du wardst Di doch dat Hart -nich afköpen laten!“<a name="FNAnker_553_553" id="FNAnker_553_553"></a><a href="#Fussnote_553_553" class="fnanchor">[553]</a> un namm den Muhren<a name="FNAnker_554_554" id="FNAnker_554_554"></a><a href="#Fussnote_554_554" class="fnanchor">[554]</a> un würd kodilg’.<a name="FNAnker_555_555" id="FNAnker_555_555"></a><a href="#Fussnote_555_555" class="fnanchor">[555]</a></p> - -<p>Verdreitlich<a name="FNAnker_556_556" id="FNAnker_556_556"></a><a href="#Fussnote_556_556" class="fnanchor">[556]</a> gung ick nah Hus<a name="FNAnker_557_557" id="FNAnker_557_557"></a><a href="#Fussnote_557_557" class="fnanchor">[557]</a> un läd mi dal,<a name="FNAnker_558_558" id="FNAnker_558_558"></a><a href="#Fussnote_558_558" class="fnanchor">[558]</a> un wull -slapen<a name="FNAnker_559_559" id="FNAnker_559_559"></a><a href="#Fussnote_559_559" class="fnanchor">[559]</a> un kunn<a name="FNAnker_560_560" id="FNAnker_560_560"></a><a href="#Fussnote_560_560" class="fnanchor">[560]</a> nich. Ick argert mi de ganze Nacht mit mi -’rümmer, denn laten kunn ick von dat säute<a name="FNAnker_561_561" id="FNAnker_561_561"></a><a href="#Fussnote_561_561" class="fnanchor">[561]</a> Kind nich mihr — sei -hadd mi ’t andahn<a name="FNAnker_562_562" id="FNAnker_562_562"></a><a href="#Fussnote_562_562" class="fnanchor">[562]</a> — un de heilig Christabend föll<a name="FNAnker_563_563" id="FNAnker_563_563"></a><a href="#Fussnote_563_563" class="fnanchor">[563]</a> mi in, -dat ick in minen Lewen<a name="FNAnker_564_564" id="FNAnker_564_564"></a><a href="#Fussnote_564_564" class="fnanchor">[564]</a> keinen Dannenbom upputzen süll. Wenn ick -denn tau mi säd: „Man tau!“<a name="FNAnker_565_565" id="FNAnker_565_565"></a><a href="#Fussnote_565_565" class="fnanchor">[565]</a> denn flogen mi all min Bedenken as -en Hummelswarm dörch den Kopp, un vör min Ogen stunn ümmer en grot -Frag’teiken,<a name="FNAnker_566_566" id="FNAnker_566_566"></a><a href="#Fussnote_566_566" class="fnanchor">[566]</a> un wenn ick mi dat utdüden ded,<a name="FNAnker_567_567" id="FNAnker_567_567"></a><a href="#Fussnote_567_567" class="fnanchor">[567]</a> denn heit<a name="FNAnker_568_568" id="FNAnker_568_568"></a><a href="#Fussnote_568_568" class="fnanchor">[568]</a> -dat ümmer: „Je, will sei di ok?“</p> - -<p>Na, dit kunn jo doch nu Keiner beter<a name="FNAnker_569_569" id="FNAnker_569_569"></a><a href="#Fussnote_569_569" class="fnanchor">[569]</a> beantwurten, as sei -sülwst<a name="FNAnker_570_570" id="FNAnker_570_570"></a><a href="#Fussnote_570_570" class="fnanchor">[570]</a> — dat sach ick in<a name="FNAnker_571_571" id="FNAnker_571_571"></a><a href="#Fussnote_571_571" class="fnanchor">[571]</a> — un as nu de grage<a name="FNAnker_572_572" id="FNAnker_572_572"></a><a href="#Fussnote_572_572" class="fnanchor">[572]</a> -Wintermorgen in min koll<a name="FNAnker_573_573" id="FNAnker_573_573"></a><a href="#Fussnote_573_573" class="fnanchor">[573]</a> Stuw’<span class="pagenum"><a name="Seite_174" id="Seite_174">–174–</a></span> ’rinne schinen ded,<a name="FNAnker_574_574" id="FNAnker_574_574"></a><a href="#Fussnote_574_574" class="fnanchor">[574]</a> un mi dat -so dörch de Knaken<a name="FNAnker_575_575" id="FNAnker_575_575"></a><a href="#Fussnote_575_575" class="fnanchor">[575]</a> grusselt,<a name="FNAnker_576_576" id="FNAnker_576_576"></a><a href="#Fussnote_576_576" class="fnanchor">[576]</a> as ick den Koffe makt, säd ick: -„Nu bün ick dormit dörch! Wat sin möt,<a name="FNAnker_577_577" id="FNAnker_577_577"></a><a href="#Fussnote_577_577" class="fnanchor">[577]</a> möt sin!“ un segg tau Fru -Bütow’n: „Fru Bütow’n“, segg ick, „gahn S’ nah Kopmann Bohnsacken un -köpen<a name="FNAnker_578_578" id="FNAnker_578_578"></a><a href="#Fussnote_578_578" class="fnanchor">[578]</a> S’ mi en Por<a name="FNAnker_579_579" id="FNAnker_579_579"></a><a href="#Fussnote_579_579" class="fnanchor">[579]</a> von de finen, gelen Hanschen,<a name="FNAnker_580_580" id="FNAnker_580_580"></a><a href="#Fussnote_580_580" class="fnanchor">[580]</a> de de -jungen Herrn Avkaten<a name="FNAnker_581_581" id="FNAnker_581_581"></a><a href="#Fussnote_581_581" class="fnanchor">[581]</a> ümmer dragen,<a name="FNAnker_582_582" id="FNAnker_582_582"></a><a href="#Fussnote_582_582" class="fnanchor">[582]</a> wenn sei recht wat bedüden -willen.<a name="FNAnker_583_583" id="FNAnker_583_583"></a><a href="#Fussnote_583_583" class="fnanchor">[583]</a> — Äwer rechte gele!“</p> - -<p>Hen tau Elben<a name="FNAnker_584_584" id="FNAnker_584_584"></a><a href="#Fussnote_584_584" class="fnanchor">[584]</a> stek<a name="FNAnker_585_585" id="FNAnker_585_585"></a><a href="#Fussnote_585_585" class="fnanchor">[585]</a> ick denn nu in minen swarten<a name="FNAnker_586_586" id="FNAnker_586_586"></a><a href="#Fussnote_586_586" class="fnanchor">[586]</a> -Liwrock<a name="FNAnker_587_587" id="FNAnker_587_587"></a><a href="#Fussnote_587_587" class="fnanchor">[587]</a> un swarte Hosen un blanke Stäweln un in de nigen<a name="FNAnker_588_588" id="FNAnker_588_588"></a><a href="#Fussnote_588_588" class="fnanchor">[588]</a> -gelen Hanschen, un ihre<a name="FNAnker_589_589" id="FNAnker_589_589"></a><a href="#Fussnote_589_589" class="fnanchor">[589]</a> ick den Haut upsetten ded,<a name="FNAnker_590_590" id="FNAnker_590_590"></a><a href="#Fussnote_590_590" class="fnanchor">[590]</a> stellt ick -mi vör den Speigel und säd mit Recht: „Wo ’s ’t mäglich! Dat hadd ick -sülwst nich mihr glöwt!“<a name="FNAnker_591_591" id="FNAnker_591_591"></a><a href="#Fussnote_591_591" class="fnanchor">[591]</a> Smet<a name="FNAnker_592_592" id="FNAnker_592_592"></a><a href="#Fussnote_592_592" class="fnanchor">[592]</a> noch en Blick in min Stuw’ ’rüm -un säd: „So ward’t denn nu woll hir nich bliwen!“<a name="FNAnker_593_593" id="FNAnker_593_593"></a><a href="#Fussnote_593_593" class="fnanchor">[593]</a> Kek in min ollen -Tüffeln<a name="FNAnker_594_594" id="FNAnker_594_594"></a><a href="#Fussnote_594_594" class="fnanchor">[594]</a> ’rinne, de vör dat Bedd stunn’n,<a name="FNAnker_595_595" id="FNAnker_595_595"></a><a href="#Fussnote_595_595" class="fnanchor">[595]</a> un säd: „Ji wardt -jug<a name="FNAnker_596_596" id="FNAnker_596_596"></a><a href="#Fussnote_596_596" class="fnanchor">[596]</a> ok wunnern,<a name="FNAnker_597_597" id="FNAnker_597_597"></a><a href="#Fussnote_597_597" class="fnanchor">[597]</a> wenn ’t glückt, un wenn binnen Korten<a name="FNAnker_598_598" id="FNAnker_598_598"></a><a href="#Fussnote_598_598" class="fnanchor">[598]</a> en -Por lütte<a name="FNAnker_599_599" id="FNAnker_599_599"></a><a href="#Fussnote_599_599" class="fnanchor">[599]</a> nüdliche Tüffelken bi jug tau ’m Besäuk kamen.“<a name="FNAnker_600_600" id="FNAnker_600_600"></a><a href="#Fussnote_600_600" class="fnanchor">[600]</a></p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_175" id="Seite_175">–175–</a></span></p> - -<p>Ick gah denn nu de Strat hendalen<a name="FNAnker_601_601" id="FNAnker_601_601"></a><a href="#Fussnote_601_601" class="fnanchor">[601]</a> un kam<a name="FNAnker_602_602" id="FNAnker_602_602"></a><a href="#Fussnote_602_602" class="fnanchor">[602]</a> an minen Unkel -Matthiesen sin Dör vörbi un denk: „Irst<a name="FNAnker_603_603" id="FNAnker_603_603"></a><a href="#Fussnote_603_603" class="fnanchor">[603]</a> mit alle Welt in -Freden,<a name="FNAnker_604_604" id="FNAnker_604_604"></a><a href="#Fussnote_604_604" class="fnanchor">[604]</a> wenn Einer so ’n Gang geiht!“ denn tau Maud’ was mi, as -gung ick den letzten Gang. Klopp<a name="FNAnker_605_605" id="FNAnker_605_605"></a><a href="#Fussnote_605_605" class="fnanchor">[605]</a> also an sin Dör un gung herin.</p> - -<p>Na, ick heww all vel seihn<a name="FNAnker_606_606" id="FNAnker_606_606"></a><a href="#Fussnote_606_606" class="fnanchor">[606]</a> in de Welt; ick heww mal seihn, dat en -Kirl<a name="FNAnker_607_607" id="FNAnker_607_607"></a><a href="#Fussnote_607_607" class="fnanchor">[607]</a> Füer fratt;<a name="FNAnker_608_608" id="FNAnker_608_608"></a><a href="#Fussnote_608_608" class="fnanchor">[608]</a> ick heww mal seihn, dat Einer Häkelheed<a name="FNAnker_609_609" id="FNAnker_609_609"></a><a href="#Fussnote_609_609" class="fnanchor">[609]</a> -fratt un schönen sidnen<a name="FNAnker_610_610" id="FNAnker_610_610"></a><a href="#Fussnote_610_610" class="fnanchor">[610]</a> Band ut den Hals’ herutehaspelte: äwer -so blag<a name="FNAnker_611_611" id="FNAnker_611_611"></a><a href="#Fussnote_611_611" class="fnanchor">[611]</a> is mi dat mindag nich<a name="FNAnker_612_612" id="FNAnker_612_612"></a><a href="#Fussnote_612_612" class="fnanchor">[612]</a> vör de Ogen west as in den -Ogenblick, wo ick an den hütigen Morgen minen Unkel Matthies tau seihn -kreg.<a name="FNAnker_613_613" id="FNAnker_613_613"></a><a href="#Fussnote_613_613" class="fnanchor">[613]</a></p> - -<p>Dor stunn<a name="FNAnker_614_614" id="FNAnker_614_614"></a><a href="#Fussnote_614_614" class="fnanchor">[614]</a> hei in sin Stuw’ in den sülwigen Uptog<a name="FNAnker_615_615" id="FNAnker_615_615"></a><a href="#Fussnote_615_615" class="fnanchor">[615]</a> as ick, -blot<a name="FNAnker_616_616" id="FNAnker_616_616"></a><a href="#Fussnote_616_616" class="fnanchor">[616]</a> dat sin swarte Liwrock en gräunen Jagdsnipel<a name="FNAnker_617_617" id="FNAnker_617_617"></a><a href="#Fussnote_617_617" class="fnanchor">[617]</a> was, -un dat sin gelen Hanschen von Hirschledder<a name="FNAnker_618_618" id="FNAnker_618_618"></a><a href="#Fussnote_618_618" class="fnanchor">[618]</a> wiren un min von -Schapledder,<a name="FNAnker_619_619" id="FNAnker_619_619"></a><a href="#Fussnote_619_619" class="fnanchor">[619]</a> un dat sin witte Snurrbort<a name="FNAnker_620_620" id="FNAnker_620_620"></a><a href="#Fussnote_620_620" class="fnanchor">[620]</a> as en por klore -Istappen<a name="FNAnker_621_621" id="FNAnker_621_621"></a><a href="#Fussnote_621_621" class="fnanchor">[621]</a> rechts un links äwer den Mund dal hung,<a name="FNAnker_622_622" id="FNAnker_622_622"></a><a href="#Fussnote_622_622" class="fnanchor">[622]</a> un min nah -baben<a name="FNAnker_623_623" id="FNAnker_623_623"></a><a href="#Fussnote_623_623" class="fnanchor">[623]</a> upswänzt<a name="FNAnker_624_624" id="FNAnker_624_624"></a><a href="#Fussnote_624_624" class="fnanchor">[624]</a> was un in allerlei verdammte Coulüren<a name="FNAnker_625_625" id="FNAnker_625_625"></a><a href="#Fussnote_625_625" class="fnanchor">[625]</a> -spelte.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_176" id="Seite_176">–176–</a></span></p> - -<p>„Unkel!“ rep<a name="FNAnker_626_626" id="FNAnker_626_626"></a><a href="#Fussnote_626_626" class="fnanchor">[626]</a> ick, as ick ’rinn kamm, un min Haut tründelte<a name="FNAnker_627_627" id="FNAnker_627_627"></a><a href="#Fussnote_627_627" class="fnanchor">[627]</a> -vör mi in de Stuw’ ’rin, so verfirt<a name="FNAnker_628_628" id="FNAnker_628_628"></a><a href="#Fussnote_628_628" class="fnanchor">[628]</a> ick mi. — „„Jung’!““ rep hei, -„„wat willst Du?““ — „Wat willst Du?“ raup<a name="FNAnker_629_629" id="FNAnker_629_629"></a><a href="#Fussnote_629_629" class="fnanchor">[629]</a> ick. — „„Ick will -dat, wat <em class="gesperrt">Du nich</em> willst!““ seggt hei. — „Ick will jo!“ rep ick. -„Un ick bün jo man,“<a name="FNAnker_630_630" id="FNAnker_630_630"></a><a href="#Fussnote_630_630" class="fnanchor">[630]</a> sett’t ick hentau, „hir in desen Uptog blot -nah Di ’ruppe kamen,<a name="FNAnker_631_631" id="FNAnker_631_631"></a><a href="#Fussnote_631_631" class="fnanchor">[631]</a> üm Di tau seggen, dat ick nu fast<a name="FNAnker_632_632" id="FNAnker_632_632"></a><a href="#Fussnote_632_632" class="fnanchor">[632]</a> bün, -un wull Di bidden, Du süllst<a name="FNAnker_633_633" id="FNAnker_633_633"></a><a href="#Fussnote_633_633" class="fnanchor">[633]</a> man wedder min leiw’ oll<a name="FNAnker_634_634" id="FNAnker_634_634"></a><a href="#Fussnote_634_634" class="fnanchor">[634]</a> Unkel -bliwen.“ — „„Wullst<a name="FNAnker_635_635" id="FNAnker_635_635"></a><a href="#Fussnote_635_635" class="fnanchor">[635]</a> Du dat?““ säd hei un sett’t sick in sinen -Lehnstaul un kek mi so nahdrücklich in de Ogen. „„Na, denn will ick Di -man seggen, ick wull ok in desen Uptog nah Di henkamen un wull Di en -beten verfiren.<a name="FNAnker_636_636" id="FNAnker_636_636"></a><a href="#Fussnote_636_636" class="fnanchor">[636]</a> Ick weit<a name="FNAnker_637_637" id="FNAnker_637_637"></a><a href="#Fussnote_637_637" class="fnanchor">[637]</a> dat ut min Soldatentiden:<a name="FNAnker_638_638" id="FNAnker_638_638"></a><a href="#Fussnote_638_638" class="fnanchor">[638]</a> so -’n beten Verfiren, dat rammelt<a name="FNAnker_639_639" id="FNAnker_639_639"></a><a href="#Fussnote_639_639" class="fnanchor">[639]</a> den Minschen nüdlich tausam<a name="FNAnker_640_640" id="FNAnker_640_640"></a><a href="#Fussnote_640_640" class="fnanchor">[640]</a> -un rappelt em up,<a name="FNAnker_641_641" id="FNAnker_641_641"></a><a href="#Fussnote_641_641" class="fnanchor">[641]</a> denn denn<a name="FNAnker_642_642" id="FNAnker_642_642"></a><a href="#Fussnote_642_642" class="fnanchor">[642]</a> kümmt de Schimp<a name="FNAnker_643_643" id="FNAnker_643_643"></a><a href="#Fussnote_643_643" class="fnanchor">[643]</a> mit in ’t -Spill.<a name="FNAnker_644_644" id="FNAnker_644_644"></a><a href="#Fussnote_644_644" class="fnanchor">[644]</a> Un, Jung’,““ säd hei un stunn up un läd mi de Hand up den -Arm, „„ick will Di nich in den Weg stahn un Di in den witten Bagen<a name="FNAnker_645_645" id="FNAnker_645_645"></a><a href="#Fussnote_645_645" class="fnanchor">[645]</a> -von Din Glück en Krünkel<a name="FNAnker_646_646" id="FNAnker_646_646"></a><a href="#Fussnote_646_646" class="fnanchor">[646]</a> maken, denn dat lütt<span class="pagenum"><a name="Seite_177" id="Seite_177">–177–</a></span> Mäten is för Di -geburen, un dat Mäten is gaud!““ — Un dorbi knep<a name="FNAnker_647_647" id="FNAnker_647_647"></a><a href="#Fussnote_647_647" class="fnanchor">[647]</a> hei mi den Arm -mit sine olle breide Fust<a name="FNAnker_648_648" id="FNAnker_648_648"></a><a href="#Fussnote_648_648" class="fnanchor">[648]</a> tausamen, dat ick dacht: wenn sei so is, -denn<a name="FNAnker_649_649" id="FNAnker_649_649"></a><a href="#Fussnote_649_649" class="fnanchor">[649]</a> is sei <em class="gesperrt">mihr</em><a name="FNAnker_650_650" id="FNAnker_650_650"></a><a href="#Fussnote_650_650" class="fnanchor">[650]</a> as gaud.</p> - -<p>Min Unkel gung nu hen un halt<a name="FNAnker_651_651" id="FNAnker_651_651"></a><a href="#Fussnote_651_651" class="fnanchor">[651]</a> en Glas von sinen ollen Portwin -un säd: „„Kum her, Jung’, stärk Di irst! Wo<a name="FNAnker_652_652" id="FNAnker_652_652"></a><a href="#Fussnote_652_652" class="fnanchor">[652]</a> willst Du ’t denn -anfangen?““ — „Je,“ segg ick, „wenn ick dat wüßt!“ — „„Sett<a name="FNAnker_653_653" id="FNAnker_653_653"></a><a href="#Fussnote_653_653" class="fnanchor">[653]</a> mal -Din Bein hir up den Staul,““<a name="FNAnker_654_654" id="FNAnker_654_654"></a><a href="#Fussnote_654_654" class="fnanchor">[654]</a> seggt hei. — „Wat sall dat?“ frog -ick. — „„Nicks nich,““ seggt hei un knöpt<a name="FNAnker_655_655" id="FNAnker_655_655"></a><a href="#Fussnote_655_655" class="fnanchor">[655]</a> mi de Strippen<a name="FNAnker_656_656" id="FNAnker_656_656"></a><a href="#Fussnote_656_656" class="fnanchor">[656]</a> -von de Hos’ af, „„mit en Fautfall<a name="FNAnker_657_657" id="FNAnker_657_657"></a><a href="#Fussnote_657_657" class="fnanchor">[657]</a> möst Du jo doch beginnen, un -dit künn Di strämmen.““ — „Na,“ segg ick, „Du fangst gaud an.“ — -„„Wat sick hürt,<a name="FNAnker_658_658" id="FNAnker_658_658"></a><a href="#Fussnote_658_658" class="fnanchor">[658]</a> hürt sik,““ seggt hei. „„Ick heww dat mindag -nich sülwst dörchmakt,<a name="FNAnker_659_659" id="FNAnker_659_659"></a><a href="#Fussnote_659_659" class="fnanchor">[659]</a> äwer ick heww dat ümmer up Biller<a name="FNAnker_660_660" id="FNAnker_660_660"></a><a href="#Fussnote_660_660" class="fnanchor">[660]</a> -seihn. Wat seggst Du äwer man? Täuw!<a name="FNAnker_661_661" id="FNAnker_661_661"></a><a href="#Fussnote_661_661" class="fnanchor">[661]</a> Ick will Di unner de Arm -gripen!““<a name="FNAnker_662_662" id="FNAnker_662_662"></a><a href="#Fussnote_662_662" class="fnanchor">[662]</a> un dorbi ret<a name="FNAnker_663_663" id="FNAnker_663_663"></a><a href="#Fussnote_663_663" class="fnanchor">[663]</a> hei hastig sinen Drahkasten<a name="FNAnker_664_664" id="FNAnker_664_664"></a><a href="#Fussnote_664_664" class="fnanchor">[664]</a> up -un fliete<a name="FNAnker_665_665" id="FNAnker_665_665"></a><a href="#Fussnote_665_665" class="fnanchor">[665]</a> in den Uttog<a name="FNAnker_666_666" id="FNAnker_666_666"></a><a href="#Fussnote_666_666" class="fnanchor">[666]</a> ’rüm, worin hei sin heiligsten Schätz -hadd. Un richtig, dor kamm<a name="FNAnker_667_667" id="FNAnker_667_667"></a><a href="#Fussnote_667_667" class="fnanchor">[667]</a> hei mit sin Stammbauk<a name="FNAnker_668_668" id="FNAnker_668_668"></a><a href="#Fussnote_668_668" class="fnanchor">[668]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_178" id="Seite_178">–178–</a></span> tau’m -Vörschin. Dat schach<a name="FNAnker_669_669" id="FNAnker_669_669"></a><a href="#Fussnote_669_669" class="fnanchor">[669]</a> man selten, un wenn hei ’t anrögen ded,<a name="FNAnker_670_670" id="FNAnker_670_670"></a><a href="#Fussnote_670_670" class="fnanchor">[670]</a> -denn schach dat blot des Abends, wenn Allens so recht still was. Denn -treckt<a name="FNAnker_671_671" id="FNAnker_671_671"></a><a href="#Fussnote_671_671" class="fnanchor">[671]</a> hei sick irst reine Wäsch’ an un sin bestes Tüg<a name="FNAnker_672_672" id="FNAnker_672_672"></a><a href="#Fussnote_672_672" class="fnanchor">[672]</a> un -sett’t rechts un links en por Lichter up den Disch, slog deip<a name="FNAnker_673_673" id="FNAnker_673_673"></a><a href="#Fussnote_673_673" class="fnanchor">[673]</a> -in Gedanken Blatt för Blatt üm, las all de Vers’ un höll<a name="FNAnker_674_674" id="FNAnker_674_674"></a><a href="#Fussnote_674_674" class="fnanchor">[674]</a> mit -swarte Krüzen<a name="FNAnker_675_675" id="FNAnker_675_675"></a><a href="#Fussnote_675_675" class="fnanchor">[675]</a> dat Dodenregister in Ordnung. Den annern Morgen -was hei denn sihr weikmäudig,<a name="FNAnker_676_676" id="FNAnker_676_676"></a><a href="#Fussnote_676_676" class="fnanchor">[676]</a> un dat letzte Mal kamm hei nah mi -’rüm un säd: „So vel<a name="FNAnker_677_677" id="FNAnker_677_677"></a><a href="#Fussnote_677_677" class="fnanchor">[677]</a> ick weit, lewt man noch Ein;<a name="FNAnker_678_678" id="FNAnker_678_678"></a><a href="#Fussnote_678_678" class="fnanchor">[678]</a> dat is -Krischan<a name="FNAnker_679_679" id="FNAnker_679_679"></a><a href="#Fussnote_679_679" class="fnanchor">[679]</a> Bünger, den ollen Snider<a name="FNAnker_680_680" id="FNAnker_680_680"></a><a href="#Fussnote_680_680" class="fnanchor">[680]</a> Bünger sin Sähn,<a name="FNAnker_681_681" id="FNAnker_681_681"></a><a href="#Fussnote_681_681" class="fnanchor">[681]</a> de -mit min Öllern<a name="FNAnker_682_682" id="FNAnker_682_682"></a><a href="#Fussnote_682_682" class="fnanchor">[682]</a> Hus an Hus<a name="FNAnker_683_683" id="FNAnker_683_683"></a><a href="#Fussnote_683_683" class="fnanchor">[683]</a> wahnen ded.<a name="FNAnker_684_684" id="FNAnker_684_684"></a><a href="#Fussnote_684_684" class="fnanchor">[684]</a> Sei seggen jo, hei -sall Durschriwer<a name="FNAnker_685_685" id="FNAnker_685_685"></a><a href="#Fussnote_685_685" class="fnanchor">[685]</a> tau Parchen<a name="FNAnker_686_686" id="FNAnker_686_686"></a><a href="#Fussnote_686_686" class="fnanchor">[686]</a> wesen,<a name="FNAnker_687_687" id="FNAnker_687_687"></a><a href="#Fussnote_687_687" class="fnanchor">[687]</a> un wenn mi Gott dat -Lewen lett,<a name="FNAnker_688_688" id="FNAnker_688_688"></a><a href="#Fussnote_688_688" class="fnanchor">[688]</a> denn will ick em desen Sommer besäuken.“<a name="FNAnker_689_689" id="FNAnker_689_689"></a><a href="#Fussnote_689_689" class="fnanchor">[689]</a></p> - -<p>„Hir!“ säd hei, as hei ditmal<a name="FNAnker_690_690" id="FNAnker_690_690"></a><a href="#Fussnote_690_690" class="fnanchor">[690]</a> dat Stammbauk ’rute halt<a name="FNAnker_691_691" id="FNAnker_691_691"></a><a href="#Fussnote_691_691" class="fnanchor">[691]</a> un up -den Disch leggt hadd, „hir sett Di dat, un säuk<a name="FNAnker_692_692" id="FNAnker_692_692"></a><a href="#Fussnote_692_692" class="fnanchor">[692]</a> Di en Vers ut un -lihr em utwennig.<a name="FNAnker_693_693" id="FNAnker_693_693"></a><a href="#Fussnote_693_693" class="fnanchor">[693]</a> Dor stahn weck in<a name="FNAnker_694_694" id="FNAnker_694_694"></a><a href="#Fussnote_694_694" class="fnanchor">[694]</a>, de kannst Du tau unsern -Herrgott in ’n Himmel beden,<a name="FNAnker_695_695" id="FNAnker_695_695"></a><a href="#Fussnote_695_695" class="fnanchor">[695]</a> denn<a name="FNAnker_696_696" id="FNAnker_696_696"></a><a href="#Fussnote_696_696" class="fnanchor">[696]</a> ward<span class="pagenum"><a name="Seite_179" id="Seite_179">–179–</a></span> sick ok woll ein -för dat beste Mäten up Irden<a name="FNAnker_697_697" id="FNAnker_697_697"></a><a href="#Fussnote_697_697" class="fnanchor">[697]</a> finnen.“<a name="FNAnker_698_698" id="FNAnker_698_698"></a><a href="#Fussnote_698_698" class="fnanchor">[698]</a> — „„Unkel,““ säd ick -un namm dat Stammbauk in de Hand un bläderte<a name="FNAnker_699_699" id="FNAnker_699_699"></a><a href="#Fussnote_699_699" class="fnanchor">[699]</a> dorin ’rüm, „„ick -weit, wat ick dauh:<a name="FNAnker_700_700" id="FNAnker_700_700"></a><a href="#Fussnote_700_700" class="fnanchor">[700]</a> ick red so, as mi dat üm ’t Hart is,<a name="FNAnker_701_701" id="FNAnker_701_701"></a><a href="#Fussnote_701_701" class="fnanchor">[701]</a> un -mi is hüt<a name="FNAnker_702_702" id="FNAnker_702_702"></a><a href="#Fussnote_702_702" class="fnanchor">[702]</a> Morgen ganz besonders üm ’t Hart.““ — „Ok gaud,<a name="FNAnker_703_703" id="FNAnker_703_703"></a><a href="#Fussnote_703_703" class="fnanchor">[703]</a> -min Jung’,“ säd min Unkel, „un villicht noch beter! Äwer denn mak nu -ok!<a name="FNAnker_704_704" id="FNAnker_704_704"></a><a href="#Fussnote_704_704" class="fnanchor">[704]</a> Un täuw,“ sett’t hei hentau, as ick mi tau ’m Gahn ümdreihn -ded,<a name="FNAnker_705_705" id="FNAnker_705_705"></a><a href="#Fussnote_705_705" class="fnanchor">[705]</a> „Di hängt jo dat witte<a name="FNAnker_706_706" id="FNAnker_706_706"></a><a href="#Fussnote_706_706" class="fnanchor">[706]</a> Band von ’t Vörhemd ’ne halw’ -Ehl<a name="FNAnker_707_707" id="FNAnker_707_707"></a><a href="#Fussnote_707_707" class="fnanchor">[707]</a> den Puckel dal!“ un gaww<a name="FNAnker_708_708" id="FNAnker_708_708"></a><a href="#Fussnote_708_708" class="fnanchor">[708]</a> mi sinen Segen un stoppt<a name="FNAnker_709_709" id="FNAnker_709_709"></a><a href="#Fussnote_709_709" class="fnanchor">[709]</a> -dat Enn’<a name="FNAnker_710_710" id="FNAnker_710_710"></a><a href="#Fussnote_710_710" class="fnanchor">[710]</a> Band unner ’t Halsdauk.<a name="FNAnker_711_711" id="FNAnker_711_711"></a><a href="#Fussnote_711_711" class="fnanchor">[711]</a> „So, nu gah mit Gott!“</p> - -<p>Ick gung denn; aewer as ick ut de Husdör<a name="FNAnker_712_712" id="FNAnker_712_712"></a><a href="#Fussnote_712_712" class="fnanchor">[712]</a> kamm, dunn haust<a name="FNAnker_713_713" id="FNAnker_713_713"></a><a href="#Fussnote_713_713" class="fnanchor">[713]</a> -wat baben<a name="FNAnker_714_714" id="FNAnker_714_714"></a><a href="#Fussnote_714_714" class="fnanchor">[714]</a> mi, un as ick ’ruppe kek,<a name="FNAnker_715_715" id="FNAnker_715_715"></a><a href="#Fussnote_715_715" class="fnanchor">[715]</a> dunn lagg<a name="FNAnker_716_716" id="FNAnker_716_716"></a><a href="#Fussnote_716_716" class="fnanchor">[716]</a> min Unkel -Matthies in dat halwe<a name="FNAnker_717_717" id="FNAnker_717_717"></a><a href="#Fussnote_717_717" class="fnanchor">[717]</a> Finster un nickt un plinkt<a name="FNAnker_718_718" id="FNAnker_718_718"></a><a href="#Fussnote_718_718" class="fnanchor">[718]</a> mi tau, un -jedesmal, wenn ick mi in de lange Strat<a name="FNAnker_719_719" id="FNAnker_719_719"></a><a href="#Fussnote_719_719" class="fnanchor">[719]</a> ümkek, denn nickt hei un -weiht<a name="FNAnker_720_720" id="FNAnker_720_720"></a><a href="#Fussnote_720_720" class="fnanchor">[720]</a> mit sin rotbunt Taschendauk ut dat Finster ’rut, dat mi -angst un<span class="pagenum"><a name="Seite_180" id="Seite_180">–180–</a></span> bang’ würd, de Lüd’ müggten marken,<a name="FNAnker_721_721" id="FNAnker_721_721"></a><a href="#Fussnote_721_721" class="fnanchor">[721]</a> wovon twischen<a name="FNAnker_722_722" id="FNAnker_722_722"></a><a href="#Fussnote_722_722" class="fnanchor">[722]</a> -uns de Red’ wir.</p> - -<p>Nu künn ick hir ne Geschicht vertellen;<a name="FNAnker_723_723" id="FNAnker_723_723"></a><a href="#Fussnote_723_723" class="fnanchor">[723]</a> ward mi äwer woll -häuden.<a name="FNAnker_724_724" id="FNAnker_724_724"></a><a href="#Fussnote_724_724" class="fnanchor">[724]</a> So glatt, as dat in de Romanen steiht, geiht so ’ne -Angelegenheit in de Würklichkeit nicht af. Unner Hunnert<a name="FNAnker_725_725" id="FNAnker_725_725"></a><a href="#Fussnote_725_725" class="fnanchor">[725]</a> maken -Nägen un Nägentig<a name="FNAnker_726_726" id="FNAnker_726_726"></a><a href="#Fussnote_726_726" class="fnanchor">[726]</a> up desen Gang de spaßigsten Dummheiten, un wenn -ok all de Hunnert as de glücklichsten Brüjams<a name="FNAnker_727_727" id="FNAnker_727_727"></a><a href="#Fussnote_727_727" class="fnanchor">[727]</a> taurügg kamen, -warden doch de Nägen un Nägentig tau sick seggen: „Gew’<a name="FNAnker_728_728" id="FNAnker_728_728"></a><a href="#Fussnote_728_728" class="fnanchor">[728]</a> de leiw’ -Gott, dat wi nich wedder in de Lag’ kamen; süllen wi äwer tau’m tweiten -Mal de Sak äwernemen,<a name="FNAnker_729_729" id="FNAnker_729_729"></a><a href="#Fussnote_729_729" class="fnanchor">[729]</a> denn willen wi ’t kläuker<a name="FNAnker_730_730" id="FNAnker_730_730"></a><a href="#Fussnote_730_730" class="fnanchor">[730]</a> anfangen.“ — -Gott lat mi nich wedder in de Lag’ kamen!</p> - -<p>Nah en annerthalw’ Stunn’n<a name="FNAnker_731_731" id="FNAnker_731_731"></a><a href="#Fussnote_731_731" class="fnanchor">[731]</a> kamm ick denn wedder taurügg, glücklich -bet unner<a name="FNAnker_732_732" id="FNAnker_732_732"></a><a href="#Fussnote_732_732" class="fnanchor">[732]</a> den Hauttöppel,<a name="FNAnker_733_733" id="FNAnker_733_733"></a><a href="#Fussnote_733_733" class="fnanchor">[733]</a> un mag ok woll dornah utseihn<a name="FNAnker_734_734" id="FNAnker_734_734"></a><a href="#Fussnote_734_734" class="fnanchor">[734]</a> -hewwen; un dor ick mi in min einsam Junggesellenlewen de dürigte<a name="FNAnker_735_735" id="FNAnker_735_735"></a><a href="#Fussnote_735_735" class="fnanchor">[735]</a> -Mod’ anwennt<a name="FNAnker_736_736" id="FNAnker_736_736"></a><a href="#Fussnote_736_736" class="fnanchor">[736]</a> hadd, mit mi sülwst<a name="FNAnker_737_737" id="FNAnker_737_737"></a><a href="#Fussnote_737_737" class="fnanchor">[737]</a> tau snacken,<a name="FNAnker_738_738" id="FNAnker_738_738"></a><a href="#Fussnote_738_738" class="fnanchor">[738]</a> so kann -ick nu bi ruhige Besinnung de Lüd’ dat nich verdenken, wenn sei mi, as -ick de Strat hendalen<a name="FNAnker_739_739" id="FNAnker_739_739"></a><a href="#Fussnote_739_739" class="fnanchor">[739]</a> kamm, en beten ut den Weg<span class="pagenum"><a name="Seite_181" id="Seite_181">–181–</a></span> gungen<a name="FNAnker_740_740" id="FNAnker_740_740"></a><a href="#Fussnote_740_740" class="fnanchor">[740]</a> un -mi scharp nahkeken,<a name="FNAnker_741_741" id="FNAnker_741_741"></a><a href="#Fussnote_741_741" class="fnanchor">[741]</a> ob min Bein’ ok woll so deklamirten as min -Hänn’.<a name="FNAnker_742_742" id="FNAnker_742_742"></a><a href="#Fussnote_742_742" class="fnanchor">[742]</a> As ick nu noch so ’n Raudener drei<a name="FNAnker_743_743" id="FNAnker_743_743"></a><a href="#Fussnote_743_743" class="fnanchor">[743]</a> von minen Unkel -sinen Hus’ af<a name="FNAnker_744_744" id="FNAnker_744_744"></a><a href="#Fussnote_744_744" class="fnanchor">[744]</a> bün, stört’t<a name="FNAnker_745_745" id="FNAnker_745_745"></a><a href="#Fussnote_745_745" class="fnanchor">[745]</a> hei mi all entgegen un föll<a name="FNAnker_746_746" id="FNAnker_746_746"></a><a href="#Fussnote_746_746" class="fnanchor">[746]</a> -mi üm den Hals, denn hei hadd de annerthalw’ Stunn’ lang achter<a name="FNAnker_747_747" id="FNAnker_747_747"></a><a href="#Fussnote_747_747" class="fnanchor">[747]</a> de -Husdör stahn<a name="FNAnker_748_748" id="FNAnker_748_748"></a><a href="#Fussnote_748_748" class="fnanchor">[748]</a> un up mi lurt,<a name="FNAnker_749_749" id="FNAnker_749_749"></a><a href="#Fussnote_749_749" class="fnanchor">[749]</a> un rep:<a name="FNAnker_750_750" id="FNAnker_750_750"></a><a href="#Fussnote_750_750" class="fnanchor">[750]</a> „Holt Din Mul!<a name="FNAnker_751_751" id="FNAnker_751_751"></a><a href="#Fussnote_751_751" class="fnanchor">[751]</a> -Holt Din Mul! Ick weit Allens; un wennihr<a name="FNAnker_752_752" id="FNAnker_752_752"></a><a href="#Fussnote_752_752" class="fnanchor">[752]</a> ward de Hochtid?“ — Ick -tuscht em denn nu, un säd: „„So swig<a name="FNAnker_753_753" id="FNAnker_753_753"></a><a href="#Fussnote_753_753" class="fnanchor">[753]</a> doch still! tau ’m wenigsten -up de Strat!““ — fat’t<a name="FNAnker_754_754" id="FNAnker_754_754"></a><a href="#Fussnote_754_754" class="fnanchor">[754]</a> em unner ’n Arm un treckt<a name="FNAnker_755_755" id="FNAnker_755_755"></a><a href="#Fussnote_755_755" class="fnanchor">[755]</a> em mit -nah minen Hus’; doch as wi dor herinne kemen un Fru Bütow’n grad dat -Middag deckte, dunn kunn<a name="FNAnker_756_756" id="FNAnker_756_756"></a><a href="#Fussnote_756_756" class="fnanchor">[756]</a> hei sick nich länger hollen,<a name="FNAnker_757_757" id="FNAnker_757_757"></a><a href="#Fussnote_757_757" class="fnanchor">[757]</a> dunn -spelt<a name="FNAnker_758_758" id="FNAnker_758_758"></a><a href="#Fussnote_758_758" class="fnanchor">[758]</a> sin ganzes Hart<a name="FNAnker_759_759" id="FNAnker_759_759"></a><a href="#Fussnote_759_759" class="fnanchor">[759]</a> Solokolür,<a name="FNAnker_760_760" id="FNAnker_760_760"></a><a href="#Fussnote_760_760" class="fnanchor">[760]</a> un as de Fru em ankek, -dunn lücht’ten<a name="FNAnker_761_761" id="FNAnker_761_761"></a><a href="#Fussnote_761_761" class="fnanchor">[761]</a> ut sin Ogen<a name="FNAnker_762_762" id="FNAnker_762_762"></a><a href="#Fussnote_762_762" class="fnanchor">[762]</a> nicks als Trümw’,<a name="FNAnker_763_763" id="FNAnker_763_763"></a><a href="#Fussnote_763_763" class="fnanchor">[763]</a> un hei -wis’te<a name="FNAnker_764_764" id="FNAnker_764_764"></a><a href="#Fussnote_764_764" class="fnanchor">[764]</a> mit den Dumen<a name="FNAnker_765_765" id="FNAnker_765_765"></a><a href="#Fussnote_765_765" class="fnanchor">[765]</a> äwer de Schuller<a name="FNAnker_766_766" id="FNAnker_766_766"></a><a href="#Fussnote_766_766" class="fnanchor">[766]</a> nah mi hen un säd: -„Seihn S’ dor,<a name="FNAnker_767_767" id="FNAnker_767_767"></a><a href="#Fussnote_767_767" class="fnanchor">[767]</a> Fru Bütow’n, dor steiht hei — min Swester-Sähn! Is -nu ok en Brüjam, so gaud as Einer!“ Un as nu de Fru<span class="pagenum"><a name="Seite_182" id="Seite_182">–182–</a></span> kamm un gratulirt -un weiten<a name="FNAnker_768_768" id="FNAnker_768_768"></a><a href="#Fussnote_768_768" class="fnanchor">[768]</a> wull, wer de Glückliche wir, hadd ick wedder naug<a name="FNAnker_769_769" id="FNAnker_769_769"></a><a href="#Fussnote_769_769" class="fnanchor">[769]</a> -tau tuschen, un as sei weg was, säd hei un kek<a name="FNAnker_770_770" id="FNAnker_770_770"></a><a href="#Fussnote_770_770" class="fnanchor">[770]</a> mi dorbi sihr -verdwas<a name="FNAnker_771_771" id="FNAnker_771_771"></a><a href="#Fussnote_771_771" class="fnanchor">[771]</a> an: ick wir en Heuchler, en sihr verstockten! un ick -wis’te<a name="FNAnker_772_772" id="FNAnker_772_772"></a><a href="#Fussnote_772_772" class="fnanchor">[772]</a> en swartes<a name="FNAnker_773_773" id="FNAnker_773_773"></a><a href="#Fussnote_773_773" class="fnanchor">[773]</a> Hart, dat ick so ’n Glück so lang verswigen -künn.</p> - -<p>Ick müßt mi denn nu man dalsetten<a name="FNAnker_774_774" id="FNAnker_774_774"></a><a href="#Fussnote_774_774" class="fnanchor">[774]</a> un em de Sak vertellen,<a name="FNAnker_775_775" id="FNAnker_775_775"></a><a href="#Fussnote_775_775" class="fnanchor">[775]</a> -dunn würd hei denn nu wedder fründlicher un nickt mit den Kopp un säd: -„schön!“ un denn mal wedder schüddelt hei mit den Kopp un säd: „dit -wir nich ganz nah sinen Sinn;“ un as ick utvertellt<a name="FNAnker_776_776" id="FNAnker_776_776"></a><a href="#Fussnote_776_776" class="fnanchor">[776]</a> hadd, stunn -hei up un makt en Gesicht, as de Hewen<a name="FNAnker_777_777" id="FNAnker_777_777"></a><a href="#Fussnote_777_777" class="fnanchor">[777]</a> in ’n Heuaust,<a name="FNAnker_778_778" id="FNAnker_778_778"></a><a href="#Fussnote_778_778" class="fnanchor">[778]</a> wenn -hei nich recht weit, ob hei de Sünn schinen<a name="FNAnker_779_779" id="FNAnker_779_779"></a><a href="#Fussnote_779_779" class="fnanchor">[779]</a> oder regen<a name="FNAnker_780_780" id="FNAnker_780_780"></a><a href="#Fussnote_780_780" class="fnanchor">[780]</a> laten -sall;<a name="FNAnker_781_781" id="FNAnker_781_781"></a><a href="#Fussnote_781_781" class="fnanchor">[781]</a> hei schüddelt un nickt, un nickt un schüddelt, un endlich -säd hei: „hei, för sin Part, hadd ’t denn doch en ganz Deil<a name="FNAnker_782_782" id="FNAnker_782_782"></a><a href="#Fussnote_782_782" class="fnanchor">[782]</a> beter -makt;“<a name="FNAnker_783_783" id="FNAnker_783_783"></a><a href="#Fussnote_783_783" class="fnanchor">[783]</a> un frog dunn,<a name="FNAnker_784_784" id="FNAnker_784_784"></a><a href="#Fussnote_784_784" class="fnanchor">[784]</a> bi weckern<a name="FNAnker_785_785" id="FNAnker_785_785"></a><a href="#Fussnote_785_785" class="fnanchor">[785]</a> Vers von dit Kapittel -ick denn den Fautfall<a name="FNAnker_786_786" id="FNAnker_786_786"></a><a href="#Fussnote_786_786" class="fnanchor">[786]</a> anbröcht<a name="FNAnker_787_787" id="FNAnker_787_787"></a><a href="#Fussnote_787_787" class="fnanchor">[787]</a> hadd. Ick müßt denn nu -gestahn,<a name="FNAnker_788_788" id="FNAnker_788_788"></a><a href="#Fussnote_788_788" class="fnanchor">[788]</a> dat de gor nich tau ’m Vörschin kamen<a name="FNAnker_789_789" id="FNAnker_789_789"></a><a href="#Fussnote_789_789" class="fnanchor">[789]</a> was. Dunn namm -min Unkel<span class="pagenum"><a name="Seite_183" id="Seite_183">–183–</a></span> Matthies sinen Haut un säd: „Na, denn wünsch ick Di woll tau -spisen!<a name="FNAnker_790_790" id="FNAnker_790_790"></a><a href="#Fussnote_790_790" class="fnanchor">[790]</a> Un holl<a name="FNAnker_791_791" id="FNAnker_791_791"></a><a href="#Fussnote_791_791" class="fnanchor">[791]</a> Di an dat, wat Du hest; wat nahkümmt,<a name="FNAnker_792_792" id="FNAnker_792_792"></a><a href="#Fussnote_792_792" class="fnanchor">[792]</a> -bitt de Wulf.<a name="FNAnker_793_793" id="FNAnker_793_793"></a><a href="#Fussnote_793_793" class="fnanchor">[793]</a> Du hest vel tau tidig<a name="FNAnker_794_794" id="FNAnker_794_794"></a><a href="#Fussnote_794_794" class="fnanchor">[794]</a> kreiht;<a name="FNAnker_795_795" id="FNAnker_795_795"></a><a href="#Fussnote_795_795" class="fnanchor">[795]</a> de Sak<a name="FNAnker_796_796" id="FNAnker_796_796"></a><a href="#Fussnote_796_796" class="fnanchor">[796]</a> -is noch lang’ nich in Richtigkeit; en Fautfall hürt<a name="FNAnker_797_797" id="FNAnker_797_797"></a><a href="#Fussnote_797_797" class="fnanchor">[797]</a> tau jeder -Verlawung,<a name="FNAnker_798_798" id="FNAnker_798_798"></a><a href="#Fussnote_798_798" class="fnanchor">[798]</a> un de Sak is nich gültig, wenn sei nich mit de beiden -Knei<a name="FNAnker_799_799" id="FNAnker_799_799"></a><a href="#Fussnote_799_799" class="fnanchor">[799]</a> unnersigelt is. Mi tau ’m wenigsten sall ’t gor nich wunnern, -wenn de Kram in de negsten Dag’<a name="FNAnker_800_800" id="FNAnker_800_800"></a><a href="#Fussnote_800_800" class="fnanchor">[800]</a> utenanner<a name="FNAnker_801_801" id="FNAnker_801_801"></a><a href="#Fussnote_801_801" class="fnanchor">[801]</a> geiht. Up en anner -Mal folg’ minen Rat!“ Somit gung hei.</p> - -<p>Trotzdem äwer fung nu för mi eine wunderschöne Tid<a name="FNAnker_802_802" id="FNAnker_802_802"></a><a href="#Fussnote_802_802" class="fnanchor">[802]</a> an, eine -wunderschöne Tid! Ick künn ok hirvon wedder vel vertellen, ward mi äwer -woll häuden.<a name="FNAnker_803_803" id="FNAnker_803_803"></a><a href="#Fussnote_803_803" class="fnanchor">[803]</a> De höchste Freud’ un dat deipste<a name="FNAnker_804_804" id="FNAnker_804_804"></a><a href="#Fussnote_804_804" class="fnanchor">[804]</a> Leid möt<a name="FNAnker_805_805" id="FNAnker_805_805"></a><a href="#Fussnote_805_805" class="fnanchor">[805]</a> -Einer<a name="FNAnker_806_806" id="FNAnker_806_806"></a><a href="#Fussnote_806_806" class="fnanchor">[806]</a> nich Jedwereinen<a name="FNAnker_807_807" id="FNAnker_807_807"></a><a href="#Fussnote_807_807" class="fnanchor">[807]</a> up de Näs’ binnen;<a name="FNAnker_808_808" id="FNAnker_808_808"></a><a href="#Fussnote_808_808" class="fnanchor">[808]</a> un wenn ick nu -ok girn<a name="FNAnker_809_809" id="FNAnker_809_809"></a><a href="#Fussnote_809_809" class="fnanchor">[809]</a> glöw’,<a name="FNAnker_810_810" id="FNAnker_810_810"></a><a href="#Fussnote_810_810" class="fnanchor">[810]</a> dat all Dejenigen, de dit lesen, manirliche -un irnsthafte Lüd’ sünd, ein oder de anner Hans Quast künn dor doch -mit mang lopen<a name="FNAnker_811_811" id="FNAnker_811_811"></a><a href="#Fussnote_811_811" class="fnanchor">[811]</a> un künn up mine Kosten sinen Putzen<a name="FNAnker_812_812" id="FNAnker_812_812"></a><a href="#Fussnote_812_812" class="fnanchor">[812]</a> dormit -driwen,<a name="FNAnker_813_813" id="FNAnker_813_813"></a><a href="#Fussnote_813_813" class="fnanchor">[813]</a> un dat müßt mi denn doch sihr verdreiten.<a name="FNAnker_814_814" id="FNAnker_814_814"></a><a href="#Fussnote_814_814" class="fnanchor">[814]</a></p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_184" id="Seite_184">–184–</a></span></p> - -<p>Äwer tau jeden richtigen Honnigkauken<a name="FNAnker_815_815" id="FNAnker_815_815"></a><a href="#Fussnote_815_815" class="fnanchor">[815]</a> hürt<a name="FNAnker_816_816" id="FNAnker_816_816"></a><a href="#Fussnote_816_816" class="fnanchor">[816]</a> en lütt -Beting<a name="FNAnker_817_817" id="FNAnker_817_817"></a><a href="#Fussnote_817_817" class="fnanchor">[817]</a> Peper,<a name="FNAnker_818_818" id="FNAnker_818_818"></a><a href="#Fussnote_818_818" class="fnanchor">[818]</a> un doran süll mi dat denn nu ok nich fehlen. -Tauirst<a name="FNAnker_819_819" id="FNAnker_819_819"></a><a href="#Fussnote_819_819" class="fnanchor">[819]</a> streute min Unkel Matthies af un an en lütt Kürnken<a name="FNAnker_820_820" id="FNAnker_820_820"></a><a href="#Fussnote_820_820" class="fnanchor">[820]</a> -an, doch as hei sach,<a name="FNAnker_821_821" id="FNAnker_821_821"></a><a href="#Fussnote_821_821" class="fnanchor">[821]</a> dat de Sak von Bestand was, un as hei -sülwst up ’ne Visit bi min Brut ehr Fründschaft<a name="FNAnker_822_822" id="FNAnker_822_822"></a><a href="#Fussnote_822_822" class="fnanchor">[822]</a> west was un -sick dor ok tau sine Taufredenheit<a name="FNAnker_823_823" id="FNAnker_823_823"></a><a href="#Fussnote_823_823" class="fnanchor">[823]</a> von dat Fischkaken<a name="FNAnker_824_824" id="FNAnker_824_824"></a><a href="#Fussnote_824_824" class="fnanchor">[824]</a> -äwertügt<a name="FNAnker_825_825" id="FNAnker_825_825"></a><a href="#Fussnote_825_825" class="fnanchor">[825]</a> hadd, dunn sport<a name="FNAnker_826_826" id="FNAnker_826_826"></a><a href="#Fussnote_826_826" class="fnanchor">[826]</a> hei sin Gewürz un grep deip<a name="FNAnker_827_827" id="FNAnker_827_827"></a><a href="#Fussnote_827_827" class="fnanchor">[827]</a> in -sinen Honnigpott<a name="FNAnker_828_828" id="FNAnker_828_828"></a><a href="#Fussnote_828_828" class="fnanchor">[828]</a> — tau deip! segg ick — denn nu malt hei alle -Lüd’, de em hüren wullen, min Glück so säut<a name="FNAnker_829_829" id="FNAnker_829_829"></a><a href="#Fussnote_829_829" class="fnanchor">[829]</a> vör, bet in minen -Honnigmand<a name="FNAnker_830_830" id="FNAnker_830_830"></a><a href="#Fussnote_830_830" class="fnanchor">[830]</a> bald so vel Fleigen<a name="FNAnker_831_831" id="FNAnker_831_831"></a><a href="#Fussnote_831_831" class="fnanchor">[831]</a> summten, dat ick mi nich tau -bargen wüßt,<a name="FNAnker_832_832" id="FNAnker_832_832"></a><a href="#Fussnote_832_832" class="fnanchor">[832]</a> un dat bald so vele lustige Geschichten von mi in -den Swung’<a name="FNAnker_833_833" id="FNAnker_833_833"></a><a href="#Fussnote_833_833" class="fnanchor">[833]</a> wiren, as wir ick blot tau ’m Vergnäugen<a name="FNAnker_834_834" id="FNAnker_834_834"></a><a href="#Fussnote_834_834" class="fnanchor">[834]</a> von alle -Welt nich blot en <em class="gesperrt">Brüjam</em>, sondern ok en <em class="gesperrt">Brüdjam</em><a name="FNAnker_835_835" id="FNAnker_835_835"></a><a href="#Fussnote_835_835" class="fnanchor">[835]</a> -worden. Ick würd brüdt, wo ick mi seihn let.<a name="FNAnker_836_836" id="FNAnker_836_836"></a><a href="#Fussnote_836_836" class="fnanchor">[836]</a> Up fiw<a name="FNAnker_837_837" id="FNAnker_837_837"></a><a href="#Fussnote_837_837" class="fnanchor">[837]</a> Schritt -all<a name="FNAnker_838_838" id="FNAnker_838_838"></a><a href="#Fussnote_838_838" class="fnanchor">[838]</a> grint<a name="FNAnker_839_839" id="FNAnker_839_839"></a><a href="#Fussnote_839_839" class="fnanchor">[839]</a> mi jeder Hans Narr up de Strat<a name="FNAnker_840_840" id="FNAnker_840_840"></a><a href="#Fussnote_840_840" class="fnanchor">[840]</a> an, un wenn -ick denn frog, wat dor tau grinen wir, denn säden<span class="pagenum"><a name="Seite_185" id="Seite_185">–185–</a></span> sei All, as wenn -sei sick beraden<a name="FNAnker_841_841" id="FNAnker_841_841"></a><a href="#Fussnote_841_841" class="fnanchor">[841]</a> hadden: „Oh, nicks nich!“ Kamm<a name="FNAnker_842_842" id="FNAnker_842_842"></a><a href="#Fussnote_842_842" class="fnanchor">[842]</a> ick mal des -Abends in minen ollen<a name="FNAnker_843_843" id="FNAnker_843_843"></a><a href="#Fussnote_843_843" class="fnanchor">[843]</a> Dämelklubb<a name="FNAnker_844_844" id="FNAnker_844_844"></a><a href="#Fussnote_844_844" class="fnanchor">[844]</a> — denn dat hadd ick mi glik -vörnamen,<a name="FNAnker_845_845" id="FNAnker_845_845"></a><a href="#Fussnote_845_845" class="fnanchor">[845]</a> dese Gesellschaft wull ick unner keinerlei Ümstänn’<a name="FNAnker_846_846" id="FNAnker_846_846"></a><a href="#Fussnote_846_846" class="fnanchor">[846]</a> -upgewen,<a name="FNAnker_847_847" id="FNAnker_847_847"></a><a href="#Fussnote_847_847" class="fnanchor">[847]</a> irstens, wil dat<a name="FNAnker_848_848" id="FNAnker_848_848"></a><a href="#Fussnote_848_848" class="fnanchor">[848]</a> sei mine Gemütsort<a name="FNAnker_849_849" id="FNAnker_849_849"></a><a href="#Fussnote_849_849" class="fnanchor">[849]</a> sihr -tauseggen ded,<a name="FNAnker_850_850" id="FNAnker_850_850"></a><a href="#Fussnote_850_850" class="fnanchor">[850]</a> un tweitens,<a name="FNAnker_851_851" id="FNAnker_851_851"></a><a href="#Fussnote_851_851" class="fnanchor">[851]</a> wil dat ick sei för mine Bildung -sihr taudräglich höll<a name="FNAnker_852_852" id="FNAnker_852_852"></a><a href="#Fussnote_852_852" class="fnanchor">[852]</a> — na, wenn ick also dor mal hengeröd,<a name="FNAnker_853_853" id="FNAnker_853_853"></a><a href="#Fussnote_853_853" class="fnanchor">[853]</a> -denn würd dat en Flustern un en Tuscheln<a name="FNAnker_854_854" id="FNAnker_854_854"></a><a href="#Fussnote_854_854" class="fnanchor">[854]</a> un en Anstöten:<a name="FNAnker_855_855" id="FNAnker_855_855"></a><a href="#Fussnote_855_855" class="fnanchor">[855]</a> de -Ein’ winkte ganz von Firn<a name="FNAnker_856_856" id="FNAnker_856_856"></a><a href="#Fussnote_856_856" class="fnanchor">[856]</a> mit den Tulpenstengel, un de Anner ganz -in de Neg’<a name="FNAnker_857_857" id="FNAnker_857_857"></a><a href="#Fussnote_857_857" class="fnanchor">[857]</a> mit den Tunpahl,<a name="FNAnker_858_858" id="FNAnker_858_858"></a><a href="#Fussnote_858_858" class="fnanchor">[858]</a> un Geschichten vertellten<a name="FNAnker_859_859" id="FNAnker_859_859"></a><a href="#Fussnote_859_859" class="fnanchor">[859]</a> s’ -sick, wat <em class="gesperrt">de</em><a name="FNAnker_860_860" id="FNAnker_860_860"></a><a href="#Fussnote_860_860" class="fnanchor">[860]</a> <em class="gesperrt">vör</em> de Hochtid seggt<a name="FNAnker_861_861" id="FNAnker_861_861"></a><a href="#Fussnote_861_861" class="fnanchor">[861]</a> hadd, un wat -<em class="gesperrt">de</em><a name="FNAnker_862_862" id="FNAnker_862_862"></a><a href="#Fussnote_862_862" class="fnanchor">[862]</a> <em class="gesperrt">nah</em> de Hochtid seggt hadd; un wat de Scheper<a name="FNAnker_863_863" id="FNAnker_863_863"></a><a href="#Fussnote_863_863" class="fnanchor">[863]</a> -tau sinen Hund seggt hadd; un wenn ick denn falsch<a name="FNAnker_864_864" id="FNAnker_864_864"></a><a href="#Fussnote_864_864" class="fnanchor">[864]</a> würd un frog, -wat sei dormit seggen wullen, un wat<a name="FNAnker_865_865" id="FNAnker_865_865"></a><a href="#Fussnote_865_865" class="fnanchor">[865]</a> dat Spitzen up mi sin süllen, -denn säden sei All: „Gott bewohre! Wi meinen man.“<a name="FNAnker_866_866" id="FNAnker_866_866"></a><a href="#Fussnote_866_866" class="fnanchor">[866]</a> Un wenn ick -nu des Abends ut desen Grünn’n<a name="FNAnker_867_867" id="FNAnker_867_867"></a><a href="#Fussnote_867_867" class="fnanchor">[867]</a> nich in den Dämelklubb gung, denn -makt<a name="FNAnker_868_868" id="FNAnker_868_868"></a><a href="#Fussnote_868_868" class="fnanchor">[868]</a> Fru Bütow’n<span class="pagenum"><a name="Seite_186" id="Seite_186">–186–</a></span> ehr leiwe<a name="FNAnker_869_869" id="FNAnker_869_869"></a><a href="#Fussnote_869_869" class="fnanchor">[869]</a> Pepermähl<a name="FNAnker_870_870" id="FNAnker_870_870"></a><a href="#Fussnote_870_870" class="fnanchor">[870]</a> apen<a name="FNAnker_871_871" id="FNAnker_871_871"></a><a href="#Fussnote_871_871" class="fnanchor">[871]</a> un -stöhmte<a name="FNAnker_872_872" id="FNAnker_872_872"></a><a href="#Fussnote_872_872" class="fnanchor">[872]</a> mi ümmer ganz lütte, fine<a name="FNAnker_873_873" id="FNAnker_873_873"></a><a href="#Fussnote_873_873" class="fnanchor">[873]</a> Prisen in de Näs’<a name="FNAnker_874_874" id="FNAnker_874_874"></a><a href="#Fussnote_874_874" class="fnanchor">[874]</a> un -in de Ogen:<a name="FNAnker_875_875" id="FNAnker_875_875"></a><a href="#Fussnote_875_875" class="fnanchor">[875]</a> wat dat <em class="gesperrt">so</em> süll?<a name="FNAnker_876_876" id="FNAnker_876_876"></a><a href="#Fussnote_876_876" class="fnanchor">[876]</a> oder wat dat <em class="gesperrt">so</em> -süll? Sei wüßt ok nich, wo<a name="FNAnker_877_877" id="FNAnker_877_877"></a><a href="#Fussnote_877_877" class="fnanchor">[877]</a> ick dat nu hemmen wull. Un sei wir<a name="FNAnker_878_878" id="FNAnker_878_878"></a><a href="#Fussnote_878_878" class="fnanchor">[878]</a> -’ne olle Fru un hadd in ehren Lewen all vele Herrn upwohrt,<a name="FNAnker_879_879" id="FNAnker_879_879"></a><a href="#Fussnote_879_879" class="fnanchor">[879]</a> äwer -noch keinen, de in ’n Brutstand west wir; ick süll deswegen Geduld mit -ehr hewwen, denn de Sak kem jo <em class="gesperrt">nu</em> bald ganz anners. Un wat dat -Tüg<a name="FNAnker_880_880" id="FNAnker_880_880"></a><a href="#Fussnote_880_880" class="fnanchor">[880]</a> rein maken anbedrapen ded,<a name="FNAnker_881_881" id="FNAnker_881_881"></a><a href="#Fussnote_881_881" class="fnanchor">[881]</a> dor gew’<a name="FNAnker_882_882" id="FNAnker_882_882"></a><a href="#Fussnote_882_882" class="fnanchor">[882]</a> sei mi ganz -Recht, dat wir för min Brut nich gaud naug,<a name="FNAnker_883_883" id="FNAnker_883_883"></a><a href="#Fussnote_883_883" class="fnanchor">[883]</a> denn as<a name="FNAnker_884_884" id="FNAnker_884_884"></a><a href="#Fussnote_884_884" class="fnanchor">[884]</a> sei -man hürt hadd,<a name="FNAnker_885_885" id="FNAnker_885_885"></a><a href="#Fussnote_885_885" class="fnanchor">[885]</a> wir de as ’ne Prinzeß upfött<a name="FNAnker_886_886" id="FNAnker_886_886"></a><a href="#Fussnote_886_886" class="fnanchor">[886]</a> un hadd sindag -nich<a name="FNAnker_887_887" id="FNAnker_887_887"></a><a href="#Fussnote_887_887" class="fnanchor">[887]</a> ehr Finger in koll Water<a name="FNAnker_888_888" id="FNAnker_888_888"></a><a href="#Fussnote_888_888" class="fnanchor">[888]</a> stippt; äwer ehr Ogen wiren -för jede Dun’<a name="FNAnker_889_889" id="FNAnker_889_889"></a><a href="#Fussnote_889_889" class="fnanchor">[889]</a> up den Rock all tau olt.<a name="FNAnker_890_890" id="FNAnker_890_890"></a><a href="#Fussnote_890_890" class="fnanchor">[890]</a> Un wenn min Brut mi -negstens<a name="FNAnker_891_891" id="FNAnker_891_891"></a><a href="#Fussnote_891_891" class="fnanchor">[891]</a> mal besäuken wull,<a name="FNAnker_892_892" id="FNAnker_892_892"></a><a href="#Fussnote_892_892" class="fnanchor">[892]</a> so künn sei dat jo dauhn,<a name="FNAnker_893_893" id="FNAnker_893_893"></a><a href="#Fussnote_893_893" class="fnanchor">[893]</a> -sei för ehre Person hadd nicks nich dorwedder,<a name="FNAnker_894_894" id="FNAnker_894_894"></a><a href="#Fussnote_894_894" class="fnanchor">[894]</a> un äwer de -Spennwew’<a name="FNAnker_895_895" id="FNAnker_895_895"></a><a href="#Fussnote_895_895" class="fnanchor">[895]</a> an ’n Bähn<a name="FNAnker_896_896" id="FNAnker_896_896"></a><a href="#Fussnote_896_896" class="fnanchor">[896]</a> un den Stoff<a name="FNAnker_897_897" id="FNAnker_897_897"></a><a href="#Fussnote_897_897" class="fnanchor">[897]</a> up de Comod’ würd sei -jo nich fallen, un an den lütten Provat-Müll-Hümpel,<a name="FNAnker_898_898" id="FNAnker_898_898"></a><a href="#Fussnote_898_898" class="fnanchor">[898]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_187" id="Seite_187">–187–</a></span> den sei sick -tau ehre Bequemlichkeit in de ein’ Eck von min Stuw’ anleggt<a name="FNAnker_899_899" id="FNAnker_899_899"></a><a href="#Fussnote_899_899" class="fnanchor">[899]</a> hadd, -würd sei sick jo ok just de Beinen nich verstuken.<a name="FNAnker_900_900" id="FNAnker_900_900"></a><a href="#Fussnote_900_900" class="fnanchor">[900]</a> Un wenn ick -des Abends Füer<a name="FNAnker_901_901" id="FNAnker_901_901"></a><a href="#Fussnote_901_901" class="fnanchor">[901]</a> hewwen wull, denn künn ick jo dat man seggen — -sei wüßt jo dat ok nich — süs<a name="FNAnker_902_902" id="FNAnker_902_902"></a><a href="#Fussnote_902_902" class="fnanchor">[902]</a> wir ick jo ümmer in den Dämelklump -gahn,<a name="FNAnker_903_903" id="FNAnker_903_903"></a><a href="#Fussnote_903_903" class="fnanchor">[903]</a> worüm denn nu nich? Un denn sett’t<a name="FNAnker_904_904" id="FNAnker_904_904"></a><a href="#Fussnote_904_904" class="fnanchor">[904]</a> sei sick vör dat -Abenlock<a name="FNAnker_905_905" id="FNAnker_905_905"></a><a href="#Fussnote_905_905" class="fnanchor">[905]</a> un puste un puste, un de Kahlen<a name="FNAnker_906_906" id="FNAnker_906_906"></a><a href="#Fussnote_906_906" class="fnanchor">[906]</a> gläuhten<a name="FNAnker_907_907" id="FNAnker_907_907"></a><a href="#Fussnote_907_907" class="fnanchor">[907]</a> ehr -up de dicken Pustbacken, datt ick sei nich anners anseihn künn, as -ick müßt ümmer denken: „Gott verzeih mi de sweren Sünden! Ick weit -recht gaud, dat dit <em class="gesperrt">min</em> Fru Bütow’n is, un ’ne christliche -Wewerwittwe,<a name="FNAnker_908_908" id="FNAnker_908_908"></a><a href="#Fussnote_908_908" class="fnanchor">[908]</a> worüm möt<a name="FNAnker_909_909" id="FNAnker_909_909"></a><a href="#Fussnote_909_909" class="fnanchor">[909]</a> ick denn bi ehr<a name="FNAnker_910_910" id="FNAnker_910_910"></a><a href="#Fussnote_910_910" class="fnanchor">[910]</a> ümmer an de hohen -Herrschaften denken, de deip<a name="FNAnker_911_911" id="FNAnker_911_911"></a><a href="#Fussnote_911_911" class="fnanchor">[911]</a> — deip unner uns wahnen<a name="FNAnker_912_912" id="FNAnker_912_912"></a><a href="#Fussnote_912_912" class="fnanchor">[912]</a> up en -Flag,<a name="FNAnker_913_913" id="FNAnker_913_913"></a><a href="#Fussnote_913_913" class="fnanchor">[913]</a> wo ’t sihr heit<a name="FNAnker_914_914" id="FNAnker_914_914"></a><a href="#Fussnote_914_914" class="fnanchor">[914]</a> sin sall? Un worüm föllt<a name="FNAnker_915_915" id="FNAnker_915_915"></a><a href="#Fussnote_915_915" class="fnanchor">[915]</a> mi bi ehr -Pusten ümmer in, dat mägliche Wis’ up dit Flag ok Einer sitt, de Kahlen -anpusten deiht,<a name="FNAnker_916_916" id="FNAnker_916_916"></a><a href="#Fussnote_916_916" class="fnanchor">[916]</a> üm min schönes Ehstandsglück doch en Beting<a name="FNAnker_917_917" id="FNAnker_917_917"></a><a href="#Fussnote_917_917" class="fnanchor">[917]</a> -antauwarmen?“<a name="FNAnker_918_918" id="FNAnker_918_918"></a><a href="#Fussnote_918_918" class="fnanchor">[918]</a></p> - -<p>Hirut kann Jeder afnemen, dat bi mi de Bedenken noch nich all ut dat -Finster ’rute smeten<a name="FNAnker_919_919" id="FNAnker_919_919"></a><a href="#Fussnote_919_919" class="fnanchor">[919]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_188" id="Seite_188">–188–</a></span> wiren, un sei süllen noch düller<a name="FNAnker_920_920" id="FNAnker_920_920"></a><a href="#Fussnote_920_920" class="fnanchor">[920]</a> -warden, as ick eins Nahmiddags von min Brut taurügg de Strat<a name="FNAnker_921_921" id="FNAnker_921_921"></a><a href="#Fussnote_921_921" class="fnanchor">[921]</a> -entlang gung.</p> - -<p>As ick nämlich an desen Dag de Strat entlang gung, dunn hürt<a name="FNAnker_922_922" id="FNAnker_922_922"></a><a href="#Fussnote_922_922" class="fnanchor">[922]</a> ick -all von Firn’<a name="FNAnker_923_923" id="FNAnker_923_923"></a><a href="#Fussnote_923_923" class="fnanchor">[923]</a> groten Larm, de Lüd’ keken<a name="FNAnker_924_924" id="FNAnker_924_924"></a><a href="#Fussnote_924_924" class="fnanchor">[924]</a> ut de Finstern, -un vör de ein’ Husdör<a name="FNAnker_925_925" id="FNAnker_925_925"></a><a href="#Fussnote_925_925" class="fnanchor">[925]</a> hadd sick ok all en lütten Hümpel<a name="FNAnker_926_926" id="FNAnker_926_926"></a><a href="#Fussnote_926_926" class="fnanchor">[926]</a> -tausam funnen,<a name="FNAnker_927_927" id="FNAnker_927_927"></a><a href="#Fussnote_927_927" class="fnanchor">[927]</a> de nah de Del<a name="FNAnker_928_928" id="FNAnker_928_928"></a><a href="#Fussnote_928_928" class="fnanchor">[928]</a> ’ruppe kek. As ick nu grad an -de Dör vörbi<a name="FNAnker_929_929" id="FNAnker_929_929"></a><a href="#Fussnote_929_929" class="fnanchor">[929]</a> gahn will, fohrt<a name="FNAnker_930_930" id="FNAnker_930_930"></a><a href="#Fussnote_930_930" class="fnanchor">[930]</a> de Kürznermeister<a name="FNAnker_931_931" id="FNAnker_931_931"></a><a href="#Fussnote_931_931" class="fnanchor">[931]</a> Obst -äwer sin halwe Husdör<a name="FNAnker_932_932" id="FNAnker_932_932"></a><a href="#Fussnote_932_932" class="fnanchor">[932]</a> ’räwer, as wenn ’ne Billardkugel äwer de -Band’ sprengt ward, un sett’t sick mit sin vir Baukstaben<a name="FNAnker_933_933" id="FNAnker_933_933"></a><a href="#Fussnote_933_933" class="fnanchor">[933]</a> in den -Rönnstein.<a name="FNAnker_934_934" id="FNAnker_934_934"></a><a href="#Fussnote_934_934" class="fnanchor">[934]</a> — „Mein Gott! Gevatter?“ seggt sin Nahwer Gräun,<a name="FNAnker_935_935" id="FNAnker_935_935"></a><a href="#Fussnote_935_935" class="fnanchor">[935]</a> -„wat makst Du dorvon?“ — „„Je, dat segg man mal!““ seggt de -Kürzner,<a name="FNAnker_936_936" id="FNAnker_936_936"></a><a href="#Fussnote_936_936" class="fnanchor">[936]</a> „„min Frugenslüd’<a name="FNAnker_937_937" id="FNAnker_937_937"></a><a href="#Fussnote_937_937" class="fnanchor">[937]</a> hewwen mi ’rut smeten.““ — „Worüm -denn äwer?“ fröggt de Anner. — „„Vadder,““<a name="FNAnker_938_938" id="FNAnker_938_938"></a><a href="#Fussnote_938_938" class="fnanchor">[938]</a> seggt de Kürzner un -rappelt sick tau Höcht:<a name="FNAnker_939_939" id="FNAnker_939_939"></a><a href="#Fussnote_939_939" class="fnanchor">[939]</a> „„dat will ick Di seggen: min Fru will, -wat <em class="gesperrt">ick</em> will, und dat will <em class="gesperrt">ick</em> nich.““</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_189" id="Seite_189">–189–</a></span></p> - -<p>Wil<a name="FNAnker_940_940" id="FNAnker_940_940"></a><a href="#Fussnote_940_940" class="fnanchor">[940]</a> mi nu dese Geschicht nicks angung,<a name="FNAnker_941_941" id="FNAnker_941_941"></a><a href="#Fussnote_941_941" class="fnanchor">[941]</a> so gah<a name="FNAnker_942_942" id="FNAnker_942_942"></a><a href="#Fussnote_942_942" class="fnanchor">[942]</a> ick -wider<a name="FNAnker_943_943" id="FNAnker_943_943"></a><a href="#Fussnote_943_943" class="fnanchor">[943]</a> un denk so bi mi: is doch en narschen<a name="FNAnker_944_944" id="FNAnker_944_944"></a><a href="#Fussnote_944_944" class="fnanchor">[944]</a> Spruch! Wat de -Kirl woll dormit meint? „<em class="gesperrt">Min Fru</em> will, wat <em class="gesperrt">ick</em> will, un -dat will <em class="gesperrt">ick</em> nich.“ — Sallst dinen Unkel Matthiesen mal dornah -fragen.</p> - -<p>Ick gah nu also nah em ’rup un vertell<a name="FNAnker_945_945" id="FNAnker_945_945"></a><a href="#Fussnote_945_945" class="fnanchor">[945]</a> em de Sak un segg em den -Spruch un frag’: „Unkel, wat meint de Kirl dormit?“ — „„Je!““ seggt -hei un geiht in Nahdenken in de Stuw’ up un dal, „„un de Kirl was von -sin Frugenslüd ’rut smeten, seggst Du?““ — „Ja,“ segg ick, „hei säd -’t jo sülwst.“ — „„Un in den Rönnstein satt<a name="FNAnker_946_946" id="FNAnker_946_946"></a><a href="#Fussnote_946_946" class="fnanchor">[946]</a> hei?““ frog hei -wider.<a name="FNAnker_947_947" id="FNAnker_947_947"></a><a href="#Fussnote_947_947" class="fnanchor">[947]</a> — „Ja,“ segg ick, „dorin satt hei.“ — „„Na,““ seggt -min Unkel nah ’ne Wil’ Bedenken, „„denn<a name="FNAnker_948_948" id="FNAnker_948_948"></a><a href="#Fussnote_948_948" class="fnanchor">[948]</a> ward dat ok woll sin -Richtigkeit hewwen, denn hett em sin Fru ok woll ’rut smeten, un denn -findt de Spruch ok sin richtig Bedüden,<a name="FNAnker_949_949" id="FNAnker_949_949"></a><a href="#Fussnote_949_949" class="fnanchor">[949]</a> denn heit<a name="FNAnker_950_950" id="FNAnker_950_950"></a><a href="#Fussnote_950_950" class="fnanchor">[950]</a> hei: Min -Fru will Herr in den Hus’<a name="FNAnker_951_951" id="FNAnker_951_951"></a><a href="#Fussnote_951_951" class="fnanchor">[951]</a> sin, un ick will ok Herr in den Hus’ -sin, un mine Fru ehren Willen, den will ick nich nahgewen.<a name="FNAnker_952_952" id="FNAnker_952_952"></a><a href="#Fussnote_952_952" class="fnanchor">[952]</a> Äwer,““ -sett’t hei hentau, „„wenn sei in ’n Hus’ stahn,<a name="FNAnker_953_953" id="FNAnker_953_953"></a><a href="#Fussnote_953_953" class="fnanchor">[953]</a> un hei vör den -Hus’ in den Rönnstein seten<a name="FNAnker_954_954" id="FNAnker_954_954"></a><a href="#Fussnote_954_954" class="fnanchor">[954]</a> hett, denn ward sei woll Herr in den -Hus’ sin.““</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_190" id="Seite_190">–190–</a></span></p> - -<p>Ick weit nich, mi würd nah dit Gespräk so verdreitlich<a name="FNAnker_955_955" id="FNAnker_955_955"></a><a href="#Fussnote_955_955" class="fnanchor">[955]</a> un -beängstlich tau Sinn; von de Sid<a name="FNAnker_956_956" id="FNAnker_956_956"></a><a href="#Fussnote_956_956" class="fnanchor">[956]</a> hadd ick min Vörnemen noch -nich in ’t Og’ fat’t.<a name="FNAnker_957_957" id="FNAnker_957_957"></a><a href="#Fussnote_957_957" class="fnanchor">[957]</a> „Unkel,“ säd ick, „Du kennst mi doch un -kennst sei jo ok, wat meinst Du denn woll, wer ward von uns Beiden -woll Herr in ’n Hus’ sin?“ — „„Je,““ seggt hei, „„sei süht<a name="FNAnker_958_958" id="FNAnker_958_958"></a><a href="#Fussnote_958_958" class="fnanchor">[958]</a> -mi gor nich dornah ut,<a name="FNAnker_959_959" id="FNAnker_959_959"></a><a href="#Fussnote_959_959" class="fnanchor">[959]</a> as müggt<a name="FNAnker_960_960" id="FNAnker_960_960"></a><a href="#Fussnote_960_960" class="fnanchor">[960]</a> sei girn<a name="FNAnker_961_961" id="FNAnker_961_961"></a><a href="#Fussnote_961_961" class="fnanchor">[961]</a> <em class="gesperrt">vör</em> -de Husdör in ’n Rönnstein sitten, ick glöw’,<a name="FNAnker_962_962" id="FNAnker_962_962"></a><a href="#Fussnote_962_962" class="fnanchor">[962]</a> sei bliwwt<a name="FNAnker_963_963" id="FNAnker_963_963"></a><a href="#Fussnote_963_963" class="fnanchor">[963]</a> -leiwer binnen.““<a name="FNAnker_964_964" id="FNAnker_964_964"></a><a href="#Fussnote_964_964" class="fnanchor">[964]</a> — „Den Deuwel ok!“<a name="FNAnker_965_965" id="FNAnker_965_965"></a><a href="#Fussnote_965_965" class="fnanchor">[965]</a> segg ick. — „„Na, -so arg,““ seggt Unkel Matthies, „„ward sei dat nu woll nich maken; -äwerst<a name="FNAnker_966_966" id="FNAnker_966_966"></a><a href="#Fussnote_966_966" class="fnanchor">[966]</a> so ’n ‚liebenswürdig, weiblich Regiment‘ — as de Lüd’ -dat nennen — ward sei woll äwer Di ergahn laten, Du wardst woll en -beten stramm an ehren Schörtenband<a name="FNAnker_967_967" id="FNAnker_967_967"></a><a href="#Fussnote_967_967" class="fnanchor">[967]</a> anbunnen<a name="FNAnker_968_968" id="FNAnker_968_968"></a><a href="#Fussnote_968_968" class="fnanchor">[968]</a> warden, un wo -lütt<a name="FNAnker_969_969" id="FNAnker_969_969"></a><a href="#Fussnote_969_969" class="fnanchor">[969]</a> de Achterflicken<a name="FNAnker_970_970" id="FNAnker_970_970"></a><a href="#Fussnote_970_970" class="fnanchor">[970]</a> an ehr Pantüffeln sünd, ward Ein<a name="FNAnker_971_971" id="FNAnker_971_971"></a><a href="#Fussnote_971_971" class="fnanchor">[971]</a> -Di nahsten<a name="FNAnker_972_972" id="FNAnker_972_972"></a><a href="#Fussnote_972_972" class="fnanchor">[972]</a> woll von den Pelz lesen känen.““ — „Bang’ maken -gelt<a name="FNAnker_973_973" id="FNAnker_973_973"></a><a href="#Fussnote_973_973" class="fnanchor">[973]</a> nich!“ segg ick, „ick ward sei mi nah de Hochtid bi den -irsten Schepel<a name="FNAnker_974_974" id="FNAnker_974_974"></a><a href="#Fussnote_974_974" class="fnanchor">[974]</a> Roggen wenn’n.“<a name="FNAnker_975_975" id="FNAnker_975_975"></a><a href="#Fussnote_975_975" class="fnanchor">[975]</a> — „„Dor verlat Di man nich -up!““<a name="FNAnker_976_976" id="FNAnker_976_976"></a><a href="#Fussnote_976_976" class="fnanchor">[976]</a> seggt min Unkel.<span class="pagenum"><a name="Seite_191" id="Seite_191">–191–</a></span> „„Kennst Du dat Sprückwurt nich:<a name="FNAnker_977_977" id="FNAnker_977_977"></a><a href="#Fussnote_977_977" class="fnanchor">[977]</a></p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse"><em class="gesperrt">Vör</em> de Hochtid möst du s’ wenn’n;</div> - <div class="verse"><em class="gesperrt">Nah</em> de Hochtid is ’t tau Enn’?““</div> - </div> - </div> -</div> - -<p>„Ne“, segg ick, „dat ’s mi ganz wat Nig’s!“<a name="FNAnker_978_978" id="FNAnker_978_978"></a><a href="#Fussnote_978_978" class="fnanchor">[978]</a> un makt<a name="FNAnker_979_979" id="FNAnker_979_979"></a><a href="#Fussnote_979_979" class="fnanchor">[979]</a> en -Gesicht dortau, as hadd mi min Unkel vertellt, sei hadden mi tau -’m Papst makt. — „„Na, denn sett Di dal,““ seggt hei, „„ick will -Di ’ne Geschicht vertellen.““ — „Vertell!“ segg ick. „Äwer Din -Nutzanwenning<a name="FNAnker_980_980" id="FNAnker_980_980"></a><a href="#Fussnote_980_980" class="fnanchor">[980]</a> lat<a name="FNAnker_981_981" id="FNAnker_981_981"></a><a href="#Fussnote_981_981" class="fnanchor">[981]</a> weg! Ick bün dor all tau olt tau.“<a name="FNAnker_982_982" id="FNAnker_982_982"></a><a href="#Fussnote_982_982" class="fnanchor">[982]</a> — -„„Kein Bang’!““ seggt hei. „„De Nutzanwenning ward Din leiw’ Fru woll -äwernemen, wenn Du minen Rat nich folgen deihst.““<a name="FNAnker_983_983" id="FNAnker_983_983"></a><a href="#Fussnote_983_983" class="fnanchor">[983]</a></p> - -<p>Ick sett’t mi also bi minen Unkel dal, un hei fung an tau vertellen:</p> - -<p>„Tau Rümpelmannshagen, wo ick mine irsten Lihrjohren<a name="FNAnker_984_984" id="FNAnker_984_984"></a><a href="#Fussnote_984_984" class="fnanchor">[984]</a> as -Klutenpedder<a name="FNAnker_985_985" id="FNAnker_985_985"></a><a href="#Fussnote_985_985" class="fnanchor">[985]</a> dörchmakt<a name="FNAnker_986_986" id="FNAnker_986_986"></a><a href="#Fussnote_986_986" class="fnanchor">[986]</a> heww, wahnten<a name="FNAnker_987_987" id="FNAnker_987_987"></a><a href="#Fussnote_987_987" class="fnanchor">[987]</a> dunntaumalen<a name="FNAnker_988_988" id="FNAnker_988_988"></a><a href="#Fussnote_988_988" class="fnanchor">[988]</a> -twei<a name="FNAnker_989_989" id="FNAnker_989_989"></a><a href="#Fussnote_989_989" class="fnanchor">[989]</a> junge, schire<a name="FNAnker_990_990" id="FNAnker_990_990"></a><a href="#Fussnote_990_990" class="fnanchor">[990]</a> Kirls,<a name="FNAnker_991_991" id="FNAnker_991_991"></a><a href="#Fussnote_991_991" class="fnanchor">[991]</a> de ein’ heit<a name="FNAnker_992_992" id="FNAnker_992_992"></a><a href="#Fussnote_992_992" class="fnanchor">[992]</a> Wulf<a name="FNAnker_993_993" id="FNAnker_993_993"></a><a href="#Fussnote_993_993" class="fnanchor">[993]</a> -un was de Smid in den Dörp,<a name="FNAnker_994_994" id="FNAnker_994_994"></a><a href="#Fussnote_994_994" class="fnanchor">[994]</a> un de anner heit Kiwitt<a name="FNAnker_995_995" id="FNAnker_995_995"></a><a href="#Fussnote_995_995" class="fnanchor">[995]</a> un -was de Möller.<a name="FNAnker_996_996" id="FNAnker_996_996"></a><a href="#Fussnote_996_996" class="fnanchor">[996]</a> De Smid was en Pfiffkopp<a name="FNAnker_997_997" id="FNAnker_997_997"></a><a href="#Fussnote_997_997" class="fnanchor">[997]</a> un<span class="pagenum"><a name="Seite_192" id="Seite_192">–192–</a></span> verstunn<a name="FNAnker_998_998" id="FNAnker_998_998"></a><a href="#Fussnote_998_998" class="fnanchor">[998]</a> -sinen Kram, de Möller was man düsig,<a name="FNAnker_999_999" id="FNAnker_999_999"></a><a href="#Fussnote_999_999" class="fnanchor">[999]</a> hadd äwer dat Geld. Na, -mit de Tid<a name="FNAnker_1000_1000" id="FNAnker_1000_1000"></a><a href="#Fussnote_1000_1000" class="fnanchor">[1000]</a> gung in den Dörp dat Gered’: „„Vaddersch,<a name="FNAnker_1001_1001" id="FNAnker_1001_1001"></a><a href="#Fussnote_1001_1001" class="fnanchor">[1001]</a> -hest all hürt?<a name="FNAnker_1002_1002" id="FNAnker_1002_1002"></a><a href="#Fussnote_1002_1002" class="fnanchor">[1002]</a> De Smid un de Möller gahn Beid’ nah den -Schulten sin<a name="FNAnker_1003_1003" id="FNAnker_1003_1003"></a><a href="#Fussnote_1003_1003" class="fnanchor">[1003]</a> Fik un Marik,<a name="FNAnker_1004_1004" id="FNAnker_1004_1004"></a><a href="#Fussnote_1004_1004" class="fnanchor">[1004]</a> un sei seggen jo oll von de -Hochtid tau Martini.““<a name="FNAnker_1005_1005" id="FNAnker_1005_1005"></a><a href="#Fussnote_1005_1005" class="fnanchor">[1005]</a> — Un dat kamm ok so, sei frigten<a name="FNAnker_1006_1006" id="FNAnker_1006_1006"></a><a href="#Fussnote_1006_1006" class="fnanchor">[1006]</a> -Beid’ tau Martini, un de oll Schult rüst’t ’ne Hochtid ut, de säd -man: „Stah!“<a name="FNAnker_1007_1007" id="FNAnker_1007_1007"></a><a href="#Fussnote_1007_1007" class="fnanchor">[1007]</a> un wi jungen Lüd’ von den Hof wiren ok dortau -beden,<a name="FNAnker_1008_1008" id="FNAnker_1008_1008"></a><a href="#Fussnote_1008_1008" class="fnanchor">[1008]</a> un ick weit dat noch as hüt,<a name="FNAnker_1009_1009" id="FNAnker_1009_1009"></a><a href="#Fussnote_1009_1009" class="fnanchor">[1009]</a> wo<a name="FNAnker_1010_1010" id="FNAnker_1010_1010"></a><a href="#Fussnote_1010_1010" class="fnanchor">[1010]</a> lustig dat -hergung, denn uns’ Schriwer,<a name="FNAnker_1011_1011" id="FNAnker_1011_1011"></a><a href="#Fussnote_1011_1011" class="fnanchor">[1011]</a> Ludwig Brookmann, stülpt mi gegen -Morgen ’ne Sleifkann<a name="FNAnker_1012_1012" id="FNAnker_1012_1012"></a><a href="#Fussnote_1012_1012" class="fnanchor">[1012]</a> vull Duwwelbir<a name="FNAnker_1013_1013" id="FNAnker_1013_1013"></a><a href="#Fussnote_1013_1013" class="fnanchor">[1013]</a> äwer den Kopp un säd, -as ick falsch<a name="FNAnker_1014_1014" id="FNAnker_1014_1014"></a><a href="#Fussnote_1014_1014" class="fnanchor">[1014]</a> würd: dat süll jo man Spaß sin.</p> - -<p>Nah de Hochtid was dat denn nu Allens will un woll;<a name="FNAnker_1015_1015" id="FNAnker_1015_1015"></a><a href="#Fussnote_1015_1015" class="fnanchor">[1015]</a> äwer -dat wohrt<a name="FNAnker_1016_1016" id="FNAnker_1016_1016"></a><a href="#Fussnote_1016_1016" class="fnanchor">[1016]</a> ok man ’ne Tid lang, dunn munkelt dat in ’t Dörp: -„Vaddersch, hest all hürt? De Möllerfru sleiht<a name="FNAnker_1017_1017" id="FNAnker_1017_1017"></a><a href="#Fussnote_1017_1017" class="fnanchor">[1017]</a> ehren Mann.“ Un -dat <em class="gesperrt">was</em> ok so. Eins Sünndagsnahmiddags kümmt de Möller tau den -Smid, de sitt in ’n<span class="pagenum"><a name="Seite_193" id="Seite_193">–193–</a></span> Kraug<a name="FNAnker_1018_1018" id="FNAnker_1018_1018"></a><a href="#Fussnote_1018_1018" class="fnanchor">[1018]</a> un spelt<a name="FNAnker_1019_1019" id="FNAnker_1019_1019"></a><a href="#Fussnote_1019_1019" class="fnanchor">[1019]</a> Solo, un de Möller -seggt: „Na, wat <em class="gesperrt">Di</em> hüt Abend passirt, dat weit ick ok.“ — „„Wo -so?““<a name="FNAnker_1020_1020" id="FNAnker_1020_1020"></a><a href="#Fussnote_1020_1020" class="fnanchor">[1020]</a> fröggt de Smid un steiht up un geiht mit sinen Swager ’rut. -— „Na,“ seggt de Möller, „verstell Di man nich! Wi Beiden hewwen uns -schön vermeidt.“<a name="FNAnker_1021_1021" id="FNAnker_1021_1021"></a><a href="#Fussnote_1021_1021" class="fnanchor">[1021]</a> — „„Wenn Du min Fru meinst,““ seggt de Smid, -„„denn möt<a name="FNAnker_1022_1022" id="FNAnker_1022_1022"></a><a href="#Fussnote_1022_1022" class="fnanchor">[1022]</a> ick Di seggen, ick heww en gauden Meidsmann.““<a name="FNAnker_1023_1023" id="FNAnker_1023_1023"></a><a href="#Fussnote_1023_1023" class="fnanchor">[1023]</a> -— „Ja,“ seggt de Möller, „wenn sei nich tau Hus is.“ — „„Kumm<a name="FNAnker_1024_1024" id="FNAnker_1024_1024"></a><a href="#Fussnote_1024_1024" class="fnanchor">[1024]</a> -mit!““ seggt de Smid. „„Ick heww gistern Swin’ slacht<a name="FNAnker_1025_1025" id="FNAnker_1025_1025"></a><a href="#Fussnote_1025_1025" class="fnanchor">[1025]</a>, un Du -weißt,<a name="FNAnker_1026_1026" id="FNAnker_1026_1026"></a><a href="#Fussnote_1026_1026" class="fnanchor">[1026]</a> min Fru mag girn Swartsur.<a name="FNAnker_1027_1027" id="FNAnker_1027_1027"></a><a href="#Fussnote_1027_1027" class="fnanchor">[1027]</a> Ick will Di den Bewis -gewen.““<a name="FNAnker_1028_1028" id="FNAnker_1028_1028"></a><a href="#Fussnote_1028_1028" class="fnanchor">[1028]</a> — Sei gahn nu also nah den Smid sinen Hus’, un as -sei dorvör stahn, röppt<a name="FNAnker_1029_1029" id="FNAnker_1029_1029"></a><a href="#Fussnote_1029_1029" class="fnanchor">[1029]</a> de Smid: „„Fiken!““ — Sin Fru kickt -ut dat Finster un fröggt: „Wat sall ick?“ — „„Fiken,““ seggt de -Smid, „„nimm mal eins<a name="FNAnker_1030_1030" id="FNAnker_1030_1030"></a><a href="#Fussnote_1030_1030" class="fnanchor">[1030]</a> de grote Schöttel<a name="FNAnker_1031_1031" id="FNAnker_1031_1031"></a><a href="#Fussnote_1031_1031" class="fnanchor">[1031]</a> mit Swartsur -un smit<a name="FNAnker_1032_1032" id="FNAnker_1032_1032"></a><a href="#Fussnote_1032_1032" class="fnanchor">[1032]</a> de mal eins[1033] hir nah de Strat ’rut.““ — „Wat?“ -fröggt sin Fru. — „„Du sallst de Schöttel mit dat Swartsur nah de -Strat ’rute smiten.““ — „Glik“!<a name="FNAnker_1033_1033" id="FNAnker_1033_1033"></a><a href="#Fussnote_1033_1033" class="fnanchor">[1033]</a> seggt Fiken, un hest nich geseihn, -fohrt<a name="FNAnker_1034_1034" id="FNAnker_1034_1034"></a><a href="#Fussnote_1034_1034" class="fnanchor">[1034]</a> de Schöttel<span class="pagenum"><a name="Seite_194" id="Seite_194">–194–</a></span> äwer de halw’ Dör ’räwer as hüt Morrn<a name="FNAnker_1035_1035" id="FNAnker_1035_1035"></a><a href="#Fussnote_1035_1035" class="fnanchor">[1035]</a> -de Kürznermeister. — „„Recht so!““ seggt Smid Wulf. „„Un nu, Fiken, -smit uns den Pott<a name="FNAnker_1036_1036" id="FNAnker_1036_1036"></a><a href="#Fussnote_1036_1036" class="fnanchor">[1036]</a> mit dat anner Swartsur ok man ’rut.““ Dat -schüht<a name="FNAnker_1037_1037" id="FNAnker_1037_1037"></a><a href="#Fussnote_1037_1037" class="fnanchor">[1037]</a> denn nu ok, un de Smid seggt: „„Schön, Fiken! un lat Di de -Tid<a name="FNAnker_1038_1038" id="FNAnker_1038_1038"></a><a href="#Fussnote_1038_1038" class="fnanchor">[1038]</a> nich lang warden, wenn ick hüt Abend lat<a name="FNAnker_1039_1039" id="FNAnker_1039_1039"></a><a href="#Fussnote_1039_1039" class="fnanchor">[1039]</a> tau Hus kam.““</p> - -<p>Dormit geiht hei mit den Möller nah den Kraug taurügg<a name="FNAnker_1040_1040" id="FNAnker_1040_1040"></a><a href="#Fussnote_1040_1040" class="fnanchor">[1040]</a> un -fröggt em: „„Na? hest nu seihn?““ — „Ja,“ seggt de Möller, „de is -echt. Wo hest dit anfungen?“ — „„Up ’ne ganz einfache Wis’,““<a name="FNAnker_1041_1041" id="FNAnker_1041_1041"></a><a href="#Fussnote_1041_1041" class="fnanchor">[1041]</a> -seggt de Smid. — „Hest s’ inspunnt?“<a name="FNAnker_1042_1042" id="FNAnker_1042_1042"></a><a href="#Fussnote_1042_1042" class="fnanchor">[1042]</a> — „„Ne!““ — „Hest s’ -schacht?“<a name="FNAnker_1043_1043" id="FNAnker_1043_1043"></a><a href="#Fussnote_1043_1043" class="fnanchor">[1043]</a> — „„Ne, ok nich!““ — „Na, wo hest ’t denn makt?“ — -„„Dat will ick Di seggen,““ seggt de Smid. „„As wie noch Brutlüd’<a name="FNAnker_1044_1044" id="FNAnker_1044_1044"></a><a href="#Fussnote_1044_1044" class="fnanchor">[1044]</a> -wiren, dunn lurt<a name="FNAnker_1045_1045" id="FNAnker_1045_1045"></a><a href="#Fussnote_1045_1045" class="fnanchor">[1045]</a> ick ehr dat af, von wecken<a name="FNAnker_1046_1046" id="FNAnker_1046_1046"></a><a href="#Fussnote_1046_1046" class="fnanchor">[1046]</a> Stück Tüg<a name="FNAnker_1047_1047" id="FNAnker_1047_1047"></a><a href="#Fussnote_1047_1047" class="fnanchor">[1047]</a> -sei woll am meisten hollen ded,<a name="FNAnker_1048_1048" id="FNAnker_1048_1048"></a><a href="#Fussnote_1048_1048" class="fnanchor">[1048]</a> un dunn funn<a name="FNAnker_1049_1049" id="FNAnker_1049_1049"></a><a href="#Fussnote_1049_1049" class="fnanchor">[1049]</a> ick denn, dat -dat en lütten, hübschen, roden siden Dauk<a name="FNAnker_1050_1050" id="FNAnker_1050_1050"></a><a href="#Fussnote_1050_1050" class="fnanchor">[1050]</a> was, un as sick mal -de Gelegenheit gaww,<a name="FNAnker_1051_1051" id="FNAnker_1051_1051"></a><a href="#Fussnote_1051_1051" class="fnanchor">[1051]</a> dat wi Frühstück eten<a name="FNAnker_1052_1052" id="FNAnker_1052_1052"></a><a href="#Fussnote_1052_1052" class="fnanchor">[1052]</a> hadden, und de -Disch en beten<a name="FNAnker_1053_1053" id="FNAnker_1053_1053"></a><a href="#Fussnote_1053_1053" class="fnanchor">[1053]</a> stark vull Gaus’smolt<a name="FNAnker_1054_1054" id="FNAnker_1054_1054"></a><a href="#Fussnote_1054_1054" class="fnanchor">[1054]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_195" id="Seite_195">–195–</a></span> smert<a name="FNAnker_1055_1055" id="FNAnker_1055_1055"></a><a href="#Fussnote_1055_1055" class="fnanchor">[1055]</a> was, dunn -wischt ick mit ehren schönen Dauk den Disch af. Na, nu kannst Du Di -denn denken, wo sei up mi losfohren ded!<a name="FNAnker_1056_1056" id="FNAnker_1056_1056"></a><a href="#Fussnote_1056_1056" class="fnanchor">[1056]</a> Ich äwer fot<a name="FNAnker_1057_1057" id="FNAnker_1057_1057"></a><a href="#Fussnote_1057_1057" class="fnanchor">[1057]</a> sei -rundting<a name="FNAnker_1058_1058" id="FNAnker_1058_1058"></a><a href="#Fussnote_1058_1058" class="fnanchor">[1058]</a> üm un küßt sei un säd: „Fiken, Du hest mi jo! Wat is -an so ’n Dauk gelegen? So ’n Dauk kriggst Du woll wedder; äwer Einen, -de so vel von Di höllt<a name="FNAnker_1059_1059" id="FNAnker_1059_1059"></a><a href="#Fussnote_1059_1059" class="fnanchor">[1059]</a> as ick, so ’n findst<a name="FNAnker_1060_1060" id="FNAnker_1060_1060"></a><a href="#Fussnote_1060_1060" class="fnanchor">[1060]</a> Du mindag’ -nich.“<a name="FNAnker_1061_1061" id="FNAnker_1061_1061"></a><a href="#Fussnote_1061_1061" class="fnanchor">[1061]</a> — Na, sei gaww<a name="FNAnker_1062_1062" id="FNAnker_1062_1062"></a><a href="#Fussnote_1062_1062" class="fnanchor">[1062]</a> sick denn nu ok, un as wi nah den -Teterowschen<a name="FNAnker_1063_1063" id="FNAnker_1063_1063"></a><a href="#Fussnote_1063_1063" class="fnanchor">[1063]</a> Königschuß wiren, gewunn<a name="FNAnker_1064_1064" id="FNAnker_1064_1064"></a><a href="#Fussnote_1064_1064" class="fnanchor">[1064]</a> sei ’n Pott, en -schönen Pott; un as sei sick so recht dortau freuen ded,<a name="FNAnker_1065_1065" id="FNAnker_1065_1065"></a><a href="#Fussnote_1065_1065" class="fnanchor">[1065]</a> dunn -namm<a name="FNAnker_1066_1066" id="FNAnker_1066_1066"></a><a href="#Fussnote_1066_1066" class="fnanchor">[1066]</a> ick den Pott un spelt<a name="FNAnker_1067_1067" id="FNAnker_1067_1067"></a><a href="#Fussnote_1067_1067" class="fnanchor">[1067]</a> dor so verluren mit, un — -baff! — smet<a name="FNAnker_1068_1068" id="FNAnker_1068_1068"></a><a href="#Fussnote_1068_1068" class="fnanchor">[1068]</a> ick em up den Stein. Nu fung sei denn en beten an -tau rohren;<a name="FNAnker_1069_1069" id="FNAnker_1069_1069"></a><a href="#Fussnote_1069_1069" class="fnanchor">[1069]</a> äwer ick küßt sei un säd: „Lat sin,<a name="FNAnker_1070_1070" id="FNAnker_1070_1070"></a><a href="#Fussnote_1070_1070" class="fnanchor">[1070]</a> Fiken, t’ -is beter,<a name="FNAnker_1071_1071" id="FNAnker_1071_1071"></a><a href="#Fussnote_1071_1071" class="fnanchor">[1071]</a> dat de Pott intwei follen<a name="FNAnker_1072_1072" id="FNAnker_1072_1072"></a><a href="#Fussnote_1072_1072" class="fnanchor">[1072]</a> is, as dat ick mi wat -intwei follen heww, denn ick sall uns uns’ Lew’<a name="FNAnker_1073_1073" id="FNAnker_1073_1073"></a><a href="#Fussnote_1073_1073" class="fnanchor">[1073]</a> lang dat Brod -verdeinen!“ Na, tauletzt brok<a name="FNAnker_1074_1074" id="FNAnker_1074_1074"></a><a href="#Fussnote_1074_1074" class="fnanchor">[1074]</a> ick ehr noch drei Tähnen<a name="FNAnker_1075_1075" id="FNAnker_1075_1075"></a><a href="#Fussnote_1075_1075" class="fnanchor">[1075]</a> ut -den Kamm; dunn lacht sei äwer all un säd: „Mi sall doch wunnern, ob Du -mi tau ’m Teterowschen Harwstmark<a name="FNAnker_1076_1076" id="FNAnker_1076_1076"></a><a href="#Fussnote_1076_1076" class="fnanchor">[1076]</a> en nigen<a name="FNAnker_1077_1077" id="FNAnker_1077_1077"></a><a href="#Fussnote_1077_1077" class="fnanchor">[1077]</a> wedder<span class="pagenum"><a name="Seite_196" id="Seite_196">–196–</a></span> schenken -deihst.“<a name="FNAnker_1078_1078" id="FNAnker_1078_1078"></a><a href="#Fussnote_1078_1078" class="fnanchor">[1078]</a> Na, dat geschach denn nu ok, un so is ’t denn nu ok -blewen;<a name="FNAnker_1079_1079" id="FNAnker_1079_1079"></a><a href="#Fussnote_1079_1079" class="fnanchor">[1079]</a> sei is mit Allens taufreden.<a name="FNAnker_1080_1080" id="FNAnker_1080_1080"></a><a href="#Fussnote_1080_1080" class="fnanchor">[1080]</a> — Äwer ick möt<a name="FNAnker_1081_1081" id="FNAnker_1081_1081"></a><a href="#Fussnote_1081_1081" class="fnanchor">[1081]</a> -’rinne un möt minen Solo spelen.““</p> - -<p>De Smid gung also in de Stuw’ un spelt Solo, äwer nah ’ne halw’ -Stunn’ kamm de Kräuger<a name="FNAnker_1082_1082" id="FNAnker_1082_1082"></a><a href="#Fussnote_1082_1082" class="fnanchor">[1082]</a> ’rinne un säd: „Smid, kumm ’rut!<a name="FNAnker_1083_1083" id="FNAnker_1083_1083"></a><a href="#Fussnote_1083_1083" class="fnanchor">[1083]</a> -Möller Kiwitt steiht buten<a name="FNAnker_1084_1084" id="FNAnker_1084_1084"></a><a href="#Fussnote_1084_1084" class="fnanchor">[1084]</a> un süht schändlich ut.“ — Smid -Wulf geiht also ’rut, un dröppt<a name="FNAnker_1085_1085" id="FNAnker_1085_1085"></a><a href="#Fussnote_1085_1085" class="fnanchor">[1085]</a> denn nu ok sinen Swager mit en -intweiiges<a name="FNAnker_1086_1086" id="FNAnker_1086_1086"></a><a href="#Fussnote_1086_1086" class="fnanchor">[1086]</a> Gesicht un en dickes Og’,<a name="FNAnker_1087_1087" id="FNAnker_1087_1087"></a><a href="#Fussnote_1087_1087" class="fnanchor">[1087]</a> un verfirt<a name="FNAnker_1088_1088" id="FNAnker_1088_1088"></a><a href="#Fussnote_1088_1088" class="fnanchor">[1088]</a> -sick denn nich slicht<a name="FNAnker_1089_1089" id="FNAnker_1089_1089"></a><a href="#Fussnote_1089_1089" class="fnanchor">[1089]</a> un fröggt: „Swager Kiwitt, wat hest -<em class="gesperrt">nu</em>?“ „„Je, dat segg man mal!““ seggt de Möller, „„dat kümmt -von Din verfluchtes Geschichten-Vertellen.““<a name="FNAnker_1090_1090" id="FNAnker_1090_1090"></a><a href="#Fussnote_1090_1090" class="fnanchor">[1090]</a> — „Wo so?“ fröggt -de Smid. — „„Je, frag’ noch lang’!““ seggt de Möller. „„Ick hadd -Din dämlich Geschicht gaud ’naug behollen,<a name="FNAnker_1091_1091" id="FNAnker_1091_1091"></a><a href="#Fussnote_1091_1091" class="fnanchor">[1091]</a> un denk so bi mi, -wat bi de ein’ Swester hulpen<a name="FNAnker_1092_1092" id="FNAnker_1092_1092"></a><a href="#Fussnote_1092_1092" class="fnanchor">[1092]</a> hett, kann jo bi de anner ok -helpen:<a name="FNAnker_1093_1093" id="FNAnker_1093_1093"></a><a href="#Fussnote_1093_1093" class="fnanchor">[1093]</a> probiren kannst du ’t jo wenigstens. Ick gah also nah -Hus, un min Fru steiht vör ’n Speigel<a name="FNAnker_1094_1094" id="FNAnker_1094_1094"></a><a href="#Fussnote_1094_1094" class="fnanchor">[1094]</a> un makt sick de Hor<a name="FNAnker_1095_1095" id="FNAnker_1095_1095"></a><a href="#Fussnote_1095_1095" class="fnanchor">[1095]</a> -tau de Hollännerfru<a name="FNAnker_1096_1096" id="FNAnker_1096_1096"></a><a href="#Fussnote_1096_1096" class="fnanchor">[1096]</a> ehren<span class="pagenum"><a name="Seite_197" id="Seite_197">–197–</a></span> Kaffeklaatsch<a name="FNAnker_1097_1097" id="FNAnker_1097_1097"></a><a href="#Fussnote_1097_1097" class="fnanchor">[1097]</a> t’recht,<a name="FNAnker_1098_1098" id="FNAnker_1098_1098"></a><a href="#Fussnote_1098_1098" class="fnanchor">[1098]</a> un -up den Disch liggt<a name="FNAnker_1099_1099" id="FNAnker_1099_1099"></a><a href="#Fussnote_1099_1099" class="fnanchor">[1099]</a> ehre beste Huw’,<a name="FNAnker_1100_1100" id="FNAnker_1100_1100"></a><a href="#Fussnote_1100_1100" class="fnanchor">[1100]</a> un ick segg tau mi: -„dit trefft sick mal glücklich!“ un nem de Huw’ un denk bi mi: „wenn -du sei nu in de Waschschöttel<a name="FNAnker_1101_1101" id="FNAnker_1101_1101"></a><a href="#Fussnote_1101_1101" class="fnanchor">[1101]</a> in dat smutzige Sepenwater<a name="FNAnker_1102_1102" id="FNAnker_1102_1102"></a><a href="#Fussnote_1102_1102" class="fnanchor">[1102]</a> -stippst, denn kann sei gaud warden.“ Na, ick dauh<a name="FNAnker_1103_1103" id="FNAnker_1103_1103"></a><a href="#Fussnote_1103_1103" class="fnanchor">[1103]</a> dat, un sei -süht jo woll min Anstalten in den Speigel, un ihre<a name="FNAnker_1104_1104" id="FNAnker_1104_1104"></a><a href="#Fussnote_1104_1104" class="fnanchor">[1104]</a> ick mi noch up -wat prekawiren<a name="FNAnker_1105_1105" id="FNAnker_1105_1105"></a><a href="#Fussnote_1105_1105" class="fnanchor">[1105]</a> kann, fohrt<a name="FNAnker_1106_1106" id="FNAnker_1106_1106"></a><a href="#Fussnote_1106_1106" class="fnanchor">[1106]</a> sei mi in dat Gesicht herinne, -un as ick segg: „Mariken, Du hest <em class="gesperrt">mi</em> jo, un ’ne Huw’ kriggst du -sacht<a name="FNAnker_1107_1107" id="FNAnker_1107_1107"></a><a href="#Fussnote_1107_1107" class="fnanchor">[1107]</a> wedder!“ dunn röppt<a name="FNAnker_1108_1108" id="FNAnker_1108_1108"></a><a href="#Fussnote_1108_1108" class="fnanchor">[1108]</a> sei: „„Ja, ick <em class="gesperrt">heww</em> Di! -Un för de Huw’ sallst Du Din richtig Deil<a name="FNAnker_1109_1109" id="FNAnker_1109_1109"></a><a href="#Fussnote_1109_1109" class="fnanchor">[1109]</a> ok krigen!““ — „Un -kik!“<a name="FNAnker_1110_1110" id="FNAnker_1110_1110"></a><a href="#Fussnote_1110_1110" class="fnanchor">[1110]</a> seggt de Möller un treckt<a name="FNAnker_1111_1111" id="FNAnker_1111_1111"></a><a href="#Fussnote_1111_1111" class="fnanchor">[1111]</a> sin Hand von dat dick Og’, -„so hett sei mi tauricht’t,<a name="FNAnker_1112_1112" id="FNAnker_1112_1112"></a><a href="#Fussnote_1112_1112" class="fnanchor">[1112]</a> un dat üm Dine verdammte Geschicht.“ -— „„Du Dummbort!““<a name="FNAnker_1113_1113" id="FNAnker_1113_1113"></a><a href="#Fussnote_1113_1113" class="fnanchor">[1113]</a> seggt de Smid, „„heww ick Di nich seggt, ick -hadd dit Stück <em class="gesperrt">vör</em> de Hochtid makt?<a name="FNAnker_1114_1114" id="FNAnker_1114_1114"></a><a href="#Fussnote_1114_1114" class="fnanchor">[1114]</a> Wat <em class="gesperrt">vör</em> de -Hochtid helpt,<a name="FNAnker_1115_1115" id="FNAnker_1115_1115"></a><a href="#Fussnote_1115_1115" class="fnanchor">[1115]</a> helpt nich <em class="gesperrt">nah</em> de Hochtid.““</p> - -<p>„Un dat is de Geschicht, min Sähn,“ säd min Unkel Matthies un stunn -up,<a name="FNAnker_1116_1116" id="FNAnker_1116_1116"></a><a href="#Fussnote_1116_1116" class="fnanchor">[1116]</a> „un wenn Du klauk<a name="FNAnker_1117_1117" id="FNAnker_1117_1117"></a><a href="#Fussnote_1117_1117" class="fnanchor">[1117]</a> büst, denn kannst Du Di jo dornah -richten.“</p> - -<p>Ick stunn ok up un stellt mi an ’t Finster un<span class="pagenum"><a name="Seite_198" id="Seite_198">–198–</a></span> let mi de Geschicht -dörch den Kopp gahn un dreiht<a name="FNAnker_1118_1118" id="FNAnker_1118_1118"></a><a href="#Fussnote_1118_1118" class="fnanchor">[1118]</a> mi denn endlich üm un säd: „„’Ne -dämliche Geschicht, Unkel! Du hest süs all betere<a name="FNAnker_1119_1119" id="FNAnker_1119_1119"></a><a href="#Fussnote_1119_1119" class="fnanchor">[1119]</a> Geschichten -vertellt.““ — „Ja,“ lacht de Oll, „wil ick Di süs de Nutzanwenning -glik<a name="FNAnker_1120_1120" id="FNAnker_1120_1120"></a><a href="#Fussnote_1120_1120" class="fnanchor">[1120]</a> mit gaww, un hir sallst Du sei säuken.“<a name="FNAnker_1121_1121" id="FNAnker_1121_1121"></a><a href="#Fussnote_1121_1121" class="fnanchor">[1121]</a> — „„Du -wardst doch nich glöwen,““<a name="FNAnker_1122_1122" id="FNAnker_1122_1122"></a><a href="#Fussnote_1122_1122" class="fnanchor">[1122]</a> segg ick, „„dat ick min Brut ehr -Huw’ in ’ne Waschschöttel stippen und mit ehren siden Dauk den Disch -afwischen ward?““ — „Du kannst ’t jo mal probiren,“ lachte de olle -Spitzbauw’.<a name="FNAnker_1123_1123" id="FNAnker_1123_1123"></a><a href="#Fussnote_1123_1123" class="fnanchor">[1123]</a> — „„Na,““ segg ick, „„dat fehlt mi noch, denn -wir ick just bet an den Hacken.““<a name="FNAnker_1124_1124" id="FNAnker_1124_1124"></a><a href="#Fussnote_1124_1124" class="fnanchor">[1124]</a> — De Oll<a name="FNAnker_1125_1125" id="FNAnker_1125_1125"></a><a href="#Fussnote_1125_1125" class="fnanchor">[1125]</a> grint<a name="FNAnker_1126_1126" id="FNAnker_1126_1126"></a><a href="#Fussnote_1126_1126" class="fnanchor">[1126]</a> -nu ümmer so vör sick hen, un as ick so bi mi denk: oll Lüd’ sünd -wunderlich, wenn ’t regent,<a name="FNAnker_1127_1127" id="FNAnker_1127_1127"></a><a href="#Fussnote_1127_1127" class="fnanchor">[1127]</a> führen<a name="FNAnker_1128_1128" id="FNAnker_1128_1128"></a><a href="#Fussnote_1128_1128" class="fnanchor">[1128]</a> s’ tau Heu, seggt hei: -„Jung’, wo olt<a name="FNAnker_1129_1129" id="FNAnker_1129_1129"></a><a href="#Fussnote_1129_1129" class="fnanchor">[1129]</a> büst Du denn eigentlich?“ — Von min Öller<a name="FNAnker_1130_1130" id="FNAnker_1130_1130"></a><a href="#Fussnote_1130_1130" class="fnanchor">[1130]</a> -müggt<a name="FNAnker_1131_1131" id="FNAnker_1131_1131"></a><a href="#Fussnote_1131_1131" class="fnanchor">[1131]</a> ick nu in min Brüjamstid<a name="FNAnker_1132_1132" id="FNAnker_1132_1132"></a><a href="#Fussnote_1132_1132" class="fnanchor">[1132]</a> nich recht wat hüren,<a name="FNAnker_1133_1133" id="FNAnker_1133_1133"></a><a href="#Fussnote_1133_1133" class="fnanchor">[1133]</a> -un ick denk bi mi: Haha! fangst du all wedder mit den Peper<a name="FNAnker_1134_1134" id="FNAnker_1134_1134"></a><a href="#Fussnote_1134_1134" class="fnanchor">[1134]</a> an? -un ick frag’: „Worüm meinst Du?“ — „„Oh,““ seggt hei, „„ick mein’ -man.““ — „Denn lat<a name="FNAnker_1135_1135" id="FNAnker_1135_1135"></a><a href="#Fussnote_1135_1135" class="fnanchor">[1135]</a> Di seggen,“ segg ick etwas scharp,<a name="FNAnker_1136_1136" id="FNAnker_1136_1136"></a><a href="#Fussnote_1136_1136" class="fnanchor">[1136]</a><span class="pagenum"><a name="Seite_199" id="Seite_199">–199–</a></span> -„ick bün den letzten säbenten<a name="FNAnker_1137_1137" id="FNAnker_1137_1137"></a><a href="#Fussnote_1137_1137" class="fnanchor">[1137]</a> November ein un virtig Johr -west.<a name="FNAnker_1138_1138" id="FNAnker_1138_1138"></a><a href="#Fussnote_1138_1138" class="fnanchor">[1138]</a>“ — „„Also,““ seggt hei, „„dörch de Virtigen büst Du -dörch?““ — „Ja,“ segg ick, „is Di dat villicht nich tau Paß?“ — „„För -minentwegen!““ seggt hei. „„Mi föllt dorbi man dat Sprückwurt in: wer -in de Twintigen<a name="FNAnker_1139_1139" id="FNAnker_1139_1139"></a><a href="#Fussnote_1139_1139" class="fnanchor">[1139]</a> nich schön is, in de Dörtigen<a name="FNAnker_1140_1140" id="FNAnker_1140_1140"></a><a href="#Fussnote_1140_1140" class="fnanchor">[1140]</a> nich stark, -in de Virtigen nich klauk<a name="FNAnker_1141_1141" id="FNAnker_1141_1141"></a><a href="#Fussnote_1141_1141" class="fnanchor">[1141]</a> un in de Föftigen<a name="FNAnker_1142_1142" id="FNAnker_1142_1142"></a><a href="#Fussnote_1142_1142" class="fnanchor">[1142]</a> nich rik,<a name="FNAnker_1143_1143" id="FNAnker_1143_1143"></a><a href="#Fussnote_1143_1143" class="fnanchor">[1143]</a> -de kann ’t man sin laten,<a name="FNAnker_1144_1144" id="FNAnker_1144_1144"></a><a href="#Fussnote_1144_1144" class="fnanchor">[1144]</a> ut den ward nicks. Un Du schinst<a name="FNAnker_1145_1145" id="FNAnker_1145_1145"></a><a href="#Fussnote_1145_1145" class="fnanchor">[1145]</a> -mi in de Virtigen noch nich klauk tau sin.““ — „Unkel Matthies,“ säd -ick un richt’t mi stur in Enn’,<a name="FNAnker_1146_1146" id="FNAnker_1146_1146"></a><a href="#Fussnote_1146_1146" class="fnanchor">[1146]</a> „wer mi för dumm köfft,<a name="FNAnker_1147_1147" id="FNAnker_1147_1147"></a><a href="#Fussnote_1147_1147" class="fnanchor">[1147]</a> -de ward bedragen;“<a name="FNAnker_1148_1148" id="FNAnker_1148_1148"></a><a href="#Fussnote_1148_1148" class="fnanchor">[1148]</a> un dorbi<a name="FNAnker_1149_1149" id="FNAnker_1149_1149"></a><a href="#Fussnote_1149_1149" class="fnanchor">[1149]</a> müßt ick woll man en sihr -dämlich Gesicht maken, denn min Unkel lacht un säd: „„Un kannst bi -Alledem för Di kein Nutzanwenning ut de Geschicht finnen! Jung’, dat is -jo man en Glikniß:<a name="FNAnker_1150_1150" id="FNAnker_1150_1150"></a><a href="#Fussnote_1150_1150" class="fnanchor">[1150]</a> Wat de Smid mit den Dauk un den Pott un den -Kamm upführt<a name="FNAnker_1151_1151" id="FNAnker_1151_1151"></a><a href="#Fussnote_1151_1151" class="fnanchor">[1151]</a> hett, dat paßt sick nich för Di; dat weit ick woll. -Du möst natürlich wat Anners anstellen. Tau ’m Exempel: trugst<a name="FNAnker_1152_1152" id="FNAnker_1152_1152"></a><a href="#Fussnote_1152_1152" class="fnanchor">[1152]</a> -Du Di woll tau, in Dinen Öller<a name="FNAnker_1153_1153" id="FNAnker_1153_1153"></a><a href="#Fussnote_1153_1153" class="fnanchor">[1153]</a> noch <em class="gesperrt">vör</em> de Hochtid en -Stückerner drei<a name="FNAnker_1154_1154" id="FNAnker_1154_1154"></a><a href="#Fussnote_1154_1154" class="fnanchor">[1154]</a> schöne dumme<span class="pagenum"><a name="Seite_200" id="Seite_200">–200–</a></span> Streich uptauführen?““ — „Dumme -Streich?“ frag ick. — „„Dumme Streich!““ seggt min Unkel, un ick gah -nu in de Stuw’ up un dal un äwerlegg<a name="FNAnker_1155_1155" id="FNAnker_1155_1155"></a><a href="#Fussnote_1155_1155" class="fnanchor">[1155]</a> mi de Sak un dreih<a name="FNAnker_1156_1156" id="FNAnker_1156_1156"></a><a href="#Fussnote_1156_1156" class="fnanchor">[1156]</a> -mi endlich üm un segg: „Ja; ick glöw’,<a name="FNAnker_1157_1157" id="FNAnker_1157_1157"></a><a href="#Fussnote_1157_1157" class="fnanchor">[1157]</a> Unkel, ick krig’ in -aller Geswindigkeit noch en por taurecht.“ — „„Denn mak sei,““<a name="FNAnker_1158_1158" id="FNAnker_1158_1158"></a><a href="#Fussnote_1158_1158" class="fnanchor">[1158]</a> -seggt min Unkel. — „Un Du meinst, ick ward dordörch Herr in den -Hus’ bliwen?“ — „„Min Sähn, ick glöw’ dat. — Dumme Streich — nich -slichte!<a name="FNAnker_1159_1159" id="FNAnker_1159_1159"></a><a href="#Fussnote_1159_1159" class="fnanchor">[1159]</a> — Süh, wenn sei denn an tau schellen<a name="FNAnker_1160_1160" id="FNAnker_1160_1160"></a><a href="#Fussnote_1160_1160" class="fnanchor">[1160]</a> fangt, denn -fall ehr üm den Hals un küß sei recht düchtig un segg: Lat man sin, lat -man sin! Seih äwer<a name="FNAnker_1161_1161" id="FNAnker_1161_1161"></a><a href="#Fussnote_1161_1161" class="fnanchor">[1161]</a> de Geschichten weg, seih leiwer<a name="FNAnker_1162_1162" id="FNAnker_1162_1162"></a><a href="#Fussnote_1162_1162" class="fnanchor">[1162]</a> up min -Hart,<a name="FNAnker_1163_1163" id="FNAnker_1163_1163"></a><a href="#Fussnote_1163_1163" class="fnanchor">[1163]</a> dat hürt<a name="FNAnker_1164_1164" id="FNAnker_1164_1164"></a><a href="#Fussnote_1164_1164" class="fnanchor">[1164]</a> Di un sleiht<a name="FNAnker_1165_1165" id="FNAnker_1165_1165"></a><a href="#Fussnote_1165_1165" class="fnanchor">[1165]</a> för Di von nu bet<a name="FNAnker_1166_1166" id="FNAnker_1166_1166"></a><a href="#Fussnote_1166_1166" class="fnanchor">[1166]</a> -in alle Ewigkeit. — Un denn Jung’,““ sett’t hei hentau,<a name="FNAnker_1167_1167" id="FNAnker_1167_1167"></a><a href="#Fussnote_1167_1167" class="fnanchor">[1167]</a> „„denn -kannst Du jo ok noch den Fautfall anbringen — denn Du magst seggen, -wat Du willst — de hürt nu einmal dortau.““</p> - -<p>Ick äwerläd<a name="FNAnker_1168_1168" id="FNAnker_1168_1168"></a><a href="#Fussnote_1168_1168" class="fnanchor">[1168]</a> mi de Sak nu hen un her un säd denn endlich tau mi: -„Hei ’s din Mutter-Brauder un sallst em dorin tau Willen sin un sallst -en por maken! un ick makt sei ok richtig.</p> - -<p>Ick künn nu hir de Geschichten vertellen, de ick<span class="pagenum"><a name="Seite_201" id="Seite_201">–201–</a></span> anstellt<a name="FNAnker_1169_1169" id="FNAnker_1169_1169"></a><a href="#Fussnote_1169_1169" class="fnanchor">[1169]</a> heww, -ward mi äwer woll häuden.<a name="FNAnker_1170_1170" id="FNAnker_1170_1170"></a><a href="#Fussnote_1170_1170" class="fnanchor">[1170]</a> Dat Unglück künn sinen Gang gahn, -un de Vertellung<a name="FNAnker_1171_1171" id="FNAnker_1171_1171"></a><a href="#Fussnote_1171_1171" class="fnanchor">[1171]</a> künn in mine Fru ehr Hänn’<a name="FNAnker_1172_1172" id="FNAnker_1172_1172"></a><a href="#Fussnote_1172_1172" class="fnanchor">[1172]</a> fallen un -sei künn mäglich<a name="FNAnker_1173_1173" id="FNAnker_1173_1173"></a><a href="#Fussnote_1173_1173" class="fnanchor">[1173]</a> marken,<a name="FNAnker_1174_1174" id="FNAnker_1174_1174"></a><a href="#Fussnote_1174_1174" class="fnanchor">[1174]</a> dat all dese Stückschen<a name="FNAnker_1175_1175" id="FNAnker_1175_1175"></a><a href="#Fussnote_1175_1175" class="fnanchor">[1175]</a> -afkortet<a name="FNAnker_1176_1176" id="FNAnker_1176_1176"></a><a href="#Fussnote_1176_1176" class="fnanchor">[1176]</a> west sünd, un dat sei in ehre Gaudheit anführt worden -is, un sei künn seggen: „Holt!<a name="FNAnker_1177_1177" id="FNAnker_1177_1177"></a><a href="#Fussnote_1177_1177" class="fnanchor">[1177]</a> dit Spill<a name="FNAnker_1178_1178" id="FNAnker_1178_1178"></a><a href="#Fussnote_1178_1178" class="fnanchor">[1178]</a> gelt<a name="FNAnker_1179_1179" id="FNAnker_1179_1179"></a><a href="#Fussnote_1179_1179" class="fnanchor">[1179]</a> -nich; Du hest mit Fisematenten spelt.<a name="FNAnker_1180_1180" id="FNAnker_1180_1180"></a><a href="#Fussnote_1180_1180" class="fnanchor">[1180]</a> <em class="gesperrt">Ick</em> will mal de -Korten<a name="FNAnker_1181_1181" id="FNAnker_1181_1181"></a><a href="#Fussnote_1181_1181" class="fnanchor">[1181]</a> mischen. — So! de Vörhand heww ick, un nu man ’rut! -Bedein’<a name="FNAnker_1182_1182" id="FNAnker_1182_1182"></a><a href="#Fussnote_1182_1182" class="fnanchor">[1182]</a> mi desen un bedein’ mi jennen! Un nu will wi mal seihn, -ob Du ut den Ganten büst?“<a name="FNAnker_1183_1183" id="FNAnker_1183_1183"></a><a href="#Fussnote_1183_1183" class="fnanchor">[1183]</a></p> - -<p>Äwer männigmal,<a name="FNAnker_1184_1184" id="FNAnker_1184_1184"></a><a href="#Fussnote_1184_1184" class="fnanchor">[1184]</a> wenn sei nu so as min Fru still un flitig<a name="FNAnker_1185_1185" id="FNAnker_1185_1185"></a><a href="#Fussnote_1185_1185" class="fnanchor">[1185]</a> -üm mi herümme geiht un för mi allerwegen sorgt un mi in ehre -Fründlichkeit nahgiwwt,<a name="FNAnker_1186_1186" id="FNAnker_1186_1186"></a><a href="#Fussnote_1186_1186" class="fnanchor">[1186]</a> denn denk ick doch so bi mi: „Schäm’ -di, dat du mit Hinnerlistigkeit tau Wark gahn<a name="FNAnker_1187_1187" id="FNAnker_1187_1187"></a><a href="#Fussnote_1187_1187" class="fnanchor">[1187]</a> büst!“ un ick säd -nilich<a name="FNAnker_1188_1188" id="FNAnker_1188_1188"></a><a href="#Fussnote_1188_1188" class="fnanchor">[1188]</a> tau minen Unkel: „Weißt wat? Ick vertell ehr, wo ’t<a name="FNAnker_1189_1189" id="FNAnker_1189_1189"></a><a href="#Fussnote_1189_1189" class="fnanchor">[1189]</a> -mit de dummen Streich vör de Hochtid tausamen<a name="FNAnker_1190_1190" id="FNAnker_1190_1190"></a><a href="#Fussnote_1190_1190" class="fnanchor">[1190]</a> hängt.“ — „„Plagt -hei Di?“““ fröggt min Unkel. „„Jede<span class="pagenum"><a name="Seite_202" id="Seite_202">–202–</a></span> rechtschaff’ne Kirl möt af un an -en gauden dummen Streich un en gauden Witz maken; äwer hei darw sei -nich sülwst wider vertellen, denn denn<a name="FNAnker_1191_1191" id="FNAnker_1191_1191"></a><a href="#Fussnote_1191_1191" class="fnanchor">[1191]</a> verliren sei all’ beid’ -ehre Kraft. Ji lewt jo<a name="FNAnker_1192_1192" id="FNAnker_1192_1192"></a><a href="#Fussnote_1192_1192" class="fnanchor">[1192]</a> glücklich, dormit wes taufreden.““<a name="FNAnker_1193_1193" id="FNAnker_1193_1193"></a><a href="#Fussnote_1193_1193" class="fnanchor">[1193]</a> -— „Je,“ segg ick, „dat seggst Du; äwer mi is männigmal so tau -Maud’,<a name="FNAnker_1194_1194" id="FNAnker_1194_1194"></a><a href="#Fussnote_1194_1194" class="fnanchor">[1194]</a> as wenn wi noch glücklicher lewen künnen, wenn <em class="gesperrt">sei</em> -dat Regiment hadd.“ — „„Min Sähn,““ säd min oll Unkel Matthies un -läd<a name="FNAnker_1195_1195" id="FNAnker_1195_1195"></a><a href="#Fussnote_1195_1195" class="fnanchor">[1195]</a> mi de Hand up de Schuller,<a name="FNAnker_1196_1196" id="FNAnker_1196_1196"></a><a href="#Fussnote_1196_1196" class="fnanchor">[1196]</a> „„all dat Glück, wat up -dese Ird<a name="FNAnker_1197_1197" id="FNAnker_1197_1197"></a><a href="#Fussnote_1197_1197" class="fnanchor">[1197]</a> mäglich is, föllt meindag nich in <em class="gesperrt">eine</em> Hand -herinne, begnäug’<a name="FNAnker_1198_1198" id="FNAnker_1198_1198"></a><a href="#Fussnote_1198_1198" class="fnanchor">[1198]</a> Di mit dat, wat Du hest. Un wat den Ehstand -anbedrapen deiht,<a name="FNAnker_1199_1199" id="FNAnker_1199_1199"></a><a href="#Fussnote_1199_1199" class="fnanchor">[1199]</a> hest Du den ollen Jochen Smitten<a name="FNAnker_1200_1200" id="FNAnker_1200_1200"></a><a href="#Fussnote_1200_1200" class="fnanchor">[1200]</a> noch -kennt? Den ollen Jochen Smitt mein ick, de mit sine olle Fru achtig -Johr olt<a name="FNAnker_1201_1201" id="FNAnker_1201_1201"></a><a href="#Fussnote_1201_1201" class="fnanchor">[1201]</a> würd, un nahsten<a name="FNAnker_1202_1202" id="FNAnker_1202_1202"></a><a href="#Fussnote_1202_1202" class="fnanchor">[1202]</a> mit ehr tausamen an <em class="gesperrt">einen</em> -schönen Sommer-Sünndagmorrn begrawen würd. Na, de säd mal tau mi — -denn ick sülwst verstah nicks von de Sak — „Herr Wachtmeister,“ säd -hei, de Ehstand is as en Appelbom,<a name="FNAnker_1203_1203" id="FNAnker_1203_1203"></a><a href="#Fussnote_1203_1203" class="fnanchor">[1203]</a> dor sitt Einer in<a name="FNAnker_1204_1204" id="FNAnker_1204_1204"></a><a href="#Fussnote_1204_1204" class="fnanchor">[1204]</a> un -plückt un plückt; äwer de schönsten un rodsten Appel<a name="FNAnker_1205_1205" id="FNAnker_1205_1205"></a><a href="#Fussnote_1205_1205" class="fnanchor">[1205]</a> sitten in de -Spitz, dor langt<span class="pagenum"><a name="Seite_203" id="Seite_203">–203–</a></span> Keiner ’ranne, denn dor is de Natur tau kort<a name="FNAnker_1206_1206" id="FNAnker_1206_1206"></a><a href="#Fussnote_1206_1206" class="fnanchor">[1206]</a> -tau. Wenn nu Einer unverstännig is, un mit Gewalt de Appel krigen will, -denn halt<a name="FNAnker_1207_1207" id="FNAnker_1207_1207"></a><a href="#Fussnote_1207_1207" class="fnanchor">[1207]</a> hei sick en Staken<a name="FNAnker_1208_1208" id="FNAnker_1208_1208"></a><a href="#Fussnote_1208_1208" class="fnanchor">[1208]</a> un hau’t de schönen Appel -’run, äwer ok taunicht,<a name="FNAnker_1209_1209" id="FNAnker_1209_1209"></a><a href="#Fussnote_1209_1209" class="fnanchor">[1209]</a> un hau’t de Telgen<a name="FNAnker_1210_1210" id="FNAnker_1210_1210"></a><a href="#Fussnote_1210_1210" class="fnanchor">[1210]</a> dorbi af, woran -de besten Dragknuppen<a name="FNAnker_1211_1211" id="FNAnker_1211_1211"></a><a href="#Fussnote_1211_1211" class="fnanchor">[1211]</a> för de Taukunft sitten; de vernünftig Mann -lett<a name="FNAnker_1212_1212" id="FNAnker_1212_1212"></a><a href="#Fussnote_1212_1212" class="fnanchor">[1212]</a> sei ruhig sitten un täuwt<a name="FNAnker_1213_1213" id="FNAnker_1213_1213"></a><a href="#Fussnote_1213_1213" class="fnanchor">[1213]</a> bet up den Spätharwst,<a name="FNAnker_1214_1214" id="FNAnker_1214_1214"></a><a href="#Fussnote_1214_1214" class="fnanchor">[1214]</a> -denn<a name="FNAnker_1215_1215" id="FNAnker_1215_1215"></a><a href="#Fussnote_1215_1215" class="fnanchor">[1215]</a> fallen sei em von sülwst in den Schot,<a name="FNAnker_1216_1216" id="FNAnker_1216_1216"></a><a href="#Fussnote_1216_1216" class="fnanchor">[1216]</a> un denn smecken -sei vel säuter.“<a name="FNAnker_1217_1217" id="FNAnker_1217_1217"></a><a href="#Fussnote_1217_1217" class="fnanchor">[1217]</a> — Un dorüm Jung’,““ sett’t<a name="FNAnker_1218_1218" id="FNAnker_1218_1218"></a><a href="#Fussnote_1218_1218" class="fnanchor">[1218]</a> min oll Unkel -hentau<a name="FNAnker_1219_1219" id="FNAnker_1219_1219"></a><a href="#Fussnote_1219_1219" class="fnanchor">[1219]</a> un sin oll irnstfast Gesicht sach ok gor tau truhartig -ut,<a name="FNAnker_1220_1220" id="FNAnker_1220_1220"></a><a href="#Fussnote_1220_1220" class="fnanchor">[1220]</a> „„kläter<a name="FNAnker_1221_1221" id="FNAnker_1221_1221"></a><a href="#Fussnote_1221_1221" class="fnanchor">[1221]</a> Din roden Appel nich vör de Tid<a name="FNAnker_1222_1222" id="FNAnker_1222_1222"></a><a href="#Fussnote_1222_1222" class="fnanchor">[1222]</a> von den -Bom, und täuw’ bet tau ’m Spätharwst — Din wohrt<a name="FNAnker_1223_1223" id="FNAnker_1223_1223"></a><a href="#Fussnote_1223_1223" class="fnanchor">[1223]</a> jo nich lang’ -mihr — un wenn Du Din Fru den letzten schönen Appel bringst, denn -vertell<a name="FNAnker_1224_1224" id="FNAnker_1224_1224"></a><a href="#Fussnote_1224_1224" class="fnanchor">[1224]</a> ehr ok de Geschicht von Din’ dummen Streich <em class="gesperrt">vör</em> de -Hochtid, denn sallst Du seihn, denn freut sei sick doräwer.““</p> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_204" id="Seite_204"></a></span></p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs7" name="signet_ddgs7"> - <img class="padtop3 h10em mbot3" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<h2 class="nobreak mbot3" id="Albert_Roderich_Nemesis">Albert Roderich:<br /> - -<img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> Nemesis. <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> <img class="h0_6em" src="images/zier1.jpg" - alt="" /> </h2> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_207" id="Seite_207">–207–</a></span></p> - -<p class="mbot3">Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers abgedruckt aus seinem Buche -„Die glückliche Ehe und andere Humoresken“ (Berlin: H. Conitzers Verlag).</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> - -<p class="s2 center mbot1">Nemesis.</p> - -</div> - -<p class="p0"><span class="drop-cap">W</span>ie liebenswürdig im besten Sinne des Wortes war meine verehrte -Freundin, die verwitwete Frau Professor Mentow, gegen uns Gäste gerade -heute gewesen, wie viele hübsche und menschenfreundliche Worte waren -da in unserer kleinen Gesellschaft hin und her geworfen worden, und -wie war der Rotwein doch excellent! Was ist das beste bei einem guten -Mittagessen? Die Cigarre nachher, behaupte ich, und deshalb hatte ich -mich in den stillsten Winkel eines kleinen Nebenzimmers zurückgezogen -und blies in jener behaglichen Stimmung des halb ruhenden Körpers und -des halb erregten Geistes künstlerisch vollendete Rauchringe in die -Luft.</p> - -<p>Ich richtete mich, halb unwillkürlich, schnell aus meiner etwas sehr -bequemen Lage auf, als die Dame des Hauses plötzlich und unerwartet vor -mir stand.</p> - -<p>„Sie sind heute so pessimistisch, so ernsthaft — Sie, der Philosoph -des lebenslustigen Humors — hat Ihnen vielleicht Ihr Leibgericht, der -Apfelkuchen, nicht geschmeckt?“</p> - -<p>„Verehrte Frau, wenn Sie doch einmal in die geheimsten Tiefen meines -Gemütes eingedrungen sind, so will ich Ihnen gestehen — ich habe -überhaupt gar nichts von dem Apfelkuchen gegessen!“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_208" id="Seite_208">–208–</a></span></p> - -<p>„Nicht möglich, Sie sind krank!“</p> - -<p>„Nein, der Kuchen war an mir vorübergegangen, ehe ich ihn überhaupt -gewahrt hatte. Aber, das wundert mich nicht. Heute ist kein guter Tag -für mich. Fräulein Emma von Kanten ist ja hier, und sie hat sogar bei -Tische neben mir gesessen. Das kann nimmer gut gehen.“</p> - -<p>„Sie hat wohl wegen Ihres letzten Feuilletons über die -Frauenemancipation mit Ihnen gezankt?“</p> - -<p>„Fräulein von Kanten zankt nicht mit mir, denn sie haßt mich.“</p> - -<p>„Ah wirklich?! Und ich glaubte doch, einmal gehört zu haben, daß Sie -vor Jahren zu dem Fräulein in recht — angenehmen Beziehungen gestanden -haben.“</p> - -<p>Ich wußte, daß meine sonst so diskrete Freundin viel mehr aus Teilnahme -für mich als aus Neugier diese Bemerkung machte und entgegnete deshalb:</p> - -<p>„Verehrte Frau, Sie sind wie immer gut unterrichtet, und wenn Sie -wollen, erzähle ich Ihnen gern die Geschichte meiner — angenehmen -Beziehungen zu Fräulein von Kanten; sichere ich mir dadurch doch auch -vielleicht die Teilnahme Ihrer Freundesseele an meinem Geschick, wenn -es heute über mich hereinbricht.“</p> - -<p>„In der Tat, Sie machen mich begierig.“</p> - -<p>„Also vor beinahe nun zwanzig Jahren lernte ich Fräulein von Kanten -kennen. Sie war geistreich,<span class="pagenum"><a name="Seite_209" id="Seite_209">–209–</a></span> hübsch, aus sehr angesehener Familie, und -ich war ein wohlgestalteter Jüngling, der noch zu etwas mehr als zu den -landesüblichen schönsten Hoffnungen zu berechtigen schien. Ich gründete -gerade damals mit einem Teile des sehr beträchtlichen Vermögens meines -Vaters die große Zeitung, an deren Spitze ich noch heute stehe. Das -Fräulein und ich sahen einander fast täglich in einer befreundeten -Familie, wir plauderten, scherzten, lachten, faßten Neigung zueinander -und wußten bald, daß eine lebenslänglich wirkende Erklärung unmittelbar -bevorstände. Ich weiß, jeder von uns wußte, daß auch der andere das -wisse. So weit waren wir schon. Da eines Tages erschien Fräulein Emma -in einer kleinen Gesellschaft mit einer Brustschleife von — meiner -allerdings unmaßgeblichen Ansicht nach — so sonderbarer Form und -Farbenzusammenstellung, daß ich eine spottende Bemerkung darüber nicht -unterdrücken konnte. Darob aber ward das Fräulein sichtlich ungehalten -und behandelte mich den ganzen Abend mit stark herabgestimmter -Freundlichkeit. Das trieb mich zum Nachdenken, und ich sagte mir: wen -ein tadelnder Scherz so empört, der ist auch im Ernste zu tadeln. -Ich habe nur ihre Schleife gering geschätzt, dafür glaubte sie mich -selber gering schätzen zu dürfen. Sieh dich vor, junger Mann! Und ich -beschloß, das Fräulein noch vor dem entscheidenden Worte auf eine -größere Probe zu stellen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_210" id="Seite_210">–210–</a></span></p> - -<p>„Wenige Tage später wollte ich die junge Dame zu einem Spaziergange -abholen. Auf dem Tische ihres Zimmers lag ein allerliebster -heller Frühlingshut, den Fräulein Emma eben zum ersten Male den -Straßenpassanten vor die Augen führen wollte. Nicht weit davon stand -eine geöffnete Flasche Wein. Meine Gedanken sprangen zu einem schnellen -Entschluß zusammen. Ich goß mit geschickter Ungeschicklichkeit die -Flasche Rotwein über den neuen hellen Frühlingshut.</p> - -<p>Die Wirkung war eine betrübende, niederschlagende. Das Fräulein -verfiel nach einem Momente des stieren Entsetzens in recht unangenehme -Zornesausrufungen und Vorwürfe; sie stampfte sogar mit dem sonst so -zierlichen Fuße heftig auf, und — mit einem Worte, sie ward in dem -Augenblicke mehr als häßlich und geistlos — sie ward unliebenswürdig. -So weit nun glaube ich nach gangbar menschlichen Begriffen korrekt, -zum mindesten verzeihlich, gehandelt zu haben. Oder sind Sie anderer -Meinung, verehrte Freundin?“</p> - -<p>„Nach den gangbar menschlichen Begriffen haben Sie vielleicht -verzeihlich gehandelt — nach den gangbar weiblichen wohl kaum.“</p> - -<p>„Nun einerlei — in der Fortsetzung meines Tuns beging ich die -tragische Schuld, die mich sicher im fünften Akt zerschmettern wird. -Ich sagte dem Fräu<span class="pagenum"><a name="Seite_211" id="Seite_211">–211–</a></span>lein in der Erregung des Disputes: „Ich habe den -Wein absichtlich über den Hut gegossen, um deinen Charakter kennen -zu lernen! Ich habe ihn kennen gelernt!“ Da wuchsen plötzlich an die -kleinen Schlangen des Ärgers und der Zanklust, die bisher aus den Augen -des Mädchens züngelten, die Furienhäupter der Wut und des Zornes, und -— o, all ihr Männer, die ihr freien wollt — erst prüfet, wodurch das -Weib eurer Wahl zornig gemacht wird, und wie es sich gebärdet im Zorne!</p> - -<p>„Ich eilte von dannen, und am nächsten Tage reiste Fräulein Emma -von Kanten auf längere Zeit zu auswärtigen Verwandten. Es sind nun -fast zwanzig Jahre seitdem vergangen, und ich habe das Fräulein seit -der Zeit in langen Zwischenräumen einige Male in Gesellschaften -getroffen, und jedesmal, wenn ich sie getroffen, ist mir zur selbigen -Stunde irgend etwas Fürchterliches zugestoßen. Das eine Mal habe ich -einer Dame die Schleppe abgetreten, das zweite Mal bin ich in einem -wohlpräparierten Toaste stecken geblieben, das dritte Mal — ach, -einerlei, wenn ich jene Dame sehe, ist mir wie dem Seefahrer, der das -Geisterschiff des fliegenden Holländers schaut — er weiß, ihm steht -ein Unheil bevor. Und heute hat sie gar neben mir gesessen — weh’ mir, -was wird mir heute noch geschehen!“</p> - -<p>Frau Professor Mentow lachte.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_212" id="Seite_212">–212–</a></span></p> - -<p>„Lieber Freund, Sie werden da von einer ganz gerechten, humoristischen -Nemesis verfolgt. Sie haben es wahrscheinlich durch Ihren ernsthaften -Scherz verschuldet, daß jene Jungfrau im Zorne zur alten Jungfer -geworden ist, die jetzt für Frauen<em class="gesperrt">rechte</em> kämpft, weil ihr -<em class="gesperrt">das</em> Frauen<em class="gesperrt">recht</em> versagt ist.“</p> - -<p>„Ja, auch bei Tische hat sie fast ausschließlich von den Rechten der -modernen Frau gesprochen, aber ich glaube, sie kämpft nicht — sie -streitet nur dafür.“</p> - -<p>„In der Tat, lieber Freund —“</p> - -<p>Die Frau Professorin kam nicht weiter in diesem Satze, denn die Tür -ward geöffnet, und einer meiner Mitgäste rief, uns gewahrend, herein: -„O, hier sind Sie versteckt, und drinnen streitet man sich um Sie oder -über Sie — und dann entführen Sie uns auch noch unsere liebenswürdige -Frau Wirtin!“</p> - -<p>Wir erhoben uns schnell und traten in den Salon. Die kleine -Gesellschaft saß in lebhafter Unterhaltung beim Kaffee. Frau Emerich, -die intime Freundin des Fräuleins von Kanten, rief mir zu, sobald sie -meiner ansichtig ward: „Ah, da ist ja der Lästerer — vielleicht hat er -die Gewogenheit, uns einen Kommentar zu seinen rätselhaften Äußerungen -über die Frauenfrage zu geben.“</p> - -<p>Ich nahm mich tüchtig zusammen, setzte mich mit gewaltsam erzwungener -Ruhe in einen Schaukelstuhl und sagte mit vermeintlicher Gelassenheit:</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_213" id="Seite_213">–213–</a></span></p> - -<p>„Gnädige Frau, ich glaube, Sie haben hier in diesem Augenblicke gar -keine Frauenfrage, sondern eine Männerfrage behandelt.“</p> - -<p>„Wie?! was ist das?!“</p> - -<p>„Ja, ich glaube, die hier gemeinte Frauenfrage hat einige Ähnlichkeit -mit der sozialdemokratischen: der Sozialdemokrat hört auf, es zu sein, -wenn er Rentier geworden ist, und die meisten Mädchen halten die -Frauenfrage für gelöst, wenn sie Gattin geworden sind. Es ist also eine -Männerfrage.“</p> - -<p>Fräulein Emma von Kanten warf mir einen vergifteten Blick herüber und -sagte mit scharfer Betonung:</p> - -<p>„O, mein Herr, wir haben hier bis jetzt ganz ernsthaft debattiert, und -zwar über die Ansichten, die Sie selber in Ihrem Feuilleton über die -Frauen öffentlich geäußert haben. Wenn Sie es jetzt für nötig halten, -Ihre vielleicht etwas bleichwangige Argumentation mit der Schminke -eines beschönigenden Scherzes zu beleben, so sage ich Ihnen im Tone der -tiefsten Überzeugung: die Frau ist dem Manne ebenbürtig. Sie soll nicht -seine Sklavin sein, sie ist berufen, mitzuwirken für die höchsten Ziele -der Menschheit!“</p> - -<p>„O, mein Fräulein, wenn Sie Recht hätten — wie Unrecht hätten Sie! -Sie wollen dem Manne ebenbürtig sein und keine Sklavin! Wir Männer -sind aber selbst Sklaven — Sklaven der Arbeit, der<span class="pagenum"><a name="Seite_214" id="Seite_214">–214–</a></span> Verhältnisse, des -Erfolges — Sklaven des Ehrgeizes, der Wissenschaft — und, da Sie -uns ebenbürtig sein wollen — ist es denn ein gar so verächtlicher -Sklavendienst, wenn Sie all Ihre unzähligen Liebenswürdigkeiten und -Reize in einem blumendurchwirkten Fächer zusammenhalten, um dem -ermüdeten Mitsklaven die lästigen Insekten der Sorgen und Mühen -fortzufächeln?“</p> - -<p>„Das heißt,“ rief jetzt die älteste der Anwesenden, „das heißt in -gewöhnlichen Worten: wir sollen Köchinnen, Kinderwärterinnen und -Krankenpflegerinnen werden. Und unser Herz, unser Geist, unsere -Ideale?!“</p> - -<p>„Gnädige Frau, war es nicht einst Ihr höchstes Ideal, den Mann mit -Ihrer Liebe beglücken zu dürfen? Und ist es nicht jetzt Ihr höchstes -Ideal, Ihre einzige Tochter recht, recht glücklich verheiratet zu -sehen?“</p> - -<p>„Allerdings!“</p> - -<p>„Also, verehrte Frau, es ist jetzt Ihr höchstes Ideal — -Schwiegermutter zu werden! Ja, glauben Sie es einem erfahrenen -Idealisten — unsere irdischen Ideale sind veränderlich wie alles -Irdische. Nenne mir deine Ideale, und ich will dir sagen, wie alt du -bist.“</p> - -<p>„O, er will uns auf den Flügeln seiner Phrasen entfliehen,“ rief -jetzt Fräulein von Kanten, „haben<span class="pagenum"><a name="Seite_215" id="Seite_215">–215–</a></span> Sie uns denn nicht in Ihrem -Zeitungsartikel die Ebenbürtigkeit unseres Geistes abgestritten? -Haben Sie nicht die Behauptung aufgestellt, es gebe keine klassische -Dichterin, und wenn es eine — zwei — zehn gäbe — das wäre nichts -gegen „die überwältigende Majorität der Geistesfürsten aus dem -Männergeschlechte“, wie Sie sich auszudrücken beliebten.“</p> - -<p>„O,“ fuhr Frau Emerich zornig fort, „und was er von den Erfindungen -sagt! Wie boshaft! Daß die Frauen das Pulver nicht erfunden haben oder -das Dynamit, das findet er natürlich — aber wir hätten doch wenigstens -die Nähmaschine erfinden können! — Abscheulich!“</p> - -<p>„Geehrte Frau,“ entgegnete ich, „die meisten Wahrheiten sind -abscheulich!“</p> - -<p>„Gut,“ rief jetzt Frau Emerich in recht erregtem Tone, „wenn Sie denn -doch der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen wollen — ich kann Ihnen -jetzt die Gelegenheit dazu geben. Ich habe Gedichte von einer jungen -Dame bei mir, für die ich eine ruhmvolle Zukunft voraussehe. Wollen Sie -in Ihrer Wahrheitsliebe die junge Dame durch Ihre einflußreiche Zeitung -in die Öffentlichkeit einführen, wenn Sie die Dichterin nach Ihrer -besten Überzeugung dessen würdig erachten?“</p> - -<p>„Das will ich,“ entgegnete ich bestimmt. Frau<span class="pagenum"><a name="Seite_216" id="Seite_216">–216–</a></span> Emerich zog eine -zierliche Ledertasche hervor und nahm aus dieser einige Papiere, die -sie mir hinreichte.</p> - -<p>„Bitte, lesen Sie.“ — Und ich las einige offenbar von Damenhand -geschriebene Verse über höchst abgenutzte Gegenstände in höchst -gewöhnlicher Form und höchst unbedeutenden Worten. Die unvermeidlichen -„Sonne und Wonne“ und „Liebe und Triebe“ waren auch vorhanden, und -einmal war in strafwürdigster Dichter-Rohheit „Freude“ auf „heute“ -gereimt.</p> - -<p>Ich gab das Manuskript zurück und sagte: „Geehrte Frau, ich bedaure, -Ihnen sagen zu müssen, daß nach diesen Proben und meiner Überzeugung -die junge Dichterin als solche durchaus keine Zukunft zu erwarten haben -wird.“</p> - -<p>„Ah, und womit wollen Sie dies harte Urteil begründen?“</p> - -<p>„Wenn jemand in seinem achtzehnten Jahre schlechte Verse macht — nun, -der kann vielleicht im dreißigsten Jahre noch gute Verse machen — wer -aber im achtzehnten Jahre Verse wie diese von so unaussprechlicher -Geringwertigkeit macht — der macht sie im höchsten Alter noch ebenso -nichtsnutzig. Wollen Sie übrigens meinem Urteil allein nicht trauen, so -lese ich mit Ihrer gütigen Erlaubnis ein paar Verse vor.“</p> - -<p>Und ich las mit gütiger Erlaubnis der Freundin<span class="pagenum"><a name="Seite_217" id="Seite_217">–217–</a></span> des Fräulein Emma von -Kanten ein paar Verse vor, und sämtliche Anwesende vereinten sich mit -mir in der Ansicht, daß niemals unbedeutendere Worte zu überflüssigeren -Versen verarbeitet worden wären. Selbst Fräulein von Kanten betonte -besonders scharf, daß sie mir in diesem Falle Recht geben müsse; die -Gedichte wären doch zu ungewöhnlich gewöhnlich. — Mir ward etwas -unbehaglich zu Mute, als meine Exfreundin sich so kampflustig an meine -Seite stellte.</p> - -<p>„Also, meine Herrschaften,“ ergriff nun mit erhobener Stimme Frau -Emerich das Wort, „dieser Mann, der selber so hoch steht in der Meinung -der literarischen Welt, und der so verächtlich von unserem Frauengeiste -spricht — er behauptet, daß das Weib, welches diese Verse gemacht, -kein Dichter sei und es nie werden könne?!“</p> - -<p>„Das behaupte ich.“</p> - -<p>„Nun denn — das Weib, welches diese Verse gedichtet hat — ist — -dieser Mann!“</p> - -<p>Frau Emerich hatte sich bei diesen Worten hoch aufgerichtet und -streckte ihren Arm gegen mich aus, als wollte sie mich auch körperlich -zu Boden schlagen. Das unheimliche Gefühl, das mich bei der Rede -der Dame befallen hatte, steigerte sich um ein Bedeutendes, als -jetzt Fräulein Emma von Kanten ebenfalls ein Papier hervorzog, mir -dasselbe dicht unter die Augen hielt und ausrief: „Kennen Sie diese -Handschrift?“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_218" id="Seite_218">–218–</a></span></p> - -<p>Ich las dieselben nichtigen Verse von vorhin auf stark vergilbtem -Papier in mir unheimlich bekannt scheinenden Schriftzügen.</p> - -<p>„Diese Verse,“ wandte sich nun Fräulein von Kanten an die hocherstaunte -Gesellschaft, „diese Verse, welche die Tochter meiner Freundin kopiert -hat, diese Verse von „so unaussprechlicher Geringwertigkeit“ — hat vor -ungefähr 20 Jahren unser großer Kritiker selbst gedichtet. Ich weiß es -ganz genau, denn ich kenne die Dame, der er diese — hoffnungslosen -Verse gewidmet hat!“</p> - -<p>Da war sie wieder, die Nemesis — die erbarmungslose Nemesis!</p> - -<p>Ich war ein wenig in den Schaukelstuhl zurückgesunken — ich schlug die -Augen nieder vor all den lachenden Mienen und spöttischen Blicken. Nur -auf dem Antlitz meiner liebenswürdigen Wirtin sah ich stilles Mitleid.</p> - -<p>Endlich erhob ich mich — ein wenig langsam — ein wenig unbeholfen und -sagte mit etwas unsicherer Stimme:</p> - -<p>„Meine Damen und Herren — ich bekenne es — ich bin geschlagen, -besiegt — von einer Dame besiegt, der ich allerdings vielleicht -eine Buße schuldig war — nun, ich werde die Geschichte meiner Buße -veröffentlichen.“</p> - -<p>„Die ganze Geschichte?!“ fragte Fräulein von<span class="pagenum"><a name="Seite_219" id="Seite_219">–219–</a></span> Kanten, und ihr -überlegenes Lächeln verschwand unter einer leichten Falte der Besorgnis.</p> - -<p>„Die <em class="gesperrt">ganze</em> Geschichte, mein verehrtes Fräulein! Und wenn es die -übrigen Herrschaften interessiert, so kann ich Ihnen den Namen der Dame -gleich jetzt mitteilen.“</p> - -<p>„Oh, ganz sicher interessiert uns das!“ rief Frau Emerich. Ich sah -meine Feindin erbleichen, und Frau Professor Mentow warf mir einen -zürnenden Blick zu.</p> - -<p>Ich tat einige Augenblicke, als ob ich noch nicht entschlossen sei, -mein Geheimnis preiszugeben.</p> - -<p>„Ach bah,“ rief ich dann, „was sollte mich verhindern?! Also, verehrte -Anwesende, die Dame von der ich sprach, heißt — Fräulein — Sophie -Rose!“</p> - -<p>Man war etwas enttäuscht. Man kannte natürlich diese Dame nicht.</p> - -<p>Fräulein von Kanten atmete leise auf, und Frau Professor Mentow -lächelte mir freundlich zu. Ich fuhr fort:</p> - -<p>„Wenn auch sonst niemand von Ihnen, meine Herrschaften, Fräulein Sophie -Rose kennt, so kennt Fräulein von Kanten sie sicherlich. Fräulein -Sophie Rose hat ja dieser Dame meine armen Verse verraten, und ich -richte jetzt an Fräulein von Kanten die höfliche Frage: Wo ist Fräulein -Sophie Rose zu finden?“</p> - -<p>Fräulein von Kanten antwortete mit anerkennenswerter Geistesgegenwart:</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_220" id="Seite_220">–220–</a></span></p> - -<p>„Ich werde mich hüten, Ihnen das zu sagen. Sie sind augenscheinlich im -Begriffe, meine Freundin zu kompromittieren.“</p> - -<p>„Das könnten Sie leicht verhindern, gnädiges Fräulein, wenn Sie eine -Vermittlerrolle zwischen der Dame und mir spielen wollen.“</p> - -<p>„Ah, wenn Sie im Ernste sprechen — —.“</p> - -<p>„Mein Ehrenwort, ich spreche im Ernste; wenn ich der frohen Stunden -gedenke, die ich einst gemeinsam mit — jener Dame verlebt, so -überkommt mich wieder das Gefühl einer warmen Freundschaft.“</p> - -<p>„Ah, wirklich?! Ich werde das meiner Freundin getreulich berichten. Und -ich darf ihr sagen, daß Sie ihr wegen dieses wohl etwas indiskreten -Scherzes mit Ihren — Jugendversen nicht grollen?“</p> - -<p>„Ich würde gewiß nicht weiter daran denken, wenn ich hoffen dürfte, daß -meine ehemalige Freundin auch die Geschichte von dem — Frühlingshut -vergessen könnte.“</p> - -<p>„Dafür stehe ich Ihnen! Der <em class="gesperrt">Frühlings</em>hut! Ach, mein Herr, <em class="gesperrt">wir -sind ja jetzt im Herbste</em>!“</p> - -<p>Ich reichte meiner neuen alten Freundin die Hand, und wir blickten -einander zum ersten Male wieder frei in die Augen.</p> - -<p>Bald darauf ging unsere Gesellschaft auseinander.</p> - -<p>Meine liebenswürdige Wirtin hielt mich noch einen Augenblick zurück und -sagte lächelnd:</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_221" id="Seite_221">–221–</a></span></p> - -<p>„Nun, lieber Freund, heute haben Sie Ihre alte Sünde zu Ende gebüßt — -jetzt wird es doch wohl aus sein mit der Nemesis.“</p> - -<p>„Ich hoffe es! — Hm — übrigens, verehrte Frau, könnten wir vielleicht -jetzt gleich einen Versuch anstellen — —“</p> - -<p>„Wie das?“</p> - -<p>„Hm — vorhin bei Tische hat mich diese Nemesis nicht zum Essen kommen -lassen — haben Sie vielleicht noch ein Stück Apfelkuchen?“ —</p> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<p class="center s3"><img class="h0_6em" src="images/zier2.jpg" - alt="" /> Deutsche Dichter-<br /> -Gedächtnis-Stiftung.</p> - -</div> - -<div class="reklame"> - -<div class="figleft"> - <a id="signet_ddgs_8" name="signet_ddgs_8"> - <img class="w8em" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="" /></a> - <p class="s6 center">F 1506 d XII 11:100.000</p> - -</div> - -<p>Die Stiftung ist ein rein gemeinnütziges Unternehmen unter Ausschluß -aller privaten Erwerbsinteressen. Ihr Zweck ist, „hervorragenden -Dichtern durch Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des -deutschen Volkes zu setzen“ und durch Verbreitung guter Bücher der -schlechten Literatur den Boden abzugraben. Seit dem Jahre 1903 verteilt -sie alljährlich an eine stetig wachsende Zahl von Volksbibliotheken -sorgfältig ausgewählte Zusammenstellungen guter volkstümlicher Bücher. -Bis Ende 1911 wurden 442.338 Bücher im Werte von Mk. 522.179.28 an -Volksbibliotheken verteilt.</p> - -<p>Die Auflage der von der Stiftung herausgegebenen Sammlungen -„Hausbücherei“ und „Volksbücher“ betrug bis Ende 1911:</p> - -<p class="center"><b>über 1½ Millionen Exemplare.</b></p> - -<p>Abzüge des <em class="gesperrt">Werbeblatts</em>, des letzten Jahresberichts, auch des -Aufrufs und der Satzungen usw. werden von der Kanzlei der Deutschen -Dichter-Gedächtnis-Stiftung in Hamburg-Großborstel gern unentgeltlich -übersandt.</p> - -<p class="mbot1">Die Stiftung erbittet jährliche oder einmalige Beiträge. <em class="gesperrt">Für -Beiträge von 2 Mk</em>. an gewährt die Stiftung durch Übersendung eines -Einzelbandes ihrer „Hausbücherei“ oder „Volksbücher“ Gegenleistung.</p> - -<p class="center s3">Gute billige Bücher</p> - -<p class="hang2">(zum Teil künstlerisch illustriert, für die Jugend besonders geeignete -Bücher sind mit * versehen).</p> - -<p class="mbot1">Bisher sind erschienen:</p> - -<p class="center s3">Hausbücherei</p> - -<p class="p0">(gebunden, jeder Band in sich abgeschlossen 1 Mark, Vorzugspreis für 11 -Bände — beliebig gemischt — nur 10 Mark)</p> - -<p class="hang2">* Bd. 1. <em class="gesperrt">Heinrich von Kleist:</em> <b>Michael Kohlhaas.</b> Mit Bild -Kleists. 7 Vollbilder von Ernst Liebermann. Einleitung von Dr. Ernst -Schultze. <i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 2. <em class="gesperrt">Goethe:</em> <b>Götz von Berlichingen.</b> Mit Bild -<b>Goethes</b>. Einleitung v. Dr. W. Bode. <i>11.-15. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 3. <b>Deutsche Humoristen Band 1:</b> Ausgew. humor. Erzählungen -v. P. Rosegger, W. Raabe, Fr. Reuter und A. Roderich. <i>46.-55. -<em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 4. <b>Deutsche Humoristen Band 2:</b> Cl. Brentano, E. Th. A. -Hoffmann, H. Zschokke. <i>26.-35. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 5. <b>Deutsche Humoristen Band 3:</b> Hans Hoffmann, Otto Ernst, -Max Eyth, Helene Böhlau. <i>36.-45. <em class="antiqua">T.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 6/7. <b>Balladenbuch Band 1:</b> Neuere Dichter. <i>21.30. <em class="antiqua">T.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 8. <em class="gesperrt">Herm. Kurz:</em> <b>Der Weihnachtsfund.</b> Eine -Volkserzählung. Mit Bild Kurz’. Einleitung v. Prof. Sulger-Gebing. -<i>11.-15. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 9. <b>Novellenbuch Band 1:</b> C. F. Meyer, E. v. Wildenbruch, Fr. -Spielhagen, Detl. v. Liliencron. <i>26.-35. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 10. <b>Dorfgeschichten</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> Band 2): E. -Wichert, H. Sohnrey, W. v. Polenz, R. Greinz. <i>16.-25. <em class="antiqua">T.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 11. <em class="gesperrt">Schiller:</em> <b>Philosophische Gedichte.</b> Ausgew. u. -eingel. v. Prof. E. Kühnemann. Mit Bild Schillers <i>6.-10. <em class="antiqua">T.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 12/13. <em class="gesperrt">Schiller:</em> <b>Briefe.</b> Ausgew. und eingel. von -Prof. E. Kühnemann. Mit 2 Bildern Schillers. 2 Bände in 1 Bande. -<i>6.-10. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 14. <b>Geschichten aus deutscher Vorzeit</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> -Band 3): A. Schmitthenner, J. J. David, W. Hauff. <i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 15. <b>Seegeschichten</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> Band 4): Joachim -Nettelbeck, W. Hauff, Hans Hoffmann, W. Jensen, Wilh. Poeck, Johs. -Wilda. <i>21.-30. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 16. <b>Auswahl aus den Dichtungen Eduard Mörikes.</b> Herausgeg. u. -eingel. v. Dr. J. Loewenberg-Hamburg. Mit Bild u. Silhouette Mörikes. -<i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 17. <b>Heine-Buch.</b> Eine Auswahl aus Heinrich Heines Dichtungen. -Herausgeg. und eingel. von Otto Ernst-Hamburg. Mit Bild Heines. <i>6.-10. -<em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 18/19. <b>Goethes ausgewählte Briefe.</b> Herausgeg. u. eingel. -v. Dr. Wilh. Bode-Weimar. Mit Bildern Goethes. 2 Bände. <i>11.-15. -<em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 20/21. <b>Deutsches Weihnachtsbuch.</b> Eine Sammlung der -schönsten und beliebtesten Weihnachtsdichtungen in Poesie u. Prosa. -<i>21.-30. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 22. <b>Frauennovellen</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> Band 5): Cl. Viebig, -L. v. Strauß u. Torney, Lou Andreas-Salomé, M. R. Fischer. <i>21.-30. -<em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 23. <b>Kindheitsgeschichten</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> Band 6): A. -Schmitthenner, H. Aeckerle, M. Lienert, M. v. Rentz, Hans Land, A. -Bayersdorfer, Ch. Niese, Th. Mann. <i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 24. <b>Kriegsgeschichten</b> (<em class="gesperrt">Novellenbuch</em> Band 7): Carl -Beyer, H. v. Keist, W. v. Conrady, M. v. La Roche, D. v. Liliencron, -Th. Fontane <i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 25/26. <b>Balladenbuch Band 2:</b> Ältere Dichter. <i><em class="antiqua">6.-10. -T.</em></i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 27. <em class="gesperrt">Karl Immermann:</em> <b>Preußische Jugend zur Zeit -Napoleons.</b> Herausgeg. u. eingeleitet von Dr. Wilhelm Bode-Weimar. -Mit Bild Immermanns und 3 Bildern Magdeburgs. <i>11.-20. <em class="antiqua">Taus.</em></i></p> - -<p class="hang2">Bd. 28. <b>Martin Luther als deutscher Klassiker</b>, nebst einer -Einführung von <em class="antiqua">Dr.</em> Eugen Lessing. Mit Bild Luthers. <i>11.-20. -Taus.</i></p> - -<p class="hang2">Bd. 29/30. <b>Deutsche Humoristen Band 4/5.</b> (Humoristische -Gedichte.) <i>11.-20. Taus.</i></p> - -<p class="hang2">Bd. 31. <b>Deutsche Humoristen Band 6</b>: E. Th. A. Hoffmann, B. v. -Arnim, Fr. Th. Vischer, A. Bayersdorfer, Henry F. Urban, Ludw. Thoma. -<i>11.-20. Taus.</i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 32. <em class="gesperrt">Max Eyth</em>: <b>Geld und Erfahrung</b> (humoristische -Erzählung). Mit Original-Illustrationen von Th. Herrmann und Einleitung -von Dr. E. Müller-Rastatt, Hamburg. <i>6.-10. Taus.</i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 33. <em class="gesperrt">Ludwig Uhland</em>: <b>Ausgewählte Balladen und -Romanzen.</b> Mit Illustrationen von H. Schroedter, Karlsruhe. <i>6.-10. -Taus.</i></p> - -<p class="hang2">Bd. 34. <em class="gesperrt">J. J. David</em>: <b>Mährische Dorfgeschichten.</b> Ruzena -Capek. Cyrill Wallenta. Mit Einleitung von A. v. Weilen und Bild -Davids. <i>6.-10. Taus.</i></p> - -<p class="hang2">* Bd. 35. <em class="gesperrt">Ludwig Finckh</em>: <b>Rapunzel.</b> Mit Bild L. Finckhs und -Einleitung von M. Lang. <i>11.-20. Taus.</i></p> - -<p class="hang2">Bd. 36. <em class="gesperrt">Grethe Auer</em>: <b>Marraksch.</b> (6 Jahre in Marokko.) Mit -Bild Gr. Auers u. Einl. von <em class="antiqua">Dr.</em> H. Bloesch.<i>6.-10. T.</i></p> - -<p class="hang2">Bd. 37. <em class="gesperrt">Ernst Wichert</em>: <b>Die Schwestern.</b> Illustriert.</p> - -<p class="hang2">Bd. 38. <b>Musikergeschichten</b>: K. Söhle, R. H. Bartsch, W. -Schmidtbonn, E. v. Wolzogen.</p> - -<p class="hang2 mbot1">Bd. 39. <em class="gesperrt">Emil Ertl</em>: <b>Der Salto mortale und andere -Geschichten.</b> Illustriert.</p> - -<p class="center s3">Vorzugsausgaben</p> - -<p class="p0"><em class="gesperrt">in prächtigem, biegsamem Einband</em> mit Goldschnitt sind <em class="gesperrt">zum -Preise von je 4 Mark</em> hergestellt von:</p> - -<div class="poetry-container"> - <div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Bd. 6/7 (rot, Ganzleder)</div> - <div class="verse">Bd. 12/13 (grün, Ganzleder)</div> - <div class="verse">Bd. 18/19 (grau, Ganzleder)</div> - <div class="verse">Bd. 20/21 (weiß, Dermatoid)</div> - <div class="verse">Bd. 25/26 (rot, Ganzleder)</div> - <div class="verse">Bd. 29/30 (rot, Ganzleder).</div> - <div class="verse">Bd. 38 (rot, Ganzleder) M. 3.—</div> - <div class="verse">Bd. 39 (lila Lein. m. Gold) M. 2.—</div> - </div> - </div> -</div> - -<p class="center s3">Volksbücher <span class="s6">(zum Teil illustriert)</span></p> - -<p class="hang2">* Heft 1. 50 Ged. v. <em class="gesperrt">Goethe</em>. Geh. 20, geb. 50 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 2. <em class="gesperrt">Schiller</em>: Tell. <i>21.-30. T.</i> Geh. 30, geb. 60 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 3. <em class="gesperrt">Schiller</em>: Balladen. <i>36.-40. T.</i> Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 4. <em class="gesperrt">Schiller</em>: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Geh. 30, -geb. 60 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 5. <em class="gesperrt">Schiller</em>: Wallensteins Tod. Geh. 30, geb. 60 Pf. -<i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2"><i>Heft 4 u. 5 in einen Band gebunden 1 Mark. 11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">Heft 6. <em class="gesperrt">Brentano</em>: Die Geschichte vom braven Kasperl u. dem -schönen Annerl. Ill. v. W. Schulz. Geh. 15, geb. 40 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">Heft 7. E. Th. A. <em class="gesperrt">Hoffmann</em>: Das Fräulein von Scuderi. Illustr. -Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 8. <em class="gesperrt">Fr. Halm</em>: Die Marzipanliese. Die Freundinnen. Ill. Geh. -20, geb. 50 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 9. <em class="gesperrt">Fritz Reuter</em>: Woans ick tau ’ne Fru kamm. Geh. 15, geb. -40 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 10. <em class="gesperrt">Max Eyth</em>: Der blinde Passagier. Ill. v. Th. Herrmann. -<i>21.-30. T.</i> Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 11. <em class="gesperrt">Marie von Ebner-Eschenbach</em>: Die Freiherren v. -Gemperlein. Illustr. <i>21.-30. T.</i> Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 12. <em class="gesperrt">Wilhelm Jensen</em>: Über der Heide. <i>11.-20. T.</i> Geh. 25, -geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 13. <em class="gesperrt">Ernst Wichert</em>: Der Wilddieb. Geh. 30, geb. 60 Pf. -<i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">Heft 14. <em class="gesperrt">Levin Schücking</em>: Die drei Großmächte. Illustr. Geh. 25, -geb. 55 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">Heft 15. <em class="gesperrt">Ludwig Anzengruber</em>: Der Erbonkel u. andere Geschichten. -<i>11.-20. T.</i> Geh. 25, geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 16. <em class="gesperrt">Helene Böhlau</em>: Kußwirkungen. <i>11.-20. T.</i> Geh. 20, geb. -50 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 17. <em class="gesperrt">Ilse Frapan-Akunian</em>: Die Last. <i>11.-20. T.</i> Geh. 25, -geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 18. H. v. <em class="gesperrt">Kleist</em>: Die Verlobung in St. Domingo. Das -Erdbeben in Chili. Der Zweikampf. <i>11.-20. T.</i> Geh. 30, geb. 60 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 19. <em class="gesperrt">Peter Rosegger</em>: Der Adlerwirt von Kirchbrunn. Geh. 30, -geb. 60 Pf. <i>21.-30. T.</i></p> - -<p class="hang2">Heft 20. <em class="gesperrt">Ernst Zahn</em>: Die Mutter. <i>11.-20. T.</i> Geh. 20, geb. 50 -Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 21. <em class="gesperrt">E.J. Groth</em>: Die Kuhhaut (Humoreske). Mit Illustr. Geh. -15, geb. 40 Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 22. <em class="gesperrt">A. Schmitthenner</em>: Die Frühglocke. Mit Illustr. v. -Wilh. Schulz. <i>11.-20. T.</i> Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 23. <em class="gesperrt">G. Freytag</em>: Karl d. Große. — Friedrich Barbarossa. -Minnesang und Minnedienst zur Hohenstaufenzeit. <i>11.-20. T.</i> Geh. 25, -geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 24. <em class="gesperrt">Fr. Spielhagen</em>: Hans und Grete. Mit Illustr. <i>11.-20. -T.</i> Geh. 40, geb. 75 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 25. <em class="gesperrt">St. v. Kotze</em>: Geschichten a. Australien. <i>11.-20. T.</i> -Geh. 25, geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 26. <em class="gesperrt">Paul Heyse</em>: Andrea Delfin. <i>11.-20. T.</i> Geh. 30, geb. -60 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 27. <em class="gesperrt">H. Villinger</em>: Leodegar, der Hirtenschüler. Mit Ill. -<i>11.-20. T.</i> Geh. 20, geb. 50 Pf.</p> - -<p class="hang2">* Heft 28. <em class="gesperrt">Otto Ludwig</em>: Aus dem Regen in die Traufe. Ill. -<i>11.-20. T.</i> Geh. 25, geb. 55 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 29. <em class="gesperrt">Richard Huldschiner</em>: Fegefeuer. Mit Buchschmuck. -<i>11.-20. T.</i> Geh. 70 Pf., geb. 1 M.</p> - -<p class="hang2">Heft 30. <em class="gesperrt">Franz Grillparzer</em>: Weh dem, der lügt! Geh. 25, geb. 55 -Pf. <i>11.-20. T.</i></p> - -<p class="hang2">* Heft 31. <em class="gesperrt">Paula Dehmel</em>: Märchenbüchlein. Mit 2 bunten Voll- u. 4 -Halb-Bildern. Geh. 30, geb. 70 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 32. <em class="gesperrt">Auguste Supper</em>: Die Hexe von Steinbronn. Ill. Geh. 10, -geb. 40 Pf.</p> - -<p class="hang2">Heft 33. <em class="gesperrt">Adolf Wilbrandt</em>: Der Mitschuldige. Ill. Geh. 30, geb. -70 Pf.</p> - -<p class="hang2">* <em class="gesperrt">Schillerbuch</em>, enth. Einleitung über Schillers Leben, die -Glocke, Balladen, Tell. Mit Bild Schillers. 346 S. <i>21.-30. T.</i> Geb. 1 -M.</p> - -</div> - -<hr class="r65" /> - -<p class="s5 center">Druck von Grimme & Trömel in Leipzig.</p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste3a" name="zierleiste3a"> - <img src="images/zierleiste3.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -<p class="s3 center">Deutsche -Dichter-Gedächtnis-Stiftung<br /> -Hamburg-Großborstel.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste3b" name="zierleiste3b"> - <img src="images/zierleiste3.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -</div> - -<p class="mtop2"><em class="gesperrt">Zweck</em> der Stiftung ist, „hervorragenden Dichtern durch -Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des deutschen Volkes -zu setzen“. Über <em class="gesperrt">Zweck</em> und <em class="gesperrt">Tätigkeit</em> der Stiftung -gibt das Werbeblatt genauere Auskunft, das auf Wunsch in jeder -beliebigen Anzahl von Exemplaren (unberechnet und portofrei) -zur Verfügung steht. Auch das Verzeichnis der von der Stiftung -veröffentlichten Bücher wird auf Wunsch in jeder beliebigen Anzahl -unentgeltlich und portofrei versandt.</p> - -<p>Für einen <em class="gesperrt">Jahresbeitrag von 2 Mark aufwärts</em> (oder einen -einmaligen Beitrag von 20 Mark aufwärts) gibt die Stiftung einen -Einzelband ihrer „Hausbücherei“ oder ihrer „Volksbücher“ als -Gegenleistung.</p> - -<p><em class="gesperrt">Mitglieder</em> erhalten alle bestellten Bücher von der Kanzlei -der Stiftung <em class="gesperrt">portofrei</em>.</p> - -<p>Das <em class="gesperrt">Geschäftsjahr</em> der Stiftung läuft vom 1. Januar bis zum -31. Dezember.</p> - -<p><em class="gesperrt">Zuschriften</em> werden in der Regel unpersönlich erbeten — -nur mit der Aufschrift: Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung, -Hamburg-Großborstel. Erwünscht ist Angabe der Abteilung, an die der -Brief gerichtet ist.</p> - -<p><em class="gesperrt">Telegramm-Adresse</em> nur: Dichterstiftung Großborstel.</p> - -<p><em class="gesperrt">Zahlungen</em> werden erbeten an die Deutsche -Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg-Großborstel — oder durch -Banküberweisung an die Hamburger Filiale der Deutschen Bank, -Depositenkasse H — oder an Postscheck-Konto Hamburg 737 — oder an -Konto Nr. 859.112 der k. k. Postsparkasse, Wien.</p> - -<p>Besondere Wünsche der Stiftung an ihre Freunde:</p> - -<p>1. <em class="gesperrt">Werbung von Mitgliedern</em>, wofür das Werbeblatt (s. oben) -zur Verfügung steht. Auch Zeichnungslisten (für mehrere Personen) -übersenden wir gern.</p> - -<p>2. <em class="gesperrt">Angabe von Adressen</em>, an die sich die Stiftung mit der -Bitte um einen Beitrag wenden könnte.</p> - -<p>3. <em class="gesperrt">Schaffung von Ortsgruppen und Frauengruppen</em> (besonders -auch Damen als Vorsteherinnen erwünscht).</p> - -<p>4. <em class="gesperrt">Schenkung von Büchern</em> zur Vervollständigung der -Bibliothek der Stiftung.</p> - -<div class="chapter"> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste3c" name="zierleiste3c"> - <img src="images/zierleiste3.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet_ddgs2a" name="signet_ddgs2a"> - <img class="padtop3 h10em mbot3" src="images/signet_ddgs.jpg" - alt="Signet der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung" /></a> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="zierleiste3d" name="zierleiste3d"> - <img src="images/zierleiste3.jpg" - alt="Zierleiste" /></a> -</div> - -<p class="s5 center">Druck von Grimme & Trömel in Leipzig.</p> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="chapter"> - -<div class="footnotes"> - -<p class="s2 center">Fußnoten:</p> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1_1" id="Fussnote_1_1"></a><a href="#FNAnker_1_1"><span class="label">[1]</span></a> Wie ich zu einer Frau kam.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_2_2" id="Fussnote_2_2"></a><a href="#FNAnker_2_2"><span class="label">[2]</span></a> Hochzeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_3_3" id="Fussnote_3_3"></a><a href="#FNAnker_3_3"><span class="label">[3]</span></a> hat’s ein Ende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_4_4" id="Fussnote_4_4"></a><a href="#FNAnker_4_4"><span class="label">[4]</span></a> mußt du sie gewöhnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_5_5" id="Fussnote_5_5"></a><a href="#FNAnker_5_5"><span class="label">[5]</span></a> mittlerweile.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_6_6" id="Fussnote_6_6"></a><a href="#FNAnker_6_6"><span class="label">[6]</span></a> alter Knabe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_7_7" id="Fussnote_7_7"></a><a href="#FNAnker_7_7"><span class="label">[7]</span></a> gespült.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_8_8" id="Fussnote_8_8"></a><a href="#FNAnker_8_8"><span class="label">[8]</span></a> Kopf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_9_9" id="Fussnote_9_9"></a><a href="#FNAnker_9_9"><span class="label">[9]</span></a> manchmal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_10_10" id="Fussnote_10_10"></a><a href="#FNAnker_10_10"><span class="label">[10]</span></a> weichen Pfühl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_11_11" id="Fussnote_11_11"></a><a href="#FNAnker_11_11"><span class="label">[11]</span></a> gelegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_12_12" id="Fussnote_12_12"></a><a href="#FNAnker_12_12"><span class="label">[12]</span></a> Erbsenstroh.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_13_13" id="Fussnote_13_13"></a><a href="#FNAnker_13_13"><span class="label">[13]</span></a> älter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_14_14" id="Fussnote_14_14"></a><a href="#FNAnker_14_14"><span class="label">[14]</span></a> gefiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_15_15" id="Fussnote_15_15"></a><a href="#FNAnker_15_15"><span class="label">[15]</span></a> gut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_16_16" id="Fussnote_16_16"></a><a href="#FNAnker_16_16"><span class="label">[16]</span></a> zwanziger Jahren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_17_17" id="Fussnote_17_17"></a><a href="#FNAnker_17_17"><span class="label">[17]</span></a> gelbe Wurzeln ißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_18_18" id="Fussnote_18_18"></a><a href="#FNAnker_18_18"><span class="label">[18]</span></a> verschmäht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_19_19" id="Fussnote_19_19"></a><a href="#FNAnker_19_19"><span class="label">[19]</span></a> Alter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_20_20" id="Fussnote_20_20"></a><a href="#FNAnker_20_20"><span class="label">[20]</span></a> Gänsebraten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_21_21" id="Fussnote_21_21"></a><a href="#FNAnker_21_21"><span class="label">[21]</span></a> die Leute sagten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_22_22" id="Fussnote_22_22"></a><a href="#FNAnker_22_22"><span class="label">[22]</span></a> Freien.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_23_23" id="Fussnote_23_23"></a><a href="#FNAnker_23_23"><span class="label">[23]</span></a> ging.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_24_24" id="Fussnote_24_24"></a><a href="#FNAnker_24_24"><span class="label">[24]</span></a> wie der Fuchs.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_25_25" id="Fussnote_25_25"></a><a href="#FNAnker_25_25"><span class="label">[25]</span></a> Gänsebucht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_26_26" id="Fussnote_26_26"></a><a href="#FNAnker_26_26"><span class="label">[26]</span></a> haben möchtest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_27_27" id="Fussnote_27_27"></a><a href="#FNAnker_27_27"><span class="label">[27]</span></a> kommst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_28_28" id="Fussnote_28_28"></a><a href="#FNAnker_28_28"><span class="label">[28]</span></a> da wohl auch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_29_29" id="Fussnote_29_29"></a><a href="#FNAnker_29_29"><span class="label">[29]</span></a> erst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_30_30" id="Fussnote_30_30"></a><a href="#FNAnker_30_30"><span class="label">[30]</span></a> aufgeladen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_31_31" id="Fussnote_31_31"></a><a href="#FNAnker_31_31"><span class="label">[31]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_32_32" id="Fussnote_32_32"></a><a href="#FNAnker_32_32"><span class="label">[32]</span></a> wieder heraus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_33_33" id="Fussnote_33_33"></a><a href="#FNAnker_33_33"><span class="label">[33]</span></a> Schweins- und Hammelbraten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_34_34" id="Fussnote_34_34"></a><a href="#FNAnker_34_34"><span class="label">[34]</span></a> Stube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_35_35" id="Fussnote_35_35"></a><a href="#FNAnker_35_35"><span class="label">[35]</span></a> aussah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_36_36" id="Fussnote_36_36"></a><a href="#FNAnker_36_36"><span class="label">[36]</span></a> lieb.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_37_37" id="Fussnote_37_37"></a><a href="#FNAnker_37_37"><span class="label">[37]</span></a> -erde.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_38_38" id="Fussnote_38_38"></a><a href="#FNAnker_38_38"><span class="label">[38]</span></a> ersten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_39_39" id="Fussnote_39_39"></a><a href="#FNAnker_39_39"><span class="label">[39]</span></a> Knopf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_40_40" id="Fussnote_40_40"></a><a href="#FNAnker_40_40"><span class="label">[40]</span></a> abriß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_41_41" id="Fussnote_41_41"></a><a href="#FNAnker_41_41"><span class="label">[41]</span></a> saß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_42_42" id="Fussnote_42_42"></a><a href="#FNAnker_42_42"><span class="label">[42]</span></a> zwischen Baum und Rinde, <span class="nowrap">d. h.</span> in einer mißlichen Lage.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_43_43" id="Fussnote_43_43"></a><a href="#FNAnker_43_43"><span class="label">[43]</span></a> fingen schon an.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_44_44" id="Fussnote_44_44"></a><a href="#FNAnker_44_44"><span class="label">[44]</span></a> greis, grau.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_45_45" id="Fussnote_45_45"></a><a href="#FNAnker_45_45"><span class="label">[45]</span></a> wachsen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_46_46" id="Fussnote_46_46"></a><a href="#FNAnker_46_46"><span class="label">[46]</span></a> da stehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_47_47" id="Fussnote_47_47"></a><a href="#FNAnker_47_47"><span class="label">[47]</span></a> Ofen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_48_48" id="Fussnote_48_48"></a><a href="#FNAnker_48_48"><span class="label">[48]</span></a> Pfeife.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_49_49" id="Fussnote_49_49"></a><a href="#FNAnker_49_49"><span class="label">[49]</span></a> angesteckt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_50_50" id="Fussnote_50_50"></a><a href="#FNAnker_50_50"><span class="label">[50]</span></a> gucke.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_51_51" id="Fussnote_51_51"></a><a href="#FNAnker_51_51"><span class="label">[51]</span></a> ins Wetter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_52_52" id="Fussnote_52_52"></a><a href="#FNAnker_52_52"><span class="label">[52]</span></a> Schnee.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_53_53" id="Fussnote_53_53"></a><a href="#FNAnker_53_53"><span class="label">[53]</span></a> vom leisen Herabfallen des Regens und Schnees gebraucht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_54_54" id="Fussnote_54_54"></a><a href="#FNAnker_54_54"><span class="label">[54]</span></a> sanft vom Himmel nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_55_55" id="Fussnote_55_55"></a><a href="#FNAnker_55_55"><span class="label">[55]</span></a> draußen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_56_56" id="Fussnote_56_56"></a><a href="#FNAnker_56_56"><span class="label">[56]</span></a> hören.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_57_57" id="Fussnote_57_57"></a><a href="#FNAnker_57_57"><span class="label">[57]</span></a> bloß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_58_58" id="Fussnote_58_58"></a><a href="#FNAnker_58_58"><span class="label">[58]</span></a> in der Ferne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_59_59" id="Fussnote_59_59"></a><a href="#FNAnker_59_59"><span class="label">[59]</span></a> Schlitten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_60_60" id="Fussnote_60_60"></a><a href="#FNAnker_60_60"><span class="label">[60]</span></a> zu Mute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_61_61" id="Fussnote_61_61"></a><a href="#FNAnker_61_61"><span class="label">[61]</span></a> Fensterscheiben (Rauten).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_62_62" id="Fussnote_62_62"></a><a href="#FNAnker_62_62"><span class="label">[62]</span></a> zieht (ruckweise).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_63_63" id="Fussnote_63_63"></a><a href="#FNAnker_63_63"><span class="label">[63]</span></a> Schuster.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_64_64" id="Fussnote_64_64"></a><a href="#FNAnker_64_64"><span class="label">[64]</span></a> voll Holz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_65_65" id="Fussnote_65_65"></a><a href="#FNAnker_65_65"><span class="label">[65]</span></a> Tür.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_66_66" id="Fussnote_66_66"></a><a href="#FNAnker_66_66"><span class="label">[66]</span></a> oben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_67_67" id="Fussnote_67_67"></a><a href="#FNAnker_67_67"><span class="label">[67]</span></a> liegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_68_68" id="Fussnote_68_68"></a><a href="#FNAnker_68_68"><span class="label">[68]</span></a> grün.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_69_69" id="Fussnote_69_69"></a><a href="#FNAnker_69_69"><span class="label">[69]</span></a> sage.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_70_70" id="Fussnote_70_70"></a><a href="#FNAnker_70_70"><span class="label">[70]</span></a> Paar Stiefel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_71_71" id="Fussnote_71_71"></a><a href="#FNAnker_71_71"><span class="label">[71]</span></a> machen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_72_72" id="Fussnote_72_72"></a><a href="#FNAnker_72_72"><span class="label">[72]</span></a> fährt, karrt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_73_73" id="Fussnote_73_73"></a><a href="#FNAnker_73_73"><span class="label">[73]</span></a> Leichdörner.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_74_74" id="Fussnote_74_74"></a><a href="#FNAnker_74_74"><span class="label">[74]</span></a> lasse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_75_75" id="Fussnote_75_75"></a><a href="#FNAnker_75_75"><span class="label">[75]</span></a> Kerl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_76_76" id="Fussnote_76_76"></a><a href="#FNAnker_76_76"><span class="label">[76]</span></a> Weile.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_77_77" id="Fussnote_77_77"></a><a href="#FNAnker_77_77"><span class="label">[77]</span></a> schaudert.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_78_78" id="Fussnote_78_78"></a><a href="#FNAnker_78_78"><span class="label">[78]</span></a> sage.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_79_79" id="Fussnote_79_79"></a><a href="#FNAnker_79_79"><span class="label">[79]</span></a> Schnupfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_80_80" id="Fussnote_80_80"></a><a href="#FNAnker_80_80"><span class="label">[80]</span></a> tüchtig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_81_81" id="Fussnote_81_81"></a><a href="#FNAnker_81_81"><span class="label">[81]</span></a> entzwei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_82_82" id="Fussnote_82_82"></a><a href="#FNAnker_82_82"><span class="label">[82]</span></a> Wolle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_83_83" id="Fussnote_83_83"></a><a href="#FNAnker_83_83"><span class="label">[83]</span></a> Boden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_84_84" id="Fussnote_84_84"></a><a href="#FNAnker_84_84"><span class="label">[84]</span></a> geht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_85_85" id="Fussnote_85_85"></a><a href="#FNAnker_85_85"><span class="label">[85]</span></a> bis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_86_86" id="Fussnote_86_86"></a><a href="#FNAnker_86_86"><span class="label">[86]</span></a> dunkel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_87_87" id="Fussnote_87_87"></a><a href="#FNAnker_87_87"><span class="label">[87]</span></a> Feuerzeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_88_88" id="Fussnote_88_88"></a><a href="#FNAnker_88_88"><span class="label">[88]</span></a> finden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_89_89" id="Fussnote_89_89"></a><a href="#FNAnker_89_89"><span class="label">[89]</span></a> gefunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_90_90" id="Fussnote_90_90"></a><a href="#FNAnker_90_90"><span class="label">[90]</span></a> Docht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_91_91" id="Fussnote_91_91"></a><a href="#FNAnker_91_91"><span class="label">[91]</span></a> Zug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_92_92" id="Fussnote_92_92"></a><a href="#FNAnker_92_92"><span class="label">[92]</span></a> Nase.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_93_93" id="Fussnote_93_93"></a><a href="#FNAnker_93_93"><span class="label">[93]</span></a> aufgegossen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_94_94" id="Fussnote_94_94"></a><a href="#FNAnker_94_94"><span class="label">[94]</span></a> Umständen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_95_95" id="Fussnote_95_95"></a><a href="#FNAnker_95_95"><span class="label">[95]</span></a> gleich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_96_96" id="Fussnote_96_96"></a><a href="#FNAnker_96_96"><span class="label">[96]</span></a> ausschelten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_97_97" id="Fussnote_97_97"></a><a href="#FNAnker_97_97"><span class="label">[97]</span></a> sollte ich tun.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_98_98" id="Fussnote_98_98"></a><a href="#FNAnker_98_98"><span class="label">[98]</span></a> guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_99_99" id="Fussnote_99_99"></a><a href="#FNAnker_99_99"><span class="label">[99]</span></a> sehen konnte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_100_100" id="Fussnote_100_100"></a><a href="#FNAnker_100_100"><span class="label">[100]</span></a> zugezogen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_101_101" id="Fussnote_101_101"></a><a href="#FNAnker_101_101"><span class="label">[101]</span></a> verstand.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_102_102" id="Fussnote_102_102"></a><a href="#FNAnker_102_102"><span class="label">[102]</span></a> Zeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_103_103" id="Fussnote_103_103"></a><a href="#FNAnker_103_103"><span class="label">[103]</span></a> unordentlich angebunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_104_104" id="Fussnote_104_104"></a><a href="#FNAnker_104_104"><span class="label">[104]</span></a> sahen aus wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_105_105" id="Fussnote_105_105"></a><a href="#FNAnker_105_105"><span class="label">[105]</span></a> unten nichts und oben nichts.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_106_106" id="Fussnote_106_106"></a><a href="#FNAnker_106_106"><span class="label">[106]</span></a> abgerissen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_107_107" id="Fussnote_107_107"></a><a href="#FNAnker_107_107"><span class="label">[107]</span></a> fragten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_108_108" id="Fussnote_108_108"></a><a href="#FNAnker_108_108"><span class="label">[108]</span></a> trocknen ließe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_109_109" id="Fussnote_109_109"></a><a href="#FNAnker_109_109"><span class="label">[109]</span></a> machte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_110_110" id="Fussnote_110_110"></a><a href="#FNAnker_110_110"><span class="label">[110]</span></a> wollte leben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_111_111" id="Fussnote_111_111"></a><a href="#FNAnker_111_111"><span class="label">[111]</span></a> ohne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_112_112" id="Fussnote_112_112"></a><a href="#FNAnker_112_112"><span class="label">[112]</span></a> im Leibe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_113_113" id="Fussnote_113_113"></a><a href="#FNAnker_113_113"><span class="label">[113]</span></a> gehe über die Straße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_114_114" id="Fussnote_114_114"></a><a href="#FNAnker_114_114"><span class="label">[114]</span></a> warte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_115_115" id="Fussnote_115_115"></a><a href="#FNAnker_115_115"><span class="label">[115]</span></a> sollst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_116_116" id="Fussnote_116_116"></a><a href="#FNAnker_116_116"><span class="label">[116]</span></a> Zopf machen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_117_117" id="Fussnote_117_117"></a><a href="#FNAnker_117_117"><span class="label">[117]</span></a> kam.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_118_118" id="Fussnote_118_118"></a><a href="#FNAnker_118_118"><span class="label">[118]</span></a> stand.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_119_119" id="Fussnote_119_119"></a><a href="#FNAnker_119_119"><span class="label">[119]</span></a> Tannenbaum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_120_120" id="Fussnote_120_120"></a><a href="#FNAnker_120_120"><span class="label">[120]</span></a> Dim. und Koseform von Karl und Christian.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_121_121" id="Fussnote_121_121"></a><a href="#FNAnker_121_121"><span class="label">[121]</span></a> Flöte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_122_122" id="Fussnote_122_122"></a><a href="#FNAnker_122_122"><span class="label">[122]</span></a> dazu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_123_123" id="Fussnote_123_123"></a><a href="#FNAnker_123_123"><span class="label">[123]</span></a> Kreischen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_124_124" id="Fussnote_124_124"></a><a href="#FNAnker_124_124"><span class="label">[124]</span></a> kleines Mariechen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_125_125" id="Fussnote_125_125"></a><a href="#FNAnker_125_125"><span class="label">[125]</span></a> Händen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_126_126" id="Fussnote_126_126"></a><a href="#FNAnker_126_126"><span class="label">[126]</span></a> Schoß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_127_127" id="Fussnote_127_127"></a><a href="#FNAnker_127_127"><span class="label">[127]</span></a> gangbar, <span class="nowrap">d. h.</span> im Stande, zu gehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_128_128" id="Fussnote_128_128"></a><a href="#FNAnker_128_128"><span class="label">[128]</span></a> bei Seite gesetzt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_129_129" id="Fussnote_129_129"></a><a href="#FNAnker_129_129"><span class="label">[129]</span></a> Schürze.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_130_130" id="Fussnote_130_130"></a><a href="#FNAnker_130_130"><span class="label">[130]</span></a> vorgebunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_131_131" id="Fussnote_131_131"></a><a href="#FNAnker_131_131"><span class="label">[131]</span></a> sonntägliches Tuch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_132_132" id="Fussnote_132_132"></a><a href="#FNAnker_132_132"><span class="label">[132]</span></a> umgeschlagen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_133_133" id="Fussnote_133_133"></a><a href="#FNAnker_133_133"><span class="label">[133]</span></a> Kinder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_134_134" id="Fussnote_134_134"></a><a href="#FNAnker_134_134"><span class="label">[134]</span></a> Pfeffernüsse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_135_135" id="Fussnote_135_135"></a><a href="#FNAnker_135_135"><span class="label">[135]</span></a> allzusehr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_136_136" id="Fussnote_136_136"></a><a href="#FNAnker_136_136"><span class="label">[136]</span></a> beizu, vorbei fuhr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_137_137" id="Fussnote_137_137"></a><a href="#FNAnker_137_137"><span class="label">[137]</span></a> Ende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_138_138" id="Fussnote_138_138"></a><a href="#FNAnker_138_138"><span class="label">[138]</span></a> Werkstatt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_139_139" id="Fussnote_139_139"></a><a href="#FNAnker_139_139"><span class="label">[139]</span></a> Pantoffeln.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_140_140" id="Fussnote_140_140"></a><a href="#FNAnker_140_140"><span class="label">[140]</span></a> angezogen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_141_141" id="Fussnote_141_141"></a><a href="#FNAnker_141_141"><span class="label">[141]</span></a> zeugte, spendierte sich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_142_142" id="Fussnote_142_142"></a><a href="#FNAnker_142_142"><span class="label">[142]</span></a> Krug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_143_143" id="Fussnote_143_143"></a><a href="#FNAnker_143_143"><span class="label">[143]</span></a> konnte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_144_144" id="Fussnote_144_144"></a><a href="#FNAnker_144_144"><span class="label">[144]</span></a> Schelten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_145_145" id="Fussnote_145_145"></a><a href="#FNAnker_145_145"><span class="label">[145]</span></a> kommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_146_146" id="Fussnote_146_146"></a><a href="#FNAnker_146_146"><span class="label">[146]</span></a> hätte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_147_147" id="Fussnote_147_147"></a><a href="#FNAnker_147_147"><span class="label">[147]</span></a> zusehen wollen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_148_148" id="Fussnote_148_148"></a><a href="#FNAnker_148_148"><span class="label">[148]</span></a> bedeuten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_149_149" id="Fussnote_149_149"></a><a href="#FNAnker_149_149"><span class="label">[149]</span></a> gewiesen, gezeigt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_150_150" id="Fussnote_150_150"></a><a href="#FNAnker_150_150"><span class="label">[150]</span></a> Äpfel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_151_151" id="Fussnote_151_151"></a><a href="#FNAnker_151_151"><span class="label">[151]</span></a> Kränze von Bohnen und Hagebutten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_152_152" id="Fussnote_152_152"></a><a href="#FNAnker_152_152"><span class="label">[152]</span></a> sieben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_153_153" id="Fussnote_153_153"></a><a href="#FNAnker_153_153"><span class="label">[153]</span></a> -puppen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_154_154" id="Fussnote_154_154"></a><a href="#FNAnker_154_154"><span class="label">[154]</span></a> hing.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_155_155" id="Fussnote_155_155"></a><a href="#FNAnker_155_155"><span class="label">[155]</span></a> ist leicht angegriffene, stark begehrte Ware.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_156_156" id="Fussnote_156_156"></a><a href="#FNAnker_156_156"><span class="label">[156]</span></a> durchgebracht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_157_157" id="Fussnote_157_157"></a><a href="#FNAnker_157_157"><span class="label">[157]</span></a> bis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_158_158" id="Fussnote_158_158"></a><a href="#FNAnker_158_158"><span class="label">[158]</span></a> Pferd.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_159_159" id="Fussnote_159_159"></a><a href="#FNAnker_159_159"><span class="label">[159]</span></a> abgebissen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_160_160" id="Fussnote_160_160"></a><a href="#FNAnker_160_160"><span class="label">[160]</span></a> gab.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_161_161" id="Fussnote_161_161"></a><a href="#FNAnker_161_161"><span class="label">[161]</span></a> setzte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_162_162" id="Fussnote_162_162"></a><a href="#FNAnker_162_162"><span class="label">[162]</span></a> drohte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_163_163" id="Fussnote_163_163"></a><a href="#FNAnker_163_163"><span class="label">[163]</span></a> Kopfschmerzen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_164_164" id="Fussnote_164_164"></a><a href="#FNAnker_164_164"><span class="label">[164]</span></a> wies und ausdeutete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_165_165" id="Fussnote_165_165"></a><a href="#FNAnker_165_165"><span class="label">[165]</span></a> in Semmelteig ausgeknetet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_166_166" id="Fussnote_166_166"></a><a href="#FNAnker_166_166"><span class="label">[166]</span></a> gelb angemalt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_167_167" id="Fussnote_167_167"></a><a href="#FNAnker_167_167"><span class="label">[167]</span></a> -eltern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_168_168" id="Fussnote_168_168"></a><a href="#FNAnker_168_168"><span class="label">[168]</span></a> blasen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_169_169" id="Fussnote_169_169"></a><a href="#FNAnker_169_169"><span class="label">[169]</span></a> der alte Rademacher.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_170_170" id="Fussnote_170_170"></a><a href="#FNAnker_170_170"><span class="label">[170]</span></a> stumpf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_171_171" id="Fussnote_171_171"></a><a href="#FNAnker_171_171"><span class="label">[171]</span></a> kleiner Handbohrer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_172_172" id="Fussnote_172_172"></a><a href="#FNAnker_172_172"><span class="label">[172]</span></a> pfiff und knirschte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_173_173" id="Fussnote_173_173"></a><a href="#FNAnker_173_173"><span class="label">[173]</span></a> ginge.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_174_174" id="Fussnote_174_174"></a><a href="#FNAnker_174_174"><span class="label">[174]</span></a> mochte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_175_175" id="Fussnote_175_175"></a><a href="#FNAnker_175_175"><span class="label">[175]</span></a> vermutete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_176_176" id="Fussnote_176_176"></a><a href="#FNAnker_176_176"><span class="label">[176]</span></a> Schwefelhölzer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_177_177" id="Fussnote_177_177"></a><a href="#FNAnker_177_177"><span class="label">[177]</span></a> ich habe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_178_178" id="Fussnote_178_178"></a><a href="#FNAnker_178_178"><span class="label">[178]</span></a> weiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_179_179" id="Fussnote_179_179"></a><a href="#FNAnker_179_179"><span class="label">[179]</span></a> half.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_180_180" id="Fussnote_180_180"></a><a href="#FNAnker_180_180"><span class="label">[180]</span></a> nasse Füße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_181_181" id="Fussnote_181_181"></a><a href="#FNAnker_181_181"><span class="label">[181]</span></a> fertig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_182_182" id="Fussnote_182_182"></a><a href="#FNAnker_182_182"><span class="label">[182]</span></a> warten Sie nur.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_183_183" id="Fussnote_183_183"></a><a href="#FNAnker_183_183"><span class="label">[183]</span></a> soll herüber kommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_184_184" id="Fussnote_184_184"></a><a href="#FNAnker_184_184"><span class="label">[184]</span></a> kochen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_185_185" id="Fussnote_185_185"></a><a href="#FNAnker_185_185"><span class="label">[185]</span></a> geschah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_186_186" id="Fussnote_186_186"></a><a href="#FNAnker_186_186"><span class="label">[186]</span></a> aber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_187_187" id="Fussnote_187_187"></a><a href="#FNAnker_187_187"><span class="label">[187]</span></a> nächsten 14 Tagen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_188_188" id="Fussnote_188_188"></a><a href="#FNAnker_188_188"><span class="label">[188]</span></a> vorgegangen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_189_189" id="Fussnote_189_189"></a><a href="#FNAnker_189_189"><span class="label">[189]</span></a> erzählen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_190_190" id="Fussnote_190_190"></a><a href="#FNAnker_190_190"><span class="label">[190]</span></a> lag.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_191_191" id="Fussnote_191_191"></a><a href="#FNAnker_191_191"><span class="label">[191]</span></a> Traum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_192_192" id="Fussnote_192_192"></a><a href="#FNAnker_192_192"><span class="label">[192]</span></a> leuchtete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_193_193" id="Fussnote_193_193"></a><a href="#FNAnker_193_193"><span class="label">[193]</span></a> ausreckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_194_194" id="Fussnote_194_194"></a><a href="#FNAnker_194_194"><span class="label">[194]</span></a> zerrissenen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_195_195" id="Fussnote_195_195"></a><a href="#FNAnker_195_195"><span class="label">[195]</span></a> ohne Boden (Sohle).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_196_196" id="Fussnote_196_196"></a><a href="#FNAnker_196_196"><span class="label">[196]</span></a> standen zwischen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_197_197" id="Fussnote_197_197"></a><a href="#FNAnker_197_197"><span class="label">[197]</span></a> Weinachts-.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_198_198" id="Fussnote_198_198"></a><a href="#FNAnker_198_198"><span class="label">[198]</span></a> tausend.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_199_199" id="Fussnote_199_199"></a><a href="#FNAnker_199_199"><span class="label">[199]</span></a> Augen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_200_200" id="Fussnote_200_200"></a><a href="#FNAnker_200_200"><span class="label">[200]</span></a> dann rief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_201_201" id="Fussnote_201_201"></a><a href="#FNAnker_201_201"><span class="label">[201]</span></a> laßt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_202_202" id="Fussnote_202_202"></a><a href="#FNAnker_202_202"><span class="label">[202]</span></a> bei Eurem Vater.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_203_203" id="Fussnote_203_203"></a><a href="#FNAnker_203_203"><span class="label">[203]</span></a> trieben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_204_204" id="Fussnote_204_204"></a><a href="#FNAnker_204_204"><span class="label">[204]</span></a> zurück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_205_205" id="Fussnote_205_205"></a><a href="#FNAnker_205_205"><span class="label">[205]</span></a> Ohren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_206_206" id="Fussnote_206_206"></a><a href="#FNAnker_206_206"><span class="label">[206]</span></a> Stiefelmachen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_207_207" id="Fussnote_207_207"></a><a href="#FNAnker_207_207"><span class="label">[207]</span></a> gelten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_208_208" id="Fussnote_208_208"></a><a href="#FNAnker_208_208"><span class="label">[208]</span></a> dann fing.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_209_209" id="Fussnote_209_209"></a><a href="#FNAnker_209_209"><span class="label">[209]</span></a> Topf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_210_210" id="Fussnote_210_210"></a><a href="#FNAnker_210_210"><span class="label">[210]</span></a> oberhalb meines Kopfes, am Kopfende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_211_211" id="Fussnote_211_211"></a><a href="#FNAnker_211_211"><span class="label">[211]</span></a> breites.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_212_212" id="Fussnote_212_212"></a><a href="#FNAnker_212_212"><span class="label">[212]</span></a> lief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_213_213" id="Fussnote_213_213"></a><a href="#FNAnker_213_213"><span class="label">[213]</span></a> steckten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_214_214" id="Fussnote_214_214"></a><a href="#FNAnker_214_214"><span class="label">[214]</span></a> Zunge.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_215_215" id="Fussnote_215_215"></a><a href="#FNAnker_215_215"><span class="label">[215]</span></a> griff.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_216_216" id="Fussnote_216_216"></a><a href="#FNAnker_216_216"><span class="label">[216]</span></a> zog.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_217_217" id="Fussnote_217_217"></a><a href="#FNAnker_217_217"><span class="label">[217]</span></a> statt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_218_218" id="Fussnote_218_218"></a><a href="#FNAnker_218_218"><span class="label">[218]</span></a> zu meinen Füßen, am Fußende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_219_219" id="Fussnote_219_219"></a><a href="#FNAnker_219_219"><span class="label">[219]</span></a> da sägten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_220_220" id="Fussnote_220_220"></a><a href="#FNAnker_220_220"><span class="label">[220]</span></a> zwei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_221_221" id="Fussnote_221_221"></a><a href="#FNAnker_221_221"><span class="label">[221]</span></a> Holz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_222_222" id="Fussnote_222_222"></a><a href="#FNAnker_222_222"><span class="label">[222]</span></a> feines.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_223_223" id="Fussnote_223_223"></a><a href="#FNAnker_223_223"><span class="label">[223]</span></a> in eichenen Knorren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_224_224" id="Fussnote_224_224"></a><a href="#FNAnker_224_224"><span class="label">[224]</span></a> gesägt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_225_225" id="Fussnote_225_225"></a><a href="#FNAnker_225_225"><span class="label">[225]</span></a> auf und nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_226_226" id="Fussnote_226_226"></a><a href="#FNAnker_226_226"><span class="label">[226]</span></a> stände.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_227_227" id="Fussnote_227_227"></a><a href="#FNAnker_227_227"><span class="label">[227]</span></a> Erdbeere.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_228_228" id="Fussnote_228_228"></a><a href="#FNAnker_228_228"><span class="label">[228]</span></a> grün.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_229_229" id="Fussnote_229_229"></a><a href="#FNAnker_229_229"><span class="label">[229]</span></a> Holz, Gehölz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_230_230" id="Fussnote_230_230"></a><a href="#FNAnker_230_230"><span class="label">[230]</span></a> genauer zusah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_231_231" id="Fussnote_231_231"></a><a href="#FNAnker_231_231"><span class="label">[231]</span></a> meines Onkels.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_232_232" id="Fussnote_232_232"></a><a href="#FNAnker_232_232"><span class="label">[232]</span></a> rote Nase.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_233_233" id="Fussnote_233_233"></a><a href="#FNAnker_233_233"><span class="label">[233]</span></a> guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_234_234" id="Fussnote_234_234"></a><a href="#FNAnker_234_234"><span class="label">[234]</span></a> Fußsack.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_235_235" id="Fussnote_235_235"></a><a href="#FNAnker_235_235"><span class="label">[235]</span></a> gewirkt, gearbeitet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_236_236" id="Fussnote_236_236"></a><a href="#FNAnker_236_236"><span class="label">[236]</span></a> käme.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_237_237" id="Fussnote_237_237"></a><a href="#FNAnker_237_237"><span class="label">[237]</span></a> aus dem Dunkel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_238_238" id="Fussnote_238_238"></a><a href="#FNAnker_238_238"><span class="label">[238]</span></a> wäre.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_239_239" id="Fussnote_239_239"></a><a href="#FNAnker_239_239"><span class="label">[239]</span></a> -stuhl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_240_240" id="Fussnote_240_240"></a><a href="#FNAnker_240_240"><span class="label">[240]</span></a> groß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_241_241" id="Fussnote_241_241"></a><a href="#FNAnker_241_241"><span class="label">[241]</span></a> bis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_242_242" id="Fussnote_242_242"></a><a href="#FNAnker_242_242"><span class="label">[242]</span></a> schnarchte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_243_243" id="Fussnote_243_243"></a><a href="#FNAnker_243_243"><span class="label">[243]</span></a> erst hörte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_244_244" id="Fussnote_244_244"></a><a href="#FNAnker_244_244"><span class="label">[244]</span></a> zuletzt ermunterte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_245_245" id="Fussnote_245_245"></a><a href="#FNAnker_245_245"><span class="label">[245]</span></a> rieb.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_246_246" id="Fussnote_246_246"></a><a href="#FNAnker_246_246"><span class="label">[246]</span></a> wie der alte Nachbar.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_247_247" id="Fussnote_247_247"></a><a href="#FNAnker_247_247"><span class="label">[247]</span></a> 22jährig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_248_248" id="Fussnote_248_248"></a><a href="#FNAnker_248_248"><span class="label">[248]</span></a> Vorbei-, Handpferd.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_249_249" id="Fussnote_249_249"></a><a href="#FNAnker_249_249"><span class="label">[249]</span></a> Fohlen, Füllen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_250_250" id="Fussnote_250_250"></a><a href="#FNAnker_250_250"><span class="label">[250]</span></a> schon wieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_251_251" id="Fussnote_251_251"></a><a href="#FNAnker_251_251"><span class="label">[251]</span></a> zurecht legte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_252_252" id="Fussnote_252_252"></a><a href="#FNAnker_252_252"><span class="label">[252]</span></a> weiter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_253_253" id="Fussnote_253_253"></a><a href="#FNAnker_253_253"><span class="label">[253]</span></a> wahr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_254_254" id="Fussnote_254_254"></a><a href="#FNAnker_254_254"><span class="label">[254]</span></a> geträumt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_255_255" id="Fussnote_255_255"></a><a href="#FNAnker_255_255"><span class="label">[255]</span></a> Teil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_256_256" id="Fussnote_256_256"></a><a href="#FNAnker_256_256"><span class="label">[256]</span></a> Schnack.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_257_257" id="Fussnote_257_257"></a><a href="#FNAnker_257_257"><span class="label">[257]</span></a> liege.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_258_258" id="Fussnote_258_258"></a><a href="#FNAnker_258_258"><span class="label">[258]</span></a> weiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_259_259" id="Fussnote_259_259"></a><a href="#FNAnker_259_259"><span class="label">[259]</span></a> kroch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_260_260" id="Fussnote_260_260"></a><a href="#FNAnker_260_260"><span class="label">[260]</span></a> nahm.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_261_261" id="Fussnote_261_261"></a><a href="#FNAnker_261_261"><span class="label">[261]</span></a> leuchtete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_262_262" id="Fussnote_262_262"></a><a href="#FNAnker_262_262"><span class="label">[262]</span></a> glaube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_263_263" id="Fussnote_263_263"></a><a href="#FNAnker_263_263"><span class="label">[263]</span></a> Aussehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_264_264" id="Fussnote_264_264"></a><a href="#FNAnker_264_264"><span class="label">[264]</span></a> Koseform von Junge.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_265_265" id="Fussnote_265_265"></a><a href="#FNAnker_265_265"><span class="label">[265]</span></a> streichelte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_266_266" id="Fussnote_266_266"></a><a href="#FNAnker_266_266"><span class="label">[266]</span></a> nachgerade.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_267_267" id="Fussnote_267_267"></a><a href="#FNAnker_267_267"><span class="label">[267]</span></a> sein lassen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_268_268" id="Fussnote_268_268"></a><a href="#FNAnker_268_268"><span class="label">[268]</span></a> zweimal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_269_269" id="Fussnote_269_269"></a><a href="#FNAnker_269_269"><span class="label">[269]</span></a> gefahren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_270_270" id="Fussnote_270_270"></a><a href="#FNAnker_270_270"><span class="label">[270]</span></a> bischen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_271_271" id="Fussnote_271_271"></a><a href="#FNAnker_271_271"><span class="label">[271]</span></a> eingedruselt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_272_272" id="Fussnote_272_272"></a><a href="#FNAnker_272_272"><span class="label">[272]</span></a> versprach.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_273_273" id="Fussnote_273_273"></a><a href="#FNAnker_273_273"><span class="label">[273]</span></a> besser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_274_274" id="Fussnote_274_274"></a><a href="#FNAnker_274_274"><span class="label">[274]</span></a> zu Ende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_275_275" id="Fussnote_275_275"></a><a href="#FNAnker_275_275"><span class="label">[275]</span></a> mürbe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_276_276" id="Fussnote_276_276"></a><a href="#FNAnker_276_276"><span class="label">[276]</span></a> hinfällig (gliederweich).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_277_277" id="Fussnote_277_277"></a><a href="#FNAnker_277_277"><span class="label">[277]</span></a> regen, rühren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_278_278" id="Fussnote_278_278"></a><a href="#FNAnker_278_278"><span class="label">[278]</span></a> aufschlug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_279_279" id="Fussnote_279_279"></a><a href="#FNAnker_279_279"><span class="label">[279]</span></a> Löffel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_280_280" id="Fussnote_280_280"></a><a href="#FNAnker_280_280"><span class="label">[280]</span></a> futterte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_281_281" id="Fussnote_281_281"></a><a href="#FNAnker_281_281"><span class="label">[281]</span></a> pfropfte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_282_282" id="Fussnote_282_282"></a><a href="#FNAnker_282_282"><span class="label">[282]</span></a> steif.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_283_283" id="Fussnote_283_283"></a><a href="#FNAnker_283_283"><span class="label">[283]</span></a> wie Buchbinder-Kleister.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_284_284" id="Fussnote_284_284"></a><a href="#FNAnker_284_284"><span class="label">[284]</span></a> Essen Sie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_285_285" id="Fussnote_285_285"></a><a href="#FNAnker_285_285"><span class="label">[285]</span></a> gutmütig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_286_286" id="Fussnote_286_286"></a><a href="#FNAnker_286_286"><span class="label">[286]</span></a> mochte wollen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_287_287" id="Fussnote_287_287"></a><a href="#FNAnker_287_287"><span class="label">[287]</span></a> Wurst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_288_288" id="Fussnote_288_288"></a><a href="#FNAnker_288_288"><span class="label">[288]</span></a> Stunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_289_289" id="Fussnote_289_289"></a><a href="#FNAnker_289_289"><span class="label">[289]</span></a> zusammen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_290_290" id="Fussnote_290_290"></a><a href="#FNAnker_290_290"><span class="label">[290]</span></a> erzählte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_291_291" id="Fussnote_291_291"></a><a href="#FNAnker_291_291"><span class="label">[291]</span></a> dreizehn.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_292_292" id="Fussnote_292_292"></a><a href="#FNAnker_292_292"><span class="label">[292]</span></a> Husarenzucht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_293_293" id="Fussnote_293_293"></a><a href="#FNAnker_293_293"><span class="label">[293]</span></a> anlegen sollen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_294_294" id="Fussnote_294_294"></a><a href="#FNAnker_294_294"><span class="label">[294]</span></a> sieh.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_295_295" id="Fussnote_295_295"></a><a href="#FNAnker_295_295"><span class="label">[295]</span></a> heißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_296_296" id="Fussnote_296_296"></a><a href="#FNAnker_296_296"><span class="label">[296]</span></a> gut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_297_297" id="Fussnote_297_297"></a><a href="#FNAnker_297_297"><span class="label">[297]</span></a> ziehst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_298_298" id="Fussnote_298_298"></a><a href="#FNAnker_298_298"><span class="label">[298]</span></a> sollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_299_299" id="Fussnote_299_299"></a><a href="#FNAnker_299_299"><span class="label">[299]</span></a> warten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_300_300" id="Fussnote_300_300"></a><a href="#FNAnker_300_300"><span class="label">[300]</span></a> viel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_301_301" id="Fussnote_301_301"></a><a href="#FNAnker_301_301"><span class="label">[301]</span></a> Pflege.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_302_302" id="Fussnote_302_302"></a><a href="#FNAnker_302_302"><span class="label">[302]</span></a> däucht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_303_303" id="Fussnote_303_303"></a><a href="#FNAnker_303_303"><span class="label">[303]</span></a> fiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_304_304" id="Fussnote_304_304"></a><a href="#FNAnker_304_304"><span class="label">[304]</span></a> Wort.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_305_305" id="Fussnote_305_305"></a><a href="#FNAnker_305_305"><span class="label">[305]</span></a> genug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_306_306" id="Fussnote_306_306"></a><a href="#FNAnker_306_306"><span class="label">[306]</span></a> gepflegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_307_307" id="Fussnote_307_307"></a><a href="#FNAnker_307_307"><span class="label">[307]</span></a> selbst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_308_308" id="Fussnote_308_308"></a><a href="#FNAnker_308_308"><span class="label">[308]</span></a> Dein Möglichstes getan.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_309_309" id="Fussnote_309_309"></a><a href="#FNAnker_309_309"><span class="label">[309]</span></a> fragt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_310_310" id="Fussnote_310_310"></a><a href="#FNAnker_310_310"><span class="label">[310]</span></a> wissen tue, <span class="nowrap">d. h.</span> ich weiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_311_311" id="Fussnote_311_311"></a><a href="#FNAnker_311_311"><span class="label">[311]</span></a> stattlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_312_312" id="Fussnote_312_312"></a><a href="#FNAnker_312_312"><span class="label">[312]</span></a> blinzelt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_313_313" id="Fussnote_313_313"></a><a href="#FNAnker_313_313"><span class="label">[313]</span></a> weiter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_314_314" id="Fussnote_314_314"></a><a href="#FNAnker_314_314"><span class="label">[314]</span></a> wieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_315_315" id="Fussnote_315_315"></a><a href="#FNAnker_315_315"><span class="label">[315]</span></a> draußen vor dem Tor.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_316_316" id="Fussnote_316_316"></a><a href="#FNAnker_316_316"><span class="label">[316]</span></a> Mühle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_317_317" id="Fussnote_317_317"></a><a href="#FNAnker_317_317"><span class="label">[317]</span></a> hinzu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_318_318" id="Fussnote_318_318"></a><a href="#FNAnker_318_318"><span class="label">[318]</span></a> zwischen drei und vier.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_319_319" id="Fussnote_319_319"></a><a href="#FNAnker_319_319"><span class="label">[319]</span></a> freiest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_320_320" id="Fussnote_320_320"></a><a href="#FNAnker_320_320"><span class="label">[320]</span></a> fällt Dir ein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_321_321" id="Fussnote_321_321"></a><a href="#FNAnker_321_321"><span class="label">[321]</span></a> fahre ich auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_322_322" id="Fussnote_322_322"></a><a href="#FNAnker_322_322"><span class="label">[322]</span></a> Ereifere.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_323_323" id="Fussnote_323_323"></a><a href="#FNAnker_323_323"><span class="label">[323]</span></a> Wittfrau, Witwe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_324_324" id="Fussnote_324_324"></a><a href="#FNAnker_324_324"><span class="label">[324]</span></a> hinzu, gegen 5 Uhr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_325_325" id="Fussnote_325_325"></a><a href="#FNAnker_325_325"><span class="label">[325]</span></a> heizt, brennt — an.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_326_326" id="Fussnote_326_326"></a><a href="#FNAnker_326_326"><span class="label">[326]</span></a> rauchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_327_327" id="Fussnote_327_327"></a><a href="#FNAnker_327_327"><span class="label">[327]</span></a> wie die Backöfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_328_328" id="Fussnote_328_328"></a><a href="#FNAnker_328_328"><span class="label">[328]</span></a> neugierig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_329_329" id="Fussnote_329_329"></a><a href="#FNAnker_329_329"><span class="label">[329]</span></a> stand auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_330_330" id="Fussnote_330_330"></a><a href="#FNAnker_330_330"><span class="label">[330]</span></a> blinzelnd.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_331_331" id="Fussnote_331_331"></a><a href="#FNAnker_331_331"><span class="label">[331]</span></a> gucken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_332_332" id="Fussnote_332_332"></a><a href="#FNAnker_332_332"><span class="label">[332]</span></a> gesehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_333_333" id="Fussnote_333_333"></a><a href="#FNAnker_333_333"><span class="label">[333]</span></a> geredet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_334_334" id="Fussnote_334_334"></a><a href="#FNAnker_334_334"><span class="label">[334]</span></a> drehe mich um.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_335_335" id="Fussnote_335_335"></a><a href="#FNAnker_335_335"><span class="label">[335]</span></a> darum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_336_336" id="Fussnote_336_336"></a><a href="#FNAnker_336_336"><span class="label">[336]</span></a> muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_337_337" id="Fussnote_337_337"></a><a href="#FNAnker_337_337"><span class="label">[337]</span></a> Schwestersohnes Braut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_338_338" id="Fussnote_338_338"></a><a href="#FNAnker_338_338"><span class="label">[338]</span></a> weit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_339_339" id="Fussnote_339_339"></a><a href="#FNAnker_339_339"><span class="label">[339]</span></a> weiter zurück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_340_340" id="Fussnote_340_340"></a><a href="#FNAnker_340_340"><span class="label">[340]</span></a> hinter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_341_341" id="Fussnote_341_341"></a><a href="#FNAnker_341_341"><span class="label">[341]</span></a> guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_342_342" id="Fussnote_342_342"></a><a href="#FNAnker_342_342"><span class="label">[342]</span></a> weil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_343_343" id="Fussnote_343_343"></a><a href="#FNAnker_343_343"><span class="label">[343]</span></a> herunter hing.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_344_344" id="Fussnote_344_344"></a><a href="#FNAnker_344_344"><span class="label">[344]</span></a> reiße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_345_345" id="Fussnote_345_345"></a><a href="#FNAnker_345_345"><span class="label">[345]</span></a> tat.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_346_346" id="Fussnote_346_346"></a><a href="#FNAnker_346_346"><span class="label">[346]</span></a> schlug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_347_347" id="Fussnote_347_347"></a><a href="#FNAnker_347_347"><span class="label">[347]</span></a> Zug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_348_348" id="Fussnote_348_348"></a><a href="#FNAnker_348_348"><span class="label">[348]</span></a> Bettstelle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_349_349" id="Fussnote_349_349"></a><a href="#FNAnker_349_349"><span class="label">[349]</span></a> zusammenziehen wollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_350_350" id="Fussnote_350_350"></a><a href="#FNAnker_350_350"><span class="label">[350]</span></a> vorbei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_351_351" id="Fussnote_351_351"></a><a href="#FNAnker_351_351"><span class="label">[351]</span></a> sah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_352_352" id="Fussnote_352_352"></a><a href="#FNAnker_352_352"><span class="label">[352]</span></a> angeguckt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_353_353" id="Fussnote_353_353"></a><a href="#FNAnker_353_353"><span class="label">[353]</span></a> das dicke Ende, die Hauptsache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_354_354" id="Fussnote_354_354"></a><a href="#FNAnker_354_354"><span class="label">[354]</span></a> kommt nach.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_355_355" id="Fussnote_355_355"></a><a href="#FNAnker_355_355"><span class="label">[355]</span></a> mehrere Tugenden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_356_356" id="Fussnote_356_356"></a><a href="#FNAnker_356_356"><span class="label">[356]</span></a> herumgebunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_357_357" id="Fussnote_357_357"></a><a href="#FNAnker_357_357"><span class="label">[357]</span></a> Kleidern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_358_358" id="Fussnote_358_358"></a><a href="#FNAnker_358_358"><span class="label">[358]</span></a> Straße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_359_359" id="Fussnote_359_359"></a><a href="#FNAnker_359_359"><span class="label">[359]</span></a> paar.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_360_360" id="Fussnote_360_360"></a><a href="#FNAnker_360_360"><span class="label">[360]</span></a> im Munde.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_361_361" id="Fussnote_361_361"></a><a href="#FNAnker_361_361"><span class="label">[361]</span></a> schiefe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_362_362" id="Fussnote_362_362"></a><a href="#FNAnker_362_362"><span class="label">[362]</span></a> Fußzeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_363_363" id="Fussnote_363_363"></a><a href="#FNAnker_363_363"><span class="label">[363]</span></a> in Ordnung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_364_364" id="Fussnote_364_364"></a><a href="#FNAnker_364_364"><span class="label">[364]</span></a> Frauensleuten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_365_365" id="Fussnote_365_365"></a><a href="#FNAnker_365_365"><span class="label">[365]</span></a> Pferden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_366_366" id="Fussnote_366_366"></a><a href="#FNAnker_366_366"><span class="label">[366]</span></a> zuerst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_367_367" id="Fussnote_367_367"></a><a href="#FNAnker_367_367"><span class="label">[367]</span></a> Gangwerk.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_368_368" id="Fussnote_368_368"></a><a href="#FNAnker_368_368"><span class="label">[368]</span></a> ordentlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_369_369" id="Fussnote_369_369"></a><a href="#FNAnker_369_369"><span class="label">[369]</span></a> Fußzeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_370_370" id="Fussnote_370_370"></a><a href="#FNAnker_370_370"><span class="label">[370]</span></a> Fleiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_371_371" id="Fussnote_371_371"></a><a href="#FNAnker_371_371"><span class="label">[371]</span></a> Reinlichkeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_372_372" id="Fussnote_372_372"></a><a href="#FNAnker_372_372"><span class="label">[372]</span></a> rechnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_373_373" id="Fussnote_373_373"></a><a href="#FNAnker_373_373"><span class="label">[373]</span></a> lasse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_374_374" id="Fussnote_374_374"></a><a href="#FNAnker_374_374"><span class="label">[374]</span></a> spielst einen schönen Zwickel, <span class="nowrap">d. h.</span> siehst niedlich -aus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_375_375" id="Fussnote_375_375"></a><a href="#FNAnker_375_375"><span class="label">[375]</span></a> drehst wohl ein bißchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_376_376" id="Fussnote_376_376"></a><a href="#FNAnker_376_376"><span class="label">[376]</span></a> dafür.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_377_377" id="Fussnote_377_377"></a><a href="#FNAnker_377_377"><span class="label">[377]</span></a> Frauenzimmer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_378_378" id="Fussnote_378_378"></a><a href="#FNAnker_378_378"><span class="label">[378]</span></a> unschuldiges Gespräch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_379_379" id="Fussnote_379_379"></a><a href="#FNAnker_379_379"><span class="label">[379]</span></a> zurück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_380_380" id="Fussnote_380_380"></a><a href="#FNAnker_380_380"><span class="label">[380]</span></a> Baum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_381_381" id="Fussnote_381_381"></a><a href="#FNAnker_381_381"><span class="label">[381]</span></a> tue.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_382_382" id="Fussnote_382_382"></a><a href="#FNAnker_382_382"><span class="label">[382]</span></a> Pfeifengeschirr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_383_383" id="Fussnote_383_383"></a><a href="#FNAnker_383_383"><span class="label">[383]</span></a> etwa 5 Schritt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_384_384" id="Fussnote_384_384"></a><a href="#FNAnker_384_384"><span class="label">[384]</span></a> da ziehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_385_385" id="Fussnote_385_385"></a><a href="#FNAnker_385_385"><span class="label">[385]</span></a> reiße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_386_386" id="Fussnote_386_386"></a><a href="#FNAnker_386_386"><span class="label">[386]</span></a> Taler.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_387_387" id="Fussnote_387_387"></a><a href="#FNAnker_387_387"><span class="label">[387]</span></a> klein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_388_388" id="Fussnote_388_388"></a><a href="#FNAnker_388_388"><span class="label">[388]</span></a> merkst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_389_389" id="Fussnote_389_389"></a><a href="#FNAnker_389_389"><span class="label">[389]</span></a> gefroren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_390_390" id="Fussnote_390_390"></a><a href="#FNAnker_390_390"><span class="label">[390]</span></a> Fußsteig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_391_391" id="Fussnote_391_391"></a><a href="#FNAnker_391_391"><span class="label">[391]</span></a> nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_392_392" id="Fussnote_392_392"></a><a href="#FNAnker_392_392"><span class="label">[392]</span></a> pustete, keuchte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_393_393" id="Fussnote_393_393"></a><a href="#FNAnker_393_393"><span class="label">[393]</span></a> höllisch, sehr sauer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_394_394" id="Fussnote_394_394"></a><a href="#FNAnker_394_394"><span class="label">[394]</span></a> dies sah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_395_395" id="Fussnote_395_395"></a><a href="#FNAnker_395_395"><span class="label">[395]</span></a> helfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_396_396" id="Fussnote_396_396"></a><a href="#FNAnker_396_396"><span class="label">[396]</span></a> wollte ich nur.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_397_397" id="Fussnote_397_397"></a><a href="#FNAnker_397_397"><span class="label">[397]</span></a> kamen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_398_398" id="Fussnote_398_398"></a><a href="#FNAnker_398_398"><span class="label">[398]</span></a> Unterhaltung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_399_399" id="Fussnote_399_399"></a><a href="#FNAnker_399_399"><span class="label">[399]</span></a> Bedeutung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_400_400" id="Fussnote_400_400"></a><a href="#FNAnker_400_400"><span class="label">[400]</span></a> kennte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_401_401" id="Fussnote_401_401"></a><a href="#FNAnker_401_401"><span class="label">[401]</span></a> liefest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_402_402" id="Fussnote_402_402"></a><a href="#FNAnker_402_402"><span class="label">[402]</span></a> auf und nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_403_403" id="Fussnote_403_403"></a><a href="#FNAnker_403_403"><span class="label">[403]</span></a> gelb-grau.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_404_404" id="Fussnote_404_404"></a><a href="#FNAnker_404_404"><span class="label">[404]</span></a> Hut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_405_405" id="Fussnote_405_405"></a><a href="#FNAnker_405_405"><span class="label">[405]</span></a> Überzieher.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_406_406" id="Fussnote_406_406"></a><a href="#FNAnker_406_406"><span class="label">[406]</span></a> Haare.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_407_407" id="Fussnote_407_407"></a><a href="#FNAnker_407_407"><span class="label">[407]</span></a> ältlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_408_408" id="Fussnote_408_408"></a><a href="#FNAnker_408_408"><span class="label">[408]</span></a> Kleidung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_409_409" id="Fussnote_409_409"></a><a href="#FNAnker_409_409"><span class="label">[409]</span></a> sprang.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_410_410" id="Fussnote_410_410"></a><a href="#FNAnker_410_410"><span class="label">[410]</span></a> in die Höhe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_411_411" id="Fussnote_411_411"></a><a href="#FNAnker_411_411"><span class="label">[411]</span></a> feuerrot.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_412_412" id="Fussnote_412_412"></a><a href="#FNAnker_412_412"><span class="label">[412]</span></a> laut, aus vollem Halse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_413_413" id="Fussnote_413_413"></a><a href="#FNAnker_413_413"><span class="label">[413]</span></a> Schnack.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_414_414" id="Fussnote_414_414"></a><a href="#FNAnker_414_414"><span class="label">[414]</span></a> Leuten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_415_415" id="Fussnote_415_415"></a><a href="#FNAnker_415_415"><span class="label">[415]</span></a> lieber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_416_416" id="Fussnote_416_416"></a><a href="#FNAnker_416_416"><span class="label">[416]</span></a> zu Hause bleiben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_417_417" id="Fussnote_417_417"></a><a href="#FNAnker_417_417"><span class="label">[417]</span></a> gerne wissen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_418_418" id="Fussnote_418_418"></a><a href="#FNAnker_418_418"><span class="label">[418]</span></a> sprichwörtlich: raucht, stark dampfend, wie der mit -Buschholz geheizte Backofen der kleinen Leute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_419_419" id="Fussnote_419_419"></a><a href="#FNAnker_419_419"><span class="label">[419]</span></a> Sache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_420_420" id="Fussnote_420_420"></a><a href="#FNAnker_420_420"><span class="label">[420]</span></a> wie käme der dazu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_421_421" id="Fussnote_421_421"></a><a href="#FNAnker_421_421"><span class="label">[421]</span></a> Advokat.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_422_422" id="Fussnote_422_422"></a><a href="#FNAnker_422_422"><span class="label">[422]</span></a> riet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_423_423" id="Fussnote_423_423"></a><a href="#FNAnker_423_423"><span class="label">[423]</span></a> raten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_424_424" id="Fussnote_424_424"></a><a href="#FNAnker_424_424"><span class="label">[424]</span></a> schien.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_425_425" id="Fussnote_425_425"></a><a href="#FNAnker_425_425"><span class="label">[425]</span></a> Art.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_426_426" id="Fussnote_426_426"></a><a href="#FNAnker_426_426"><span class="label">[426]</span></a> dabei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_427_427" id="Fussnote_427_427"></a><a href="#FNAnker_427_427"><span class="label">[427]</span></a> gekriegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_428_428" id="Fussnote_428_428"></a><a href="#FNAnker_428_428"><span class="label">[428]</span></a> zugleich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_429_429" id="Fussnote_429_429"></a><a href="#FNAnker_429_429"><span class="label">[429]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_430_430" id="Fussnote_430_430"></a><a href="#FNAnker_430_430"><span class="label">[430]</span></a> leiden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_431_431" id="Fussnote_431_431"></a><a href="#FNAnker_431_431"><span class="label">[431]</span></a> über und über.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_432_432" id="Fussnote_432_432"></a><a href="#FNAnker_432_432"><span class="label">[432]</span></a> nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_433_433" id="Fussnote_433_433"></a><a href="#FNAnker_433_433"><span class="label">[433]</span></a> nestelte, knüpfte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_434_434" id="Fussnote_434_434"></a><a href="#FNAnker_434_434"><span class="label">[434]</span></a> Hut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_435_435" id="Fussnote_435_435"></a><a href="#FNAnker_435_435"><span class="label">[435]</span></a> wieder in die Höhe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_436_436" id="Fussnote_436_436"></a><a href="#FNAnker_436_436"><span class="label">[436]</span></a> guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_437_437" id="Fussnote_437_437"></a><a href="#FNAnker_437_437"><span class="label">[437]</span></a> oben herab.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_438_438" id="Fussnote_438_438"></a><a href="#FNAnker_438_438"><span class="label">[438]</span></a> halben Wendung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_439_439" id="Fussnote_439_439"></a><a href="#FNAnker_439_439"><span class="label">[439]</span></a> Art.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_440_440" id="Fussnote_440_440"></a><a href="#FNAnker_440_440"><span class="label">[440]</span></a> vorlegen wollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_441_441" id="Fussnote_441_441"></a><a href="#FNAnker_441_441"><span class="label">[441]</span></a> <span class="nowrap">d. h.</span> zu stande.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_442_442" id="Fussnote_442_442"></a><a href="#FNAnker_442_442"><span class="label">[442]</span></a> beiße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_443_443" id="Fussnote_443_443"></a><a href="#FNAnker_443_443"><span class="label">[443]</span></a> Knopf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_444_444" id="Fussnote_444_444"></a><a href="#FNAnker_444_444"><span class="label">[444]</span></a> bloß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_445_445" id="Fussnote_445_445"></a><a href="#FNAnker_445_445"><span class="label">[445]</span></a> kochen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_446_446" id="Fussnote_446_446"></a><a href="#FNAnker_446_446"><span class="label">[446]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_447_447" id="Fussnote_447_447"></a><a href="#FNAnker_447_447"><span class="label">[447]</span></a> zu Euch ziehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_448_448" id="Fussnote_448_448"></a><a href="#FNAnker_448_448"><span class="label">[448]</span></a> Bursche.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_449_449" id="Fussnote_449_449"></a><a href="#FNAnker_449_449"><span class="label">[449]</span></a> ernsthaft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_450_450" id="Fussnote_450_450"></a><a href="#FNAnker_450_450"><span class="label">[450]</span></a> Freierei, Verheiratung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_451_451" id="Fussnote_451_451"></a><a href="#FNAnker_451_451"><span class="label">[451]</span></a> Teil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_452_452" id="Fussnote_452_452"></a><a href="#FNAnker_452_452"><span class="label">[452]</span></a> närrischer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_453_453" id="Fussnote_453_453"></a><a href="#FNAnker_453_453"><span class="label">[453]</span></a> nächsten Tagen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_454_454" id="Fussnote_454_454"></a><a href="#FNAnker_454_454"><span class="label">[454]</span></a> stümperhaft ausgehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_455_455" id="Fussnote_455_455"></a><a href="#FNAnker_455_455"><span class="label">[455]</span></a> gênant.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_456_456" id="Fussnote_456_456"></a><a href="#FNAnker_456_456"><span class="label">[456]</span></a> zu Eise.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_457_457" id="Fussnote_457_457"></a><a href="#FNAnker_457_457"><span class="label">[457]</span></a> Schlittschuhlaufen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_458_458" id="Fussnote_458_458"></a><a href="#FNAnker_458_458"><span class="label">[458]</span></a> Schlittenfahren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_459_459" id="Fussnote_459_459"></a><a href="#FNAnker_459_459"><span class="label">[459]</span></a> Bude.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_460_460" id="Fussnote_460_460"></a><a href="#FNAnker_460_460"><span class="label">[460]</span></a> Branntwein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_461_461" id="Fussnote_461_461"></a><a href="#FNAnker_461_461"><span class="label">[461]</span></a> verkauft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_462_462" id="Fussnote_462_462"></a><a href="#FNAnker_462_462"><span class="label">[462]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_463_463" id="Fussnote_463_463"></a><a href="#FNAnker_463_463"><span class="label">[463]</span></a> Kuchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_464_464" id="Fussnote_464_464"></a><a href="#FNAnker_464_464"><span class="label">[464]</span></a> fordert.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_465_465" id="Fussnote_465_465"></a><a href="#FNAnker_465_465"><span class="label">[465]</span></a> fällt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_466_466" id="Fussnote_466_466"></a><a href="#FNAnker_466_466"><span class="label">[466]</span></a> trank lieber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_467_467" id="Fussnote_467_467"></a><a href="#FNAnker_467_467"><span class="label">[467]</span></a> heißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_468_468" id="Fussnote_468_468"></a><a href="#FNAnker_468_468"><span class="label">[468]</span></a> Kinder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_469_469" id="Fussnote_469_469"></a><a href="#FNAnker_469_469"><span class="label">[469]</span></a> ohne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_470_470" id="Fussnote_470_470"></a><a href="#FNAnker_470_470"><span class="label">[470]</span></a> Berg.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_471_471" id="Fussnote_471_471"></a><a href="#FNAnker_471_471"><span class="label">[471]</span></a> grünem Schleier.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_472_472" id="Fussnote_472_472"></a><a href="#FNAnker_472_472"><span class="label">[472]</span></a> drin saß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_473_473" id="Fussnote_473_473"></a><a href="#FNAnker_473_473"><span class="label">[473]</span></a> beugte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_474_474" id="Fussnote_474_474"></a><a href="#FNAnker_474_474"><span class="label">[474]</span></a> Leib.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_475_475" id="Fussnote_475_475"></a><a href="#FNAnker_475_475"><span class="label">[475]</span></a> vor- und hintenüber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_476_476" id="Fussnote_476_476"></a><a href="#FNAnker_476_476"><span class="label">[476]</span></a> Kreuz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_477_477" id="Fussnote_477_477"></a><a href="#FNAnker_477_477"><span class="label">[477]</span></a> sonderbar, possierlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_478_478" id="Fussnote_478_478"></a><a href="#FNAnker_478_478"><span class="label">[478]</span></a> Eis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_479_479" id="Fussnote_479_479"></a><a href="#FNAnker_479_479"><span class="label">[479]</span></a> Balance.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_480_480" id="Fussnote_480_480"></a><a href="#FNAnker_480_480"><span class="label">[480]</span></a> greifen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_481_481" id="Fussnote_481_481"></a><a href="#FNAnker_481_481"><span class="label">[481]</span></a> schlägt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_482_482" id="Fussnote_482_482"></a><a href="#FNAnker_482_482"><span class="label">[482]</span></a> zurück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_483_483" id="Fussnote_483_483"></a><a href="#FNAnker_483_483"><span class="label">[483]</span></a> süßen Augentrost.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_484_484" id="Fussnote_484_484"></a><a href="#FNAnker_484_484"><span class="label">[484]</span></a> zu Mute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_485_485" id="Fussnote_485_485"></a><a href="#FNAnker_485_485"><span class="label">[485]</span></a> Maulschellen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_486_486" id="Fussnote_486_486"></a><a href="#FNAnker_486_486"><span class="label">[486]</span></a> gegeben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_487_487" id="Fussnote_487_487"></a><a href="#FNAnker_487_487"><span class="label">[487]</span></a> weiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_488_488" id="Fussnote_488_488"></a><a href="#FNAnker_488_488"><span class="label">[488]</span></a> der Alte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_489_489" id="Fussnote_489_489"></a><a href="#FNAnker_489_489"><span class="label">[489]</span></a> verdirbt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_490_490" id="Fussnote_490_490"></a><a href="#FNAnker_490_490"><span class="label">[490]</span></a> Freierei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_491_491" id="Fussnote_491_491"></a><a href="#FNAnker_491_491"><span class="label">[491]</span></a> bis in den groben Grund, <span class="nowrap">d. h.</span> gründlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_492_492" id="Fussnote_492_492"></a><a href="#FNAnker_492_492"><span class="label">[492]</span></a> ärgerlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_493_493" id="Fussnote_493_493"></a><a href="#FNAnker_493_493"><span class="label">[493]</span></a> gräme, ärgere mich im stillen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_494_494" id="Fussnote_494_494"></a><a href="#FNAnker_494_494"><span class="label">[494]</span></a> Tür.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_495_495" id="Fussnote_495_495"></a><a href="#FNAnker_495_495"><span class="label">[495]</span></a> mache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_496_496" id="Fussnote_496_496"></a><a href="#FNAnker_496_496"><span class="label">[496]</span></a> Bruder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_497_497" id="Fussnote_497_497"></a><a href="#FNAnker_497_497"><span class="label">[497]</span></a> die Tageszeit geboten, <span class="nowrap">d. h.</span> gegrüßt habe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_498_498" id="Fussnote_498_498"></a><a href="#FNAnker_498_498"><span class="label">[498]</span></a> aber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_499_499" id="Fussnote_499_499"></a><a href="#FNAnker_499_499"><span class="label">[499]</span></a> sah so sauer aus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_500_500" id="Fussnote_500_500"></a><a href="#FNAnker_500_500"><span class="label">[500]</span></a> wie ein gesalzener Hering.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_501_501" id="Fussnote_501_501"></a><a href="#FNAnker_501_501"><span class="label">[501]</span></a> gelegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_502_502" id="Fussnote_502_502"></a><a href="#FNAnker_502_502"><span class="label">[502]</span></a> kurzweg.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_503_503" id="Fussnote_503_503"></a><a href="#FNAnker_503_503"><span class="label">[503]</span></a> setzte hinzu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_504_504" id="Fussnote_504_504"></a><a href="#FNAnker_504_504"><span class="label">[504]</span></a> nicht wohl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_505_505" id="Fussnote_505_505"></a><a href="#FNAnker_505_505"><span class="label">[505]</span></a> munter, schelmisch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_506_506" id="Fussnote_506_506"></a><a href="#FNAnker_506_506"><span class="label">[506]</span></a> schier, rein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_507_507" id="Fussnote_507_507"></a><a href="#FNAnker_507_507"><span class="label">[507]</span></a> Hafer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_508_508" id="Fussnote_508_508"></a><a href="#FNAnker_508_508"><span class="label">[508]</span></a> gestanden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_509_509" id="Fussnote_509_509"></a><a href="#FNAnker_509_509"><span class="label">[509]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_510_510" id="Fussnote_510_510"></a><a href="#FNAnker_510_510"><span class="label">[510]</span></a> Traum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_511_511" id="Fussnote_511_511"></a><a href="#FNAnker_511_511"><span class="label">[511]</span></a> guckt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_512_512" id="Fussnote_512_512"></a><a href="#FNAnker_512_512"><span class="label">[512]</span></a> scharf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_513_513" id="Fussnote_513_513"></a><a href="#FNAnker_513_513"><span class="label">[513]</span></a> fein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_514_514" id="Fussnote_514_514"></a><a href="#FNAnker_514_514"><span class="label">[514]</span></a> Rahm, Sahne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_515_515" id="Fussnote_515_515"></a><a href="#FNAnker_515_515"><span class="label">[515]</span></a> Milch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_516_516" id="Fussnote_516_516"></a><a href="#FNAnker_516_516"><span class="label">[516]</span></a> begnügen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_517_517" id="Fussnote_517_517"></a><a href="#FNAnker_517_517"><span class="label">[517]</span></a> geschrieben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_518_518" id="Fussnote_518_518"></a><a href="#FNAnker_518_518"><span class="label">[518]</span></a> Verkehr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_519_519" id="Fussnote_519_519"></a><a href="#FNAnker_519_519"><span class="label">[519]</span></a> reißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_520_520" id="Fussnote_520_520"></a><a href="#FNAnker_520_520"><span class="label">[520]</span></a> schmeißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_521_521" id="Fussnote_521_521"></a><a href="#FNAnker_521_521"><span class="label">[521]</span></a> Mädchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_522_522" id="Fussnote_522_522"></a><a href="#FNAnker_522_522"><span class="label">[522]</span></a> feierlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_523_523" id="Fussnote_523_523"></a><a href="#FNAnker_523_523"><span class="label">[523]</span></a> unterschreiben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_524_524" id="Fussnote_524_524"></a><a href="#FNAnker_524_524"><span class="label">[524]</span></a> zuerst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_525_525" id="Fussnote_525_525"></a><a href="#FNAnker_525_525"><span class="label">[525]</span></a> dann schmiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_526_526" id="Fussnote_526_526"></a><a href="#FNAnker_526_526"><span class="label">[526]</span></a> laut auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_527_527" id="Fussnote_527_527"></a><a href="#FNAnker_527_527"><span class="label">[527]</span></a> gut 20 Jahre.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_528_528" id="Fussnote_528_528"></a><a href="#FNAnker_528_528"><span class="label">[528]</span></a> älter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_529_529" id="Fussnote_529_529"></a><a href="#FNAnker_529_529"><span class="label">[529]</span></a> traute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_530_530" id="Fussnote_530_530"></a><a href="#FNAnker_530_530"><span class="label">[530]</span></a> Courage.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_531_531" id="Fussnote_531_531"></a><a href="#FNAnker_531_531"><span class="label">[531]</span></a> schon ausging.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_532_532" id="Fussnote_532_532"></a><a href="#FNAnker_532_532"><span class="label">[532]</span></a> weiter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_533_533" id="Fussnote_533_533"></a><a href="#FNAnker_533_533"><span class="label">[533]</span></a> kriegte es.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_534_534" id="Fussnote_534_534"></a><a href="#FNAnker_534_534"><span class="label">[534]</span></a> Herz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_535_535" id="Fussnote_535_535"></a><a href="#FNAnker_535_535"><span class="label">[535]</span></a> breit genug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_536_536" id="Fussnote_536_536"></a><a href="#FNAnker_536_536"><span class="label">[536]</span></a> verzog.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_537_537" id="Fussnote_537_537"></a><a href="#FNAnker_537_537"><span class="label">[537]</span></a> die Lache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_538_538" id="Fussnote_538_538"></a><a href="#FNAnker_538_538"><span class="label">[538]</span></a> blieb unterwegs hängen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_539_539" id="Fussnote_539_539"></a><a href="#FNAnker_539_539"><span class="label">[539]</span></a> Spiegel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_540_540" id="Fussnote_540_540"></a><a href="#FNAnker_540_540"><span class="label">[540]</span></a> ins Ende, in die Höhe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_541_541" id="Fussnote_541_541"></a><a href="#FNAnker_541_541"><span class="label">[541]</span></a> auf und nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_542_542" id="Fussnote_542_542"></a><a href="#FNAnker_542_542"><span class="label">[542]</span></a> schlecht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_543_543" id="Fussnote_543_543"></a><a href="#FNAnker_543_543"><span class="label">[543]</span></a> schlug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_544_544" id="Fussnote_544_544"></a><a href="#FNAnker_544_544"><span class="label">[544]</span></a> er tut’s.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_545_545" id="Fussnote_545_545"></a><a href="#FNAnker_545_545"><span class="label">[545]</span></a> kapabel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_546_546" id="Fussnote_546_546"></a><a href="#FNAnker_546_546"><span class="label">[546]</span></a> aus mancherlei Ursache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_547_547" id="Fussnote_547_547"></a><a href="#FNAnker_547_547"><span class="label">[547]</span></a> Schelte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_548_548" id="Fussnote_548_548"></a><a href="#FNAnker_548_548"><span class="label">[548]</span></a> spielte L’hombre.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_549_549" id="Fussnote_549_549"></a><a href="#FNAnker_549_549"><span class="label">[549]</span></a> leiden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_550_550" id="Fussnote_550_550"></a><a href="#FNAnker_550_550"><span class="label">[550]</span></a> spielte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_551_551" id="Fussnote_551_551"></a><a href="#FNAnker_551_551"><span class="label">[551]</span></a> verlor.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_552_552" id="Fussnote_552_552"></a><a href="#FNAnker_552_552"><span class="label">[552]</span></a> dann wieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_553_553" id="Fussnote_553_553"></a><a href="#FNAnker_553_553"><span class="label">[553]</span></a> abkaufen lassen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_554_554" id="Fussnote_554_554"></a><a href="#FNAnker_554_554"><span class="label">[554]</span></a> nahm den Mohren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_555_555" id="Fussnote_555_555"></a><a href="#FNAnker_555_555"><span class="label">[555]</span></a> Codille.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_556_556" id="Fussnote_556_556"></a><a href="#FNAnker_556_556"><span class="label">[556]</span></a> verdrießlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_557_557" id="Fussnote_557_557"></a><a href="#FNAnker_557_557"><span class="label">[557]</span></a> nach Hause.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_558_558" id="Fussnote_558_558"></a><a href="#FNAnker_558_558"><span class="label">[558]</span></a> legte mich nieder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_559_559" id="Fussnote_559_559"></a><a href="#FNAnker_559_559"><span class="label">[559]</span></a> wollte schlafen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_560_560" id="Fussnote_560_560"></a><a href="#FNAnker_560_560"><span class="label">[560]</span></a> konnte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_561_561" id="Fussnote_561_561"></a><a href="#FNAnker_561_561"><span class="label">[561]</span></a> süß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_562_562" id="Fussnote_562_562"></a><a href="#FNAnker_562_562"><span class="label">[562]</span></a> angetan.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_563_563" id="Fussnote_563_563"></a><a href="#FNAnker_563_563"><span class="label">[563]</span></a> fiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_564_564" id="Fussnote_564_564"></a><a href="#FNAnker_564_564"><span class="label">[564]</span></a> Leben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_565_565" id="Fussnote_565_565"></a><a href="#FNAnker_565_565"><span class="label">[565]</span></a> nur zu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_566_566" id="Fussnote_566_566"></a><a href="#FNAnker_566_566"><span class="label">[566]</span></a> Fragezeichen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_567_567" id="Fussnote_567_567"></a><a href="#FNAnker_567_567"><span class="label">[567]</span></a> ausdeutete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_568_568" id="Fussnote_568_568"></a><a href="#FNAnker_568_568"><span class="label">[568]</span></a> hieß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_569_569" id="Fussnote_569_569"></a><a href="#FNAnker_569_569"><span class="label">[569]</span></a> besser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_570_570" id="Fussnote_570_570"></a><a href="#FNAnker_570_570"><span class="label">[570]</span></a> selbst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_571_571" id="Fussnote_571_571"></a><a href="#FNAnker_571_571"><span class="label">[571]</span></a> sah ich ein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_572_572" id="Fussnote_572_572"></a><a href="#FNAnker_572_572"><span class="label">[572]</span></a> graue.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_573_573" id="Fussnote_573_573"></a><a href="#FNAnker_573_573"><span class="label">[573]</span></a> kalte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_574_574" id="Fussnote_574_574"></a><a href="#FNAnker_574_574"><span class="label">[574]</span></a> schien.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_575_575" id="Fussnote_575_575"></a><a href="#FNAnker_575_575"><span class="label">[575]</span></a> Knochen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_576_576" id="Fussnote_576_576"></a><a href="#FNAnker_576_576"><span class="label">[576]</span></a> schauerte, gruselte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_577_577" id="Fussnote_577_577"></a><a href="#FNAnker_577_577"><span class="label">[577]</span></a> was sein muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_578_578" id="Fussnote_578_578"></a><a href="#FNAnker_578_578"><span class="label">[578]</span></a> kaufen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_579_579" id="Fussnote_579_579"></a><a href="#FNAnker_579_579"><span class="label">[579]</span></a> Paar.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_580_580" id="Fussnote_580_580"></a><a href="#FNAnker_580_580"><span class="label">[580]</span></a> feinen, gelben Handschuhen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_581_581" id="Fussnote_581_581"></a><a href="#FNAnker_581_581"><span class="label">[581]</span></a> Advokaten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_582_582" id="Fussnote_582_582"></a><a href="#FNAnker_582_582"><span class="label">[582]</span></a> tragen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_583_583" id="Fussnote_583_583"></a><a href="#FNAnker_583_583"><span class="label">[583]</span></a> bedeuten wollen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_584_584" id="Fussnote_584_584"></a><a href="#FNAnker_584_584"><span class="label">[584]</span></a> Gegen elf (Uhr).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_585_585" id="Fussnote_585_585"></a><a href="#FNAnker_585_585"><span class="label">[585]</span></a> steckte (stak).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_586_586" id="Fussnote_586_586"></a><a href="#FNAnker_586_586"><span class="label">[586]</span></a> schwarz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_587_587" id="Fussnote_587_587"></a><a href="#FNAnker_587_587"><span class="label">[587]</span></a> Leibrock.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_588_588" id="Fussnote_588_588"></a><a href="#FNAnker_588_588"><span class="label">[588]</span></a> neuen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_589_589" id="Fussnote_589_589"></a><a href="#FNAnker_589_589"><span class="label">[589]</span></a> ehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_590_590" id="Fussnote_590_590"></a><a href="#FNAnker_590_590"><span class="label">[590]</span></a> Hut aufsetzte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_591_591" id="Fussnote_591_591"></a><a href="#FNAnker_591_591"><span class="label">[591]</span></a> geglaubt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_592_592" id="Fussnote_592_592"></a><a href="#FNAnker_592_592"><span class="label">[592]</span></a> schmiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_593_593" id="Fussnote_593_593"></a><a href="#FNAnker_593_593"><span class="label">[593]</span></a> bleiben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_594_594" id="Fussnote_594_594"></a><a href="#FNAnker_594_594"><span class="label">[594]</span></a> Pantoffeln.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_595_595" id="Fussnote_595_595"></a><a href="#FNAnker_595_595"><span class="label">[595]</span></a> standen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_596_596" id="Fussnote_596_596"></a><a href="#FNAnker_596_596"><span class="label">[596]</span></a> ihr werdet euch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_597_597" id="Fussnote_597_597"></a><a href="#FNAnker_597_597"><span class="label">[597]</span></a> wundern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_598_598" id="Fussnote_598_598"></a><a href="#FNAnker_598_598"><span class="label">[598]</span></a> binnen kurzem.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_599_599" id="Fussnote_599_599"></a><a href="#FNAnker_599_599"><span class="label">[599]</span></a> kleine.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_600_600" id="Fussnote_600_600"></a><a href="#FNAnker_600_600"><span class="label">[600]</span></a> zum Besuch kommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_601_601" id="Fussnote_601_601"></a><a href="#FNAnker_601_601"><span class="label">[601]</span></a> die Straße hinab.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_602_602" id="Fussnote_602_602"></a><a href="#FNAnker_602_602"><span class="label">[602]</span></a> komme.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_603_603" id="Fussnote_603_603"></a><a href="#FNAnker_603_603"><span class="label">[603]</span></a> erst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_604_604" id="Fussnote_604_604"></a><a href="#FNAnker_604_604"><span class="label">[604]</span></a> Frieden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_605_605" id="Fussnote_605_605"></a><a href="#FNAnker_605_605"><span class="label">[605]</span></a> klopfte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_606_606" id="Fussnote_606_606"></a><a href="#FNAnker_606_606"><span class="label">[606]</span></a> schon viel gesehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_607_607" id="Fussnote_607_607"></a><a href="#FNAnker_607_607"><span class="label">[607]</span></a> Kerl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_608_608" id="Fussnote_608_608"></a><a href="#FNAnker_608_608"><span class="label">[608]</span></a> Feuer fraß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_609_609" id="Fussnote_609_609"></a><a href="#FNAnker_609_609"><span class="label">[609]</span></a> Hechelheede = Werg.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_610_610" id="Fussnote_610_610"></a><a href="#FNAnker_610_610"><span class="label">[610]</span></a> seidenen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_611_611" id="Fussnote_611_611"></a><a href="#FNAnker_611_611"><span class="label">[611]</span></a> blau.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_612_612" id="Fussnote_612_612"></a><a href="#FNAnker_612_612"><span class="label">[612]</span></a> niemals.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_613_613" id="Fussnote_613_613"></a><a href="#FNAnker_613_613"><span class="label">[613]</span></a> kriegte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_614_614" id="Fussnote_614_614"></a><a href="#FNAnker_614_614"><span class="label">[614]</span></a> da stand.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_615_615" id="Fussnote_615_615"></a><a href="#FNAnker_615_615"><span class="label">[615]</span></a> in demselben Aufzug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_616_616" id="Fussnote_616_616"></a><a href="#FNAnker_616_616"><span class="label">[616]</span></a> bloß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_617_617" id="Fussnote_617_617"></a><a href="#FNAnker_617_617"><span class="label">[617]</span></a> grüner Jagdrock (Frack).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_618_618" id="Fussnote_618_618"></a><a href="#FNAnker_618_618"><span class="label">[618]</span></a> Hirschleder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_619_619" id="Fussnote_619_619"></a><a href="#FNAnker_619_619"><span class="label">[619]</span></a> Schafleder.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_620_620" id="Fussnote_620_620"></a><a href="#FNAnker_620_620"><span class="label">[620]</span></a> weißer Schnurrbart.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_621_621" id="Fussnote_621_621"></a><a href="#FNAnker_621_621"><span class="label">[621]</span></a> klare Eiszapfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_622_622" id="Fussnote_622_622"></a><a href="#FNAnker_622_622"><span class="label">[622]</span></a> niederhing.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_623_623" id="Fussnote_623_623"></a><a href="#FNAnker_623_623"><span class="label">[623]</span></a> nach oben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_624_624" id="Fussnote_624_624"></a><a href="#FNAnker_624_624"><span class="label">[624]</span></a> aufgeschwänzt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_625_625" id="Fussnote_625_625"></a><a href="#FNAnker_625_625"><span class="label">[625]</span></a> Couleuren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_626_626" id="Fussnote_626_626"></a><a href="#FNAnker_626_626"><span class="label">[626]</span></a> rief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_627_627" id="Fussnote_627_627"></a><a href="#FNAnker_627_627"><span class="label">[627]</span></a> rollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_628_628" id="Fussnote_628_628"></a><a href="#FNAnker_628_628"><span class="label">[628]</span></a> erschrak.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_629_629" id="Fussnote_629_629"></a><a href="#FNAnker_629_629"><span class="label">[629]</span></a> rufe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_630_630" id="Fussnote_630_630"></a><a href="#FNAnker_630_630"><span class="label">[630]</span></a> ja nur.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_631_631" id="Fussnote_631_631"></a><a href="#FNAnker_631_631"><span class="label">[631]</span></a> gekommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_632_632" id="Fussnote_632_632"></a><a href="#FNAnker_632_632"><span class="label">[632]</span></a> fest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_633_633" id="Fussnote_633_633"></a><a href="#FNAnker_633_633"><span class="label">[633]</span></a> solltest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_634_634" id="Fussnote_634_634"></a><a href="#FNAnker_634_634"><span class="label">[634]</span></a> lieber alter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_635_635" id="Fussnote_635_635"></a><a href="#FNAnker_635_635"><span class="label">[635]</span></a> wolltest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_636_636" id="Fussnote_636_636"></a><a href="#FNAnker_636_636"><span class="label">[636]</span></a> bißchen erschrecken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_637_637" id="Fussnote_637_637"></a><a href="#FNAnker_637_637"><span class="label">[637]</span></a> weiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_638_638" id="Fussnote_638_638"></a><a href="#FNAnker_638_638"><span class="label">[638]</span></a> -zeiten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_639_639" id="Fussnote_639_639"></a><a href="#FNAnker_639_639"><span class="label">[639]</span></a> stößt, rüttelt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_640_640" id="Fussnote_640_640"></a><a href="#FNAnker_640_640"><span class="label">[640]</span></a> zusammen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_641_641" id="Fussnote_641_641"></a><a href="#FNAnker_641_641"><span class="label">[641]</span></a> rafft, richtet ihn auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_642_642" id="Fussnote_642_642"></a><a href="#FNAnker_642_642"><span class="label">[642]</span></a> denn dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_643_643" id="Fussnote_643_643"></a><a href="#FNAnker_643_643"><span class="label">[643]</span></a> Schimpf, Scham.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_644_644" id="Fussnote_644_644"></a><a href="#FNAnker_644_644"><span class="label">[644]</span></a> Spiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_645_645" id="Fussnote_645_645"></a><a href="#FNAnker_645_645"><span class="label">[645]</span></a> Bogen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_646_646" id="Fussnote_646_646"></a><a href="#FNAnker_646_646"><span class="label">[646]</span></a> Kniff, Knautsch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_647_647" id="Fussnote_647_647"></a><a href="#FNAnker_647_647"><span class="label">[647]</span></a> kniff.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_648_648" id="Fussnote_648_648"></a><a href="#FNAnker_648_648"><span class="label">[648]</span></a> Faust.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_649_649" id="Fussnote_649_649"></a><a href="#FNAnker_649_649"><span class="label">[649]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_650_650" id="Fussnote_650_650"></a><a href="#FNAnker_650_650"><span class="label">[650]</span></a> mehr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_651_651" id="Fussnote_651_651"></a><a href="#FNAnker_651_651"><span class="label">[651]</span></a> holte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_652_652" id="Fussnote_652_652"></a><a href="#FNAnker_652_652"><span class="label">[652]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_653_653" id="Fussnote_653_653"></a><a href="#FNAnker_653_653"><span class="label">[653]</span></a> Setze.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_654_654" id="Fussnote_654_654"></a><a href="#FNAnker_654_654"><span class="label">[654]</span></a> Stuhl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_655_655" id="Fussnote_655_655"></a><a href="#FNAnker_655_655"><span class="label">[655]</span></a> knüpft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_656_656" id="Fussnote_656_656"></a><a href="#FNAnker_656_656"><span class="label">[656]</span></a> Stege.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_657_657" id="Fussnote_657_657"></a><a href="#FNAnker_657_657"><span class="label">[657]</span></a> Fußfall.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_658_658" id="Fussnote_658_658"></a><a href="#FNAnker_658_658"><span class="label">[658]</span></a> gehört.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_659_659" id="Fussnote_659_659"></a><a href="#FNAnker_659_659"><span class="label">[659]</span></a> niemals selbst durchgemacht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_660_660" id="Fussnote_660_660"></a><a href="#FNAnker_660_660"><span class="label">[660]</span></a> auf Bildern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_661_661" id="Fussnote_661_661"></a><a href="#FNAnker_661_661"><span class="label">[661]</span></a> warte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_662_662" id="Fussnote_662_662"></a><a href="#FNAnker_662_662"><span class="label">[662]</span></a> unter die Arme greifen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_663_663" id="Fussnote_663_663"></a><a href="#FNAnker_663_663"><span class="label">[663]</span></a> dabei riß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_664_664" id="Fussnote_664_664"></a><a href="#FNAnker_664_664"><span class="label">[664]</span></a> Kommode.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_665_665" id="Fussnote_665_665"></a><a href="#FNAnker_665_665"><span class="label">[665]</span></a> kramte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_666_666" id="Fussnote_666_666"></a><a href="#FNAnker_666_666"><span class="label">[666]</span></a> Auszug, Schublade.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_667_667" id="Fussnote_667_667"></a><a href="#FNAnker_667_667"><span class="label">[667]</span></a> da kam.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_668_668" id="Fussnote_668_668"></a><a href="#FNAnker_668_668"><span class="label">[668]</span></a> Stammbuch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_669_669" id="Fussnote_669_669"></a><a href="#FNAnker_669_669"><span class="label">[669]</span></a> geschah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_670_670" id="Fussnote_670_670"></a><a href="#FNAnker_670_670"><span class="label">[670]</span></a> anrührte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_671_671" id="Fussnote_671_671"></a><a href="#FNAnker_671_671"><span class="label">[671]</span></a> dann zog.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_672_672" id="Fussnote_672_672"></a><a href="#FNAnker_672_672"><span class="label">[672]</span></a> Zeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_673_673" id="Fussnote_673_673"></a><a href="#FNAnker_673_673"><span class="label">[673]</span></a> tief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_674_674" id="Fussnote_674_674"></a><a href="#FNAnker_674_674"><span class="label">[674]</span></a> hielt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_675_675" id="Fussnote_675_675"></a><a href="#FNAnker_675_675"><span class="label">[675]</span></a> mit schwarzen Kreuzen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_676_676" id="Fussnote_676_676"></a><a href="#FNAnker_676_676"><span class="label">[676]</span></a> weichmütig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_677_677" id="Fussnote_677_677"></a><a href="#FNAnker_677_677"><span class="label">[677]</span></a> viel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_678_678" id="Fussnote_678_678"></a><a href="#FNAnker_678_678"><span class="label">[678]</span></a> einer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_679_679" id="Fussnote_679_679"></a><a href="#FNAnker_679_679"><span class="label">[679]</span></a> Christian.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_680_680" id="Fussnote_680_680"></a><a href="#FNAnker_680_680"><span class="label">[680]</span></a> Schneider.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_681_681" id="Fussnote_681_681"></a><a href="#FNAnker_681_681"><span class="label">[681]</span></a> Sohn.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_682_682" id="Fussnote_682_682"></a><a href="#FNAnker_682_682"><span class="label">[682]</span></a> meinen Eltern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_683_683" id="Fussnote_683_683"></a><a href="#FNAnker_683_683"><span class="label">[683]</span></a> Haus an Haus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_684_684" id="Fussnote_684_684"></a><a href="#FNAnker_684_684"><span class="label">[684]</span></a> wohnte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_685_685" id="Fussnote_685_685"></a><a href="#FNAnker_685_685"><span class="label">[685]</span></a> Torschreiber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_686_686" id="Fussnote_686_686"></a><a href="#FNAnker_686_686"><span class="label">[686]</span></a> Parchim, meckl. Stadt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_687_687" id="Fussnote_687_687"></a><a href="#FNAnker_687_687"><span class="label">[687]</span></a> sein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_688_688" id="Fussnote_688_688"></a><a href="#FNAnker_688_688"><span class="label">[688]</span></a> läßt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_689_689" id="Fussnote_689_689"></a><a href="#FNAnker_689_689"><span class="label">[689]</span></a> besuchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_690_690" id="Fussnote_690_690"></a><a href="#FNAnker_690_690"><span class="label">[690]</span></a> diesmal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_691_691" id="Fussnote_691_691"></a><a href="#FNAnker_691_691"><span class="label">[691]</span></a> heraus geholt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_692_692" id="Fussnote_692_692"></a><a href="#FNAnker_692_692"><span class="label">[692]</span></a> suche.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_693_693" id="Fussnote_693_693"></a><a href="#FNAnker_693_693"><span class="label">[693]</span></a> lerne ihn auswendig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_694_694" id="Fussnote_694_694"></a><a href="#FNAnker_694_694"><span class="label">[694]</span></a> darin stehen welche.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_695_695" id="Fussnote_695_695"></a><a href="#FNAnker_695_695"><span class="label">[695]</span></a> beten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_696_696" id="Fussnote_696_696"></a><a href="#FNAnker_696_696"><span class="label">[696]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_697_697" id="Fussnote_697_697"></a><a href="#FNAnker_697_697"><span class="label">[697]</span></a> auf Erden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_698_698" id="Fussnote_698_698"></a><a href="#FNAnker_698_698"><span class="label">[698]</span></a> finden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_699_699" id="Fussnote_699_699"></a><a href="#FNAnker_699_699"><span class="label">[699]</span></a> blätterte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_700_700" id="Fussnote_700_700"></a><a href="#FNAnker_700_700"><span class="label">[700]</span></a> tue.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_701_701" id="Fussnote_701_701"></a><a href="#FNAnker_701_701"><span class="label">[701]</span></a> wie es mir ums Herz ist.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_702_702" id="Fussnote_702_702"></a><a href="#FNAnker_702_702"><span class="label">[702]</span></a> heute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_703_703" id="Fussnote_703_703"></a><a href="#FNAnker_703_703"><span class="label">[703]</span></a> auch gut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_704_704" id="Fussnote_704_704"></a><a href="#FNAnker_704_704"><span class="label">[704]</span></a> mache nun auch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_705_705" id="Fussnote_705_705"></a><a href="#FNAnker_705_705"><span class="label">[705]</span></a> umdrehte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_706_706" id="Fussnote_706_706"></a><a href="#FNAnker_706_706"><span class="label">[706]</span></a> weiße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_707_707" id="Fussnote_707_707"></a><a href="#FNAnker_707_707"><span class="label">[707]</span></a> halbe Elle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_708_708" id="Fussnote_708_708"></a><a href="#FNAnker_708_708"><span class="label">[708]</span></a> gab.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_709_709" id="Fussnote_709_709"></a><a href="#FNAnker_709_709"><span class="label">[709]</span></a> stopfte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_710_710" id="Fussnote_710_710"></a><a href="#FNAnker_710_710"><span class="label">[710]</span></a> Ende.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_711_711" id="Fussnote_711_711"></a><a href="#FNAnker_711_711"><span class="label">[711]</span></a> unter das Halstuch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_712_712" id="Fussnote_712_712"></a><a href="#FNAnker_712_712"><span class="label">[712]</span></a> Haustür.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_713_713" id="Fussnote_713_713"></a><a href="#FNAnker_713_713"><span class="label">[713]</span></a> da hustete.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_714_714" id="Fussnote_714_714"></a><a href="#FNAnker_714_714"><span class="label">[714]</span></a> über.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_715_715" id="Fussnote_715_715"></a><a href="#FNAnker_715_715"><span class="label">[715]</span></a> hinauf guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_716_716" id="Fussnote_716_716"></a><a href="#FNAnker_716_716"><span class="label">[716]</span></a> lag.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_717_717" id="Fussnote_717_717"></a><a href="#FNAnker_717_717"><span class="label">[717]</span></a> halb (geöffnet).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_718_718" id="Fussnote_718_718"></a><a href="#FNAnker_718_718"><span class="label">[718]</span></a> blinzelte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_719_719" id="Fussnote_719_719"></a><a href="#FNAnker_719_719"><span class="label">[719]</span></a> Straße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_720_720" id="Fussnote_720_720"></a><a href="#FNAnker_720_720"><span class="label">[720]</span></a> wehte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_721_721" id="Fussnote_721_721"></a><a href="#FNAnker_721_721"><span class="label">[721]</span></a> die Leute möchten merken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_722_722" id="Fussnote_722_722"></a><a href="#FNAnker_722_722"><span class="label">[722]</span></a> zwischen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_723_723" id="Fussnote_723_723"></a><a href="#FNAnker_723_723"><span class="label">[723]</span></a> erzählen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_724_724" id="Fussnote_724_724"></a><a href="#FNAnker_724_724"><span class="label">[724]</span></a> hüten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_725_725" id="Fussnote_725_725"></a><a href="#FNAnker_725_725"><span class="label">[725]</span></a> unter 100.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_726_726" id="Fussnote_726_726"></a><a href="#FNAnker_726_726"><span class="label">[726]</span></a> machen 99.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_727_727" id="Fussnote_727_727"></a><a href="#FNAnker_727_727"><span class="label">[727]</span></a> Bräutigams.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_728_728" id="Fussnote_728_728"></a><a href="#FNAnker_728_728"><span class="label">[728]</span></a> gebe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_729_729" id="Fussnote_729_729"></a><a href="#FNAnker_729_729"><span class="label">[729]</span></a> Sache übernehmen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_730_730" id="Fussnote_730_730"></a><a href="#FNAnker_730_730"><span class="label">[730]</span></a> klüger.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_731_731" id="Fussnote_731_731"></a><a href="#FNAnker_731_731"><span class="label">[731]</span></a> nach etwa 1½ Stunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_732_732" id="Fussnote_732_732"></a><a href="#FNAnker_732_732"><span class="label">[732]</span></a> bis unter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_733_733" id="Fussnote_733_733"></a><a href="#FNAnker_733_733"><span class="label">[733]</span></a> Hutkopf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_734_734" id="Fussnote_734_734"></a><a href="#FNAnker_734_734"><span class="label">[734]</span></a> darnach ausgesehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_735_735" id="Fussnote_735_735"></a><a href="#FNAnker_735_735"><span class="label">[735]</span></a> töricht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_736_736" id="Fussnote_736_736"></a><a href="#FNAnker_736_736"><span class="label">[736]</span></a> angewöhnt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_737_737" id="Fussnote_737_737"></a><a href="#FNAnker_737_737"><span class="label">[737]</span></a> selbst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_738_738" id="Fussnote_738_738"></a><a href="#FNAnker_738_738"><span class="label">[738]</span></a> schnacken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_739_739" id="Fussnote_739_739"></a><a href="#FNAnker_739_739"><span class="label">[739]</span></a> herunter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_740_740" id="Fussnote_740_740"></a><a href="#FNAnker_740_740"><span class="label">[740]</span></a> gingen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_741_741" id="Fussnote_741_741"></a><a href="#FNAnker_741_741"><span class="label">[741]</span></a> scharf nachguckten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_742_742" id="Fussnote_742_742"></a><a href="#FNAnker_742_742"><span class="label">[742]</span></a> wie meine Hände.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_743_743" id="Fussnote_743_743"></a><a href="#FNAnker_743_743"><span class="label">[743]</span></a> etwa drei Ruten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_744_744" id="Fussnote_744_744"></a><a href="#FNAnker_744_744"><span class="label">[744]</span></a> ab, entfernt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_745_745" id="Fussnote_745_745"></a><a href="#FNAnker_745_745"><span class="label">[745]</span></a> stürzte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_746_746" id="Fussnote_746_746"></a><a href="#FNAnker_746_746"><span class="label">[746]</span></a> fiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_747_747" id="Fussnote_747_747"></a><a href="#FNAnker_747_747"><span class="label">[747]</span></a> hinter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_748_748" id="Fussnote_748_748"></a><a href="#FNAnker_748_748"><span class="label">[748]</span></a> gestanden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_749_749" id="Fussnote_749_749"></a><a href="#FNAnker_749_749"><span class="label">[749]</span></a> gelauert.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_750_750" id="Fussnote_750_750"></a><a href="#FNAnker_750_750"><span class="label">[750]</span></a> rief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_751_751" id="Fussnote_751_751"></a><a href="#FNAnker_751_751"><span class="label">[751]</span></a> halte dein Maul.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_752_752" id="Fussnote_752_752"></a><a href="#FNAnker_752_752"><span class="label">[752]</span></a> wann ehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_753_753" id="Fussnote_753_753"></a><a href="#FNAnker_753_753"><span class="label">[753]</span></a> schweige.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_754_754" id="Fussnote_754_754"></a><a href="#FNAnker_754_754"><span class="label">[754]</span></a> faßte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_755_755" id="Fussnote_755_755"></a><a href="#FNAnker_755_755"><span class="label">[755]</span></a> zog.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_756_756" id="Fussnote_756_756"></a><a href="#FNAnker_756_756"><span class="label">[756]</span></a> da konnte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_757_757" id="Fussnote_757_757"></a><a href="#FNAnker_757_757"><span class="label">[757]</span></a> halten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_758_758" id="Fussnote_758_758"></a><a href="#FNAnker_758_758"><span class="label">[758]</span></a> spielte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_759_759" id="Fussnote_759_759"></a><a href="#FNAnker_759_759"><span class="label">[759]</span></a> Herz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_760_760" id="Fussnote_760_760"></a><a href="#FNAnker_760_760"><span class="label">[760]</span></a> Solo-Couleur (beim Kartenspiel).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_761_761" id="Fussnote_761_761"></a><a href="#FNAnker_761_761"><span class="label">[761]</span></a> leuchteten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_762_762" id="Fussnote_762_762"></a><a href="#FNAnker_762_762"><span class="label">[762]</span></a> Augen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_763_763" id="Fussnote_763_763"></a><a href="#FNAnker_763_763"><span class="label">[763]</span></a> Trümpfe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_764_764" id="Fussnote_764_764"></a><a href="#FNAnker_764_764"><span class="label">[764]</span></a> wies.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_765_765" id="Fussnote_765_765"></a><a href="#FNAnker_765_765"><span class="label">[765]</span></a> Daumen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_766_766" id="Fussnote_766_766"></a><a href="#FNAnker_766_766"><span class="label">[766]</span></a> Schulter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_767_767" id="Fussnote_767_767"></a><a href="#FNAnker_767_767"><span class="label">[767]</span></a> sehen Sie da.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_768_768" id="Fussnote_768_768"></a><a href="#FNAnker_768_768"><span class="label">[768]</span></a> wissen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_769_769" id="Fussnote_769_769"></a><a href="#FNAnker_769_769"><span class="label">[769]</span></a> wieder genug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_770_770" id="Fussnote_770_770"></a><a href="#FNAnker_770_770"><span class="label">[770]</span></a> guckte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_771_771" id="Fussnote_771_771"></a><a href="#FNAnker_771_771"><span class="label">[771]</span></a> quer, von der Seite.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_772_772" id="Fussnote_772_772"></a><a href="#FNAnker_772_772"><span class="label">[772]</span></a> wiese, zeigte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_773_773" id="Fussnote_773_773"></a><a href="#FNAnker_773_773"><span class="label">[773]</span></a> schwarz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_774_774" id="Fussnote_774_774"></a><a href="#FNAnker_774_774"><span class="label">[774]</span></a> niedersetzen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_775_775" id="Fussnote_775_775"></a><a href="#FNAnker_775_775"><span class="label">[775]</span></a> erzählen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_776_776" id="Fussnote_776_776"></a><a href="#FNAnker_776_776"><span class="label">[776]</span></a> aus, zu Ende erzählt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_777_777" id="Fussnote_777_777"></a><a href="#FNAnker_777_777"><span class="label">[777]</span></a> wie der Himmel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_778_778" id="Fussnote_778_778"></a><a href="#FNAnker_778_778"><span class="label">[778]</span></a> in der Heuernte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_779_779" id="Fussnote_779_779"></a><a href="#FNAnker_779_779"><span class="label">[779]</span></a> Sonne scheinen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_780_780" id="Fussnote_780_780"></a><a href="#FNAnker_780_780"><span class="label">[780]</span></a> regnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_781_781" id="Fussnote_781_781"></a><a href="#FNAnker_781_781"><span class="label">[781]</span></a> lassen soll.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_782_782" id="Fussnote_782_782"></a><a href="#FNAnker_782_782"><span class="label">[782]</span></a> Teil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_783_783" id="Fussnote_783_783"></a><a href="#FNAnker_783_783"><span class="label">[783]</span></a> besser gemacht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_784_784" id="Fussnote_784_784"></a><a href="#FNAnker_784_784"><span class="label">[784]</span></a> fragte dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_785_785" id="Fussnote_785_785"></a><a href="#FNAnker_785_785"><span class="label">[785]</span></a> bei welchem.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_786_786" id="Fussnote_786_786"></a><a href="#FNAnker_786_786"><span class="label">[786]</span></a> Fußfall.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_787_787" id="Fussnote_787_787"></a><a href="#FNAnker_787_787"><span class="label">[787]</span></a> angebracht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_788_788" id="Fussnote_788_788"></a><a href="#FNAnker_788_788"><span class="label">[788]</span></a> gestehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_789_789" id="Fussnote_789_789"></a><a href="#FNAnker_789_789"><span class="label">[789]</span></a> zum Vorschein gekommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_790_790" id="Fussnote_790_790"></a><a href="#FNAnker_790_790"><span class="label">[790]</span></a> wohl zu speisen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_791_791" id="Fussnote_791_791"></a><a href="#FNAnker_791_791"><span class="label">[791]</span></a> halte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_792_792" id="Fussnote_792_792"></a><a href="#FNAnker_792_792"><span class="label">[792]</span></a> nachkommt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_793_793" id="Fussnote_793_793"></a><a href="#FNAnker_793_793"><span class="label">[793]</span></a> beißt der Wolf, sprichw.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_794_794" id="Fussnote_794_794"></a><a href="#FNAnker_794_794"><span class="label">[794]</span></a> viel zu zeitig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_795_795" id="Fussnote_795_795"></a><a href="#FNAnker_795_795"><span class="label">[795]</span></a> gekrähet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_796_796" id="Fussnote_796_796"></a><a href="#FNAnker_796_796"><span class="label">[796]</span></a> Sache.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_797_797" id="Fussnote_797_797"></a><a href="#FNAnker_797_797"><span class="label">[797]</span></a> gehört.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_798_798" id="Fussnote_798_798"></a><a href="#FNAnker_798_798"><span class="label">[798]</span></a> Verlobung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_799_799" id="Fussnote_799_799"></a><a href="#FNAnker_799_799"><span class="label">[799]</span></a> Kniee.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_800_800" id="Fussnote_800_800"></a><a href="#FNAnker_800_800"><span class="label">[800]</span></a> nächsten Tagen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_801_801" id="Fussnote_801_801"></a><a href="#FNAnker_801_801"><span class="label">[801]</span></a> auseinander.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_802_802" id="Fussnote_802_802"></a><a href="#FNAnker_802_802"><span class="label">[802]</span></a> Zeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_803_803" id="Fussnote_803_803"></a><a href="#FNAnker_803_803"><span class="label">[803]</span></a> hüten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_804_804" id="Fussnote_804_804"></a><a href="#FNAnker_804_804"><span class="label">[804]</span></a> tiefste.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_805_805" id="Fussnote_805_805"></a><a href="#FNAnker_805_805"><span class="label">[805]</span></a> muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_806_806" id="Fussnote_806_806"></a><a href="#FNAnker_806_806"><span class="label">[806]</span></a> Einer, man.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_807_807" id="Fussnote_807_807"></a><a href="#FNAnker_807_807"><span class="label">[807]</span></a> Jedem.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_808_808" id="Fussnote_808_808"></a><a href="#FNAnker_808_808"><span class="label">[808]</span></a> auf die Nase binden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_809_809" id="Fussnote_809_809"></a><a href="#FNAnker_809_809"><span class="label">[809]</span></a> nun auch gerne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_810_810" id="Fussnote_810_810"></a><a href="#FNAnker_810_810"><span class="label">[810]</span></a> glaube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_811_811" id="Fussnote_811_811"></a><a href="#FNAnker_811_811"><span class="label">[811]</span></a> mit — dazwischen laufen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_812_812" id="Fussnote_812_812"></a><a href="#FNAnker_812_812"><span class="label">[812]</span></a> Possen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_813_813" id="Fussnote_813_813"></a><a href="#FNAnker_813_813"><span class="label">[813]</span></a> treiben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_814_814" id="Fussnote_814_814"></a><a href="#FNAnker_814_814"><span class="label">[814]</span></a> verdrießen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_815_815" id="Fussnote_815_815"></a><a href="#FNAnker_815_815"><span class="label">[815]</span></a> Honigkuchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_816_816" id="Fussnote_816_816"></a><a href="#FNAnker_816_816"><span class="label">[816]</span></a> gehört.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_817_817" id="Fussnote_817_817"></a><a href="#FNAnker_817_817"><span class="label">[817]</span></a> ein klein bißchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_818_818" id="Fussnote_818_818"></a><a href="#FNAnker_818_818"><span class="label">[818]</span></a> Pfeffer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_819_819" id="Fussnote_819_819"></a><a href="#FNAnker_819_819"><span class="label">[819]</span></a> zuerst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_820_820" id="Fussnote_820_820"></a><a href="#FNAnker_820_820"><span class="label">[820]</span></a> Körnchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_821_821" id="Fussnote_821_821"></a><a href="#FNAnker_821_821"><span class="label">[821]</span></a> sah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_822_822" id="Fussnote_822_822"></a><a href="#FNAnker_822_822"><span class="label">[822]</span></a> bei den Verwandten meiner Braut.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_823_823" id="Fussnote_823_823"></a><a href="#FNAnker_823_823"><span class="label">[823]</span></a> Zufriedenheit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_824_824" id="Fussnote_824_824"></a><a href="#FNAnker_824_824"><span class="label">[824]</span></a> Fischkochen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_825_825" id="Fussnote_825_825"></a><a href="#FNAnker_825_825"><span class="label">[825]</span></a> überzeugt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_826_826" id="Fussnote_826_826"></a><a href="#FNAnker_826_826"><span class="label">[826]</span></a> sparte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_827_827" id="Fussnote_827_827"></a><a href="#FNAnker_827_827"><span class="label">[827]</span></a> griff tief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_828_828" id="Fussnote_828_828"></a><a href="#FNAnker_828_828"><span class="label">[828]</span></a> Honigtopf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_829_829" id="Fussnote_829_829"></a><a href="#FNAnker_829_829"><span class="label">[829]</span></a> süß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_830_830" id="Fussnote_830_830"></a><a href="#FNAnker_830_830"><span class="label">[830]</span></a> -monat.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_831_831" id="Fussnote_831_831"></a><a href="#FNAnker_831_831"><span class="label">[831]</span></a> viele Fliegen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_832_832" id="Fussnote_832_832"></a><a href="#FNAnker_832_832"><span class="label">[832]</span></a> zu bergen wußte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_833_833" id="Fussnote_833_833"></a><a href="#FNAnker_833_833"><span class="label">[833]</span></a> im Schwange.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_834_834" id="Fussnote_834_834"></a><a href="#FNAnker_834_834"><span class="label">[834]</span></a> zum Vergnügen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_835_835" id="Fussnote_835_835"></a><a href="#FNAnker_835_835"><span class="label">[835]</span></a> brüden = necken, foppen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_836_836" id="Fussnote_836_836"></a><a href="#FNAnker_836_836"><span class="label">[836]</span></a> ließ.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_837_837" id="Fussnote_837_837"></a><a href="#FNAnker_837_837"><span class="label">[837]</span></a> auf fünf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_838_838" id="Fussnote_838_838"></a><a href="#FNAnker_838_838"><span class="label">[838]</span></a> schon.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_839_839" id="Fussnote_839_839"></a><a href="#FNAnker_839_839"><span class="label">[839]</span></a> greinte, lachte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_840_840" id="Fussnote_840_840"></a><a href="#FNAnker_840_840"><span class="label">[840]</span></a> Straße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_841_841" id="Fussnote_841_841"></a><a href="#FNAnker_841_841"><span class="label">[841]</span></a> beraten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_842_842" id="Fussnote_842_842"></a><a href="#FNAnker_842_842"><span class="label">[842]</span></a> kam.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_843_843" id="Fussnote_843_843"></a><a href="#FNAnker_843_843"><span class="label">[843]</span></a> alten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_844_844" id="Fussnote_844_844"></a><a href="#FNAnker_844_844"><span class="label">[844]</span></a> von dömeln = schwatzen, unbedeutende Sachen erzählen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_845_845" id="Fussnote_845_845"></a><a href="#FNAnker_845_845"><span class="label">[845]</span></a> gleich vorgenommen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_846_846" id="Fussnote_846_846"></a><a href="#FNAnker_846_846"><span class="label">[846]</span></a> Umständen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_847_847" id="Fussnote_847_847"></a><a href="#FNAnker_847_847"><span class="label">[847]</span></a> aufgeben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_848_848" id="Fussnote_848_848"></a><a href="#FNAnker_848_848"><span class="label">[848]</span></a> erstens, weil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_849_849" id="Fussnote_849_849"></a><a href="#FNAnker_849_849"><span class="label">[849]</span></a> -art.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_850_850" id="Fussnote_850_850"></a><a href="#FNAnker_850_850"><span class="label">[850]</span></a> zusagte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_851_851" id="Fussnote_851_851"></a><a href="#FNAnker_851_851"><span class="label">[851]</span></a> zweitens.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_852_852" id="Fussnote_852_852"></a><a href="#FNAnker_852_852"><span class="label">[852]</span></a> zuträglich hielt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_853_853" id="Fussnote_853_853"></a><a href="#FNAnker_853_853"><span class="label">[853]</span></a> hin geriet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_854_854" id="Fussnote_854_854"></a><a href="#FNAnker_854_854"><span class="label">[854]</span></a> leises Flüstern.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_855_855" id="Fussnote_855_855"></a><a href="#FNAnker_855_855"><span class="label">[855]</span></a> Anstoßen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_856_856" id="Fussnote_856_856"></a><a href="#FNAnker_856_856"><span class="label">[856]</span></a> Ferne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_857_857" id="Fussnote_857_857"></a><a href="#FNAnker_857_857"><span class="label">[857]</span></a> Nähe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_858_858" id="Fussnote_858_858"></a><a href="#FNAnker_858_858"><span class="label">[858]</span></a> Zaunpfahl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_859_859" id="Fussnote_859_859"></a><a href="#FNAnker_859_859"><span class="label">[859]</span></a> erzählten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_860_860" id="Fussnote_860_860"></a><a href="#FNAnker_860_860"><span class="label">[860]</span></a> der, dieser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_861_861" id="Fussnote_861_861"></a><a href="#FNAnker_861_861"><span class="label">[861]</span></a> gesagt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_862_862" id="Fussnote_862_862"></a><a href="#FNAnker_862_862"><span class="label">[862]</span></a> der, jener.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_863_863" id="Fussnote_863_863"></a><a href="#FNAnker_863_863"><span class="label">[863]</span></a> Schäfer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_864_864" id="Fussnote_864_864"></a><a href="#FNAnker_864_864"><span class="label">[864]</span></a> ärgerlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_865_865" id="Fussnote_865_865"></a><a href="#FNAnker_865_865"><span class="label">[865]</span></a> ob.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_866_866" id="Fussnote_866_866"></a><a href="#FNAnker_866_866"><span class="label">[866]</span></a> nur.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_867_867" id="Fussnote_867_867"></a><a href="#FNAnker_867_867"><span class="label">[867]</span></a> aus diesen Gründen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_868_868" id="Fussnote_868_868"></a><a href="#FNAnker_868_868"><span class="label">[868]</span></a> dann machte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_869_869" id="Fussnote_869_869"></a><a href="#FNAnker_869_869"><span class="label">[869]</span></a> lieb.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_870_870" id="Fussnote_870_870"></a><a href="#FNAnker_870_870"><span class="label">[870]</span></a> Pfeffermühle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_871_871" id="Fussnote_871_871"></a><a href="#FNAnker_871_871"><span class="label">[871]</span></a> auf (offen).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_872_872" id="Fussnote_872_872"></a><a href="#FNAnker_872_872"><span class="label">[872]</span></a> stäubte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_873_873" id="Fussnote_873_873"></a><a href="#FNAnker_873_873"><span class="label">[873]</span></a> kleine feine.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_874_874" id="Fussnote_874_874"></a><a href="#FNAnker_874_874"><span class="label">[874]</span></a> Nase.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_875_875" id="Fussnote_875_875"></a><a href="#FNAnker_875_875"><span class="label">[875]</span></a> Augen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_876_876" id="Fussnote_876_876"></a><a href="#FNAnker_876_876"><span class="label">[876]</span></a> ob es so sollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_877_877" id="Fussnote_877_877"></a><a href="#FNAnker_877_877"><span class="label">[877]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_878_878" id="Fussnote_878_878"></a><a href="#FNAnker_878_878"><span class="label">[878]</span></a> wäre.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_879_879" id="Fussnote_879_879"></a><a href="#FNAnker_879_879"><span class="label">[879]</span></a> aufgewartet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_880_880" id="Fussnote_880_880"></a><a href="#FNAnker_880_880"><span class="label">[880]</span></a> Zeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_881_881" id="Fussnote_881_881"></a><a href="#FNAnker_881_881"><span class="label">[881]</span></a> anbeträfe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_882_882" id="Fussnote_882_882"></a><a href="#FNAnker_882_882"><span class="label">[882]</span></a> gäbe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_883_883" id="Fussnote_883_883"></a><a href="#FNAnker_883_883"><span class="label">[883]</span></a> gut genug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_884_884" id="Fussnote_884_884"></a><a href="#FNAnker_884_884"><span class="label">[884]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_885_885" id="Fussnote_885_885"></a><a href="#FNAnker_885_885"><span class="label">[885]</span></a> gehört hätte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_886_886" id="Fussnote_886_886"></a><a href="#FNAnker_886_886"><span class="label">[886]</span></a> aufgefüttert, erzogen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_887_887" id="Fussnote_887_887"></a><a href="#FNAnker_887_887"><span class="label">[887]</span></a> niemals.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_888_888" id="Fussnote_888_888"></a><a href="#FNAnker_888_888"><span class="label">[888]</span></a> kaltes Wasser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_889_889" id="Fussnote_889_889"></a><a href="#FNAnker_889_889"><span class="label">[889]</span></a> Daune.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_890_890" id="Fussnote_890_890"></a><a href="#FNAnker_890_890"><span class="label">[890]</span></a> schon zu alt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_891_891" id="Fussnote_891_891"></a><a href="#FNAnker_891_891"><span class="label">[891]</span></a> nächstens.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_892_892" id="Fussnote_892_892"></a><a href="#FNAnker_892_892"><span class="label">[892]</span></a> besuchen wollte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_893_893" id="Fussnote_893_893"></a><a href="#FNAnker_893_893"><span class="label">[893]</span></a> tun.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_894_894" id="Fussnote_894_894"></a><a href="#FNAnker_894_894"><span class="label">[894]</span></a> dawider.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_895_895" id="Fussnote_895_895"></a><a href="#FNAnker_895_895"><span class="label">[895]</span></a> Spinnweben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_896_896" id="Fussnote_896_896"></a><a href="#FNAnker_896_896"><span class="label">[896]</span></a> Boden, Zimmerdecke.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_897_897" id="Fussnote_897_897"></a><a href="#FNAnker_897_897"><span class="label">[897]</span></a> Staub.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_898_898" id="Fussnote_898_898"></a><a href="#FNAnker_898_898"><span class="label">[898]</span></a> Privat-Kehricht-Haufen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_899_899" id="Fussnote_899_899"></a><a href="#FNAnker_899_899"><span class="label">[899]</span></a> angelegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_900_900" id="Fussnote_900_900"></a><a href="#FNAnker_900_900"><span class="label">[900]</span></a> verstauchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_901_901" id="Fussnote_901_901"></a><a href="#FNAnker_901_901"><span class="label">[901]</span></a> Feuer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_902_902" id="Fussnote_902_902"></a><a href="#FNAnker_902_902"><span class="label">[902]</span></a> sonst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_903_903" id="Fussnote_903_903"></a><a href="#FNAnker_903_903"><span class="label">[903]</span></a> gegangen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_904_904" id="Fussnote_904_904"></a><a href="#FNAnker_904_904"><span class="label">[904]</span></a> dann setzte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_905_905" id="Fussnote_905_905"></a><a href="#FNAnker_905_905"><span class="label">[905]</span></a> Ofenloch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_906_906" id="Fussnote_906_906"></a><a href="#FNAnker_906_906"><span class="label">[906]</span></a> Kohlen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_907_907" id="Fussnote_907_907"></a><a href="#FNAnker_907_907"><span class="label">[907]</span></a> glüheten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_908_908" id="Fussnote_908_908"></a><a href="#FNAnker_908_908"><span class="label">[908]</span></a> Weberwitwe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_909_909" id="Fussnote_909_909"></a><a href="#FNAnker_909_909"><span class="label">[909]</span></a> muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_910_910" id="Fussnote_910_910"></a><a href="#FNAnker_910_910"><span class="label">[910]</span></a> bei ihr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_911_911" id="Fussnote_911_911"></a><a href="#FNAnker_911_911"><span class="label">[911]</span></a> tief.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_912_912" id="Fussnote_912_912"></a><a href="#FNAnker_912_912"><span class="label">[912]</span></a> wohnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_913_913" id="Fussnote_913_913"></a><a href="#FNAnker_913_913"><span class="label">[913]</span></a> Fleck, Stelle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_914_914" id="Fussnote_914_914"></a><a href="#FNAnker_914_914"><span class="label">[914]</span></a> heiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_915_915" id="Fussnote_915_915"></a><a href="#FNAnker_915_915"><span class="label">[915]</span></a> fällt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_916_916" id="Fussnote_916_916"></a><a href="#FNAnker_916_916"><span class="label">[916]</span></a> anpustet, anbläst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_917_917" id="Fussnote_917_917"></a><a href="#FNAnker_917_917"><span class="label">[917]</span></a> ein bißchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_918_918" id="Fussnote_918_918"></a><a href="#FNAnker_918_918"><span class="label">[918]</span></a> anzuwärmem.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_919_919" id="Fussnote_919_919"></a><a href="#FNAnker_919_919"><span class="label">[919]</span></a> geschmissen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_920_920" id="Fussnote_920_920"></a><a href="#FNAnker_920_920"><span class="label">[920]</span></a> toller, ärger.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_921_921" id="Fussnote_921_921"></a><a href="#FNAnker_921_921"><span class="label">[921]</span></a> Straße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_922_922" id="Fussnote_922_922"></a><a href="#FNAnker_922_922"><span class="label">[922]</span></a> hörte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_923_923" id="Fussnote_923_923"></a><a href="#FNAnker_923_923"><span class="label">[923]</span></a> schon von Ferne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_924_924" id="Fussnote_924_924"></a><a href="#FNAnker_924_924"><span class="label">[924]</span></a> guckten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_925_925" id="Fussnote_925_925"></a><a href="#FNAnker_925_925"><span class="label">[925]</span></a> Haustür.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_926_926" id="Fussnote_926_926"></a><a href="#FNAnker_926_926"><span class="label">[926]</span></a> Haufen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_927_927" id="Fussnote_927_927"></a><a href="#FNAnker_927_927"><span class="label">[927]</span></a> zusammen gefunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_928_928" id="Fussnote_928_928"></a><a href="#FNAnker_928_928"><span class="label">[928]</span></a> Diele, Hausflur.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_929_929" id="Fussnote_929_929"></a><a href="#FNAnker_929_929"><span class="label">[929]</span></a> vorbei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_930_930" id="Fussnote_930_930"></a><a href="#FNAnker_930_930"><span class="label">[930]</span></a> fährt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_931_931" id="Fussnote_931_931"></a><a href="#FNAnker_931_931"><span class="label">[931]</span></a> Kürschnermeister.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_932_932" id="Fussnote_932_932"></a><a href="#FNAnker_932_932"><span class="label">[932]</span></a> <span class="nowrap">d. h.</span> die untere, gewöhnlich geschlossene Hälfte der -zweiteiligen Tür, wie sie besonders in kleinen Häusern üblich ist.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_933_933" id="Fussnote_933_933"></a><a href="#FNAnker_933_933"><span class="label">[933]</span></a> vier Buchstaben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_934_934" id="Fussnote_934_934"></a><a href="#FNAnker_934_934"><span class="label">[934]</span></a> Rinnstein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_935_935" id="Fussnote_935_935"></a><a href="#FNAnker_935_935"><span class="label">[935]</span></a> Nachbar Grün.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_936_936" id="Fussnote_936_936"></a><a href="#FNAnker_936_936"><span class="label">[936]</span></a> Kürschner.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_937_937" id="Fussnote_937_937"></a><a href="#FNAnker_937_937"><span class="label">[937]</span></a> Frauensleute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_938_938" id="Fussnote_938_938"></a><a href="#FNAnker_938_938"><span class="label">[938]</span></a> Gevatter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_939_939" id="Fussnote_939_939"></a><a href="#FNAnker_939_939"><span class="label">[939]</span></a> in die Höhe, auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_940_940" id="Fussnote_940_940"></a><a href="#FNAnker_940_940"><span class="label">[940]</span></a> weil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_941_941" id="Fussnote_941_941"></a><a href="#FNAnker_941_941"><span class="label">[941]</span></a> anging.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_942_942" id="Fussnote_942_942"></a><a href="#FNAnker_942_942"><span class="label">[942]</span></a> gehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_943_943" id="Fussnote_943_943"></a><a href="#FNAnker_943_943"><span class="label">[943]</span></a> weiter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_944_944" id="Fussnote_944_944"></a><a href="#FNAnker_944_944"><span class="label">[944]</span></a> närrisch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_945_945" id="Fussnote_945_945"></a><a href="#FNAnker_945_945"><span class="label">[945]</span></a> erzähle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_946_946" id="Fussnote_946_946"></a><a href="#FNAnker_946_946"><span class="label">[946]</span></a> saß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_947_947" id="Fussnote_947_947"></a><a href="#FNAnker_947_947"><span class="label">[947]</span></a> weiter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_948_948" id="Fussnote_948_948"></a><a href="#FNAnker_948_948"><span class="label">[948]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_949_949" id="Fussnote_949_949"></a><a href="#FNAnker_949_949"><span class="label">[949]</span></a> Bedeuten, Bedeutung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_950_950" id="Fussnote_950_950"></a><a href="#FNAnker_950_950"><span class="label">[950]</span></a> heißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_951_951" id="Fussnote_951_951"></a><a href="#FNAnker_951_951"><span class="label">[951]</span></a> im Hause.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_952_952" id="Fussnote_952_952"></a><a href="#FNAnker_952_952"><span class="label">[952]</span></a> nachgeben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_953_953" id="Fussnote_953_953"></a><a href="#FNAnker_953_953"><span class="label">[953]</span></a> gestanden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_954_954" id="Fussnote_954_954"></a><a href="#FNAnker_954_954"><span class="label">[954]</span></a> gesessen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_955_955" id="Fussnote_955_955"></a><a href="#FNAnker_955_955"><span class="label">[955]</span></a> verdrießlich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_956_956" id="Fussnote_956_956"></a><a href="#FNAnker_956_956"><span class="label">[956]</span></a> von der Seite.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_957_957" id="Fussnote_957_957"></a><a href="#FNAnker_957_957"><span class="label">[957]</span></a> ins Auge gefaßt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_958_958" id="Fussnote_958_958"></a><a href="#FNAnker_958_958"><span class="label">[958]</span></a> sieht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_959_959" id="Fussnote_959_959"></a><a href="#FNAnker_959_959"><span class="label">[959]</span></a> gar nicht darnach aus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_960_960" id="Fussnote_960_960"></a><a href="#FNAnker_960_960"><span class="label">[960]</span></a> möchte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_961_961" id="Fussnote_961_961"></a><a href="#FNAnker_961_961"><span class="label">[961]</span></a> gerne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_962_962" id="Fussnote_962_962"></a><a href="#FNAnker_962_962"><span class="label">[962]</span></a> glaube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_963_963" id="Fussnote_963_963"></a><a href="#FNAnker_963_963"><span class="label">[963]</span></a> bleibt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_964_964" id="Fussnote_964_964"></a><a href="#FNAnker_964_964"><span class="label">[964]</span></a> lieber drinnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_965_965" id="Fussnote_965_965"></a><a href="#FNAnker_965_965"><span class="label">[965]</span></a> den Teufel auch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_966_966" id="Fussnote_966_966"></a><a href="#FNAnker_966_966"><span class="label">[966]</span></a> aber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_967_967" id="Fussnote_967_967"></a><a href="#FNAnker_967_967"><span class="label">[967]</span></a> Schürzenband.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_968_968" id="Fussnote_968_968"></a><a href="#FNAnker_968_968"><span class="label">[968]</span></a> angebunden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_969_969" id="Fussnote_969_969"></a><a href="#FNAnker_969_969"><span class="label">[969]</span></a> wie klein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_970_970" id="Fussnote_970_970"></a><a href="#FNAnker_970_970"><span class="label">[970]</span></a> Hinterfleck, Hacken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_971_971" id="Fussnote_971_971"></a><a href="#FNAnker_971_971"><span class="label">[971]</span></a> einer, man.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_972_972" id="Fussnote_972_972"></a><a href="#FNAnker_972_972"><span class="label">[972]</span></a> nachher.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_973_973" id="Fussnote_973_973"></a><a href="#FNAnker_973_973"><span class="label">[973]</span></a> gilt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_974_974" id="Fussnote_974_974"></a><a href="#FNAnker_974_974"><span class="label">[974]</span></a> Scheffel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_975_975" id="Fussnote_975_975"></a><a href="#FNAnker_975_975"><span class="label">[975]</span></a> gewöhnen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_976_976" id="Fussnote_976_976"></a><a href="#FNAnker_976_976"><span class="label">[976]</span></a> darauf verlasse dich nur nicht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_977_977" id="Fussnote_977_977"></a><a href="#FNAnker_977_977"><span class="label">[977]</span></a> Sprichwort.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_978_978" id="Fussnote_978_978"></a><a href="#FNAnker_978_978"><span class="label">[978]</span></a> etwas Neues.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_979_979" id="Fussnote_979_979"></a><a href="#FNAnker_979_979"><span class="label">[979]</span></a> machte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_980_980" id="Fussnote_980_980"></a><a href="#FNAnker_980_980"><span class="label">[980]</span></a> Nutzanwendung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_981_981" id="Fussnote_981_981"></a><a href="#FNAnker_981_981"><span class="label">[981]</span></a> lasse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_982_982" id="Fussnote_982_982"></a><a href="#FNAnker_982_982"><span class="label">[982]</span></a> zu alt dazu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_983_983" id="Fussnote_983_983"></a><a href="#FNAnker_983_983"><span class="label">[983]</span></a> folgst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_984_984" id="Fussnote_984_984"></a><a href="#FNAnker_984_984"><span class="label">[984]</span></a> Lehrjahre.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_985_985" id="Fussnote_985_985"></a><a href="#FNAnker_985_985"><span class="label">[985]</span></a> Kloß-, Erdkloßtreter, scherzhaft für: Landmann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_986_986" id="Fussnote_986_986"></a><a href="#FNAnker_986_986"><span class="label">[986]</span></a> durchgemacht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_987_987" id="Fussnote_987_987"></a><a href="#FNAnker_987_987"><span class="label">[987]</span></a> wohnten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_988_988" id="Fussnote_988_988"></a><a href="#FNAnker_988_988"><span class="label">[988]</span></a> dazumal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_989_989" id="Fussnote_989_989"></a><a href="#FNAnker_989_989"><span class="label">[989]</span></a> zwei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_990_990" id="Fussnote_990_990"></a><a href="#FNAnker_990_990"><span class="label">[990]</span></a> schier, schmuck.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_991_991" id="Fussnote_991_991"></a><a href="#FNAnker_991_991"><span class="label">[991]</span></a> Kerle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_992_992" id="Fussnote_992_992"></a><a href="#FNAnker_992_992"><span class="label">[992]</span></a> hieß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_993_993" id="Fussnote_993_993"></a><a href="#FNAnker_993_993"><span class="label">[993]</span></a> Wolf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_994_994" id="Fussnote_994_994"></a><a href="#FNAnker_994_994"><span class="label">[994]</span></a> Dorf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_995_995" id="Fussnote_995_995"></a><a href="#FNAnker_995_995"><span class="label">[995]</span></a> Kibitz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_996_996" id="Fussnote_996_996"></a><a href="#FNAnker_996_996"><span class="label">[996]</span></a> Müller.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_997_997" id="Fussnote_997_997"></a><a href="#FNAnker_997_997"><span class="label">[997]</span></a> Pfiffikus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_998_998" id="Fussnote_998_998"></a><a href="#FNAnker_998_998"><span class="label">[998]</span></a> verstand.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_999_999" id="Fussnote_999_999"></a><a href="#FNAnker_999_999"><span class="label">[999]</span></a> einfältig, beschränkt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1000_1000" id="Fussnote_1000_1000"></a><a href="#FNAnker_1000_1000"><span class="label">[1000]</span></a> Zeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1001_1001" id="Fussnote_1001_1001"></a><a href="#FNAnker_1001_1001"><span class="label">[1001]</span></a> Gevatterin.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1002_1002" id="Fussnote_1002_1002"></a><a href="#FNAnker_1002_1002"><span class="label">[1002]</span></a> schon gehört.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1003_1003" id="Fussnote_1003_1003"></a><a href="#FNAnker_1003_1003"><span class="label">[1003]</span></a> des Schulzen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1004_1004" id="Fussnote_1004_1004"></a><a href="#FNAnker_1004_1004"><span class="label">[1004]</span></a> Sophie und Marie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1005_1005" id="Fussnote_1005_1005"></a><a href="#FNAnker_1005_1005"><span class="label">[1005]</span></a> <span class="nowrap">d. h.</span> 10. November.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1006_1006" id="Fussnote_1006_1006"></a><a href="#FNAnker_1006_1006"><span class="label">[1006]</span></a> freiten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1007_1007" id="Fussnote_1007_1007"></a><a href="#FNAnker_1007_1007"><span class="label">[1007]</span></a> etwa: gelt! eigentl.: stehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1008_1008" id="Fussnote_1008_1008"></a><a href="#FNAnker_1008_1008"><span class="label">[1008]</span></a> gebeten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1009_1009" id="Fussnote_1009_1009"></a><a href="#FNAnker_1009_1009"><span class="label">[1009]</span></a> wie heute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1010_1010" id="Fussnote_1010_1010"></a><a href="#FNAnker_1010_1010"><span class="label">[1010]</span></a> wie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1011_1011" id="Fussnote_1011_1011"></a><a href="#FNAnker_1011_1011"><span class="label">[1011]</span></a> Schreiber, Wirtschafter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1012_1012" id="Fussnote_1012_1012"></a><a href="#FNAnker_1012_1012"><span class="label">[1012]</span></a> Schleifkanne, hölzerner Deckelkrug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1013_1013" id="Fussnote_1013_1013"></a><a href="#FNAnker_1013_1013"><span class="label">[1013]</span></a> voll Doppelbier.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1014_1014" id="Fussnote_1014_1014"></a><a href="#FNAnker_1014_1014"><span class="label">[1014]</span></a> ärgerlich, böse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1015_1015" id="Fussnote_1015_1015"></a><a href="#FNAnker_1015_1015"><span class="label">[1015]</span></a> im besten Einvernehmen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1016_1016" id="Fussnote_1016_1016"></a><a href="#FNAnker_1016_1016"><span class="label">[1016]</span></a> währte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1017_1017" id="Fussnote_1017_1017"></a><a href="#FNAnker_1017_1017"><span class="label">[1017]</span></a> schlägt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1018_1018" id="Fussnote_1018_1018"></a><a href="#FNAnker_1018_1018"><span class="label">[1018]</span></a> Krug, Wirtshaus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1019_1019" id="Fussnote_1019_1019"></a><a href="#FNAnker_1019_1019"><span class="label">[1019]</span></a> spielt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1020_1020" id="Fussnote_1020_1020"></a><a href="#FNAnker_1020_1020"><span class="label">[1020]</span></a> wieso.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1021_1021" id="Fussnote_1021_1021"></a><a href="#FNAnker_1021_1021"><span class="label">[1021]</span></a> eigentl. vermietet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1022_1022" id="Fussnote_1022_1022"></a><a href="#FNAnker_1022_1022"><span class="label">[1022]</span></a> dann muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1023_1023" id="Fussnote_1023_1023"></a><a href="#FNAnker_1023_1023"><span class="label">[1023]</span></a> Mieter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1024_1024" id="Fussnote_1024_1024"></a><a href="#FNAnker_1024_1024"><span class="label">[1024]</span></a> komme.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1025_1025" id="Fussnote_1025_1025"></a><a href="#FNAnker_1025_1025"><span class="label">[1025]</span></a> Schweine geschlachtet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1026_1026" id="Fussnote_1026_1026"></a><a href="#FNAnker_1026_1026"><span class="label">[1026]</span></a> weißt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1027_1027" id="Fussnote_1027_1027"></a><a href="#FNAnker_1027_1027"><span class="label">[1027]</span></a> Schwarzsauer, in Blut gekochtes Schweinefleisch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1028_1028" id="Fussnote_1028_1028"></a><a href="#FNAnker_1028_1028"><span class="label">[1028]</span></a> Beweis geben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1029_1029" id="Fussnote_1029_1029"></a><a href="#FNAnker_1029_1029"><span class="label">[1029]</span></a> ruft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1030_1030" id="Fussnote_1030_1030"></a><a href="#FNAnker_1030_1030"><span class="label">[1030]</span></a> einmal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1031_1031" id="Fussnote_1031_1031"></a><a href="#FNAnker_1031_1031"><span class="label">[1031]</span></a> die große Schüssel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1032_1032" id="Fussnote_1032_1032"></a><a href="#FNAnker_1032_1032"><span class="label">[1032]</span></a> schmeiße.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1033_1033" id="Fussnote_1033_1033"></a><a href="#FNAnker_1033_1033"><span class="label">[1033]</span></a> gleich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1034_1034" id="Fussnote_1034_1034"></a><a href="#FNAnker_1034_1034"><span class="label">[1034]</span></a> fährt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1035_1035" id="Fussnote_1035_1035"></a><a href="#FNAnker_1035_1035"><span class="label">[1035]</span></a> wie heute Morgen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1036_1036" id="Fussnote_1036_1036"></a><a href="#FNAnker_1036_1036"><span class="label">[1036]</span></a> Topf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1037_1037" id="Fussnote_1037_1037"></a><a href="#FNAnker_1037_1037"><span class="label">[1037]</span></a> geschieht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1038_1038" id="Fussnote_1038_1038"></a><a href="#FNAnker_1038_1038"><span class="label">[1038]</span></a> lasse Dir die Zeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1039_1039" id="Fussnote_1039_1039"></a><a href="#FNAnker_1039_1039"><span class="label">[1039]</span></a> spät.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1040_1040" id="Fussnote_1040_1040"></a><a href="#FNAnker_1040_1040"><span class="label">[1040]</span></a> zurück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1041_1041" id="Fussnote_1041_1041"></a><a href="#FNAnker_1041_1041"><span class="label">[1041]</span></a> Weise.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1042_1042" id="Fussnote_1042_1042"></a><a href="#FNAnker_1042_1042"><span class="label">[1042]</span></a> eingesperrt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1043_1043" id="Fussnote_1043_1043"></a><a href="#FNAnker_1043_1043"><span class="label">[1043]</span></a> geschlagen (mit einem ‚Schacht’‘ = Prügel).</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1044_1044" id="Fussnote_1044_1044"></a><a href="#FNAnker_1044_1044"><span class="label">[1044]</span></a> Brautleute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1045_1045" id="Fussnote_1045_1045"></a><a href="#FNAnker_1045_1045"><span class="label">[1045]</span></a> da lauerte, sah.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1046_1046" id="Fussnote_1046_1046"></a><a href="#FNAnker_1046_1046"><span class="label">[1046]</span></a> welchem.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1047_1047" id="Fussnote_1047_1047"></a><a href="#FNAnker_1047_1047"><span class="label">[1047]</span></a> Zeug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1048_1048" id="Fussnote_1048_1048"></a><a href="#FNAnker_1048_1048"><span class="label">[1048]</span></a> hielte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1049_1049" id="Fussnote_1049_1049"></a><a href="#FNAnker_1049_1049"><span class="label">[1049]</span></a> fand.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1050_1050" id="Fussnote_1050_1050"></a><a href="#FNAnker_1050_1050"><span class="label">[1050]</span></a> rotes seidenes Tuch.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1051_1051" id="Fussnote_1051_1051"></a><a href="#FNAnker_1051_1051"><span class="label">[1051]</span></a> gab.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1052_1052" id="Fussnote_1052_1052"></a><a href="#FNAnker_1052_1052"><span class="label">[1052]</span></a> gegessen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1053_1053" id="Fussnote_1053_1053"></a><a href="#FNAnker_1053_1053"><span class="label">[1053]</span></a> bißchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1054_1054" id="Fussnote_1054_1054"></a><a href="#FNAnker_1054_1054"><span class="label">[1054]</span></a> Gänseschmalz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1055_1055" id="Fussnote_1055_1055"></a><a href="#FNAnker_1055_1055"><span class="label">[1055]</span></a> geschmiert.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1056_1056" id="Fussnote_1056_1056"></a><a href="#FNAnker_1056_1056"><span class="label">[1056]</span></a> losfuhr.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1057_1057" id="Fussnote_1057_1057"></a><a href="#FNAnker_1057_1057"><span class="label">[1057]</span></a> faßte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1058_1058" id="Fussnote_1058_1058"></a><a href="#FNAnker_1058_1058"><span class="label">[1058]</span></a> rund.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1059_1059" id="Fussnote_1059_1059"></a><a href="#FNAnker_1059_1059"><span class="label">[1059]</span></a> hält.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1060_1060" id="Fussnote_1060_1060"></a><a href="#FNAnker_1060_1060"><span class="label">[1060]</span></a> findest.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1061_1061" id="Fussnote_1061_1061"></a><a href="#FNAnker_1061_1061"><span class="label">[1061]</span></a> niemals.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1062_1062" id="Fussnote_1062_1062"></a><a href="#FNAnker_1062_1062"><span class="label">[1062]</span></a> gab, <span class="nowrap">d. h.</span> fand sich darein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1063_1063" id="Fussnote_1063_1063"></a><a href="#FNAnker_1063_1063"><span class="label">[1063]</span></a> Teterow, meckl. Stadt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1064_1064" id="Fussnote_1064_1064"></a><a href="#FNAnker_1064_1064"><span class="label">[1064]</span></a> gewann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1065_1065" id="Fussnote_1065_1065"></a><a href="#FNAnker_1065_1065"><span class="label">[1065]</span></a> dazu freute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1066_1066" id="Fussnote_1066_1066"></a><a href="#FNAnker_1066_1066"><span class="label">[1066]</span></a> da nahm.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1067_1067" id="Fussnote_1067_1067"></a><a href="#FNAnker_1067_1067"><span class="label">[1067]</span></a> spielte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1068_1068" id="Fussnote_1068_1068"></a><a href="#FNAnker_1068_1068"><span class="label">[1068]</span></a> schmiß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1069_1069" id="Fussnote_1069_1069"></a><a href="#FNAnker_1069_1069"><span class="label">[1069]</span></a> weinen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1070_1070" id="Fussnote_1070_1070"></a><a href="#FNAnker_1070_1070"><span class="label">[1070]</span></a> laß sein.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1071_1071" id="Fussnote_1071_1071"></a><a href="#FNAnker_1071_1071"><span class="label">[1071]</span></a> besser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1072_1072" id="Fussnote_1072_1072"></a><a href="#FNAnker_1072_1072"><span class="label">[1072]</span></a> entzwei gefallen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1073_1073" id="Fussnote_1073_1073"></a><a href="#FNAnker_1073_1073"><span class="label">[1073]</span></a> unser Leben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1074_1074" id="Fussnote_1074_1074"></a><a href="#FNAnker_1074_1074"><span class="label">[1074]</span></a> brach.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1075_1075" id="Fussnote_1075_1075"></a><a href="#FNAnker_1075_1075"><span class="label">[1075]</span></a> Zähne.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1076_1076" id="Fussnote_1076_1076"></a><a href="#FNAnker_1076_1076"><span class="label">[1076]</span></a> Herbstmarkt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1077_1077" id="Fussnote_1077_1077"></a><a href="#FNAnker_1077_1077"><span class="label">[1077]</span></a> neuen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1078_1078" id="Fussnote_1078_1078"></a><a href="#FNAnker_1078_1078"><span class="label">[1078]</span></a> wieder schenkst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1079_1079" id="Fussnote_1079_1079"></a><a href="#FNAnker_1079_1079"><span class="label">[1079]</span></a> geblieben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1080_1080" id="Fussnote_1080_1080"></a><a href="#FNAnker_1080_1080"><span class="label">[1080]</span></a> zufrieden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1081_1081" id="Fussnote_1081_1081"></a><a href="#FNAnker_1081_1081"><span class="label">[1081]</span></a> muß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1082_1082" id="Fussnote_1082_1082"></a><a href="#FNAnker_1082_1082"><span class="label">[1082]</span></a> Krüger, Wirt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1083_1083" id="Fussnote_1083_1083"></a><a href="#FNAnker_1083_1083"><span class="label">[1083]</span></a> komme heraus.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1084_1084" id="Fussnote_1084_1084"></a><a href="#FNAnker_1084_1084"><span class="label">[1084]</span></a> draußen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1085_1085" id="Fussnote_1085_1085"></a><a href="#FNAnker_1085_1085"><span class="label">[1085]</span></a> trifft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1086_1086" id="Fussnote_1086_1086"></a><a href="#FNAnker_1086_1086"><span class="label">[1086]</span></a> <em class="antiqua">Adj.</em> von entzwei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1087_1087" id="Fussnote_1087_1087"></a><a href="#FNAnker_1087_1087"><span class="label">[1087]</span></a> Auge.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1088_1088" id="Fussnote_1088_1088"></a><a href="#FNAnker_1088_1088"><span class="label">[1088]</span></a> erschrickt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1089_1089" id="Fussnote_1089_1089"></a><a href="#FNAnker_1089_1089"><span class="label">[1089]</span></a> schlecht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1090_1090" id="Fussnote_1090_1090"></a><a href="#FNAnker_1090_1090"><span class="label">[1090]</span></a> Erzählen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1091_1091" id="Fussnote_1091_1091"></a><a href="#FNAnker_1091_1091"><span class="label">[1091]</span></a> gut genug behalten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1092_1092" id="Fussnote_1092_1092"></a><a href="#FNAnker_1092_1092"><span class="label">[1092]</span></a> geholfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1093_1093" id="Fussnote_1093_1093"></a><a href="#FNAnker_1093_1093"><span class="label">[1093]</span></a> helfen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1094_1094" id="Fussnote_1094_1094"></a><a href="#FNAnker_1094_1094"><span class="label">[1094]</span></a> Spiegel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1095_1095" id="Fussnote_1095_1095"></a><a href="#FNAnker_1095_1095"><span class="label">[1095]</span></a> Haare.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1096_1096" id="Fussnote_1096_1096"></a><a href="#FNAnker_1096_1096"><span class="label">[1096]</span></a> Frau des Holländers, Milchmeiers.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1097_1097" id="Fussnote_1097_1097"></a><a href="#FNAnker_1097_1097"><span class="label">[1097]</span></a> Kaffeeklatsch, Kaffeegesellschaft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1098_1098" id="Fussnote_1098_1098"></a><a href="#FNAnker_1098_1098"><span class="label">[1098]</span></a> zurecht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1099_1099" id="Fussnote_1099_1099"></a><a href="#FNAnker_1099_1099"><span class="label">[1099]</span></a> liegt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1100_1100" id="Fussnote_1100_1100"></a><a href="#FNAnker_1100_1100"><span class="label">[1100]</span></a> Haube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1101_1101" id="Fussnote_1101_1101"></a><a href="#FNAnker_1101_1101"><span class="label">[1101]</span></a> Waschschüssel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1102_1102" id="Fussnote_1102_1102"></a><a href="#FNAnker_1102_1102"><span class="label">[1102]</span></a> Seifenwasser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1103_1103" id="Fussnote_1103_1103"></a><a href="#FNAnker_1103_1103"><span class="label">[1103]</span></a> tue.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1104_1104" id="Fussnote_1104_1104"></a><a href="#FNAnker_1104_1104"><span class="label">[1104]</span></a> ehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1105_1105" id="Fussnote_1105_1105"></a><a href="#FNAnker_1105_1105"><span class="label">[1105]</span></a> präcavieren, vorsehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1106_1106" id="Fussnote_1106_1106"></a><a href="#FNAnker_1106_1106"><span class="label">[1106]</span></a> fährt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1107_1107" id="Fussnote_1107_1107"></a><a href="#FNAnker_1107_1107"><span class="label">[1107]</span></a> wohl.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1108_1108" id="Fussnote_1108_1108"></a><a href="#FNAnker_1108_1108"><span class="label">[1108]</span></a> da ruft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1109_1109" id="Fussnote_1109_1109"></a><a href="#FNAnker_1109_1109"><span class="label">[1109]</span></a> Teil.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1110_1110" id="Fussnote_1110_1110"></a><a href="#FNAnker_1110_1110"><span class="label">[1110]</span></a> guck.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1111_1111" id="Fussnote_1111_1111"></a><a href="#FNAnker_1111_1111"><span class="label">[1111]</span></a> zieht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1112_1112" id="Fussnote_1112_1112"></a><a href="#FNAnker_1112_1112"><span class="label">[1112]</span></a> zugerichtet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1113_1113" id="Fussnote_1113_1113"></a><a href="#FNAnker_1113_1113"><span class="label">[1113]</span></a> -bart.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1114_1114" id="Fussnote_1114_1114"></a><a href="#FNAnker_1114_1114"><span class="label">[1114]</span></a> gemacht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1115_1115" id="Fussnote_1115_1115"></a><a href="#FNAnker_1115_1115"><span class="label">[1115]</span></a> hilft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1116_1116" id="Fussnote_1116_1116"></a><a href="#FNAnker_1116_1116"><span class="label">[1116]</span></a> stand auf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1117_1117" id="Fussnote_1117_1117"></a><a href="#FNAnker_1117_1117"><span class="label">[1117]</span></a> klug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1118_1118" id="Fussnote_1118_1118"></a><a href="#FNAnker_1118_1118"><span class="label">[1118]</span></a> drehte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1119_1119" id="Fussnote_1119_1119"></a><a href="#FNAnker_1119_1119"><span class="label">[1119]</span></a> sonst schon bessere.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1120_1120" id="Fussnote_1120_1120"></a><a href="#FNAnker_1120_1120"><span class="label">[1120]</span></a> gleich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1121_1121" id="Fussnote_1121_1121"></a><a href="#FNAnker_1121_1121"><span class="label">[1121]</span></a> suchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1122_1122" id="Fussnote_1122_1122"></a><a href="#FNAnker_1122_1122"><span class="label">[1122]</span></a> glauben.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1123_1123" id="Fussnote_1123_1123"></a><a href="#FNAnker_1123_1123"><span class="label">[1123]</span></a> Spitzbube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1124_1124" id="Fussnote_1124_1124"></a><a href="#FNAnker_1124_1124"><span class="label">[1124]</span></a> bis an den Hacken (Ferse), <span class="nowrap">d. h.</span> fertig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1125_1125" id="Fussnote_1125_1125"></a><a href="#FNAnker_1125_1125"><span class="label">[1125]</span></a> der Alte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1126_1126" id="Fussnote_1126_1126"></a><a href="#FNAnker_1126_1126"><span class="label">[1126]</span></a> greint, lacht verstohlen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1127_1127" id="Fussnote_1127_1127"></a><a href="#FNAnker_1127_1127"><span class="label">[1127]</span></a> regnet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1128_1128" id="Fussnote_1128_1128"></a><a href="#FNAnker_1128_1128"><span class="label">[1128]</span></a> fahren.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1129_1129" id="Fussnote_1129_1129"></a><a href="#FNAnker_1129_1129"><span class="label">[1129]</span></a> wie alt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1130_1130" id="Fussnote_1130_1130"></a><a href="#FNAnker_1130_1130"><span class="label">[1130]</span></a> Alter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1131_1131" id="Fussnote_1131_1131"></a><a href="#FNAnker_1131_1131"><span class="label">[1131]</span></a> mochte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1132_1132" id="Fussnote_1132_1132"></a><a href="#FNAnker_1132_1132"><span class="label">[1132]</span></a> Bräutigamszeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1133_1133" id="Fussnote_1133_1133"></a><a href="#FNAnker_1133_1133"><span class="label">[1133]</span></a> etwas hören.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1134_1134" id="Fussnote_1134_1134"></a><a href="#FNAnker_1134_1134"><span class="label">[1134]</span></a> Pfeffer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1135_1135" id="Fussnote_1135_1135"></a><a href="#FNAnker_1135_1135"><span class="label">[1135]</span></a> dann lasse.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1136_1136" id="Fussnote_1136_1136"></a><a href="#FNAnker_1136_1136"><span class="label">[1136]</span></a> scharf.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1137_1137" id="Fussnote_1137_1137"></a><a href="#FNAnker_1137_1137"><span class="label">[1137]</span></a> siebenten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1138_1138" id="Fussnote_1138_1138"></a><a href="#FNAnker_1138_1138"><span class="label">[1138]</span></a> 41 Jahre gewesen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1139_1139" id="Fussnote_1139_1139"></a><a href="#FNAnker_1139_1139"><span class="label">[1139]</span></a> in den Zwanzigen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1140_1140" id="Fussnote_1140_1140"></a><a href="#FNAnker_1140_1140"><span class="label">[1140]</span></a> in den Dreißigen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1141_1141" id="Fussnote_1141_1141"></a><a href="#FNAnker_1141_1141"><span class="label">[1141]</span></a> klug.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1142_1142" id="Fussnote_1142_1142"></a><a href="#FNAnker_1142_1142"><span class="label">[1142]</span></a> in den Fünfzigen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1143_1143" id="Fussnote_1143_1143"></a><a href="#FNAnker_1143_1143"><span class="label">[1143]</span></a> reich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1144_1144" id="Fussnote_1144_1144"></a><a href="#FNAnker_1144_1144"><span class="label">[1144]</span></a> nur sein lassen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1145_1145" id="Fussnote_1145_1145"></a><a href="#FNAnker_1145_1145"><span class="label">[1145]</span></a> scheinst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1146_1146" id="Fussnote_1146_1146"></a><a href="#FNAnker_1146_1146"><span class="label">[1146]</span></a> stramm ins Ende, in die Höhe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1147_1147" id="Fussnote_1147_1147"></a><a href="#FNAnker_1147_1147"><span class="label">[1147]</span></a> kauft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1148_1148" id="Fussnote_1148_1148"></a><a href="#FNAnker_1148_1148"><span class="label">[1148]</span></a> betrogen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1149_1149" id="Fussnote_1149_1149"></a><a href="#FNAnker_1149_1149"><span class="label">[1149]</span></a> dabei.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1150_1150" id="Fussnote_1150_1150"></a><a href="#FNAnker_1150_1150"><span class="label">[1150]</span></a> Gleichnis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1151_1151" id="Fussnote_1151_1151"></a><a href="#FNAnker_1151_1151"><span class="label">[1151]</span></a> aufgeführt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1152_1152" id="Fussnote_1152_1152"></a><a href="#FNAnker_1152_1152"><span class="label">[1152]</span></a> traust.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1153_1153" id="Fussnote_1153_1153"></a><a href="#FNAnker_1153_1153"><span class="label">[1153]</span></a> Alter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1154_1154" id="Fussnote_1154_1154"></a><a href="#FNAnker_1154_1154"><span class="label">[1154]</span></a> etwa drei Stück.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1155_1155" id="Fussnote_1155_1155"></a><a href="#FNAnker_1155_1155"><span class="label">[1155]</span></a> überlege.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1156_1156" id="Fussnote_1156_1156"></a><a href="#FNAnker_1156_1156"><span class="label">[1156]</span></a> drehe.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1157_1157" id="Fussnote_1157_1157"></a><a href="#FNAnker_1157_1157"><span class="label">[1157]</span></a> glaube.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1158_1158" id="Fussnote_1158_1158"></a><a href="#FNAnker_1158_1158"><span class="label">[1158]</span></a> dann mache sie.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1159_1159" id="Fussnote_1159_1159"></a><a href="#FNAnker_1159_1159"><span class="label">[1159]</span></a> schlechte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1160_1160" id="Fussnote_1160_1160"></a><a href="#FNAnker_1160_1160"><span class="label">[1160]</span></a> schelten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1161_1161" id="Fussnote_1161_1161"></a><a href="#FNAnker_1161_1161"><span class="label">[1161]</span></a> sieh über.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1162_1162" id="Fussnote_1162_1162"></a><a href="#FNAnker_1162_1162"><span class="label">[1162]</span></a> lieber.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1163_1163" id="Fussnote_1163_1163"></a><a href="#FNAnker_1163_1163"><span class="label">[1163]</span></a> Herz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1164_1164" id="Fussnote_1164_1164"></a><a href="#FNAnker_1164_1164"><span class="label">[1164]</span></a> gehört.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1165_1165" id="Fussnote_1165_1165"></a><a href="#FNAnker_1165_1165"><span class="label">[1165]</span></a> schlägt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1166_1166" id="Fussnote_1166_1166"></a><a href="#FNAnker_1166_1166"><span class="label">[1166]</span></a> bis.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1167_1167" id="Fussnote_1167_1167"></a><a href="#FNAnker_1167_1167"><span class="label">[1167]</span></a> hinzu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1168_1168" id="Fussnote_1168_1168"></a><a href="#FNAnker_1168_1168"><span class="label">[1168]</span></a> überlegte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1169_1169" id="Fussnote_1169_1169"></a><a href="#FNAnker_1169_1169"><span class="label">[1169]</span></a> angestellt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1170_1170" id="Fussnote_1170_1170"></a><a href="#FNAnker_1170_1170"><span class="label">[1170]</span></a> hüten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1171_1171" id="Fussnote_1171_1171"></a><a href="#FNAnker_1171_1171"><span class="label">[1171]</span></a> Erzählung.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1172_1172" id="Fussnote_1172_1172"></a><a href="#FNAnker_1172_1172"><span class="label">[1172]</span></a> Hände.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1173_1173" id="Fussnote_1173_1173"></a><a href="#FNAnker_1173_1173"><span class="label">[1173]</span></a> möglicherweise.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1174_1174" id="Fussnote_1174_1174"></a><a href="#FNAnker_1174_1174"><span class="label">[1174]</span></a> merken.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1175_1175" id="Fussnote_1175_1175"></a><a href="#FNAnker_1175_1175"><span class="label">[1175]</span></a> diese Stückchen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1176_1176" id="Fussnote_1176_1176"></a><a href="#FNAnker_1176_1176"><span class="label">[1176]</span></a> abgekartet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1177_1177" id="Fussnote_1177_1177"></a><a href="#FNAnker_1177_1177"><span class="label">[1177]</span></a> halt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1178_1178" id="Fussnote_1178_1178"></a><a href="#FNAnker_1178_1178"><span class="label">[1178]</span></a> dieses Spiel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1179_1179" id="Fussnote_1179_1179"></a><a href="#FNAnker_1179_1179"><span class="label">[1179]</span></a> gilt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1180_1180" id="Fussnote_1180_1180"></a><a href="#FNAnker_1180_1180"><span class="label">[1180]</span></a> etwa: du hast gepfuscht; nicht richtig gespielt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1181_1181" id="Fussnote_1181_1181"></a><a href="#FNAnker_1181_1181"><span class="label">[1181]</span></a> Karten.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1182_1182" id="Fussnote_1182_1182"></a><a href="#FNAnker_1182_1182"><span class="label">[1182]</span></a> bediene.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1183_1183" id="Fussnote_1183_1183"></a><a href="#FNAnker_1183_1183"><span class="label">[1183]</span></a> aus der Hälfte, beim Kartenspiel, auch: aus dem -Schneider.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1184_1184" id="Fussnote_1184_1184"></a><a href="#FNAnker_1184_1184"><span class="label">[1184]</span></a> aber manchmal.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1185_1185" id="Fussnote_1185_1185"></a><a href="#FNAnker_1185_1185"><span class="label">[1185]</span></a> fleißig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1186_1186" id="Fussnote_1186_1186"></a><a href="#FNAnker_1186_1186"><span class="label">[1186]</span></a> nachgibt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1187_1187" id="Fussnote_1187_1187"></a><a href="#FNAnker_1187_1187"><span class="label">[1187]</span></a> zu Werk gegangen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1188_1188" id="Fussnote_1188_1188"></a><a href="#FNAnker_1188_1188"><span class="label">[1188]</span></a> neulich.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1189_1189" id="Fussnote_1189_1189"></a><a href="#FNAnker_1189_1189"><span class="label">[1189]</span></a> wie es.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1190_1190" id="Fussnote_1190_1190"></a><a href="#FNAnker_1190_1190"><span class="label">[1190]</span></a> zusammen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1191_1191" id="Fussnote_1191_1191"></a><a href="#FNAnker_1191_1191"><span class="label">[1191]</span></a> denn dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1192_1192" id="Fussnote_1192_1192"></a><a href="#FNAnker_1192_1192"><span class="label">[1192]</span></a> Ihr lebt ja.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1193_1193" id="Fussnote_1193_1193"></a><a href="#FNAnker_1193_1193"><span class="label">[1193]</span></a> sei zufrieden.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1194_1194" id="Fussnote_1194_1194"></a><a href="#FNAnker_1194_1194"><span class="label">[1194]</span></a> manchmal so zu Mute.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1195_1195" id="Fussnote_1195_1195"></a><a href="#FNAnker_1195_1195"><span class="label">[1195]</span></a> legte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1196_1196" id="Fussnote_1196_1196"></a><a href="#FNAnker_1196_1196"><span class="label">[1196]</span></a> Schulter.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1197_1197" id="Fussnote_1197_1197"></a><a href="#FNAnker_1197_1197"><span class="label">[1197]</span></a> Erde.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1198_1198" id="Fussnote_1198_1198"></a><a href="#FNAnker_1198_1198"><span class="label">[1198]</span></a> begnüge.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1199_1199" id="Fussnote_1199_1199"></a><a href="#FNAnker_1199_1199"><span class="label">[1199]</span></a> anbetrifft.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1200_1200" id="Fussnote_1200_1200"></a><a href="#FNAnker_1200_1200"><span class="label">[1200]</span></a> Joachim Schmitt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1201_1201" id="Fussnote_1201_1201"></a><a href="#FNAnker_1201_1201"><span class="label">[1201]</span></a> alt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1202_1202" id="Fussnote_1202_1202"></a><a href="#FNAnker_1202_1202"><span class="label">[1202]</span></a> nachher.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1203_1203" id="Fussnote_1203_1203"></a><a href="#FNAnker_1203_1203"><span class="label">[1203]</span></a> wie ein Apfelbaum.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1204_1204" id="Fussnote_1204_1204"></a><a href="#FNAnker_1204_1204"><span class="label">[1204]</span></a> darin sitzt man.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1205_1205" id="Fussnote_1205_1205"></a><a href="#FNAnker_1205_1205"><span class="label">[1205]</span></a> rötesten Äpfel.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1206_1206" id="Fussnote_1206_1206"></a><a href="#FNAnker_1206_1206"><span class="label">[1206]</span></a> kurz.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1207_1207" id="Fussnote_1207_1207"></a><a href="#FNAnker_1207_1207"><span class="label">[1207]</span></a> holt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1208_1208" id="Fussnote_1208_1208"></a><a href="#FNAnker_1208_1208"><span class="label">[1208]</span></a> Stange.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1209_1209" id="Fussnote_1209_1209"></a><a href="#FNAnker_1209_1209"><span class="label">[1209]</span></a> zunicht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1210_1210" id="Fussnote_1210_1210"></a><a href="#FNAnker_1210_1210"><span class="label">[1210]</span></a> Zweige.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1211_1211" id="Fussnote_1211_1211"></a><a href="#FNAnker_1211_1211"><span class="label">[1211]</span></a> Trage-, Fruchtknospen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1212_1212" id="Fussnote_1212_1212"></a><a href="#FNAnker_1212_1212"><span class="label">[1212]</span></a> läßt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1213_1213" id="Fussnote_1213_1213"></a><a href="#FNAnker_1213_1213"><span class="label">[1213]</span></a> wartet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1214_1214" id="Fussnote_1214_1214"></a><a href="#FNAnker_1214_1214"><span class="label">[1214]</span></a> Herbst.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1215_1215" id="Fussnote_1215_1215"></a><a href="#FNAnker_1215_1215"><span class="label">[1215]</span></a> dann.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1216_1216" id="Fussnote_1216_1216"></a><a href="#FNAnker_1216_1216"><span class="label">[1216]</span></a> Schoß.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1217_1217" id="Fussnote_1217_1217"></a><a href="#FNAnker_1217_1217"><span class="label">[1217]</span></a> viel süßer.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1218_1218" id="Fussnote_1218_1218"></a><a href="#FNAnker_1218_1218"><span class="label">[1218]</span></a> setzte.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1219_1219" id="Fussnote_1219_1219"></a><a href="#FNAnker_1219_1219"><span class="label">[1219]</span></a> hinzu.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1220_1220" id="Fussnote_1220_1220"></a><a href="#FNAnker_1220_1220"><span class="label">[1220]</span></a> treuherzig.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1221_1221" id="Fussnote_1221_1221"></a><a href="#FNAnker_1221_1221"><span class="label">[1221]</span></a> schüttle.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1222_1222" id="Fussnote_1222_1222"></a><a href="#FNAnker_1222_1222"><span class="label">[1222]</span></a> Zeit.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1223_1223" id="Fussnote_1223_1223"></a><a href="#FNAnker_1223_1223"><span class="label">[1223]</span></a> deiner (währt) wartet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1224_1224" id="Fussnote_1224_1224"></a><a href="#FNAnker_1224_1224"><span class="label">[1224]</span></a> dann erzähle.</p></div> - -</div> - -</div> - - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Deutsche Humoristen, 1. Band (von 8), by -Peter Rosegger and Fritz Reuter and Wilhelm Raabe and Albert Roderich - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DEUTSCHE HUMORISTEN, 1. BAND *** - -***** This file should be named 52985-h.htm or 52985-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/2/9/8/52985/ - -Produced by the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive -specific permission. If you do not charge anything for copies of this -eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook -for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, -performances and research. They may be modified and printed and given -away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks -not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. 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You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. 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Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/52985-h/images/cover.jpg b/old/52985-h/images/cover.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5638102..0000000 --- a/old/52985-h/images/cover.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/signet_ddgs.jpg b/old/52985-h/images/signet_ddgs.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index bda380c..0000000 --- a/old/52985-h/images/signet_ddgs.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/zier1.jpg b/old/52985-h/images/zier1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8eb2f8e..0000000 --- a/old/52985-h/images/zier1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/zier2.jpg b/old/52985-h/images/zier2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 382ba54..0000000 --- a/old/52985-h/images/zier2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/zierleiste1.jpg b/old/52985-h/images/zierleiste1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f6277e5..0000000 --- a/old/52985-h/images/zierleiste1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/zierleiste2.jpg b/old/52985-h/images/zierleiste2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5d7b42e..0000000 --- a/old/52985-h/images/zierleiste2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/52985-h/images/zierleiste3.jpg b/old/52985-h/images/zierleiste3.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 312e833..0000000 --- a/old/52985-h/images/zierleiste3.jpg +++ /dev/null |
